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BEAT IT! Das Musical über den King of Pop

Die Legende lebt! Zum 60. Geburtstag von „King of Pop“ Michael Jackson hatte das brandneue Musical „BEAT IT!“ am 14. 11. 2018 in der StadtHalle Rostock seinen grandiosen Auftritt.

Die zweistündige Hommage feierte das unverwechselbare Phänomen und die Legende Michael Jackson! „BEAT IT!“ ist dabei mehr als ein Musical, es setzt sich zur Aufgabe, tiefe und emotionsgeladene Einblicke in das musikalische Schaffen des Ausnahmekünstlers zu geben. So werden Michaels erste Schritte im Musikbusiness mit den JACKSON FIVE sowie seine Solokarriere und die späteren Erfolge genauso intensiv durchleuchtet wie seine persönlichen Veränderungen. Für die glaubhafte und altersgetreue Darstellung Michaels setzen die Macher auf die weltweit besten Jacko-Impersonatoren. In zwei Akten singen, tanzen und mimen sie den echten Michael mit verblüffender Nähe zum Original und schaffen zusammen mit einem großen Ensemble aus erstklassigen Tänzern, Sängern, Musikern und Schauspielern eine beeindruckende Musical-Biographie, die die größten Hits des King of Pop und seinen unverwechselbaren Tanzstil noch einmal live auf der Bühne erlebbar macht.

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Bunte Ziegentränken der Kunst.Schule.Rostock laden zum Spenden ein

Die ersten 600 Euro für die Gehörnten übergeben

Das Rostocker Unternehmen Getränkeland und die Kunst.Schule.Rostock hatten im Frühjahr gemeinsam mit Schülern der Hundertwasser-Gesamtschule ein besonderes Projekt für den Rostocker Zoo und den 120. Geburtstag im kommenden Jahr gestartet. Im Rahmen von gemeinsamen Kreativkursen wurden für die Patentiere von Getränkeland, die afrikanischen Zwergziegen, „Tränken“ gebaut, die jeweils als Unikat-Spendenbehälter in den 80 Getränkelandfilialen aufgestellt werden sollten.  

„Die ersten 50 Tränken haben wir inzwischen seit dem Sommer auf die Filialen verteilt. Die bunten Boxen machen optimal auf die Jubiläumsaktion aufmerksam und laden dazu ein, ein bisschen Pfandgeld für die Ziegen liegenzulassen“, freute sich Axel Heidebrecht. Der Getränkeland-Geschäftsführer übergab heute an Zookuratorin Antje Zimmermann die ersten 600 Euro, die Kunden für das Ziegenprojekt bereits gespendet haben. „In den kommenden Wochen werden weitere 30 Tränken ausgeliefert. Wir haben noch viel vor und freuen uns auf den 120. Geburtstag und über volle Boxen im kommenden Jahr.“ Seit vielen Jahren unterstützt das Rostocker Unternehmen Getränkeland den Rostocker Zoo, unter anderem als langjähriger Pate für die afrikanischen Zwergziegen. Zookuratorin Antje Zimmermann dankte allen Beteiligten für die gelungene Aktion. „Vor allem die jüngsten Zoobesucher zieht es immer in das große Streichelgehege zu den munteren Ziegen, die auch mit der Hand mit dem Futter aus dem Automaten gefüttert werden dürfen. Für viele Kinder ist der direkte Kontakt zu den Tieren das schönste Erlebnis im Zoo. Das gespendete Geld möchten wir vor allem für frische Grünflächen und die Verschönerung des Geheges der Zwergziegen einsetzen“, so Antje Zimmermann.

Bildunterschriften: Das Ziegenprojekt trägt erste Früchte und darüber freuen sich Zookuratorin Antje Zimmermann (v. li.), Geschäftsführer Axel Heidebrecht sowie Wiebke Laudahn und Björn Krause von der Kunst.Schule.Rostock. Fotos: Joachim Kloock

Vereint in Riga: 11. Baltic Sea Tourism Forum und Latvian Tourism Forum

11. Baltic Sea Tourism Forum erstmals mit nationalem Tourismusforum zusammengelegt / Mehr als 450 Teilnehmer erwartet / Pro Jahr rund 90 Millionen Gästeankünfte in der Ostseeregion

Logo_Forum-310x118In Lettlands Hauptstadt Riga wird vom 14. bis 15. November das „Baltic Sea and Latvian Tourism Forum“ veranstaltet. Dabei wird das jährlich veranstaltete Baltic Sea Tourism Forum erstmals mit einem nationalen, nämlich dem lettischen Tourismusforum zusammengelegt. Mehr als 450 Teilnehmer werden erwartet. Unter dem Titel „On the edge of change“ steht das Thema Veränderung im Mittelpunkt der Konferenz, die zur Stabilisierung der Zusammenarbeit im Ostseeraum und zur Etablierung der Reiseregion Ostsee beitragen soll. Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt intensiv für die touristische Zusammenarbeit im Ostseeraum. Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, welcher auch das Baltic Sea Tourism Center als Projekt betreut, sagte: „Das Baltic Sea Tourism Forum hat sich als feste Konferenz etabliert. Im Schulterschluss mit der touristischen Jahrestagung Lettlands liegen Chancen für eine noch größere Akzeptanz. Wir brauchen den kontinuierlichen Austausch über Grenzen hinweg. Auch für die internationale Wahrnehmung Mecklenburg-Vorpommerns liegen darin große Chancen.“ Unter anderem debattieren Branchenvertreter sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft am 14. November unter der Überschrift „creation vs. preservation“ – zu Deutsch Erschaffung vs. Erhaltung – über die Herausforderung, neue Angebote zu schaffen, gleichzeitig aber den touristischen und einzigartigen Charme beliebter Urlaubsdestinationen zu wahren. Am 15. November wird über das Thema Digitalisierung diskutiert. Touristischen Akteuren soll verdeutlicht werden, wie wichtig eine Verlagerung der Geschäftsprozesse ins Internet in Zeiten des wachsenden Wettbewerbs und der stetigen technologischen Entwicklung ist.

Die Ostseeregion zählt jährlich rund 90 Millionen Gästeankünfte, zuletzt mit jährlichen Steigerungen. Der Anteil des internationalen Tourismus in der Ostseeregion lag im Jahr 2016 bei rund 24 Prozent. Weltweit betrachtet sollen die touristischen Ankünfte nach Angaben der UNWTO bis 2030 von derzeit 1,23 Milliarden (2016) auf 1,8 Milliarden pro Jahr steigen, in Europa von 616,2 Millionen (2016) auf 744 Millionen. Auf der diesjährigen Veranstaltung präsentiert Mecklenburg-Vorpommern unter anderem Ergebnisse des Baltic Sea Tourism Centers, das Anfang Januar 2017 vom Landestourismusverband MV initiiert wurde, um touristische Schlüsselakteure im Ostseeraum in einer festen Struktur zu vereinen und die Entwicklung einer nachhaltigen und langfristigen Kooperationsplattform zu fördern. Aus der Arbeit des Ostseetourismuszentrums sind in den vergangenen Monaten vier Expertengruppen zu den Themen Nachhaltigkeit, Schulungsangebote, Tourismuspolitik und Marktforschung mit definierten Aufgaben entstanden. So hat das Baltic Sea Tourism Center in diesem Jahr den ersten Marktforschungsbericht über die Tourismusbranche der Ostseeregion veröffentlicht. Für das Jahr 2020 ist die Einführung eines Nachhaltigkeits-Awards im Ostseeraum geplant. Weitere Informationen sind unter www.bstc.eu nachzulesen. Darüber hinaus wird das im September 2017 gestartete, einjährige Projekt „From the sustainable development goals towards a Sustainable Tourism in the Baltic Sea Region“ (Von den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen zum nachhaltigen Tourismus im Ostseeraum) ausgewertet. Gastgeber des Forums sind die Agentur für Investitionen und Entwicklung Lettlands und das Ministerium für Wirtschaft der Republik Lettland in Kooperation mit dem Landestourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und dem beim Wirtschaftsministerium des Landes angesiedelten Politikbereich Tourismus der EU-Ostseestrategie. Das nächste Treffen findet entweder in der russischen Großstadt Pskow oder in Brüssel statt. Weitere Informationen: www.balticseatourism.net, www.bstc.eu

MV steigt auf! Initiative zum Neustart des Radverkehrs stellt Ziele vor

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Ein „Sieben-Ziele-Papier“ für guten und sicheren Radverkehr in Mecklenburg-Vorpommern wurde am Dienstag, den 13. November, bei einem Parlamentarischen Abend im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus vorgestellt. Gastgeber waren die neue Arbeitsgemeinschaft für fahrradfreundliche Kommunen MV (AGFK MV), der Landestourismusverband sowie der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Landesverband MV. Das Papier nimmt die Anforderungen von Touristen und Einheimischen gleichermaßen in den Blick und benennt konkrete, zeitlich spezifische Ziele, um den Radverkehr in Mecklenburg-Vorpommern spürbar zu verbessern.

Das Sieben-Ziele-Papier benennt wichtige Handlungsfelder für den Radverkehr im Nordosten. So wird darin unter anderem ein bis 2030 lückenloses, zusammenhängendes, sicheres Netz aus Fahrradrouten für den Alltags- und Freizeitverkehr vorgeschlagen, das so genannte „Ziel-RadNETZ MV 2030“. Darüber hinaus zielt das Papier auf die Einrichtung eines eigenständigen Referates zum Thema Rad- und Fußverkehr auf Landesebene ab, in dem die notwendigen personellen, finanziellen und strukturellen Voraussetzungen für eine Radverkehrsstrategie bis 2021 geschaffen werden, um die Förderung von Rad- und Fußverkehr wirksam voranzutreiben. Ferner geht es um eine Neuausrichtung der Fördermittelvergabe sowie um professionelle Öffentlichkeitsarbeit, die Lust aufs Radfahren machen soll. Das Sieben-Ziele-Papier wird von einem breiten Bündnis aus Kommunen und Institutionen unterstützt und ist von der AGFK MV federführend erstellt worden. An der Erarbeitung beteiligt waren neben dem Tourismusverband und dem ADFC unter anderem der Städte- und Gemeindetag MV, die Landesverkehrswacht sowie die in der AGFK MV organisierten Kommunen. Andreas Grund, Bürgermeister der Residenzstadt Neustrelitz und von Anfang an in der Arbeitsgemeinschaft aktiv, lobt das Initiativ-Papier: „Sicher und stressfrei Radfahren zu können, bedeutet hohe Lebensqualität und ist ein wichtiges Zukunftsthema für unsere Städte und Gemeinden. So bleiben wir für alle attraktiv, die das Fahrrad für den Schul- oder Arbeitsweg, für Freizeit und Sport oder als Touristen und aktive Senioren nutzen. Als Kommunen gehen wir jetzt voran und gründen, mit der Unterstützung des Infrastruktur-Ministeriums, im kommenden Jahr die AGFK MV als eingetragenen Verein. Die nun in der Gründungsphase formulierten Ziele sind zwar anspruchsvoll, aber richtig, um den Radverkehr in MV wieder nach vorne zu bringen.“

Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Spitzenposition als Radreiseland Nummer eins (2011) eingebüßt hat. Nach Angaben der ADFC-Radreiseanalyse, die jedes Jahr auf der weltweit größten Tourismusmesse, der ITB Berlin, vorgestellt wird, rangiert das Urlaubsland inzwischen nur noch auf Platz sieben. „Wir müssen jetzt mit einer Kursänderung gegensteuern, um wieder vorn mitzufahren. Radfahren ist die wichtigste Aktivität von Menschen, die ihren Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern verbringen, fast jeder Zweite fährt Rad. Das entspricht etwa fünf Millionen Urlaubsradlern.“ Der ADFC Mecklenburg-Vorpommern war an der Erarbeitung der gemeinsamen Ziele von Anfang an beteiligt. Volker Schulz, stellvertretender Landesvorsitzender des ADFC, betont, dass seinem Verband zwei Punkte besonders wichtig sind: „Mecklenburg-Vorpommern ist dabei, beim Radverkehr den Anschluss zu verpassen. Durch E-Bikes, Lastenräder und Kinderanhänger haben sich die Ansprüche von Touristen und Pendlern an gute Radwege deutlich verändert. Dieses wichtige Zukunftsthema braucht mehr Personal, mehr Geld und neue klare Strukturen auf der Landesebene. In vielen Bundesländern macht man gute Erfahrungen damit, ein eigenes Referat für Rad- und Fußverkehr im zuständigen Ministerium anzusiedeln, das wollen wir auch in MV.“ Tim Birkholz, Projektkoordinator der AGFK MV, freut sich über die positive Aufbruchsstimmung, die innerhalb des AGFK MV-Initiativkreises in den letzten Monaten entstanden ist: „In dem Sieben-Ziele-Papier steckt die gesammelte Schwarmintelligenz zum Radverkehr aus Mecklenburg-Vorpommern. Es ist ein Grundbedürfnis der Menschen in unserem Land, sicher und entspannt von A nach B zu kommen, so wie sie es auch vom Autofahren gewöhnt sind. Das Fahrrad nutzen sie dann, wenn sie sich durch sichere Infrastruktur eingeladen fühlen! Mit dem Papier ist der Grundstein für eine zielführende Diskussion auf allen Ebenen gelegt.“ Hier finden Sie das Sieben-Ziele-Papier zum Herunterladen

Aufruf an Künstlerinnen und Künstler aus M-V für das Einreichen serieller Unikate zum Thema „Über Wasser“

Unikat-aus-der-Serie-Segel-und-Meer-von-Anne-Sewcz_Wettbewerb-2012_Repro_TMV-262x300Jetzt bewerben: Mit einem Wettbewerb zur Herstellung von Kunstwerken zu Präsentationszwecken für das Urlaubsland wollen der Künstlerbund und der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern (TMV) unter dem Thema „Über Wasser“ Künstlerinnen und Künstler aus M-V aufrufen, sich mit kreativen Ideen einzubringen. Der Wettbewerb ist nach 2010 und 2012 der dritte seiner Art. Die so genannten seriellen Unikate, die das künstlerische Potenzial sowie die touristische Attraktivität des Urlaubslandes verdeutlichen sollen, werden vom Tourismusverband für die Tourismuswerbung eingesetzt.

Künstler, die sich auf die Ausschreibung bewerben möchten, dürfen bis zu drei Proben einreichen, wobei sich jedes Blatt von dem anderen unterscheiden muss. Eine Technik ist nicht vorgegeben. Die Unterlagen können bis zum 14. Dezember 2018 beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern abgegeben werden. Voraussetzung für eine Teilnahme ist, dass die Bewerber und Bewerberinnen ihren Lebens- und Schaffensmittelpunkt in M-V haben oder Mitglied des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern sind. Eine vierköpfige Jury, durch den Künstlerbund und den TMV benannt, bewertet im Anschluss die eingereichten Arbeiten. Über das Ergebnis der Bewertung werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum 19. Dezember 2018 informiert. Der Wettbewerb ist mit 5.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen und Ausschreibungsunterlagen: www.tmv.de/ausschreibung-thema-ueber-wasser

Grünes Licht von der EU – Forschungs- und Entwicklungsförderung in M-V wird aufgestockt

50 Millionen Euro für Forschungs- und Entwicklungsförderung bereitgestellt

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation wird aufgestockt. „Brüssel hat uns grünes Licht hierfür gegeben. Mit der vorliegenden Genehmigung werden weitere 50 Millionen Euro Mittel für die Forschungs- und Entwicklungsförderung (FuEuI-Förderung) bereitgestellt. Wir wollen mit der Unterstützung die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter ausbauen. Wichtig ist, dass mit der Technologieförderung mehr marktfähige Produkte entstehen, die international wettbewerbsfähig sind. Dies schafft auch mehr zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

218 Millionen Euro für Technologieförderung

Für die EU Förderperiode 2014 bis 2020 wurden im Operationellen Programm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) des Landes Mecklenburg-Vorpommern von Beginn an finanzielle Mittel in Höhe von 168 Millionen Euro für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation zur Verfügung gestellt. „Die Möglichkeiten der FuEuI-Förderung werden von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Landes sehr gut angenommen, so dass Mitte 2018 bereits ein sehr großer Teil der geplanten Mittel schon gebunden war. Mit den weiteren 50 Millionen Euro stehen insgesamt rund 218 Millionen Euro aus dem EFRE für unseren Technologieförderschwerpunkt zur Verfügung“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Unterstützungsmöglichkeiten weiter ausgebaut

Seit Inkrafttreten der FuEuI-Richtlinie im Mai 2015 wurden insgesamt 310 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem Fördervolumen von rund 117 Millionen Euro unterstützt. Davon allein 173 Verbundprojekte, also Projekte von Unternehmen und Hochschulen, mit 83,7 Millionen Euro. „Mit den nun zusätzlichen Mitteln können die Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen der FuEuI-Richtlinie erweitert werden“, sagte Glawe. Insbesondere klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden unterstützt, ihre Produktionsprozesse zu analysieren, „digitale“ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen. Diese Pilotprojekte werden bei klein- und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, jedoch max. mit 200.000 Euro, gefördert. Zudem können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. Zukünftig soll als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern auch die Förderung von Investitionen möglich sein, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik. „Damit sollen Digitalisierungslösungen vom Schreibtisch in die Praxis überführt werden“, so Glawe.

Risikokapital für Gründer – Beteiligungsfonds aufgelegt

Weiterhin hat das Wirtschaftsministerium zwei Beteiligungsfonds aufgelegt, um technologieorientierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen zu unterstützen. So fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) in Form stiller und offener Beteiligungen kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Existenzgründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie digitale Geschäftsmodelle. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem betreut die Genius Venture Capital GmbH einen Risikokapitalfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für aktive Beteiligungen. „Ziel ist es, jungen innovativen Technologieunternehmen und Existenzgründern im Land Risikokapital zur Verfügung zu stellen und damit die bestehenden Möglichkeiten bei der Frühphasenfinanzierung in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend. Finanziert werden alle Kosten von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Neben dem Beteiligungskapital erhalten die Unternehmer eine qualifizierte Managementunterstützung.

Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert

Selbstbestimmung und Würde des Patienten muss im Mittelpunkt stehen

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Klinikum Südstadt, Foto: Joachim Kloock

„Sterben in Würde ist möglich“ – unter diesem Motto stand der Hospiz- und Palliativtag der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativmedizin Mecklenburg-Vorpommern e.V. am Sonnabend in Schwerin. „Jeder von uns möchte darauf vertrauen, dass wir in der letzten Lebensphase mit unseren Vorstellungen, Wünschen und Werten respektiert werden. Ziel muss es sein, die Selbstbestimmung und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Deshalb unterstützen wir die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Gute Struktur der Hospiz- und Palliativversorgung im Land – stärkere Vernetzung nötig

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit elf SAPV-Teams (SAPV=spezialisierte ambulante Palliativversorgung), die sich aus Palliativmedizinern, Palliativ-Care-Pflegekräften, Hospiz-diensten, Seelsorgern und Sozialarbeitern zusammensetzen. So wird die allgemeine ambulante Palliativversorgung von Hausärzten oder niedergelassenen Fachärzten und Pflegediensten ergänzt. Speziell für Kinder ist das Team „Mike Möwenherz“ gegründet worden, das sich auf die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat und an der Universitätsmedizin Rostock angesiedelt ist. Für die stationäre Palliativversorgung stehen in 18 Krankenhäusern Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu kommen 22 ambulante Hospizdienste. Des Weiteren gibt es neun stationäre Hospize in Greifswald, Bergen/Rügen, RostockNeubrandenburgSchwerinNeustrelitzStralsundEggesin und Bernstorf. 88 niedergelassene Ärzte im Land haben die Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“. „Wir haben eine gute Struktur in der Hospiz- und Palliativversorgung im Land. Aber: die Angebote dürfen nicht isoliert von den Strukturen der Gesundheitsversorgung insgesamt betrachtet werden. Notwendig ist eine Vernetzung in die allgemeine ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung sowie in die pflegerischen Versorgungsleistungen. Nur eine kontinuierliche und ineinander greifende Betreuung kann bestmöglich zur Erleichterung der finalen Lebensphase beitragen“, sagte Glawe.

Handlungsempfehlungen aus erster Evaluation der Hospiz- und Palliativversorgung werden abgearbeitet

Um Handlungsfelder für einen weiteren Ausbau zu identifizieren, hat das Gesundheitsministerium im Juni den ersten Bericht „Die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern“ vorgelegt. Inhaltlich geht es dabei um die Bedarfsentwicklung in der ambulanten sowie stationären Palliativ- und Hospizversorgung im Hinblick auf eine bedarfsgerechte Versorgung. Das Gesundheitsministerium beauftragte das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald, diesen Bericht zu erstellen. In den „Standards und Richtlinien für Hospiz- und Palliativversorgung in Europa: Teil 2“ wird der Bedarf für eine spezialisierte stationäre Versorgung auf acht bis zehn Betten pro 100.000 Einwohner geschätzt. Mecklenburg-Vorpommern erfüllt diesen Bedarf mit insgesamt 9,74 spezialisierten Betten pro 100.000 Einwohnern. Als Handlungsempfehlungen definiert der Bericht unter anderem einige strukturelle Lücken insbesondere in den ländlichen Regionen, die durch eHealth und telemedizinische Funktionalitäten abgedeckt werden können. Zur Verbesserung der Kooperation zwischen den Leistungserbringern können insbesondere entsprechend qualifizierte Mitarbeiter im ambulanten Bereich eine Standardisierung des Entlassmanagements für Palliativpatienten sowie die Einrichtung von Palliativkonsildiensten auf Ebene der Landkreise beitragen. „Mit dem Bericht haben wir wertvolle Hinweise erhalten, wie wir besser werden können. Gemeinsam mit den engagierten Akteuren und in den Sitzungen des Runden Tisches Hospiz- und Palliativversorgung gehen wir die Handlungsfelder an“, sagte Glawe.

Dank an Mediziner, Pflegekräfte und Ehrenamtliche

Gesundheitsminister Glawe dankte abschließend den Organisatoren der Veranstaltung, der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin M-V (LAG). „Sterbenden ein menschenwürdiges Leben bis zur letzten Stunde zu ermöglichen, ist ein wesentliches Element einer humanen Gesellschaft. Alle in diesem Umfeld Tätigen – Mediziner, Pflegekräfte und vor allem die Ehrenamtlichen – tragen wesentlich zu diesem wichtigen Teil Menschlichkeit bei. Ihnen gebührt hohe Anerkennung für ihre anspruchsvolle und wertvolle Arbeit“, so Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Die LAG ist ein Zusammenschluss der im Bereich Hospiz- und Palliativmedizin tätigen Dienste und Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu zählen ambulante Hospizdienste, stationäre Hospize, Träger von Hospizdiensten, Palliativstationen, SAPV-Teams, Einzelmitglieder und mehr. Sie wurde im November 2000 gegründet. Ziel der LAG ist die Förderung der Hospizarbeit und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern und die Verknüpfung der einzelnen Dienste untereinander.