Ludwigslust-Parchim   Leave a comment

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim

ist eine Region im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns, die im Zuge der Kreisgebietsreform am 4. September 2011 aus den Landkreisen Parchim und Ludwigslust gebildet wurde.  Mit einer Fläche von 4751 Quadratkilometern ist er der zweitgrößte Landkreis in Deutschland und in Mecklenburg-Vorpommern. Geprägt von innovativer Wirtschaftsentwicklung, lebendiger Tradition, intakter Natur und hoher Lebensqualität bietet der Landkreis Ludwigslust-Parchim beste Bedingungen zum Leben, Arbeiten und Erholen. Hier, zwischen Plau am See und Zarrentin am Schaalsee, zwischen Dömitz an der Elbe und Sternberg in der Seenlandschaft leben ca. 217.000 Menschen. Gäste und Besucher, neue Einwohner, junge Familien ebenso wie Seniorinnen und Senioren, Unternehmer und Investoren sind in dieser zukunftsorientierten, weltoffenen Region herzlich willkommen.  Als Teil der Metropolregion Hamburg ist der Landkreis verkehrstechnisch eng verbunden mit der Hansestadt Hamburg. Auch die Bundeshauptstadt Berlin ist über die Ost-West-Achse A 24 sowie eine ICE-Strecke schnell erreichbar. In Nord-Süd-Richtung besteht über die A 14 Anbindung an die Ostseeautobahn A 20 und die Ostseehäfen sowie künftig auch in Richtung Magdeburg.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders ausgeprägt sind hier die Ernährungswirtschaft – speziell die Süßwarenherstellung – und die Landwirtschaft, aber auch die Maschinenbau- und Technikbranche sind zu nennen. Eine weitere Besonderheit ist der Parchim International Airport. Der seit 2007 von der chinesischen LinkGlobal Logistics Group bewirtschaftete Flughafen am Rande der Kreisstadt Parchim eröffnet beachtliche Dimensionen, nicht nur für die Luftfrachtbranche. Kurze Entscheidungswege bei Bauvorhaben oder Ansiedlungen, kompetente Partner und attraktive Förderprogramme machen es möglich, in wenigen Tagen eine Firma zu gründen oder anzusiedeln. Ein großes Angebot an erschlossenen gewerblichen Großstandorten sichert die Wahl des optimalen Firmenstandortes.

Hafen von Neustadt-Glewe, Mecklenburg-Schwerin, Foto: Bildarchiv TMVHengstparade auf dem Landgestüt Redefin bei Ludwigslust, Mecklenburg-Schwerin, Foto: Bildarchiv TMVLindenallee zu Schloss Bothmer, Mecklenburg-Schwerin, Foto: Bildarchiv TMVDHerbstvogelzug in der Lewitz Foto Ralf Ottmanner Landkreis Ludwigslust-Parchim verfügt über eine vielschichtige Kulturlandschaft. Hier haben sich zahlreiche Künstler und Kulturschaffende niedergelassen. Wenn Maler, Bildhauer, Kunsthandwerker jedes Jahr zu Pfingsten ihre Häuser, Gärten und Ateliers für neugierige Besucher öffnen, dann ist „KUNST OFFEN“. Gleichzeitig wird wieder eine Sommersaison mit vielen Events eingeläutet: hochkarätige Konzerte der Festspiele M-V sind ebenso dabei wie besondere Kirchenkonzerte, große Volksfeste, Kleinkunstfestivals, Oldtimerrallyes durch die wunderschöne Landschaft, Trödelmärkte oder Strandpartys. Die Kreismusikschulen bereichern die Musikszene außerordentlich. Auf zahlreichen Konzerten und im Rahmenprogramm festlicher Veranstaltungen nutzen die großen und kleinen Musikschüler die Gelegenheit vorzuspielen und ihr wachsendes Können unter Beweis zu stellen. Die Besten unter ihnen messen sich erfolgreich in landes- und bundesweiten Wettbewerben wie „Jugend musiziert“. Das Mecklenburgische Landestheater Parchim ist für die Region und insbesondere für die kulturelle Bildung der Kinder und Jugendlichen von besonderer Bedeutung. Mit der Ausrichtung auf das Jugendtheater stellt es mit seinem Repertoire eine Besonderheit in der norddeutschen Theaterlandschaft dar, die erhalten bleiben muss.

Eine ausgezeichnete Adresse ist der Landkreis Ludwigslust-Parchim auch als Tourismusregion. Auf der Müritz-Elde-Wasserstraße, der Elbe und auf den zahlreichen Seen der Region fühlen sich die Wassersportler zuhause, ebenso stehen Reitern und ausgedehnte Wegenetze zur Verfügung.  So lässt sich auch die reizvolle Landschaft mit ihrer artenreichen Flora und Fauna in zahlreichen Schutzgebieten entdecken. Zum Beispiel in der Lewitz, im Naturpark Sternberger Seenlandschaft, im Naturpark Nossentiner-Schwinzer-Heide oder in den UNESCO-Biosphärenreservaten Schaalsee und Flusslandschaft Elbe M-V.

Mit freundlicher Genehmigung http://www.kreis-swm.de

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Die Stadt Ludwigslust

liegt im westlichen Mecklenburg am Ludwigsluster Kanal, einer künstlichen Wasserverbindung zwischen Störkanal und Rögnitz, 35 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Schwerin und am östlichen Rande der Griesen Gegend. Das Gebiet der Stadt wird von einem 550 Hektar großen Laubwald im Westteil, Wiesen im Südwesten und ausgedehnten Obstplantagen im Nordosten und Osten geprägt. Ludwigslust ist eine sehr junge Stadt, deren Geschichte eng mit dem Schloss Ludwigslust verknüpft ist. Die Stadt entstand aus dem Ort Klenow. Bereits 1333 wird das Gut Klenow in einer Urkunde erwähnt. Das Gut befand sich in der Gegend des heutigen Schlossplatzes. Im Ludwigsluster Tageblatt von 1919 stand eine Notiz, „… dass schon im Jahre 1294 in einer lateinischen Urkunde der Ritter Hermanus de Klenow als Zeuge für eine Schenkungsurkunde benannt wird.“ Das Dorf Klenow entstand dann ab dem 16. Jahrhundert. Das Gut Klenow wurde 1616 an die mecklenburgischen Landesherren verkauft. Der Ort war nach dem Dreißigjährigen Krieg wüst. 1731-35 ließ Prinz Christian Ludwig an dieser Stelle durch den Hofbaumeister Johann Friedrich Künnecke ein einfaches Jagdschloss in Fachwerk erbauen. 1747 folgte Christian Ludwig seinem Bruder Karl Leopold als regierender Herzog im (Teil-) Herzogtum Mecklenburg-Schwerin. 1754 erhielt der Ort Klenow auf Weisung des Herzogs Christian Ludwig den Namen „Ludwigslust“.

Zwei Jahre später verstarb dieser und sein Nachfolger, Herzog Friedrich (der Fromme) begann, Residenz und Hofhaltung aus Schwerin hierher zu verlegen. Die endgültige Verlegung des Hofes begann 1763 und war 1765 abgeschlossen, die Regierungsbehörden waren jedoch in Schwerin verblieben. Danach setzte rege Bautätigkeit ein, nach wohldurchdachten Plänen entstand die Hauptresidenz von Mecklenburg-Schwerin. Nordwestlich des Schlosses entstand schrittweise einer der größten Landschaftsparks Norddeutschlands. 1765 begann Baumeister Johann Joachim Busch mit dem Bau der Hofkirche (fertiggestellt 1770, heute Stadtkirche) und setzte den Ausbau zur Residenz mit dem barocken Schloss fort, an dem von 1772 bis 1776 gebaut wurde. Um das Schloss herum entstanden am heutigen Schlossplatz, am Kirchplatz sowie in der Schloßstraße Häuser für das Personal. 1789 wurde der Komponist Johannes Matthias Sperger erster Kontrabassist der Hofkapelle. 1804 begann Baumeister Johann Christoph Heinrich von Seydewitz mit dem Bau der katholischen Kirche (heute St. Helena) auf einer Insel im Schlosspark. Sie wurde 1808 unter dem Baumeister Johann Georg Barca vollendet. 1837 verlegte Herzog Paul Friedrich die Residenz des inzwischen zum Großherzogtum erhobenen Landesteils zurück nach Schwerin.

Auszug aus der Geschichte von Ludwigslust, siehe bitte „Wikipedia“.

Schloss Ludwigslust, Foto: Joachim KloockLudwigslust, Foto: Joachim KloockLudwigslust, Foto: Joachim KloockLudwigslust, Foto: Joachim KloockDie Stadt Ludwigslust hat mit der direkten Anbindung an die A 14 /A 24 und ihrem ICE-Halt eine ausgesprochen gute geografische Lage mit einer optimalen Erreichbarkeit zwischen Hamburg und der Hauptstadt Berlin. Die Umgebung ist von einer schönen Landschaft geprägt und bietet daher eine hohe Lebensqualität. Das sind nur einige infrastrukturelle Standortvorteile. Von den vorhandenen Gewerbeflächen (140 ha) sind nur noch etwa 20 ha für Industrie- und auch ca. 20 ha für Gewerbeansiedlungen frei. Die Zahl der versicherungspflichtigen Arbeitsplätze ist mit etwa 6.000 seit Jahren stabil. Die niedergelassenen Unternehmen sind in der Nahrungsgüterwirtschaft, der Bau- und Baustoffindustrie, im Elektro- und Maschinenbau, dem Export von Maschinen und Anlagen oder in der Herstellung von regionalen Spitzenprodukten in der Wurst- und Fleischverarbeitung tätig. Die größte bewirtschaftete Sanddornplantage befindet sich in Ludwigslust. Das Krankenhaus Bethlehem, Handwerksbetriebe, Behörden und Dienstleister ermöglichen weitere Arbeitsplätze.

Die Barockstadt besitzt neben dem Schloss noch viele kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, eine gut sanierte Altstadt und den größten Landschaftspark Mecklenburgs mit einer Ausdehnung von 120 ha. Zu besichtigen sind neben dem Schloss auch die Kirchen, das Natureum und die Sanddorn-Manufaktur. Individuelles zeigen die Antonio Rosetti – und die Johannes Gillhoff – Stube. Zahlreiche überregionale Kulturveranstaltungen wie Open Air Konzerte, die Mecklenburger Festspiele, Ludwigsluster Klassik und das kleine Fest im großen Park locken jährlich tausende Besucher. Gut ausgebaute Rad- und Wanderwege sind in eine herrliche Seenlandschaft eingebettet, Kanutouren bedeuten hier ein echtes Erlebnis. Angler können einen Fischereitouristenschein erwerben und auch Pferdeliebhaber kommen nicht zu kurz. Der Erlebnistourismus mit Kunst, Kultur und Natur ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt Ludwigslust.

Mit freundlicher Genehmigung http://www.stadtludwigslust.de

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Die Stadt Parchim

Der Name Parchim ist aus dem Slawischen abgeleitet. Die erste urkundliche Erwähnung einer Burg Parchim erfolgte 1170 in einer Urkunde des Kaisers Friedrich I. zu Frankfurt am Main. Erweitertes Stadtrecht erhielt Parchim 1225/26 durch Heinrich Borwin II. Von 1238 bis 1248 war Parchim Residenz des Fürstentums Parchim-Richenberg. Fürst Pribislaw I. gründete 1240 am westlichen Eldeufer die Parchimer Neustadt. Beide Städte (Alt- und Neustadt) schlossen sich 1282 zusammen. 1289 brannte ein Teil der Altstadt ab. Die St. Georgenkirche, damals noch eine Basilika, wurde schwer beschädigt. Neu aufgebaut wurde sie 1307 geweiht. 1246 kamen Mitglieder des Franziskanerordens nach Parchim. Die Brüder errichten ihren Konvent am Rande der Neustadt (Aufhebung im Zuge der Reformation 1552/53). Um 1250 wurde auch mit dem Bau der gotischen Marienkirche in der Neustadt begonnen. 1278 erfolgte die Weihe der Kirche der Neustadt St. Marien.

Zwischen 1286 und 1310 errichtete man die Stadtmauer, teilweise noch sichtbar, mit einer Länge von 2,7 Kilometern, einer Dicke von 90 Zentimetern und einer Höhe von 5,5 Metern. In die Stadt kam man durch die drei Stadttore: Neues Tor, abgebrochen 1797, 1833 und 1838, Kreuztor, abgebrochen 1847/48, Wockertor. Das Wallhotel, die heutige Sparkasse am Moltkeplatz, ist das erste Gebäude, das 1863 außerhalb der Stadtmauer gebaut wurde. Seit der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde die Parchimer Landwehr errichtet. Sie war der äußerste Ring der mittelalterlichen Stadtverteidigungsanlagen in Parchim. Im Norden an der Straße zu Sternberg ist von der alten Wehranlage noch ein Wartturm, der sogenannte Fangelturm erhalten geblieben. An der Südgrenze des Stadtgebietes befinden sich ebenfalls gut erhaltene Reste dieser spätmittelalterlichen Wallanlage zur Grenzsicherung. 1316 tritt Parchim als Sprecher auf dem Städtelandtag auf. 1377 kaufte die Stadt die Fürstenburg und 1384 verpflichtete Parchim den Münzmeister Tile von Kampen. 1410 wurde die Schützengilde gegründet. Um 1500 hatte die Stadt ca. 3.000 Einwohner.

Auszug aus der Geschichte Parchims, siehe bitte „Wikipedia“.

Parchim historische Altstadt, Foto: www.parchim.deRathaus Parchim, Foto: www.parchim.deWasserwanderrastplatz Parchim, Foto: www.parchim.deWockersee Parchim, Foto: www.parchim.de

Heute ist Parchim mit rund 18.300 Einwohnern die Kreisstadt des Landkreises Ludwigslust-Parchim, die von Einheimischen und Gästen auch gern „Pütt“ genannt wird. Sie präsentiert sich als traditionsbewusste gemütliche Stadt, die auf der Landkarte etwa 40 Kilometer südöstlich der Landeshauptstadt Schwerin zu finden ist. Gelegen an der Müritz-Elde-Wasserstraße, inmitten von dichten Wäldern, ist die schöne alte mecklenburgische Stadt zu allen Jahreszeiten einen Besuch wert. Sehenswerte Denkmäler, die interessante reizvolle Architektur der Backsteingebäude und Fachwerkhäuser, die geheimnisvollen verwinkelten Gassen laden zur Erkundung ein. Der Burgwall und die Reste der Stadtmauer können besichtigt werden. Mit den beiden großen Kirchen St. Georgen und St. Marien sowie dem spätgotischen Rathaus gehört die Stadt zur „Europäischen Route der Backsteingotik“. Kleine Cafés und gemütliche Restaurants mit herzhafter Küche sowie lebhafte Kneipen lassen schnell eine vertraute Atmosphäre entstehen.

Kunst und Kultur spielen in der Stadt eine große Rolle. Neben dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim, der Stadthalle, dem Museum, der umfangreichen Stadtbibliothek (2011 ausgezeichnet als „Bibliothek des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern“), zählen auch das Kino, die Diskothek, Live-Clubs, aber auch Ausstellungen und Lesungen zum kulturellen Angebot. Die Durchführung traditioneller Großveranstaltungen wie das Stadtfest (im Mai), der Martinimarkt (1. Novemberwochenende) oder Veranstaltungen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern tragen zur überregionalen Bedeutung der Stadt bei. Parchim ist auch eine Stadt inmitten reicher Naturlandschaften. Sie ist umgeben von einer hügeligen Landschaft mit ausgedehnten Wäldern. Von besonderer Schönheit sind das am südlichen Stadtrand gelegene Landschaftsschutzgebiet Buchholz mit dem Slater Moor, der in Mitteleuropa einmalige Douglasienbestand am Sonnenberg und der Wockersee (mit Badeanstalt und Wasserrutsche, Bootsverleih) mit dem angrenzenden Wockertal. Die Müritz-Elde-Wasserstraße mit Schleusenanlage und der bestens ausgestattete Wasserwanderrastplatz am Fischerdamm, unweit des historischen Zentrums, bildet für Parchim eine besondere touristische Attraktion.

Auch wirtschaftlich ist Parchim ein lebendiger Standort – begünstigt durch die Lage zwischen Hamburg und Berlin, an der Bundesautobahn A24 und dem Parchim International Airport. Das Parchimer Innovations- und Technologiezentrum (PITZ) ist Standort der Industrieforschung mit Schwerpunkten wie Fluidtechnik, Mikrofluidtechnik, Präzisionsfertigung und Mechatronik. Es unterhält enge Beziehungen zu den Technologiezentren und Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Das entstandene Netzwerk zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Neue Produktlinien bei Produzenten und Zulieferern und die Neuansiedlung von Spin-off-Unternehmen beschleunigen das Wachstum und fördern den Ausbau der Industriestruktur zu einem international anerkannten Standort des Präzisionsmaschinenbaus.

Mit freundlicher Genehmigung http://www.parchim.de

Weitere, vertiefende und interessante Informationen… siehe bitte Einzelthemen von “A” (Arbeit) über “K” (Kunst und Kultur/Museen) bis “W” (Wissenschaft).

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Veröffentlicht 14. August 2012 von Martina Wichor

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