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Abschied von Eisbär Lars

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Eisbär Lars, Foto: Joachim Kloock

19.9.2017 – Eisbär Lars, der Vater von Fiete und Knut, ist gestern, am 18. September, im dänischen Zoo Aalborg verstorben. „Die Mitarbeiter des Rostocker Zoos sind sehr traurig und bestürzt über den Tod von Lars“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Wir standen ständig in Kontakt mit den dänischen Kollegen, die alles in ihrer Macht Stehende für Lars getan haben. Die Entscheidung, Lars von seinen Leiden zu erlösen, ist aufgrund der schwerwiegenden Krebserkrankung schweren Herzens zu verstehen.“

Am 5. September 2017 wurde bei dem 23-jährigen Lars eine Zahnbehandlung durchgeführt, bei der ebenfalls ein allgemeiner Gesundheits-Check-Up erfolgte und eine Blutprobe entnommen wurde. Aufgrund stark erhöhter Leberwerte, die auf eine schwerere Erkrankung hinwiesen, wurde entschieden, Lars am 18. September erneut zu untersuchen. Die Untersuchung wurde von einem Fachärzteteam, darunter Tierärzte des Zoos Aalborg sowie Krebsspezialisten, durchgeführt. Die Ergebnisse der erneuten Untersuchung von Blut- und Gewebeproben wiesen auf eine schwerwiegende Krebserkrankung hin. Daraufhin wurde entschieden, Lars von seinen Leiden zu erlösen. Bei der späteren Obduktion wurde ein großer Lebertumor gefunden, der bereits große Teile der Leber befallen hatte. Lars wurde am 12. Dezember 1993 im Tierpark Hellabrunn in München geboren. Er lebte von 1999 bis 2009 im Zoo Berlin und ab Oktober 2009 im Zoo Wuppertal. Am 22. Mai 2012 kam er nach Rostock, wo er bis zu seinem Umzug nach Aalborg am 1. April 2015 lebte.

Lars ist Vater des in Berlin geborenen Knut (2006-2011) sowie der im Januar 2012 in Wuppertal geborenen Anori und des Rostocker Eisbären Fiete, der am 3. Dezember 2014 geboren wurde und seit November 2016 im ungarischen Zoo Sóstó lebt. Mutter von Anori und Fiete ist Vilma. Lars ist ebenfalls Vater der im November 2016 im Zoo Aalborg geborenen Zwillinge. Während bei Lars eine klare Erkrankung diagnostiziert werden konnte, verstarb Fietes Mutter Vilma unerwartet am 7. November 2016 im Aalborger Zoo. Sowohl der Zoo Aalborg als auch der Rostocker Zoo warten auf die noch ausstehenden Untersuchungsergebnisse. Untersucht wird Vilmas Todesursache wie auch damals die von Knut im Berliner Institut für Wildtierforschung. Vilma wurde am 3. Dezember 2002 im Rostocker Zoo geboren.

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Neues aus der Kunsthalle Rostock September 2017

Newsletter-18.09.2017

„Durchstarten in MV sagt Danke!“ – Drei Ehrungen in Schwerinvergeben – Zeugnisübergabe für beste Absolventen

Ehrungen für den besonderen Einsatz bei der Berufsorientierung und Ausbildung – duale Ausbildung ist Grundlage für einen gelungenen Berufseinstieg

20170605_dimv_dsd_pr_motiv_druck_asc18.9.2017 – „Durchstarten in MV sagt Danke!“: Die Initiatoren der Fachkräfteinitiative „Durchstarten in MV“ haben sich am Montag im Ludwig-Bölkow-Haus der Schweriner IHK zu Schwerin bei drei aktiven Unterstützern rund um das Thema Berufsorientierung und Ausbildung bedankt. „Alle drei setzen sich in besonderer Weise für einen erfolgreichen Start junger Menschen ins Berufsleben in Mecklenburg-Vorpommern ein. Alle drei stehen beispielhaft für gute Ausbildung bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Wir sagen ´Dankeschön´“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Ausgezeichnet wurden Birgit Kamke vom Mecklenburgischen Förderzentrum Schwerin – Schule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Andreas Heiden von der Schoeller Allibert GmbH aus Schwerin sowie Günter Siemes, Ausbildungsleiter Menck Fenster GmbH, Wittenförden. Alle drei wurden im Rahmen der feierlichen Zeugnisübergabe für die besten Absolventen der IHK-Sommerprüfungen geehrt.

Werben für eine berufliche Karriere in MV

Ende August sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 3.400 Ausbildungsplätze (-7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) noch frei. Dem stehen rund 1.900 (-12,2 Prozent) unversorgte Bewerber gegenüber. Die Geehrten erhalten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design. Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes werben gemeinsam mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) bei jungen Menschen für einen Karrierestart in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, so Glawe weiter.

Aktion verlängert – 344 Last Minute-Angebote – 175 Firmen bereits dabei

Im Rahmen der Kampagne „Durchstarten in MV“ (www.durch-starten-in-mv.de) läuft weiterhin die Last Minute-Aktion für einen Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern. Ausbildungssuchende können im Azubi-Atlas mit einem besonderen Last Minute-Filter alle teilnehmenden Firmen auswählen, die noch einen freien Ausbildungsplatz für dieses Jahr zu vergeben haben. Die Angebote sind mit dem Last Minute-Symbol – einem roten Wecker – deutlich sichtbar hervorgehoben. Aktuell sind 344 Last Minute-Angebote im Azubi-Atlas für potentielle Auszubildende freigeschaltet. 175 Unternehmen nehmen bisher an der Last Minute-Aktion 2017 teil. Knapp 800 Bewerbungsformulare wurden seit Aktionsstart über die Kampagnen-Website www.durchstarten-in-mv.de versandt. Wirtschaftsminister Glawe warb auch dafür, Ungelernte stärker in den Fokus zu nehmen. „Jeder Jugendliche hat eine Chance auf eine qualifizierte Berufsausbildung verdient. Wichtig ist es, gleichzeitig auch ungelernten Kräften eine Ausbildungsmöglichkeit anzubieten. Persönlichkeit, besondere Fähigkeiten und Kompetenzen sind wichtiger geworden als nur die Schulnoten. Die Stärken des Einzelnen werden manchmal erst auf dem zweiten oder dritten Blick sichtbar. Von einer abgeschlossenen Ausbildung profitieren am Ende das Unternehmen und der Auszubildende. Das sichert auch den eigenen Fachkräftebedarf“, betonte Glawe weiter. Weitere Informationen gibt es zur Last Minute-Aktion auch im Facebook- und im Instagram-Kanal der Kampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de). Die Initiative „Durchstarten in MV“ des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammern des Landes wirbt seit Oktober 2009 für Ausbildungs- und Berufsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern.

94 beste Absolventen der IHK zu Schwerin geehrt

Darüber hinaus wurden die besten Absolventen der Abschlussprüfungen der IHK zu Schwerin geehrt. Die IHK-Zeugnisse an die 94 besten Absolventen sind von Wirtschaftsminister Harry Glawe und vom IHK-Präsident Hans Thon überreicht worden. Ende August haben fast 1.100 Auszubildende Westmecklenburgs die IHK-Abschlussprüfungen abgelegt. „Die duale Berufsausbildung gilt weltweit als vorbildlich für den gelungenen Einstieg in das Berufsleben. Der Erwerb von praktischen Fähigkeiten und theoretischen Kenntnissen bringt echte Fachkräfte hervor und sichert das Qualitätsniveau der heimischen Wirtschaft. Eine gute Ausbildung erhöht die Chance, dass junge Menschen im Anschluss daran bei uns in Mecklenburg-Vorpommern bleiben und sich eine berufliche Zukunft aufbauen“, so Wirtschaftsminister Harry Glawe. Der Minister dankte den Unternehmen, der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin und den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern für ihr Engagement. Unter den 94 besten Absolventen waren 43 weibliche Absolventen. Sie kommen aus den Bereichen Bauberufe (3 beste Absolventen), IT-Berufe (7), Medienberufe (3), Lager-Logistikberufe (12), Lebensmittelberufe (9), Wach- und Sicherheitsberuf (1), Veranstaltungsberufe (3),Hotel- und Gastronomieberufe (9), Metall- und Kunststoffberufe (6), Holzberuf (1), Kaufmännische (Büro-)berufe (21), Handelsberufe (18), Tierpfleger (1).

Hans Thon, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, bedankte sich bei den Absolventen für die erreichten Ausbildungsleistungen: „Sie haben in den letzten Wochen bewiesen, dass die Ausbildung auch zu super Ergebnissen führen kann. Sie sind die besten Absolventen Ihrer Berufsgruppen. Darauf sollten Sie stolz sein.“ Gleichzeitig dankte er den IHK-Ausbildungsunternehmen für die Ausbildungsleistungen. „Berufsausbildung ist der richtige Weg für uns als Unternehmen. Es hilft uns nicht, einen Fachkräftemangel zu beklagen, sondern wir sind als Unternehmer in erster Linie gefordert, unseren Nachwuchs, der sich einmal für uns entschieden hat, auch so zu entwickeln, dass er über die Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt, die wir brauchen. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und wir für unsere eigenen Leute – entwickeln und fördern wir sie“, so Thon.

10-jähriges Gründungsjubiläum des Vereins „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“

Am 26. September 2017 begeht der Verein „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“ sein 10-jähriges Gründungsjubiläum in Greifswald.

18.9.2017 – Vor zehn Jahren, am 26. September 2007, gründete sich der Verein „Europäische Route der Backsteingotik e. V.“ in Greifswald. Zum zehnjährigen Jubiläum kommen Vertreter der derzeit 39 Mitgliedsstädte und weitere fördernde Mitglieder in der Hansestadt zusammen. Die Mitglieder reisen am Sonntag, den 24. September 2017 an und lernen Greifswald zunächst bei einer Nachtwächterführung besser kennen. Am nächsten Tag sind Besichtigungen des Doms St. Nikolai und der Marienkirche geplant, bevor es per Schiff ins Fischerdorf Wieck geht. Dort besichtigen die Teilnehmer die Klosterruine Eldena und erhalten ein Mittagsbuffet in der Klosterscheune. Am Abend sind die Mitglieder und Gäste aus Politik, Denkmalpflege und Tourismus zu einem feierlichen Empfang im Pommerschen Landesmuseum geladen. Die Feierlichkeiten schließen am 26. September 2017 mit der jährlichen Mitgliederversammlung, bei der die Geschäftsführung neben dem Tätigkeitsbericht auch die neue Webseite des Vereines vorstellt.

Seit nun mehr zehn Jahren arbeiten im Verein sehr erfolgreich Denkmalpfleger und Touristiker Hand-in-Hand, um die Backsteingotik zu erhalten. Das Kulturerbe ist einzigartig für die Ostseeküstenregion. Den Blick auf diesen besonderen Baustil lenkte zunächst die Deutschen Stiftung Denkmalschutz in den 1990er Jahren mit ihrer lokal auf Norddeutschland begrenzten Initiative „Wege zur Backsteingotik“. Dieser Initiative folgte das EU-Projekt „Europäische Route der Backsteingotik (EuRoB)“ von 2002 bis 2007. An diesem Projekt nahmen Städte rund um die ganze Ostsee bis ins Baltikum und Schweden teil. Im Anschluss an das EU-Projekt gründet sich der Verein am 26. September 2007Greifswald gehörte zu den ersten Gründungsmitglieder des Vereines und war auch im damaligen Projekt beteiligt. Mit seinen drei Kirchen, der Klosterruine Eldena, dem Fangenturm, zwei Kaufmannshäusern und dem ehemaligen Heilig-Geist-Hospital verfügt die Stadt über einen wahren Schatz dieses besonderen Baustils.

Der internationale Verein mit Mitgliedern aus Dänemark, Deutschland und Polen betreibt für alle Städte eine gemeinsame Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Er vertritt die Route auf touristischen und denkmalpflegerischen Messen und Veranstaltungen. Daneben bringt der Verein schon in fünfter Auflage einen sehr beliebten Reiseführer in deutscher und polnischer Sprache heraus und entwickelt weitere Angebote für kulturinteressierte Touristen, wie zum Beispiel Fahrradkarten für das Radeln entlang der Backsteingotik. Weitere Informationen zur Europäischen Route der Backsteingotik erhalten Sie im angehängten Text oder auf der Internetseite www.eurob.org.

Stadtverwaltung der Hansestadt Rostock informiert auf der RoBau

Senator Holger Matthäus und Marco Haase, Projektleiter der RMS, Foto: Joachim Kloock

Senator Holger Matthäus und Marco Haase, Projektleiter der RMS, Foto: Joachim Kloock

Über aktuelle Stadtentwicklungsprojekte informiert die Stadtverwaltung vom 6. bis 8. Oktober 2017 während der 27. RoBau. Am Messestand 241 können sich interessierte Gäste bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft, des Amtes für Umweltschutz und des Amtes für Verkehrsanlagen sowie des Stadtmarketings informieren. Vorgestellt werden der Flächennutzungsplan der Hansestadt Rostock mit einer Übersicht der aktuell bearbeiteten Bebauungspläne, das Portal Klarschiff anhand von Praxisbeispielen, der Mobilitätsplan Zukunft, das Bewerbungsverfahren zum Bundesfreiwilligendienst im Amt für Umweltschutz, Stadtjubiläumsprojekte und die Mehrwehrwegbecheraktion zur Abfallvermeidung  „Coffee to go“. In einer kleinen Auflage hat die Hansestadt grüne Rostocker Mehrwegbecher produzieren lassen. Einige Exemplare wurden bereits symbolisch an Rostocker Bäckereien zur kostenfreien Weitergabe an Kunden verteilt. Um das Thema weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, wird es auf der RoBau Informationen auf dem Stand der Hansestadt zu dieser Thematik geben. Auch auf der Messe sind viele Kaffeetrinkerinnen und Kaffeetrinker unterwegs. Wer bei einem Quiz mit den richtigen Ergebnissen punktet, kann einen eigenen, hochwertigen Rostocker Mehrwegbecher gewinnen. „Lassen Sie uns gemeinsam eine neue umweltgerechte Genießerkultur entwickeln. Der Becher leistet vielleicht einen kleinen Beitrag dazu“, unterstreicht der Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus.

Auch Marco Haase, Projektleiter der RoBau, freut sich, die Mehrwegbecher-Aktion der Hansestadt Rostock auf der RoBau unterstützen zu können. „Umweltschutz, Ökologie und der bewusste Umgang mit Ressourcen sind ein Kernthema der Baumesse. Die Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft als Veranstalterin der Messe ist selbst mit dem Green Globe Siegel zertifiziert und erweitert stetig ihre Aktivitäten in den Bereichen Umweltschutz und soziale Verantwortung. Daher passt die Aktion der Hansestadt Rostock perfekt in das Messekonzept.“ Mit etwa 240 Ausstellern und über 16.000 Besucherinnen und Besuchern jährlich ist die RoBau mit der Parallelveranstaltung Wohnideen & Lifestyle seit 27 Jahren die größte und erfolgreichste Baumesse in Mecklenburg-Vorpommern und vereinigt die Kompetenz aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, dem Handwerk, der Versicherungs- und Finanzierungsdienstleistungen sowie der Aus- und Weiterbildung. Die RoBau öffnet vom 6. bis 8. Oktober 2017 jeweils zwischen 10 und 18 Uhr ihre Pforten.

Lehr- und Wanderrundwege-Netz soll in der Region Niepars entstehen

Attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg und dem Fernradweg Hamburg-Rügen wird geschaffen

Wandern mit Weitblick in Vorpommern, Foto: Tourismusverband Vorpommern

Wandern, Foto: TV Vorpommern

Gemeinden des Amtes Niepars (Landkreis Vorpommern-Rügen) planen die Errichtung eines Netzes aus miteinander verknüpften Lehr- und Wanderrundwegen unter dem Titel „Borgseewallrundweg“. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag in Lüssow eine Fördermittelzusicherung für die Planung und Umsetzung des Investitionsvorhabens übergeben. „Mit dem Vorhaben Borgwallseerundweg wird eine attraktive Querverbindung zwischen dem Ostseeküstenradweg im Norden und dem Fernradweg Hamburg-Rügen im Süden des Amtes geschaffen. So können die Urlauber die naturbelassene Region noch besser kennen lernen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Lehr- und Wanderpfad am Borgwallsee geplant

Vorgesehen ist, dass die Mehrzahl der zum Amt Niepars gehörenden Gemeinden gemeinsam ein Wegekonzept erarbeiten und umsetzen. Im südlichen Teil des Amtes sind der Borgwallsee und der Püttner See mit den umliegenden Waldgebieten die strukturgebenden Landschaftselemente. Dort ist angedacht, um den Borgwallsee einen Lehr- und Wanderpfad mit den Stationen wie beispielsweise dem Wasserwerk in Lüssow, dem Radwanderrastplatz in Zimkendorf, der Kirche in Pütte und einer geplanten Aussichtsplattform bei der Fischerwiese in Negast entstehen zu lassen. Im Norden wird ein Rundwanderweg durch die Boddenlandschaft diskutiert mit Aussichtspunkten für Vogelbeobachtungen. Auf allen Strecken sollen den Besuchern umfangreiche Informationen zur Besiedelungs- und Landschaftsgeschichte, Torfgewinnung sowie zum Naturschutz vermittelt werden. „Die Region ist gekennzeichnet von einem großen Erholungs- und Naturerlebniswert. Mit den jetzt geplanten Investitionen in ein informatives und regionalgeschichtliches Wegenetz wird für Gäste und Anwohner ein Ausflug zu den Gemeinden noch attraktiver“, sagte Glawe. „Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste. Die hier bestehenden Alleinstellungsmerkmale müssen kontinuierlich weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden“, forderte Glawe. Als Beispiel nannte der Wirtschafts- und Tourismusminister Urlaub von Familien auf dem Land und Menschen, die Entschleunigung suchen.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt vermutlich rund 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant, bei Vorlage aller Unterlagen das Vorhaben voraussichtlich in Höhe von rund 2,25 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen.

Bau des Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie in Greifswald

Kapazitäten werden geschaffen, um Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen – etwa 240 Arbeitsplätze entstehen

Greifswalder Rathaus, Foto Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Greifswalder Rathaus, Foto: Pressestelle HGW

18.9.2017 – Am Montag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe einen Zuwendungsbescheid an die Hansestadt Greifswald für den Bau eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie übergeben. „Es werden damit weitere Kapazitäten geschaffen, um jungen Unternehmen gute Voraussetzungen zu bieten, Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte umzusetzen und sich zu etablieren. Gleichzeitig gibt es einen Bedarf für Unternehmen, sich am Standort zu erweitern. Vor Ort werden etwa 240 Arbeitsplätze entstehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der Hansestadt.

Zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen 

Die Errichtung eines Zentrums für Life Science und Plasmatechnologie erfolgt in Nachbarschaft zum Universitätscampus und unmittelbar angrenzend an das BioTechnikum und das Leibniz-Institut für Plasmaphysik. Die Gesamtnutzfläche beträgt rund 11.000 Quadratmeter. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2018 geplant, die Fertigstellung für das Jahr 2020. Das Zentrum soll als fachspezifisches Forschungs-, Dienstleistungs- und Gründerzentrum eine auf die Bereiche Bioökonomie und Plasmatechnologie ausgerichtete Infrastruktur für Unternehmen bereitstellen. Damit wird die infrastrukturelle Voraussetzung für eine räumlich und thematisch konzentrierte Zusammenarbeit bei der Erforschung, Entwicklung und Anwendung von biomedizinischen und plasmabasierten Technologien schaffen. „Die inhaltliche Ausrichtung des Zentrums, die Branchen industrielle Biotechnologie (Bioökonomie) und Plasmatechnologie in einem Komplex zu verbinden, ist neuartig. Es sollen zusätzliche Kapazitäten für Neu- und Ausgründungen im Bio- und Plasmabereich geschaffen werden“, so Glawe weiter.

Im Betriebsteil Plasma sind neben Büro- und Laborflächen auch Produktionsflächen vorgesehen, um neue Plasmaanwendungen zu testen, zur Einsatzreife in der Industrie zu bringen und marktreife Produkte in Serie zu produzieren. Der „Biotechnologie-Bereich“ beinhaltet Forschungs-, Produktions- und Aufarbeitungsflächen für die industrielle Bioökonomie. Die industrielle Biotechnologie befasst sich mit der Nutzung von biotechnologischen Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sollen in zunehmendem Maße Produkte aus erdölbasierten Rohstoffen ersetzt werden. „Greifswald hat sich in den vergangenen Jahren zu einem sehr dynamischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt. Gerade im Bereich der Bio- und Plasmatechnik existieren hier Forschungsschwerpunkte“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 31,78 Millionen Euro. Davon sind rund 18 Millionen Euro förderfähig. Der Zuschuss des Wirtschaftsministeriums für das Vorhaben beläuft sich auf 16,45 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Forschung, Entwicklung und Innovation weiter ausbauen

Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Wir werden auch künftig weiter in Forschung, Entwicklung und Innovation investieren. Im internationalen Wettbewerb müssen wir besser und schneller sein als andere. Dazu benötigen wir Spitzenverfahren und innovative, marktfähige Produkte, mit denen wir uns von Wettbewerbern dauerhaft abheben können. Vor allem Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – unserer Verbundforschung – sollen weiter unterstützt werden. Die Ausrichtung der Technologiepolitik auf die konkreten Anforderungen der Wirtschaft im Land steht im Vordergrund. Dies soll attraktive und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Land schaffen“, so Glawe abschließend.