Archiv für Februar 2019

Erheiternde Führung durch die Welt der Tiere am Frauentag

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Eisbär Sizzel, Foto: Joachim Kloock

Am 8. März gibt es im Zoo Rostock eine besondere Frauentagsführung. Auf dem heiteren Rundgang durch den Zoo gibt es viele interessante, lustige und teils skurrile Geschichten rund um die Zoobewohner und das Zusammenleben von Männchen und Weibchen in der Welt der Tiere.

Bei den Vögeln putzen sich die Männchen zumeist richtig heraus und setzen auf ein auffälliges Federkleid. Mit außergewöhnlichen Tänzen und Choreografien, aufwendig gebauten Nestern und vielen anderen Tricks versuchen sie, ihre Auserwählte von sich zu überzeugen. Die Damen halten sich hier eher zurück

Gut an ihren Lebensraum angepasst, bekommen Eisbären keine kalten Füße. Um nicht zu frieren, haben sie ein bisschen mehr auf den Rippen. Diese Reserven sind besonders für junge Mütter wichtig, die sich ganz ohne väterliche Unterstützung um den Nachwuchs kümmern. Während der ersten Monate verlassen sie die Wurfhöhle nicht und fressen in dieser Zeit auch nichts.

Viele interessante Geschichten über aufopferungsvolle Mütter, das Liebeswerben der Zoobewohner, das Zusammenleben von Männchen und Weibchen in der Tierwelt und vieles mehr erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser besonderen Führung zum Frauentag am 8. März 2019. Die Führung beginnt um 10 Uhr am Eingang Trotzenburg. Alle wichtigen Informationen zu Preisen, Anmeldung usw. gibt es unter 0381 2082-179 oder unter www.zoo-rostock.de.

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Zum 120. Zoo-Geburtstag in Rostock – Studierende gestalten zwei spannende Zooausstellungen

Erstmalig gestalten Studierende der Universität Rostock gleich zwei Ausstellungen in Kooperation mit dem Zoo Rostock. „Das ist unser Geschenk an den Zoo Rostock zum 120. Geburtstag und auch ein Dank für die langjährige gute Zusammenarbeit“, sagte der Kustos der Zoologischen Sammlung an der Universität Rostock, PD Dr. Andreas Bick. „Dabei wollten wir uns nicht nur auf historische Aspekte beschränken, sondern viele spannende und Zoo relevante Themen in Zusammenhang mit ‚Rostocks Tierwesen‘ beleuchten.“

Zoo-Uni-Ausstellung_Foto_Joachim_Kloock_03Heute gewährten die Studierenden einen Blick hinter die Kulissen im Zoologischen Institut in ihr Blockpraktikum, in dem die Exponate aufbereitet werden. Zookuratorin Antje Zimmermann zeigte sich begeistert vom Stand der Vorbereitungen. „Die Studierenden erarbeiten mit viel Liebe zum Detail und wissenschaftlicher Kenntnis interessante Hintergründe zur Tierwelt und Entwicklung des Zoos. Wir freuen uns schon sehr auf die Eröffnung der Ausstellungen.“ Die beiden Expositionen sind auch Teil der gemeinsamen Aktivitäten im Doppeljubiläum 2018/19 der Stadt Rostock und der Universität mit dem Zoo. Während Rostock im vergangenen Jahr auf eine 800 Jahre alte Stadtgeschichte zurückblicken konnte, begeht die Rostocker Universität in diesem Jahr ihr 600. Jubiläum und der Rostocker Zoo feiert seinen 120. Geburtstag. Die Konzeption und Umsetzung eines zoologischen Themas in einer Sonderausstellung ist traditioneller Bestandteil des Wahlpflichtmoduls „Arbeit an naturkundlichen Museen“ im Masterstudiengang „Integrative Zoologie“ für Biologiestudierende. Zusätzlich zur Sonderschau zum Zoogeburtstag „Rostocks Tierwesen“ im Zoologischen Institut wird aktuell unter Hochdruck an einer zweiten Ausstellung unter dem Titel „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“ für den Spiegelsaal des Darwineums gearbeitet. Seit Oktober vergangenen Jahres laufen die konzeptionellen Vorbereitungen für beide Ausstellungen. Seit dem 18. Februar erstellen und arrangieren die 13 Studierenden mit tatkräftiger Unterstützung des Zoos die Exponate für die beiden Ausstellungen.

14 Vitrinen mit Hintergründen zu ‚Rostocks Tierwesen‘

Für den Ausstellungsraum im Zoologischen Institut werden aktuell für die Sonderausstellung zu „Rostocks Tierwesen“ insgesamt 14 Schauvitrinen zu Zoothemen eingerichtet. Drei Glasschränke, „Im Wandel der Zeit“, „Gemeinsam statt einsam“ und  „Wir packen‘s an“ befassen sich mit der Zoohistorie. Es wird unter anderem ein Modell von der historischen Huftieranlage zu sehen sein. Ein vergleichendes Modell von der modernisierten Huftieranlage stellt die deutlichen Veränderungen in der Gehegegestaltung und die zeitgemäßen Auffassungen zur Tierhaltung durch das Zusammenleben von mehreren Tierarten heraus.  „Bei Tieren lernen“ zeigt die „lebendige“ Bildungsarbeit einer der ältesten Zooschulen. Die Rostocker Zooschule wurde vor 52 Jahren gegründet. In der Vitrine „Raritäten mit Ansprüchen“ geht es um Tiere, die sehr schwer im Zoo zu halten sind, so beispielsweise der Schnabeligel, bei dem der Rostocker Zoo sogar ein weltweit beachteter Zuchterfolg gelungen ist.

Hinter dem Themenkomplex „Nicht zu halten“ stecken Tierarten, die kaum in Zoos zu sehen sind, unter anderem antarktische Pinguinarten und Europäische Feldhasen. Bei „Füttern  à la carte“ dreht sich alles um die Ernährung der Zootiere, und bei „Auf den Zahn gefühlt“ werden unterschiedliche Tiergebisse dargestellt. Im Zoo gibt es auch „Tierische Besucher“, sozusagen gelegentliche „Untermieter“ wie  Eichhörnchen, Fuchs und Fledermaus, die durch die weitläufige Parklandschaft angezogen werden. Seltene und extrem stark vom Aussterben bedrohte Arten und deren Schutz stehen im Mittelpunkt der Vitrine „Noch zu retten!“. Das betrifft beispielsweise den Eulenpapagei Kakapo, von dem schätzungsweise nur noch 150 Exemplare auf Neuseeland leben.

„Weil‘s zusammen schöner ist“ zeigt die Vergesellschaftung vieler Arten in der Seevogelvoliere und „Natur-nah erleben“ Reviere, die möglichst dem Original in der Natur sehr ähnlich sind wie bei den Eurasischen Fischottern. In den Vitrinen „Zoosammen“ wird über die vielfältigen Kooperationen des Zoo mit der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock informiert und in „Wir übernehmen Verantwortung“ über Zuchtbücher und Artenschutzprogramme des Rostocker Zoos. Mit der Eröffnung der einjährigen Sonderausstellung im Zoologischen Institut am Universitätsplatz ist ab dem 3. April auch ein Besuch des Großtierpräparationssaales wieder möglich. Dort hat Knut Weidemann, ein Tierpräparator aus Greifswald, in mehrmonatiger akribischer Kleinarbeit das Skelett  von Rostocks legendärer Elefantendame Sara zusammengesetzt. Der Publikumsliebling im Rostocker Zoo starb 2013 im stattlichen Alter von 51 Jahren. 

Was im Zoo nicht zu sehen ist

„Wer in den Zoo geht, möchte die Tiere in ihrem Umfeld beobachten. Aber wie ist die Anatomie der Tiere? Welcher Skelettaufbau ermöglicht die hohen Geschwindigkeiten, die unglaubliche Sprungkraft oder herausragenden Klettereigenschaften? Die zweite Ausstellung der Studierenden „Durchschaut – die Fortbewegung der Wirbeltiere“, die am 21. März im Spiegelsaal des Darwineums eröffnet wird, wird anhand von verschiedenen Skeletten aus dem Anatomischen Institut der Universität Rostock Antworten auf diese Fragen geben.In Kürze ziehen dafür Dromedar, Flusspferd, Nashorn, Schweinswal, Schneeleopard, Faultier und Rhesusaffe in Form von präparierten Skeletten als Teil der Ausstellung ins Darwineum um. Darüber hinaus sind Röntgenbilder und Videos von der Universität Jena von bewegten Tieren zu sehen, die die Grundlagen der tierischen Fortbewegung verdeutlichen. Auch das Deutsche Meereskundemuseum Stralsund steuert Exponate für die Ausstellung im Darwineum bei. „Übrigens, da das Anatomische Institut in der Gertrudenstrasse dringend Platz braucht, werden alle tierischen Präparate künftig in der Zoologischen Sammlung untergebracht“, informierte Kustos Dr. Andreas Bick. „Einige kleinere Ausstellungsstücke sind schon umgelagert, die Großskelette werden nach der Ausstellung im Zoo in unsere Sammlung aufgenommen.“

Bildunterschrift: Florian Wlocka zeigt einen Eulenpapagei Kakapo. Er ist für den Schaukasten „Noch zu retten!“ verantwortlich. Foto: Joachim Kloock

25 Unternehmen aus M-V werben für heimische Wirtschaftskraft in Leipzig

Messepräsenz der Handwerksunternehmen für den eigenen Erfolg im Wettbewerb unerlässlich – gerade in Zeiten der digitalen Vernetzung ist es notwendig, seine Produkte erlebnisnah, erfahrbar und anschaulich zu präsentieren

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

In Leipzig findet bis Sonntag (03. März 2019) die „mitteldeutsche handwerksmesse Leipzig“ (mhm) statt. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Donnerstag über die Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern informiert. „Die Messe hat sich zum Schaufenster des heimischen Handwerks etabliert. Insgesamt 25 Aussteller zeigen eine breite Vielfalt ihres Könnens. Es ist inzwischen Tradition, dass unsere Unternehmen auch in Sachsen für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern werben. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Eine gute Auftragslage darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es fortwährend notwendig ist, für das heimische Unternehmen und die eigenen Produkte zu werben. Eine hohe Flexibilität, eine ständige Neuorientierung und Marktanpassung sind notwendig, um im Wettbewerb weiter vorn mitzuhalten“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Messepräsenz für Unternehmen im Wettbewerb unerlässlich – selbst hergestellte Produkte sind Markenzeichen der heimischen Unternehmen

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph hat in der Messestadt für eine noch stärkere Messebeteiligung heimischer Unternehmen geworben. „Die Präsentation auf Messen ist das Aushängeschild der eigenen Leistungsfähigkeit der heimischen Wirtschaftskraft von Unternehmen. Gerade in Zeiten der digitalen Vernetzung ist es notwendig, seine Produkte erlebnisnah, erfahrbar und anschaulich zu präsentieren. Aufwendig hergestellte Produktvideos und Hochglanzfotos sowie moderne Internetauftritte sind ein wichtiges Element, um online auf sich aufmerksam zu machen. Das allein reicht gerade im Handwerk nicht aus. Hier sind die selbst hergestellten Produkte das Markenzeichen der heimischen Unternehmen. Wer sich im Wettbewerb behaupten will, für den ist die Teilnahme an Messen unerlässlich“, mahnte Rudolph weiter. Der Wirtschaftsstaatssekretär dankte abschließend den teilnehmenden Unternehmen für ihre Präsenz auf der Messe.

25 Unternehmen stellen in Leipzig aus

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einem Landesgemeinschaftsstand, der federführend von der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern organisiert wurde, vertreten. Neben der mhm finden auf dem Leipziger Messegelände parallel die Messe „Haus-Garten-Freizeit“ und die Messe „Beach & Boat“ statt. Insgesamt sind 25 Unternehmen in Leipzig vor Ort. Das Angebot reicht von heimischen kulinarischen Spezialitäten über moderne Saunaanlagen bis hin zu handgemachtem Schmuck.

Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern

Das Handwerk ist in Mecklenburg-Vorpommern von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Mehr als 90 Prozent der Betriebe in M-V können dem gewerblichen Mittelstand und den über 90 unterschiedlichen Gewerken des Handwerks zugeordnet werden. Etwa 14 Prozent aller Erwerbstätigen des Landes sowie 25 Prozent des Ausbildungsmarktes sind dem Handwerk zuzuordnen. Über 20.200 Betriebe sind bei den Handwerkskammern des Landes verzeichnet, 112.000 Arbeitnehmer und über 5.000 Lehrlinge sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. Der jährlich in M-V erwirtschaftete Umsatz beträgt neun Milliarden Euro.

Ausstellung „Riffe in der Ostsee – abgrundtiefbunt“

Uwe FriedrichVom 1. März bis 15 Mai stellt Uwe Friedrich seine eindrucksvollen Fotos des Riffs vor Nienhagen im Kreishaus Güstrow aus. Er macht damit sichtbar, was sonst verborgen bleibt. Ein von Menschenhand geschaffener Schatz auf dem Grunde der Ostsee, direkt vor der Küste des Landkreises Rostock. Uwe Friedrichs Fotos sind faszinierende Einblicke in ein Meeresgebiet, in dem ein Forschungsprojekt zum großen Erfolg geworden ist. Ein menschengemachtes Riff, das den Meeresbewohnern helfen soll. Eine Oase am Meeresgrund der Ostsee, die nicht immer pfleglich behandelt wurde und die auch heute noch einiges an menschlichem Einfluss aushalten muss. Der Landkreis Rostock präsentiert die Aufnahmen in der Ausstellung „Riffe in der Ostsee – abgrundtief bunt“ mit Unterstützung des Landwirtschafts- und Umweltministeriums.

Uwe Friedrich, Jahrgang 1967, ist in Güstrow aufgewachsen. Er fotografiert seit seiner Kindheit. 1998/1999 absolvierte er die Forschungstaucherausbildung an der Universität Rostock. Der erste Freiwassertauchgang führte ihn an das damalige Versuchsriff vor Nienhagen. Seit dem ist er von diesem Projekt fasziniert und es lässt ihn nicht mehr los. Für die Landesforschungsanstalt MV arbeitet er seit über 10 Jahren im Projekt „Riffe in der Ostsee“. So entstanden sämtliche Motive dieser Ausstellung bei über 100 Tauchgängen am „Riff-Nienhagen“. Seine Aufnahmen wurden bei nationalen und internationalen Vorträgen, auf Messen, in Internet und Printmedien sowie in verschiedenen TV-Produktionen veröffentlicht. Für seine Unterwasserfotos nutzt er eine CANON-7D-Spiegelreflexkamera mit einem System-Gehäuse des amerikanischen Herstellers IKELITE. Makro-und Weitwinkelobjektive, ein IKELITE-DS-161-Blitzgerät sowie Lichtsysteme von Mangrove und I-Torch gehören ebenso zur Ausrüstung. Seit der Gründung im Jahre 2010 ist Uwe Friedrich der Vorsitzende des Vereins „Baltic-Reef e.V.“.

Was: Ausstellung „Riffe in der Ostsee – abgrundtiefbunt“

Wann: 01.03. – 15.05., zu den Öffnungszeiten des Kreishauses

Wo: Kreishaus Güstrow, Am Wall 3 – 5, 18273 Güstrow

Rostocker Berufsfeuerwehr sucht Nachwuchs

Feuerwehr, Foto: Joachim Kloock

Feuerwehr Rostock, Foto: Joachim Kloock

Die Berufsfeuerwehr der Hanse- und Universitätsstadt sucht engagierte Nachwuchskräfte für die Arbeit als Berufsfeuerwehrfrau oder Berufsfeuerwehrmann. Die 18-monatige Brandmeisterausbildung zum Einstellungsdatum am 1. April 2020 oder am 1. Oktober 2020 beinhaltet die Grundlagen der Brandbekämpfung, Feuerwehrtechnik und Einsatztaktik. Neben dem theoretischen Unterricht und vielen praktischen Übungen sind auch ergänzende Berufspraktika in den Feuer- und Rettungswachen sowie in Krankenhäusern geplant.  Sie werden zum Führen von Einsatzfahrzeugen  der Klasse C/CE, als Maschinist für Löschfahrzeuge und zur Rettungssanitäterin bzw. zum Rettungssanitäter ausgebildet. Zunächst erfolgt die Einstellung als Brandmeisteranwärterin oder -anwärter im Beamtenstatus auf Widerruf, während der Ausbildung werden Anwärterbezüge gezahlt. Darüber hinaus erfolgen Zulagen für geleistete Nachtdienste und ggf. Familienzuschläge. Die Feuerwehrzulage wird nach dem ersten Dienstjahr gezahlt. Als Beamtin oder Beamter werden zudem keine Sozialversicherungsbeiträge fällig.  Bei erfolgreich abgeschlossener Ausbildung werden ein interessanter und abwechslungsreicher beruflicher Alltag sowie ein sicherer Arbeitsplatz mit Zukunft und Perspektiven geboten. Wer über eine abgeschlossene Berufsausbildung und das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen verfügt, kann sich bis zum 21. März 2019 im Brandschutz- und Rettungsamt bewerben. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind im Internet unter folgender Adresse zu finden:
https://rathaus.rostock.de/de/brandmeisterausbildung/236968

49 „Master of Business Consulting“ der Hochschule Wismar verabschiedet

Berufserfahrung und Master-Abschluss bilden Fundament für Karrierechancen in Mecklenburg-Vorpommern

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Hörsaal, Quelle: Hochschule Wismar

49 Absolventen des Studienganges „Master of Business Consulting“ des WINGS-Fernstudiums an der Hochschule Wismar sind am Freitag im Schloss Hasenwinkel (Gemeinde Bibow, Landkreis Nordwestmecklenburg) feierlich verabschiedet worden. „Unternehmen müssen immer wieder ihre strategischen Ziele auf den Prüfstand stellen, kontinuierlich ihre Abläufe verbessern, Ressourcen optimal nutzen, Fehler reduzieren, den Personaleinsatz optimieren und vieles mehr. Um die Unternehmen bei diesen wichtigen Aufgaben begleiten oder führen zu können, braucht es qualifizierte Fachkräfte. Die Absolventen haben während ihres Studiums das entsprechende Rüstzeug erhalten. Die Kombination aus Berufserfahrung und dem Master-Abschluss bilden das Fundament, um beruflich durchzustarten – auch in Mecklenburg-Vorpommern. Hier bieten sich eine Vielzahl attraktiver Karrieremöglichkeiten“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Wirtschaftsministerium unterstützt technologieorientierte Gründungen aus den Hochschulen des Landes

WINGS steht für „Wismar International Graduate Services GmbH“, ein Unternehmen der Hochschule Wismar. Der Master Business Consulting vermittelt in vier Semestern betriebswirtschaftliches Know-how zu Themen wie Unternehmensstrategie, Projektmanagement, Sanierungsberatung oder auch Personal- und Change Management. Fallstudien zur Existenzgründerberatung ergänzen das Curriculum. Der Fernstudiengang ist erstmals im Jahr 2006 am Standort Wismar gestartet worden; seitdem haben bundesweit 534 Berufstätige aus dem ganzen Bundesgebiet den Abschluss erreicht. „Existenzgründungen stellen eine wichtige Basis für das Wirtschaftswachstum dar. Neue Geschäftsmodelle modernisieren die Wirtschaftsstruktur, schaffen auch neue Arbeitsplätze und treiben den Wettbewerb an. Sie sind volkswirtschaftlich von großer Bedeutung, da von ihnen besonders starke Wachstumsimpulse und Beschäftigungseffekte ausgehen. Das wollen wir auch in Mecklenburg-Vorpommern stärker vorantreiben. Speziell technologieorientierte Gründungen stehen für uns im Fokus“, betonte Rudolph.

Mut machen, zukunftsweisende Ideen für Produkte und Dienstleistungen in einer eigenen unternehmerischen Tätigkeit umsetzen

„Unsere Gründungsförderung soll Mut machen, innovative und zukunftsweisende Ideen für Produkte und Dienstleistungen in einer eigenen unternehmerischen Tätigkeit umzusetzen. Dafür haben wir Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen“, sagte Rudolph. Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph verwies beispielhaft auf den Gründer-Ideenwettbewerb „Inspired“ an den Hochschulen des Landes, der sich als ein effektives Instrument zur Steigerung des Verwertungspotentials an den Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern erwiesen hat. Der Wettbewerb unterstützt gezielt einzelne herausragende Vorhaben bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Ideen. An der Durchführung dieses Wettbewerbs ist auch die Hochschule Wismar aktiv beteiligt. Für Gründungsinteressierte oder wachstumsstarke Startups gibt es weitere Unterstützungsmöglichkeiten des Landes, beispielsweise über Mikrodarlehen (bis 20.000 Euro), als Bürgschaft der Bürgschaftsbank MV oder als Beteiligung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MV. Dazu kommt das Gründerstipendium für Gründungswillige mit Hochschulabschluss oder beruflicher Praxis bei der Umsetzung ihrer innovativen und wissensbasierten Geschäftsidee durch finanzielle Hilfen zum Lebensunterhalt für bis zu 18 Monate. Auf dem Gründerportal www.gruender-mv.de finden Interessierte Informationen und Fördermöglichkeiten sowie Tipps und Praxisbeispiele.

Appell an Unternehmen: Studierende frühzeitig einbinden, um Fachkräftebedarf zu sichern

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph appellierte abschließend an die Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, zur Fachkräftegewinnung Studierende an den Hochschulen des Landes frühzeitig an sich zu binden, beispielsweise über Praktikumsplätze und die Bereitstellung von Themen für Studienarbeiten. „Am Beispiel des Master-Studienganges der Hochschule Wismar zeigt sich, dass über die Curricula eine praxisnahe Verknüpfung zwischen den Lerninhalten und den Zielen der Unternehmen besteht. Angesichts dieser globalen Entwicklung ist es umso wichtiger, die Stellschrauben, die wir vor Ort beeinflussen können, in die richtige Richtung zu drehen. Die Studierenden sind mit ihrem Wissen am Pulsder Zeit und können bei notwendigen Veränderungsprozessen in den Betrieben unterstützen. Das sollten wir noch intensiver nutzen“, sagte Rudolph.

Reportage: Die Granitz auf Rügen – Mit Wanderschuhen auf Zeitreise

Bei einer Wanderung durch die Granitz erleben Besucher die einzigartige Natur und können sich dabei in eine andere Epoche zurückversetzen lassen: Denn mitten im ältesten Waldgebiet Rügens liegt das Jagdschloss, einst ein beliebtes Reiseziel europäischer Adliger.

Schloss-Granitz_cStaatliche-Schlösser-Gärten-und-Kunstsammlungen-M-V-310x207Es ist diese tiefe Ruhe, an die ich mich im ersten Moment gewöhnen muss. Ranger Steffen Sprenger kennt das schon von Besuchern, die wie ich zum ersten Mal im Biosphärenreservat Südost-Rügen unterwegs sind. „Gleich wirst du merken, dass hier ganz schön viel los ist“, sagt der Ranger. Und tatsächlich: Hier raschelt das Laub, dort knarzt ein Ast und einige Vögel pfeifen fröhlich ihre Morgenmelodie. Die Granitz ist eines der größten und ältesten Waldgebiete der Insel. In dem rund 1000 Hektar umfassenden Naturschutzgebiet gibt es nicht nur seltene Pflanzen, der riesige Rotbuchenbestand bietet auch Rehen, Marderhunden oder Dachsen einen vorzüglichen Lebensraum. Es sind ihre Fährten, die unsere Wanderung zu einer Entdeckungsreise machen – es sind aber auch die historischen Spuren, die uns zurückversetzen in eine andere Zeit. Der Weg führt vom Ostseebad Sellin durch den dichten Wald hinauf zum Jagdschloss Granitz – einst ein beliebtes Reiseziel europäischer Adliger. Von 1837 bis 1846 wurde es im Auftrag von Wilhelm Malte, dem I. zu Putbus, erbaut. Je länger wir wandern, desto weiter dreht sich das Rad der Geschichte zurück. Nach drei Kilometern erreichen wir den Schwarzen See. „Er ist in der Eiszeit entstanden“, erklärt Steffen. Dass der sogenannte Restsee im gleichnamigen Kesselmoor 54 Meter über dem Meeresspiegel liegt, stellt für Rügen eine Besonderheit dar. Auf dem nährstoffarmen Wasser schwimmt eine Pflanzendecke aus Moosen, Wollgräsern und Teichrosen. „Gänsesäger ziehen hier ihre Jungen groß“, so der Ranger. Wer lange stillsitzen kann, bekommt vielleicht auch die scheuen Fischotter zu Gesicht.

Das Schloss strahlt die Macht des Fürstentums aus

Nach einem Abstecher zu den Buchenbeständen an den Steilhängen, die zu den artenreichsten des norddeutschen Tieflandes zählen, erreichen wir das Jagdschloss Granitz. Das Gebäude behauptet sich mit seinen Türmen und der rosafarbenen Fassade – es steht als aufgeräumter Kontrast zur wilden Natur. Dass die Granitz den Fürsten zu Putbus als Jagdrevier diente, spiegelt sich überall wider. Denn Jagd versinnbildlicht Macht. Und die sollte mit dem hochgelegenen Luxusbau sichtbar werden. Dafür sorgt auch der aufragende Mittelturm mit seiner innen liegenden Wendeltreppe. Ich atme einmal tief durch, bevor ich meinen Fuß auf die erste von 154 gusseisernen Stufen setze, die mich 38 Meter in die Höhe führen. Dort oben auf dem Turm, der sich deutlich über die Baumwipfel erhebt, genieße ich den Ausblick über ganz Rügen.

Mit Volldampf kündigt sich ein weiterer Zeitzeuge an

Als wir schließlich das größte Seebad der Insel erreichen, ist der Ausflug in die Vergangenheit noch nicht zu Ende: In Binz erinnern die strahlend weißen Villen im Stil der Bäderarchitektur an den Anfang der Seebad-Ära zur Jahrhundertwende. Mit einem lauten Rattern kündigt sich noch ein weiterer Zeitzeuge an: Seit 1895 verbindet die Dampflok „Rasender Roland“ die Seebäder auf Rügen. Mit 30 km/h fahren wir gemächlich, aber dennoch mit Volldampf über die Insel. Für mich geht mit dieser Fahrt eine Spurensuche zu Ende, die verbindet, was in der Granitz zusammengehört: die überwältigende Natur und die Faszination der jahrhundertealten Kultur, die noch heute überall erlebbar ist.

Bildunterschrift: Majestätisch krönt das Schloss die grüne Insel. Foto: Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen M-V/Funkhaus Creative