Vorpommern – Rügen   Leave a comment

Der Landkreis Vorpommern-Rügen

Vorpommern-Rügen ist ein junger Landkreis. Er entstand im Ergebnis der Kreisgebietsreform im September 2011 aus den ehemaligen Landkreisen Rügen und Nordvorpommern sowie der bis dahin kreisfreien Hansestadt Stralsund, die nun Kreisstadt ist. Mit fast 3200 Quadratkilometern Fläche ist Vorpommern-Rügen der viertgrößte Landkreis in Deutschland, etwa 230 000 Menschen sind hier zu Hause. Erste Aufgabe im Landkreis ist u. a. die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen unter Nutzung regionseigener Potentiale. Die Globalisierung und europäische Integration, der demografische Wandel und Wettbewerb der Regionen um Bevölkerung und Unternehmen und die sinkenden finanziellen Handlungsspielräume der öffentlichen Haushalte stellen die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen.

Die Entfaltung einer Region soll und kann nicht vorrangig durch staatliche Eingriffe bestimmt werden. Bei der Unterstützung und Förderung der territorialen Entwicklung kommt den Gemeinden und Kreisen dennoch eine wichtige Veranwortung zu. Der Landkreis Vorpommern-Rügen sieht die Hauptschwerpunkte seiner Hilfe in der Förderung einer stabilen Wirtschaftsstruktur und einer funktionierenden Tourismuswirtschaft im Kreisgebiet sowie in der Unterstützung von Kunst und Kultur. In der Region ist der Tourismus einer der zentralen Wirtschaftszweige. Die ständige Stärkung des touristischen Images im Gebiet ist daher von wesentlicher Bedeutung. Insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel ist man bestrebt, die regionale Tourismusentwicklung noch enger mit der ganzheitlichen regionalen Entwicklung zu verzahnen. Themen wie der Aufbau bestimmter Marken, Sicherung einer dauerhaften und kundenorientierten Servicequalität, Anpassung an sich verändernde Rahmenbedingungen sind Ansprüche, denen sich auch die Touristiker stellen müssen. Im Territorium liegen zwei Nationalparks, 51 Naturschutzgebiete und 17 Landschaftsschutzgebiete – Umwelt und Natur spielen also ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Kunst und Kultur besitzen als wichtige Standortfaktoren bei der Gestaltung der Lebensqualität der Einwohner und Besucher des Landkreises Vorpommern-Rügen eine hohe Priorität. Nicht nur die Ortschaften entlang der Küste, sondern auch die landeinwärts gelegenen vermitteln Interessierten einen Eindruck vom Leben aus vergangenen Jahrhunderten. Verschiedene Museen, Kirchen, Guts- und Bauernhäuser, technische Anlagen, Bahnhöfe und Geschäftshäuser geben Einblicke in das frühere tägliche Geschehen. Archäologische Fundplätze und oberirdisch sichtbare Bodendenkmale gehen sogar noch weiter in die Geschichte zurück. Reste von Burg- und Schanzanlagen vom 8. bis zum 17. Jahrhundert zeigen, dass es nicht immer friedlich zuging; Gräber und Grabhügel (bis rund 2.500 Jahre vor Christus) bilden heute eindrucksvoll in die Landschaft eingebettete Orte zum Wandern und Verweilen. Aber auch der Veranstaltungskalender des Landkreises ist gut gefüllt, am besten informiert man sich hier jeweils direkt beim ausgewählten Ort.

Auswahl des Textes siehe bitte http://www.lk-vr.de

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Die Hansestadt Stralsund

Hansestadt Stralsund, Solkendorferstraße 1 - 3., Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Blick vom Rügendamm in die Stralsunder Altstadt., Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Alter Markt 1 "Goldener Löwe"., Foto: Joachim Kloock Hansestadt Stralsund, Am Knieperteich., Foto: Joachim Kloock

ist eine Stadt in Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten Deutschlands und liegt am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Sie wird aufgrund ihrer Lage und der Bedeutung als touristisches Zentrum als Tor zur Insel Rügen bezeichnet. Es gibt sowohl einen Damm zur Verbindung zwischen der Stadt und der Insel (der Rügendamm über die Insel Dänholm nach Altefähr) – als auch eine Brücke, die Rügenbrücke. Beide Verbindungen werden zusammengefasst bezeichnet als Strelasundquerung. Zum Stadtgebiet Stralsunds gehören ein Stadtwald und drei Stadtteiche (Knieperteich, Frankenteich und Moorteich). Die drei Teiche und der Strelasund verleihen der Altstadt, dem ursprünglichen Siedlungsgebiet und historischen Zentrum der Stadt, eine geschützte Insellage. Gemeinsam mit Greifswald bildet Stralsund eines der vier Oberzentren des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ist gleichzeitig die Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Rügen. Am 31. Oktober 1234 verlieh der slawische Fürst Wizlaw I. zu Charenza (Rügen) dem Fischerdorf Stralow am Strelasund das Lübische Stadtrecht. Die Altstadt gehört seit 2002 mit dem Titel Historische Altstädte Stralsund und Wismar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das 13. bis 16. Jahrhundert: Im Zuge der Christianisierung kamen bald Menschen aus den westelbischen Gebieten: Niedersachsen, Westfalen, Holsteiner, Friesen, Holländer und Flamen zogen in den ostelbischen Raum. Nach und nach nahmen sie Besitz von den neuen Siedlungsräumen, wie die Gründungswelle der Städte entlang der Ostseeküste belegt. Aus der Stadtgründungsurkunde geht hervor, dass es sich bei den Gründern Stralsunds wohl um Rostocker Kaufleute handelte. Dazu kamen weitere Einwanderer. Anhand der Namen im Stadtbuch von 1270 und im Bürgerbuch ab 1319, die oft auf die regionale Herkunft deuteten, ist erkennbar, dass knapp ein Drittel aus dem direkten Umland (Festland und Rügen) stammte und zwei Drittel aus ferneren Gegenden – bis hin nach Nowgorod, Italien, Böhmen – zugezogen waren. Obwohl die Stadt auf ehemals slawisch besiedeltem Territorium lag, überwog schon bald der Anteil der Deutschen. Die Slawen mussten sich bald den deutschen Zuwanderern in Sprache und Lebensweise anpassen.

Am 25. Februar 1240 stellte Fürst Witzlaw I. auf seinem Prohner Schloss eine zweite Urkunde aus, die bedeutsam für Stralsund war. In dem Text nannte Witzlaw I. nochmals die Stadtrechtsverleihung nach Rostocker Vorbild, erwähnt wurde auch erstmals Stralesund als Stadtname. Die Stadt erhielt das Fährdorf (antiquus navalis transitus) gegen Zahlung von neunzig Mark rügenscher Münze und die Insel Strale sowie Wälder (heute: Frankenvorstadt) und Äcker (heute: Kniepervorstadt) innerhalb der Stadtgrenzen als Geschenk. Zusätzlich gestattete die Urkunde den Stralsundern freien Fischfang und die Jagd auf Niederwild. Sie garantierte auch die Zollfreiheit im gesamten Fürstentum. Schnell entwickelte sich die junge Stadt zu einem aufblühenden Handelsstandort und als Konkurrenz zu den bestehenden Handelsstädten. Im Jahr 1249 überfiel eine Flotte der Hansestadt Lübeck unter Alexander von Soltwedels unerwartet die Stadt und legte sie in Schutt und Asche, die Stadt wurde aber schnell wieder aufgebaut.

Hansestadt Stralsund, Blick durch die Böttcherstraße in Richtung Jakobikirche., Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Marienkirche, Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, St. Nikolaikirche, Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Franziskanerkloster St. Johannis, Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Im Hof des Ehem. Katharinenklosters, Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Schill Denkmal, Foto: Joachim KloockHansestadt Stralsund, Blick übern Frankenteich zur Marienkirche, Foto: Joachim KloockDie ursprüngliche Stadt reichte bis an heutigen Straßen Papenstraße und Apollonienmarkt. In der Altstadt, ausgehend vom Alten Markt als damaligem Stadtzentrum, wurden beeindruckende Bauten errichtet. Die Nikolaikirche wurde 1276 erstmals erwähnt, im langen inneren Gang des angrenzenden Rathauses befanden sich ursprünglich die Verkaufsstände vieler Händler. Das Gebiet südwestlich davon gehörte zunächst weiterhin dem Rügenfürsten, der dort vermutlich schon seit 1242 seine Curie (Niederlassung) hatte und im Jahr 1251 ein Dominikanerkloster gründete. Da die ursprüngliche Altstadt bald an ihre räumlichen Grenzen stieß, siedelten sich die Bürger auch in der Neustadt an. Diese wurde 1256 erstmals urkundlich benannt.

Im Jahre 1270 war erstmals vom Neuen Markt die Rede, mit dem 1298 die Marienkirche erwähnt wurde. Diese Pfarrkirche ersetzte die Peter-und-Paul-Kirche, von der nichts erhalten ist; vermutlich befand sie sich an der Ecke Franken- und Badstüberstraße. Beide Teile der Stadt wurden ab 1261 durch einen gemeinsamen Befestigungsring geschützt, der Ende des 13. Jahrhunderts fertiggestellt wurde. Als günstig erwies sich dabei die Lage der Stadt, die von allen Seiten durch Wasser (Strelasund, Teiche) begrenzt war. 22 Stadttore, sechs Wassertore und fünf Landtore, jeweils als Doppeltor angelegt, befanden sich in der Stadtmauer. Da die räumliche Situation in der Altstadt auf Grund des prosperierenden Handels immer schwieriger wurde, begann in den 1260er Jahren die Erweiterung mit dem Zusammenwachsen von Alt- und Neustadt zum Ende des 13. Jahrhunderts. 1271 wurden große Teile der überwiegend aus Holz gebauten Stadt durch ein Feuer zerstört. Danach wurde die Stadt mit einem erheblich höheren Anteil an Backsteinbauten erneuert. 1283 gab es drei Ziegeleien in Stralsund.

Auszug aus der Geschichte der Stadt, siehe „Wikipedia“

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Die Insel Rügen

Kreidefelsen, Strände und verträumte Landschaft – das sind die ersten Vorstellungen, wenn man an Rügen denkt. Tatsächlich begeistert die Insel, die mit fast 1.000 Quadratkilometern Deutschlands größte ist, mit langen, feinsandigen Ostseestränden und einer einzigartigen, vielerorts unberührten Natur. Überraschend sind auch die vielfältigen Landschaftsformen, die vom üppigen Buchenwald über idyllische Boddenufer bis zum pulsierenden Seebad reichen.

Bereits vor 200 Jahren begannen Großstädter, die Insel als Urlaubsziel für sich zu entdecken. Auch Künstler ließen sich von der wunderschönen Gegend inspirieren – Gemälde, Romane und Musikwerke zeugen von dieser Faszination, die Rügen ausübt. Das vielleicht bekannteste Zeugnis davon legt Caspar David Friedrichs Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ von 1818 ab. Johannes Brahms weilte 1876 längere Zeit in Sassnitz und komponierte hier den letzten Satz seiner 1. Sinfonie. Theodor Fontane sammelte 1895 ebenfalls in Sassnitz Anregungen für seinen weltbekannten Roman „Effi Briest“. Rügens kleine Nachbarinsel Hiddensee galt unter Künstlern als „Geheimtipp“. Einer ihrer bedeutendsten Gäste war der Schriftsteller Gerhart Hauptmann. Ihn faszinierte wohl das gleiche, was Hiddensee auch heute noch ausmacht – das Wechselspiel der Natur- und Landschaftsformen mit reetdach gedeckten Häusern, weiten Heideflächen, idyllischen Buchten, feinsandigen Stränden und einer zauberhaften Ruhe.

Sonnenaufgang am Königsstuhl, Foto: Tourismuszentrale Rügen GmbHVitt - Blick auf Arkona, Foto: Tourismuszentrale Rügen GmbHStadt Putbus. Die Bilder wurden von mir während eines einstündigen Rundflugs ab Flugplatz Güttin aufgenommen. Fotografiert mit einer Nikon D5000 durch das Seitenfenster des Flugzeugs. Datum: 21. Mai 2011, 12:52:51 Quelle: Eigenes Werk, Urheber: Klugschnacker/WikipediaEiner Einladung an die Ostsee waren auch die Gäste des Fürsten Malte zu Putbus gefolgt. Der hatte 1808 damit begonnen, die kleine Stadt Putbus nach dem Vorbild Heiligendamms zur „Sommerfrische der Reichen und Schönen“ auszubauen. Das Badehaus „Goor“ lockte damals bis zu 400 Gäste im Jahr an. Seither haben sich sich ehemaligen Fischerdörfer wie Binz, Sellin, Baabe und Göhren zu modernen Zentren des Fremdenverkehrs entwickelt, die dank der typischen Bäderarchitektur zugleich noch den Charme der Jahrhundertwende versprühen. Weite Teile der Insel Rügen stehen unter besonderem Schutz: Die Westküste Rügens und die Insel Hiddensee gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die Halbinsel Jasmund, Heimat der berühmten Kreidefelsen, ist 1990 zum Nationalpark und 2011 in Teilen zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt worden. Die schönsten Ausblicke bilden die Aussichtspunkte am 118 Meter hohen Königsstuhl und der so genannten Victoriasicht. Auf eine Zeitreise durch die Geschichte und Geologie dieser einmaligen Landschaft geht man in einer 1.000 Quadratmeter umfassenden Ausstellung im Nationalparkzentrum „Königsstuhl“. Von der ehemaligen fürstlichen Residenzstadt Putbus bis über die Halbinsel Mönchgut erstreckt sich das Biosphärenreservat Südost-Rügen.

Leuchttürme Kap Arkona, Foto: Tourismuszentrale Rügen GmbHHoch in der Besuchergunst stehen auch die Leuchttürme und das Flächendenkmal mit Bunker, Uferkapelle und Fischerdorf am Kap Arkona, das Jagdschloss Granitz oder die historische Schmalspurbahn „Rasender Roland“. Über ganz Rügen verteilen sich über 900 Baudenkmale und 2.000 Bodendenkmale. Zahlreiche Großstein- und Hügelgräber geben Einblicke in längst vergangene Zeiten. Historisches Zeugnis legen auch Rügens gotische Backsteinkirchen, Schlösser und Herrenhäuser – die meisten bereits liebevoll restauriert – ab. Museen und Theater, Ateliers, Ausstellungen, Galerien und Festivals gehören zum festen Bestandteil des Rügener Veranstaltungskalenders. Die „Störtebeker Festspiele“ in Ralswiek, das Bluesfestival „Blue Wave“, das Sommertheater am Kap Arkona, die Radsternfahrt „Tour d’Allée“, Seebrücken-, Ernte- und Hafenfeste sowie weitere Veranstaltungen machen die Insel Rügen zu einem beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel.

Einblick in die Geschichte der Insel Rügen mit freundlicher Genehmigung durch die Tourismuszentrale Rügen GmbH. Weitere Informationen unter: http://www.ruegen.de

Weitere, vertiefende und interessante Informationen… siehe bitte Einzelthemen von “A” (Arbeit) über “K” (Kunst und Kultur/Museen) bis “W” (Wissenschaft).

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Veröffentlicht 14. August 2012 von Martina Wichor

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