Kunst/Kultur

Schloss Mirow: Glanzvoll eröffnet das Rokoko-Juwel und startet in die erste Saison

Großes Gartenfest zur Eröffnung am 7. Juni

Schloss Mirow: Glanzvoll eröffnet das Rokoko-Juwel und startet in die erste SaisonTMV – Festlich eröffnet Schloss Mirow am Pfingstsonnabend, dem 7. Juni 2014, seine Pforten erstmals für die Öffentlichkeit. Nach langjähriger Restaurierung glänzt das Schatzkästchen in der Mecklenburgischen Seenplatte nun wieder mit kostbar ausgestatteten Räumlichkeiten. Die 300-jährige Geschichte des Schlosses wird in der musealen Präsentation lebendig. Mächtige Witwen, schräge Herzöge und Prinzessinnen, die zu Königinnen wurden, treten ins Rampenlicht. In der Ausstellung, die als Rundgang konzipiert ist, begegnen die Besucher dem ersten Herzog zu Mecklenburg-Strelitz, Adolph Friedrich II., der 1707 den Bau des Schlosses beauftragte. Berühmteste Bewohnerin des Schlosses war Prinzessin Sophie Charlotte. Sie verbrachte am 17. August 1761 ihre letzte Nacht im kleinen Mirow. Am nächsten Tag verließ sie ihre Heimat für immer, um in Großbritannien als Königin Charlotte den Thron zu besteigen. Neben den fürstlichen Bewohnern zeigt die Ausstellung die Anfänge der Strelitzer Dynastie und informiert über die Baugeschichte des Schlosses. Die überraschend prachtvoll ausgestatteten Räume im friderizianischen Rokoko haben namhafte Künstler ausgestattet. Neben italienischem Stuck, zarten Streublumen und einer einmaligen handgestickten Tapete sind viele weitere Kostbarkeiten zu entdecken.

Zur Eröffnung am Pfingstsonnabend wird Preußens König Friedrich der Große erwartet, der sich gern über seine mecklenburgischen Nachbarn, die „Mirokesen“, mokierte. Auch Herzog Adolph Friedrich IV., der als Fritz Reuters Romanfigur „Dörchläuchting“ unsterblich wurde, ist auf der Bühne im Schlosspark zu Gast. Auf dem Gartenfest zu Ehren der Wiedereröffnung von Schloss Mirow wird ein hochkarätiges Programm geboten: kostümierte Künstler, flanierende Musiker und außergewöhnliche Kinderangebote. Am Abend konzertiert die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin im romantischen Schlosspark. Für das leibliche Wohl der Eröffnungsgäste sorgen Kaffeespezialitäten, herzhafte Genüsse und eine Cocktail-Lounge. Das bedeutende Kulturdenkmal Schloss Mirow bereichert ab Pfingsten die Schlösserlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Rechtzeitig zum Beginn der touristischen Hauptsaison bietet es als Herzstück des historischen Bauensembles mit Renaissancetorhaus, Kavaliershaus und Remise eine besondere Attraktion für Gäste und Einheimische. In den Ferienmonaten von Juli und August ist das barrierefrei zugängliche Schloss täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen: www.schlossmirow.de.

Kompromiss in der Intendantenfrage Neubrandenburg/Neustrelitz möglich

Brodkorb: Reformprozess im Osten des Landes darf nicht gefährdet werden

Masken gif.5.2.2014 – Am heutigen Tage trafen sich auf Einladung der Landesregierung Vertreter der Theaterträger aus dem Osten des Landes sowie des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Rostock. Hierzu erklärte Bildungsminister Brodkorb: „Das Gespräch ist in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre verlaufen. Es bleibt das Ziel aller Beteiligten, den gemeinsamen Reformprozess für die östlichen Theater des Landes zielorientiert voranzutreiben. Auch hinsichtlich der temporären Besetzung der Intendanz und Geschäftsführung der TOG Neubrandenburg/Neustrelitz halte ich nach dem heutigen Gespräch einen Kompromiss aller Theaterträger für möglich. Die Gespräche sollen zeitnah fortgesetzt werden.“

Neue Kunstobjekte knüpfen an historische Wurzeln an

Skulpturenprojekt entsteht an der Uferpromenade in Malchow

21.1.2014 – Die Neugestaltung der Malchower Klosteranlage läuft auf Hochtouren. Nun kann mit Unterstützung der EU und des Wirtschaftsministeriums ein ambitioniertes Kunstprojekt an der neuen Uferpromenade verwirklicht werden. Es sollen zwei Stahlblechfiguren des Güstrower Künstlers Roman Peter installiert werden. Die finanzielle Unterstützung erfolgt vom Wirtschaftsministerium aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 25.000 Euro; mit 8.500 Euro beteiligt sich die Inselstadt Malchow an dem Kunstprojekt. „Die beiden Skulpturen vervollkommnen die Modernisierung der über 700 Jahre alten Klosteranlage in Malchow“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. „Mit der Fertigstellung verfügt die Region über einen herausragenden touristischen Anziehungspunkt. Die Klosteranlage ist lebendiges Kulturgut mit einer besonderen Ausstrahlung.“

Die Motive „Mutter mit Wäsche“ und das „Kind im Bade“ sollen an historische Wurzeln anknüpfen, da die Frauen dort früher sowohl ihre Wäsche als auch ihre Kinder gewaschen haben. Das Kunstobjekt besteht aus zwei Stahlblechfiguren aus Cortenstahl. Eine Skulptur zeigt eine Frau beim Wäschewaschen am Ufer; die zweite Figur ein Kind in einer etwas zu kleinen Wanne. Als Standort am Bollwerk in der Nähe vom Kloster wurde das Ufer festgelegt; eine Stelle, wo früher tatsächlich die Frauen aus der Stadt zusammenkamen, die Wäsche reinigten und den neuesten Tratsch austauschten. Der junge Künstler aus der Barlachstadt hat übrigens schon seine Spuren in Malchow hinterlassen. So ist seine Fischerfigur im Stadthafen ein beliebtes Fotomotiv bei den Urlaubern an der Mecklenburgischen Seenplatte.

Bewilligt wurden bisher EU-Mittel für die Gestaltung des Außenbereiches der Malchower Klosterkirche, für die Erneuerung der Uferpromenade und des Platzes am Bollwerk. In diesem Jahr sollen alle Baumaßnahmen bis zum Beginn der Hauptsaison abgeschlossen werden. Mit rund einer Million Euro beteiligt sich die EU mit Mitteln aus dem EFRE-Fonds an dem aktuellen Sanierungsvorhaben.

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Franziskanerkloster feierlich eröffnet

Glawe: Aufwertung der Neubrandenburger Museumsmeile

Der Ostgiebel des Nordflügels des Klosters, Foto: Gabriele Hahn/Fotosammlung Regionalmuseum NeubrandenburgSchwerin 10.9.2013 – Am Dienstag hat der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe das sanierte Franziskanerkloster eröffnet. „Das Franziskanerkloster ist ein Gebäude mit besonderem Charme, der vor allem durch den räumlichen Zusammenhang mit der mittelalterlichen Wehranlage zur Geltung kommt. Das Neubrandenburger Regionalmuseum findet jetzt auch seine Heimat in den denkmalgeschützten Mauern, so dass ein Besuch der Museumsmeile für Einheimische und Touristen noch attraktiver geworden ist“, sagte Glawe. Das der Stadt Neubrandenburg gehörende Franziskanerkloster steht unter Denkmalschutz und wurde in den vergangenen Jahren umfangreich saniert. Die Gesamtkosten betrugen rund 4,7 Millionen Euro und wurden vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Städtebauförderung mit rund 2,2 Millionen Euro unterstützt. „Das Franziskanerkloster befindet sich in der Innenstadt. Ziel einer jeden Stadt ist es, die Innenstadt als attraktiven Ort zum Leben, Arbeiten und Erholen weiter zu entwickeln. In Neubrandenburg ist dies gelungen durch die Bündelung kultureller Einrichtungen wie der Museumsmeile mit der Sanierung des Treptower Tors und dem entstehenden Medien- und Veranstaltungszentrum im Haus der Kultur und Bildung“, sagte Glawe. Im Kloster stehen insgesamt rund 800 Quadratmeter Ausstellungsfläche über drei Geschosse zur Verfügung. Im Erdgeschoss ist die Dauerausstellung zur Geschichte Neubrandenburgs bis zur Reformationszeit zu sehen, die Schau im Obergeschoss widmet sich dem Handwerk, dem Zunftleben und Wollwebern, Fritz Reuter sowie der Stadtgeschichte bis zur Neuzeit. Das Obergeschoss des Klosters ist für wechselnde Ausstellungen reserviert.

´Frühjahrsputz´ im Schloss Ulrichshusen

Glawe: Kulturtourismus als Wirtschaftsfaktor

Schloß in Schwinkendorf-Ulrichshusen in Mecklenburg-Vorpommern, 23 September 2006, Foto: Doris Antony put it under the GFDL and CC-BY-SA-2.5/WikipediaSchwerin 3.4.2013 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Mittwoch Schloss Ulrichshusen samt Gutsanlage Tressow der Familie von Maltzahn besucht, um sich über die Baufortschritte und die geplanten Erweiterungen in der Gesamtanlage zu informieren. “Hier ist ein Schmuckstück für Einheimische und Gäste entstanden. Wir brauchen weitere mutige Unternehmer, die sich in ihrem Engagement um die Kostbarkeiten der Baukultur unseres Landes verantwortungsvoll kümmern. 50 Arbeitsplätze sind hier in den vergangenen Jahren entstanden”, sagte Glawe. Die Gutsanlage wurde in den vergangenen Jahren ergänzend zum Hotelbetrieb im Schloss Ulrichshusen zu einem Veranstaltungszentrum erweitert, in dem unter anderem von Juni bis September jeden Jahres die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern stattfinden. Zur Festspielsaison 2013 soll vor der Festspielscheune am Schloss eine Pergola errichtet und der ehemalige Bullenstall als Ausstellungsfläche fertiggestellt sein. “Leben auf dem Lande in Mecklenburg-Vorpommern” lautet der Titel der ersten Ausstellung, der weitere folgen werden. “Das Schloss samt Gutsanlage ist ein wichtiger Imageträger für die Region und lockt jährlich tausende Musik- und Kulturfreunde in den Norden. Kulturtourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Mecklenburg-Vorpommern”, sagte Glawe.

Weitere umfangreiche Baumaßnahmen wurden an den denkmalgeschützten Gebäuden in der Gutsanlage Tressow vorgenommen: unter anderem der Wiederaufbau des ehemaligen Fohlenstalls, die Grundsanierung des ehemaligen Müllerhauses, in dem sich nun weitere Hotelzimmer befinden, sowie die Restaurierung der ehemaligen Wassermühle. Die Gesamtinvestitionen in Schloss und Gutsanlage betrugen über 13 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium hat die Maßnahmen mit rund 5,5 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe “Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) unterstützt. “Wir werden auch künftig Investitionen in die touristische Infrastruktur unterstützen, damit wir unsere Position als eine der führenden deutschen Urlaubsregionen behaupten können”, sagte Glawe. In den kommenden Jahren sind weitere Investitionen geplant. Unter anderem sollen in Ulrichshusen der Besucherparkplatz befestigt werden sowie in Tressow eine Bäckerei mit Café, eine Holzhackschnitzelanlage und eine hoteleigene Wäscherei und Gärtnerei entstehen. Zusätzlich ist der Neubau eines Wellness-Bereiches geplant.

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Schlösserherbst – »Friedrich & die Mirokesen«

LK 8.10.2012 – Im Jahr 2012 jährt sich der Geburtstag Friedrich des Großen zum 300. Mal. Als Kronprinz hatte dieser das Schloss Rheinsberg bezogen, in unmittelbarer Nähe zum Fürstenhof in Mirow. Einen Besuch auf der dortigen Schlossinsel sowie weitere Zusammentreffen mit seinen mecklenburgischen Nachbarn hielt Friedrich II. in humoristischen Briefen an seinen Vater fest. Dort berichtet er von kuriosen Begegnungen mit Mitgliedern des Mirower Fürstenhofes, einer Nebenlinie des Herzogtums Mecklenburg-Strelitz, die der preußische Kronprinz jedoch liebevoll-sarkastisch als „Mirokesen“ betitelte. Doch trotz einiger derber Späße stellte sich zwischen den „wilden“ Mecklenburgern und dem preußischen Kronprinz nach und nach ein recht vertrautes Verhältnis ein. Etliche Besuche sind zwischen 1736 und 1740 überliefert. Am 31. Mai 1740 bestieg Friedrich II. schließlich den preußischen Thron, seine alten Nachbarn schien er dennoch nicht vergessen zu haben. Vor 270 Jahren brannte am 04. September 1742 nach einem Blitzeinschlag die Kirche auf der Schlossinsel Mirow vollkommen aus. Für den Wiederausbau stiftete Friedrich das Kupfer zur Errichtung des Kirchturmdaches.

Anlässlich der landesweiten Veranstaltungsreihe „Schlösserherbst 2012“ begibt sich das 3 Königinnen Palais in Mirow nun auf eine Spurensuche. An jedem Freitag im Oktober finden jeweils um 14 Uhr Themenführungen unter dem Motto „Friedrich & die Mirokesen“ statt. Der geschichtsinteressierte Besucher kann etwas über die Besuche des preußischen Kronprinzen in Mirow erfahren. Er kann sich an den Schönheiten der herbstlichen Schlossinsel erfreuen. Und es wird auch immer wieder Friedrich II. selbst zu Wort kommen, sei es in seinen Beschreibungen der Insel oder in den Anekdoten, die er über seine Nachbarn zum Besten gibt: den „Mirokesen“.
Kontakt: 3 Königinnen Palais, Schlossinsel 2a, 17252 Mirow, Tel.: 039833 269955, E-Mail: info@3koeniginnen.de, www.3koeniginnen.de

Die Burg Klempenow

Burg Klempenow gehört zu den ersten adligen Niederlassungen in der Zeit der deutschen Besiedlung unserer Region.

Besonders in der Gefolgschaft Herzog WARTISLAUS III. sind seit 1236 viele Deutsche auf seiner Burg Demmin. Die deutsche Besiedelung wird von den Pommernherzögen konsequent betrieben. Die Deutschen kommen aus Niedersachsen, dem Harzvorland, Holstein und der Altmark. So ist auch das niedersächsische Geschlecht derer von HEYDEBRECK im Jahre 1254 erstmals im Tollenseraum erwähnt. In diese Zeit wird die Erbauung der Burg Klempenow als Niederungsburg auf einer Schwemmsandinsel mit einem geschlossenen Innenhof, umgeben von Mauer und Wehrgang, datiert.

Die Zugehörigkeit unseres Gebietes zum Heiligen Römischen Reich deutscher Nation beweist für 1331 eine Urkunde des Papstes Johann XII., in der die Pommernherzöge mit Burg Klempenow belehnt werden. Die HEYDEBRECKs sind als Lehnsherren mit der Burg Klempenow bis ins 16. Jahrhundert verbunden. Darüber gibt eine ausführliche Genealogie Auskunft. Hervorzuheben sind JOACHIM I. von HEYDEBRECK, der sich in Zeiten großer Unsicherheit (Ende des 14. Jh.) an zahlreichen Raubzügen beteiligte, und besonders sein Sohn HEINRICH IV. von HEYDEBRECK. Er war Ratgeber des Herzogs von Pommern-Stettin (1434-51) und ein hochgeachteter Mann seiner Zeit. Es ist zu vermuten, daß unter ihm bauliche Veränderungen in Klempenow vorgenommen wurden. An der Wehrmauer nach Norden entstand ein großer Ständerbau, der mit dem Turm noch keine Einheit bildete. Schon wenige Jahrzehnte später wurden die Ständer mit einer Backsteinwand um- und überbaut sowie der Verbund mit dem Turm hergestellt. An der Wehrmauer entstanden noch andere Gebäude. Einiges ist noch deutlich sichtbar, anderes für immer verloren.

Ihre besondere strategische Lage verwickelte die Burg Klempenow in fast alle Kriege der Jahrhunderte. 1470 wurde Kurfürst Albrecht von Brandenburg von Kaiser Friedrich III. mit den Ländern Stettin und Pommern belehnt. Auf der Grundlage eines Friedensschlusses mit den Pommernherzögen in Prenzlau 1472 erhielt er auch Burg Klempenow. Herzog BOLESLAW X. (1472-1523) widersetzte sich und erreichte die Befreiung von der Lehnsherrschaft Brandenburgs und damit die „Reichsunmittelbarkeit“. 1494 wurde in Klempenow von Bischof Benedicto von Cammin eine kleine Kapelle mit dem Namen „Zu den heiligen fünf Wunden“ geweiht. Es war die Zeit der Pestepidemien. Die Frömmigkeit war groß. Neue religiöse Sekten entstanden. Die Reformation formiert sich als Gegenreaktion. Durch BUGENHAGEN wird sie um 1530 in Pommern eingeführt. Religiöse Auseinandersetzungen in den folgenden Jahren kündigen den 30jährigen Krieg an. Von Klempenow wissen wir aus dieser Zeit nichts zu berichten.

In den Auseinandersetzungen des 30-jährigen Krieges wird Klempenow 1631 von den Schweden erobert. Noch auf dem Schlachtfeld von Lützen verleiht der schwedische König Gustav Adolf seinem Generalfeldmarschall DODO von KNYPHAUSEN 1632 Klempenow als Pfandlehen. Der hielt sich auch schon vorher hier auf, verlor er doch in Neubrandenburg die Schlacht gegen Tilly. Mit DODO von KNYPHAUSEN tritt eine schillernde Familie über drei Generationen die Herrschaft in Klempenow an. Viele Zeugnisse sind aus diesem Zeitraum erhalten und entwerfen ein farbiges Bild der Zeit. DODO, ANNA von SCHADE, ENNO ADAM, OCCA RIPERDA, GRAF von MELLIN und KÖNIGIN CHRISTINE von SCHWEDEN bestimmten die Geschicke von Burg Klempenow. In ihre Zeit fielen große Zerstörungen der Burganlage, es wurde aber auch neu aufgebaut. Der Turm wurde zum Wohnturm umgebaut, Gewölbe- und Fenstereinbauten erfolgten, neue Gebäude entstanden.

Als um 1700 der Nordische Krieg ausbrach, gehört Klempenow durch eine Generalreduktion wieder vollständig der schwedischen Krone. Mit dem Friedensvertrag von Stockholm 1720 wird Klempenow preußisch, königliches Amt und Domäne. Im Siebenjährigen Krieg (1755-62) ist Klempenow bereits wieder hart umkämpft. Danach verliert es an Bedeutung. Die Domänenpächter nehmen ihre Wohnung auf der Burg, noch gibt es die Amtsarchive sowie Brauerei und Branntweinbrennerei, ein besonderes Privileg. Eine lange Liste von Pächtern und Amtsleuten ist nachweisbar. Alte Familien wie Wüstenberg, Berlin, Fleischmann oder Bruhn werden aufgeführt. Klempenow taucht als Weißen Klempenow auf wegen seines weißgekalkten Turmes.

Als 1812 französische Truppen Vorpommern besetzen, hält sich Ernst Moritz Arndt für kurze Zeit in Klempenow auf. 1818 gehört Klempenow verwaltungstechnisch zu Demmin. 1831 wütet eine Choleraepidemie in der Gegend. Die schlechten Lebensbedingungen lösen hier wie im ganzen Land eine Ausreisewelle nach Amerika aus. Auf Burg Klempenow wird ein bürgerliches Leben geführt, von dessen vielen interessanten geschichtlichen Details wir nur weniges wissen.

1900 wird ein wichtiges Gebäude an der Nordwestecke der Anlage wegen Baufälligkeit abgerissen, das neue Gutshaus wird errichtet. 1945, nach Ende des 2. Weltkrieges, befindet sich für kurze Zeit die sowjetische Kommandantur auf der Burg. Ab 1947 leben Umsiedler in den Gebäuden der Burganlage. Bis zu 14 Familien fanden notdürftige Bleibe. In den 50er Jahren beginnt auf eigene Initiative der Ausbau von bescheidenen Wohnungen. Es entwickelt sich das ganze Spektrum DDR-gemäßen Wirtschaftens und Lebens. 1991 übernimmt KULTUR-TRANSIT-96 e.V. nach Vorarbeiten und Verhandlungen mit der Treuhand schrittweise die Burg auf Pacht von der Gemeinde und beginnt mit Sanierung und kulturellen Veranstaltungen. Weitere Informationen unter www.burg-klempenow.de

AGRONEUM Alt Schwerin eingeweiht

LK 2.8.2012 – Nach längerer Bauphase und einigen Hindernissen bei der Neugestaltung des Freigeländes des AGRONEUM Alt Schwerin gab es am 19. Juli 2012 für alle beteiligten Baufirmen, Finanzierungshelfer und Verantwortliche einen Grund zu feiern. Diese Veranstaltung, welche bereits vor der großen Besuchereröffnung am 28. Juli 2012 stattfand, war ein „Dankeschön“ an alle Beteiligten für die in den letzten, nicht immer einfachen Jahren geleistete Arbeit.
Der strömende Regen brachte die zahlreich erschienene Gäste nicht davon ab, sich selbst ein Bild über die neu entstandenen Ausstellungsgebäude zu machen. Nach den Grußworten des Landrates des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte Heiko Kärger und dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus gab es eine ausführliche Führung über das umgestaltete Gelände des kreiseigenen Freilichtmuseums. Die Begeisterung sowie die positiven Resonanzen sprachen für sich. Nun hoffen wir auf eine gute „Restsaison“ und viel interessierte Besucher.

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Veröffentlicht 16. August 2012 von Martina Wichor