Museen

Das Heimatmuseum in Warnemünde

Am 12. Februar 1914 wurde auf einer Sitzung des „Plattdeutschen Vereins“ angeregt, eine Sammlung von geschichtlich und kulturgeschichtlich wichtigen Sachen ins Leben zu rufen. Warnemünder Einwohner wurden mit einer Proklamation gebeten, Dinge, die für diese Sammlung geeignet wären, abzugeben. Bald hatte das Museum mehrere hundert Exponate in seinem Besitz. Zunächst in der Fritz-Reuter-Schule untergebracht wanderte die Dokumentation später in ein Fischerhaus wie das Haus der Putzmacherein Christine Jungmann. Im Januar 1933 beschloss der „Plattdeutsche Verein“, einen Unterstützungsverein für die Museumsarbeit zu gründen. Es entstand der Museumsverein Warnemünde, der bis zum Mai 1933 bereits 75 Mitglieder zählte. Am 1. Juli wurde das Heimatmuseum im Rahmen des „Warnmünner Heimatdaag“ feierlich eröffnet. Das Haus erhielt jetzt einen neuen Zuwachs von 110 Exponaten, der systematische Aufbau der Museumsräume konnte beginnen. Leider fanden aus Platzgründen nicht alle abgegebenen Stücke Eingang in die Ausstellung, sie kamen in ein Archiv.

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Das Heimatmuseum in Warnemünde,10.8.2011, Foto: Martina WichorHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde (Grabstein), Foto: Martina Wichor

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75-jähriges Jubiläum des Heimatmuseums Warnemünde, 21. 6. 2008, Foto Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim KloockHeimatmuseum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

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Das Museum wurde nach dem Zweiten Weltkrieg der Stadt Rostock angegliedert, leider erfolgte keine Katalogisierung des Bestandes. Anfang der 1970er Jahre hatte das Haus einen bautechnisch bedrohlichen Zustand erreicht, so dass es erst  nach einer umfangreichen Entkernung im Juli 1979 – inzwischen in Trägerschaft des Schifffahrtsmuseums Rostock – wieder eröffnet werden konnte. Bedauerlicherweise verlor das Fischerhaus von 1767 dadurch seine innere alte Bausubstanz. 1986 kamen vier Ausstellungsräume im Haus Alexandrinenstraße 30 dazu. Seit 1994 ist das Heimatmuseum Warnemünde eine eigenständige Einrichtung innerhalb der Städtischen Museen.   Ab 1. 1. 2005 hat der Museumsverein Warnemünde e. V. die Trägerschaft übernommen. Die Sammlung erzählt von der Geschichte der Fischerei und Seefahrt, über das Lotsenwesen und die Seenotrettung sowie über die Entwicklung von Warnemünde.

Weitere Informationen unter: http://www.heimatmuseum-warnemuende.de

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Kloster zum Heiligen Kreuz – Das Kulturhistorische Museum Rostock

Das Kloster zum Heiligen Kreuz wurde durch die dänische Königin Margarethe 1270 gegründet. Nach einer Legende stiftete sie das Kloster aus Dankbarkeit für eine wundersame Rettung aus Seenot in der Nähe der Hundsburg (Schmarl). Verbürgt sind umfangreiche Schenkungen, die sie dem Kloster machte. 1282 starb sie und wurde in der dem Zisterzienserorden gehörenden Klosterkirche in Bad Doberan beigesetzt. Das Kloster kam durch Schenkungen, Stiftungen und Erbschaften in umfangreichen Grundbesitz in Rostock und darüber hinaus in ganz Mecklenburg. Die Nonnen kamen meist aus wohlhabenden Familien Rostocks. Das Kloster hatte starken Zulauf und musste sogar im 14. Jahrhundert Aufnahmebeschränkungen aussprechen. Die Klosterkirche war um 1360 vollendet.

Ansicht zur Klosteranlage in Rostock während der Lichtwoche im November 2012, Foto: Joachim KloockKloster zum Heiligen Kreuz, Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim KloockKloster zum Heiligen Kreuz, Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim KloockBild aus dem Kulturhistorischen Museum, Foto: Joachim KloockDie Reformation zog erst nach dreißigjähriger „Bedenkzeit“ der Nonnen 1562 in das Kloster ein. Durch den Zweiten Rostocker Erbvertrag zwischen der Stadt Rostock und den Herzögen von Mecklenburg im Jahre 1584 wurde das Kloster in ein Damenstift umgewandelt. Das Leben der Insassinnen hatte sich dadurch aber kaum verändert: die Ordnung glich nach wie vor der katholischen Klosterordnung. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es nur noch neun Insassinnen. Im 19. Jahrhundert gab es Bestrebungen, den Grundbesitz des Klosters zu Staatsbesitz zu machen. Aber erst die 1920 eingeführte Verfassung des Freistaates Mecklenburg-Schwerin ließ eine entschädigungslose Enteignung und Auflösung des Klosters zu. Am 17. August 1920 wurde das Kloster aufgelöst, den verbliebenen Damen allerdings ein Wohnrecht auf Lebenszeit zuerkannt. Die letzte Stiftsdame starb 1981. Die Klosterkirche wurde von 1997 bis 2002 außen und anschließend innen umfassend renoviert.

Die Klosterkirche ist eine turmlose dreischiffige Stufenhalle mit polygonalem Chor. Die Kirchenschiffe werden von einem Kreuzrippengewölbe überspannt. Die Kirche wurde 1898/99 durch Gotthilf Ludwig Möckel umfassend renoviert, erhielt dadurch im Wesentlichen ihre heutige neogotische Innengestaltung und dient seitdem als Universitätskirche. Um den Innenhof, der ehemals der Friedhof des Klosters war, führt ein Kreuzgang. Das Claustrum ist ein zweigeschossiger, gotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert. Die übrigen Gebäude entstanden bis auf das Dominahaus (19. Jahrhundert) im 15. Jahrhundert. Die ursprüngliche Ausstattung des Klosters ist nicht mehr vorhanden. Die den Außenhof säumenden Professorenhäuser entstanden im 18. Jahrhundert.  Zu den Kunstschätzen der Kirche zählen zwei schmuckvolle historische Flügelaltäre sowie das im Chor befindliche Sakramentshaus.

Kloster zum Heiligen Kreuz, Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim KloockKloster zum Heiligen Kreuz, Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim KloockKloster zum Heiligen Kreuz, Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim KloockKloster zum Heiligen Kreuz, Kulturhistorisches Museum Rostock, Foto: Joachim KloockDie Idee, das Kloster als Standort eines Museums zu nutzen, stammt schon aus der Zeit der Auflösung des Klosters 1920. Doch konnte dies erst wesentlich später realisiert werden. 1976 wurde auf Beschluss des Rates der Stadt Rostock die schrittweise Rekonstruktion und der Umbau zum Museum begonnen. Der erste Bauabschnitt konnte 1980 anlässlich der 18. Arbeiterfestspiele der DDR in Rostock übergeben werden. 1984 folgte der zweite Bauabschnitt. Weitere Planungen blieben jedoch unberücksichtigt, die Sanierung des Klosters blieb vorerst, wohl aus Geldmangel, unvollständig. Erst nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 konnten die Planungen wieder aufgenommen werden. Die Instandsetzung des Westflügels wurde 1997 in Angriff genommen. Heute ist im Kloster das Kulturhistorische Museum der Stadt Rostock untergebracht.

Das Museum ist als eine der umfangreichsten kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen Mecklenburg-Vorpommerns eines der wichtigsten Zentren für die Dokumentation bürgerlicher Kulturgeschichte im Land. 1859 gegründet zählt es nicht nur zu den ältesten Museen Norddeutschlands, sondern beherbergt mit seinen reichen kultur- und kunstgeschichtlichen Beständen von Malerei über Grafik bis zu Kunsthandwerk, Münzen, Möbeln, Militaria, Alltagskultur und Archäologie zugleich eine der bedeutendsten Sammlungen des Bundeslandes. Einmalig sind die reichen Kollektionen zur Geschichte und Kultur Rostocks vom Mittelalter bis zur Neuzeit.

(Auszug aus der Geschichte des Klosters siehe „Wikipedia“, Einleitungstext aus http://www.kulturhistorisches-museum-rostock.de)

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Die Kunsthalle Rostock

Die Kunsthalle Rostock wurde am 15. Mai 1969 als Museum zeitgenössischer Kunst in Rostock eröffnet. Sie liegt direkt im Parkgelände des Schwanenteichs im Stadtteil Reutershagen. Das Gebäude war der erste und einzige Neubau eines Kunstmuseums in der DDR und ist das größte Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei begibt es sich regelmäßig auf Neuland. So dokumentierte beispielsweise eine Ausstellung die Arbeit des Modemachers Wolfgang Joop. Für Überraschungen ist also gesorgt – jeder Besuch lohnt sich. Das Museum hat heute eine Kunstsammlung von etwa 520 Gemälden, 6000 grafischen Blättern und 200 Skulpturen meist ostdeutscher Kunst. Die Sammlung soll auch als Teil einer künstlerischen Traditionslinie verstanden werden, welche in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts zurückreicht. So befinden sich auch einige wertvolle Zeichnungen des Dresdner Spätexpressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit darunter. Es werden auch sehr bewusst ganz neue Perspektiven ermöglicht – von Werner Tübke bis Per Kirkeby. Einen weiteren Schwerpunkt der Sammlung stellt darüber hinaus die Kunst aus den Regionen Mecklenburgs und Vorpommerns dar.

Kunsthalle Rostock, Foto: Kunsthalle Rostock/WikiBlick in den Innenhof, Foto: pro Kunsthalle e.V.Westgalerie1, Foto: pro Kunsthalle e.V.Galerie im Erdgeschoss mit der Sammlungsausstellung, Foto pro Kunsthalle e.V.Seit dem 1. März 2009 wird die Kunsthalle von dem Verein „Pro Kunsthalle“ betrieben. Auf einem roten Kubus mit beleuchteter Schrift des Architekten Maik Buttler, der sich vor dem Haupteingang befindet, werden die jeweiligen Ausstellungen bekannt gegeben. So ist noch bis zum 7. Oktober 2012 in der ersten Etage die Exposition „Portfolio Berlin 02“ zu sehen. Sie zeigt sieben international wichtige künstlerische Positionen, von Künstlern, die in Berlin leben und arbeiten. Während in der Vorgängerausstellung Portfolio Berlin 01 der Malereibegriff als Bezugspunkt und Gegenstand der Diskussion zugleich diente, verlagert sich der Schwerpunkt der zweiten Ausgabe in Richtung Skulptur/Installation …

Textauszug/Fotos Verein pro Kunsthalle e. V., Hamburger Str. 40, 18069 Rostock, Telefon: 0381 – 381-7000, Fax: 0381 – 8016288, kunsthalle@rostock.de, www.kunsthallerostock.de.

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Das Traditionsschiff „Frieden“ – Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum Rostock

Das Traditionsschiff “Typ Frieden” ist das ehemalige Motorschiff Dresden des VEB DeutscTraditionsschiff "Typ Frieden"/Museumsschiff, IGA-Park Rostock-Schmarl, Foto: Joachim KloockheTraditionsschiff-Museum, Foto Joachim Kloock Seereederei Rostock und wird seit 1970 als Museumsschiff genutzt. Die Dresden wurde 1956/57 auf der Warnowwerft gebaut. Sie war das fünfte Schiff der Baureihe Typ IV, der ersten Serie von 10.000-Tonnen-Stückgut-Frachtern, die auf Werften der DDR gebaut wurde. Da das erste Schiff dieser Serie auf den Namen “Frieden” (Indienststellung Juni 1957) getauft wurde, erhielten die anderen Schiffe dieser fünfzehn Neubauten umfassenden Serie die Zusatzbezeichnung Typ Frieden. Am 27. Juli 1958 wurde das Schiff an die Deutsche Seereederei übergeben und fuhr bis 1969 im Liniendienst nach Ostasien, Indonesien, Afrika, Indien und Lateinamerika. Nach erheblichen Defekten der Maschinenanlage, die unverhältnismäßig hohe Reparaturkosten verursacht hätten, wurde das Schiff 1969 außer Dienst gestellt und am 13. Juni 1970 als „Schiffbaumuseum Rostock“ eröffnet. Ein Bereich des Schiffes diente zeitweilig als Jugendherberge. Heute ist es Bestandteil des Rostocker Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums im IGA-Park und bietet umfangreiche Ausstellungen zur Schiffbaugeschichte. Gezeigt werden Themen zum Schiffbau in der DDR, Betriebsabläufe einer Werft und zur Geschichte des Seefunkwesens und der Navigation. Weiter ist eine Sammlung verschiedenartiger Schiffsantriebsmaschinen zu sehen. Viele im Original erhaltene Räume (Maschinenraum, Kommandobrücke, Funkstation, Schiffshospital und Mannschaftskabinen) vermitteln einen Eindruck von der Seefahrt in den 1950/60er Jahren.

(Auszug aus der Geschichte siehe „Wikipedia“)

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Das Schulmuseum in der St.-Georg-Schule Rostock

Schulmuseum, St.-Georg-Schule Rostock, Foto: Joachim KloockSchulmuseum, St.-Georg-Schule Rostock, Foto: Joachim KloockSchulmuseum, St.-Georg-Schule Rostock, Foto: Joachim KloockSchulmuseum, St.-Georg-Schule Rostock, Foto: Joachim KloockSchulmuseum, St.-Georg-Schule Rostock, Foto: Joachim KloockSchulmuseum, St.-Georg-Schule Rostock, Foto: Joachim Kloock

 

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Das Schulmuseum in der St.-Georg-Schule Rostock wurde als Teil des museumspädagogischen Angebots der Lehreinrichtung 2008 eröffnet. Zahlreiche gesammelte Schätze aus den vergangenen 100 Jahren warten auf interessierte Besucher. Schiefertafeln, Schulranzen, Schlagstock, Fotos, Fahnen, alte Zeugnisse und Schulbänke, die sehr eng waren, dokumentieren das Leben und Lernen zu früherer Zeit. Die Kunst des Schreibens – von der Gänsefeder bis zum modernen Füller -, ein sorgsam gehegtes und gepflegtes Klavier samt Hocker, das Schulleiter-Telefon, Baupläne, Chroniken, aber auch die Problematik des Krieges – alle Ausstellungsstücke erzählen Geschichten auf die eine oder andere Weise.

Das Museum kann am Dienstag und Donnerstag besichtigt werden, allerdings ist vorher eine Terminabsprache mit Herrn Wilken notwendig. Er ist unter 0381 – 49 97 831 zu erreichen.

Veröffentlicht 19. Dezember 2012 von Martina Wichor