Archiv für März 2019

F. C. Hansa Rostock – FSV Zwickau 3:1

Die gesamte Fotogalerie mit 72 Bildern hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

F. C. Hansa Rostock – Ioannis Gelios – Maximilian Ahlschwede (85. Vladimir Rankovic), Oliver Hüsing, Julian Riedel (50. Jonas Hildebrandt), Amaury Bischoff –  Marcel Hilßner (59. Stefan Wannenwetsch), Tanju Öztürk, Mirnis Pepic, Lukas Scherff – Merville Biankadi, Cebio Soukou

FSV Zwickau – Johannes Brinkies – Nico Antonitsch, Bryan Robert Gaul, Anthony Barylla, Alexandros Kartalis (63. Nils Miatke) – Davy Frick, Julius Reinhardt, Morris Schröter, Mike Könnecke (46. René Lange) – Lion Lauberbach (63. Tarsis Bonga), Ronny König

Schiedsrichter – Franz Bokop, Christian Meermann, Konrad Oldhafer

Tore – 1: 0 Merville Biankadi (14.), 2:0 Merville Biankadi (23.), 2:1 Davy Frick (68.), 3:1 Merville Biankadi (69.)

Zuschauer – 14.200

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Rostocks Seebad glänzt in der ersten Reihe

Senator Holger Matthäus gab heute Seestraße frei – fußgängerfreundlich und verkehrsberuhigt 

Ostseebad Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Promenade und Seestraße, Foto: Joachim Kloock

29. 3. 2019 – Rostocks Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus hat heute den zweiten und damit letzten Bauabschnitt der Seestraße in Warnemünde nach umfassender Sanierung  freigegeben. Damit sind die im August 2017 begonnenen Baumaßnahmen im Auftrag des Amtes für Verkehrsanlagen sowie des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes und der Nordwasser GmbH endlich abgeschlossen. „Die beliebteste touristische Adresse Mecklenburg – Vorpommerns rund um Leuchtturm Teepott und Altem Strom strahlt nun ihre ganze attraktive Einmaligkeit aus. Fußgänger freundlich, verkehrsberuhigt und mit völlig neuartigen Eindrücken lockt das schmucke Areal zum Entspannen inmitten 24 neuer Bäume zwischen Promenade und Leuchtturm. Natur- und Klinkersteine unterstreichen den Denkmalcharakter“, freute sich Rostocks Senator Matthäus über das gelungene Projekt.  Auf insgesamt 442 Metern Länge hatte die Firma ASA-Bau GmbH die Seestraße im zweiten Bauabschnitt  sowie die Straße „Am Leuchtturm“ erneuert. Insgesamt 2,65 Millionen Euro wurden in die Umgestaltung der Verkehrsanlagen investiert. Gleichzeitig wurden alle Rohrleitungen und Kanäle für Trinkwasser, Schmutzwasser und Regenwasser, die Hausanschlüsse sowie die gesamte unterirdische Infrastruktur vollständig erneuert. Da sich die Straße „Am Leuchtturm“ im denkmalgeschützten Bereich „Historischer Ortskern Warnemünde“ befindet, wurden Materialien und Linienführungen entsprechend den Vorgaben ausgewählt. Natur- und Klinkersteine bestimmen jetzt das Bild der Verkehrsbereiche. 24 neue Bäume werten das bisher baumfreie Areal auf. Anlässlich der Erneuerung der Verkehrsanlagen wurden die Straßen aufgrund ihrer hohen touristischen Nutzung umgewidmet. Die Seestraße ab dem Hotel „Am Leuchtturm“ und die Straße „Am Leuchtturm“ sind nun verkehrsrechtlich eine Fußgängerzone, die bereits ab Georginenplatz beginnt. Feste und versenkbare Polleranlagen sichern den Bereich gegen widerrechtliches Befahren. Die westliche Seestraße zwischen Hotel „Am Leuchtturm“ und Strandhotel Hübner ist nun verkehrsberuhigt. Die 2012 begonnenen Planungen waren umfangreich mit den Anliegerinnen und Anliegern  sowie in der Öffentlichkeit über Planungswerkstätten und in öffentlichen Ortsbeiratssitzungen diskutiert worden. Die abgewogenen Ergebnisse flossen in die Projektrealisierung ein.

Elros-Pedelecs startklar für die neue Saison

Erste RSAG-Pedelec-Verleihstation in Rostock-Reutershagen, Foto: Joachim Kloock

Pedelec-Verleihstation, Foto: Joachim Kloock

Auf in den Pedelec-Frühling: Die elros-Pedelecs der RSAG sind frisch gewartet und bereit für die neue Fahrradsaison. Ab 1. April 2019können die Pedelecs zu jeder Tages- und Nachtzeit ausgeliehen werden. Eine Reservierung ist bequem online oder direkt an allen Stationen möglich. Ist der Nutzer für das System akzeptiert, erhält er mit seiner elros-Kundenkarte oder der elros-Tageskarte einfachen Zugang zu den fünf VerleihStationen. Die Tarife für die Pedelec-Vermietung bleiben unverändert: Ab 2,50 Euro können Gäste eine Stunde lang Pedelec fahren. Für Tagesgäste gibt es auch in dieser Saison eine Tageskarte für 19,00 Euro ohne vorherige Registrierung. Inhaber einer Monatskarte des Verkehrsverbundes Warnow inklusive der Zone Rostock können ein elros-Pedelec einen Monat lang zum Pauschalpreis von 19,00 Euro zeitlich uneingeschränkt nutzen. Abonnement-Kunden sowie Inhaber einer Jahreskarte, eines JobTickets, SchülerTickets oder SemesterTickets profitieren zudem von einer 25%-Ermäßigung auf den normalen Tarif. Fünf Stationen in Rostock und Umland Zum vollautomatischen RSAG-Pedelec-Vermietungssytem gehören die Stationen in RostockReutershagen gebenüber der Straßenbahn-Haltestelle Reutershagen, in Rostock Lütten Klein neben dem Kundenzentrum der RSAG, im Seebad Warnemünde am Kirchenplatz, im Ostseebad Nienhagen auf dem Parkplatz in der Strandstraße 16 und im Heilbad Bad Doberanneben dem Parkplatz in der Rostocker Straße/Ecke Bahnhofstraße. Alle Informationen zu Reservierung und Tarif unter http://www.rsag-online.de/elros oder http://www.elros-leihen.de.

 

Millionster Einsatz der ADAC Luftrettung bundesweit – Wirtschaftsminister Glawe dankt Neustrelitzer Crew

Luftrettung ist wichtige Unterstützung für bodengebundenen Rettungsdienst – Dank für Einsatzbereitschaft und Engagement

ADAC Luftrettung GruppenbildDie gemeinnützige ADAC Luftrettung hat bundesweit seit 1970 den millionsten Einsatz geflogen. Am Freitag dankte Wirtschaftsminister Glawe in Schwerin der Crew des Rettungshubschraubers „Christoph 48“ der Station Neustrelitz stellvertretend für alle Stationen der ADAC Luftrettung. „Die Besatzung aus Neustrelitz steht heute stellvertretend für Tausende andere, die jeden Tag im Einsatz sind. Am Standort Neustrelitz beispielsweise an 365 Tagen im Jahr von früh morgens bis zum Sonnenuntergang. Gerade in einer ländlich geprägten Region wie Mecklenburg-Vorpommern ist die Luftrettung als Unterstützung des bodengebundenen Rettungsdienstes ein wichtiger Baustein“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

1.223 Hubschrauber-Einsätze aus Neustrelitz im vergangenen Jahr

In Neustrelitz befindet sich eines der deutschlandweit 35 Luftrettungszentren. Dieses wird gemeinsam vom ADAC mit Unterstützung des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V. betrieben. Alarmiert wird der Hubschrauber über die integrierte Leitstelle im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Im Luftrettungszentrum Neustrelitz ist „Christoph 48“ stationiert – ein Hubschrauber, der in Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Brandenburg zur Notfallrettung eingesetzt wird. Die Notärzte werden nach Angaben des DRK-Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V. durch das DRK Krankenhaus Neustrelitz gestellt. Die Rettungsassistenten und Notfallsanitäter, die durch die DRK Rettungswachen in Neustrelitz gestellt werden, haben neben der ständigen qualifizierten Ausbildung für den Einsatz beim DRK Rettungsdienst zusätzlich einen speziellen Lehrgang zum Einsatz in der Hubschrauber-Rettungs-Crew absolviert. Die Crew aus Neustrelitzflog im vergangenen Jahr nach Angaben des ADAC 1.223 Einsätze. „Hinter jedem Einsatz steht ein Mensch, der dringend Hilfe benötigt. Die Rettung aus der Luft kann oftmals einen entscheidenden Zeitvorteil bringen. Der Notarzt ist schnell vor Ort und so werden die Patienten zügig in ein geeignetes Krankenhaus transportiert“, sagte Glawe und dankte abschließend allen Rettungskräften im Land für ihr Engagement: „Mit großer Fachkompetenz, unermüdlicher Einsatzbereitschaft und persönlichem Engagement setzen sich die Crews, das Rettungsdienstpersonal und Klinikmitarbeiter jeden Tag dafür ein, Erkrankten schnellstmöglich zu helfen.“„So eine hohe Zahl an Rettungseinsätzen aus der Luft für Menschen in gesundheitlicher Not ist einmalig und wird für lange Zeit unerreicht bleiben“, erklärte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung. Bruder lobte die hohe Professionalität und das große Engagement der Crews und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich jeden Tag aufs Neue in einem hochkomplexen und risikobehafteten Arbeitsumfeld (für Menschen in medizinischen Notfallsituationen) beweisen müssen. „Luftrettung ist Teamarbeit“, ergänzte er und bedankte sich für 1.000.000 Mal partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, Kliniken, Leitstellen, den Aufgabenträgern im Land sowie der Polizei und Feuerwehr. An Harry Glawe übergab Frédéric Bruder symbolisch den 1.000.000. Einsatzhelm der ADAC Luftrettung.

Über die ADAC Luftrettung gGmbH

Mit 50 Rettungshubschraubern und 36 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung nach eigenen Angaben eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem und werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle. Bundesweit arbeiten für die ADAC Luftrettung, die ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung ist, mehr als 1.000 Menschen – darunter rund 160 Piloten, etwa 260 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.

Bildunterschrift: Wirtschaftsminister Harry Glawe (2.v.l.) nahm symbolisch von Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung (1.v.l.), und der Piloten-Crew einen Pilotenhelm für die 1.000.000ste ADAC Luftrettung entgegen.

OB-Wahl in Rostock: Neun Bewerbungen zugelassen

Im Rathaus tagte der Gemeindewahlausschuss der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in öffentlicher Sitzung, um über die Zulassung der eingegangenen Wahlvorschläge zur Wahl der Oberbürgermeisterin/des Oberbürgermeisters zu entscheiden.

Zugelassen wurden die OB-Kandidatinnen und OB-Kandidaten der Wahlvorschlagsträger:

1. DIE LINKE (DIE LINKE)

Name, Vorname:        Bockhahn, Steffen
Geburtsjahr:                1978
Beruf oder Tätigkeit:        Senator

2. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Name, Vorname:        Dr. Müller-von Wrycz Rekowski, Chris
Geburtsjahr:                1968
Beruf oder Tätigkeit:        Senator

3.BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)

Name, Vorname:        Flachsmeyer, Uwe
Geburtsjahr:                1967
Beruf oder Tätigkeit:        Dipl.-Kaufmann

4. Unabhängige Bürger für Rostock (UFR)

Name, Vorname:        Dr. Zierau, Dirk
Geburtsjahr:                1971
Beruf oder Tätigkeit:        Jurist

5. Einzelbewerberin Bachmann

Name, Vorname:        Dr. Bachmann, Sybille
Geburtsjahr:                1960
Beruf oder Tätigkeit:        MBA/wissenschaftliche Mitarbeiterin

6. Einzelbewerber Bräuer

Name, Vorname:        Bräuer, Matthias
Geburtsjahr:                1973
Beruf oder Tätigkeit:        Invalidenrentner

7. Einzelbewerber Madsen

Name, Vorname:        Madsen, Claus Ruhe
Geburtsjahr:                1972
Beruf oder Tätigkeit:        Geschäftsführer

8. Einzelbewerber Reimer

Name, Vorname:        Reimer, Tom
Geburtsjahr:                1976
Beruf oder Tätigkeit:        Naturwissenschaftler

9. Einzelbewerber Schulze

Name, Vorname:        Schulze, Edgar
Geburtsjahr:                1961
Beruf oder Tätigkeit:        Dipl. Schweißfachingenieur (FH)

Claus Ruhe Madsen

Claus Ruhe Madsen, Foto: Joachim Kloock

Zurückgewiesen wurde der Wahlvorschlag des Einzelbewerbers Toralf Vetter, da er nicht die gesundheitlichen Voraussetzungen zur Ernennung zum Beamten auf Zeit erfüllt. Die gesundheitliche Eignung zählt zu den wesentlichen persönlichen Voraussetzungen für eine OB-Kandidatur.Der Gemeindewahlausschuss beschließt über die Zulassung oder Zurückweisung der eingereichten Wahlvorschläge nach dem Landes- und Kommunalwahlgesetz und der Landes- und Kommunalwahlordnung. Unter Beachtung einer eingeräumten Beschwerdefrist erfolgt die Veröffentlichung der zugelassenen Wahlvorschläge im Amts- und Mitteilungsblatt der Hanse- und Universitätsstadt STÄDTISCHER ANZEIGER am 25. April 2019. Die Wählerinnen und Wähler müssen sich am 26. Mai 2019 für eine Wahlbewerbung entscheiden. Erhält keine sich zur Wahl stellende Person mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen, dann kommt es am 16. Juni 2019 zur Stichwahl zwischen den beiden Personen mit der höchsten Stimmenzahl. Zur Durchführung der Wahlen werden noch Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, insbesondere zur Besetzung der Briefwahlvorstände gesucht. Wer im Briefwahlvorstand tätig ist, beginnt um 14.30 Uhr mit der Zulassung der Wahlbriefe, ausgezählt werden die Stimmzettel ab 18 Uhr. Briefwahlvorstände zählen jeweils nur die Stimmen von einer Wahlart aus.

Im April beginnt der Versand der Wahlbenachrichtigungen. Wahlberechtigte, die bis 4. Mai 2019 keine Wahlbenachrichtigung in ihrem Briefkasten vorfinden, sollten Einsicht in das Wählerverzeichnis nehmen und ggf. bis spätestens 10. Mai 2019, 15 Uhr, die Richtigstellung bzw. Ergänzung beantragen. Den Blick ins Wählerverzeichnis gewähren die Mitarbeiterinnen der Wählerverzeichnis- und Briefwahlstelle, die sich in der Industriestraße 8 in Schmarl befindet.  Wer am Wahltag ortsabwesend ist oder aus anderen Gründen nicht an der Wahl teilnehmen kann, sollte mittels Wahlbenachrichtigung einen Wahlschein zusammen mit Briefwahlunterlagen beantragen. Dieser Antrag kann demnächst auch per Internet unter der Adresse http://www.rostock.de/wahlen gestellt werden. Die Ausreichung oder Versendung von Wahlscheinen und Briefwahlunterlagen erfolgt etwa nach den Osterfeiertagen. Linktipp: http://www.rostock.de/wahlen

Wirtschaftsleistung wächst weiter in Mecklenburg-Vorpommern

Industrieoffensive vorantreiben – Exportfähigkeit ausbauen

Gewerbegebiet Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Gewerbegebiet Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt/BIP) ist in Mecklenburg-Vorpommern weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Amtes ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 preisbereinigt um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. „Die wirtschaftliche Entwicklung legt leicht zu. Besonders die Gesundheitswirtschaft, das Handwerk sowie der Dienstleistungsbereich wachsen. Über dem Bundesschnitt entwickeln sich Gastgewerbe, Handel, Logistik und Verkehr. Einen deutlichen Dämpfer verzeichnet vor allem die Land- und Forstwirtschaft (einschließlich Fischerei). Das macht sich im Gesamtergebnis bemerkbar. Die maritime Industrie unseres Landes befindet sich im Aufwärtstrend. Das schlägt sich noch nicht in der Statistik wieder. Volle Auftragsbücher bei Unternehmen und die hervorragende Entwicklung am Arbeitsmarkt lassen uns weiter optimistisch nach vorn blicken. Wir müssen die wirtschaftliche Basis weiter verbreitern. Das verarbeitende Gewerbe ist eine solide Basis der heimischen Wirtschaft. Neuansiedlungen und Erweiterungen schaffen und sichern Jobs. Hier müssen wir noch stärker werden. Auch im Export gibt es – trotz des Rekordjahres 2018 – noch Wachstumsmöglichkeiten. Wir verbessern die Rahmenbedingungen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Die vom Statischen Amt veröffentlichten Zahlen sind erste vorläufige Regionalergebnisse zur Entwicklung der Volkswirtschaft für das Jahr 2018.

Herausforderungen – Stärkung des Industriesektors im Fokus

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die Herausforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung aufmerksam. „Einmal mehr belegen die Zahlen, dass wir eine Menge zu tun haben. Es besteht noch Nachholbedarf beim Aufbau unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, um die Grundlagen für weitere Arbeitsplätze und für höhere Löhne und Einkommen zu schaffen. Wir müssen alle Wirtschaftsbereiche durch Forschung, Entwicklung und Innovationen stärken, die Markt- und Exportfähigkeit der Unternehmen erhöhen und unsere Wirtschaftsstruktur insbesondere durch die Stärkung des Industriesektors weiter verbessern. Industrie steht für hochqualifizierte Arbeitsplätze, vernünftige Löhne, innovative Produkte und moderne Technologien“, so Glawe weiter. Zu den bedeutendsten industriellen Branchen zählen die Ernährungsindustrie, die maritime Industrie, der Maschinen- und Anlagenbau, die Erzeugung und Bearbeitung von Metall sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen, die Holzindustrie, die Luft- und Raumfahrtzulieferindustrie und die Automobilzulieferindustrie. „Ziel der Industriepolitik ist es insbesondere, die Rahmenbedingungen bereitzustellen, die die Unternehmen brauchen, um zukunftsfähig zu sein und in marktwirtschaftlichen Prozessen bestehen und wachsen zu können. Dazu gehören die Erschließung und Bereitstellung von attraktiven Industrie- und Gewerbegebieten als eine Grundvoraussetzung für Unternehmenserweiterungen und -ansiedlungen“, machte Glawe deutlich.

Gezielte Entwicklung und Erschließung von Flächen

Ein Schwerpunkt ist die weitere gezielte Entwicklung und Erschließung von hafennahen Flächen, z. B. an den Standorten RostockStralsundWismar und Sassnitz/Mukran. „Diese Flächen und die Großgewerbestandorte Schwerin, Rostock-Laage, Pasewalk und das Pommerndreieck bei Grimmen werden im Rahmen der Standortoffensive vermarktet. Die Ansiedlungserfolge und Erweiterungsinvestitionen in den letzten Jahren bestätigen, dass sich Mecklenburg-Vorpommern zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort entwickelt. Daran wollen wir weiterarbeiten für mehr Beschäftigung und mehr Wertschöpfung bei uns im Land“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Informationen im Überblick – Angaben des Statistischen Amtes

Im Durchschnitt der neuen Länder (ohne Berlin) stieg das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Amtes um 1,0 Prozent sowie im Bundesdurchschnitt um 1,4 Prozent. Die Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbes war 2018 preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent rückläufig. Innerhalb des produzierenden Gewerbes verzeichnet das verarbeitende Gewerbe einen Rückgang um 0,9 Prozent. Es hat einen Anteil an der Wirtschaftsleistung des Landes von 11,6 Prozent. Einen Anstieg der Bruttowertschöpfung wies 2018 der Dienstleistungsbereich mit +1,3 Prozent aus (neue Länder: +1,3 Prozent). Eine überdurchschnittliche Entwicklung innerhalb dieses Gesamtbereichs verzeichnen Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit +3,2 Prozent (Bundesdurchschnitt: +2,4 Prozent). Aber auch in den Unterbereichen Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister einschließlich Grundstücks- und Wohnungswesen (+0,5 Prozent; Bundesdurchschnitt: +1,3 Prozent) sowie öffentliche und sonstige Dienstleister einschließlich Erziehung und Gesundheit (+0,8 Prozent; Deutschland: +1,2 Prozent) wuchs die Wirtschaftsleistung. Im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei war die Entwicklung der Bruttowertschöpfung deutlich rückläufig (-7,9 Prozent; neue Länder: -7,9 Prozent; alte Länder: +0,1 Prozent); Quelle der Angaben: Statistisches Amt.

Schwerin lockt mit Marcel Duchamp Schau

Ausstellung „Das Unmögliche sehen“ zeigt Visionäres des international anerkannten Konzeptkünstlers

Marcel-Duchamp-Plakat-der-Ausstellung-Ready-mades-et-Editions-de-et-sur-Marcel-Duchamp-1967-Association-Marcel-Duchamp-VG-Bild-Kunst-Bonn-2019-206x300Unter dem Titel „Das Unmögliche sehen“ zeigt das Staatliche Museum Schwerin vom 29. März bis zum 26. Mai in einer Retrospektive das Werk des französischen Malers und Konzeptkünstlers Marcel Duchamp (1887-1968). Die Schau wie auch das Symposium „Marcel Duchamp: Die Erfindung der Gegenwart“ vom 26. bis 28. April werden anlässlich der zehnjährigen Arbeit des im Staatlichen Museum Schwerin ansässigen Duchamp-Forschungszentrums veranstaltet. Dazu Dr. Pirko Kristin Zinnow, Direktorin der Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern: „Mit Stolz präsentieren wir erstmals seit 20 Jahren wieder die Schweriner Marcel Duchamp-Sammlung. Sie ist neben Philadelphia, Stockholm, Paris und Stuttgart eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit.“ Wolfgang Waldmüller, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, ergänzte: „Die Schau wird Schwerin als Städtereiseziel einen Schub verleihen, denn sie ist sowohl für Reisende aus Deutschland als auch für internationale Gäste ein lohnenswertes Ziel.“ Der Titel der Ausstellung, in der 91 Werke aus allen Schaffensphasen Duchamps gezeigt werden, nimmt Bezug auf sein Bestreben, provozieren zu wollen, Neues zu schaffen und den Originalitätsbegriff zu hinterfragen. Eindrücklich zeigt sich dies an dem Werk „L.H.O.O.Q.“, das Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ mit Bart zeigt. Im Fokus der Ausstellung stehen zudem Hauptwerke wie „Das große Glas“, „Die grüne Schachtel“ sowie die den traditionellen Kunstbegriff erweiternden „Ready-mades“ – dabei werden Alltagsgegenstände zu Kunstwerken erhoben – wie „Fresh Widow“, „Air de Paris“ und „Trébuchet“. Marcel Duchamp hat die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutioniert. In der zweisprachig gestalteten Ausstellung soll er als Erfinder der konzeptuellen und auf Wahrnehmungsphänomenen beruhenden Kunst erlebbar gemacht werden. Seine inspirierende Wirkung auf das Kunstgeschehen zeigen Werke von John Cage und Marcel Broodthaers sowie Arbeiten aus der Fluxus-Sammlung der Kölner Familie Kelter, die ebenfalls zu sehen sind. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Ein interdisziplinäres Rahmenprogramm erweitert den Blick auf Marcel Duchamp. Beim dreitägigen Symposium werden einzelne Werke oder Werkgruppen von einstigen Stipendiaten, die heute zu anerkannten Wissenschaftlern zählen, gemeinsam mit Wissenschaftlern des Museums in aktuelle Diskurse eingebunden. Es wird maßgeblich von den Freunden des Staatlichen Museums Schwerin e. V. gefördert. Weitere Informationen: www.museum-schwerin.dewww.schwerin.info

Bildunterschrift: Plakat der Ausstellung „Ready-mades et Editions de et sur Marcel Duchamp“, 1967, Foto: Association Marcel Duchamp VG Bild-Kunst Bonn 2019