Archiv für 9. März 2019

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern begrüßt asiatische Auszubildende im Internationalen Haus des Tourismus

20 Vietnamesen und 9 Indonesier informieren sich über das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern

Blick auf die Universität Rostock, Foto: Joachim Kloock

Universität Rostock, Foto: Joachim Kloock

Willkommenskultur im Internationalen Haus des Tourismus: Am 9. März 2019 lädt der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern 20 vietnamesische Auszubildende der Universitätsmedizin Rostock und neun indonesische Auszubildende der Yachthafenresidenz Hohe Düne zu einer Präsentation über das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ins Internationale Haus des Tourismus nach Rostock ein. Damit möchte der Landestourismusverband ein Zeichen für die Integration ausländischer Arbeitskräfte setzen und diesen ihre neue Wahlheimat näherbringen. Für den 25. Mai ist darüber hinaus eine Exkursion nach Bad Doberan, Heiligendamm und Kühlungsborn geplant. Dazu Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Fachkräftemangel ist ein deutschlandweites und branchenübergreifendes Problem. Wir können dankbar für motiviertes Personal aus dem Ausland sein und müssen das auch ganz eindeutig so kommunizieren. Man darf nicht vergessen, dass diese Menschen ihre Heimat aufgeben, um in Mecklenburg-Vorpommern Bedürftige zu pflegen oder Urlauber zu bewirten.“ In der Heimatkundestunde der besonderen Art werden die Auszubildenden über die Landesgeschichte und touristische Vorzüge ins Bild gesetzt und erfahren Wissenswertes zu gesundheitstouristischen sowie barrierefreien Angeboten und Projekten zwischen Ostseeküste und Seenplatte. „Es ist toll, dass unsere vietnamesischen Azubis die Möglichkeit bekommen, ihre neue Umgebung kennenzulernen. Schließlich gibt es auch außerhalb von Klinikstationen, Berufsschule und Sprachkursen vieles in der Region zu entdecken“, so Annett Laban, Pflegevorstand der Unimedizin Rostock. Silke Glomm, Mitglied der Geschäftsleitung der Yachthafenresidenz Hohe Düne, ergänzte: „Wir freuen uns, dass der Landestourismusverband uns dabei unterstützt, unseren indonesischen Auszubildenden mehr über ihre neue Heimat zu vermitteln. So gelingt es, ihnen die Eingewöhnung in ein neues Land und eine fremde Kultur zu erleichtern.“

Hintergrund

Am 20. September 2018 haben 20 Vietnamesen, die in ihrer Heimat bereits eine Pflegeausbildung absolvierten, ihre duale Ausbildung im Rahmen eines bundesweiten Pilotprojektes in der Gesundheits- und Krankenpflege an der Universität Rostock begonnen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragte Projekt wird aktuell in Klinikstandorten in Berlin, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz umgesetzt. Für dieses Jahr ist ein weiterer Ausbildungsgang an der Universitätsmedizin Rostock geplant. In der Yachthafenresidenz Hohe Düne werden seit August 2018 neun Indonesier und drei Indonesierinnen zu Köchen, Hotelfach- und Restaurantfachangestellten ausgebildet. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de

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Wirtschaftsministerium unterstützt Handwerksbetriebe bei der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung

Dazuzugehören ist ein lohnendes Ziel kluger Köpfe und geschickter Hände – Ausbildungsmarketing profilieren – Ausbildungslücke darf nicht größer werden

Die Kreishandwerkerschaften in Mecklenburg-Vorpommern werden vom Wirtschaftsministerium beim „Ausbildungsmarketing für Handwerksbetriebe“ unterstützt. „Die Auftragslage im Handwerk ist gut. Aber es wird in den zumeist kleinen mittelständischen Betrieben oftmals zu wenig Zeit investiert, sich um den dringend notwendigen Fachkräftenachwuchs zu kümmern. Wir wollen mit unserer Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung helfen. Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Handwerks muss weiter stabil sein und sich täglich am Markt bewähren. Ausbildung und Fachkräftesicherung sind zwei Seiten einer Medaille – der Medaille Unternehmenszukunft“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Freitag.

Kernelemente des Ausbildungsmarketings

Kernelemente des Ausbildungsmarketings sind Wort-Bild-Botschaften von Handwerkmeistern sowie Auszubildenden im Handwerk. „Im Fokus stehen authentische Persönlichkeiten, die über ihre Erfahrungen berichten“, so Rudolph weiter. Die Botschaften werden CR-Code-basiert und ständig aktualisiert. Geworben wird sowohl analog auf Plakaten und Aufstellern, vor allem an Orten, an denen sich junge Menschen aufhalten, wie unter anderem Freizeiteinrichtungen, Jugendclubs, Schulen, als auch digital wie auf Homepages, Facebook, Instagram, Xing. „Unser Ziel ist es auch, mögliche Vorurteile über Ausbildungsberufe im Handwerk abzubauen und für mehr Klarheit über die verschiedenen Berufsbilder zu sorgen. Unser Handwerk im Land ist eine zukunftssichernde Heimat für mehr als 112.000 Handwerkerinnen und Handwerker. Dazuzugehören ist ein lohnendes Ziel kluger Köpfe und geschickter Hände“, machte Rudolph deutlich.

Ausbildungssituation im Handwerk – knapp 1.000 Stellen unbesetzt

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es aktuell 4.260 Auszubildende im Handwerk. Davon werden 1.857 Lehrlinge im Kammerbezirk der Handwerkskammer Schwerin (HWK SN) und 2.403 Lehrlinge im Kammerbezirk Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK OMV) ausgebildet. Aktuell melden die Handwerkskammern 968 unbesetzte Lehrstellen in 66 Ausbildungsberufen (HWK OMV: 745 unbesetzte Lehrstellen und HWK SN 223 unbesetzte Lehrstellen). Gesucht werden Auszubildende im Handwerksbereich, vor allem in den Ausbildungsberufen Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima; Kfz-Mechatroniker; Elektroniker, Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei/Fleischerei); Metallbauer, Hörakustiker, Dachdecker, Friseur, Fleischer sowie Maler und Lackierer. „Der wachsende Bedarf an Handwerkerinnen und Handwerkern ist bereits heute überall spürbar, denn es macht sich praktisch bemerkbar: Wartezeiten für Kunden werden länger. Unternehmen geben auf, weil sie keine Nachfolger mehr finden. Die Situation ist angespannt. Umso wichtiger ist es, für eine Ausbildung im Handwerk professionell zu werben. Eines ist klar: Das, was uns heute bereits an Handwerkern fehlt, wird schwer sein, durch Auszubildende und somit – unsere Fachkräfte von morgen – nachzubesetzen. Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Ausbildungslücke nicht noch größer wird“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph abschließend.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Unterstützung der Kreishandwerkerschaften als Projektträger erfolgt auf der Grundlage der „Richtlinie zur Förderung von Strukturentwicklungsmaßnahmen (SEM)“. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von rund 130.000 Euro. An dem Projekt nehmen teil: Kreishandwerkerschaft Güstrow; Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan; Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar; Bildungszentrum Kreishandwerkerschaft Nordvorpommern-Stralsund GmbH; Kreishandwerkerschaft Vorpommern-Greifswald; Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd sowie Kreishandwerkerschaft Mecklenburgische Seenplatte. Die Kreishandwerkerschaft Nordwestmecklenburg-Wismar übernimmt, aufgrund entsprechender Vorerfahrungen mit analogem und vor allem digitalem Ausbildungsmarketing, die Anleitung der beteiligten Kreishandwerkerschaften.

Mecklenburg-Vorpommern und die Region Kreta wollen enger kooperieren – Vereinbarung auf ITB Berlin unterschrieben

Engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tourismus vorantreiben

Nikolaos

Agios Nikolaos, Goto: gemeinfrei

Mecklenburg-Vorpommern und die Region Kreta wollen enger kooperieren. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat das gemeinsame Vorhaben gestern (Mittwoch, 06.03.2019) auf der ITB Berlin unter großer Aufmerksamkeit vorgestellt. Am Donnerstag (07.03.2019) ist eine entsprechende Vereinbarung auf der weltgrößten Reisemesse unterzeichnet worden. „Mit der Vereinbarung wollen wir einen gemeinsamen Handlungsrahmen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Schwerpunkt Tourismus vorantreiben. Wir stehen vor den gleichen Herausforderungen. Tourismus und Infrastruktur müssen zueinander passen, Arbeitsplätze müssen sicherer sein und unsere Umwelt muss bewahrt werden. Wir brauchen einen Tourismus, der die Infrastruktur stärkt, Arbeitsplätze sichert und die Umwelt bewahrt. Eine Partnerschaft mit der Destination Kreta kann uns wichtige Impulse geben. Kreta entwickelt wie wir Konzepte, die die Saison verlängern und weiter hochwertigen Tourismus etablieren. Hier können wir Erfahrungen austauschen und beidseitig profitieren“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Donnerstag.

Unterzeichnet wurde die Kooperationsvereinbarung im Rahmen der ITB Berlin von dem Präsidenten des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Waldmüller, sowie dem Vize-Gouverneur und Beauftragten für Tourismus der Region Kreta, Michalis Vamiedakis. Darüber hinaus waren bei der Unterzeichnung die Ministerin für Tourismus der Hellenischen Republik Elena Kountoura und der DGV-Beauftragte Norbert Barthle sowie der EOT-Generalsekretär Konstantinos Tsegas anwesend. Das DGV-Netzwerk setzt sich dafür ein, durch Vermittlung von Partnerschaften zwischen Kommunen, lokaler Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland auszubauen. Die Partnerschaft zwischen Kreta und Mecklenburg-Vorpommern ist aus dem DGV-Netzwerk entstanden.

Deutsch-griechischen Austausch auf mehreren Ebenen ausbauen

Unter anderem soll es zu mehr Begegnungen von Jugendlichen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Region Kreta kommen, zum Beispiel durch Schüleraustausche. Das bereits etablierte deutsch-griechische Kochfestival symbolisiert einen gelungenen kulturellen Austausch unter Partnern. „Es ist angedacht, die Kooperation in diesem Bereich zu erweitern. Das Kochfestival soll in beiden Regionen durchgeführt werden. Ziel soll es sein, die traditionellen gastronomischen Küchen beider Partner kreativ miteinander zu verzahnen“, so Rudolph weiter. Unter dem Motto „Von Insel zu Insel – Rügen trifft Kreta“ fand Ende 2017 erstmals ein deutsch-griechisches Kochfestival in Binz (Insel Rügen) statt. Bestandteile der Veranstaltung waren eine Präsentation regionaler Produkte, Wettbewerbe von Auszubildenden, deutschen und griechischen Köchen und von Laienköchen aus Familienunternehmen der Region Rügen. Weitere Themen der Erklärung sind unter anderem der Informationsaustausch zum Thema Digitalisierung in der Tourismuswirtschaft sowie die Umsetzung der Erhaltung und Pflege eines Wanderwegenetzes.

Bereits erste Aktivitäten geplant – Kochfestival auf Kreta und Schüleraustausch

Vom 16. bis 17. März 2019 findet in Heraklion (Kreta) in der Kochschule „Kappa studies“ das alljährliche kretische Kochfestival statt. Seit drei Jahren gibt es das Festival mit deutscher Beteiligung. Vier Köche (drei Köche vom Braugasthaus Störtebeker in Stralsund sowie ein Koch vom IFA Hotel in Binz) aus Mecklenburg-Vorpommern messen sich im Wettstreit mit griechischen Köchen um die schmackhaftesten Gerichte. Der Fokus des Festivals liegt auf der Verwendung lokaler Produkte und neuer gemeinsamer Kreationen. Darüber hinaus werden vom 24. bis 29. März 2019 jeweils fünf Jugendliche des Europagymnasiums Bergen und der Regionalschule Binz zum Jugendaustausch nach Hersonissos aufbrechen. Vom 29. April bis 05. Mai 2019 wird ein Gegenbesuch auf der Insel Rügen stattfinden. „Im gegenseitigen Austausch können wir voneinander lernen. Wir wollen die Zusammenarbeit auch auf regionaler Ebene intensivieren. Deshalb ist es gut, dass wir mit der Erklärung den Grundstein für eine langfristige touristische und wirtschaftliche Zusammenarbeit gelegt haben, die nun weiter mit Leben gefüllt werden muss“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph abschließend.