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Lichter gegen Gewalt an Frauen – Aktion am 24. November auf dem Doberaner Platz

Internationaler Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen!“, 25. 11. 2016, Foto: Joachim Kloock

„NEIN zu Gewalt an Frauen!“, Foto: Joachim Kloock

21.11.2017 – Unter dem Motto „Ein Licht für jede Frau!“ ruft Rostocks Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Thielk gemeinsam mit dem Rostocker Verein „Frauen helfen Frauen“ alle Rostockerinnen und Rostocker auf, am 24. November 2017 um 17 Uhr gemeinsam Lichter auf dem Doberaner Platz zu entzünden. Die alljährliche Aktion widmet sich Frauen, die nach Gewalt im persönlichen Umfeld Schutz in Rostocker Hilfseinrichtungen gefunden haben. Für jede Betroffene wird eine Kerze entzündet. Die Aktion, die am Vorabend des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen stattfindet, wird begleitet von der Filmemacherin Lena-Brit Amtsberg mit ihrem Kurzfilm „Lass mich los“ und musikalisch von der Trommelgruppe des Frauenhauses. „Wir wollen gemeinsam ein öffentliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen“, unterstreicht Brigitte Thielk. Im Jahr 2016 wurden in Rostock 1.086 Hilfsangebote des Vereins Frauen helfen Frauen, der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, des Frauenhauses Rostock, der Frauenhaus- Beratungsstelle und der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt von Frauen genutzt. Dabei waren auch 794 Kinder mit betroffen. Im Jahr 2015 wurde 916 von Gewalt betroffenen Frauen und 663 Kindern geholfen. Weitere Informationen http://www.fhf-rostock.de/einrichtungen/frauenhaus/frauenhaus.html

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Winterdienst in der Hansestadt Rostock absichern

Winterdienst, Foto: Joachim Kloock

Winterdienst, Foto: Joachim Kloock

21.11.2017 – In diesen Tagen hat die Wintersaison in Rostock begonnen. Während die Hansestadt die Fahrbahnen, Gehwege, Fußgängerüberwege, Bushaltestellen, Radwege und vieles mehr betreut, ist die Schneeräum- und Streupflicht für die überwiegende Anzahl der Gehwege in den Wohngebieten und in verkehrsberuhigten Bereichen auf die Eigentümerinnen und Eigentümer der anliegenden Grundstücke übertragen. Zugänge zu Müllcontainerstellplätzen und Fußgänger-Übergänge für die Fahrbahnquerung müssen so geräumt und abgestumpft werden, dass diese auch für Passanten mit eingeschränkter Motorik und mit einer Behinderung gut begehbar sind. Verbindungen zu den Grundstücken und ein Zugang zur Fahrbahn von den Gehwegen müssen von Schnee geräumt und bei Glatteis gestreut sein. Dabei sollte der Schnee auf dem Gehwegrand zur Fahrbahn bzw. auf dem eigenen Grundstück gelagert werden. Auf keinen Fall darf er auf der  Fahrbahn abgelegt werden. Jeder Grundstückseigentümer sollte sich Streumaterial rechtzeitig beschaffen. Hier sind nur abstumpfende Materialien zu verwenden, da auftauende Stoffe auf öffentlichen Gehwegen in Rostock nicht gestattet sind. Die Schneeräum- und Streupflicht besteht von 7 Uhr bis 20 Uhr sowie an Werk- als auch an Sonn- und Feiertagen. Alle Regelungen zum Winterdienst sind in der Straßenreinigungssatzung der Hansestadt Rostock festgeschrieben, die im Internet unter http://www.rostock.de/umweltamt zu finden ist. Hinweise und Beschwerden können über das Internetportal „Klarschiff-Rostock“ angebracht werden. Die Meldungen werden zu den zuständigen Fachämtern weitergeleitet und bearbeitet.

Neubrandenburger Schüler gewinnen den Zoo-Wettbewerb „Wie cool ist die Arktis?!“

Übernachtungsgutschein geht an die Klasse 6c des Albert-Einstein-Gymnasiums – nächster Wettbewerb stellt den Wald in den Fokus

Scheckübergabe

Scheckübergabe, Foto: Joachim Kloock

Mit einem Filmbeitrag zur aktuellen Situation der Arktis haben die Schüler der Klasse 6c des Albert-Einstein-Gymnasiums Neubrandenburg die Zoo-Jury überzeugt. Sie gewinnen den Wettbewerb „Wie cool ist die Arktis?!“ und damit einen Übernachtungsgutschein der Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von 1.000 Euro. Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der ZooSchule Rostock hatte der Zoo zu einem fächerübergreifenden Wettbewerb aufgerufen. Daran haben sich neben Schulen aus Rostock auch Schüler aus Neubrandenburg und Güstrow von der 6. bis zur 9. Klasse beteiligt. Heute wurden die Beiträge im DARWINEUM vorgestellt und die Sieger gekürt. „Die Neubrandenburger Schüler haben sich sehr intensiv mit der Problematik des bedrohten Lebensraumes der Arktis befasst und diese in einem 2½-minütigen Kurzfilm sehr gut strukturiert und verständlich erläutert. Die Kinder lassen Handpuppen Hintergründe und Fakten über die Arktis erzählen. Der Beitrag hat uns überzeugt und begeistert“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Das Video greift neben biologischen Inhalten auch geschichtliche, geografische und wirtschaftliche Aspekte auf und vermittelt Wissen über die Arktis in kreativer Umsetzung und auf humorvolle Art und Weise“, begründete auch die Leiterin der ZooSchule Rostock, Peggy Hagedorn, die Wahl des Siegerbeitrages.

Gefragt waren Geschichten, Gedichte, Collagen, Modelle, Filme, Theaterstücke oder Musikbeiträge, die im Zusammenhang mit der Arktis stehen. Faszinierende eisige Landschaften, extremes Klima, Überlebenskünstler, Nordpolarmeer oder die Inuit – wie nehmen die Mädchen und Jungen in Mecklenburg-Vorpommern den weißen Kontinent wahr, wollte der Zoo wissen. Die Schüler haben das Thema im regulären Fachunterricht bzw. im Wahlpflichtunterricht oder im Ganztagsunterricht bearbeitet. Es wurden unter anderem Plakate erstellt, ein Film gedreht und Modelle aus Treibholz und Filz gestaltet, beispielsweise ein Wal. Beteiligt hat sich auch die Jenaplanschule Rostock an dem Wettbewerb. „Wir sind seit vielen Jahren mit dem Rostocker Zoo verbunden, nicht zuletzt durch unser Patentier, die Polarfüchsin Freya. Als Lern- und Erfahrungsort ist der Zoo mit der Zooschule nicht wegzudenken“, so Martin Plant, Direktor der Jenaplanschule.

Neuer Wettbewerb: Werde ein Walddetektiv!“

Auch im kommenden Jahr wird die ZooSchule wieder einen Schülerwettbewerb ausrufen und ermuntert die Mädchen und Jungen im Land, den Wald zu erkunden. „Welche Tiere und Pflanzen begegnen Euch? Wann sind die Tiere aktiv? Welcher Baum und welcher Strauch fallen Euch besonders auf? Was ist im und am Boden los? Wer frisst wen oder was? Oder: welcher Pilz ist essbar und welcher Pilz ist giftig?“, griff ZooSchulleiterin Peggy Hagedorn ein paar Fragen auf. Die künstlerische Umsetzung der Entdeckungen überlassen die Zooschulpädagogen ganz den Kindern und Jugendlichen. „Alles ist möglich“, betonte Hagedorn. Die kreativen Forschungsergebnisse können in der Woche vom 11. bis 15. Juni 2018 in der ZooSchule Rostock abgeben werden; die Arbeiten werden im Zoo ausgestellt.

Hausärztetag in Rostock

Versorgungssystem im Wandel – für Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben – Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen 

18.11.2017 – Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Sonnabend am diesjährigen Hausärztetag teilgenommen. „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Herausforderungen des Gesundheitswesens zu meistern. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung, die Veränderung der Morbidität und den zunehmenden Fachkräftebedarf so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Sonnabend in Rostock.

Versorgungssystem im Wandel – für Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben

Das Versorgungssystem wird noch von der älteren Ärztegeneration getragen, für die eine 60-Stunden-Woche häufig der Regelfall ist. „Das wandelt sich. Gleichzeitig steigt der Mehrbedarf an medizinischer Versorgung der älter werdenden Patienten. Wir sollten daher auch für die Vorteile einer hausärztlichen Praxis werben, die oftmals mit einer langjährigen Betreuung von Familien und Patienten verbunden ist und damit von Menschen, die für die Unterstützung durch einen fachkundigen Lotsen durch das zuweilen komplexe Gesundheitswesen sehr dankbar sind“, forderte Glawe weiter.

Offene Hausarztstellen in M-V

Gegenwärtig sind in M-V etwa 1.130 niedergelassene Hausärzte im Bereich der ambulanten Versorgung tätig, etwa 125 Hausarztstellen sind derzeit landesweit nicht besetzt. Vor allem durch die Lehrstühle für Allgemeinmedizin an der Universitätsmedizin Rostock und Greifswald ist es gelungen, die Zahl der in Weiterbildung befindlichen Allgemeinmediziner auf mittlerweile ca. 120 im Land zu steigern. Das geschieht auch durch die zusätzliche Qualifikation, die durch das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin angeboten wird. „Wichtig ist, dass möglichst viele der Allgemeinmediziner im Anschluss auch bei uns im Land bleiben und hier tätig werden“, so Glawe weiter.

Zeit für Familie und Beruf – Stipendienprogramm nutzen

Der Gesundheitsminister erläuterte, dass mittlerweile ca. zwei Drittel der Medizinstudenten weiblich sind. „Wichtig ist, dass neben der Arbeit genügend Zeit verbleibt, um sich auch der Familie zu widmen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird auch bei den Ärzten einer immer wichtigeres Thema“, erläuterte Glawe. Darüber hinaus machte Minister Glawe auf das Stipendienprogramm seines Ministeriums aufmerksam. „Wir unterstützen Humanmedizinstudierende mit Hilfe von Stipendien, um diese frühzeitig für die Aufnahme einer späteren ärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen. Wer die finanziellen Hilfen erhält, verpflichtet sich, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium wird bis 2022 eine Million Euro zur Verfügung stellen.

Attraktivitätsprofil von Gemeinden erstellen – weiche Faktoren wie Kita und Schulen werden wichtiger

Gesundheitsminister Glawe regte an, dass die Gemeinden im Land ein Attraktivitätsprofil ihrer Kommune erstellen. „Im Fokus steht dabei, dass die Gemeinde auf sich aufmerksam macht, um Ärzte zu gewinnen. Wichtig sind in diesem Zusammenhang Parameter, wie zum Beispiel Infrastrukturangebote, Verkehrsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Einrichtung einer Hausarztpraxis“, sagte Glawe. Das Attraktivitätsprofil könnte mit der Liste der von der Kassenärztlichen Vereinigung im Netz veröffentlichten freien oder frei werdenden Arztstellen verbunden werden und an das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin mit der Bitte übersandt werden, entsprechende Exposés an die angehenden Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner zu verteilen. „Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur sind vorhandene Kindertagesstätten, Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld und Freizeitangebote wichtige Faktoren, sich an einem bestimmten Ort als Arzt niederzulassen“, sagte Glawe

24. Hausärztetag in Mecklenburg-Vorpommern

Veranstalter des 24. Hausärztetages ist der Hausärzteverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., der in Zusammenarbeit mit dem Institut für hausärztliche Fortbildung in Köln den Hausärztetag ausrichtet. Der Hausärzteverband M-V hat seinen Sitz in Schwerin. Der Verband vertritt die größte Facharztgruppe der niedergelassenen Ärzte.

Bürgerforum in Rostock – am Dienstag, den 21. November 2017

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe lädt am Dienstag, den 21. November 2017, um 18.00 Uhr zum Bürgerforum in die Hansestadt Rostock (StadtHalle – Saal 3) ein. Das Thema der Veranstaltung lautet: „Neue Wege wagen? – Aktuelle Herausforderungen der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern“.

Dienstag, 21. November 2017 – 18.00 Uhr, StadtHalle Rostock, Saal 3, Südring 90, 18059 Rostock – Eingang „Kleines Foyer Saal 2 bis 6“ (direkt gegenüber der Straßenbahnhaltestelle)

Für eine bessere Planung bitten wir um Anmeldung: E-Mail: buergerforum@wm.mv-regierung.de, Telefon: 0385/588-5078

Die Landesregierung veranstaltet das neu geschaffene Format „Bürgerforum“ zum zweiten Mal. Die Mitglieder der Landesregierung werden in verschiedenen Regionen des Landes vor Ort sein. Das erste Bürgerforum fand mit Wirtschaftsminister Glawe im Landratsamt in Güstrow im Mai dieses Jahres statt.

Bundesweite Offene Krebskonferenz erstmals in Mecklenburg-Vorpommern

Unterstützung für krebskranke Menschen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

18.11.2017 – In der Hansestadt Rostock hat Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe die bundesweite Offene Krebskonferenz eröffnet. „Krebs ist ein Thema, mit dem leider fast alle Menschen im Laufe ihres Lebens konfrontiert werden, ob durch eigene Betroffenheit oder erkrankte Angehörige, Freunde oder im Kollegenkreis. Die Diagnose macht betroffen und oft auch hilflos. Ängste und Sorgen stellen von heute auf morgen den Alltag und die Lebensplanung auf den Kopf. Schon durch die Alterung der Bevölkerung wird die Zahl der Krebserkrankungen weiter ansteigen. Daher ist es wichtig, die Versorgung von krebskranken Menschen weiter zu verbessern. Neben einer guten Krebsfrüherkennung, hochwertigen Behandlung und Prävention gehören auch die Rehabilitation und Nachsorge sowie die Krebsforschung dazu“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Der Minister ist auch Schirmherr der Konferenz. An der Konferenz nehmen rund 80 Experten aus ganz Deutschland teil. Mecklenburg-Vorpommern ist zum ersten Mal Ausrichtungsort der Offenen Krebskonferenz. Die Offene Krebskonferenz ist bundesweit die größte thematische Veranstaltung und findet alle zwei Jahre statt.

Wichtige Rolle im Heilungsprozess: Unterstützung für krebskranke Menschen

Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden nach dem Bericht des Gemeinsamen Krebsregisters 2012 bis 2013 durchschnittlich jährlich 10.980 neue Krebsfälle diagnostiziert. Im Jahr 2016 werden etwa 11.500 Krebsneuerkrankungen – es liegen noch nicht alle Meldungen vor – erwartet. In M-V sind durchschnittlich jährlich 5.098 Menschen an Krebs gestorben, davon 2.916 Männer und 2.182 Frauen. „Krebserkrankungen stehen nach Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems an zweiter Stelle der Todesursachen“, so Gesundheitsminister Glawe weiter. Eine wesentliche Rolle im Heilungsprozess der Krankheit spielt auch die psychosoziale und psychoonkologische Unterstützung der an Krebs erkrankten Menschen und ihren Angehörigen. Das Bundesgesundheitsministerium fördert derzeit ein Projekt „Psychoonkologische Versorgung in Deutschland“. Hierbei geht es um eine bundesweite Bestandsaufnahme der ambulanten und stationären psychoonkologischen Versorgungsangebote und Analyse der Versorgungsdichte. Gleichzeitig erarbeiten Experten des Nationalen Krebsplans Empfehlungen zur Qualitätssicherung und zu einer einheitlichen Struktur von Krebsberatungsstellen. „Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme und die Empfehlungen sollen Grundlage für die weitere Ausgestaltung der psychoonkologischen Versorgung sein“, so Gesundheitsminister Glawe. Die Ergebnisse werden nicht vor Mitte 2018 erwartet. Sie müssen dann in den Ländern entsprechend bewertet werden.

Klinische Krebsregister – Mitarbeit der Ärzte unverzichtbar

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister wurden die Weichen für die Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und des flächendeckenden Auf- und Ausbaus bundesweit einheitlicher Krebsregister in den Bundesländern gestellt. Die Länder sind verpflichtet, klinische Krebsregister einzurichten. Zu den erfassten Daten gehören insbesondere Diagnosen, Befunde sowie Angaben über Behandlungen und zum Krankheitsverlauf. „Für die onkologische Forschung braucht es Daten, die umfassend, vollständig, verlässlich und gut vergleichbar sind, um sie fachkundig auszuwerten und den am Behandlungsprozess Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Die klinischen Krebsregister stellen auch eine wichtige Informationsquelle für Versorgung und Forschung dar. Dafür ist in allen Bundesländern die engagierte Mitarbeit der Ärzte gefordert. Von den vollzähligen und vollumfänglichen Meldungen werden alle profitieren können“, appellierte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat die klinische Krebsregistrierung durch das Krebsregistrierungsgesetz vom 11. Juli 2016 weiter entwickelt und ist mit der Umsetzung inzwischen weit voran geschritten. „Wichtig dabei ist, dass alle beteiligten Akteure weiterhin an einem Strang ziehen und dass insbesondere vollzählig und vollständig gemeldet wird“, sagte Glawe. 

Vier onkologische Zentren und 61 onkologisch qualifizierte Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es vier ausgewiesene onkologische Zentren: die Universitätsmedizin Greifswald, das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg, die Universitätsmedizin Rostock und die HELIOS-Kliniken Schwerin. Die Zentren haben unter anderem die Aufgabe, die interdisziplinäre Versorgung von Krebskranken zu sichern, eine fachgerechte Behandlung der häufigen Tumorerkrankungen zu gewährleisten (beispielsweise Brustkrebs, Darmkrebs, Hautkrebs, Lungenkrebs, Prostatakrebs) und sie sind zudem ein Bindeglied zwischen Wissenschaft, Forschung und ärztlicher Praxis. Dazu kommen 61 onkologisch qualifizierte Ärzte, die an der bundeseinheitlichen Onkologievereinbarung teilnehmen und damit die qualifizierte ambulante Versorgung krebskranker Patienten sicherstellen.

Organisatoren der Veranstaltung

Die Konferenz wurde von der Stiftung Deutsche Krebshilfe, der Deutschen Krebsgesellschaft e.V., dem Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V. und der Landeskrebsgesellschaft des jeweiligen Bundeslandes, in dem die Veranstaltung stattfindet, organisiert. Der Gesundheitsminister dankte den Organisatoren. „Mit ihrer Arbeit tragen Vereine und die Gesellschaft entscheidend dazu bei, dass das Thema Krebs in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen wird“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Die Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern vergibt 102.250€

Größter Anteil der Fördermittel wird an Projekte von Frauen empfohlen 

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Die Auswahlkommission der Kulturellen Filmförderung hat unter dem Vorsitz von Sabine Matthiesen, Leiterin der Filmförderung, in ihrer zweiten Sitzung des Jahres am 16. November 2017 Empfehlungen für vier Filmproduktionen, eine Stoff- und Projektentwicklung und einen Antrag auf Verleih, Abspiel und Präsentation ausgesprochen. „Die Auswahlkommission hat sich erneut für Empfehlungen entschieden, bei denen die Realisierung im Wesentlichen in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt wird sowie hier ansässige Filmproduzenten im Fokus stehen. Auffällig sind die starken Projekteinreichungen von Frauen, die sich in dieser Sitzung klar durchsetzen konnten. Fast 80 Prozent der Projekte werden von weiblichen Regisseurinnen und Produzentinnen gestemmt – ein klares Zeichen für die erzählerische Kraft von Frauen“, freut sich Sabine Matthiesen, Leiterin der Filmförderung des Landes.

Ausgewählt wurde die Dokumentation ALS WIR KINDER SPITZEL WAREN von Wiebke Possehl, die für dieses Projekt im März bereits Förderung in der Stoffentwicklung erhalten hatte. Gemeinsam mit der Co-Regisseurin Kathrin Matern deckt sie ein hochbrisantes Thema der DDR-Geschichte auf. Ganz nah sind sie an ihren Protagonisten, die als Minderjährige vom Stasi-Apparat als Spione missbraucht wurden. Produziert wird von der Rostocker Firma Populärfilm Media. HOHE KUNST AUFS FLACHE LAND setzt die Kunsthalle Rostock, den ersten und einzigen Kunstmuseumsneubau in der damaligen DDR, in Szene. Produziert wird der Dokumentarfilm des Rostockers Jörg Herrmann durch die Stralsunder Clip Film- und FernsehproduktionJohanna Huth und Julia Gechter überzeugten die Auswahlkommission mit ihrem Konzept zum Kurzdokumentarfilm JOBCENTER, in dem sie sich erneut in die Lebensrealität von Bewohnern der Kleinstadt Parchimbegeben. Nach DER FÄHRMANN UND SEINE FRAU und dem bald fertiggestelltem NACH PARCHIM, der Abschluss zur sogenannten Parchim-Trilogie der Filmemacherinnen. Der Fokus aller drei Förderempfehlungen für Filmproduktion liegt klar auf Mecklenburg-Vorpommern.

Das Projekt JÜRGEN FRIEDRICH MAHRT von Sönje Sturm wird im Rahmen der Verbundförderung mit unserem Nachbarland Schleswig-Holstein gefördert. Es ist die Geschichte eines Pioniers der dokumentarischen Fotografie im frühen 20. Jahrhundert mit dem Hauptmotiv Landleben.  Auch die Empfehlung für Stoff- und Projektentwicklung behandelt einen Stoff über Mecklenburg-Vorpommern. Die Autorin Franziska Hoffmann stammt aus dem Dorf Dranske auf der Insel Rügen und macht ihren Heimatort zum Mittelpunkt ihres Dokumentarfilms DIMENSION HEIMAT. Eine persönliche Momentaufnahme, 30 Jahre nach der Wende. Nach der erfolgreichen Uraufführung von ÜBER LEBEN IN DEMMIN von Martin Farkas beim 60. DOK-Leipzig Filmfestival planen Filmteam und Verleih eine umfassende Festival- und Kinotour, natürlich mit erstem Halt und großer Filmpremiere in Demmin.

Weitere Informationenhttp://www.filmbuero-mv.de/de/filmfoerderung/foerderempfehlungen

Erstmals gemeinsame Standortkampagne für Schwerin am Start

Landeshauptstadt Schwerin will auch „Lebenshauptstadt“ von M-V sein

Lebenshauptstadt_TestimonialsJennyundMartin_©Jörn LehmannDie Landeshauptstadt Schwerin will auch die Lebenshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern  sein: Seit heutegehen die Marketinginitiative der Wirtschaft e. V. – Region Schwerin, die Stadtmarketing Gesellschaft SchwerinmbH und die Landeshauptstadt Schwerin einen neuen Weg im Standortmarketing. Erstmals treten sie zusammen mit einer gemeinschaftlichen Marketingbotschaft an und werden ab sofort mit dem Begriff „Lebenshauptstadt Schwerin“ werben. Mit unterschiedlichen Kampagnen sollen Fachkräfte, Umzugswillige, Studenten und Investoren auf die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam gemacht und gezielt angesprochen werden. Der Bezug der Standortkampagne „Lebenshauptstadt Schwerin“ zum Landesmarketing mit der Botschaft „Land zum Leben“ ist nicht zufällig entstanden. Wie das Land Mecklenburg-Vorpommern mit dem unverwechselbaren Strandkorb wirbt, wird Schwerin jetzt auch ein typisches Symbol in den Mittelpunkt seiner Werbekampagne stellen. Es ist die Optimisten-Jolle. Das liebevoll „Opti“ genannte Boot steht für Bodenständigkeit, Verlässlichkeit, Vertrautheit und den engen Bezug zum Wasser und zum Sport schon von Kindesbeinen an.

Der Opti wird im Rahmen der Standortkampagne ab jetzt immer gekonnt in Szene gesetzt und so zum heimlichen Star der „Lebenshauptstadt Schwerin“. Zum Boot gesellen sich dann verschiedene Menschen aus Schwerin, die eine Geschichte zu erzählen haben und damit authentisch für ihre Stadt sprechen. Eine breite Beteiligung mit vielen Marketingbotschaftern ist das Ziel, denn zusammen kann mehr erreicht werden. Daher sind zur Präsentation am Freitag vor allem Vertreter aus der Wirtschaft geladen, die es zu überzeugen gilt. Möglichst viele sollen mit ins Boot geholt werden und zum gemeinsamen Standortmarketing beitragen. Zu Beginn werden die Marketingmaßnahmen hauptsächlich online erfolgen. Im März 2018 startet dann in größeren Städten Deutschlands eine Plakat-Kampagne in Zusammenarbeit mit der Ströer Media Deutschland GmbH. Die Kampagnenseite www.lebenshauptstadt.de ist direkt oder über www.schwerin.de erreichbar.

Hintergrund und Beteiligte

Der Impuls zur Erarbeitung einer Standortkampagne entstand im Marketing-Fachbeirat. In diesem Gremium arbeiten seit 2013 gewählte Mitglieder der Marketinginitiative der Wirtschaft e.V.-Region Schwerin mit der Landeshauptstadt Schwerin, der Stadtmarketing Gesellschaft Schwerin mbH und der IHK zu Schwerin zusammen. Im Jahr 2016 erarbeitete die Schweriner Agentur fachwerkler im Auftrag des Marketing-Fachbeirates ein Kommunikationskonzept als Basis für das gemeinsame Standortmarketing. In zwei Kreativ-Workshops haben zahlreiche Beteiligte aus unterschiedlichen Interessengruppen den Grundstein gelegt. Die Agentur fachwerkler hat mit dem Konzept die Grundlage für die Umsetzung erstellt. Daraufhin erfolgte im Frühjahr 2016 eine erneute Ausschreibung. Am 20. Mai 2016 wurde der Auftrag für den Umsetzungsprozess an die Schweriner Agenturen tokati Medienagentur und alpha context vergeben, die gemeinsam die kommunikative Klammer „Lebenshauptstadt Schwerin“ entworfen haben und erste Maßnahmen erarbeiteten.

Bildunterschrift: Marketingbotschafter Jenny Makatsch und Martin Neuhaus während des Fotoshootings in der Orangerie des Schweriner Schlosses. © Jörn Lehmann