Kirche

Einweihung des neuen Geläuts der Anklamer Marienkirche

Bürger-Engagement sichert Fertigstellung – Kirchliche Tradition wieder erlebbar

Marienkirche in Anklam. Das Werk ist gemeinfrei.5.10.2014 – Mit einem Festgottesdienst zum Erntedank ist in der evangelischen Kirchengemeinde Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald) das neue Geläut der St.-Marien-Kirche eingeweiht worden. „In Anklam ist es dank des großen Engagements der Bürgerinnen und Bürger gelungen, den Klang der Kirchenglocken jetzt wieder vielstimmig in der Stadt zu hören. Kirchliche Tradition wird hier für jedermann wieder erlebbar gemacht“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Sonntag vor Ort. Die Wiederherstellung des im zweiten Weltkrieg zerstörten Geläuts umfasste den Neubau eines Glockenstuhles für die fünf neuen Glocken, den Neuguss von fünf Glocken, die Neuaufhängung der Apostelglocke sowie die Sicherung des Turmaufganges und Bau eines Besucherumgangs an der Apostelglocke. Die Gesamtkosten des Projektes betrugen rund 280.000 Euro, davon wurden 250.000 Euro an Spenden zusammen getragen. „Die Anklamer Bürger und Bürgerinnen haben gemeinsam mit Pastorin Petra Huse und dem Kirchengemeinderat eine Erfolgsgeschichte geschrieben und rund eine Viertel Millionen Euro als Spenden eingeworben. Die Leistung verdient hohen Respekt und zeigt die enge Verbundheit der Region mit der Marienkirche“, betonte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Glockenfinanzierung. Die neuen Glocken sollen zukünftig in der Marienkirche zusammen mit der “Apostelglocke”, der größten mittelalterlichen Glocke Mecklenburg-Vorpommerns, läuten. Die so genannte Apostelglocke stammt von Rickert de Monkehagen, einem bekannten mittelalterlichen Glockengießer, der im Jahre 1450 die Glocke ursprünglich für das fünfstimmige Geläut der Anklamer Nikolaikirche herstellte. Die künstlerische Gestaltung der neuen Glocken hat der in Müggenwalde bei Grimmen lebende Maler und Bildhauer Thomas Reich übernommen. Die größte der neuen Glocken soll als Versöhnungsglocke gewidmet werden. Die Widmungen der weiteren Glocken lauten: Auferstehungsglocke, Vaterunserglocke, Taufglocke und Stadtglocke.

Greifswalder Dom wird saniert – Förderzusage über 1,5 Millionen Euro

Kirche ist historisch wertvoll und touristischer Anziehungspunkt

Von links: Dompastor Matthias Gürtler; Oberbürgermeister Dr. Arthur König; Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit, Wirtschaftsminister Harry Glawe17.4.2014 – Wirtschafts- und Bauminister Harry Glawe hat den Dom St. Nikolai in der Hansestadt Greifswald besichtigt. Hierbei wurden aktuelle Sanierungspläne besprochen. „Die Sanierung wird dazu beitragen, die Innenstadt für Bewohner und Besucher noch attraktiver zu gestalten. Mit bis zu 800 Besuchern täglich ist der Dom nicht nur historisch wertvoll, sondern auch ein bedeutender touristischer Anziehungspunkt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort. Der Dom St. Nikolai ist die größte von drei Kirchen in Greifswald und mit seinem fast 100 Meter hohen Westturm ein Stadtbild bestimmendes Wahrzeichen der Universitäts- und Hansestadt.

Sanierungsarbeiten sind erforderlich

Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Vorträge finden im Dom statt; die Aussichtsplattform bietet einen beeindruckenden Blick über die Altstadt Greifswalds bis hin zur Insel Rügen. Auch die unmittelbar anliegende Universität nutzt den Dom für Immatrikulationsfeiern und andere universitäre Anlässe. „Damit der Dom weiterhin gefahrlos Jedermann offen stehen kann und der eindrucksvolle Sakralbau weitere Jahrhunderte übersteht, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Diesem Ziel dient das vorbe-reitete und teilweise auch bereits ausgeführte Sanierungskonzept“, betonte Glawe. „Wichtig ist es, denkmalpflegerische Belange mit den kirchenhistorischen Besonderheiten zusammenzuführen. Eine stetige Herausforderung für alle Beteiligten.“

Förderzusage von 1,5 Millionen Euro für Sanierung

Bis 2011 konnten davon bereits die ersten Bauabschnitte abgeschlossen werden. „Für die weitere Umsetzung dieses Konzeptes ist die Gemeinde jedoch auf die Unterstützung vieler Menschen und Institutionen angewiesen“, sagte Glawe. Der Minister übergab eine Förderzusage an die Domgemeinde St. Nikolai für die Bestandssicherung des Greifswalder Doms in Höhe von 1,5 Millionen Euro (inklusive Eigenanteil der Stadt) aus Mitteln der Städtebaufinanzierung. Neben den bereits verfügbaren und seitens der Stadt eingeplanten 800.000 Euro werden weitere 698.000 Euro Städtebaufördermittel im Zuge des Städtebauförderprogramms 2014 zusätzlich zur Verfügung gestellt. „Damit ist die Gesamtfinanzierung gesichert. Zunächst sind die Mittel für die Beseitigung von Bauschäden am Mittelschiff sowie am nördlichen Kirchenschiff vorgesehen“, sagte Glawe.

Dank an Unterstützer

Glawe dankte allen beteiligten Institutionen, Stiftungen und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald sowie den zahlreichen Spenden vieler Gemeindemitglieder und Bürger, die es möglich gemacht haben, die Finanzierung sicherzustellen.

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Greifswalder Dom ist Kirche des Jahres 2013

Dom St. Nikolai in Greifswald, Foto: Werk3/TMV 	TMV – Der Dom St. Nikolai in Greifswald ist von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland zur „Kirche des Jahres 2013“ gewählt worden. Von 3.700 abgegebenen Stimmen entfielen 947 auf den sakralen Backsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, der täglich von rund 500 Menschen besucht wird. Platz zwei errang die Stadtkirche St. Marien in Wittenberg (Sachsen-Anhalt), die beliebteste Dorfkirche befindet sich in Golmsdorf in Thüringen. Die Auszeichnung wird seit 1999 jährlich vergeben und sichert den Preisträgern eine finanzielle Förderung für den Erhalt oder Sanierungsmaßnahmen zu. Im Falle des Greifswalder Doms sind dies 42.000 Euro.

Weitere Informationen: www.dom-greifswald.de, www.ekd.de

Neue Friedensglocke in Greifswald ist Zeichen lebendiger Ökumene im Land

wglocke035Justizministerin Uta-Maria Kuder spricht zur Weihe der siebten Glocke im Greifswalder Dom ein Grußwort: „Historisches Klangerlebnis“

27.9.2013 – „Das Schönste am Tag der Glockenweihe ist das historische Zusammenspiel aller Kirchen in Greifswald. Von allen Türmen, egal ob katholischer oder evangelischer Kirchen, erklingen die Glocken. Dieses Ereignis erleben Menschen in der Regel nur einmal in ihrem Leben, da nur zu sehr besonderen Anlässen alle Glocken erklingen“, sagte Justizministerin Kuder, sie ist auch zuständig für Kirchenangelegenheiten. „Ich wünsche mir, dass dieses Zusammenspiel künftig nicht mehr nur eine Ausnahme für Jahrzehnte ist, sondern mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit wird. Denn die Kirche in Mecklenburg-Vorpommern sollte die Ökumene weiter voranbringen. Wenn wir heute wieder Kirche als Ganzes verstehen, kann sie noch mehr Menschen erreichen. Möge die Friedensglocke ein Zeichen lebendiger Ökumene werden“, so die Ministerin. „Den Greifswaldern wünsche ich, dass sie beim Klang der neuen Friedensglocke auch Frieden und Zuversicht empfinden. Denn eine Glocke ist mehr als nur Zeitzeichen und Ereigniston“, sagte die Justizministerin im Greifswalder Dom.

Greifswalder Stolpersteine werden neu verlegt

(PM/Greifswald 14.5.2013) – Einladung zur Verlegung der Stolpersteine am Donnerstag, dem 23. Mai, von 11 Uhr bis etwa 14 Uhr, Beginn in der Gützkower Straße 39

Am 23. Mai 2013, dem Tag des Grundgesetzes, werden in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald dreizehn Stolpersteine neu verlegt. Unter dem Motto „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ werden sie ab 11 Uhr nach und nach ins Pflaster eingelassen. Elf von ihnen waren in der Nacht vom 8. zum 9. November von Unbekannten herausgerissen worden. Der Kölner Künstler Gunter Demnig konnte sie dank zahlreicher Spenden ersetzen und fügte zwei weitere hinzu. Diese erinnern an Else Burchard, die ins Ghetto Glusk deportiert wurde und dort mit 43 Jahren starb, und an den Direktor der Greifswalder Nervenklinik Professor Edmund Forster, der sich 1933, ein halbes Jahr nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, das Leben nahm. Seit Februar waren die zehn Zentimeter langen Steine mit der beschrifteten Messingplatte im Bürgerschaftssaal des Rathauses ausgestellt.

Der Greifswalder Bischof im Sprengel Mecklenburg und Pommern, Dr. Hans-Jürgen Abromeit, eröffnet den Stolpersteinweg. Die ersten Steine werden in der Gützkower Straße 39 verlegt. Sie erinnern an Friederike und Georg Feldmann. Oberbürgermeister Dr. Arthur König beschließt den Weg gegen 14 Uhr in der Knopfstraße 18. Dort wird der Stolperstein für Elise Rosenberg ins Pflaster gelassen. Die Verlegung der Steine übernehmen Mitarbeiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald, die Evangelische Studentengemeinde Greifswalds, der Pommersche Evangelische Kirchenkreis, die Klasse 6a der Integrierten  Gesamtschule Erwin Fischer, die Ernst-Moritz-Arndt-Universität, der Arbeitskreis Kirche und Judentum, das Dekanat Vorpommern des Erzbistums Berlin sowie die Greifswalder Initiative `Jugend findet Stadt` laden die Bürgerinnen und Bürgern aus Greifswald und der Region dazu ein, den Gedenkweg gemeinsam mit ihnen zu gehen.

Ablauf des Stolpersteinweges:

11.00 Uhr      Gützkower Straße 39, Friederike und Georg Feldmann

11.20 Uhr      Robert-Blum-Straße 11, Alice Weismann und Paula Sichel

11.40 Uhr      Domtraße 9a Historisches Institut, Dr. Gerhard Knoche

12.00 Uhr      Ellernholzstraße 2, Prof. Dr. Edmund Forster

12.30 Uhr      Friedrich-Loeffler-Str. 23d, Pharmakologisches Institut, Dr. Rudolf Kaufmann

13.00 Uhr      Kuhstraße 7, Else Burchard

13.20 Uhr      Brüggstraße 12, Julius, Thea, Hans und Gert Futter

13.40 Uhr      Knopfstr. 18, Elise Rosenberg

Seit 2008 erinnerten an sechs Orten in Greifswald elf Stolpersteine an die Erniedrigung und Qual, die Greifswalderinnen und Greifswalder jüdischen Glaubens in der Zeit des Nationalsozialismus erlitten hatten. Diese Gedenksteine wurden in der Nacht zum 9. November von Unbekannten aus dem Pflaster herausgebrochen. Die evangelische Studentengemeinde (ESG) Greifswald, auf deren Initiative die Steine damals verlegt worden waren, initiierte daraufhin eine Spendenaktion, die in ganz Deutschland auf große Resonanz traf. Rund 7.800 Euro kamen auf diese Weise zusammen, rund 1.300 Euro kosten die neuen Stolpersteine. Das übrige Geld soll in Projekte im Sinne der Stolpersteine investiert werden.

14. 3. – 18. 4. 2013, Kleine Rathausgalerie, Greifswald

3 Kirchen – 4 Jahreszeiten – 6 Positionen: eine neue Ausstellung präsentiert sich

Die drei großen Kirchen St. Marien, St. Jacobi und der Dom St. Nikolai prägen seit Jahrhunderten die Silhouette Greifswalds. Je nach dem, aus welcher Richtung man sie betrachtet, variieren sie in ihrer Position zueinander. Genau diese Blicke haben Heidrun und Burkhardt Köhler zu ihrer Fotoserie inspiriert. Unter dem Titel “3 Kirchen – 4 Jahreszeiten – 6 Positionen” präsentieren die ehemaligen Mitarbeiter der Universität Landschaftsaufnahmen mit den drei Kirchen. „Die Idee für diese Fotoserie entstand vor mehr als fünf Jahren. Nach Radtouren um die Stadt nahmen wir uns vor, die beeindruckenden Permutationen der drei großen Greifswalder Kirchen –  einmal ist z.B. die Marie links, dann in der Mitte, zuletzt rechts – mit interessanten Bildern zu dokumentieren; theoretisch gibt es genau sechs verschiedene solcher Anordnungen. Also suchten wir nach Standorten im Umland, die einen lohnenswerten, ungehinderten Blick auf die Greifswalder Silhouette mit „vertauschten“ Kirchen ergaben. Und wir fanden sie, überzeugen Sie sich selbst!“ Die Ausstellung wird am 14. März um 19 Uhr in der 1. Etage des Rathauses eröffnet. Zur Vernissage spielt Matthias Wöller auf dem Akkordeon.

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Veröffentlicht 26. September 2012 von Martina Wichor