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Bundesweiter Wettbewerb: Kultur- und Kreativpiloten aus Mecklenburg-Vorpommern gesucht

Chance für kreative Köpfe mit außergewöhnlichen Ideen aus Mecklenburg-Vorpommern

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Kreativ-Wettbewerb, Foto: Martina Wichor

Noch bis zum 1. Juli können sich Kultur- und Kreativschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern um die bundesweite Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten“ bewerben. Der Wettbewerb unter dem Motto „#bessermachen“ wendet sich an Unternehmen, Selbstständige, Gründer und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. „Der Wettbewerb ist eine großartige Chance für kreative Köpfe mit außergewöhnlichen Ideen aus Mecklenburg-Vorpommern. Egal ob Einzelkämpfer oder Teamplayer, egal ob die Kreation noch ein Gedankenspiel oder bereits umgesetzt ist – jeder kann mitmachen. Alle Kreativen bei uns sollten die Gelegenheit nutzen, um bundesweit auf sich aufmerksam zu machen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Individuelles Mentoring-Programm und fachspezifische Workshops für die Gewinner

Die Auszeichnung „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ wird im Namen der Bundesregierung jedes Jahr an 32 Unternehmen verliehen. Mit dem Wettbewerb bekommen Kreativunternehmer in ganz Deutschland die Chance, ihre Ideen und Projekte weiterzuentwickeln. Als Gewinn erhalten die Preisträger unter anderem neben der Auszeichnung die Möglichkeit, ein Jahr lang in einem Mentoring-Programm begleitet zu werden sowie an Workshops teilzunehmen. Unter den Gewinnern war im vergangenen Jahr TEXLAB (Team: Esther Stühmer) aus Greifswald, die eine Brücke bauen zwischen intelligenten Textilien und wirtschaftlicher Umsetzung. Das Angebot: Unternehmen können vor der Serienproduktion ein neues Produkt auf seine Marktreife untersuchen lassen. Im Produktionslabor stellt Esthers Team außerdem textiltechnische Prototypen her. 2016 errang „13° – Jackle und Heidi“ (Team: Franziska Göttsche, Martin Horst aus Neubrandenburg) eine Auszeichnung. Angefangen mit den ersten Eis-Experimenten in der heimischen Garage ist 13° heute die weltweit einzige Crossmedia-Agentur mit angegliederter Eismanufaktur. „Bei der Auszeichnung steht die Unternehmerpersönlichkeit im Mittelpunkt. Ziel ist es, Unterstützung für die individuelle Weiterentwicklung zu leisten und gleichzeitig Mut zu machen, den eigenen Weg weiter zu gehen“, sagte Glawe.

In nur drei Schritten bewerben

Die Bewerbung kann über ein Online-Formular auf www.kultur-kreativpiloten.de, per Post oder per Mail eingereicht werden. Die Bewerbung umfasst drei Schritte: Eine kurze Beschreibung der Idee, ein paar Informationen zur Person oder zum Team und ein kurzes Motivationsschreiben, warum man Kultur- und Kreativpilot werden möchte. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zu den Anmeldebedingungen unter: u-institut für unternehmerisches Denken und Handeln e.V., Jägerstraße 65, 10117 Berlin

www.kultur-kreativpiloten.de

Mail: kreativpiloten@u-institut.de, Facebook: facebook.com/kreativpiloten, Instagram: @kreativpiloten, Twitter: @kreativpiloten

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

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Reduzierter Eintritt für Kinder zum 800. Stadtgeburtstag von Freitag bis Sonntag

zoo-03-06-2018-098Anlässlich des 800. Stadtgeburtstages am 24. Juni und des 38. Internationalen Hansetages an diesem Wochenende gelten vom Freitag, 22. bis zum Sonntag, 24. Juni für alle Kinder und Jugendlichen von vier bis 16 Jahren reduzierte Eintrittspreise im Rostocker Zoo. Statt 9,50 Uhr werden nur 6 Euro fällig. Bis vier Jahre ist generell freier Eintritt.

„Wir freuen uns über ein buntes und internationales Geburtstagswochenende sowie über viele Gäste und empfehlen auf jeden Fall eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln“, so Zoodirektor Udo Nagel.

Informationen: http://www.hansetag-rostock.com 

Bildunterschrift: Zum großen Geburtstagsfest der Stadt erwartet auch der Zoo viele Gäste. Foto: Kindertag am 3. Juni 2018, Joachim Kloock

Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf

Minister Glawe fordert stärkere Sicherung der spezialärztlichen Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher – Stärkung der Ärztenetze notwendig – Organspende intensiv in Deutschland diskutieren

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

20.6.2018 – Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe hat im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) die stärkere Sicherung der spezialärztlichen Versorgung chronisch kranker Kinder und Jugendlicher gefordert. Das Land M-V hat hierfür einen Antrag eingebracht. „Chronisch kranke Kinder brauchen unsere Unterstützung und erreichbare hochqualifizierte Behandlungsmöglichkeiten gehören dazu. Wir brauchen neue ambulante Möglichkeiten zur Leistungserbringung für kinder- und jugendmedizinische Zentren an Krankenhäusern, die über die erforderliche Expertise verfügen“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die zweitägige bundesweite Konferenz der Gesundheitsminister beginnt am Mittwoch (20. Juni 2018).

Eine übergreifende Behandlung stärker im ambulanten und im stationären Bereich ermöglichen

„Die bisherigen Rechtsgrundlagen müssen weiterentwickelt werden. Durch den Wandel des Krankheitsspektrums ist es beispielsweise erforderlich, Behandlungsangebote in der Kinderheilkunde zu verändern. Wir brauchen hochqualifizierte Spezialisten – z. B. Kinderdiabetologen, Kinderrheumatologen – haben aber aufgrund der demografischen Situation gerade bei uns in Mecklenburg-Vorpommern das Problem, diese Fachkräfte zu finden“, so Glawe weiter. Das gelingt beispielsweise am besten an spezialisierten Zentren, die an größeren Kinderkliniken angebunden sind. „Es muss noch viel stärker als bisher eine übergreifende Behandlung im ambulanten und im stationären Bereich ermöglicht werden. Diese Situation gibt es nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern. Wir sehen mit Sorge, dass die Zukunft der Kindermedizin insbesondere in strukturschwächeren und ländlichen Räumen vor großen Herausforderungen steht“, betonte Glawe.

Stärkung der Ärztenetze – Versorgungslücken über Netzwerke zu schließen ist allemal besser als Einzelkämpfer zu sein

Darüber hinaus beschäftigt sich die Konferenz mit der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung durch die Stärkung der Ärztenetze. „Gerade in Flächenländern sind Ärzte-Netzwerke von großer Bedeutung. Versorgungslücken über Netzwerke zu schließen ist allemal besser als Einzelkämpfer in der Region zu sein. Vernetzung und Koordination von Versorgungsleistungen ist eine Herausforderung vor allem für ländliche Regionen. Gerade die Vernetzung auf den verschiedenen Ebenen, zum Beispiel im ambulanten und stationären Bereich, ist ein Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in unserem Flächenland“, machte Gesundheitsminister Glawe deutlich. Arzt- bzw. Praxisnetze brauchen hierfür die gleiche Rechtsstellung im Sozialgesetzbuch wie zugelassene Vertragsärzte, Vertragspsychotherapeuten und Medizinische Versorgungszentren, um die regionale Versorgung sicher zu stellen. „Dies ist wichtig, damit Arztnetzen die Möglichkeit gegeben wird, Arztsitze zu erwerben sowie Ärzte oder anderes medizinisches Personal anzustellen“, so Glawe.

Organspende intensiv in Deutschland diskutieren

Gesundheitsminister Glawe hat sich im Vorfeld der Gesundheitsministerkonferenz auch zum Thema Organspende geäußert. „Jede Organspende ist eine reelle Chance zum Überleben. Oft ist es so, dass erst die Betroffenheit im eigenen Umfeld verdeutlicht, wie wichtig das Thema ist. Dann kommt man ins Grübeln. Deshalb ist es wichtig, das Thema Organspende wieder stärker ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken“, sagte Glawe. Der Minister zeigt sich offen für eine Einführung einer Widerspruchslösung. Dabei geht es darum, dass Ärzte hirntoten Patienten Organe entnehmen können, wenn diese zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben. „Das Thema muss in Deutschland intensiv diskutiert werden. Es gibt viele Vorbehalte und Ängste. Entscheidend ist, die Spendersituation deutlich zu verbessern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. In Mecklenburg-Vorpommern gab es im Zeitraum Januar bis April 2018 nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) insgesamt 17 postmortale Organspender; im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum sieben. Im Gesamtjahr 2017 waren es 27 Organspender, das entspricht 16,8 Spender je einer Million Einwohner. Zum Vergleich: Bundesweit gab es 2017 insgesamt 797 Organspender, das entspricht 9,7 Spender je einer Million Einwohner. Mecklenburg-Vorpommern ist damit das Bundesland mit den meisten Organspendern bezogen auf die Einwohnerzahl.

Europa zu Gast in Rostock

38. Internationaler Hansetag Rostock 2018

Jedes Jahr begeht der Städtebund DIE HANSE in einer der 190 Mitgliedsstädte den Internationalen Hansetag. Vom 21. bis 24. Juni 2018 hat Rostock die Ehre, Gastgeber für rund 2.000 Delegierte, Kulturschaffende und Markttreibende aus 115 Hansestädten in 16 europäischen Ländern zu sein. Mit ihren Gästen feiern die Rostocker im gesamten Stadtzentrum den 800. Geburtstag der Hansestadt. Erwartet werden rund 400.000 Besucher.

19.6.2018 – Fast drei Jahre haben die Organisatoren auf dieses Event hingearbeitet: Am 21. Juni beginnt der 38. Internationale Hansetag als zentrale Veranstaltung von Rostocks 800. Gründungsjubiläum. Sieben Erlebnisbereiche laden in Rostocks Innenstadt sowie im Stadthafen Jung und Alt ein, historische und moderne Kultur, Kunst, Musik und Kulinarik kennenzulernen. Räumlicher Schwerpunkt sind der Neue Markt und die Hauptgeschäftsstraße bis zum Kröpeliner Tor, wo sich die Hansestädte präsentieren, Bühnen in Betrieb sind und eine Kunstausstellung unter freiem Himmel gezeigt wird. Highlights der Veranstaltung sind die Eröffnung am 21. Juni ab 19 Uhr mit einem Konzert und der Uraufführung der Jubiläumskantate durch die Norddeutsche Philharmonie Rostock und einer Schiffsparade im Stadthafen, die NDR Sommertour am 22. Juni mit Auftritten von Wincent Weiss und Philipp Dittberner, ROST(R)OCK – das Konzertereignis am Vorabend des Stadtgeburtstages mit Rostocker Bands, einer Lasershow und einem Höhenfeuerwerk einschließlich Live-Übertragung von der Fußball-WM – sowie der Festumzug „Rostocker Ümgang“ und die Abschlussveranstaltung mit der Übergabe der Hanseflagge am 24. Juni.

Eine besondere Ehre für die Hanse- und Universitätsstadt ist es, mehr als 2.000 Delegierte, Politiker, Unternehmer, Touristiker und Kulturschaffende aus den Mitgliedsstädten des Bundes DIE HANSE in Rostock begrüßen zu dürfen. „Wir zeigen den Gästen aus 115 Hansestädten in 16 Nationen Rostock von seiner besten Seite. Der Hansetag und der Hansebund der Neuzeit bieten großes Potential für gemeinsame Projekte und Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Stadt-Entwicklung“, erläutert Roland Methling, Oberbürgermeister der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Die Betreuung reicht von der Registrierung über ein innovatives Event Management System und Shuttleservices bis hin zur Zwei- bis Mehrsprachigkeit der Veranstaltung. Am 21. Juni lädt Rostock als Ausrichterstadt zum traditionellen Begrüßungsempfang in den Barocksaal ein. Hier, wie auch bei den anderen Protokollveranstaltungen, wird das Buffet zu einem großen Teil aus fair gehandelten oder regionalen Zutaten bestehen. „Verantwortungsbewusstes Handeln und Nachhaltigkeit sind uns Rostockern sehr wichtig. Seit 2012 dürfen wir uns Fairtrade-Stadt nennen, im Rahmen des Hansebundes führen wir den Vorsitz in der Arbeitsgruppe Faire Hanse“, so Methling. Das Thema Nachhaltigkeit bei den Hansetagen stärker zu beachten, war ein Wunsch der Jugendhanse. Auf der Delegiertenversammlung am 23. Juni sollen die von der Arbeitsgruppe erarbeiteten Richtlinien „Faire Hanse/Fairer Handel“ beschlossen werden. Zudem wird auf dem Alten Markt ein Fair Trade- und Regionalmarkt errichtet, der den Besuchern das Thema mittels Talkshows, Kunstinstallationen, Workshops und nicht zuletzt Kostproben näher bringt.

Der 38. Internationale Hansetag setzt zwei Schwerpunkte, die durch das Logo – die Kogge – und den Slogan „Einfach handeln!“ dargestellt werden. „Rostock ist ein attraktives Reiseziel, das bei Urlaubern durch sein maritimes Flair und seine Tradition als Hansestadt punktet. Der Hansetag macht genau diese Vorzüge erlebbar und bei Gästen aus ganz Europa bekannt“, verdeutlicht Matthias Fromm, Tourismusdirektor Rostock & Warnemünde. Die Koggen versprühen traditionelles Flair und laden die Gäste ein, Rostock von der Wasserseite aus zu erkunden. Am Passagierkai macht mit der „Cap San Diego“ der größte fahrbereite Museumsfrachter der Welt fest und lädt zu Open-Ship an Bord. Und auf den Segelschulschiffen werden 103 Jugendliche aus zwölf Nationen zu echten Seeleuten. Bei der Wahl der sieben Erlebnis-Bereiche wurde der Fokus bewusst auf historisch bedeutungsvolle Orte wie den Alten und den Neuen Markt, das Kröpeliner Tor und den Stadthafen gelegt. Auch alle drei großen Innenstadt-Kirchen werden in den Hansetag einbezogen. Wie bei historischen Hansetagen findet die Delegiertenversammlung in einer Kirche – St. Nikolai – statt. In der Marienkirche feiern die Delegierten am Sonntag gemeinsam einen Ökumenischen Gottesdienst. Am Fuße von St. Petri, dem Gründungsort von Rostock, auf dem Alten Markt, findet von Freitag bis Sonntag ein Bierfestival mit Antenne MV statt, an dem sich alle Brauereien unseres Küstenlandes beteiligen. „Rostocker Oehl“ war das Hauptexportgut der Hansestadt im Mittelalter.

Bereits am 5. Juni hat die „Kamper Kogge“ ihren niederländischen Heimathafen verlassen und sich auf den Weg nach Rostock gemacht. An Bord hat sie – so wie auch das Hanseschiff „Lisa von Lübeck“, die Kogge „Wissemara“ und das estnische Feuerschiff „Hiiu Ingel“ – typische Produkte aus Hansestädten. Diese werden mithilfe des historischen Holzkrans sowie am Freitagvormittag (22. Juni) beim großen Mittelaltermarkt auf der Silo-Halbinsel von Hand durch das „Hansevolk zu Lübeck“ entladen. „Ob Störtebeker Bier aus Stralsund, Kuchen aus Deventer, Käse aus Kampen, Likör aus Riga oder Kartoffelchips aus Greifswald, Zucker aus Anklam und Salz aus Lüneburg – wir freuen uns, dass sich so viele Unternehmen an der Aktion beteiligen und somit auch die traditionellen Schiffe unterstützen“, betont Rita Berkholz, Projektkoordinatorin des Hansetags Rostock. Als Dankeschön schickt die Hanseatische Brauerei Rostock mit jedem Schiff einen Kasten Jubiläumsbräu in den jeweiligen Heimathafen zurück. „Auch den vielen weiteren Unternehmen, die den Hansetag unterstützen, wie ROSTOCK PORT, die den Anlauf der ‚Cap San Diego‘ ermöglichen, möchten wir unseren herzlichen Dank aussprechen“, ergänzt Berkholz. Radio TEDDY gestaltet an der Silo-Halbinsel im Stadthafen ein Programm für die jüngsten Hanse- und Rostock-Fans mit einer Live-Sendung und Workshops am Freitag, dem 22. Juni. Während das Projekt „Hanse Trading“ alte Handelswege neu belebt, wagt sich der Hanse Kongress auf neues Terrain.

Durch das besondere Konzept ist der Kongress ein echtes Multi-Talent: Er ist zugleich Leistungsschau, Kontaktbörse und Geburtstagspräsent. Dabei werden Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft aus der Region Rostock ebenso zu Wort kommen, wie Vertreter aus anderen europäischen Städten. „Wir freuen uns auf Gäste aus den Niederlanden, Russland, Polen, Schweden, Finnland und der Ukraine ebenso wie auf die vielen Gäste aus den deutschen Hansestädten. Um für unseren Klein- und Mittelstand auch für wirklich nachhaltige Wirtschaftskontakte zu sorgen, werden wir als Unternehmerverband einen Kooperationsvertrag mit dem Unternehmerverband MKBD aus Deventer (Niederlande) schließen“, berichtet Manuela Balan, Geschäftsführerin Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. Der Hanse Kongress ist nicht das einzige Geschenk zum Stadtgeburtstag. Auch Rostock selber möchte seinen Einwohnern und deren Gästen eine Freude machen. „Wir stellen im Rostocker Oval sieben Riesenräder auf, mit denen kostenfreie Fahrten möglich sind. Zudem haben wir für Musikliebhaber zwei besondere Leckerbissen vorbereitet: Das Konzert „Karat meets Classic“ in der Stadthalle und das FESTival im Stadthafen mit Joris und Fritz Kalkbrenner am 24. Juni“, erläutert die Leiterin des Projektbüros Doppeljubiläum Franziska Nagorny. Ein weiterer Höhepunkt am Stadtgeburtstag wird der große Festumzug sein, bei dem neben den 115 Hansestädten rund 80 Vereine und Unternehmen aus Rostock mitlaufen und der mit mehr als 2.400 Beteiligen ein vielfältiges und fröhliches Bild von Rostock in die Welt schickt.

 

 

 

Neuer Maritimer Koordinator der Bundesregierung besucht Mecklenburg-Vorpommern

Maritime Industrie kommt voran – gemeinsame Anstrengungen notwendig

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

19.6.2018 – Am Dienstag hat der neue Maritime Koordinator der Bundesregierung Norbert Brackmann die maritimen Unternehmen Neptunwerft, Caterpillar und MV Werften in Rostock besucht. „Bei den hiesigen Werften herrscht eine positive Grundstimmung. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und es wird ordentlich investiert. Die maritime Industrie kommt voran. Auch aufgrund der Unterstützung des Bundes ist in den vergangenen Jahren vieles im maritimen Bereich im Land erst ermöglicht worden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe beim gemeinsamen Unternehmensbesuch bei den MV Werften in Rostock-Warnemünde. An dem heutigen Treffen hat unter anderem auch der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhard Rehberg teilgenommen.

Gemeinsame Anstrengungen notwendig

Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte dem Bund für sein bisheriges Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. Er machte deutlich, dass es auch wichtig sei, den Bund künftig mit im Boot zu wissen. „Das Land setzt sich weiter dafür ein, die bestmögliche Unterstützung zu bekommen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen mit allen Beteiligten notwendig. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs oder schafft bei Folgeaufträgen weitere Arbeitsplätze in den Unternehmen. Das ist heute eine Situation, die noch vor wenigen Monaten kaum vorstellbar war“, betonte Glawe weiter.

Schiffbau im Wandel – Bund und Land unterstützen Innovationen

Der Schiffbau der vergangenen Jahre ist in MV gekennzeichnet durch technisch hochwertigen, innovativen Spezialschiffbau. „Die maritime Wirtschaft befindet sich in einem ständigen Strukturwandel. Die heimische maritime Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Heute wird mit dem Know-how im Bau von Küstenschutzbooten und Kreuzfahrtschiffen für Meere und Flüsse international gepunktet“, so Glawe weiter. Gleichzeitig wird eine noch stärkere Konzentration auf Forschung, Entwicklung und Innovation nötig. „Die Technologie- und Forschungskapazitäten zu bündeln, zu vernetzen und weiter auszubauen ist eine der wesentlichen Aufgaben, die wir lösen müssen“, sagte der Wirtschaftsminister. Die Landesregierung leistet zum Teil gemeinsam mit dem Bund umfangreiche Unterstützung für die maritime Industrie. So werden z. B. mit dem vom Bund und den Küstenländern getragenen Innovationsförderprogramm „Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze“ anwendungsbezogene und produktnahe Förderungen unterstützt. Für die anteilige Förderung von 22 schiffbaulichen Innovationen der Werften in Mecklenburg-Vorpommern wurden bislang Landesmittel in Höhe von rund 7,0 Millionen Euro ausgezahlt bzw. bewilligt. „Die Landesregierung ist entschlossen, durch die Bereitstellung ausreichender Haushaltsmittel auch zukünftig für alle vom Bund geförderten Innovationsprojekte den Kofinanzierungsanteil zu leisten“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein großer Wirtschaftsfaktor. Zum Schiff- und Bootsbau im Land zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen (MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock) sind derzeit rund 2.670 Mitarbeiter und weitere 230 Auszubildende beschäftigt (Stand Ende März 2018). „Die Schiffbauindustrie ist für die Landesregierung eine strategische Industrie. Insofern gewährte und gewährt sie ihr bei ihrem Strukturwandel die bestmögliche Unterstützung. Die Werften in unserem Land zählen mit ihrer langen Schiffbautradition mit zu den größten Arbeitgebern und sind von daher von großer beschäftigungspolitischer Bedeutung“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Das maritime Erbe Rostocks auf einen Blick 

Die Schätze der Seefahrtsgeschichte lassen sich am besten auf einer Warnow-Tour vom Stadthafen nach Warnemünde entdecken

Auf Initiative des Maritimen Rates Rostock und mit tatkräftiger Unterstützung des Vereins der Seeleute Rostock und des Förderkreises für das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum wurde ein Flyer erstellt, der erstmals alle Standorte mit großen und kleineren maritimen Erbstücken an der Warnow auf einen Blick und auf einer Karte vereint.

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Das maritime Erbe Rostocks auf einen Blick , Flyer des Maritimen Rates, Foto: Joachim Kloock

18.6.2018 – „Der Flyer ist ein Geschenk der maritimen Vereine zum 800. Stadtgeburtstag“, sagte der Vorsitzende des Maritimen Rates Rostock e.V., Hans-Joachim Hasse. Gemeinsam mit Tourismusdirektor Matthias Fromm und rechtzeitig zum Start der großen Jubiläumsgeburtstagswoche mit dem 38. Internationalen Hansetag wurde heute der druckfrische Flyer an den beiden blauen Kränen im Stadthafen vorgestellt. Zunächst wurden für den Stadtgeburtstag 5.000 Exemplare gedruckt, die kostenfrei in den Tourist-Informationen und an vielen weiteren Stellen der Stadt ausliegen. „Der Flyer ist ein perfekter Wegweiser und Orientierung für alle Freunde der maritimen Geschichte“, hob Matthias Fromm hervor. Gerade die vielfältigen Spuren aus der aktiven Hansezeit und auch der DDR-Schifffahrt machen Rostock für viele Besucher so einzigartig.“ Zugleich sei der Flyer des Maritimen Rates aber auch ein sehr gutes Beispiel für die vielen Initiativen von Vereinen, Bürgern und Unternehmen zum 800. Geburtstag der Hanse- und Universitätsstadt, die das Stadtjubiläum zu etwas Besonderem machen.

Im Flyer werden alle maritimen Hotspots der Stadt am südlichen und nördlichen Unterwarnowufer aufgeführt. „Am besten können die Zeugen unserer maritim-hanseatischen Geschichte mit einer Bootstour vom Stadthafen nach Warnemünde erkundet werden“, so Hasse. „Dort konzentrieren sich fast alle historischen Standorte, die viel über unsere Vergangenheit und deutsche Ingenieurskunst verraten.“ Als Beispiele nannte der Vereinsvorsitzende das Traditionsschiff und den Schwimmkran „Langer Heinrich“, aber auch ehemalige und noch arbeitende Werften, alte Speicher, Krananlagen und Terminals. „Wir waren selbst erstaunt, wie viel da auf einer Karte zusammenkommt, obwohl wir sicher keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben können. Auf jeden Fall soll unser Flyer dazu beitragen, das maritime Erbe der Stadt noch sichtbarer und erlebbarer zu machen.“

Der Maritime Rat Rostock e.V.

Der Maritime Rat Rostock wurde im Januar 2013 mit der Zielstellung gegründet, ein Ansprechpartner für die Erfassung und die Erhaltung maritimer Sachzeugen der Stadt Rostock zu sein. Er vereinigt maritime Vereine und Institutionen der Stadt. Ihre Bemühungen zielen auf die Erhaltung des maritimen Erbes der Hansestadt Rostock und sie suchen dazu die Zusammenarbeit mit der maritimen Wirtschaft und den politischen Entscheidungsträgern der Stadt und des Landes. Der Maritime Rat engagiert sich für die Gestaltung und Entwicklung einer touristisch-maritimen Meile im Stadthafen, die Förderung des Schiffbau- und Schifffahrtmuseums, das Marinedenkmal Am Kabutzenhof und die touristische Erschließung weiterer maritimer Zeitzeugen der Stadt.

Weitere Informationen unter www.maritimer-rat-rostock-ev.de

Bildunterschrift: Präsentierten heute den druckfrischen Flyer auf dem blauen Kran im Stadthafen: Tourismusdirektor Matthias Fromm (li.) und der Vorsitzende des Maritimen Rates Rostock e.V., Hans-Joachim Hasse. Foto: Joachim Kloock

F. C. Hansa Rostock startet in die Saison 2018/2019

18.6.2018 – Der F. C. Hansa Rostock ist am Sonntag mit einem bunten Programm in die neue Saison gestartet. Zahlreiche Fans fanden sich am Vormittag bei der Saisoneröffnung, die bei der OSPA-Filiale am Vögenteich stattfand, ein, um die neuen Spieler kennen zu lernen und erstmals die neuen Trikots zu sehen. Zunächst standen Pavel Dotchev, Markus Thiele und unser neuer Torwarttrainer Dirk Orlishausen den Fragen der Journalisten bei der öffentlichen Freiluft-Pressekonferenz Rede und Antwort und untermauerten dabei die Aufstiegsambitionen der Kogge in der kommenden Saison. Nach einer kurzen Autogrammstunde, bei denen die Hansa-Fans den Neuzugängen erstmals näher kamen, erste Gespräche führten und sich natürlich Foto-Wünsche erfüllen ließen, folgte das Highlight des Tages: Die offizielle Trikotpräsentation unter dem Motto: Mit Stolz und Leidenschaft in blau und weiß.  (Auszug aus PM des F. C. Hansa Rostock)