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Hightech aus Wismar – Visiotex GmbH plant Entwicklung und automatisierte Sportschuh-Produktion

„Hidden Champion“ verstärkt Forschungsaktivitäten – Bau einer Produktionsstätte geplant – 30 neue Arbeitsplätze sollen entstehen

Citylauf in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Citylauf, Foto: Joachim Kloock

24.7.2017 – Kommt der erste vollautomatisch hergestellte Schuh aus Mecklenburg-Vorpommern? Die Visiotex GmbH in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant entsprechende Forschungsaktivitäten mit anschließender Errichtung einer Produktionsstätte, um einen Sportschuh mit nahtfreiem, komplett gestricktem Schaft und integrierter Sohle zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen arbeitet bisher insbesondere für die Möbel-, Medizin- und Sportschuhbranche, ist Partner führender Automobilhersteller in den Bereichen Entwicklung und Prototyping. „Die Visiotex GmbH ist eines der verborgenen, hochinnovativen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, ein ´hidden champion´. Jetzt soll die Forschung in Wismar weiter vorangetrieben werden – geplant ist die Entwicklung und Produktion eines innovativen Sportschuhs. Langfristig sollen mit der Investition eine eigene Betriebsstätte und über 30 neue Arbeitsplätze in Wismar entstehen. Dafür will das Unternehmen knapp 20 Millionen Euro investieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister übergab vor Ort eine Fördermittelabsichtserklärung für das Errichtungsvorhaben.

Mehr als 30 neue Arbeitsplätze sollen in Wismar durch neue Produktionsstätte entstehen

Sitzbezüge, die heizen, kühlen oder massieren, Schuhe aus einem Guss mit Kompressions- und Kühlfunktion, wirkstofftragende Sportbandagen, multifunktionale Innenraumverkleidungen für Automobile – die Visiotex GmbH entwickelt und produziert seit 2011 in Wismar mit über 20 Mitarbeitern. Am zweiten Unternehmensstandort in Warin (Landkreis Nordwestmecklenburg) erfolgt die Fertigung von Rückenlehnen für Bürostühle. Grundlage der Produktion ist die patentierte 3D-Technologie „Wovenit“. Das Verfahren ermöglicht nach Unternehmensangaben durch die Vereinigung von Weben und Stricken in einem digitalen Prozess die Herstellung beliebiger Faserwerkstoffe – mit individuell ausgeprägter, dreidimensionaler Textilstruktur. Die Visiotex GmbH plant, eine neue Betriebsstätte zu errichten, in der Sportschuhe gefertigt werden. „Hier entstehen Hightech-Produkte, die uns im Alltag begegnen, etwa die Rückenlehne des Schreibtischstuhls, die Sportbandage oder die Verkleidung im Autoinnenraum“, sagte Glawe.

Wirtschaftsnahe Forschung mit Universität Rostock und Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock geplant

Im Vorfeld der Betriebsstättenerrichtung sind zwei Forschungs- und Entwicklungsvorhaben geplant. In Kooperation mit der Universität Rostock sollen zunächst neue Textilkonstruktionen zur Herstellung von Schuhwerken mit hohem thermischen Komfort und dynamisch angepasster Form entwickelt werden. Ein zweites Vorhaben umfasst die dann folgende Entwicklung eines automatisierten Prozesses für die Produktion des Schuhs gemeinsam mit dem Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik in Rostock. „Die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wichtiges Anliegen. Wir brauchen wirtschaftsnahe Forschungsprojekte im Land, aus denen international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen. So werden zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern geschaffen und erhalten. Das stärkt unsere Wirtschaft. Die Visiotex GmbH ist ein gutes Beispiel dafür“, sagte Glawe.

Aktion „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Pappboot-Rennen auf der Warnow

Hart an der Welle – Schwimmrekord oder Schlagseite an den Hafenterrassen 

22.7.2017 – Zwei Stunden Zeit, vier Fahrradkartons (ca. 14 m²) und vier Rollen Klebeband – fertig ist ein Pappboot. Diesen Wettkampfbedingungen stellten sich am Wochenende elf Teams bei der elften Wiro-Pappboot-Weltmeisterschaft im Rostocker Stadthafen. Ob es schwimmt, zeigte sich auf der Warnow, wenn Hobby-Kapitäne beim WIRO-PappCup im Geschwindigkeitsrennen um die Bestzeit paddeln. Dann ging es an den Start.Im Einzelzeitfahren musste das Pappboot auf einer Strecke von 200 Metern von einem Kapitän sicher um die Bojen gesteuert werden. Die rund 250 Zuschauer feuerten die Schlagmänner dabei lauthals an.Trotz bester Voraussetzungen schaffte es das Boot der Wironauten nicht bis ins Ziel und kenterte auf halber Strecke.Den Schokoladenpokal sicherte sich am Ende die Kanujugend Rostock.

„L E A – Lernen, Erleben, Arbeiten“ unterstützt auf dem Weg in die Arbeitsaufnahme

Projekt soll Bedingungen für junge Langzeitarbeitslose verbessern – besonderes Engagement von Unternehmen vor Ort

Schule, Foto: Shutterstock, Franck Boston

Schule, Foto: Shutterstock

24.7.2017 – Langzeitarbeitslose junge Menschen fit machen für den Arbeitsmarkt – das ist das Ziel von „L E A – Lernen, Erleben, Arbeiten“. Wirtschaftsminister Harry Glawe informierte sich am Montag in Güstrow über das Projekt. „Mit dem LEA-Projekt wollen wir für junge Langzeitarbeitslose Perspektiven für eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt schaffen. Das ist eine Investition in die Zukunft der jungen Menschen und langfristig auch in die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Das Projekt wird vom Güstrower Bildungshaus e.V. durchgeführt.

Besonderheit: hohes Engagement von Unternehmen

Das Projekt setzt auf eine mehrstufige, individuelle Integrationsbegleitung. Die Teilnehmer sollen lernen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen, soziale Kompetenzen zu stärken und Kenntnisse aufzubauen, um für sich eine berufliche Orientierung zu entdecken. Seit dem Projektstart im Jahr 2015 haben 114 junge Menschen LEA durchlaufen. Bisher sind durch das Projekt unter anderem 52 betriebliche Praktika, sechs Vermittlungen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen und zwei Vermittlungen in betriebliche Ausbildung initiiert worden. Derzeit sind 44 Teilnehmer im Projekt. „Das besondere hier in Güstrow ist, dass Unternehmen aus der Region die komplette Kofinanzierung des Projektes übernehmen. Durch die Beteiligung der Wirtschaft entsteht ein enger Kontakt zwischen den Teilnehmern und den regionalen Unternehmern. Das unterstützt den Eintritt in den Arbeitsmarkt“, sagte Glawe. 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das seit 2015 laufende Projekt wurde vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 140.000 Euro gefördert. Wirtschaftsminister Harry Glawe übergab vor Ort einen Zuwendungsbescheid für die Projektverlängerung um ein Jahr in Höhe von knapp 59.000 Euro aus Mitteln des ESF. „Auch in diesem Jahr sind regionale Unternehmen mit im Boot und teilen sich die Kofinanzierung des Projektes in Höhe von insgesamt 50.000 Euro. Das ist ein herausragendes Engagement“, sagte Glawe.

Aktion „Europa in meiner Region“ – Umsetzung innovativer Projekte durch Fördermittel der Europäischen Union

Der Projektbesuch fand im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region – Erfolgsgeschichten in Deutschland“ statt, die bundes- und europaweit durchgeführt wird. Damit soll aufgezeigt werden, wie Fördermittel der Europäischen Union eingesetzt werden und welchen Effekt diese haben. In Mecklenburg-Vorpommern kommen unter anderem die Investitions- und Strukturfonds „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und der „Europäische Sozialfonds“ (ESF) zum Einsatz. „Wir sind ein lebendiger Teil Europas. Die Staatengemeinschaft trägt entscheidend dazu bei, die Arbeitsmöglichkeiten und Lebensqualität im eigenen Land zu erhöhen. Dies wird durch die EU-Fördermittel ermöglicht. Mit Unterstützung der EU-Fonds hat sich Mecklenburg-Vorpommern auch wirtschaftlich weiterentwickelt. Deshalb ist es wichtig, dass wir weiterhin von den EU-Programmen profitieren“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Informationen zum Europäischen Sozialfonds

Der ESF ist ein Finanzierungsinstrument für die Unterstützung von Beschäftigungsmaßnahmen in den Mitgliedstaaten. Gefördert werden wirtschaftliche und soziale Maßnahmen, die zur Verringerung der Armut, Stärkung der Bildung und Sicherung von Beschäftigung beitragen. Mecklenburg-Vorpommern stehen für die Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 384,6 Millionen Euro aus dem ESF zur Verfügung. „Nachhaltige und hochwertige Beschäftigung sowie Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung sind die Schwerpunkte im Europäischen Sozialfonds für Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Glawe.

Informationen zum Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Der Einsatz des EFRE zielt schwerpunktmäßig darauf ab, den wirtschaftlichen Aufholprozess in Mecklenburg-Vorpommern durch Investitionen weiterzuführen. Von 2014 bis 2020 erhält Mecklenburg-Vorpommern 967,8 Millionen Euro aus dem EFRE. Die Fördermittel werden unter anderem für Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, den Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie für die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft eingesetzt. „Unser Fokus liegt auf der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Etwa ein Viertel der EFRE-Gelder wollen wir dafür nutzen“, sagte Glawe.

Zoodirektor Udo Nagel hält große Stücke auf sein Juniorteam 

  • Beirat will helfen, den Zoo noch kinderfreundlicher zu gestalten
  • Erstmals eine Kinderumfrage durchgeführt und ausgewertet
  • Juniortteam jetzt auch unter kinder@zoo-rostock.de zu erreichen

Schon seit 2014 sind Kinder in Beratungsfunktion im Rostocker Zoo unterwegs, jetzt hat sich daraus das Juniorteam gegründet. Drei Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren wollen dabei helfen, den Zoo noch kinderfreundlicher zu gestalten. Dafür haben sie eine Umfrage unter den jungen Zoobesuchern durchgeführt, suchen den Kontakt zu den Kids auf Zoofesten und anderen Veranstaltungen und reden mit bei der Entwicklung zielgruppenspezifischer Angebote. 

Juniorteam, Foto: Joachim Kloock

Juniorteam, Foto: Joachim Kloock

„Die bisherige Arbeit des Kinderbeirates hat uns sehr beeindruckt“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Es war unser gemeinsamer Wunsch, dieses wohl erste Ehrenamt der Kinder und Jugendlichen aufzuwerten und mit weiteren Kompetenzen auszustatten. Denn niemand weiß besser, wie ein kindgerechter Zoo aussehen sollte, als die Betreffenden selbst“, so Nagel. „Insofern möchten wir die Vertreter einer der größten Zielgruppe auch künftig bei der weiteren Entwicklung der besucherstärksten Freizeiteinrichtung des Landes aktiv mitbestimmen lassen.“ Aktuell besteht das Juniorteam aus drei Mitgliedern. Seit zwei Jahren sind Anna-Lena (16 Jahre) und Vivien (14 Jahre) mit dabei, im vergangenen Jahr kam Hanna (16 Jahre) dazu. „Ich engagiere mich im Juniorteam des Zoo Rostock, weil ich es wichtig finde für den Artenschutz einzutreten, ich gern mein Wissen über Tiere weitergebe und dieses spielerisch, zum Beispiel durch Basteln bei Kindern zu vertiefen. Neu für mich war es, für eine Radioshow und für die Tierporträtvideos in einem echten Aufnahmestudio zu sein“, sagte Anna-Lena. Und Hanna ergänzt: „An der Arbeit im Juniorteam gefällt mir besonders, dass ich dem Zoo helfen kann. Zudem macht es mir Spaß, auf Erkundungstour zu gehen und zu gucken, was man kindgerechter gestalten kann. Neu und sehr spannend waren für mich die Tonaufnahmen für die YouTube-Videos.“

Kinderumfrage: Einhörner und Fiete werden vermisst

Die drei Schülerinnen haben eine eigene Umfrage gestartet (s. Anlage), um von den jungen Zoobesuchern zu erfahren, welche Tiere und Gehege sie am liebsten besuchen, wie ihnen die Schilder und Fütterungen gefallen und welche Spielplätze die besten sind. Auch Fragen an den Zoodirektor waren ausdrücklich erwünscht. Eine erste Auswertung von mehr als 100 Umfragebögen hat ergeben, dass Eisbären, Robben, Löwen und Menschenaffen die absoluten Lieblinge der jungen Besucher sind. „Je kleiner die Kinder, desto größer sind ihre Lieblingstiere“, sagte Anna-Lena. „Zu den am meisten gewünschten Tieren gehören Elefanten, Eisbären und Giraffen, aber auch Saurier und Einhörner“, meinte die 16-Jährige lachend. Die besten Spielplätze sind die, auf denen viel ausprobiert und geklettert werden kann, wie Hanna berichtete. „Jugendliche mögen große Spielplätze, kleinere Kinder vor allem die, wo man viel klettern kann. Schaukeln zum Beispiel mögen große und kleine Kinder.“ Interessant für die Mitarbeiter der Marketingabteilung war vor allem die Aussage, dass erstaunlich viele Grundschüler auf die Gehegeschilder achten. „Viele Kinder wünschen sich, dass sie die Namen der Tiere erfahren“, betonte Vivien. Wünsche, wie einen Fußballplatz anzulegen oder ein Haifischbecken zu errichten, werde er wohl nicht erfüllen können, so Zoodirektor Udo Nagel. Über den Hauptwunsch der Kinder, dass Eisbär Fiete zurückkommt, freue er sich, zeige sich doch, dass auch die jungen Zoobesucher die Eisbären vermissen. „2018 eröffnen wir das neue POLARIUM und dann hoffen wir auf viele junge Eisbären“, sagte Nagel.

Drei Briefkästen im Zoo und eine Mailadresse

Um auf Fragen und Anregungen der Kinder noch besser reagieren zu können, wurde pünktlich zu Beginn der Sommerferien die Kontaktadresse kinder@zoo-rostock.de frei geschaltet. Außerdem hängen im Zoo nun drei vom Juniorteam gestaltete Briefkästen an den Eingängen und am DARWINEUM, die nur darauf warten, „gefüttert“ zu werden. Die Mädchen des Juniorteams – erkennbar an den roten Zoo-Westen – sind auch in den Sommerferien bei Veranstaltungen unterwegs und lassen sich gern in ein Gespräch verwickeln. Darüber hinaus arbeiten sie an der Vertonung von kurzen Zoofilmen: Kindgerecht stellen sie Tiere im Porträt vor, zu sehen und zu hören demnächst auf dem Youtube-Channel des Zoos.

Bildunterschrift: Ein gutes Team: Juniorberaterinnen Hanna (v. li.), Anna-Lena und Vivien mit Zoodirektor Udo Nagel. Gemeinsam wurden noch zu Ferienbeginn die neuen Briefkästen für Kinderwünsche im Zoo angebracht. Foto: Joachim Kloock

Treffen der Wirtschaftsförderer in Greifswald

Weiche Standortfaktoren bei Investorenakquise stärker betonen – Gewerbegebiete vermarkten – auf überregionalen Messen und im Ausland werben

21.7.2017 – Regionale Wirtschaftsförderung im Blick: Am Freitag haben sich in Greifswald 50 Wirtschaftsförderer aus den Regionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Vertreter der Landkreise und Kommunen sowie der Industrie- und Handelskammern getroffen. „Wir kommen bei der Standortbewerbung weiter voran. Deutlich wird dies durch Neuansiedlungen, vor allem im Bereich der Gesundheitswirtschaft sowie im verarbeitenden Gewerbe. Ziel bleibt es, durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen. Hier leisten die Wirtschaftsförderer als Ansprechpartner der Wirtschaft vor Ort einen elementaren Beitrag“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Greifswald.

Ansiedlungen und mehr sozialversicherungspflichtige Jobs

Als Beispiele nannte Wirtschaftsminister Glawe Ansiedlungen, wie beispielsweise die Biosanica Manufaktur im Pommerndreieck (Verarbeitung von Bio-Trockenfrüchten), die BVS Blechtechnik GmbH in Schwerin (Produktionsstätte zur Feinblechverarbeitung), IDT Biologika in Greifswald (Produktionsstandort für Veterinärimpfstoffe und Pharmazeutika), Anklam Extrakt (vertreibt hochwertige Pflanzenextrakte für die Pharma-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Getränkeindustrie) sowie die Deutsche Bogenn GmbH in Sassnitz-Mukran (Herstellung von Kunststoffrohren) und die ZIM Flugsitz GmbH in Schwerin (Produktion von Flugsitzen). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter an. 8.200 zusätzliche Arbeitsplätze sind in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen (+1,5 Prozent, Stand: April – aktuellste Zahlen). Beschäftigungszuwächse gab es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit unter anderem in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen (+3.400), dem verarbeitenden Gewerbe (+1.600), dem Gastgewerbe (+1.300) sowie im Bereich Logistik (+900). 

Wichtig bei Standortbewerbung: Weiche Standortfaktoren stärker betonen

Wirtschaftsminister Glawe hat dafür geworben, die weichen Standortfaktoren bei der Investorenakquise noch stärker zu betonen. „Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur sind vorhandene Kindertagesstätten, Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebot wichtige Faktoren für eine Standortentscheidung. Wer bei uns investiert, braucht auch motivierte Mitarbeiter, die sich hier im ´Land zum Leben und Arbeiten´ wohlfühlen“, so Glawe weiter.

Gewerbegebiete vermarkten – auf überregionalen Messen und im Ausland werben

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass ein Schwerpunkt in der Vermarktung der Gewerbegebiete liegt. „Vorpommern soll bei Ansiedlungen noch intensiver beworben werden. Im besonderen Fokus stehen der Standort Pasewalk sowie das Pommerndreieck bei Grimmen. Im Pommerndreieck gibt es mit der Ansiedlung von biosanica, Kaufhaus Stolz sowie Akku Sys Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH erste Erfolge. Rund 100 Arbeitsplätze werden im Pommerndreieck nach Abschluss aller Maßnahmen entstanden sein“, erläuterte Glawe. „Mit unserer Industrieoffensive wollen wir Mecklenburg-Vorpommern im In- und Ausland verstärkt als Industriestandort vermarkten und auf die vorhandenen Unternehmen als Arbeitgeber aufmerksam machen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. „Deshalb ist es wichtig, über die persönliche Ansprache von Investoren, durch Teilnahme an überregionalen Messen und Veranstaltungen sowie durch eine gezielte Akquise im Ausland neue Investoren für unser Land zu gewinnen.“ 

Investitionen im Landkreis Vorpommern-Greifswald

Seit 1990 wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald 1.395 Investitionen durchgeführt. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 2,25 Milliarden Euro. Diese wurden vom Wirtschaftsministerium mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt rund 530 Millionen Euro unterstützt. „Mit den Investitionen konnten über 12.800 Arbeitsplätze neu geschaffen und rund 20.700 Arbeitsplätze gesichert werden“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Wirtschaftsförderertreffen – Invest in Mecklenburg-Vorpommern

„Wir freuen uns auf den Austausch mit den regionalen und kommunalen Kollegen in unseren neuen Räumlichkeiten in Greifswald. Es geht um Austausch und neue Vermarktungskonzepte speziell für die östlichen Landesteile. Es geht um mehr Projekte, Erfolge und Ansiedlungen für unser Land“, sagt Micheal Sturm, Geschäftsführer der Invest in MV GmbH. Die zweimal jährlich stattfindenden Wirtschaftsförderer-Treffen dienen dem gegenseitigen Austausch zwischen der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (IiMV) und den regionalen bzw. kommunalen Partnern aus den Regionen.

 

Funktionsstudie: Theater-Neubau in Rostock kostet über 100 Mio. Euro

Theater, Foto: Shutterstock

Theater, Foto: Shutterstock

20.7.2017 – Für ein Mehrspartentheater gemäß der mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossenen Zielvereinbarung sowie dem daraus zugrunde liegenden Strukturkonzept ist aktuell ein Betrag von etwa 102,8 Mio. Euro brutto für die Investitionskosten anzusetzen. Das geht aus einer Funktionsstudie hervor, die heute den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Volkstheater Rostock GmbH und vor wenigen Tagen auch der Stadtverwaltung von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau präsentiert wurde. Bei dem Betrag handelt es sich um die reinen Bau- und Bauplanungskosten. Architekturleistungen für ein auch schön anzusehendes Gebäude sind hierbei noch nicht enthalten. Die nun vorgelegten ermittelten Gesamtinvestitionskosten sind vergleichbar mit denen anderer Theaterneubauten in Deutschland. Das Ergebnis belegt aber auch, dass für das bislang vorgegebene Budget von 50 Mio. Euro brutto der Neubau eines Theaters gemäß der Zielvereinbarung nicht realisierbar ist. Nach der Studie wäre selbst ein Gastspielhaus ohne eigenes Ensemble mindestens 57 Mio. Euro kosten. Seit dem Beschluss der Bürgerschaft zum endgültigen Standort eines Neubaus für das Volkstheater wird intensiv an der planerischen und finanziellen Untersetzung des Theaterneubaus durch die Hansestadt Rostock gearbeitet. Das Ergebnis soll dann Grundlage eines hochbaulichen Realisierungswettbewerbes werden. Basis dabei sind die bisher erarbeiteten Theaterexpertisen aus den Jahren 2003, 2011 und 2012, die von den Theaterplanern HGP Architekten Leben Kilian aus Frankfurt/Main und Fachplanern für Theaterorganisation (Rainer Münz), Theatertechnik (skena Planungsgesellschaft, Heidelberg) und Haustechnik (Ing.-Büro Mürlepartner, Pforzheim) auf die neuen Bedingungen der Zielvereinbarung mit dem Land angepasst wurden. Die Aufgabe bestand darin, die Stärken und Schwächen der Expertisen auf Grundlage neuester Theatertechnik zu analysieren, den Flächenbedarf auf Grundlage des notwendigen Raumprogramms zu ermitteln, die städtebaulichen Konsequenzen für den Bereich Bussebart abzuschätzen und belastbare Gesamtkosten zu ermitteln, die auch bei einer Umsetzung in etwa vier bis fünf Jahren noch gültig sind.

Oberbürgermeister Roland Methling zeigte sich überrascht über die Höhe der ermittelten Kosten.  Trotzdem hält er den Bau eines Mehrspartentheater entsprechend der Zielvereinbarung für realistisch. „Ein solches Investitionsvolumen halte ich für gerechtfertigt, wenn wir gemeinsam mit dem Land das Ziel als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 offensiv angehen. Das funktioniert aber nur, wenn wir auch die Ideen einer Bundesgartenschau in Rostock und vieler weiterer Projekte wie das Archäologische Landesmuseum darauf abstimmen. Die kalkulierten Kosten für den Theaterneubau ergeben eine außerordentlich hohe Summe. Bei dieser Entscheidung sollten die Rostockerinnen und Rostocker unbedingt mit diskutieren, denn das Geld kann nur einmal ausgegeben werden und steht dann für andere Aufgaben nicht mehr zur Verfügung. Wir würden damit immerhin die Erträge des  Stadthaushaltes von zusammen etwa fünf Jahren verbrauchen. Aber wir haben in den vergangenen zwölf Jahren auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, selbst mit einem Projekt in dieser Größenordnung umzugehen. Und in diesem Kontext sollten wir dann auch noch mal gucken, ob unter diesem Prämissen ein attraktiver Standort möglich ist.“ Der Oberbürgermeister regt nochmals an, mit einer Lage des Theaters an der Warnow ein kulturpolitisches Achtungszeichen zu setzen. „Mit dem Paukenschlag eines neuen Theaters am Wasser würden wir im ganzen Ostseeraum wahrgenommen werden. Und das ist für mich auf der Dierkower Seite. Aber auch jeder Spaziergang am Stadthafen von der Flaniermeile aus wäre mit dem phantastischen Blick auf das neue Theater verbunden. Damit würden wir das Theater und die kulturpolitischen Ambitionen in den Mittelpunkt unserer Stadtgesellschaft stellen!“

Genusstipp: Flyer „Zu Tisch bei Freunden“ listet kulinarische Termine im „Mecklenburger ParkLand“

2114_Kulinarisches-auf-Schloss-Lühburg-Mecklenburgische-Seenplatte_TMV_-pocha.de_-310x207Wildes und Vegetarisches im Schloss Lühburg, Kuhsafari mit anschließendem Mittagessen auf dem Milchhof Alt Sührkow oder Frühstück unter alten Obstbäumen vor dem Gutshof Hessenburg – der Flyer „Zu Tisch bei Freunden“ listet kulinarische Veranstaltungen bis Oktober im „Mecklenburger ParkLand“, eine Region, die sich zwischen den Städtchen Tessin, Laage, Teterow und Gnoien im Herzen von Mecklenburg befindet. Das Besondere: Hier fühlt sich der Gast dem Titel der Broschüre entsprechend wie bei Freunden zu Besuch, schließlich öffnen die Gastgeber mitunter auch ihre privaten Küchen. Der Flyer mit allen Terminen steht unter www.plmv.de zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.plmv.de