Archiv für 6. Juli 2019

Faszination Goalball – wir leben unseren Traum

Ticketverkauf für die Goalball-Europameisterschaft vom 8. bis 13. Oktober in Rostock startet am 1. August

Foto-PK-01_Foto_Joachim_KloockDie Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist vom 8. bis 13. Oktober erstmals Austragungsort einer Europameisterschaft in der paralympischen Sportart Goalball. Heute hat der Rostocker Nationalspieler und Organisationsleiter Reno Tiede über den Spielplan, den Start des Ticketverkaufs und weitere organisatorische Details informiert. Die deutsche Nationalmannschaft der Männer strebt als Vizeweltmeister von 2018 den Europameistertitel an. Für die Frauen geht es neben einer Top-Platzierung auch noch um die Qualifikation für die Paralympischen Spiele in Tokio 2020. 

Die Europameisterschaft wird in der Stadthalle Rostock sowie in der OSPA-Arena ausgetragen. Jeweils zehn Frauen- und Männerteams aus 15 Nationen kämpfen um die begehrten Titel. Schirmherr ist Bundesinnenminister Horst Seehofer. Seit 1976 ist Goalball im Programm der Paralympics und die weltweit beliebteste Ballsportart für Menschen mit einer Sehbehinderung.  Nach den Spielen 2016 in Rio de Janeiro, die mit einem sechsten Platz für die Männer erfolgreich verliefen, haben die Rostocker Goalballer um Nationalspieler Reno Tiede die Initiative ergriffen und sich beim Weltverband IBSA (International Blind Sports Federation) für die Europameisterschaft 2019 beworben. „Mit unserem Konzept konnten wir uns im Dezember 2017 gegen die Türkei und Israel durchsetzen“, sagte Reno Tiede beim heutigen Auftaktpressegespräch im offiziellen EM-Mannschaftshotel Radisson Blu. „Für uns beginnt jetzt organisatorisch und sportlich die heiße Phase. Wir können es gar nicht erwarten, hier in Rostock alles zu geben, leidenschaftlich und bestens vorbereitet um die Europameistertitel zu kämpfen“, betonte der 29-Jährige. Bei der letzten EM vor zwei Jahren in Finnland mussten sich die Männer erst im Finale den Litauern geschlagen geben. Die Frauen erreichten den siebten Platz. Die größten Erfolge der Männer waren die WM-Siege 1978 und 1990 sowie der Paralympsieg 1980. Die Damen gewannen 1996 paralympisches Gold und holten im Gegensatz zu den Herren schon zweimal den EM-Titel, nämlich 1985 und 2005.

ARD und ZDF begleiten die Halbfinal- und Finalspiele

Am 8. Oktober wird die Heim-EM mit einer bunten Show und Rahmenprogramm in der Stadthalle Rostock eröffnet, bevor die beiden Auftaktspiele der Männer um 18.30 Uhr gegen Spanien und der Frauen um 20 Uhr gegen die Niederlande starten. „Ab dem 1. August können die Tickets direkt über unsere Webseite www.em-rostock2019.de erworben werden“, informierte Tiede. „Die Preise haben wir fanfreundlich gestaltet, so gibt es schon Tageskarten für 6 Euro. Es ist jedoch auch möglich, ein EM-Ticket für alle oder nur für die deutschen Spiele zu erwerben. Alle Eintrittskarten berechtigen zur kostenfreien Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs mit der RSAG.“ Goalball ist international und vor allem auch in Deutschland im Aufwind. Einen deutlichen Rückenwind für ihren Sport erhoffen sich die deutschen Goalballer durch die Begleitung der Halb- und Finalspiele am 12. und 13. Oktober durch ARD und ZDF. „Wir lieben unseren Sport und möchten noch mehr Menschen für Goalball begeistern – das geht am besten mit einer perfekten EM“, sagte Reno Tiede. Zum Para Sport-Highlight 2019 werden in Rostock 120 Athleten sowie 60 Trainer und Begleitpersonal erwartet, die alle im Mannschaftshotel Radisson Blu übernachten werden.

Weitere ehrenamtliche Unterstützer gesucht

Bereits 50 ehrenamtliche Helfer haben ihre Unterstützung für die Goalball-Europameisterschaft zugesagt. „Während der EM im Oktober benötigen wir jedoch mindestens 150 Helferinnen und Helfer. Deshalb würden wir uns über weitere Ehrenamtler sehr freuen“, unterstrich der Nationalspieler, der heuteauch den EM-Trailer „Das ist unser Moment“ erstmals präsentierte. Das emotionale Video zur EM wurde von NordischMediaDesign aus Marlow erstellt und soll auf möglichst vielen Kanälen auf das sportliche Highlight der Goalballer aufmerksam machen. Reno Tiede bedankte sich heute auch für die tatkräftige Unterstützung durch das Bundesinnenministerium, die Landesregierung MV, die Stadt Rostock und die Förderorganisation AktionMensch sowie bei den Hauptsponsoren Toyota, OSPA, WIRO, Radisson Blu und AOK Nordost.

Hier können sich interessierte ehrenamtliche Unterstützer melden: 
www.dbs-npc.de/goalball-em-volunteers-anmeldung.html

Link Trailer: https://bit.ly/2LAXFef

Was ist eigentlich Goalball? 

Bereits seit 1976 gehört die traditionsreiche Sportart für Menschen mit Sehbehinderung zum Programm der Paralympics. Zwei Dreier-Teams spielen mit einem 1,25 Kilogramm schweren blauen Klingelball auf neun Meter breite und 1,30 Meter hohe Tore, alle Spieler tragen dabei Dunkelbrillen. Es ist ein rasanter und temporeicher Sport. Die Bälle erreichen in der Spitze bis zu 80 km/h, Abwehr- und Angriffsaktionen wechseln sich ständig ab. In der 24-minütigen Partie – zwölf Minuten effektive Spielzeit pro Hälfte – haben beide Mannschaften im Schnitt über 100 Würfe. „Das erfordert nicht nur gute Kondition und Reaktion, sondern auch Konzentration. Zudem ist Goalball geprägt von Taktik und Strategie, ein bisschen wie Schach“, erklärte Nationaltrainer Johannes Günther. Die Goalball-EM in Zahlen: 6 Tage…66 Spiele…20 Teams… mit 120 Aktiven… in einer einzigartigen Sportart… mit einem großen Ziel: Europameister 2019!

Mehr Informationen unter www.em-rostock2019.de

Bildunterschrift: Freuen sich auf die Heim-EM und wollen möglichst viele Menschen für Goalball begeistern – Nationalspieler Reno Tiede (re.), der Vizepräsident vom Verband für Behinderten- und Rehasport MV, Steffen Kästner (2.v.li.) sowie EM-Volunteer-Managerin Charlotte Kaercher und Matthias Auth vom EM-Organisationsteam auf der Dachterrasse des Mannschaftshotels Radisson Blu. Foto: Joachim Kloock

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Unternehmer des Jahres in MV in Dargun geehrt

Rekordbeteiligung beim Unternehmer des Jahres – starke Unternehmerschaft ist unser Innovationsmotor – Herausforderung sind Fachkräftesicherung und -gewinnung

00014746Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat gemeinsam mit den Trägern die Preise für den „Unternehmer des Jahres“ in der Kloster- und Schlossanlage Dargun (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) übergeben. „Alle Preisträger stehen für die Vielfalt der heimischen Wirtschaft. Familienfreundlichkeit, eine positive unternehmerische Entwicklung sowie innovative Ideen zeichnen die Preisträger aus. Eine starke Unternehmerschaft ist unser Innovationsmotor. Sie sorgt im Ergebnis für mehr qualifizierte Arbeitsplätze, die wir in unserem Land dringend benötigen. Wir brauchen mehr solch engagierter Unternehmerinnen und Unternehmer die bereit sind, Risiken einzugehen und Chancen zu nutzen. Arbeitsplätze schafft das Unternehmertum. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag vor Ort.  Dr. Wolfgang Blank, Präsident der geschäftsführenden IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern der IHKs in MV sagte: „Wer sich entschieden hat, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein, übernimmt Verantwortung, die eigene Firma zum Erfolg zu führen, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Zukunftsperspektive zu bieten. Die Preisträger stehen stellvertretend für tausende Unternehmerinnen und Unternehmer in unserem Land, die mit viel Kreativität dafür sorgen, dass sich Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich weiterentwickelt. Im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft der IHKs in MV, die zu den Trägern des Wettbewerbs zählt, sage ich Danke und gratuliere den diesjährigen Preisträgern und Finalisten sehr herzlich.“

Wirtschaft erweist sich als robust – Herausforderung sind Fachkräftesicherung und -gewinnung

Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern erweist sich als robust. „Der Arbeitsmarkt profitiert von einem stabilen Wirtschaftswachstum. Das ist ein Verdienst der heimischen Industrie-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Im Tourismus, in der Gesundheitswirtschaft, im Handwerk, in der Logistikbranche und im Dienstleistungsbereich gibt es eine wachsende Nachfrage. Das kurbelt vor allem die Binnenwirtschaft weiter an. Gleichwohl hat sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland insgesamt etwas eingetrübt, bedingt durch zunehmende Unsicherheiten und Nachfragerückgänge im Außenhandel“, machte Glawe weiter deutlich. „Fachkräftesicherung und -gewinnung sowie Unternehmensnachfolgen sind für Unternehmen große Herausforderungen. In vielen Unternehmen, die um die Wendezeit gestartet sind, findet ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten dabei Chancen, sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen“. Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern betrug 2011 rund 36,3 Mrd. Euro, 2018 wurde mit rund 44,9 Mrd. Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt, ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Jahr 2018 war ein Rekordjahr für die Tourismusbranche. Mit einem Ergebnis von 30,9 Mio. Übernachtungen hat die Branche den höchsten Wert überhaupt erzählt. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,9 Mio. um 4,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Betrug die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 rund 107.500, lag sie im Jahresdurchschnitt 2018 bei rund 65.000 Arbeitslosen, das sind rund 42.500 Arbeitslose oder rund 40 Prozent weniger.

Rekordbeteiligung beim Unternehmer des Jahres – 136 Nominierungen für den Preis eingegangen

Der „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde in diesem Jahr zum 12. Mal vergeben, erstmals im Jahr 2008. Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe dankte im Namen der Träger allen am Wettbewerb teilnehmenden Unternehmen. „Die Firmen im gesamten Land tragen dazu bei, dass sich die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu einem attraktiven Unternehmens-, Arbeits- und Lebensstandort entwickelt hat. Insgesamt sind 136 Nominierungen aus dem gesamten Land eingegangen. Das sind so viele wie nie zuvor. Das spricht auch für die Anerkennung und Wertschätzung für den Preis“, betonte Glawe. Ein Großteil der Nominierungen kommt aus dem Dienstleistungsbereich (32 Prozent), dem verarbeitenden Gewerbe (20,5 Prozent), dem Handel (23 Prozent) sowie der Gesundheitswirtschaft (11,5 Prozent). Die Bewerbungen wurden von Städten, Gemeinden, Kammern, Verbänden, Sparkassen und Belegschaften der Unternehmen eingereicht.

Informationen zum Preis – Träger der Veranstaltung – Stele, Urkunde und Preisgeld

Die Gewinner wurden in den drei Kategorien „Unternehmerpersönlichkeit“, „Unternehmensentwicklung“ sowie „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“ ausgezeichnet. Zudem wurden zwei Sonderpreise vergeben. Ausgelobt wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, jeweils eine Urkunde und eine hochwertige Stele aus der Werkstatt der Rostocker Designerin Anna Silberstein. Träger des landesweiten und branchenübergreifenden Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die drei Industrie- und Handwerkskammern in MV, die beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern (VUMV). „Ich danke besonders auch der Jury für ihren Einsatz, die diesjährigen Gewinner in dem spannenden Wettbewerb aus der Vielzahl der Nominierungen herauszufiltern. Das Ergebnis sind in diesem Jahr neun Finalisten, drei Preisträger und zwei Sonderpreisträger“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Alle Preisträger und Finalisten „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern“ im Überblick

Kategorie: Unternehmerpersönlichkeit

Trebing & Himstedt Prozessautomation GmbH & Co. KG aus Schwerin, Preisträger: Steffen Himstedt – Geschäftsführer

Finalisten „Unternehmerpersönlichkeit“ 

Jörg Reichau, Bäckerei & Konditorei Reichau, Branche: Handwerk, Grambin/Landkreis Vorpommern-Greifswald

Kathrin Jeromin-Roggow,  Avedo Neubrandenburg GmbH, Branche: Dienstleistungen, Neubrandenburg/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Gerald Jungjohann, Volker Jensen, Jungjohann & Jensen GmbH, Branche: Garten und Landschaftsbau, Güstrow/Landkreis Rostock

Kategorie: Unternehmensentwicklung

H.O. Schlüter GmbH aus Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim), Preisträger: Sven Thomsen – Geschäftsführer Bereich Kunststoffbau

Finalisten „Unternehmensentwicklung“ 

Hagen Wustlich, PLANET intelligent Systems GmbH, Branche IT, Raben-Steinfeld/Landkreis Ludwigslust-Parchim

Michael Boddenberg, Siegbert Hüttel, Fahrtec Systeme GmbH, Branche: Fahrzeugbau, Neubrandenburg/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Dr. Thomas Diestel, Dr. Diestel GmbH, Branche: Handwerk, Rostock

Kategorie: Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit

Owe Gluth GmbH aus Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte), Preisträger: Owe Gluth – Geschäftsführer

Finalisten „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“

Torsten Grundke, Media Markt TV-HiFi-Elektro GmbH Stralsund, Branche: Einzelhandel, Stralsund/Landkreis Vorpommern-Rügen

Ingo Meyer,   Neubrandenburger Stadtwerke GmbH Branche: Energieversorger, Neubrandenburg/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Susanne Witt, Daniel Hirsch, mwh HIRSCH Steuerberatungsgesellschaft mbH, Branche: Steuerberatung, Stralsund/Landkreis Vorpommern-Rügen und Neustrelitz/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Sonderpreise

Sonderpreis „Erzeugung trifft Wertschöpfung“

Insel Öhe – Schillings Gasthöfe – Hiddenseer Kutterfisch

Preisträger: Mathias Schilling in Schaprode / Insel Öhe

Sonderpreis „Digital regional verwurzelt“

advocado GmbH aus Greifswald (Landkreis Vorpommern Greifswald)

Preisträger: Maximilian Block und Jacob Saß

Bildunterschrift: Maximilian Block, Jacob Saß, advocado GmbH aus Greifswald (Sonderpreis 2019: „Digital regional verwurzelt“), Steffen Himstedt – Geschäftsführer Trebing & Himstedt Prozeßautomation GmbH & Co. KG, Schwerin (Kategorie „Unternehmerpersönlichkeit“), Sven Kiesow Geschäftsführer Owe Gluth GmbH, Neubrandenburg/LK MSE (Kategorie III „Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit“), Antje Köhnke Leiterin Service und Personalentwicklung Owe Gluth GmbH, Wirtschaftsminister Harry Glawe, Mathias Schilling, Ökologischer Landbau Schilling GbR, Schillings Gasthöfe, Hiddenseer Kutterfisch aus Schaprode / LK VR (Sonderpreise 2019: „Erzeugung trifft Wertschöpfung“), Sven Thomsen – Geschäftsführer Bereich Kunststoffbau, H.O. Schlüter GmbH, Lübz / LK LUP (Kategorie „Unternehmensentwicklung“) [v.l.]. Foto: Norbert Fellechner/Wirtschaftsministerium