Archiv für 12. Juni 2019

385.989 Kilometer für ein besseres Stadtklima und mehr Lebensqualität

Rostocker STADTRADEL-Bilanz 2019 

Stadtradeln in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Stadtradeln in Rostock, Foto: Joachim Kloock

Vom 5. bis 25. Mai 2019 wurde in Rostock kräftig in die Pedale getreteund geradelt was das Zeug hält. Im Rahmen der bundesweiten Aktion STADTRADELN haben sich Radelnde aus ganz Rostock zusammengeschlossen und sind für ein besseres Stadtklima und mehr Lebensqualität geradelt. Rostock nahm bereits zum elften Mal teil. Die Stabsstelle Mobilitätsmanagement als lokaler Koordinator freut sich über diesen positiven Trend und die wachsende Bekanntheit der Aktion. Denn in diesem Jahr gab es eine Vielzahl an neuen Teams, die sich dem STADTRADELN angeschlossen haben. Dabei waren aber auch viele alte Bekannte, die sich jedem Jahr dem Wettbewerb um die meisten Kilometer stellen. Ein großer Dank richtet sich außerdem an die zahlreichen Tourenanbieter, die es ermöglicht haben, dass elf Fahrradtouren für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm während des Aktionszeitraums sorgten. Insgesamt haben 2.344 Radlerinnen und Radler in 143 Teams an der Aktion teilgenommen – das waren zehn Prozent mehr Teams als im Vorjahr. Gemeinsam wurden 385.989 Kilometer erradelt, was einer Strecke von fast zehnmal um den Äquator gleichkommt. Jede mit dem Fahrrad zurückgelegte Strecke ist eine eingesparte Autofahrt. Somit kann das Ergebnis auch in 55 Tonnen eingespartes CO2 ausgedrückt werden.

In diesem Jahr werden ebenso die besten Teams belohnt und erhalten beim Klimaaktionstag in der Langen Straße am 22. September ihre Auszeichnung und Preise. Zu den besten Teams mit den meisten Radkilometern zählen die Universitätsmedizin Rostock mit 18.722 km, Inros Lackner mit 16.292 km und Cortronik mit 14.135 km. Das fahrradaktivste Team ist wie bereits 2018 Liegerad Rostock & Friends mit starken 937 geradelten Kilometer pro Teammitglied geworden! Ganz besonders erfreulich ist, dass wieder zahlreiche Schulen und Kindertagesstätten am STADTRADELN teilnahmen, allen voran die Don-Bosco-Schule mit über 200 Teilnehmenden, die auf 24.541 Radelkilometer kamen.  Senator Holger Matthäus als Schirmherr der Aktion weiß, dass es mit Hilfe solcher spielerischen Aktionen gelingt, immer mehr Personen besonders für die kürzeren Strecken in der Stadt auf das Fahrrad zu bekommen. „STADTRADELN kann helfen, aus Freizeitradlern Gewohnheitsradler werden zu lassen. Die riesige Beteiligung zeigt einfach: das Fahrrad ist ein wichtiges Fortbewegungsmittel einer modernen Stadt!“

Während des gesamten Aktionszeitraums haben die Rostocker STADTRADEL-Stars, die katholischen Schwestern Birgit und Bernadet der Christuskirche Rostock, auf das Auto verzichtet und alle Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Sie zeigten, wie sich das Fahrrad in ihr Leben einfügt sowie die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten als Fortbewegungsmittel, Sportgerät, Ort der Ruhe oder als Lastenträger. Ihre Eindrücke haben sie in einem Blog niedergeschrieben – nachzulesen im Internet unter der Adresse http://www.stadtradeln.de/rostock.  Weitere Informationen und alle Resultate unter:
http://www.stadtradeln.de/rostock

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Alte Zünfte und zeitgenössische Künste beim Eldenaer Klostermarkt am 15. und 16. Juni

Klosterruine Eldena, Foto: Joachim Kloock

Klosterruine Eldena, Foto: Joachim Kloock

Handwerker, Krämer, Schausteller und Ritter halten am 15. und 16. Juni 2019 wieder Einzug in die Parkanlage und Scheune der Klosterruine Eldena. Sie alle präsentieren beim 6. Klostermarkt am Samstag, von 10:00 bis 19:00 Uhr und am Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr ihr Können und ihre Produkte. Mittelalterliche Live-Musik und eine Vielzahl an Mitmachangeboten lassen Besucher jeden Alters in eine andere Welt eintauchen. Gewandetes Marktvolk verkauft ritterliche Accessoires. Besucher können sich unter anderem beim Sensen einer Wildwiese, beim Weidenflechten, Basteln von Specksteinanhängern, Schreiben mit Feder sowie im Textildruck ausprobieren. Dazu liegt der Duft von frischem Brot, Gegrilltem, Kräutern und Blumen in der Luft. Der Eintritt ist frei.

Die IG Greifenschlag schlägt ihr Lager auf und führt Rüstungen und Waffen eines Ritters vor, erklärt, was dieser eigentlich unter seiner Rüstung trug, und präsentiert Schwert-Schaukämpfe. Auch ein reisender Schmied zeigt sein Handwerk und berichtet über die Zeit der Klostergründung und die reisenden Handwerker der damaligen Zeit. Gemeinsam mit dem Greifenbund Bogensport e.V. können Hobbyschützen ihr Geschick mit Pfeil und Bogen unter Beweis stellen.

In ruhigeren Momenten können die Marktbesucher im schattig gelegenen Märchenzelt den Erzählerinnen lauschen oder inmitten der alten Klostergemäuer den Schauspielern des Theaters zusehen: Sie spielen Ausschnitte aus dem Stück „Die Tochter des D‘Artagnan“,welches im Juni und Juli an mehreren Tagen in voller Länge in der Klosterruine aufgeführt wird.

Vollständiges Programm auf: www.greifswald.de/klostermarkt

„Ship to Business“ – Willkommen an Bord – Gründer und Investoren der Gesundheitswirtschaft stellen sich vor

Unternehmensgründerinnen und –gründer sind unverzichtbarer Katalysator der wirtschaftlichen Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns. Wir brauchen mehr innovative Gründungen in allen Wirtschaftsbereichen. Finanzdienstleister sollten Mut und Innovationsbereitschaft weniger bremsen und mehr fördern

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Technologiezentrum Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

„Ship to Business“ – Herzlich willkommen an Bord: Am Dienstag haben sich über 80 Gründerinnen und Gründer, Unternehmen sowie Vertreter aus Verwaltung und Politik zu einem innovativen Gründer- und Investorentreffen im Bereich der Gesundheitswirtschaft auf einem Schiff der „Weißen Flotte“ Rostock getroffen. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph warb vor Ort für mehr innovative Gründungen im Land sowie für eine geordnetere und eine zügigere Vernetzung mit etablierten Unternehmen und für mehr Mut von Kapitalgebern. „Unternehmensgründerinnen und -gründer sind unverzichtbarer Katalysator der wirtschaftlichen Zukunft Mecklenburg-Vorpommerns. Sie sind ein wichtiger Jobmotor und wichtig für die Stärkung der einheimischen Wirtschaft. Gründerinnen und Gründer sind Treiber für Innovationen in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen und tragen ganz wesentlich zu wirtschaftlicher Dynamik und zum Strukturwandel bei. Wir brauchen mehr innovative Gründungen in allen Wirtschaftsbereichen unseres Landes. Umso wichtiger ist es, junge Unternehmen bei der Umsetzung von neuen, innovativen Ideen und der Vernetzung mit dem etablierten Mittelstand zu unterstützen. Finanzdienstleister sollten Mut und Innovationsbereitschaft weniger bremsen und mehr fördern“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Dienstag. Die Veranstaltung hat im Vorfeld der am Mittwoch beginnenden zweitägigen Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft stattgefunden. „Ship to Business“ wurde organisiert von der BioCon Valley® GmbH zusammen mit der CORAK Innovation Management e. G. und wurde unterstützt von Rostock Business – der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH.

Mehr Existenzgründungen gebraucht

Nach Angaben des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) lag die Zahl der gewerblichen Existenzgründungen in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2018 bei 3.880 (2017: 3.905). „Der aktuelle Beschäftigungsrekord auf dem Arbeitsmarkt schlägt direkt auf die Gründungstätigkeit durch. Hier macht sich die hohe Nachfrage der Unternehmen nach Fachkräften bemerkbar. Statt die Risiken einer Gründung auf sich zu nehmen, entscheiden sich viele für das Mehr an relativer Sicherheit durch eine Festanstellung im Unternehmen. Die Finanzdienstleister unterstützen Gründerinnen und Gründer von vorbildlich bis gar nicht. Hier versucht das Land durch eigene Unterstützungsmöglichkeiten Gründerinnen und Gründern zu helfen“, so Rudolph weiter.

Unterstützungsmöglichkeiten für Gründer nutzen

Der Wirtschaftsstaatssekretär machte auf die Möglichkeiten der Gründungs- und Startup-Förderung des Wirtschaftsministeriums aufmerksam. Ein Beispiel ist die der Beteiligungsfonds der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft mbH (MBMV) mit dem revolvierenden Fonds „MBMV innoSTARTup“. „Neu ist, dass neben den Fördermöglichkeiten für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben jetzt auch Beteiligungen für digitale Geschäftsmodelle vergeben werden können“, so Rudolph weiter. Mit einem Fondsvolumen von knapp 15 Millionen Euro können Finanzierungen von Innovationen im Bereich der Forschung und Entwicklung weitergeführt werden. Gefördert werden kleinste, kleine und mittlere Unternehmen und auch Existenzgründungen. „Wir wollen mit dem Fonds mögliche Finanzierungslücken bei den Unternehmen schließen und zugleich die Eigenkapitalbasis kleiner und mittlerer Unternehmen auf eine breitere Grundlage stellen. Junge innovative Technologieunternehmen und Existenzgründerinnen und -gründer können Risikokapital erhalten, um beispielsweise Digitalisierungsprozesse einzuleiten oder verstärkt Forschungs- und Entwicklungsinitiativen voran zu treiben“, sagte Rudolph weiter. Darüber hinaus gibt es den Venture Capital Fonds Mecklenburg-Vorpommern (VCFMV). Dieser wurde angelegt, um jungen technologieorientierten Unternehmen den Zugang zu Risikokapital zu erleichtern. „Das bei Weitem größte Hemmnis für Gründungen von innovativen Technologieunternehmen ist der Mangel an passenden Finanzierungsmöglichkeiten“, machte Rudolph deutlich. Das Fondsvolumen beträgt insgesamt 10 Millionen Euro und speist sich aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Verwaltet wird der Venture Capital Fonds von der GENIUS Venture Capital GmbH Schwerin.

Start in die Selbstständigkeit erleichtern

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise durch das Programm MV-Gründerstipendium. Es unterstützt Gründungswillige mit Hochschulabschluss oder beruflicher Praxis bei der Umsetzung ihrer innovativen und wissensbasierten Geschäftsidee durch Beihilfen zum Lebensunterhalt für bis zu 18 Monate. Hier geht es monatlich um 1.200 Euro, bei Promovierten um 1.400 Euro, die aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) finanziert werden. „Damit soll der Start in eine Selbstständigkeit erleichtert und exzellente Köpfe in Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen sollen ermutigt werden, ein eigenes innovatives, technologieorientiertes und wissensbasiertes Startup zu wagen“, betonte der Wirtschaftsstaatssekretär. Über die ebenfalls aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) finanzierte Richtlinie zur Förderung von Entrepreneurship werden Projekte gefördert, die insbesondere Studierende für das Unternehmertum begeistern und bei der Unternehmensgründung begleiten sollen, beispielsweise durch Ideenwettbewerbe und Coaching. Weitere Informationen gibt es auch auf dem vom Wirtschaftsministerium geförderten Internetportal www.gruender-mv.de. Hier existiert eine umfangreiche Wissens- und Erfahrungsplattform für angehende und schon praktizierende Gründerinnen und Gründer. Die einheitlichen Ansprechpartner bei den Wirtschaftskammern – den Industrie- und Handelskammern bzw. den Handwerkskammern – stehen zudem als Erstberatungsstellen u.a. für Gründerinnen und Gründer zur Verfügung.

Gesundheitswirtschaft ist Wachstumsmotor

In Mecklenburg-Vorpommerns sind 154.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Mit einem Anteil an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von rund 15 Prozent (= 5,8 Milliarden Euro) leistet die Branche zudem einen immensen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung. „Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Wachstumsmotor. Mehr Beschäftigung und mehr Wertschöpfung sind heute Kennzeichen der Branche. Jeder fünfte Erwerbstätige (20,6 Prozent) arbeitet in der Gesundheitswirtschaft. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung entsteht in dieser Branche. Wir sind bundesweit vorn bei Beschäftigung und Bruttowertschöpfung“, sagte der Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend. Quelle für Zahlen: In der gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung (GGR) erfasst das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) jährlich alle Güter und Leistungen mit Gesundheitsbezug, die in Deutschland erbracht werden. Die im Mai erstmals vorgestellten Zahlen stellen auf Basis des Jahres 2016 Vergleiche zwischen den Bundesländern her.

Informationen zu „Ship to Business“

„Ship to Business“ ist Matching- und Pitch-Event für Gründer und Investoren im Gesundheitsbereich im Rahmen einer Schiffstour durch den Rostocker Stadthafen. Ziel ist es, in einem ungezwungenen Rahmen Existenzgründer und -willige mit potenziellen Unterstützern zusammenzubringen. Es findet in der Branche großen Anklang. Innovative Ideen werden vorgestellt, Chancen einer Gründung sowie Geschäftsmodelle diskutiert und so das Netzwerk weiter ausgebaut. Das innovative Format entwickelt sich zu einem festen Treffpunkt für die junge Startup-Szene in der Gesundheitswirtschaft. Neu in diesem Jahr ist, dass sich die Teilnehmer neben dem eigentlichen „Netzwerken“ in Gruppen organisieren und zu speziellen Themen wie Marktrecherche, Standortfragen, strategische Finanzierung sowie Businessplan austauschen.

Intensives Werben für Gewerbegebiete in Vorpommern

Standortoffensive für Mukran Port in Sassnitz 

Fährhafen Sassnitz und Wostevitzer Teiche 2015, Foto: Alma (Wikipedia)

Fährhafen Sassnitz, Foto: Alma/Wikipedia

Im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald hat am Dienstag der Sommerempfang der landeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Invest in MV) stattgefunden. Zu dem Treffen sind über 300 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung eingeladen worden. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wächst dank des starken Engagements der Unternehmer und ihres Vertrauens in den Standort Mecklenburg-Vorpommern. Unser Schwerpunkt ist es, Investoren zu uns ins Land zu holen und bestehende Firmen bei ihren Erweiterungsvorhaben zu unterstützen. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen. Jede neue Investition und jede Erweiterung sichert und schafft Arbeitsplätze im Land. Vorpommern haben wir dabei im besonderen Fokus“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Neu: Standortoffensive für Mukran Port in Sassnitz

„Für Vorpommern setzen wir gemeinsam mit den Wirtschaftsförderern eine regionalspezifische Strategie um, wenn es um die Vermarktung von Gewerbegebieten geht. Im Fokus haben wir dabei die Gewerbegroßstandorte wie den ´Industrie- und Gewerbestandort Pommerndreieck´ und den ´Gewerbe- und Industriepark Pasewalk´. Neu ist, dass ein Vermarktungskonzept für den maritimen Gewerbe- und Industriestandort am Mukran Port in Sassnitz entwickelt werden soll“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Umgesetzt wird dies durch die Invest in MV in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort. Die Landesfördergesellschaft wird mit 150.000 Euro aus Landesmitteln unterstützt. Der Mukran Port bietet auf einer Gesamtfläche von knapp 430 Hektar Fähr-, Eisenbahn-, Multipurpose- und Offshore-Terminals sowie umfangreiche Produktions- und Lagerflächen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich. Er liegt unmittelbar an der offenen See und ermöglicht der Schifffahrt damit eine unkomplizierte Ansteuerung. „Der Hafen hat attraktive Gewerbeflächen direkt an der Kaikante in Verbindung mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Das sind ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung von Unternehmen“, sagte Glawe.

Intensives Werben für Großgewerbestandorte in Pasewalk und Pommerndreieck

Um die Bedingungen für Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen in der Region zu verbessern, unterstützt das Wirtschaftsministerium zudem die Neupositionierung und Vermarktung von Gewerbegroßstandorten wie den „Industrie- und Gewerbestandort Pommerndreieck“ und den „Gewerbe- und Industriepark Berlin-Szczecin“ in Pasewalk. Auf dem Gebiet der Stadt Pasewalk handelt es sich um die Vermarktung von drei Flächen: Gewerbegroßstandort Pasewalk (für Industrie und Gewerbe), Gewerbegebiet „Torgelower Straße West“ und Gewerbegebiet „Torgelower Straße Ost“. „Pasewalk gilt vor allem für polnische Unternehmen als Zugang zu Westeuropa. Der Standort ist vor allem für die Logistikbranche attraktiv, schließlich ist die Stadt der norddeutsche Mittelpunkt zwischen Berlin und Stettin“, sagte Glawe. Am Pommerndreieck, das eine Gesamtfläche von 235 Hektar umfasst, können insbesondere flächenintensive Ansiedlungen umgesetzt werden. Jüngst hat die AKKU SYS Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH am Standort ihren Betrieb aufgenommen. Dort sollen auf einer rund 4.500 Quadratmeter großen Fläche die gesamte Versandlogistik und die Konfektionierung von individuell gefertigten Akkupacks und Gabelstaplerbatterien gebündelt werden. „Mit der Ansiedlung sind 30 Arbeitsplätze neu entstanden. Das stärkt die Wirtschaft in der Region“, sagte Glawe. Der Geschäftsführer der Invest in MV, Michael Sturm, hat eine positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres gezogen. Allein 2018 besuchte das Team der Invest in MV 71 internationale und nationale Veranstaltungen und Messen, um potenzielle Investoren vom Wirtschaftsstandort MV zu begeistern. Insgesamt konnten damit 134 neue Unternehmen mit Investitionsinteresse identifiziert werden. 14 davon haben sich bereits dafür entschieden, ihr Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen. „Weiterhin ist die Entwicklung und Konzeption von Branchenschwerpunkten wichtige Säule unserer Strategie und wird jährlich aktuellen Veränderungen angepasst. Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir unsere erfolgreiche Marketing-Kampagne im Bereich erneuerbare Energien und Speichertechnologien erfolgreich umsetzen“, resümiert Sturm anlässlich des Sommerempfangs.

Über 1.700 neue Arbeitsplätze in Vorpommern entstanden

Seit dem Jahr 2011 wurden in Vorpommern (Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald) insgesamt 240 unternehmerische Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 613 Millionen Euro umgesetzt. Das Wirtschaftsministerium hat die Investitionen in Höhe von rund 141 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützt. Daraus sind mehr als 1.700 Arbeitsplätze neu entstanden und über 5.600 Jobs wurden gesichert. Dabei handelte es sich unter anderem um die Molkerei Naturprodukte GmbH aus Poseritz. Unter dem Namen „Rügener Inselfrische“ produziert die Molkerei unter anderem Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Frischkäse für private sowie gewerbliche Kunden. Außerdem werden ein Hofladen und ein Café am Standort betrieben. Jüngst ist am Unternehmensstandort eine neue Produktionshalle entstanden. „Die Investitionen zeigen, dass es in der Region wirtschaftlich voran geht. Aber: Wir müssen Vorpommern noch stärker im In- und Ausland als attraktiven Standort für Unternehmen vermarkten. Deshalb werden die Wirtschaftsförderer in diesem Jahr verstärkt auf Branchenmessen vertreten sein“, sagte Glawe.

Unternehmen investieren in MV

In ganz Mecklenburg-Vorpommern haben die Unternehmen von 2011 bis heute knapp 1.100 gewerbliche Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 2,9 Milliarden Euro umgesetzt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben mit Investitionszuschüssen in Höhe von rund knapp 606 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Mit den Vorhaben im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung sind knapp 8.800 Arbeitsplätze neu geschaffen und knapp 36.000 Jobs gesichert worden. Dabei handelte es sich unter anderem um die BVS Systemtechnik GmbH, die ein neues Werk im Industriepark Schwerin eröffnet hat. Das Unternehmen stellt hochwertige Feinblechprodukte her. Zudem umfasst das branchenübergreifende Leistungsportfolio die Montage von Baugruppen und die Auftragsfertigung für die elektrotechnische Industrie sowie die Mess- und Medizintechnik. Vor Ort sind 25 neue Arbeitsplätze entstanden.