Archiv für 26. April 2019

Bundesminister Scheuer startet größtes Breitbandförderprojekt Deutschlands

Zwei Möglichkeiten der Breitbandversorgung25.4.2019 – Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat heute in Timmendorf auf der Insel Poel/Nordwestmecklenburg den symbolischen Spatenstich für das bislang größte Projekt im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitbandausbau gesetzt. Timmendorf auf der Insel Poel gehört zu den 14 Projektgebieten mit insgesamt 81 Gemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg, in denen die Bauarbeiten jetzt zeitversetzt beginnen. Damit wird nun flächendeckend Glasfaser bis zum Haus der Bürger verlegt. Das gesamte Vorhaben umfasst fast 6.000 Kilometer Glasfaser-Leitungen und ein Investitionsvolumen von insgesamt 180 Millionen Euro. Der Bundeszuschuss für alle Teilprojekte beträgt 113 Millionen Euro. „Wir wollen Glasfaser – in jeder Region und jeder Gemeinde. Jetzt startet das bislang größte Projekt im Rahmen unseres Breitbandförderprogramms. In Zukunft profitieren mehr als 36.000 Haushalte, 4.800 Unternehmen und 62 Schulen in Nordwestmecklenburg von einer modernen Glasfaser-Infrastruktur. Damit machen wir das Leben und Arbeiten auf dem Land wieder erheblich attraktiver und bringen die wirtschaftliche Entwicklung voran.“

Der Ostsee-Landkreis Nordwestmecklenburg liegt an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Er ist mit rund 150.000 Einwohnern vergleichsweise dünn besiedelt, gehört aber mit circa 2.100 Quadratkilometern zu den flächenmäßig größten Kreisen in Deutschland. Der Landkreis ist Teil der Metropolregion Hamburg. Der Bund hat bislang für den laufenden Breitbandausbau in Deutschland Fördermittel in Höhe von über vier Milliarden Euro bewilligt. Weitere Details zum Bundesförderprogramm auf der BMVI-Website: https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html oder beim zuständigen Projektträger atene KOM GmbH: https://atenekom.eu/kompetenzen/foerdermittelberatung/projekttraeger-breitband/

Werbeanzeigen

Kiellegung für erste Marine Korvette bei Peene-Werft

Industrielles Herz in Wolgast schlägt wieder kräftiger

Marine bei der Ausfahrt in Warnemünde, Foto: Martina Wichor

Marine in Warnemünde, Foto: Martina Wichor

In Wolgast ist auf der Peene-Werft die erste Korvette der Boote 6-10 für die deutsche Marine feierlich auf Kiel gelegt worden. „Der heutige Fertigungsstart der Hinterschiffe hier am Standort Wolgast leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesamtauslastung der Werft und wird damit das durch den Exportstopp erfolgte Auslastungstief etwas abfedern. Damit schlägt das industrielle Herz in Wolgast wieder kräftiger“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Wolgast. Die Kiellegung erfolgte gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Neben Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe waren Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sowie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor Ort.

Wichtiger Arbeitgeber in der Region

Die Peene-Werft ist Teil der Lürssen Schiffbaugruppe. Das Kerngeschäft liegt im Neubau, Umbau und der Reparatur von Marine- und Behördenschiffen. Die Lürssen Gruppe baut für die Marine fünf Korvetten. Umgesetzt wird das Vorhaben durch die Arbeitsgemeinschaft K130 (ARGE K130). Hierzu gehört federführend die Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG sowie die thyssenkrupp Marine Systems GmbH und German Naval Yards Kiel GmbH. Auf der Peene-Werft sind rund 300 Mitarbeiter inklusive Auszubildende beschäftigt. „Die Peene-Werft zählt zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Wir stehen dem Unternehmen unterstützend zur Seite ebenso wie bei der Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Beschäftigung der Mitarbeiter auf der Werft im Fokus

Die Bundesregierung hat einen Rüstungsgüterexportstopp nach Saudi-Arabien verhängt. Infolgedessen konnten Patrouillenboote, die auf der Peene-Werft hergestellt werden, nicht ausgeliefert werden. Das Ausfuhrmoratorium wurde durch den Bundessicherheitsrat am 31. März 2019 verlängert. „Inwiefern der Rüstungsgüterexportstopp ab Ende September 2019 wieder aufgehoben und die Produktion danach fortgesetzt werden kann, ist derzeit noch nicht absehbar. Wir haben die Beschäftigung der Mitarbeiter der Werft im Fokus. Entscheidend ist zu wissen, wohin die Reise künftig genau hingehen wird. Hier ist zunächst der Bund gefordert. Wir stehen weiter für Gespräche bereit, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.