Wissenschaft

Medizintechnikunternehmen investiert in Forschung und Entwicklung

Glawe: 25 neue Arbeitsplätze entstehen durch Erweiterung in Dassow

Die EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG erweitert in Dassow. Vor Ort wird eine freie Dachfläche im ersten Obergeschoss des Gebäudes ausgebaut. Es entstehen zusätzlich 1.320 Quadratmeter Büro- und Laborflächen. Der Rohbau ist bereits fertig. „Aufgrund der positiven Entwicklung des Unternehmens ist eine Kapazitätserweiterung am Standort Dassow dringend erforderlich geworden. Hier entstehen Jobs für den Wirtschaftsstandort Dassow und für die Region. Mit dem Vorhaben werden 25 neue Arbeitsplätze geschaffen, 162 werden gesichert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. Die Gesamtinvestition beträgt rund 5,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Erweiterungsvorhaben mit einem Zuschuss von 1,2 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

„Am Standort wird nicht nur produziert, sondern auch geforscht und entwickelt. Reagenzien, Geräte und Technologien für die Diagnostik von Autoimmun- und Infektionserkrankungen und Allergien sind hierbei wichtige Themenbereiche. Der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) wird weiter ausgebaut“, so Glawe weiter. Es wird die Abteilung „Instrumentelle Analysetechnik“, die sich mit der Entwicklung neuer Geräte und Techniken zur Auswertung der Labordiagnostik beschäftigt, erweitert. Außerdem soll der F&E-Bereich durch den Ausbau des Bereichs „Molekularbiologie“ verstärkt werden. Zudem wird eine neue Abteilung, die „Pathohistochemie“, gegründet, die sich mit der Weiterentwicklung der Labordiagnostik für den Bereich Pathologie, z. B. der Krebstumordiagnostik, beschäftigt. Des Weiteren werden Maschinen- und Gerätetechnik sowie Labor- und Büroausstattung angeschafft.

Die EUROIMMUN AG (www.euroimmun.de) mit Hauptsitz in Lübeck wurde 1987 gegründet. Die Firma ist ein weltweit agierendes Unternehmen der medizinischen Labordiagnostik mit über 1.000 Mitarbeitern in 13 Ländern. EUROIMMUN stellt innovative Testsysteme für die medizinische Labordiagnostik her. Im Vordergrund stehen Verfahren, mit denen man im Blut von Patienten verschiedenste Antikörper bestimmen und dadurch Autoimmun- und Infektionskrankheiten sowie Allergien feststellen kann. „Euroimmun hat in der gesamten Breite der Autoimmun-Diagnostik weltweit Maßstäbe gesetzt“, betonte Glawe.

Im Juni 2008 erwarb das Unternehmen die Betriebsstätte der insolventen Vermögensgesellschaft DVD Dassow GmbH (ODS Optical Disk Service – Werk II) in Dassow und baute diese den Anforderungen des Unternehmens entsprechend aus. Entsprechend den Tätigkeitsfeldern der EUROIMMUN AG sind, neben Hochschul- und Fachschulabsolventen, medizintechnische Assistenten besonders stark vertreten. „Hier sind hochwertige, wissensbasierte Arbeitsplätze entstanden, von denen unser Land noch mehr benötigt. Erfreulich ist auch, dass das Unternehmen frühzeitig in den eigenen Fachkräftenachwuchs investiert“, sagte Glawe abschließend. Zur Zeit werden 46 junge Leute für die Berufe Biologielaborant, Industriekaufmann, Kaufmann für Bürokommunikation, Fachinformatiker, Informatikkaufmann, IT-Systemelektroniker, Elektroniker für Geräte und Systeme, Industriemechaniker und Koch, sowie Informatiker und Betriebswirt (duales System) in der Firma ausgebildet.

Pressemitteilung Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, 20. 12. 2012

Minister Brodkorb ernennt und begrüßt neue Professoren

Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb hat heute eine neue Professorin für die Hochschule Wismar ernannt und begrüßte zwei neue Professoren an den Universitätsmedizinen Rostock und Greifswald.

Prof. Dr. Robert David, Prof. Dr.-Ing. Beate Niemann, Prof. Dr. med Hansjörg Schwertz, Bildungsminister Mathias Brodkorb, Foto: Pressestelle BMDr.-Ing. Beate Niemann erhält eine Professur für „Städtebau und Raumplanung“ der Fakultät für Gestaltung an der Hochschule Wismar. Beate Niemann wurde 1964 in Düsseldorf geboren. 1992 schloss sie dort ihr Studium der Architektur ab und promovierte 2003 zur Dr.-Ing. an der Technischen Universität Berlin. Im Jahr 1999 erhielt sie von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen die Berechtigung, die Berufsbezeichnung „Stadtplanerin“ zu führen. Von 1992 bis 1998 war sie als Partnerin im BÜRO FÜR URBANISTIK in Düsseldorf tätig. 1998 wechselte sie zur NIEMANN+STEEGE GmbH ebenfalls in Düsseldorf und ist dort seit 1999 als Geschäftsführende Gesellschafterin beschäftigt.

Prof. Dr. med. Hansjörg Schwertz hat eine Lichtenberg-Professur für „Experimentelle Hämostaseologie“ an der Universitätsmedizin Greifswald erhalten. Hansjörg Schwertz wurde 1974 in Ruit geboren. 2002 legte er seine Ärztliche Prüfung beim Landesprüfungsamt für Studierende der Medizin und der Pharmazie Rheinland-Pfalz ab. 2004 erfolgte die Approbation. 2002 promovierte er zum Dr. med. an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Nach seiner Habilitation war er von 2004 bis 2008 Postdoctoral Fellow am Institut für Human Molecular Biology and Genetics der University of Utah, Salt Lake City. Seit 2008 bis zu seiner Berufung war er Research Assistant Professor an der University of Utah, Salt Lake City.

Prof. Dr. Robert David hat eine Professur für „Regenerative Medizin in der Herzchirurgie an der Universitätsmedizin Rostock. Robert David wurde 1967 in Mering geboren. 1993 legte er an der Technischen Universität Mainz sein Diplom ab. 2004 promovierte er an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen zum Dr. rer. nat. 2010 habilitierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit August 2001 bis zu seiner Berufung war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Medizinischen Klinik und Poliklinik I der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Pressemitteilung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, 30. 11. 2012

Pegel: Hochschule Wismar ist modern und innovativ und wird immer attraktiver

Der Chef der Staatskanzlei Christian Pegel hat heute den Absolventen des Studienganges als Master of Business Consulting 2012 zu ihrem Abschluss gratuliert. “Mit Ihrem Studienabschluss haben Sie etwas ganz Besonderes geleistet. Zwei Jahre Beruf, Studium und Privatleben untern einen Hut zu bringen, verdient Respekt und höchste Anerkennung. Darauf können Sie stolz sein”, lobte er auf der feierlichen Absolventenverabschiedung am Freitag in Hasenwinkel.

Gute Hochschulen seien für Mecklenburg-Vorpommern ein Schwerpunkt der Landespolitik. “Wir brauchen Ideen, Innovationen bei den wichtigen Zukunftsthemen unseres Landes. Und wir brauchen kluge, kreative, gut ausgebildete Frauen und Männer, die dazu beitragen, dass wir eine der wichtigsten Herausforderungen meistern können, die der demografische Wandel mit sich bringt: die Sicherung von Fachkräften für die Unternehmen”, betonte der Staatssekretär.

Gerade im Bereich Fern- und Onlinestudiengänge habe sich die Hochschule Wismar mit ihrem erfolgreichen Schwerpunkt auf dem Fern- und Weiterbildungsstudium deutschlandweit Profil gewonnen. “Mit dem Modellversuch “Hochschule 2020″ hat sie sich zu einem maßgeblichen öffentlichen Anbieter des Fern- und Weiterbildungsstudiums in Deutschland entwickelt.”

Der Staatssekretär warb bei den auswärtigen Absolventen dafür, gute Erinnerungen an Mecklenburg-Vorpommern mit in die Heimat zu nehmen. “Auch wenn Sie sich in Ihrer Stadt, an Ihrem Arbeitsplatz engagieren – bewahren Sie sich Sympathien für Wismar und Mecklenburg-Vorpommern und fühlen Sie sich nach Ihrem erfolgreichen Studienabschluss als Botschafter unsers schönen Landes!”

Pressemitteilung Staatskanzlei, 23. 11. 2012

Veröffentlicht 23. November 2012 von Martina Wichor