Mecklenbur-gische Seenplatte   Leave a comment

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Die Mecklenburgische Seenplatte – das Land der Tausend Seen

Mecklenburgische-Seenplatt, Inselstadt Malchow, Foto: Tourismusverband Mecklenburgische SeenplatteDie Mecklenburgische Seenplatte ist das größte zusammenhängende Seengebiet Mitteleuropas. Die mehr als 1.000 großen und kleinen Seen sind teils durch Flüsse, teils durch oft schon alte Kanäle miteinander verbunden. Auf durchgehenden Wasserstraßen ist die eindrucksvolle Seenlandschaft sowohl von Berlin als auch von Hamburg gut zu erreichen. Mit der Müritz liegt der größte deutsche Binnensee (117 km²) inmitten dieses Wasserparadieses. Der Name Müritz stammt aus dem Slawischen und bedeutet „Kleines Meer“. Um die idyllischen Seen und Flüsse zu erleben, mietet man – je nach Neigung – ein Motor- oder Hausboot, auf denen man auch ohne Führerschein sein eigener Kapitän sein kann. Oder man geht mit einer Segelyacht oder mit dem Kanu auf Entdeckungsreise. Wem das zu anstrengend ist, der genießt die Landschaft von Bord eines Fahrgastschiffes oder bucht eine Kreuzfahrt durch die Mecklenburgische Seenplatte.

Campingplatz Quetzin am Plauer See, Foto: Bildarchiv TMVErholung auf der Terrasse einer Radfahrer-Pension, Foto: Bildarchiv TMVSchleuse an der Müritz-Elde-Wasserstraße, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVDer Seeadler bewohnt Küsten und gewässerreiche Gebiete. In Deutschland leben etwa 300 Brutpaare, davon die Hälfte in Mecklenburg-Vorpommern, Foto: Joachim KloockMit 322 km² nimmt der Müritz-Nationalpark einen großen Teil der Region ein. Auf die Landfläche bezogen ist er der größte Nationalpark Deutschlands, seit 2011 wurde das Gebiet um den Serrahner Buchenwald als UNESCO-Weltnaturerbegebiet anerkannt. Außerdem gibt es auf den rund 400 Kilometer Rad- und Wanderwegen immer etwas zu entdecken. Fisch- und Seeadler, Schwarzstorch, Eisvogel und Fischreiher sind hier heimisch. Tausende von Kranichen und Wildgänsen rasten auf ihrem Zug auf den weiten Flächen. Wer hier auf das Fahrrad steigt, wird reichlich belohnt. Schließlich bietet die Landschaft so viele Erlebnisse, dass sich am Ende des Ausfluges garantiert gute Laune einstellt. Die überträgt sich bei gemütlichen Runden auf einer Terrasse eines Schlosshotels, in einem Biergarten einer der zahlreichen Bed & Bike Unterkünfte, in einem Altstadtlokal oder auf einem Campingplatz schnell auf die übrigen Gäste. Manchmal geraten die Radler jeden Alters dann regelrecht über die unterschiedlichen Tierbeobachtungen, über die Picknickplätze an einem der wie auf einer Perlenkette aneinandergereihten 1 000 Seen oder über die Streckenführung durch dichte Wälder oder kleine Ortschaften ins Schwärmen. Mit dem Müritz-Nationalpark-Ticket kann der müde Reisende die Tour rund um und quer über die Müritz, oder auch nur einzelne Etappen, unbeschwert zurücklegen. Mit etwa 2.000 km² warten stolz vier Naturparke auf. Diese scheinbar unerschöpfliche Schatzkammer herrlicher Landschaften wird gut bewahrt. Nirgendwo anders befinden sich die Nationalen Naturlandschaften so dicht beieinander wie in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Schloss Klink an der Müritz, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVBoote im Hafen von Waren/Müritz, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVLuftaufnahme Müritz-Nationalpark, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVBunte Bootshäuser von Mirow, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVDie kleinen Städtchen und Dörfer liegen verstreut im ganzen Land der Tausend Seen. Jedes besitzt seinen besonderen Reiz, hat meist einen eigenen See mit Badestelle und eine oft romantisch gelegene Kirche. Liebhaber von Architektur und Geschichte entdecken eine Vielzahl von historischen Bauwerken und interessanten Museen. Norddeutsche Backsteingotik, liebevoll rekonstruierte Stadtkerne, barocke Parkanlagen und wunderschöne Kirchen laden zum Verweilen ein. Ein umfangreiches kulturelles Angebot verschafft Einblicke in die Landeskultur. Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg, größte Stadt der Region, bietet eine Vielzahl von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen und sehr gute Einkaufsmöglichkeiten. Übernachten kann man in luxuriösen Suiten im Schlosshotel, Zimmern mit Seeblick in der gemütlichen Familienpension, in einer gut ausgestatteten Ferienwohnung oder in einer Koje auf dem Hausboot. Der Campingfreund kann unter mehr als 60 Campingplätzen wählen, die meist direkt am Wasser liegen. Restaurants aller Kategorien servieren Schmackhaftes aus der regionalen Küche, zu der Fisch- und Wildgerichte in allen leckeren Variationen gehören. In den acht Kurkliniken zwischen Plauer See und Feldberger Seenlandschaft findet man als Kurgast immer das richtige Behandlungsangebot. Zahlreiche Hotels haben sich auf Gäste eingestellt, die etwas für ihr Wohlbefinden tun wollen. Es gibt Offerten für Floating bis hin zum Höhentrainingszentrum. Weitere Informationen http://www.mecklenburgische-seenplatte.de oder telefonisch unter 039931/5380.

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Die Stadt Neustrelitz

Neustrelitz ist eine Mittelstadt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Die frühere Residenzstadt ist heute eines der 18 Mittelzentren des Landes. Neustrelitz liegt inmitten der wald- und wasserreichen Mecklenburgischen Seenplatte am Zierker See, der über den Kammerkanal und den Woblitzsee mit der Oberen Havel-Wasserstraße verbunden ist. Innerhalb oder nahe der Stadt liegen 29 größere und kleinere Seen, wie der Glambecker See, Zierker See, Großer Fürstenseer See, Langer See, Krebssee, Domjüchsee, Kluger See und Buttersee.

Der Name Neustrelitz (in älteren Schriften auch: Neu-Strelitz, N. Strelitz oder missverständlich einfach nur Strelitz) wurde vom Ortsnamen der 1931 eingemeindeten Mutterstadt Strelitz abgeleitet. Als Name tauchte Neuenstrelitz bereits am 20. März 1732 in einer Quittung auf, die der Hofgärtner und herzogliche Baumeister Christoph Julius Löwe einem Arbeiter ausstellte.Seit dem Entstehen der sich entwickelnden neuen Residenz Neustrelitz wurde die alte Mutterstadt Strelitz zur besseren Unterscheidung umgangssprachlich immer häufiger als Alt-Strelitz bezeichnet, ohne dass es jedoch zu einer offiziellen Umbenennung gekommen wäre. Strelitz trägt seit 1994 offiziell den Stadtteilnamen Strelitz-Alt. Die Entstehung von Neustrelitz ist in gewisser Weise eine Folge politischer Entwicklungen innerhalb des mecklenburgischen Ständestaates seit Beginn des 18. Jahrhunderts. 1701 hatte die dritte mecklenburgische Hauptlandesteilung die (Teil-) Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz formiert. Damit war die Notwendigkeit entstanden, für Mecklenburg-Strelitz, den kleineren der beiden Landesteile, eine fürstliche Residenz und Hauptstadt zu finden. Nachdem die ursprünglich beabsichtigte Übertragung der Residenzstadtfunktion an Neubrandenburg am dortigen Bürgerstolz gescheitert war, erfolgte zunächst der Ausbau der Stadt Strelitz zur Residenz. Dort hatte Herzog Adolf Friedrich II., der erste Regent des neuen Landesteils, in einer jahrhundertealten Burganlage schon vorher seinen Wohnsitz gehabt. Die Ansiedlung der notwendig werdenden neuen Hofbehörden des neuen mecklenburgischen Landesteils an diesem Ort war folgerichtig. Die Lage änderte sich jedoch, als 1712 in Strelitz das alte Residenzschloss abbrannte und die selbstbewussten Bürger auch dort ihre Unterstützung für einen Wiederaufbau verweigerten. Damit setzte eine Entwicklung ein, die ab den 1730er Jahren zum Entstehen einer neuen Residenzstadt – eines neuen Strelitz wenige Kilometer nördlich der Stadt Strelitz führte. Zwischenzeitig bewohnte der Herzog mit seiner Familie verschiedene seiner kleineren Schlösser. Eines von ihnen war das von Herzog Adolf Friedrich III. auf dem Gelände der Meierei Glienecke errichtete Jagdhaus. Schließlich wurde dieses Jagdhaus schrittweise zu einem Schloss erweitert und anschließend aus praktischen Gründen in unmittelbarer Nachbarschaft eine neue Siedlung für Hofbedienstete angelegt, wohin man bald auch die Verwaltungsbehörden des Strelitzer Landesteils verlagerte.

Das Landestheater Neustrelitz am Rande des Schlossparks, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVHöflinge und schöne Damen vor der Orangerie Neustrelitz, Foto: Bildarchiv TMVHebetempel, Schlosspark Neustrelitz, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVMarina in Neustrelitz, Mecklenburgische Seenplatte, Foto: Bildarchiv TMVDa die Entwicklung der neuen Stadt (Neu-Strelitz) dem Herzog Adolf Friedrich III. nicht zügig genug voranschritt, erließ er am 20. Mai 1733 einen Aufruf an alle, die gewillt waren, sich dort anzusiedeln und gewährte jedem Bauwilligen einen kostenfreien Bauplatz, kostenloses Bauholz und Steuerfreiheit für zehn Jahre. Diese Urkunde wird seit langem als Gründungsurkunde für Neustrelitz angesehen, obwohl die ersten Wohngebäude schon Jahre zuvor entstanden waren. Noch um die Jahrhundertmitte gab man sich unentschlossen, ob Neustrelitz nur ein Stadtteil von Strelitz werden sollte oder eine eigene Stadt. Auf die Ursprungsidee eines neuen Stadtteils deutet hin, dass für Neustrelitz die sonst im Stadtgründungsakt übliche Übertragung von kommunalen Selbstbestimmungs- und Selbstverwaltungsrechten an die neugegründete Stadt unterblieben war. Damit blieb Neustrelitz auch weiterhin Teil des fürstlichen Grundbesitzes (des Domaniums), es gab keine gewählten Repräsentanten und die Bürger hatten auch sonst keinerlei Mitspracherechte. Folge davon war auch, dass Neustrelitz im politischen System des mecklenburgischen Staates bis zum Ende der Monarchie 1918 bedeutungslos blieb, während die benachbarte Mutterstadt Strelitz landtagsfähig war und damit (wenigstens de jure) an politischen Entscheidungen mitwirken konnte. Besonders baufreudige Landesherren waren Herzog Adolf Friedrich IV. und Großherzog Georg. In Georgs Diensten konnte der von der Schinkelschule geprägte Friedrich Wilhelm Buttel von 1821 bis 1869 seine architektonischen und landschaftsgestalterischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Das Stadtbild wurde von ihm im Stil des Klassizismus und der Neogotik entscheidend geprägt. Nach dem Ende der Monarchie war Neustrelitz von 1919 bis 1933 Landeshauptstadt des gleichnamigen Freistaates Mecklenburg-Strelitz. Nach Eingemeindung der Stadt Strelitz (1931) war Neustrelitz bis 1945 kreisfreie Stadt.

Auszug aus der Geschichte der Stadt, siehe bitte auch „Wikipedia“.

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Weitere, vertiefende und interessante Informationen… siehe bitte Einzelthemen von “A” (Arbeit) über “K” (Kunst und Kultur/Museen) bis “W” (Wissenschaft).

 

Veröffentlicht 14. August 2012 von Martina Wichor

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