Kunst/Kultur

Willkommen in Wismars neuem Welt-Erbe-Haus

Eröffnung am 1. Juni 2014 / Blickfang ist restaurierter Tapetensaal / Eintritt kostenlos

Alter Hafen in Wismar, Foto: A. RudolphTMV – Wismar bekommt einen neuen Tourismusmagenten: das Welte-Erbe-Haus. Das Besucherzentrum mit Dauerausstellung eröffnet am Welterbetag, 1. Juni, im historischem Gebäudeensemble Lübsche Straße 23 und ist nach Regensburg und Stralsund das dritte seiner Art in Deutschland. Das Areal, in dem sich zu DDR-Zeiten die Räume des Kulturbundes befanden, umfasst zwei vereinigte Giebelhäuser mit Baudatierungen aus dem Mittelalter bis in das frühe 20. Jahrhundert sowie einen zweigeschossigen Kemladenanbau in Fachwerkbauweise aus dem 17. Jahrhundert. Blickfang ist der repräsentative Tapetensaal samt der ringsum verlaufenden Panorama-Bilder aus dem 19. Jahrhundert, der zur Eröffnung wieder hergerichtet sein wird. Die seltene Wandverkleidung wurde 1823 von der Pariser Manufaktur Dufour und Leroy aus kunstvollen Papierdrucken und einem Untergrund aus Sackleinen hergestellt. Dargestellt ist die Geschichte aus der griechischen Mythologie „Reise des Telemach auf die Insel der Göttin Calypso“. Die Bilder kleiden den Tapetensaal vollständig aus. Neben Wismar besitzt nur noch das New Yorker Museum of Modern Art Fragmente des gleichen Tapetenzyklus. Ein weiterer Höhepunkt auf dem Rundgang im Welt-Erbe-Haus ist die Intarsie des Stadtgrundrisses auf dem Fußboden. Hier soll es auf stadtmauerartig umlaufenden Bänken Hörstationen geben, an denen Wissenswertes zur Stadtgeschichte vermittelt wird. In einem Welterbe-Panorama werden zudem internationale Beispiele für Natur- und Kulturerbe, der Arbeitskreis der Welterbe-Altstädte in Deutschland und das gemeinsame Welterbe mit Stralsund vorgestellt. Des weiteren warten Schauflächen mit den Titeln „Bürger bauen ihre Stadt“, „Häuser erzählen Geschichte“, „Regeln formen diese Stadt“, „Handel bringt Wohlstand“ und „Kaufleute erfinden das Dielenhaus“ auf die Gäste. Seit 2002 gehören die Altstädte von Stralsund und Wismar zum Welterbe der UNESCO. Beide Städte repräsentieren idealtypisch entwickelte Stadtanlagen aus der Blütezeit der Hanse im 14. Jahrhundert. Monumentale Backsteinkirchen und schmucke Kaufmannshäuser prägen das seit dem Mittelalter nahezu unveränderte Stadtgefüge. Ab Herbst zieht im Welt-Erbe-Haus die Wismarer Tourist-Information ein. Weitere Informationen: www.wismar-tourist.de

„ICH FÜHL MICH DISCO“

In Anwesenheit von Regisseur Axel Ranisch und Hauptdarsteller Frithjof Gawenda!

ICH_FUEHL_MICH_DISCO, Foto/Quelle:  Filmbüro MV WismarICH_FUEHL_MICH_DISCO (2), Foto/Quelle:  Filmbüro MV WismarTurmspringtrainer Hanno Herbst hat kein Verständnis für seinen Sohn – denn Florian ist dick, ein Tagräumer, hört Schlager und kann mit Mädchen nicht viel anfangen. Umgekehrt ist Flori am glücklichsten, wenn Hanno nicht da ist und er mit Mama im Disco-Outfit durch die Wohnung tanzen kann. Aber als eines schrecklichen Morgens plötzlich niemand mehr da ist, der die beiden Männer voreinander schützt, müssen Hanno und Florian lernen, allein miteinander auszukommen. Mit der Hilfe von Schlageridol Christian Steiffen und Sexualtherapeut Rosa von Praunheim entwickelt sich zwischen Sprungbecken und Tanzboden ein neues Vater-Sohn-Verhältnis – mit Disco-Gefühl. Und Flori lernt Radu kennen, der kommt aus Bulgarien und ist wirklich süß. Und bald ist Flori schrecklich verliebt…    Regisseur Axel Ranisch dreht ohne Drehbuch und improvisiert intensiv. Nach seinem Publikumsliebling „DICKE MÄDCHEN“ folgt jetzt mit „ICH FÜHL MICH DISCO“ wieder ein aufregend anderes queeres Kino aus Deutschland. Und der Hauptdarsteller Frithjof Gawenda kommt aus Greifswald, ein Talent aus Mecklenburg-Vorpommern!

D 2013, R: Axel Ranisch, mit Frithjof Gawenda, Heiko Pinkowski, Christina Grosse, Robert Alexander Baer, Rosa von Praunheim u.a., 98 min, ab 12 Jahren, http://www.disco-film.de. Einlass 18.30 Uhr, Eintritt 6 €, Getränke, kleine Speisen und Knabbereien stehen bereit.

Das weitere Programm: 04.02. – 19:30 Uhr / 05.02. – 10:30 Uhr: PORTUGAL MON AMOUR / 04.03. – 19:30 Uhr / 05.02. – 10:30 Uhr: GUERILLAKÖCHE

http://www.filmbuero-mv.de

Schönberger Musiksommer – sakrale Musik trifft modernen Jazz

Der Schönberger Musiksommer besticht durch programmatische Vielfalt: Von traditioneller Kirchenmusik bis hin zu Jazz wird dem breit gefächerten Publikum viel Unterschiedliches geboten. Die St.-Laurentius-Kirche besitzt die akustischen Voraussetzungen dafür und ist bereits seit über 25 Jahren der Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe. Die Konzerte finden vom 16. Juni bis 21. September 2013 jeweils dienstags um 20.00 Uhr statt. Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst bereichern das Hörerlebnis. Die aufgetischten Gaumenfreuden mit ausgesuchten Weinen lassen die Konzerte zu einem Fest für alle Sinne werden.
Weitere Informationen: www.schoenberger-musiksommer.de, Tel.: 038828 – 23196 oder – 23197.

Tag der offenen Tür auf Schloss Bothmer

Foto: Schloss Bothmer - bblSchwerin 11.7.2013 – Schloss Bothmer ist eine der größten und bedeutendsten Barockanlagen Mecklenburg-Vorpommerns. Zwischen 1726 und 1732 ist es für Reichsgraf Hans Caspar von Bothmer erbaut worden. Das Land übernahm das Ensemble im Februar 2008 und saniert es seither aufwändig. Am kommenden Sonntag, den 14. Juli 2013, können Besucherinnen und Besucher beim Tag der offenen Tür die Fortschritte bestaunen und dazu noch einiges über die Geschichte der Anlage erfahren. Ist die größte Barockanlage in Mecklenburg-Vorpommern aber überhaupt ein Schloss oder handelt es sich eher um ein Herrenhaus? Diese Frage erhitzt derzeit die Gemüter im Klützer Winkel. Beim Tag der offenen Tür wird die Architekturprofessorin Dr. Sabine Bock genau dieser Frage nachgehen. Dabei sind neue Erkenntnisse und eine rege Diskussion zu erwarten.

Weitere Referenten widmen sich der Geschichte. So wird Dr. Barbara Rinn in ihrem Vortrag „Italienische Meisterkunst nach Geheimrezept“ die Stuckausstattung von Schloss Bothmer beleuchten. Silke Kreibich stellt den Bauherrn Hans Caspar von Bothmer in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Weitere Themen beschäftigen sich mit dem Ausbau der Seitenflügel, der künftigen Nutzung der Schlossanlage und mit dem Museumskonzept. Projektleiter Steffen Siefert wird bei einem Baustellenrundgang die Nutzung der Seitenflügel in Vergangenheit und Zukunft erläutern. Die Vorträge und die Führungen durch den Park beginnen um 13 Uhr. Auch das Haupthaus ist geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zuvor begrüßt die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin die Besucher mit dem Konzert „MeckProms on Tour.“ Das Konzert beginnt um 11 Uhr. Karten sind u.a. in der Gästeinformation auf Schloss Bothmer erhältlich. Der Preis beträgt 18 € pro Person, Kinder haben freien Eintritt. Weitere Informationen zum Tag der offenen Tür erhalten Sie unter: www.bothmertag.de.

phanTECHNIKUM in Wismar eröffnet

Glawe: Neues saisonunabhängiges Angebot für Hansestadt und Umgebung

Schwerin 26.11.2012 – In Wismar ist das neue Erlebniszentrum phanTECHNIKUM eröffnet worden. “Hier wird ein umfassender Einblick in die Entwicklung der Technik des Landes und auch der Region rund um Wismar gegeben. Geschichte, Gegenwart und Zukunft werden unverwechselbarer inszeniert, Erlebnis und Bildung beeindruckend miteinander verbunden”, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag in Wismar. Die Ausstellungsfläche beträgt 2.500 Quadratmeter. Zentrale Bestandteile sind auch die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. “Das Land ist sich seiner Verantwortung bewusst und unterstützt nachhaltige Projekte”, so Glawe weiter. Es wurden für den Umbau und die Erweiterung des ehemaligen Stabsgebäudes auf dem Gelände der “Lübschen Burg” insgesamt knapp sechs Millionen Euro Fördermittel vom Wirtschafts- und Bauministerium bewilligt. Rund 4,8 Millionen Euro stammen aus der Städtebauförderung und rund 1,2 Millionen Euro aus der Wirtschaftsförderung.

Mecklenburg-Vorpommern behauptet sich erfolgreich in einem schwieriger werdenden Markt. “Investitionen in die touristische Infrastruktur sind auch weiterhin für Mecklenburg-Vorpommern nötig. Die Konkurrenz schläft nicht. Wir befinden uns in einem sehr dynamischen Umfeld”, betonte Glawe. “Gerade bei ganzjährigen Angeboten haben wir auch noch Luft nach oben. Es geht insgesamt darum beispielsweise mit neuartigen Ausstellungskonzepten und vielen Erlebnisangeboten neue Möglichkeiten für Gäste anzubieten.” Hierzu zählen bereits heute das Darwineum in Rostock, das Müritzeum in Waren (Müritz) oder das Ozenaneum in Stralsund. In Mecklenburg-Vorpommern sind seit 2007 in den Ausbau der touristischen Infrastruktur aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)”, einschließlich dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Europäischen Landwirtschaftsfonds (ELER) sowie aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramms MV (ZIP) Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von insgesamt 382 Millionen Euro bezuschusst worden. Davon wurden 5,6 Millionen Euro für Investitionsvorhaben der Hansestadt Wismar bereitgestellt.

phanTECHNIKUM in Wismar kommt voran

Glawe: Neues Erlebniszentrum soll Attraktivität für Wismar weiter steigern

Schwerin 2.10.2012 – In Wismar entsteht auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern das neue Erlebniszentrum phanTECHNIKUM. “Hier wird die Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns erlebbar gemacht. Mit dem Vorhaben soll die touristische Infrastuktur in der Region nachhaltig gestärkt werden. Die Hansestadt wird für Einheimische und Gäste insgesamt noch attraktiver”, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Das phanTECHNIKUM wird ein Ausstellungs- und Bildungszentrum, das technisches Wissen vermitteln soll. Nach Angaben des Technischen Landesmuseums in Wismar erzählt das Erlebniszentrum die Technikgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns mit den Schwerpunkten Innovationen, Verkehrsgeschichte und Energieerzeugung. Das Technische Landesmuseum plant mit der Hansestadt Wismar die Eröffnung des phanTECHNIKUMs noch in diesem Jahr. Das Wirtschaftsministerium unterstützt den Innenausbau und die Ausstattung des Erlebniszentrums aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) mit rund 1,2 Millionen Euro.

Investitionen in die touristische Infrastruktur sind auch weiterhin für Mecklenburg-Vorpommern nötig. “Wie wichtig die Entwicklung von noch mehr Saisonunabhängigkeit ist, zeigt sich angesichts eines wechselhaften Sommers. In ganzjährigen attraktiven Angeboten liegen für die Branche auch wirtschaftliche Perspektiven. Es geht insgesamt darum mit neuartigen Ausstellungskonzepten und vielen Erlebnisangeboten neue Möglichkeiten für Gäste anzubieten”, sagte Glawe. Die Eröffnung des Darwineums in Rostock ist ein solches wetterunabhängiges Angebot. Ebenso das Agroneum in Alt Schwerin oder das Ozenaneum in Stralsund.

25 Jahre Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden

Schwerin 11.5.2012 – Der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Sebastian Schröder, gratulierte dem Freilichtmuseum Groß Raden zum Jubiläum. „Das Museum ist ein bedeutender historischer Ort für alle, die sich mit der Landesgeschichte auseinandersetzen wollen“, sagte Schröder bei einem Besuch eines Kolloquiums in Groß Raden. „Das Museum hat sich zu einem beliebten touristischen Ausflugsziel entwickelt und ist über die Autobahn gut erreichbar.“ Außerdem lobte Schröder die Arbeit und das Engagement von Archäologen und Bodendenkmalpflegern. „In vorbildlicher Weise arbeiten haupt- und ehrenamtliche Kräfte Hand in Hand.“ Der Staatssekretär berichtete den Tagungsteilnehmern weiterhin über die Anstrengungen der Landesregierung im Bereich der Archäologie und Bodendenkmalpflege. „Vorrangiges Ziel hat die Dekontaminierung der archäologischen Funde in Wiligrad. Darüber hinaus arbeitet die Landesregierung mit Hochdruck an der Umsetzung des Standortentwicklungskonzeptes Stellingstraße Schwerin“, so Schröder. In Schwerin sollen Werkstätten und Depots gebaut werden, wo die archäologischen Funde künftig aufbereitet und sicher gelagert werden können. Dort werden sich die Arbeitsbedingungen der Restauratoren verbessern. Ein Architektenwettbewerb zu diesem Bauvorhaben wurde im März dieses Jahres ausgelobt. Das Vorhaben umfasst einen Finanzierungsumfang von 50 Millionen Euro. Staatssekretär Schröder warb bei den Tagungsteilnehmern um Verständnis, dass es derzeit keine konkreten Planungen für den Bau eines Archäologischen Landesmuseums geben könne.

Veröffentlicht 16. August 2012 von Martina Wichor