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Teepott in Rostock-Warnemünde: Ehrung als historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk

Wahrzeichen mit Aussicht | Am 18.10.2018 erhält der Teepott in Rostock-Warnemünde den Titel  „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“

Teepott und Leuchtturm in Warnemuende, Foto Martina Wichor

Teepott und Leuchtturm in Warnemuende, Foto Martina Wichor

Er ist eines der beliebtesten Fotomotive in Mecklenburg-Vorpommern und ziert Postkarten ebenso wie Briefmarken. Nun darf sich der Teepott in Rostock-Warnemünde auch „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ nennen. Mit der Verleihung dieses Titels am 18. Oktober 2018 ehrt die Bundesingenieurkammer gemeinsam mit der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern den markanten Rundbau als historisch bedeutendes Ingenieurbauwerk. Die Auszeichnung erfolgt im Beisein des Finanzministers des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb und des Oberbürgermeisters der Hansestadt Rostock, Roland Methling. Geprägt wird die Ansicht des Teepotts durch das Hyparschalen-Dach von Bauingenieur Ulrich Müther. Ähnlich wie bei Brückenbauten, Überdachungen oder Türmen wirkt sich die Konstruktion maßgeblich auf die Gesamtform des Gebäudes aus. Als eines der wichtigsten DDR-Bauwerke im Norden wurde der Teepott 1984 unter Denkmalschutz gestellt. „Der Teepott verkörpert nicht nur Baugeschichte, sondern er gehört als ein Gegenstück zur Architektur der Plattenbauten auch untrennbar zur Geschichte der vergangenen DDR. Mit der Auszeichnung ehren wir aber nicht nur das Bauwerk, sondern gleichzeitig auch Ulrich Müther, einen der bedeutendsten Bauingenieure der ehemaligen DDR, der – und darauf sind wir stolz – bis zu seinem Tod Mitglied der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern war“, so Dipl.-Ing. Wulf Kawan, Präsident der Ingenieurkammer Mecklenburg-Vorpommern.

Auch Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, betont die herausragenden Leistungen des außergewöhnlichen Baumeisters: „Ulrich Müther hat mit seinen Betonschalenbauten wie dem Teepott die Moderne in der DDR maßgeblich mitgestaltet und ein reiches Erbe hinterlassen. Beides gilt es zu würdigen und damit auch kommende Generationen von Ingenieurinnen und Ingenieuren zu motivieren, mutig und kreativ unsere gebaute Umwelt mitzugestalten.“ Alle technischen und historischen Hintergründe zum Teepott in Rostock-Warnemünde sind in der Publikation der Schriftenreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ nachzulesen. Eine eigens hierzu herausgebrachte Schriftenreihe porträtiert alle 23 seit 2007 ausgezeichneten Bauwerke. Die Auszeichnungsreihe „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ wird unterstützt vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, den Ingenieurkammern der Länder und dem gemeinnützigen Förderverein „Historische Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“. Quelle dieses Textes und weitere Informationen sowie alle Publikationen sind erhältlich unter: wahrzeichen.ingenieurbaukunst.de/

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Treffen der Wirtschaftsförderer in Greifswald

Vermarktung regionaler Industrie- und Gewerbegebiete ausbauen –  Anforderungen an Standortqualität und Infrastruktur wachsen 

Gewerbegebiet Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Gewerbegebiet Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

18.10.2018 – Am Donnerstag haben sich in Greifswald rund 50 Wirtschaftsförderer aus den Regionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Vertreter der Landkreise und Kommunen sowie der Industrie- und Handelskammern zum fachlichen Austausch getroffen. Ein Thema war die Weiterentwicklung, Neupositionierung und Vermarktung von Großgewerbestandorten im Land. „Mecklenburg-Vorpommern hat als Investitions- und Wirtschaftsstandort ideale Voraussetzung für Investoren. Die Vermarktung regionaler Industrie- und Gewerbegebiete wird zunehmend herausfordernder, da die Anforderungen potenzieller Investoren hinsichtlich Lage, Standortqualität und Infrastruktur steigen. Hier sind die Wirtschaftsförderer des Landes gefragt. Über die persönliche Ansprache von Investoren im In- und Ausland sowie Teilnahme an überregionalen Messen und Veranstaltungen gelingt es, Unternehmer auf die wirtschaftlichen Vorzüge in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Positive Entwicklung im Industriepark Schwerin – mehr als 1.000 Arbeitsplätze neu entstanden

Als positives Beispiel für die neue Ausrichtung nannte Wirtschaftsminister Glawe die Entwicklung des Industrieparks Schwerin, der mit einer Gesamtgröße von 350 Hektar das größte zusammenhängende Industrieflächenpotential in der Region bietet. Dort produzieren unter anderem: Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), PTS-Precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen mit einem Durchmesser bis zu 32 Millimeter für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), Ypsomed AG (Medizintechnikunternehmen) FVH Folienveredelung Hamburg (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat), die ZIM Flugsitz GmbH sowie die BvS Systemtechnik GmbH. Mittlerweile sind mehr als 1.000 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet entstanden. „Im Industriepark Schwerin ist es gelungen, dass eine gezielte Neupositionierung und Vermarktung der Fläche erfolgreich ist. Das wollen wir im nächsten Schritt auch für die Industriestandorte Pommerndreieck und Pasewalk erreichen. Dafür müssen die Alleinstellungsmerkmale beider Großstandorte herausgestellt werden, um die Flächen für zukünftige Investoren attraktiv zu gestalten“, sagte Glawe.

11 Großgewerbestandorte in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es elf Großgewerbestandorte. Dabei handelt es sich um den Industrie- und Gewerbepark Lüdersdorf, den Industriepark Schwerin, das Gewerbegebiet „Businesspark A24“ in Valluhn/Gallin, das Industriegebiet Sassnitz-Mukran-Lietzow, den Energie- und Technologiepark Lubmin, den Industrie- und Großgewerbestandort Pommerndreieck, das Gewerbe- und Industriegebiet Pasewalk, den gewerbepark Franzenshöhe, den Invest!Port (Industrie- und Gewerbebiet Rostock-Laage), das Gewerbegebiet Neubrandenburg/Trollenhagen sowie das Industriegebiet Rostock-Poppendorf. Unter www.investguide-mv.de finden interessierte Unternehmer einen Überblick zu Großstandorten, Gewerbegebieten, Büros, Hallen und Sonderimmobilien im Land. „Auf einen Blick sollen potentielle Investoren online umfangreiche Informationen zu den Standortvorteilen Mecklenburg-Vorpommerns erhalten. Um die Vermarktung weiter voranzutreiben, ist geplant, die bestehende Standortdatenbank für Gewerbeflächen und Immobilien in Mecklenburg-Vorpommern umfangreich weiter zu entwickeln“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Über die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Schwerin) ist die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Als „One-Stop-Agency” ist sie Partner für alle Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Sie unterstützt und berät inländische wie ausländische Investoren über Investitionsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei bieten Experten umfassende Projektmanagement- und Support-Services von der Standortanalyse bis zur Realisierung der Investition an. Das zweimal jährlich stattfindende Treffen der Wirtschaftsförderer dient dem gegenseitigen Austausch zwischen der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (IiMV) und den regionalen beziehungsweise kommunalen Partnern aus den Regionen.

26. Warnemünder Fachtagung Steuern-Recht-Wirtschaft

Rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen müssen stabil, motivierend  und kalkulierbar sein

Grafik - ParagraphAktuelle rechts- und wirtschaftspolitische Themen sind am Donnerstag bei der 26. Warnemünder Fachtagung Steuern-Recht-Wirtschaft diskutiert worden. „Um die Wirtschaftskraft im Land stetig zu erhöhen, müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen für unsere regionalen Unternehmen stabil und kalkulierbar sein, damit sie rechtssicher und langfristig planen können. Unterstützt von Steuerberatern und Notaren investieren die Betriebe und schaffen Arbeitsplätze. Dazu gehört auch die Tourismusbranche, ein wichtiger Treiber der wirtschaftlichen Entwicklung im Land. Aber gerade hier gäbe es derzeit Unsicherheiten bei steuerrechtlichen Angelegenheiten. Die Branche signalisiert dringenden Abstimmungsbedarf“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Wirtschaft braucht Verlässlichkeit

Derzeit arbeiten 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in Mecklenburg-Vorpommern (rund 131.000 Menschen) in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. Gleichwohl fehlt es der beschäftigungsintensiven Branche an Fach- und Arbeitskräften. „Um Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, bieten Arbeitgeber nicht nur in der Tourismusbranche, zunehmend Zusatzleistungen an, beispielsweise indem sie den Beschäftigten freien oder vergünstigten Wohnraum zur Verfügung stellen. Das ist ein wichtiges Engagement der Arbeitgeber zum Wohle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Doch die Bereitstellung der Leistungen birgt auch steuerliche Herausforderungen, hierüber muss gesprochen werden. Wirtschaft braucht Motivation und Verlässlichkeit“, betonte Rudolph.

Einheitliche Lösung zur steuerlichen Behandlung der Kurabgabe wichtig 

„Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern ist beliebt, dass zeigen die Gästezahlen. Touristen brauchen und erwarten eine entsprechend ausgebaute touristische Infrastruktur. Im Land werden die gemeindlichen Einnahmen durch die Kurabgaben kräftig reinvestiert. Aber es gibt regionale Unterschiede im Land bei der Bewertung der Vorsteuerabzugsberechtigung bei diesen Investitionen. „In einigen Teilen des Landes wird bei Investitionen in die touristische Infrastruktur durch die Finanzämter eine Vorsteuerabzugsberechtigung zuerkannt, in anderen Teilen beklagen Unternehmen das Gegenteil. Die Branche braucht solche Lösungen, die die Investitionsbereitschaft in den Kommunen zur Verbesserung der touristischen Qualität weiter aufrecht erhält und ausbaut. Ich lade Interessierte und Finanzverwaltung gleichermaßen zum Meinungsaustausch ein. Erfolgreich werden wir nicht gegeneinander, sondern nur miteinander sein“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend.

Informationen zur Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern

Der Tourismus ist unverändert eine wirtschaftlich verlässliche Größe im Land. 2017 war mit 7,5 Millionen Ankünften und 29,75 Millionen Übernachtungen das zweitbeste Ergebnis für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern seit 1992. Im Jahresverlauf 2018 liegen die Zahlen im Plus: Von Januar bis Juli 2018 gab es nach Angaben des Statistischen Amtes 4,4 Millionen Ankünfte – ein Plus von 2,0 Prozent – und 17,2 Millionen Übernachtungen (+1,7 %). Die Tourismusintensität ist in Mecklenburg-Vorpommern hoch: Sie liegt bei 18.514 gewerblichen Übernachtungen auf 1.000 Einwohner – einschließlich Camping. Veranstalter der Fachtagung waren die Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern, die Notarkammer Mecklenburg-Vorpommern, die Industrie- und Handelskammer zu Rostock, der Steuerberaterverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Notarbund Mecklenburg-Vorpommern e.V. und das Bildungsinstitut des steuerberatenden Berufs in Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Schutz gegen Influenza und Tetanus – Impfaktion für Studierende in Rostock

Impfangebot zu Studienbeginn ist wichtiger Beitrag für die Gesunderhaltung aller

Impfstoff, © seen - Fotolia.com

Impfstoff,© seen – Fotolia.com

„MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“ – mit einer Impfaktion im Rahmen der Immatrikulationswoche haben Ärzte der Universitätsmedizin Rostock und des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS) Studierende für das Thema sensibilisiert und Impfungen gegen Influenza (4-fach Impfstoff) und Tetanus/Diphtherie/Pertussis/Poliomyelitis angeboten. „Überall dort, wo Menschen in Kontakt kommen, wie beispielsweise in den Hörsälen der Universität, wird die Übertragung von Infektionskrankheiten begünstigt. Da gilt es vorzubeugen. Wer sich selber mit einer Impfung schützt, übernimmt auch Verantwortung  gegenüber anderen. Deshalb ist das Impfangebot zu Studienbeginn des neuen Semesters ein wichtiger Beitrag für die Gesunderhaltung aller“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Wir hatten im letzten Jahr eine sehr starke Grippewelle mit zahlreichen Todesfällen. Diese sind vermeidbar. Mit dem neuen Vierfach-Impfstoff können wir unsere Studierenden und Mitarbeiter effektiv schützen. Insbesondere ältere Menschen und jeder, der beruflich oder privat mit vielen Menschen zusammenkommt, sollte sich gegen Grippe impfen lassen“, ergänzte Prof. Dr. Emil C. Reisinger, Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin Rostock.

Impflücken bei Erwachsenen schließen

Die Impfquote bei den Kindern in Mecklenburg-Vorpommern liegt im Bundesvergleich überdurchschnittlich hoch. Das Land lag im Schuljahr 2016/2017 bei allen dokumentierten Impfungen nach Angaben des LAGuS in der Altersgruppe der Einschüler deutschlandweit im Spitzenbereich (16x Spitzenreiter bei 16 dokumentierten Impfungen). Auch Schüler der 4. und 8. Klassen haben bei den dokumentierten Impfungen einen hervorragenden Impfschutz. „Wir wollen die hohen Impfquoten bei Kindern halten und verbessern. Bei den Erwachsenen sehe ich aber noch Lücken bei den sogenannten Auffrischungsimpfungen wie beispielsweise Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Kinderlähmung. Mit der Impfaktion in Rostock wird den Studierenden die Möglichkeit gegeben, unkompliziert die Impfungen vornehmen zu lassen“, sagte Glawe.

Centrum für Reisemedizin informierte über Impfungen bei Auslandsaufenthalten

Neben der zweitägigen Impfaktion in Rostock bot das Centrum für Reisemedizin (CRM) am Campus Informationen zu erforderlichen Impfungen bei Auslandsaufenthalten an. Auf einer Weltkugel mit zweieinhalb Metern Durchmesser waren alle Länder der Erde mit sogenannten NFC-Chips sowie einem QR-Code ausgestattet, so dass Interessierte sich die Daten kostenfrei herunterladen konnten. „Viele Studierende entscheiden sich für ein Auslandssemester, um ihr Studium mit internationalen Erfahrungen anzureichern. Da ist es elementar, über Einreise-Impfvorschriften und Impfschutz-Empfehlungen ausreichend informiert zu sein“, sagte Gesundheitsminister Glawe.

Informationen zur Landeskampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“

Die Impfaktion in Rostock war Bestandteil der landesweiten Impfkampagne „MV impft – gemeinsam Verantwortung übernehmen“ (www.mv-impft.de). Ziel der Impfkampagne ist es, das Thema Impfen wieder stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung zu rücken. Im Rahmen der Kampagne werden Informationen zielgruppenspezifisch für Eltern, Kinder, junge Erwachsene, Familien sowie Senioren angeboten. Neben dem Internetauftritt www.mv-impft.de wird mit gedrucktem Informationsmaterial wie Plakaten und Faltblättern geworben. Darüber hinaus werden auch digitale Medien, wie beispielsweise Kinos und YouTube als Informationsträger eingesetzt. Damit sollen unter anderem gezielt Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen werden. Hinzu kommen Hinweise auf die zahlreichen Impfangebote der niedergelassenen Ärzte, der Gesundheitsämter und auch der Betriebsärzte im Land.

Universität Rostock startet ins 600. Gründungsjahr

Halbzeit mit Staffelstabübergabe beim Rostocker Doppeljubiläum am 12. November 2018

Physiker gratulieren mit Festvortrag und Ausstellung 

StaffelstabDie Feierlichkeiten zum 800. Stadtgeburtstag Rostocks stehen vor dem Abschluss. Am Montag, dem 12. November 2018, den 599. Gründungstag der Rostocker Alma Mater, wird Oberbürgermeister Roland Methling den „Doppeljubiläumsstaffelstab“ an den Universitätsrektor Professor Wolfgang Schareck übergeben. Zur Halbzeit und feierlichen Staffelübergabe „800 Jahre Rostock/600 Jahre Universität Rostock“, die um 16:30 Uhr am Rathaus startet, sind alle Rostocker und Gäste der Stadt recht herzlich eingeladen. „Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat ein beeindruckendes Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt, das die Menschen begeistert und weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns für viel Aufmerksamkeit und Anerkennung gesorgt hat“, betonte Rektor Professor Wolfgang Schareck. „Auch wenn wir in unserem Festjahr etwas andere Schwerpunkte und Akzente setzen, möchten wir gern nahtlos an den großen Erfolg des Stadtjubiläums anknüpfen.“ Die älteste Universität im Ostseeraum feiert 2019 ihr 600. Jubiläum.

Leuchtstäbe der Stadtwerke weisen den Weg

Der feierliche Umzug zur Staffelübergabe startet am 12. November um 16:30 Uhr mit dem Oberbürgermeister und weiteren Vertretern der Stadt sowie etlichen historischen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte am Rathaus und führt durch die Kröpeliner Straße zum Universitätsplatz, zur Bühne vor dem Hauptgebäude der Universität, die mit einer „600“ illuminiert wird. Mit auf die Reise zum Universitätsplatz geht auch eine Kogge, ein Nachbau zum Stadtgeburtstag und 38. Internationalen Hansetag. Der Festzug wird musikalisch und tänzerisch begleitet. Die Tanzgruppen werden mit LED-Stäben ausgestattet, die in die Choreografie einbezogen werden. Die Stadtwerke Rostock haben die Leuchtstäbe zur Staffelübergabe beigesteuert, die zugleich die Verbindung zur Universität als „Leuchte des Nordens“ symbolisieren sollen. Im Anschluss an die feierliche Übergabe des Staffelstabes, der von der Design Akademie Rostock gestaltet worden ist, klingt der Festumzug beschwingt mit der UniverCity Bigband aus. Im neu eingerichteten Schau-Depot im Universitätshauptgebäude eröffnet von 12 bis 18 Uhr ein Sonderpostamt der Deutschen Post. Dort sind der exklusive Sonderpoststempel zur Staffelstabübergabe sowie der anlässlich des 600. Universitätsjubiläums aufgelegte und limitierte Briefumschlag erhältlich. Premiere hat am 12. November auch die offizielle Jubiläums-Medaille, die ebenfalls im Hauptgebäude erworben werden kann. Zudem präsentiert sich der Rostocker Briefmarken-Verein „Hansephil“.

Physiker präsentieren die „Die Kraft des Bildes“

Nach der Staffelstabübergabe erwartet die Freunde der Universität, der Kunst und Wissenschaft sowie des Doppeljubiläums ein weiteres Highlight. Am Institut für Physik in der Albert-Einstein-Straße 24 wird am 599. Geburtstag um 20 Uhr eine Ausstellung mit dem Titel „Die Kraft des Bildes“ eröffnet. Unter Zuhilfenahme verschiedener künstlerischer Medien wie Zeichnungen, Installationen und Objekten wird in dieser Ausstellung der Versuch unternommen, künstlerische Bedeutungen am Ort der Wissenschaft zu aufzuzeigen. Bereits um 19 Uhr laden die Physiker zu einem Gastvortrag im Rahmen der Ausstellungseröffnung mit dem Kunsthistoriker Prof. Dr. Frank Fehrenbach von der Universität Hamburg ein. Sein Thema ist das „Historisch informierte Sehen, das gleichzeitig die Gegenwartserfahrung der Objekte nicht aus dem Blick verliert.“

Veranstaltungsüberblick am 12. November 2018

Sonderpostamt, Verkaufsstand Jubiläumsmedaillen, Infostand „Hansephil“
12:00 bis 18:00 Uhr – Universitätshauptgebäude, Schau-Depot (1. Obergeschoss rechts )

Festumzug und Staffelübergabe „800 Jahre Rostock/600 Jahre Universität Rostock
16:30 Uhr – Start am Rathaus/Bühnenprogramm am Universitätshauptgebäude

Gastvortrag im Rahmen der Ausstellungseröffnung „Die Kraft des Bildes“
19:00 Uhr – Gastvortrag: Prof. Dr. Frank Fehrenbach, Universität Hamburg
„Historisch informiertes Sehen, das gleichzeitig die Gegenwartserfahrung der Objekte nicht aus dem Blick verliert.“
Institut für Physik der Universität Rostock, Albert-Einstein-Str. 24, Hörsaalgebäude, Hörsaal

20:00 Uhr – Ausstellungseröffnung „Die Kraft des Bildes“
Institut für Physik der Universität Rostock, Albert-Einstein-Str. 23, Forschungsgebäude, 1.OG

Eintritt frei! Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an allen Veranstaltungen teilzunehmen.

3. Russlandtag in Rostock – Vereinbarungen unterschrieben

Intensive Bemühungen tragen Früchte – Kooperationen sind hervorragendes Instrument um in Verbindung zu bleiben

Wirtschaftsminister Harry Glawe, Foto Joachim Kloock

Wirtschaftsminister Harry Glawe, Foto Joachim Kloock

17.10.2018  WM –  Im Beisein von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe sind beim Russlandtag Kooperationsvereinbarungen zwischen Unternehmen, Institutionen, Hochschulen und Verbänden aus Mecklenburg-Vorpommern und Russland unterschrieben worden. Glawe begrüßte die Unterzeichnung der Vereinbarungen. „Unsere intensiven Bemühungen tragen Früchte. Es werden durch die Vereinbarungen die Voraussetzungen für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den russischen Partnern ermöglicht. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der maritime Anlagenbau, Medizintechnik sowie Luftfahrttechnik“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Rostock. Der Russlandtag fand zum dritten Mal statt.Drei Vereinbarungen von besonderem wirtschaftlichem Interesse

Wirtschaftsminister Glawe ist auf drei Vereinbarungen, die vor allem von wirtschaftlicher Bedeutung sind, eingegangen. „Wir wollen wissenschaftliche Kooperationen und wirtschaftsnahe Forschungsprojekte weiter ausbauen. Für uns ist wichtig, dass zukünftig Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Wettbewerbsfähigkeit durch technische und technologische Alleinstellungsmerkmale verbessern können. Damit sollen im Land zukunftsorientierte Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden“, so Glawe weiter.

Maritimer Anlagenbau

Zwischen der Fraunhofer Gesellschaft (Rostock) und dem Zentralen Forschungsinstitut für Eisenhüttenkunde I.P. Barnin (Moskau) wurde eine Vereinbarung unterschrieben, bei der es um den Ausbau gegenseitiger russisch-deutscher Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum gegenseitigen Nutzen im Bereich des maritimen Anlagenbaus geht. Von Interesse sind beispielsweise Forschungsschwerpunkte bei der Untersuchung und dem Einsatz schwingungsdämpfender Stähle im Schiffbau und in der Windenergietechnik sowie die Entwicklung von Stählen für den Einsatz von Hochleistungsschweißverfahren mit entsprechender Produktivitätssteigerung im schweren Stahlbau.

Medizintechnik

Eine weitere Kooperationsvereinbarung ist auf dem Gebiet der Medizintechnik zwischen dem Kompetenzzentrum Medizintechnik IIB e.V. (Rostock) und dem Zentralen Forschungsinstitut für Eisenhüttenkunde I.P. Barnin (Moskau) unterzeichnet worden. Forschungsschwerpunkte sollen hierbei unter anderem die Entwicklung und Testung synthetischer Werkstoffe als Biomaterialien sowie Applikationsuntersuchungen an Halbzeugen für die Herstellung von Stents und Herzklappen werden.

Luftfahrttechnik

Eine Kooperationsvereinbarung ist zwischen der Firma Luratec AG aus Rostock und der russischen Technologiefirma VR Technologies (Moskau) unterzeichnet worden. Dabei steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Luftfahrttechnik unter anderem im Fokus.

Kooperationen sind ein hervorragendes Instrument um in Verbindung zu bleiben

„Russland ist ein wichtiges wirtschaftliches Zielland für Mecklenburg-Vorpommern, auch wenn die politische Situation die Möglichkeiten eines wirtschaftlichen Austausches nicht einfacher macht. Es geht auch darum, den gegenseitigen Marktzugang aufrecht zu erhalten. Das bleibt eine Herausforderung. Wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperationen sind ein hervorragendes Instrument um in Verbindung zu bleiben und für eine gemeinsame positive Zukunft zu arbeiten. Das sichert und schafft auch Jobs für die Partner der Zusammenarbeit. Es muss gelingen, die Türen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland weiter offen zu halten. Das ist am Ende einfacher als einmal verschlossene Türen wieder zu öffnen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Tourismuszentrale Rostock&Warnemünde eröffnet neue Toilette am Strandaufgang 10

Bild-07Am Strandaufgang 10, zwischen dem Hotel NEPTUN und dem Kurhaus Warnemünde, eröffnete die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde heute feierlich eine neue öffentliche Toilettenanlage. Der Toilettenneubau in Warnemünde ist Teil der Umsetzung der städtischen Bedarfskonzeption für kommunale Sanitäranlagen. „Die Bereitstellung öffentlicher Sanitäranlagen ist ein notwendiger Bestandteil der Infrastruktur der Hansestadt. Gerade in unseren Seebädern mit der besonderen touristischen Ausrichtung gilt es, zukünftig höchstwertigste Qualitätsstandards in diesem Bereich zu setzen.“, so Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt Rostock. Der von der Tourismuszentrale beauftragte Bau wurde in Zusammenarbeit mit den Fachämtern der Hansestadt Rostock und den beteiligten Unternehmen Warnow Projekt (Planungsbüro), Berger Raumsysteme GmbH (Bauträger) und dem IBURO Ingenieurbüro für Baugrunduntersuchung und Umwelttechnik durchgeführt. „Dank der guten Zusammenarbeit mit professionellen Partnern an unserer Seite konnten wir das Vorhaben optimal auf den Weg bringen. Unser Dank gilt dem Senator für Bau und Umwelt und den einzubeziehenden Ämtern für die fachliche Unterstützung.“ so Tourismusdirektor Matthias Fromm. Die Kosten für den Ausbau des Strandaufganges mit dem Toilettenneubau betrugen rund 270.000 EUR und werden unterstützt mit europäischen Fördermitteln (EFRE) durch das Wirtschaftsministerium MV.

Die hochwertige Sanitäranlage verfügt über zwei Wand-WCs und drei Urinale für Herren sowie vier Wand-WCs für Damen. Weiterhin steht eine barrierefreie Kabine zur Verfügung, die mit einem Nottaster mit optischer und akustischer Meldung im Innen- und Außenbereich ausgestattet ist. Auch ein Wickeltisch ist in der neuen Anlage integriert. Die Toilette steht Strandgästen und Einheimischen ab sofort ganzjährig gegen ein Benutzungsentgelt von 0,50 EUR zur Verfügung. Als ergänzendes Angebot am Strandaufgang 10 ist für die kommende Saison außerdem eine Ausleihstation für Mobilitätshilfen in Planung. „Damit bauen wir das Engagement für den barrierefreien Tourismus im Seebad weiter aus und erweitern die Servicekette für unsere Gäste. Das Angebot richtet sich nicht nur an Urlauber und Einheimische im Rollstuhl sondern spricht viele verschiedene Zielgruppen an, so auch Familien oder ältere Gäste“, erläutert Matthias Fromm. „Zudem ergänzen wir damit die bestehenden Qualitätsinitiativen „Familienfreundlicher Ferienort“, „Reisen für Alle“ und „ServiceQualität Deutschland“ im Seebad Warnemünde um ein neues, attraktives Angebot“, so Matthias Fromm weiter. Ein weiterer Service steht Strandgäste am Aufgang 10 künftig darüber hinaus mit dem Angebot eines kostenfreien WLAN-Netzes zur Verfügung.

Bildunterschrift: Steffi Berger, Geschäftsführerin der Fima Berger Raumsysteme GmbH, und Tourismusdirektor Matthias Fromm präsentierten in Warnemünde die neue Toilette am Strandaufgang 10. Foto: Joachim Kloock