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Veranstaltungen im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee und UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V

Angebote im Februar 2020

Elbeaue bei Boizenburg_Dezember, Foto: Archiv Biosphärenreservat Flusslandschaft ElbeMittwoch, 19.02., 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

Winterwanderung mit einem Ranger
Alle Kinder zwischen 8 und 12 Jahren sind recht herzlich eingeladen.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Informationstafel an der L041, Abzweig Schaliß (zwischen 19246 Zarrentin am Schaalsee und Bantin). Infos: Tel. 038851 3020, http://www.schaalsee.de

Sonntag, 23.02., 10:00 Uhr – 12:00 Uhr

Gefiederte Wintergäste am Schaalsee
Ornithologische Führung mit einem Ranger um den Kirchensee. Festes Schuhwerk und ein Fernglas sind zu empfehlen.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Kirche ZarrentinAmtsstraße 9, 19246 Zarrentin am Schaalsee
Infos: Tel. 038851 3020, http://www.schaalsee.de

Montag, 24.02.2020, 19.00 Uhr

Multivisionsshow „Am Feuer im Wald – Ein Leben mitten im grünen Nirgendwo“
Franziska und Carsten Jebens lassen die Zuschauer an ihrer Begeisterung für die Natur und deren wilde Bewohner teilhaben, lesen aus ihrem Buch „Kaffee mit Käuzchen – Unser Traumhaus im Wald“ und verraten, wie lange es dauert, bis man vollkommen verwaldschratet ist.
Veranstalter: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe
Treff/Ort: Medienraum EinFlussReich, Am Elbberg 8-9, 19258 Boizenburg/Elbe
Infos: Tel. 038851 3020, http://www.elbetal-mv.de

Bildunterschrift: Elbeaue bei Boizenburg, Foto: Archiv Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe M-V

Ausstellungseröffnung in der Kunsthalle Rostock

Ute und Werner Mahler. Foto: © Ingo Taubhorn / DeichtorhallenUte Mahler & Werner Mahler – Werkschau

25.01.2020, um 18 Uhr

Ute Mahler und Werner Mahler, seit 40 Jahren ein Paar, sind zwei herausragende deutsche Fotografen, die zur DDR-Zeit zu den Stil prägenden Fotografen des Ostens zählten und heute wie damals ihre humanistische Sicht auf die Welt in unterschiedlichen, intensiven Fotoprojekten realisiert haben. Nachdem die beiden Fotografen rund 30 Jahre jeweils ein eigenes Œuvre geschaffen haben, arbeiten sie seit 2009 an gemeinsamen Werkgruppen. Für die Ausstellung sind 450 Werke zusammengestellt worden.

Eine Ausstellung des Hauses der Photographie/Deichtorhallen Hamburg in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Rostock.

Künstlergespräch

So., 26.01.2020, um 14 Uhr

Ute Mahler und Werner Mahler im Gespräch mit den Kuratoren Brigitte Woischnik und Ingo Taubhorn

Bildunterschrift: Ute und Werner Mahler. Foto: © Ingo Taubhorn / Deichtorhallen

Mele Gruppe Mecklenburg-Vorpommern erhielt Beauftragung für zwei Projekte in Brasilien 

Langer Atem und Technologieführerschaft aus Mecklenburg-Vorpommern zahlen sich aus. Nachhaltige Wertschöpfung und hochqualifizierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern gesichert. Das Auftragsvolumen beträgt 31 Millionen Euro

Kooperation BrasilienDer Bundesstaat Paraná (Brasilien) und die Stadt Toledo (Bundesstaat Paraná) haben die Mele Gruppe Mecklenburg-Vorpommern beauftragt, bis Ende 2021 eine Biogasanlage mit einer Leistung von drei Mega-Watt und eine mechanisch-biologische Abfallbearbeitungsanlage (MBA) mit einer jährlichen Kapazität von 60.000 Tonnen Hausabfällen zu realisieren. Das erforderliche Grundstück von sechs Hektar wurde notariell gesichert. Die Umweltgenehmigung ist erteilt. Die Beauftragungen der Mele Gruppe Mecklenburg-Vorpommern wurden im Beisein von Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph, durch den Gouverneur des Bundesstaates Paraná, den Bürgermeister der Stadt Toledo und durch den Geschäftsführer der MeleGruppe Dietrich Lehmann unterzeichnet. Beide Projekte haben ein insgesamtes Auftragsvolumen von 31 Millionen Euro. „Die Mele Gruppe und wir haben drei Jahre an diesem Projekt gearbeitet. Langer Atem und Technologieführerschaft aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich ausgezahlt. Ich freue mich darüber, dass nachhaltige Wertschöpfung in unserem Land und hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert wurden“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Mele Gruppe ist international gut aufgestellt

„Ich freue mich sehr, dass wir nach einer intensiven Vorbereitung zu diesem Abschluss gekommen sind und hiermit werden insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern hochqualifizierte Arbeitsplätze gesichert. Im Schlepptau können mehrere Firmen aus Deutschland ihre Produkte nach Brasilien liefern. Von besonderer Bedeutung für die Beauftragung war die Einbeziehung der Mele Akademie zur Ausbildung der Fachkräfte für die Betreibung dieser hochkomplexen Industrieanlage. Wir begleiten die Betreibung der Anlage über mehrere Jahre“, hob Rudolph hervor. Unter dem Titel „Paraná Plus – Biogasinitiative mit Zukunft“ ist mit brasilianischen Partnern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft eine klimaneutrale und dezentrale Energiestrategie für den ländlichen Raum entwickelt worden, die zukunftsweisende Umwelttechnik „Made in Mecklenburg-Vorpommern“ in Paraná befördern und sich zu einem Markenzeichen entwickeln soll. „Mit dem gemeinsamen Programm haben wir den Grundstein für eine nachhaltige Zusammenarbeit gelegt“, sagte Rudolph.

Vor Ort entsteht eine Biomethananlage mit einer Erzeugungskapazität von 700 Nm³/h (ca. 3,3 MW/h) Biomethan mit Erdgasqualität und Abscheidung von CO₂ zur industriellen Nutzung. (Nm³/h = Menge eines Gases, die bei 1,01325bar und 273,15K in einem Volumen von einem Kubikmeter enthalten ist) Hauptziel ist die Erzeugung eines grundlastfähigen, speicherbaren und klimaneutralen Energieträgers zur Variation der brasilianischen Energiematrix sowie der Senkung von zusätzlichen Treibhausgasen durch die Erzeugung von Biomethan und Nutzung von CO₂ für die Lebensmittelindustrie. Als Rohstoffe für die Biogaserzeugung werden insbesondere Schweinegülle und Reststoffe aus der regionalen Agrarproduktion eingesetzt. Aus den noch verfügbaren Gärresten wird ein hochwertiger Naturdünger, der chemischen Mineraldünger ersetzt, produziert. Das Investitionsvolumen für die schlüsselfertige Anlage beträgt rund 16 Millionen Euro.

Zudem entsteht eine mechanisch-biologische Abfallbearbeitungsanlage, die den Hausabfall der Stadt Toledo und weiterer 31 Gemeinden (400.000 Einwohner) umweltschonend aufbereitet, recycelt und organische Fraktionen zu Kompost verarbeitet. Die Anlage wird konzeptionell in Zusammenarbeit mit der Firma BN-Umwelt aus Rostock entwickelt. Das vorläufige Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro. „Die Anlage soll zukünftig eine hohe Wertschöpfung aus den eingelieferten Stoffen erzielen und eine Deponierung umweltschädlicher Stoffe weitgehend ausschließen. Dafür hat sich die Stadt Toledo mit ihren 31 umliegenden Gemeinden zu einer Kooperative zusammengeschlossen. Das ist wegweisend für die zukünftigen Aufgaben des Umweltschutzes und der nachhaltigen Energieerzeugung“, sagte Rudolph.

Informationen zum Außenhandel zwischen Brasilien und Mecklenburg-Vorpommern

Im Jahr 2018 betrug der Warenaustausch zwischen Brasilien und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 60 Millionen Euro. Im Jahr 2018 wurden aus Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 26 Millionen Euro nach Brasilien exportiert. Die wichtigsten Exportgüter waren Maschinen (15 Prozent), Hebezeuge und Fördermittel (15 Prozent) sowie Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (13 Prozent). Im gleichen Zeitraum wurden von Brasilien nach Mecklenburg-Vorpommern Waren im Wert von 34 Millionen Euro importiert. Die wichtigsten Importgüter waren Obst- und Gemüsesäfte (35 Prozent), Kaffee (28 Prozent) sowie Kleie, Abfallerzeugnisse zur Viehfütterung und Futtermittel (9 Prozent). Das Außenhandelsvolumen Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt hat im Jahr 2018 mit 13,8 Milliarden Euro einen Höchstwert erreicht (2017: 13,5 Milliarden Euro, 2016: 12,6 Milliarden Euro). Die wichtigsten Außenhandelspartner waren 2018 Polen (1,2 Milliarden Euro), die Niederlande (1,1 Milliarden Euro) und Schweden (eine Milliarde Euro).

Bildunterschrift:  V.l.n.r. Eduardo Bekin, Geschäftsführer Invest in Paraná; Carlos Massa Ratinho Junior, Gouverneur Paraná; Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit MV; Dietrich Lehmann, Geschäftsführender Gesellschafter der mele Gruppe; Helmut Tündermann, Senior Executive Manager der mele Gruppe; Christian Belt, Projektleiter mele Brasil, Quelle: BioPark Toledo

Rostock ist eine Museumsstadt

Städtische Museen blicken auf erfolgreiches Jahr zurück

Die Kunsthalle Rostock (62.000), das Kulturhistorische Museum Rostock (55.000), das Schifffahrtsmuseum (40.000) und das Heimatmuseum Warnemünde (13.000) haben mit gemeinsam 170.000 Besucherinnen und Besuchern ein erfolgreiches Jahr 2019 hinter sich. Die Ausstellung zum Universitätsjubiläum im Kulturhistorischen Museum und die Schau zum Palast der Republik in der Kunsthalle waren große Publikumsmagneten. „Ich denke, wir sind uns einig: Rostock ist eine Museumsstadt“, resümiert Dr. Kathrin Möller, die das Schifffahrtsmuseum leitet. Christoph Wegner, Leiter des Heimatmuseums Warnemünde, kann da nur zustimmen: „Unsere Bedeutung für Freizeit und Bildung in Rostock zeigt sich vor allem im hohen Interesse der Besucher. Und das ist schließlich das schönste Lob für unsere Arbeit. Wir sind mehr als der Regenschirm für Schlechtwettertouristen.“

Dr. Jörg-Uwe Neumann, Leiter der Kunsthalle Rostock, ergänzt: „Wir Museen sind als Bewahrer von Kulturgütern wichtig für die kulturelle Identität der Stadt und strahlen damit über die Grenzen Rostocks hinaus. Das zeigt auch die mediale Aufmerksamkeit – die Ausstellung zum Palast der Republik hat es sogar bis in die New York Times geschafft.“ Mit Beginn des neuen Jahres soll es selbstverständlich so erfolgreich weitergehen. Auch im Kulturhistorischen Museum bei Leiter Dr. Steffen Stuth ist die Vorfreude spürbar: „Alle Museen haben 2020 wieder ein anspruchsvolles Programm vorbereitet und wir freuen uns auf viele interessierte Besucherinnen und Besucher, inspirierende Begegnungen und Gespräche bei unseren zahlreichen Begleitveranstaltungen.“

Stettiner Polizei und Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern schützen gemeinsam Gewässer

Natürliche Ressourcen und biologische Vielfalt in der Odermündung und im Stettiner Haff erhalten 

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Küstenstreifenboot, Fotoquelle: https://www.polizei.mvnet.de/Polizei/LWSPA/

Die Woiwodschaftskommandantur der Polizei in Stettin (Komenda Wojewódzka Policji w Szczecinie) und das Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern wollen im Rahmen eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Projektes die Gewässer in den Gebieten Westpommerns und Mecklenburg-Vorpommerns intensiver überwachen. Die Marineakademie aus Stettin (Akademia Morska w Szczecinie) ist Kooperationspartner bei dem Vorhaben. „In vereinter Kraft und eng miteinander vernetzt werden die Projektpartner künftig die Gewässer der Region noch besser schützen, um die natürlichen Ressourcen und die biologische Vielfalt in der Odermündung und im Stettiner Haff bestmöglich zu erhalten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Neue Ausrüstung für Polizei

Ziel des Projektes ist es, über Überwachungs-, Präventiv- und Interventionstätigkeiten der Polizei beider Nationen Umweltverschmutzungen schneller aufzuklären und eine Schädigung der natürlichen Umwelt, etwa durch die Wilderei von Fischen, zu vermeiden. Dazu sollen die Polizeieinheiten mit modernen Booten, Nachtsichtgeräten und Fahrzeugen ausgerüstet werden. Zudem sind gemeinsame Seminare geplant, die sich unter anderem mit den Themen grenzüberschreitende Verfolgung in Wassergebieten, Evakuierung von Menschen auf Schiffen sowie mikroskopische Techniken zur Untersuchung von verunreinigtem Material. Weiter soll es Workshops für Schüler geben, um sie für den Schutz der Umwelt zu sensibilisieren. „Mit Unterstützung des Projektes gelingt es, die deutsche und polnische Polizei besser auszustatten, um die Küstengewässer zu schützen und vor allem Umweltsünder schnellstmöglich zu finden“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten betragen rund 397.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von rund 337.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen.

Informationen zum Programm Interreg V A

Das Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen ist Teil der europäischen Kohäsionspolitik und wird im Rahmen des eigenständigen Ziels „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Das Programm fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen deutschen und polnischen Partnern. Für das Programm stehen in der EU-Förderperiode bis 2020 insgesamt 134 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim, Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm.

Bessere medizinische Versorgung im ländlichen Raum von Mecklenburg-Vorpommern

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Mit europäischen Fördermitteln, ausgereicht durch das Land, sollen in Mecklenburg-Vorpommern bis Ende 2023 elf Vorhaben umgesetzt werden, mit denen die medizinische Versorgung insbesondere mit Haus- und Kinderärzten auf dem Land verbessert werden kann. Die Projekte haben sich im Rahmen eines Wettbewerbes durchgesetzt, zu dem das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt und die 14 lokalen Aktionsgruppen (LAGn) im Sommer 2019 aufgerufen hatten. 16 Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen haben die Teilnahmevoraussetzungen erfüllt; ihre Projektideen sind in die Bewertung durch die LAG-Mitglieder eingeflossen. Nun stehen die Siegervorhaben fest: Insgesamt elf Projekte werden mit 6 Millionen Euro Fördermitteln bei der Umsetzung unterstützt. „Mit dem Wettbewerb reagiert die Landesregierung auf die Auswirkungen des demografischen Wandels im ländlichen Raum hinsichtlich der medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Einerseits braucht die immer älter werdende Bevölkerung, die zusätzlich oft chronisch krank und mobilitätseingeschränkt ist, eine intensive Betreuung in Wohnortnähe. Andererseits verabschieden sich auch immer mehr praktizierende Ärzte in die Rente, sodass es innovativer Lösungen für die Ansiedlung junger Ärzte auf dem Land bedarf“, sagte der für die Entwicklung der ländlichen Räume zuständige Fachminister Dr. Till Backhaus. „Zu den Herausforderungen in unserem Bundesland zählen die flächendeckende Erreichbarkeit einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung sowie die Fachkräftegewinnung vor allem im ländlichen Raum. Die Initiatoren der Projekte haben zukunftsweisende Ideen eingereicht. So entstehen im Land weitere wohnortnahe, ambulante Versorgungsstrukturen, die für die Bürger in ländlichen Regionen eine Verbesserung der medizinischen Betreuung bringen. Jeder Arzt, der sich für den ländlichen Raum entscheidet, ist am Ende ein Gewinn für die Menschen vor Ort. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, beispielsweise durch die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Zu den elf Sieger-Vorhaben gehören:

  • Erweiterung des Gesundheitshauses Mirow
  • Neubau des Gesundheits- und Begegnungszentrums Neubukow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Tribsees
  • Umbau des Ärztehauses Altentreptow
  • Neubau eines Gesundheitszentrums in Marlow
  • Umbau des ehemaligen Jugendclubs zur Kinderarztpraxis in Thiessow
  • Neubau einer barrierefreien digitalen familienmedizinischen Einrichtung in Loitz
  • Um- und Ausbau der „Mühlenbruchschen Schenkung“ zum Gesundheitshaus in Warin
  • Sanierung und Ausbau eines unter Denkmalschutz stehenden Dreiseitenhofes zum Medizinischen Versorgungszentrum mit angegliederter Physiotherapie in Dobbertin
  • Umbau von vorhandenen Räumen zur Landarztpraxis in der Gemeinde Hanshagen
  • Sanierung und Erweiterung des Arzthauses in Vitte.

Um von den Fördermitteln zu profitieren, müssen die ausgewählten Vorhabenträger bis zum 15. März 2020 einen formalen Förderantrag beim örtlich zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt stellen. Die Gesamtinvestitionssumme für die elf ausgewählten Vorhaben beträgt rund 14,5 Millionen Euro.

Inselklänge – so klingt Rügen

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Rainer Wolter, Foto: Christian Thiele (TZR)

Putbus14.1.2020 Rügen spielt auf. Die Insel hebt den Taktstock und die See erklingt als erster Solist. Wie jeder Ort hat auch Rügen eine ganz eigene Melodie. Ob die Geräusche eines Küstenspaziergangs oder die Klänge eines ausgelassenen Festes: Musik, das ist Urlaub für die Seele, ein Strandtag für die Ohrmuschel. Im Themenjahr „Inselklänge“ lädt die Tourismuszentrale Rügen (TZR) 2020 zum Hinhören ein.

Und wie klingt Rügen? Rauschend oder beschwingt wie das Meer? Klassisch oder Tanzbar wie ein unvergessliches Konzert? Hardcore oder sandweich wie die Lieder der Insulaner? Sich diesen Fragen widmend, begibt sich die Tourismuszentrale Rügen auf eine akustische Reise über die Landschaft und zu den Partituren der Insel – zu Orgelbauern, Strandfesten, Konzerten, Seemannsgesang und Schifferklavier. Die TZR lüftet wohl gehütete Geheimnisse, ist schon da, bevor der erste Ton gespielt und der Vorhang hochgeht, schaut all jenen Insulanern über die Schulter, die ihr Schaffen dem Klang widmen. Wie Orgelbauer Rainer Wolter, seit 35 Jahren im Beruf und einer, der die insgesamt 37 Instrumente der Insel wie kein Zweiter kennt. Er nimmt uns mit in das Herz der „Königin der Instrumente“, der Orgel.

Auch Robert Stolt lebt für den Klang. Jedes Jahr organisiert er das Festival Tag am Meer mit, bei dem er selbst als DJ „Tagträumer2“ auflegt. Bei elektronischen Klängen wird die Tanzfläche zum Strand, das Wolkenspiel zur Diskokugel, die Ostsee zur Videoleinwand. Stolt gewährt spannende Einblicke in ein familiäres Festival, das auf Rügen eine feste Größe ist. Das gilt auch für das Theater Putbus, das in diesem Jahr sein 200-jähriges Jubiläum feiert. Der heutige Leiter Peter Gestwa erzählt von seinem Schaffen, der lebhaften Vergangenheit des Hauses und blickt mit Freude auf die erlesenen Konzerte, Lesungen und Festakte, die 2020 zu Ehren des 200 Jahre alten Theaters aufgeführt werden. Bei all den Geschichten bleibt es längst nicht theoretisch, denn es gilt selbst zu erleben, wie Rügen klingt. Ob beim Festspielfrühling mit klassischen Konzerten an unerhörten Orten, bei den Putbuser Festspielen im klassizistischen Theater, bei einem der zahlreichen Kirchenkonzerte oder zum Festival Tag am Meer mit den Füßen im Sand – Musik begleitet Einheimische und Gäste auf Schritt und Tritt.

Weitere Informationen gibt es unter www.ruegen.de/inselklaenge