Kunst/Kultur

Vier auf einen Streich: Norddeutsche Künstlerkolonien mit gemeinsamer Ausstellung in Schwaan

Kayser-Eichenberg, Der Landmann, 1912, 80 x 100,Öl/Lw (Privatbesitz) TMV – Mit der Ausstellung „Bildnisse – Figürliches aus den Norddeutschen Künstlerkolonien Ahrenshoop, Ferch, Hiddensee und Schwaan” widmet sich das Kunstmuseum Schwaan noch bis zum 9. Juni 2014 dem Thema der figürlichen Darstellung in den nord(ost)deutschen Künstlerkolonien und vereint dabei Werke aller vier Zentren. Der Bogen spannt sich mit frühen Arbeiten von Karl Hagemeister oder Alfred Heinsohn über Elisabeth Büchsel, bis in die jüngere Vergangenheit der 1960er Jahre mit Arbeiten von Hedwig Woermann oder Jo Jastram. Wenn auch das klassische Porträt einen großen Teil der über 40 gezeigten Arbeiten einnimmt, so ergänzen Genreszenen wie „Der Landmann“ von Carl Kayser-Eichenberg, oder „Der Sonntagmorgen“ von Alfred Partikel sowie die Plastiken von Jo Jastram und Gerhard Marcks die Präsentation. Die Maler der Künstlerkolonien in Europa entdeckten im 19. Jahrhundert heimische Landschaften als Motiv für sich. In den Bildern dominierten Darstellungen des alltäglichen Lebens, Dorfansichten, einfache Menschen und der ländliche Raum mit großzügig gestalteten Landschaften. Weitere Informationen: www.kunstmuseum-schwaan.de

Erweiterter Service der Uwe Johnson-Bibliothek – Neuer Web-Auftritt mit Blog und OPAC

Uwe Johnson, Quelle: Pressestelle BM M-V31.3.2014 – Die Uwe Johnson-Bibliothek bietet über einen neuen Web-Auftritt mit Blog und OPAC einen erweiterten Service für die Güstrowerinnen und Güstrower und alle Nutzer aus dem Umland an. Die neue Web-Seite http://www.uwe-johnson-bibliothek.de ist einfach zu finden und beinhaltet einen Blog mit regelmäßigen Neuigkeiten aus der Bibliothek. Vor allem aber ermöglicht der neue Online-Katalog (Web-OPAC) die Mediensuche im gesamten Bestand der Bibliothek, die Verlängerung der Ausleihen, das Bestellen von ausgeliehenen Medien und den Einblick in das eigene Nutzerkonto. Der schnelle Zugang für die Nutzerinnen und Nutzer wird durch die freundliche Unterstützung der KKG Kabelkommunikation Güstrow GmbH & Co. KG ermöglicht, die der Bibliothek der Barlachstadt hierfür eine Breitband-Internetverbindung zur Verfügung stellt. Das Wort OPAC steht für Online Public Access Catalogue, was soviel wie „im Netz öffentlich zugänglicher Katalog“ bedeutet.  Mit einem Klick auf die entsprechende Schaltfläche der Bibliotheks-Seite öffnet der Nutzer den OPAC http://opac.uwe-johnson-bibliothek.de und gelangt zu einer einfachen Suchmaske. Nach Eingabe der Suchkriterien und Klick auf den rot hervorgehobenen Suchen-Knopf (mit Lupe) werden die Ergebnisse angezeigt.  Neben der üblichen Suche nach Verfasser und Titel bietet der OPAC weitere Hilfen. So wird immer eine kurze Zusammenfassung des Inhalts angezeigt. Dies unterstützt die Auswahl der gewünschten Medien, da nicht immer vom Titel auf den Inhalt zu schließen ist.  Wer zudem ein besonderes Interesse hat, z. B. gerne Romane über bestimmte Länder, Historienschmöker oder Fantasy liest, hat durch die Schlagwortsuche die Möglichkeit, nach Titeln mit ähnlichen Inhalten zu suchen. Hat der Nutzer sich für ein Medium entschieden, sieht er sofort, ob es in der Bibliothek verfügbar oder ob und bis wann es entliehen ist. Gegen die Gebühr von 50 Cent ist die Vorbestellung möglich.

Die Einsicht in das Nutzerkonto ist nach Eingabe der Benutzernummer und eines Passwortes möglich. Im Nutzerkonto können z. B. Bücher unkompliziert mit einem Mausklick verlängert werden. Vor allem für Nutzer, die nicht direkt aus Güstrow kommen, wird dies in Zukunft eine große Hilfe sein. Ein Anteil, der mit 29,1% nicht gering ist. Gleiches gilt für die vielen berufstätigen Nutzer. Für all jene ist die Planbarkeit eines Besuchs und die Möglichkeit, auch bei Terminengpässen die eigenen Medien bequem von zuhause verlängern zu können, in Zukunft ein gleich doppelt erleichternder Service. Gleichzeitig kann der Besuch in der Uwe Johnson-Bibliothek zu den Öffnungszeiten so geplant werden, dass die gewünschten Medien verfügbar sind.  Die Uwe Johnson-Bibliothek der Barlachstadt Güstrow erweitert damit ihren Service in der medialen Grundversorgung für Schule, Familie und Beruf. Für Film-, Spiele- und Büchertipps, Leseberatung und -förderung, Beratung zu Schul- und Facharbeiten, Hilfe bei der Strukturierung von Aufgabenstellungen und für die Recherche nach Fachliteratur und Spezialmedien bleibt die Bibliothek nach wie vor der gewohnte Ansprechpartner und Ort der Informationskompetenz.

16. 1. – 28. 2. 2014, Bad Doberan, Foyer der Kreisverwaltung

Kunst und Seele

Der Maler Walter Schreiber eröffnet seine Ausstellung am 16. 1. um 16.00 Uhr.. Er ist in der Landeshauptstadt Schwerin zu Hause und hat sich seit vielen Jahren der Malerei verschrieben. Eine breite Palette von Arbeiten zeugt von seiner Kunst.. Die Landschaften Mecklenburg-Vorpommerns mit ihren Küsten und Inseln sind ein beliebtes Motiv. In seinen Bildern werden sie gedanklich, realistisch eingefangen und die augenblickliche Stimmung wiedergegeben. Seine Abbilder spiegeln eine Komposition aus Farben und Formen wieder, die die Natur vorgibt. Lassen Sie sich einfach auf das Flair und die Couleur dieser Ausstellung ein.

Wolhynier-Umsiedlermuseum Linstow ist bundesweit einzigartige Kultur- und Begegnungsstätte

Justizministerin Uta-Maria Kuder, zuständig auch für ‎die Förderung der Kulturarbeit nach dem Bundes‎vertriebenengesetz, übergab Förderbescheid

Umsiedlerhof mit Scheune und Backofen, Foto/Quelle: Heimatverein Linstow e.V.Bildungs- und Museumsscheune, Foto/Quelle: Heimatverein Linstow e.V.Schwerin 6.9.2013 – „Seit über zwanzig Jahren unterhalten Sie mit dem Wolhynier-Museum eine bundesweit einzigartige Kultur- und Begegnungsstätte. Damit leisten Sie eine Arbeit von unschätzbarem Wert“, sagte Justizministerin Kuder in ihrem Grußwort anlässlich des 21. Museumsfestes des Wolhynier-Umsiedlermuseums. „Ich freue mich sehr, dass hier in Linstow mit diesem Museum ein Ort geschaffen wurde, der das Leben und die Kultur der Wolhyniendeutschen für die Zukunft in so anschaulicher Weise dokumentiert. Mit Ihren sehenswerten Ausstellungen und Kulturfesten, erlebnisreichen Studienreisen und Ihren kreativen Projekten leisten Sie einen weiteren unverzichtbaren Beitrag zur Aufarbeitung unserer deutschen Geschichte“, so die Ministerin. „Nur wenn es uns gelingt, den jungen Menschen der heranwachsenden Generation soziale Kompetenzen, Toleranz und politisches Interesse zu vermitteln, wird unser friedliches Europa von heute auch von Dauer sein“, mahnte die Ministerin. Anschließend übergab Ministerin Kuder im Rahmen der Förderung der Kulturarbeit nach dem Bundesvertriebenengesetz einen Förderbescheid über 5.000 Euro an den Heimatverein Linstow e.V. als Träger des Wolhynier-Umsiedlermuseums. Fotos mit freundlicher Genehmigung http://umsiedlermuseum-wolhynien.de/index.html

Minister Brodkorb versendet Welterbe-Bewerbungen

(PM/BM 29.1.2013) – Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mathias Brodkorb hat weitere Unterlagen für die Welterbe-Bewerbungen von Bad Doberan und Schwerin an die Kultusministerkonferenz fristgerecht verschickt. Bad Doberan bewirbt sich mit der *Hochgotischen Ausstattung des Doberaner Münsters* um die Aufnahme in das Welterbe der UNESCO, die Landeshauptstadt mit dem *Residenzensemble Schwerin * Kulturlandschaft des romantischen Historismus*. *Mit dem Versenden der Unterlagen kommen wir dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger nach, die sich für eine Aufnahme der beiden Stätten in das Welterbe der UNESCO einsetzen*, erklärte Minister Brodkorb. *Zu beiden Bewerbungen liegen auch Beschlüsse des Landtages vor*, so der Minister weiter. Voraussichtlich Ende 2014 wird die Kultusministerkonferenz (KMK) eine Entscheidung treffen. Die Frist für das Einreichen der Unterlagen läuft ab am Freitag, den 1. Februar 2013.

Grandhotel Heiligendamm, Foto: Joachim KloockLandesweites erstes 18-Punkte-Restaurant in Heiligendamm

Das Friedrich Franz Gourmetrestaurant in Heiligendamm hat vom Restaurant-Kritiker „Gault Millau“ 18 von möglichen 20 Punkten verliehen bekommen und ist damit landesweit das erste Restaurant in der 18-Punkte-Liga. Die Auszeichnung steht für eine Küche mit höchster Kreativität und Qualität bei bestmöglicher Zubereitung. Eine höhere Bewertung haben in Deutschland nur 13 Restaurants, eine gleichwertige 26. Verantwortlich für den Erfolg zeichnet Ronny Siewert, der seit 2008 Küchenchef ist und bereits viele Preise für seine exquisiten Kochkünste erhalten hat. Weitere Informationen: www.grandhotel-heiligendamm.de

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Das Thünen-Museum Tellow

Tellow liegt in einer idyllischen Landschaft am Rande der Mecklenburgischen Schweiz. Bis zur Mitte des 19. jahrhunderts war das Gutsdorf die Wirkungsstätte des international anerkannten Wirtschaftswissenschaftlers und Musterlandwirtes Johann Heinrich von Thünen (1783 – 1850).

Das Museum beherbergt die „Nationale Thünengedenkstätte“ – eine historische Einrichtung der europäischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Es zeigt außerdem ein historisch gewachsenes Gutsensemble und dokumentiert damit regionale Landwirtschaftsgeschichte. Gleichzeitig befindet sich in den Räumen der Sitz der Thünengesellschaft e. V. mit internationalen Abteilungen in Europa und Übersee.

An historischer Stätte werden komfortable Veranstaltungs- und Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Es stehen Ferienwohnungen und Gästezimmer zur Verfügung. Im Gutsmarkt, wo für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt wird, locken zahlreiche regionaltypische Erzeugnisse. Beliebt sind auch die Museumsbesichtigungen mit Führung, da erst durch die sachkundigen Erläuterungen der Mitarbeiter die Geschichte der Einrichtung besser verstanden werden kann. Sie finden während der Öffnungszeiten des Museums zwischen 9.00 – 16.00 Uhr statt, bei rechtzeitiger Anmeldung auch zu anderen Terminen.

Traditionelle Veranstaltungen im Wandel der Jahreszeiten

Schlachtetag im Februar – Osterallerlei auf dem Thünengut – Frühlingssingen der Chöre in der Thünenscheune Parkfest im Tellower Thünenpark – Bauernmarkt auf dem Thünengut – Schlachtetag im November – Dörpwihnachten up de Tellowsche Däl

Thünen-Museum-Tellow, 17168 Tellow

Telefon 039976 – 541-0, Fax: 039976 – 541-16

Thuenen-museum-tellow@t-online.de, www.thuenen-museum-tellow.m-vp.de

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Das Kunstmuseum Schwaan

Das Museum der Schwaaner Künstlerkolonie befindet sich in den Räumen der alten Wassermühle, die im Auftrag der Fürsten von Mecklenburg zur Stärkung ihrer Macht gebaut wurde. Da mehrere verheerende Brände die Stadt Schwaan im 16., 17. und 18. Jahrhundert heimsuchten und die komplette Stadt bis auf die Kirche vernichteten, sind Berichte und Zeugnisse der damaligen Zeit verloren gegangen. Die ältesten Schriften, die im direkten Zusammenhang mit der Wassermühle stehen, liegen erst aus dem Jahre 1602 vor.

In der jetzigen Form ist das Gebäude um 1791 als Fachwerkbau errichtet worden. Die dendrochronologische Untersuchung der Dachbalken ergab, dass das verwendete Holz im Jahr 1791 geschlagen wurde. Vermutlich handelte es sich um eine Erweiterung oder um eine Erneuerung der vorhandenen Anlagen. 1850 wurde die Mühle mit allen Rechten aus landesherrlichem Besitz für 17.000 Taler an die Stadt Schwaan verkauft. Die Straßenseite des Gebäudes war ursprünglich auch als Fachwerk ausgebildet und wurde vermutlich mit dem Verkauf durch das jetzige Ziegelmauerwerk ersetzt. Die teilweise geringen Wasserstände der Beke zwangen immer einige Mühlenpächter zur Aufgabe. Später wurde zusätzlich ein Dieselmotor zum Antrieb bei Wasserknappheit genutzt. Bis 1955 wurde aber noch mit Hilfe der Wasserkraft in der Schwaaner Mühle gemahlen.
Nach dem 2. Weltkrieg verlor die Mühle an Bedeutung und wurde Mitte der 60er Jahre auf Futtermittelproduktion für die Landwirtschaft umgestellt. Zur gleichen Zeit wurde auch das Wasserrad mit dem Radschuppen am Giebel des Gebäudes abgerissen. Der Mühlenteich und der Mühlengraben waren zuvor bereits zugeschüttet worden.  Bis Mitte der 80er Jahre wurde das Gebäude von einer Genossenschaft für die Futtermittelherstellung genutzt. Danach fand man keine Verwendung mehr für das Haus. Lediglich die ehemaligen Zimmer des Müllers waren noch bis 1999 bewohnt.

Im Jahr 2001 begannen die Arbeiten zur Umgestaltung der  Mühle zum heutigen Kunstmuseum, am 26. Oktober 2002 konnte die Neueröffnung gefeiert werden. Aufgrund der überregionalen Ausstrahlung des Hauses und seiner künstlerischen Bedeutung für das Land Mecklenburg-Vorpommern fand das Museum in der Öffentlichkeit großen Zuspruch. Neuester Sicherheitsstandart und Beleuchtungstechnik setzen die besten Vorraussetzungen für hochkarätige Kunstausstellungen. Die Balken- und Fachwerkkonstruktionen des einstigen Mühlenhauses wurden durch den Architekten behutsam in die Galerieräume integriert und in einen ästhetischen Einklang gebracht. So ist im gesamten Gebäude ein Zusammenspiel aus ursprünglichen und neuen Materialien zu erleben. Während sich im Erdgeschoss, der ersten und zweiten Etage die Ausstellungsräume befinden, sind im dritten Obergeschoss großzügige Atelier- und Depoträume angesiedelt. So können auf einer Fläche von ca. 500 qm auf drei Etagen Gemälde präsentiert werden. Die behindertengerechte Ausstattung des Hauses und die Erreichbarkeit jeder Etage mit dem Aufzug ermöglichen auch Gästen mit eingeschränkter Mobilität einen problemlosen Besuch. Im Gebäude integriert ist der Museumsshop sowie die Touristinformation der Stadt. Der sich im Erdgeschoss befindende „Historische Mühlenraum“ verweist auf die historische Vergangenheit und die einstige Nutzung des Hauses. Weiteres unter www.kunstmuseum-schwaan.de

Veröffentlicht 16. August 2012 von Martina Wichor