Kunst/Kultur

Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis geht 2014 an den Schriftsteller Karl-Heinz Ott

Karl-Heinz Ott, Foto: Jürgen Bauer22.5.2014 – Der Wolfgang-Koeppen-Literaturpreis 2014 der Universitäts- und Hansestadt Greifswald wird in diesem Jahr dem Schriftsteller  Karl-Heinz Ott verliehen. Vorgeschlagen wurde der Schriftsteller von Anna Katharina Hahn,  Preisträgerin des Jahres 2012. Die festliche Übergabe findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturzentrum Vorpommern am 23. Juni 2014 um 18.00 Uhr im Geburtshaus des Schriftstellers und Greifswalder Ehrenbürgers in der Bahnhofstraße 4 statt. Oberbürgermeister Dr. Arthur König wird den Preis überreichen. Die Laudatio hält Anna Katharina Hahn. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Anna Katharina Hahn begründete ihren Vorschlag mit den Worten:

„Karl-Heinz Ott hat besonders in seinen beiden… Romanen ‘Endlich Stille’ (2005) und ‘Ob wir wollen oder nicht’ (2008) gezeigt, wie ein Schriftsteller die sogenannte Moderne selbständig und eigensinnig fortschreiben und dabei elegant mit der Tradition spielen kann; überdies hat Ott dabei immer ein scharfes Auge für die sozialen Rahmenbedingungen seiner höchst individualistischen Helden. Dazu kommen ein originärer, unverwechselbarer Stil, eine eigene Sprache – für mich persönlich das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung von Literatur“. Der mit 5.000 Euro dotierte Wolfgang-Koeppen-Preis wird seit 1998 alle 2 Jahre durch die Universitäts- und Hansestadt Greifswald verliehen. Mit ihm wird ein literarisches Wirken gewürdigt, das im Geist Wolfgang Koeppens am Projekt der unvollendeten literarischen Moderne fortschreibt. Der jeweils letzte Preisträger schlägt den neuen vor. Bisherige Preisträger waren Richard Anders (1998), Thomas Lehr (2000), Susanne Riedel (2002), Ludwig Fels (2004), Bartholomäus Grill (2006), Sibylle Berg (2008), Joachim Lottmann (2010) und Anna Katharina Hahn (2012).

Pommersches Landesmuseum erwirbt Briefsammlung von Caspar David Friedrich

Brief von Caspar David Friedrich vom 24. November 1808, Foto: Pommersches Landesmuseum TMV – Das Pommersche Landesmuseum in Greifswald hat 54 Briefe des Malers Caspar David Friedrich erworben. Das Konvolut umfasst nach Angaben des Museums 32 eigenhändige und 22 Briefe seiner Frau Caroline sowie seiner Verwandten. Die wertvollen Schriftstücke, die unter anderem den regen Schriftverkehr Friedrichs mit seinen Greifswalder Geschwistern belegen, konnten mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Hermann-Reemtsma-Stiftung nach Greifswald geholt werden. Caspar David Friedrich wurde 1774 in Greifswald geboren und gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der deutschen Romantik. Anlässlich seines 240. Geburtstages am 5. September dieses Jahres wird in Mecklenburg-Vorpommern mit zahlreichen Veranstaltungen das Themenjahr der Romantik gefeiert. Weitere Informationen: www.natuerlich-romantisch.de, www.pommersches-landesmuseum.de

Rudolf-Stundl-Preis von der Universität Greifswald wieder ausgeschrieben

Universitätskustodin Dr. Birgit Dahlenburg präsentiert einen pommerschen Fischerteppich von Rudolf Stundl, Foto: Jan Meßerschmidt 19.3.2014 – Die Rudolf-Stundl-Stiftung an der Universität Greifswald hat jetzt den Rudolf-Stundl-Preis 2014 ausgeschrieben. Es können hervorragende wissenschaftliche und praktische Arbeiten in Zusammenhang mit textilen Materialien oder aus benachbarten Bereichen der materiellen Kultur eingereicht werden. Der Preis ist mit insgesamt 700 Euro dotiert. Die Ausschreibungsfrist wurde auf Beschluss des Stiftungsrats bis zum 31. Dezember 2014 verlängert. Der Wettbewerb um den Rudolf-Stundl-Preis wird alle vier Jahre durchgeführt und richtet sich an Angehörige der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und der 26 internationalen Partneruniversitäten. Der Preis wurde 1985 von Rudolf Stundl (1897 – 1990), dem Initiator der Teppichknüpferei in Vorpommern, gestiftet. Mit dem Wettbewerb soll zum einen die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Textil gefördert werden. Das können Arbeiten zu historischen, kunstwissenschaftlichen, technischen oder wirtschaftlichen Aspekten im textilen Bereich sein. Das betrifft auch Zeugnisse der materiellen Kultur und der wissenschaftlichen Sammlungen an Universitäten und Hochschulen in Zusammenhang mit textilen Materialien. Zum anderen können innovative, künstlerisch-praktische Arbeiten in Zusammenhang mit textilen Materialien eingereicht werden. Als Wettbewerbsbeiträge sind ebenfalls Arbeiten zu übergreifenden Themen wie Marketing, Kommunikation, Ökologie und digitale Medien in Zusammenhang mit Textilien möglich.

Der Rudolf-Stundl-Preis wurde neunzehn Jahre lang nicht ausgeschrieben. Die bis 2013 am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald angesiedelte Rudolf-Stundl-Stiftung war nach einer Umstrukturierung des ehemaligen Lehrstuhls der Angewandten Kunst und Textilgestaltung fachlich ohne Bezug. Nun wurde die Satzung überarbeitet und ein Stiftungsrat gewählt. Der Stiftungsrat hat die inhaltliche Ausrichtung des Preises den veränderten Rahmenbedingungen angepasst, ohne dabei die Intention des Stifters aus dem Blick zu verlieren. Erstmals richtet sich die Ausschreibung des Preises nicht nur an die Mitglieder der Universität Greifswald, sondern auch an die ihrer 26 Partneruniversitäten in Nord- und Südamerika, Australien, Südostasien und Japan sowie in Ost- und Nordeuropa und zielt so auch auf eine Förderung internationaler Kontakte. Interessenten können Arbeiten einreichen bei der Leiterin der Akademischen Kunstsammlung Dr. Birgit Dahlenburg mit einem Nachweis, dass die Antragsteller geistiger bzw. künstlerischer Urheber der Arbeit sind. Weitere Informationen unter: Rudolf-Stundl-Stiftung http://www.uni-greifswald.de/stundlstiftung Ausschreibung http://www.uni-greifswald.de/fileadmin/mp/e_kustodie/Stundlstiftung/Dokumente_Ausschreibungen/Ausschreibung_Rudolf-Stundl-Preis_der_Universitaet_Greifswald_01.pdf

Das Runge-Haus in Wolgast: Zugang zum „Begründer der romantischen Kunst“

Das Geburtshaus Philipp Otto Runges präsentiert in einem Museum Lebensstationen und das vielfältige künstlerische Werk des Romantikers

Das Runge-Haus in Wolgast, Foto: Heidrun BraunTMV – Das Wohnhaus der Kaufmanns- und Reederfamilie Runge in Wolgast ist in vielen Details, wie zum Beispiel mit der steilen Holztreppe und Fußbodenplatten von der schwedischen Insel Öland, originalgetreu erhalten. Die Familie bezog das spätbarocke Haus in der Burgstraße 8 im Jahr 1787. Ein Jahr zuvor wurde Philipp Otto Runge geboren, der neben Caspar David Friedrich als bedeutendster Maler der Frühromantik in die Geschichte einging. Obwohl er schon in früher Kindheit an Tuberkulose erkrankte, war Runge voller Schaffensdrang und hatte neben der Malerei vielfältige künstlerische Interessen. Er sammelte und schrieb Märchen, gestaltete Tapeten, und auch die Idee, die Figuren auf den Spielkarten zweigeteilt und spiegelverkehrt darzustellen, geht auf ihn zurück. Damit  entwickelte er das so genannte französische Blatt weiter. Zu sehen sind in dem gemütlichen Haus auch viele filigrane Scherenschnitte, die Runge unter Anleitung von Mutter und ältester Schwester schon in frühen Jahren begeistert anfertigte. Seine ersten Zeichnungen aus dem Jahr 1792 zeigen den Blick aus dem Wohnhaus auf die Kirche St. Petri. Nach der Kaufmannslehre in der Firma seines Bruders Daniel in Hamburg besuchte er von 1799 bis 1801 die Kunstakademie in Kopenhagen. Hier reifte in ihm der Plan für das drei Mal zwei Meter große Wandbild „Heimkehr der Söhne“, das als Kopie im Rungehaus zu sehen ist und als erstes bürgerliches Monumentalbild in die Kunstgeschichte einging. Gemeinsam mit Caspar David Friedrich und Friedrich August von Klinkowström setzte er seine Studien von 1801 bis 1804 im kunstfreundlichen Dresden fort, kehrte aber zwischendurch immer wieder nach Wolgast und Hamburg zurück. Mit seinem Zyklus der „Zeiten“ (1803) gilt er heute als Begründer der romantischen Kunst in Deutschland. Mit Johann Wolfgang von Goethe führte Runge ab 1803 einen Briefwechsel zu seinen Farbforschungen. Er entwickelte ein dreidimensionales Farbsystem, das bis heute nicht übertroffen und wissenschaftlich anerkannt ist. Runge starb früh, im Alter von 33 Jahren in Hamburg an Lungentuberkulose. Dennoch hinterließ er ein bemerkenswertes Werk, das bis heute fasziniert. Weitere Informationen: www.museum.wolgast.de, www.stadt-wolgast.de

Greifswalder Angebot zum bundesweiten „Tag der Archive“

AlwineWuthenow, Foto/Quelle: © jeweils Stadtarchiv Greifswald Marie Köppen, Foto/Quelle: © jeweils Stadtarchiv Greifswald26.2.2014 – Mit einem Tag der offenen Tür und zwei Ausstellungen bringt sich das Greifswalder Stadtarchiv zum bundesweiten Tag der Archive am 8./9. März ein. Dieser steht in diesem Jahr unter dem Motto „Frauen – Männer – Macht“.  Am Samstag, dem 8. März, geben die Mitarbeiter des Stadtarchivs von 10 bis 16 Uhr einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Am gleichen Tag wird in den Räumlichkeiten der Einrichtung die Ausstellung „Greifswalderinnen, beachtliche Frauen – meist unbeachtet“ eröffnet. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der HANSISCHEN FROUWEN, des Stadtarchivs und des Sozio-kulturellen Zentrums St. Spiritus. Dr. Ruth Bördlein stellt in einem Vortrag um 14.30 Uhr die Porträts von 12 beachtlichen Greifswalderinnen vor. Unter dem Titel „Stadtarchiv Greifswald – Gedächtnis der Verwaltung und Quelle der Historiographie“ informiert ab 13. März eine Ausstellung in der Kleinen Rathausgalerie über die Geschichte, die Bestände und die Aufgaben des Stadtarchivs.

Historisches Grabengewölbe am Mühlentor in Greifswald gefunden

Giannina Schindler vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege25.2.2014Bei Bauarbeiten am Mühlentor ist ein historisches Grabengewölbe entdeckt worden. Nach Einschätzung von Giannina Schindler vom Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege handelt es sich um die Verrohrung des inneren Stadtgrabes aus dem 18.Jahrhundert. „Mit einem solchen Fund haben wir nicht gerechnet, schließlich wurde in diesem Bereich schon mehrfach gebaut.“ “Das imposante Bodendenkmal ist eine super technische Anlage und einzigartig für Greifswald“, ergänzte Grit Hanke vom Tiefbau- und Grünflächenamt der Stadt.  Ursprünglich sollte die neue Haupttrinkwasserleitung im Bereich der Fundstelle verlegt werden. Gemeinsam mit dem Wasserwerk sei nun eine Lösung gefunden worden, wie das Baudenkmal erhalten werden könne, kündigte Grit Hanke an. So wird die neue Leitung um  etwa 20 Meter in Richtung Europakreuzung verlegt. Das historische Bauwerk wird in den nächsten Tagen dokumentiert. Nur ein Teil muss abgetragen werden, weil er  auf Grund seines Gefälles in den künftigen Straßenaufbau ragt. Der Rest wird verfüllt und anschließend wieder mit Erde abgedeckt. „Schließlich bleibt ein Bodendenkmal am besten im Boden erhalten“, so Giannina Schindler. Der archäologische Fund sorgt für eine leichte Verzögerung des Bauablaufs. Das große Eingangstor zur Innenstadt soll bis Ende des Jahres umgestaltet werden. Zunächst erneuern die Stadtwerke zwischen der Europakreuzung und der Mühlenstraße ihre Leitungen. Anschließend werden die unebenen Platten durch eine hochwertige Oberfläche aus Granitsteinen ersetzt. Wie bereits im Schuhhagen werden beidseitig des Weges Orientierungsstreifen für Sehbehinderte angelegt. Das historische Mühlentor wird mit einem Bronzeband im Boden nachgezeichnet.

Das „kulturLokal“ als Appetitmacher für kreative KULTUR-Unternehmer

14.1.2014 – Mit einer neuartigen Idee will die Stadt Unternehmen und Kulturinitiativen zusammenbringen. Im „kulturLokal“ können sich Kulturakteure und Unternehmer in lockerer Atmosphäre bei kulturellen und kulinarischen Häppchen kennenlernen. Dieses innovative Modell wurde auf Initiative des EU-Projektes „Business Culture Partnership“ ins Leben gerufen und findet erstmals am 28. Februar von 13 bis 15 Uhr im soziokulturellen Zentrum St. Spiritus statt. Mit kreativen Ideen wollen die Kulturinitiativen den Unternehmen eine Zusammenarbeit  schmackhaft machen. Beispielsweise bieten sie ihre Räumlichkeiten den Firmen für Veranstaltungen an oder bereichern diese mit Kulturprogrammen. Im Gegenzug reichen oft kleine Dinge, um die Kulturinitiativen zu unterstützen, sei es bei Transporten oder Marketing, der Bereitstellung von Ausstellungsflächen, bei der Unterstützung mit Bau- und Künstlermaterial oder bei Buchhaltung und Steuern. Auf diese Weise können beide Partner voneinander profitieren. Unternehmen und Einrichtungen, die ins „kulturLokal“ kommen wollen, melden sich bitte bis zum 27. Januar an unter bcp@greifswald.de oder per Telefon: 03834/522841. Speziell für interessierte Kulturschaffende wird es am 28. Januar um 19 Uhr im St. Spiritus ein Vorbereitungstreffen geben.

Greifswald ist bekannt für sein vielfältiges Kulturleben, das nicht nur Einheimische  begeistert, sondern auch Gäste aus dem In- und Ausland lockt. Dieses besondere Flair sorgt für eine hohe Lebensqualität. War es für die Universitäts- und Hansestadt bisher selbstverständlich, als ehemals kreisfreie Stadt jährlich finanzielle Zuschüsse an Kultureinrichtungen und -vereine zu zahlen, so müssen nach der Kreisgebietsreform angesichts der schwierigen Haushaltssituation neue Prioritäten gesetzt werden. Dennoch will Greifswald die reichhaltige Kulturlandschaft erhalten. Die Stadt unterstützt darum die private Kulturförderung und kulturfreundliches Unternehmertum, mit der sie in den Jahren zuvor bereits gute Erfahrungen sammeln konnte.

„Vorpommern: 3 Fotografen – 3 Sichten“ – neue Ausstellung in der Kleinen  Rathausgalerie vom 9. Januar bis 28. Februar 2014

In der Kleinen Rathausgalerie der Universitäts- und Hansestadt Greifswald beginnt das neue Jahr mit einer Ausstellung der Greifswalder Fotografen Thomas Lange, Oskar Gladis und Thomas Meyer. Unter dem Titel „Vorpommern: 3 Fotografen – 3 Sichten“ präsentieren  sie unterschiedliche Facetten, Sichten und Ansichten aus und über Vorpommern. Am Donnerstag, dem 9. Januar 2014, laden die drei Hobbyfotografen um 19 Uhr zur Vernissage in die 1. Etage des Greifswalder Rathauses ein.

Loitz, Foto: Thomas MeyerGlewitz, Foto: Oskar GladisRuegen, Foto: Thomas LangeDie Arbeiten von Thomas Lange widmen sich wunderschönen Jasmunder Landschaftsdetails. Mit Langzeitbelichtungen wird sowohl in Schwarz-Weiß-Technik als auch in zurückhaltenden Farbbildern die Einzigartigkeit dieser faszinierenden Halbinsel herausgearbeitet. Oskar Gladis indes fotografierte Wartehäuschen an unterschiedlichen Bushaltestellen. Er zeigt diese Unterstände inmitten der Landschaft. Dann geht er gleichsam wie mit einer Lupe auf Spurensuche, um endlich ein unverwechselbares Detail zu entdecken. Diese Kennung – ein Schriftzug, ein Graffiti, ein Symbol – setzt er gekonnt in Beziehung zur Totalansicht des Wartehäuschens. Thomas Meyers war mit seiner Kamera in Loitz unterwegs. In seinen Bildern sind Optimismus und Hoffnung dem Zerfall und Vergessen gegenüber gestellt. Meyer gelingt es, die Widersprüchlichkeit der Realität einzufangen und zugleich ungewohnte Blicke auf die vorpommersche Wirklichkeit zu richten.

Über die ausstellenden Künstler

Thomas Lange – Jahrgang 1962 – ist in Mecklenburg geboren und aufgewachsen. Die Berufsausbildung brachte ihn 1978 nach Greifswald. Hier wandte er sich seit den frühen 80er Jahren der Fotografie zu und ist im Photoclub Nord aktiv.

Oskar Gladis – Jahrgang 1944 – kam 1967 nach Greifswald und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Fotografie. Zunächst in Schwarz/Weiß, später dann vorrangig in Farbe. In verschiedenen Ausstellungen präsentierte er insbesondere Motive seiner Reisen in die Wüsten der Welt sowie minimalistische Detailaufnahmen aus der Natur. In den letzten Jahren setzt er sich im Rahmen seiner fotografischen Arbeiten zunehmend mit sozialkritischen Themen auseinander.

Thomas Meyer – Jahrgang 1954 – ist ein waschechter Vorpommer, der in Greifswald geboren wurde, ebendort aufgewachsen ist. Auch sein Studium der Physik absolvierte er in Vorpommern, an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Die Fotografie ist im neuen Jahrtausend zu seinem intensiven Hobby und großer Leidenschaft geworden. Inspiriert und angeregt durch die künstlerischen Aktivitäten und Interessen seiner Tante Ursula Meyer, seiner Eltern, und seines Freundes Arvid Lagenpusch findet er in der Fotografie Ausgleich und Entspannung zum Alltag.

Weitere Umgestaltung des Greifswalder Museumshafens gestartet

11.12.2013 – Fast fünf Jahre, nachdem die Stadtverwaltung die weitere Umgestaltung des Museumshafens bei der Pomerania beantragt hat, haben heute die Bauarbeiten begonnen.  Zunächst wird an der Stufenanlage auf der Nordseite des Rycks auf einer Länge von 135 Metern die Uferbefestigung durch eine graue Stahlspundwand ersetzt. Anschließend wird die alte Betonwand entfernt. Die neue Spundwand dient während des Abbruchs gleichzeitig als Gewässerschutz für den Ryck. Der dahinter liegende Platz von der Stralsunder Straße bis zur Stufenanlage wird auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratmetern neu gestaltet. Zwischen den dort verlaufenden Bahngleisen zum Hafen Ladebow werden neue Platten verlegt. Die Schiffe des Museumshafens, die dort sonst ihr Winterlager hatten, wurden am Fangenturm untergebracht. Im kommenden Jahr wird der Platz am Fangenturm auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmeter neu gepflastert und die davor liegende Uferbefestigung aus Granitquadern  grundhaft instand gesetzt.

Das Vorhaben wird gemeinsam mit Trzebiez in der polnischen Gemeinde Police umgesetzt. Die Genehmigung durch die polnischen Behörden dauerte länger als auf deutscher Seite. Im Frühjahr dieses Jahres traf schließlich der Zuwendungsbescheid des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern ein. Die Ausschreibung in den Wochen danach zeigte allerdings, dass die Kosten für die Bauleistungen inzwischen wesentlich höher lagen als vor 5 Jahren eingeplant worden waren. Die Stadt stellte daraufhin beim Fördermittelgeber in Schwerin einen Antrag, die Differenz ebenfalls zu fördern. Diese Entscheidung steht noch aus. Davon hängt ab, ob und in welchem Umfang noch ein neuer Schwimmsteg entlang der Hafenstraße gebaut werden kann. Die Gesamtkosten für die Vorhaben in Greifswald und Police belaufen sich auf 4,6 Millionen Euro, 81 Prozent davon werden über INTERREG-Mittel bezuschusst, das sind 3.587.499 Euro. Die Förderung für den Teil in Greifswald beträgt 2.086.000 €. Die restlichen rund eine Million Euro Eigenanteil teilen sich beide Kommunen. Im Anschluss an die Arbeiten, die über die Pomerania gefördert werden, schließt sich eine weitere Baumaßnahme an, die aus Städtebaufördermitteln finanziert wird. Hier entsteht an der Salinenstraße ein Spielplatz, die Grünfläche wird neu angelegt.

Stadt ermöglicht Patenschaften über städtische Denkmäler

August-Bebel-Stein in den Wallanlagen, Foto/Quelle: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald7.11.2013 – Engagierte Greifswalderinnen und Greifswalder können ab sofort die Patenschaft über öffentliche Denkmäler übernehmen, die sich im Eigentum der Stadt befinden. Das teilte das Kulturamt der Universitäts- und Hansestadt mit. Die Verfahrensweise dafür ist in einer Richtlinie geregelt, die ab sofort im Internet nachzulesen ist und am 13. November 2013 im Stadtblatt veröffentlicht wird. Demnach können sowohl Bürger als auch Schulklassen, Vereine oder Initiativen eine solche Patenschaft vereinbaren. Sie umfasst nicht nur die städtischen Denkmäler, sondern auch Brunnen oder Kunstwerke. Dies gilt allerdings nicht für baugebundene Kunst wie Türen, Mosaike oder Wandmalereien. Patenschaften zum Zwecke der Werbung oder für politische Ziele sind nicht gestattet. Eine solche Patenschaft ist unentgeltlich und ehrenamtlich. Der Pate trägt dazu bei, das Denkmal sauber zu halten und zu pflegen. Dazu überwacht er regelmäßig den Zustand des Objektes und meldet mögliche Schäden oder Verunstaltungen an das Kulturamt. Darüber hinaus säubert er das unmittelbare Umfeld von Abfall. Auch leichte Reinigungsarbeiten mit Wasser und einem Lappen sind möglich. Der Einsatz von Lösungsmitteln, Reinigungszusätzen oder einem Kärcher sind allerdings nicht erlaubt. Die Liste über die Denkmäler in städtischem und privatem Eigentum sind ebenfalls im Internet unter www.greifswald.de zu finden. Allerdings erhebt das Kulturamt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Hinweise nehmen die Mitarbeiter darum gern entgegen. Die Patenschaft kann schriftlich und formlos beim Kulturamt der Universitäts- und Hansestadt Greifswald beantragt werden. Zwischen beiden Seiten wird anschließend ein Vertrag geschlossen.

Greifswald will Gemeinschaft der Klosterstätten in MV beitreten

Klosterruine Eldena, Foto: Joachim KloockKlosterruine Eldena, Foto: Joachim KloockKlosterruine Eldena, Foto: Joachim KloockGreifswald 22.8.2013 – Die Klosterruine Eldena zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern in Mecklenburg-Vorpommern und ist das Sinnbild für die Romantik in Deutschland. Um dieser Bedeutung noch besser gerecht zu werden, möchte die Universitäts-und Hansestadt Greifswald als Eigentümerin der Ruine Mitglied in der „Gemeinschaft der Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ werden. Damit könnte auch das einstige Graue (Franziskaner-)Kloster, dessen bauliche Reste in den gesamten Gebäudekomplex des Pommerschen Landesmuseums integriert sind, stärker in die Öffentlichkeit rücken. Die Kosten für die Mitgliedschaft belaufen sich auf 50 Euro jährlich. Die Bürgerschaft wird  am 16. September 2013 über einen Beitritt entscheiden. Die „Gemeinschaft der Klosterstätten in Mecklenburg Vorpommern e.V.“ wurde 2012 ins Leben gerufen Ziele des gemeinnützigen Vereins sind eine engere Vernetzung, die Unterstützung bei der Erhaltung der Anlagen sowie der Ausbau touristischer Wege und  Förderung von Kultur. Zudem sollen die Klosterstätten in den Europäischen Zisterzienserweg in Polen und Skandinavien eingebunden werden. Das 1199 an der Ryckmündung gegründete Zisterzienserkloster darf auf diesem Weg nicht fehlen. War es im Mittelalter schließlich eines der bedeutendsten Klöster in der Region und bestand bis zur Reformation 1533, ehe es in der Folgezeit verfiel. Heute ist die Klosterruine eines der Wahrzeichen Greifswalds. Weitere Mitglieder des Vereins sind unter anderem die Stadt Dargun, der Verein der Freunde und Förderer des Klosters Doberan e.V., die Kirchengemeinde Krummin, der Förderverein Kulturzentrum Kloster Malchow sowie der Klosterverein Neukloster e.V. Weitere Infos unter: http://www.klöstermv.de/index.html

Greifswalder Museumshafen wird weiter aufgewertet

Museumshafen Greifswald, Foto Pressestelle Universitäts- und Hansestadt GreifswaldGreifswald 6.6.2013Noch in diesem Jahr wird der Museumshafen weiter umgestaltet. Der Zuwendungsbescheid des Landesförderinstituts Mecklenburg-Vorpommern ist inzwischen eingetroffen. Das Vorhaben wird gemeinsam mit der polnischen Gemeinde Police umgesetzt und über das EU-Programm INTERREG IV A mit insgesamt 3,587 Millionen Euro gefördert. „Damit besteht nun die Möglichkeit, den bereits begonnenen Ausbau unseres Museumshafens fortzusetzen und ihn zu einem der schönsten Plätze der Stadt herzurichten“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Arthur König. „Gleichzeitig können wir unsere deutsch-polnische Zusammenarbeit mit Trzebiez in der Gemeinde Police weiter befördern.“ Auf der nördlichen Seite des Museumshafens wird die Uferbefestigung auf einer Länge von 160 Metern erneuert. Die Bauarbeiten dazu sollen bereits im August beginnen. Im Anschluss wird der Platz hinter der Stufenanlage bis zur Steinbeckerbrücke befestigt und neu hergerichtet. Auf der gegenüberliegenden Seite werden hinter dem Speicher entlang der Hafenstraße 300 Meter Steganlage als Erweiterung des Museumshafens neu gebaut. Außerdem wird der Platz am Fangenturm auf einer Fläche von rund 4.000 Quadratmeter neu gepflastert. In Police/Trzebiez wird das Ufer des Stettiner Haffs auf einer Fläche von 32.500 m² umgestaltet. Dort entsteht unter anderem eine Promenade mit Fußgängerzonen und Aussichtspunkten. Hinzu kommen zwei schwimmende Brücken mit einer Plattform, die als Bühne genutzt werden kann, sowie zwei kleine Anleger für Kanus, Jet-Skis oder kleine Segelboote. Drumherum  werden neue Freizeitanlagen und Spielplätze angelegt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,6 Millionen Euro, davon förderfähig 4,4 Millionen Euro. 81 Prozent davon werden über INTERREG-Mittel bezuschusst. Die restlichen rund eine Million Euro Eigenanteil teilen sich Greifswald und Police.

Theater Vorpommern und Musiktheater Stettin kooperieren

Das Theater Vorpommern und die Opera na Zamku Szczecin werden künftig grenzüberschreitend zusammenwirken. Ab der nächsten Spielzeit wollen beide Institutionen eng kooperieren, um Potentiale im Bereich der Oper, des Balletts und der klassischen Musik zu teilen und für gemeinsame Projekte zu bündeln.

Pressemitteilung Universitäts- und Hansestadt Greifswald/Theater Vorpommern GmbH, 8. 1. 2013

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31. 10. 2012, 12.30 – 13.30 Uhr, Theologische Fakultät, Universität Greifswald

Führungen durch die einzigartige Gustaf-Dalman-Sammlung

Die Theologische Fakultät der Universität Greifswald beherbergt eine international einmalige Sammlung von höchstem wissenschaftlichen Interesse und Niveau. Sie ist der enzyklopädisch-universalwissenschaftlich ausgerichteten Forschertätigkeit Gustaf Dalmans (1855 – 1941) zu verdanken, der besonders in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg, als Palästina noch seinen agrarischen Charakter hatte, in Realien und Fotografien dokumentierte und sammelte, was für ihn das Land der Bibel ausmachte.

So bietet das Institut ca. 15.000 Fotos (Dias, Papierbilder, Negativplatten, Luftaufnahmen), die gerade in einer Datenbank erfasst werden, Gesteinsproben, eine Keramik-, eine Hölzersammlung. Produkte der Getreideverarbeitung, Haus- und Ackergeräte (Originale und Modelle), eine bedeutende Sammlung von Landkarten Palästinas, Reliefkarten, archäologische Kleinfunde. Was sonst Ethnologen, Archäologen, Geographen, Botaniker und Mineralogen nur je für sich und fachspezifisch zusammentragen, hat er zu einem Universalbild zusammengefügt. Gleichgewichtig steht daneben die Gustaf-Dalman-Bibliothek mit ca. 5.000 Bänden zur Geschichte, Religion und Kultur des jüdischen Volkes. Darunter befinden sich viele sehr seltene frühe Drucke aus dem 16. und 17. Jahrhundert – eine in ihrer Art einzigartige Bibliothek jüdischer Geistesgeschichte und Auslegung der alttestamentlichen Überlieferungen.

So führt das Institut Zeugnisse alltäglicher Lebensverhältnisse und Dokumente der Textauslegung zusammen und bietet die Grundlagen für neue Forschungsansätze. Weltweit profitieren Wissenschaftler von dieser Sammlung.

Die Theologische Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität bietet auch im kommenden Wintersemester 2012/2013 regelmäßig, nämlich jeden Mittwoch um 12:30 Uhr, Führungen durch die einzigartige Gustaf-Dalman-Sammlung.

Die weiteren Termine: 31.10.2012, 07.11.2012, 14.11.2012, 21.11.2012, 28.11.2012, 05.12.2012, 12.12.2012, 19.12.2012, 09.01.2013, 16.01.2013, 23.01.2013, 30.01.2013.

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Veröffentlicht 16. August 2012 von Martina Wichor