Archiv für 21. November 2018

Erste Verbundforschungsprojekte am neuen Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg vorgestellt

Möglichkeiten des Kompetenzzentrums für weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben jetzt intensiv nutzen – mit innovativen Projekten Lebensqualität von Diabetikern perspektivisch verbessern

Im Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg (KDK) sind am Mittwoch die ersten Verbundforschungsprojekte vorgestellt worden. „Wir haben das Wachstumspotential der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Mit zwei neuen innovativen Projekten soll die Lebensqualität von Diabetikern perspektivisch deutlich verbessert werden. Durch unser Engagement hier in Karlsburg wird die Zusammenarbeit von Forschung, Wirtschaft, Medizin und Ingenieurskunst potenziert werden. Ich erwarte neue innovative Lösungen, Produkte und Dienstleistungen der Gesundheitswirtschaft, die sowohl marktfähig sind als auch mehr Wohlstand in unserem Land generieren. Nur das kann unser Anspruch sein“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort. Die strukturelle Ausrüstung mit Laboreinrichtungen und wissenschaftlichen Geräten wurde vom Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und der EU mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Projekt: Entwicklung einer intelligenten Einlegesohle

Das Unternehmen Orthopädie – Technik – Service aktiv GmbH aus Greifswald hat in Karlsburg ein innovatives Projekt „DFS-Frühwarnsystem vorgestellt. „Innovativer Kern des Projektes ist die Entwicklung einer intelligenten Einlegesohle zur fortlaufenden Erfassung und Übertragung des Temperatur- und Bewegungsprofils am Fuß von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom“, sagte Rudolph. Partner im Projekt sind das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg und das Institut für Diabetes „Gerhard Katsch“ aus Karlsburg. Das Wirtschaftsministerium fördert das Verbundprojekt mit ca. 910.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Projekt: Innovative Technologien für die Behandlung chronischer Wunden

Die Firma Human Med AG entwickelt mit dem Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg und der Universität Rostock innovative Technologien zur Aktivierung und klinischen Applikation von Geweben und Zellen für die Behandlung chronischer Wunden. „Es sollen Fettstammzellen zur besseren Wundheilung eingesetzt werden. Das ist ebenso ein Beitrag zur Vorbeugung von für den Diabetes typischen Komplikationen“, betonte Rudolph. Das Unternehmen Human med aus Schwerin ist seit 25 Jahren auf dem Gebiet der medizinischen Geräte der Wasserstrahltechnologie tätig. Das Projekt ist gegenwärtig in der Antragstellung.

Alleinstellungsmerkmal für Mecklenburg-Vorpommern

Das Konzept des KDK besteht im Aufbau eines Zentrums zur regionalen Förderung der angewandten kliniknahen Forschung – ausgehend von zwei maßgeblichen Standbeinen: Plasmamedizin und Wundheilung/Diabetes. Hierfür haben sich federführend das Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP e.V.) in Greifswald und das Klinikum Karlsburg der Klinikgruppe Dr. Guth GmbH & Co KG zusammengeschlossen, um die Expertisen in der Plasmatechnologie, Wundheilung und Diabetesforschung zum Wohle der Patienten zu bündeln. „Das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg vereint kompetentes Know-how der Grundlagenforschung, der angewandten klinischen Forschung und Behandlung aus unserem Land unter einem Dach. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, eine wirtschaftsnahe Forschungsstruktur auf dem Gebiet der Diabetologie in M-V zu etablieren. Durch die Konzentrierung der in der Region vorhandenen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet des Diabetes und der Wundheilung soll eine nachhaltige Struktur entwickelt werden. Dazu sollen die bereits vorhandene Forschungsinfrastruktur, das bestehende Methodenspektrum und die bereits erbrachten Forschungsleistungen genutzt werden. Das KDK bringt mit diesem translationalen Ansatz interdisziplinare Forschung bis in die Klinik. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal in M-V. Hierbei werden vor allem die bereits existierenden Expertisen in den Bereichen Wundheilung, Zell- und Mikrobiologie sowie Plasmatechnologie um die Themengebiete klinische Studien, Sensorik und Diagnostik erweitert“, sagte Rudolph.

Möglichkeiten des Zentrums intensiv nutzen

Der Staatssekretär appellierte, die Möglichkeiten des Kompetenzzentrums Diabetes Karlsburg für weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben jetzt intensiv zu nutzen. „Das Wirtschaftsministerium unterstützt weiter innovative Vorhaben. Insbesondere die Verbundforschungsförderung – die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft – ist dabei ein Schwerpunkt unserer Technologiepolitik. In dem Diabetes-Innovationszentrum liegt auch eine große Chance für heimische Medizintechnik- und Biotechnologieunternehmen, innovative Ideen praktisch umzusetzen“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

In 2016 wurde das Kompetenzzentrum Diabetes Karlsburg offiziell eröffnet. Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben belaufen sich auf rund 9,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Zuschuss in Höhe von rund acht Millionen Euro.

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Reportage: Ohne Uhr und mit viel Ruhe – Spurensuche auf Fischland-Darß-Zingst

Auf der Halbinsel wird man sich unweigerlich Zeit nehmen für die schönen Dinge des Lebens. Dabei eröffnen verschiedene Themenpfade eine völlig neue Perspektive auf Gegenwart und Vergangenheit. Kultur und Natur, Vergangenheit und Moderne, Einfaches und Feines treffen hier nicht bloß aufeinander – sie verbinden sich zu einem Ausdruck von Vollkommenheit. Auch Sandra und Sebastian aus Weimar haben das bei ihrem Streifzug erfahren.

Bemalte_Türen2_TMV_Krauss„Ich muss ehrlich sein: Du siehst die Welt durch eine rosarote Brille!“, ruft Sandra und lacht. Denn das tut Sebastian im wahrsten Sinne des Wortes: Das Pärchen steht am Sandstrand von Zingst und während Sandra die Kamera zückt, hat sich Sebastian schon hinter der überdimensionalen Sonnenbrille des Künstlers Marc Moser in Pose gebracht und guckt durch die rosafarbenen Gläser hindurch auf die sonst tiefblaue Ostsee. Das beeindruckende Kunstwerk in XXL dürfen Besucher von Mai bis Mitte Oktober am Strand entdecken, danach wird es in sein Winterquartier, den Zingster Hafen, gebracht. Als die beiden gehört haben, dass sich Besucher auf dem Olympus FotoKunstPfad Zingst kostenfrei Kameras ausleihen und auf zwölf Stationen die Werke von Künstlern entdecken und einfangen können, waren sie begeistert: „Das bringt mit Meer, Strand, Kunst und Fotografie unsere größten Leidenschaften zusammen“, sagt Sebastian. „Es ist toll, einfach abzuschalten und die Tage am Strand dahinplätschern zu lassen. Doch noch schöner ist es, wenn man inspirierende Bilder und spannende Geschichten mit nach Hause nehmen kann.“ Besondere Andenken sind es, die Sandra und Sebastian in Zingst mit ihren Kameras aufnehmen: So erzählt die Skulptur des Bildhauers Rob Mulholland – eine zarte Frauen-Silhouette, die auf einer Buhne im Wasser steht – von der Verletzlichkeit und Stärke des Meeres. Andere Künstler setzen auf den spielerischen Effekt, wie Lulu Guinness, die Besucher mit einem großen Nagelbrett, dem beliebten Spielzeug der 80er-Jahre, verschmelzen lässt.

Von Haustüren, die vor Zauberei beschützen

Als Kontrast zur modernen Kunst haben sich Sandra und Sebastian als nächste Station den Darßer Haustürenpfad herausgesucht: Der verknüpft die Gegenwart mit Bräuchen und Spuren des 19. Jahrhunderts in den Orten PrerowBorn und Wieck. Mit dem Rad erreichen sie Prerow in nur 20 Minuten. Der Weg führt direkt an der Küste entlang, wo sie die salzige Meeresluft und den erfrischenden Fahrtwind genießen. „Ich habe noch nie eine Haustür gesehen, die so viel gute Laune versprüht“, sagt Sandra und nimmt mit ihrer Kamera die roten Tulpen und die Sonne ins Visier. Die Darßer Haustür an der Tourist-Information in Prerow ist die erste der berühmten Türen, die bunt bemalt wurde. Der Brauch der aufwändig geschnitzten Türen geht auf die Seefahrtsgeschichte zurück. Der Sonnenaufgang steht für eine glückliche Rückkehr, andere Motive sind von heidnischen Einflüssen geprägt. So sollen Symbole wie Feuer vor Zauberei schützen, Blumen dagegen Lebensfreude schenken. Die Tradition weiterleben lässt die Kunsttischlerei Roloff, die seit 1832 in Handarbeit die Darßer Türen restauriert oder neu anfertigt.

Post aus dem 20. Jahrhundert

Den Halt an der Tourist-Information in Prerow haben Sandra und Sebastian genutzt, um sich mit neuen Inspirationen zu verschiedenen Ausflugszielen einzudecken. Das Paar möchte mehr über die Geschichte der Region erfahren, bei strahlend blauem Himmel am liebsten im Freien. So ist das nächste Ziel schnell bestimmt: Auf dem Fahrrad möchten sie den Postkartenpfad in Wieck erkunden. Die Fotomotive des 20. Jahrhunderts, die an sieben Stationen ausgestellt werden, machen es den Besuchern leicht, sich auf die Reise durch die Zeit zu begeben. „Sieh mal, da vorne lag damals die Holzerland-Werft“, sagt Sebastian und zeigt zum Bodstedter Bodden, vor dem heute ein großes Feld liegt, auf dem gemütlich die Pferde grasen. Auf einer Holzbank genießen die beiden den Ausblick und erfinden Geschichten vom geschäftigen Treiben, das hier damals herrschte. Bevor es weiter zum nächsten Pfad geht, stromern beide weiter durch das Boddendorf. Dabei entdecken sie den idyllischen Hafen und die Darßer Arche, die ein Informationszentrum und eine Ausstellung über den Nationalpark beherbergt. Ob es der Gedanke an Fisch, die Fahrradtour oder die frische Luft ist – sicher ist: Sandra und Sebastian sind hungrig. Wie praktisch, dass das Capitänshaus von Petersson in Born nur 15 Fahrradminuten entfernt ist. In der 250 Jahre alten Scheune werden frische Gerichte wie Fisch oder auch selbstgebackener Kuchen serviert. Von der Terrasse aus schweift der Blick über die gepflegte Grünanlage hin zum Capitänshaus, dessen Namensgeber der berühmte Schiffskapitän Carl von Petersson ist. Er befuhr vom Darß aus die ganze Welt. Diese und viele weitere Geschichten des alten Fischerdörfchens erzählen Tafeln, die auf alten Buhnenpfählen vor historisch bedeutenden Häusern stehen.

Wandeln auf den Spuren der Künstlerkolonie Ahrenshoop

Die Sonne steht tief und taucht die alte Linde, die auf dem Anwesen Petersson steht, in ein besonderes Licht, als sich Sandra und Sebastian zum letzten Mal auf den Sattel schwingen. In Ahrenshoop werden die Zeitenwandler im Hotel The Grand entspannen und Kräfte für den nächsten Tag sammeln. „Doch vorher möchte ich noch die Dünen sehen“, sagt Sandra. Entlang des Kunstpfads, mit seinen Landschaftsgemälden, lassen sich die beiden von der Schönheit der hellgrünen Gräser, des feinen Sandes und der blauen See verzaubern und verstehen sofort, warum dieser Anblick auch die Maler der Künstlerkolonie Ahrenshoop schon Mitte des 19. Jahrhunderts berührte. Auf einer Aussichtsplattform, ganz in der Nähe des Strandes, kann das Pärchen genau jenen idyllischen Blick auf Ahrenshoop genießen, der bereits 1889 den angesehensten Landschaftsmaler Deutschlands und Begründer der Künstlerkolonie, Paul Müller-Kaempff, berührte und den er ein Jahr später in einem Gemälde verewigte. Mit diesem letzten, ergreifenden Eindruck verabschieden sich Sandra und Sebastian in die wohlverdiente Nachtruhe. „Schließlich möchten wir morgen fit sein – es gibt noch viel zu entdecken!“

Bildunterschrift:  Bemalte Türen künden in Prerow, Born und Wieck von den Bräuchen der Seefahrer, Quelle: TMV/Krauss

Wirtschaftsminister M-V stellt Landestourismuskonzeption vor

Zentrale Stellschrauben für die touristische Entwicklung benannt – Konzeption ist der Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung

Camping-Touristikmesse, Foto Joachim Kloock

Camping, Foto Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag die neue Landestourismuskonzeption „Branche mit Zukunft gestalten“ im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) vorgestellt. „Mit der Konzeption werden die zentralen Stellschrauben für die touristische Entwicklung in den kommenden Jahren benannt, die eine auch künftig erfolgreiche touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen. Die Ansprüche und Bedürfnisse der Reisenden, der Beschäftigten und der Bevölkerung verändern sich, neue Qualitätsdefinitionen etablieren sich im Markt. Deshalb ist es wichtig, noch flexibler auf diese Herausforderungen zu reagieren“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die Landestourismuskonzeption ist im Kabinett verabschiedet worden.

Strategische Ausrichtung der Konzeption

Die neue Landestourismuskonzeption setzt die Leitplanken. Sie verfolgt mit der Ermittlung und Beschreibung der Strategie- und Zukunftsfelder einen übergreifenden problemlösenden Ansatz. Die strategischen Felder sind Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Internationalisierung. „Hier ist mit dem erfolgreichen Auftritt als Partnerland auf der diesjährigen ITB schon ein Zeichen gesetzt worden“, sagte Glawe. Mit den Feldern „Touristischer Arbeitsmarkt“, „Organisation und Finanzierung“, „Tourismusbewusstsein und Akzeptanz“, „Infrastruktur und Mobilität“, „Innovation und Qualität“ werden die Arbeitsschwerpunkte benannt. „Diese klare Fokussierung setzt die Klammer um alle Aktivitäten. Die verantwortliche – auch finanzielle – Beteiligung der Branche an der weiteren touristischen Entwicklung bildet einen weiteren Schwerpunkt. Die Verabschiedung ist zugleich Startschuss für einen Prozess der Umsetzung. Diese muss als Daueraufgabe verstanden werden mit der Notwendigkeit, jederzeit neue Entwicklungen wahrzunehmen und auf diese flexibel zu reagieren“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. „Die Konzeption verfolgt neue Ansätze bei der Infrastrukturfinanzierung (Investitionspauschale), einen Paradigmenwechsel bei der Förderung (hin zu mehr Unterstützung der Aktiven), diskutiert gemeindeübergreifende Gebietskulissen, will Akzeptanz und regionale Entwicklung fördern. Diese Ansätze bleiben Themen für die Umsetzungsphase der Konzeption. Hierfür ist ein sehr intensiver Diskussionsprozess aller Beteiligten erforderlich“, sagte Glawe.

Zentrale Neuerung – erstmals Einrichtung eines Umsetzungsmanagements

„Die Einrichtung eines Umsetzungsmanagements für die kommenden Jahre ist eine zentrale Neuerung. Es übernimmt die Koordination übergeordneter Aufgaben bei der Umsetzung der Schlüsselmaßnahmen und bezieht die Branche, Dienstleister und Anbieter aktiv mit ein“, erläuterte Glawe. Für die Aufgaben des Umsetzungsmanagements – Fachforen, Veranstaltungen, Online-Portal, Monitoring, Evaluation – sowie die Einrichtung von zwei Stellen sind für eine Laufzeit von zunächst drei Jahren insgesamt 660.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung gestellt worden. Ein Steuerungsgremium soll das Umsetzungscontrolling übernehmen. Den Vorsitz hat das Wirtschaftsministerium. Auf Seiten der Landesregierung gehören die Staatskanzlei, das Energieministerium und das Innenministerium dem Gremium an. Darüber hinaus sind der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern sowie regionale Interessenvertreter für Küste und Binnenland und Vertreter der Branche dabei.

Konzeption ist der Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung

Die Landestourismuskonzeption gilt für das gesamte Urlaubsland, sie akzeptiert und berücksichtigt aber die regionalen Unterschiede, insbesondere zwischen dem Küstengebiet und den ländlichen Regionen, aber auch auf Ortsebene. „Das verantwortliche Miteinander der touristischen Akteure im Land stärken und Kooperationen weiter auszubauen ist ein Ziel bei der Umsetzung dieser Konzeption für eine Branche mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig ist dabei: Diese Landestourismuskonzeption Mecklenburg-Vorpommern ist kein statisches Ergebnis mit einer Gültigkeitsdauer von x Jahren. Sie ist vielmehr als Startschuss für einen gemeinsamen Prozess der touristischen Weiterentwicklung zu verstehen“, forderte Glawe. Dazu gehöre es auch, die Analyseergebnisse immer wieder zu hinterfragen, die gesetzten Schwerpunkte bei Bedarf anzupassen und die abgeleiteten Maßnahmen gegebenenfalls neu zu priorisieren oder zu ergänzen. Die Politik – Land, Landkreise, Gemeinden – verbessert dafür die Rahmenbedingungen. Ihre Aufgabe ist in Zeiten wachsender Vernetzungen und von Wechselwirkungen insbesondere ein Mehr an fachübergreifender Koordination. Die Tourismusbranche wiederum – Tourismusorganisationen, Verbände und Betriebe – muss ihre Wettbewerbsfähigkeit stetig verbessern. „Die strategischen Überlegungen und die konkreten Maßnahmen können nur dann ihre optimale Wirkung entfalten, wenn alle Beteiligten im Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern an einem Strang ziehen“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Große Beteiligung bei der Entstehung

Die Landestourismuskonzeption ersetzt die bisherige Fortschreibung der Landestourismuskonzeption 2010. Die Konzeption ist unter großer Beteiligung im gesamten Land und einem breit angelegten Diskussionsprozess zur Ausrichtung der Konzeption, Finanzierung touristischer Investitionen und Strukturen sowie zum geplanten Umsetzungsmanagement entwickelt worden. Insgesamt sind bei der Verbandsanhörung 30 Stellungnahmen eingegangen. Hierzu zählen Tourismusverbände auf Landes- und regionaler Ebene, Fachverbände wie Landurlaub und Bäderverband, Kammern und Unternehmensverbände, DJH, Gewerkschaften und Naturschutzorganisationen, Kreise und große Städte, Architektenkammer und BioCon Valley. 

Wirtschaftsfaktor Tourismus im Überblick

Touristen, Besucher und Tagesgäste tragen in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Konsum und den Ausgaben entscheidend zum Bestand und dem Wachstum anderer Branchen wie dem Einzelhandel bei. Die Wirtschaftsleistung Mecklenburg-Vorpommerns wird zu einem großen Teil (12 Prozent) durch den Tourismus erbracht. Zwei Drittel der touristischen Ausgaben in Höhe von 7,75 Milliarden Euro (2014) kommen mit den Besuchern, Gästen und Touristen aus den anderen Bundesländern nach MV. 17,8 Prozent der Erwerbstätigen in MV, also 131.254 Menschen, arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. Das ist jeder sechste Beschäftigte in MV. Die Tourismusintensität erreichte 2017 in MV einen Wert von 18.514, das bedeutet 18.514 gewerbliche Übernachtungen (incl. Camping) bezogen auf 1.000 Einwohner (2010: 16.760), der mit Abstand höchste Wert in Deutschland (unter 5.000) und auch im europäischen Maßstab ein Spitzenwert.

Touristische Zahlen von Januar bis August 2018

Von Januar bis August konnten in Mecklenburg-Vorpommern 5,59 Millionen Ankünfte (+3,8 Prozent) und 22,62 Millionen Übernachtungen (+3,6 Prozent) vom Statistischen Amt registriert werden. Die Campingplätze haben ebenso in den ersten acht Monaten des Jahres zugelegt. Mit einem Plus von 12,4 Prozent bei den Ankünften (über 953.300 Gäste) und 8,5 Prozent bei den Übernachtungen (über 4,30 Millionen Übernachtungen) ist das nochmal ein ordentlicher Schwung im Bereich Camping.Im Zeitraum Januar bis August 2018 verbrachten nach Angaben des Statistischen Amtes über 304.000 ausländische Gäste (+6,3 Prozent) 817.800 Übernachtungen (+7,5 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landestourismuskonzeption kann auf den Seiten des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern heruntergeladen werden, Download unter www.wm.mv-regierung.de.

Neuartige Softwarelösung mit Technologiepreis ausgezeichnet

Innovative Ideen mutig in praxisrelevante Lösungen umgesetzt – Unterstützungsmöglichkeiten für digitale Lösungsvorschläge nutzen

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis, Foto: Pressestelle WM

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis

In Schwerin ist am Montag der „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ feierlich verliehen worden. Preisträger ist in diesem Jahr die GWA Hygiene GmbH aus Stralsund. Das Unternehmen hat ein neuartiges Hygiene Monitoring System entwickelt. Ausgezeichnet mit dem Sonderpreis Digitalisierung wurde Philipp Engel. Er hat eine Software-Plattform für die messtechnische Überwachung von Ingenieurbauwerken entwickelt. (siehe Preisträger im Überblick auf Seite 3). „Beide Preisträger haben in herausragender Weise ihre innovativen Ideen mutig in praxisrelevante Lösungen umgesetzt. Unser Land braucht noch mehr solche Entwicklungen, die im Ergebnis zu mehr wettbewerbsfähigen Produkten führen. Immer dann, wenn Ergebnisse der Arbeit erfolgreich umgesetzt werden, entstehen Wachstum und neue Märkte. Das sichert qualifizierte Arbeitsplätze im Land, neue Jobs werden geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph. Die Preise wurden in der IHK zu Schwerin übergeben.

„Neben dem Ludwig-Bölkow-Technologiepreisträger hat auch der von der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern gestiftete Sonderpreis den hohen Stellenwert der Digitalisierung gezeigt. Der zunehmende Einsatz von IT-Lösungen im Entwicklungs- und Produktionsprozess führt zu erheblichen Steigerungen der Produktivität. Auch unter den weiteren Bewerbern fanden sich Unternehmen, die Industrie 4.0 bereits leben und weiterentwickeln. Die hohe Produktivität und internationale Handelbarkeit industrieller Produkte wird mit Innovationen und neuen Technologien noch mehr zu einem wachsenden Wohlstand hier in der Region beitragen. Hier setzt auch unsere IHK-Industrie-Image-Kampagne an: Die industrielle Leistungsfähigkeit der Unternehmen im Land muss deutlich stärker in die öffentliche Wahrnehmung gebracht werden“, sagte der Vizepräsident der IHK zu Schwerin Matthias Belke.

Technologieförderung um 50 Millionen Euro aufgestockt

In der laufenden EU Förderperiode bis 2020 wurden die Mittel für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation um 50 Millionen Euro aufgestockt. Das Wirtschaftsministerium stellt nunmehr 218 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Damit können wir die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft weiter stärken. Unternehmen erhalten Unterstützung von der Produktentwicklung bis hin zur Marktreife. Im besonderen Fokus haben wir auch Lösungsvorschläge bei den Herausforderungen der Digitalisierung“, betonte Rudolph.

Sowohl Produktionsprozesse als auch Leistungsprozesse können unterstützt werden

Der Wirtschaftsstaatssekretär machte insbesondere auf die Unterstützungsmöglichkeiten für Lösungen bei der Digitalisierung aufmerksam. „Sowohl Produktionsprozesse als auch Leistungsprozesse können unterstützt werden. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) werden unterstützt ihre Produktionsprozesse zu analysieren, ´digitale´ Lösungsvorschläge (Prozessinnovationen) zu erarbeiten und diese in Pilotprojekten umzusetzen“, sagte Rudolph. Diese Pilotprojekte werden bei klein- und mittelständischen Unternehmen mit bis zu 50 Prozent und bei großen Unternehmen mit bis zu 15 Prozent, maximal mit 200.000 Euro gefördert. Darüber hinaus können auch Analysen und Beratungen im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Beschäftigten im Unternehmen (Technikfolgenabschätzung) gefördert werden. Als neues Instrument im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsrichtlinie des Wirtschaftsministeriums ist auch die Förderung von Investitionen möglich, die der Umsetzung von vorher durchgeführten Prozessinnovationen dienen. Die Investitionen in Folge von Prozessinnovationen werden mit 50 Prozent und bis zu 100.000 Euro gefördert. Hierzu zählen zum Beispiel Maschinen, Anlagen, Robotik, Automatisierungstechnik wie Sensorik oder Datenübertragungstechnik.

Risikokapital für Gründer

Das Wirtschaftsministerium hat zwei Beteiligungsfonds aufgelegt, um technologieorientierte Existenzgründer und bestehende Unternehmen zu unterstützen. So fördert die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) in Form stiller und offener Beteiligungen kleine und mittlere Unternehmen einschließlich Existenzgründungen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie digitale Geschäftsmodelle. Hierfür stehen Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem betreut die Genius Venture Capital GmbH einen Risikokapitalfonds in Höhe von 10 Millionen Euro für aktive Beteiligungen. „Unterstützt werden Kosten von der Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung innovativer Produkte, Verfahren oder technischer Dienstleistungen. Neben dem Beteiligungskapital erhalten die Unternehmer eine qualifizierte Managementunterstützung“ so Rudolph.

Die Preisträger 2018 im Überblick

LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern

GWA Hygiene GmbH, Stralsund

Projekttitel: Digitaler Assistent für die Krankenhaushygiene „NosoEx“

Geschäftsführer ist Tobias Gebhardt. Das Unternehmen wurde im Jahr 2015 gegründet. Es handelt sich bei dem Produkt „NosoEx“ um ein Hygiene Monitoring System, bestehend aus zwei Hardwarekomponenten und einer webbasierten Software. Das System besteht aus einer Platine, die in handelsübliche Hygienespender eingebaut werden kann und einem Transponder, den das Personal trägt. Es protokolliert die Betätigung von Händedesinfektionsmittelspendern und wertet die Hygienesituation tagesaktuell aus. „Damit ist die Überwachung und Auswertung der Einhaltung von Hygienestandards beispielsweise im medizinischen Bereich oder im Pflegebereich möglich. Die Neuheit ist die Möglichkeit der Datenauswertung und Systemkompatibilität, da es mit allen gängigen Desinfektionsmittelspendern kompatibel ist“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph. Bisher ist das System in 15 Einrichtungen in Deutschland und in der Schweiz installiert. In Mecklenburg-Vorpommern gehören unter anderem die Boddenklinik Ribnitz-Damgarten sowie die Helios Klinik Leezen dazu.

Preisträger Sonderpreis Digitalisierung

Philipp Engel (Hochschule Neubrandenburg)

Projettitel: Open Automativ Deformation Monitoring System (Open ADMS)

Das OpenADMS ist eine Software-Plattform für die messtechnische Überwachung von Ingenieurbauwerken, Brücken, Tunneln, Dämmen, Rutschhängen, Steilküsten oder Geländeoberflächen. Dabei werden Verformungen mit Hilfe von Sensoren zeitkontinuierlich und automatisiert erfasst, gespeichert, analysiert, in drahtlose Sensornetzwerke verteilt und bei Grenzwertüberschreitungen Alarme auslöst. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber vorhandenen Lösungen besteht darin, dass die benötigte Software kostenfrei ist, das System über offene Schnittstellen und standardisierte Datenaustauschformate leicht angepasst werden kann und bereits vorhandene Software nutzbar bleibt. Ein erster Einsatz erfolgt seit 2015 an der Marienkirche Neubrandenburg. Auch ein Vermessungsbüro in Celle verwendet das MonitoringSystem seit 2016 zur messtechnischen Überwachung zweier Autobahnbrücken. „Durch Überwachung kann die bestehende Infrastruktur weiter genutzt werden, da auftretende Schäden rechtzeitig erkannt werden“, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Dr. Stefan Rudolph. Das Verfahren ist ebenso bei Industrieanlagen anwendbar wie beispielsweise bei Windkraftanlagen. Die Entwicklung erfolgte an der Hochschule Neubrandenburg.

25. Hausärztetag Mecklenburg-Vorpommern

Flächendeckende ambulante Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern sichern – Chancen der Telemedizin nutzen

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

In Rostock hat der 25. Hausärztetag stattgefunden. „Die Hausärzte nehmen im Gesundheitswesen eine besonders wichtige Funktion wahr. Sie sind regelmäßig der erste Ansprechpartner der Patienten. Ihnen kommt neben der Behandlung der Patienten die Rolle eines Lotsen zu, der den Patienten durch Überweisungen zu Fachärzten oder Kliniken den aus medizinischer Sicht geeigneten Weg durch das Gesundheitssystem weist. Die klassische Hausarztpraxis ist das Rückgrat der ambulanten ärztlichen Versorgung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Der Minister danke den Ärztinnen und Ärzten sowie ihren Teams für Ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Patienten bei uns im Land.

Flächendeckende Versorgung im Land sichern

„Uns alle verbindet das Ziel, die flächendeckende ärztliche ambulante Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern zu sichern. Das relativ hohe Alter der jetzt tätigen Hausärzte und der Bedarf an Nachrückern machen sich beispielsweise auch im ländlichen Raum bemerkbar.  Sowohl das Land als auch die Kassenärztliche Vereinigung des Landes haben den vergangenen Jahren vielfältige Aktivitäten unternommen, um insbesondere Hausärzte für das Land zu gewinnen“, so Glawe. Etwa 240 Hausärzte werden in den kommenden fünf Jahren über 65 Jahre alt sein. (Quelle: Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern gemäß der Beschlussfassung des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen Mecklenburg-Vorpommern zum Stand der ambulanten Versorgung vom 14. März 2018).

Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten nutzen

Insbesondere für die Aufwertung der Allgemeinmedizin wird viel im Land getan. „Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Lehrstühle an den Universitäten Rostock und Greifswald für Allgemeinmedizin eingerichtet. Es wird ein Stipendienprogramm an Medizinstudierende ausgereicht, die sich verpflichten, nach ihrer Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern ärztlich tätig zu werden. Ein Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin und Medizin wurde geschaffen und es werden Sicherstellungs- und Investitionszuschüsse für niederlassungswillige Ärzte bezahlt. Daneben besteht die Möglichkeit der Errichtung von Zweigpraxis und Gesundheitshäusern“, so Glawe weiter.

Über 230 Weiterbildungsassistenten im Bereich der Allgemeinmedizin

„Die Rahmenbedingungen insbesondere für Mediziner, die in der Allgemeinmedizin tätig werden möchten, sind deutlich verbessert worden“, sagte Gesundheitsminister Glawe. Als Beispiele nannte der Minister auch die Aufhebung der Residenzpflicht sowie der Altersgrenzen für Ärzte bis zur Möglichkeit einer Tätigkeit in einem medizinischen Versorgungszentrum oder in einer Gemeindepraxis. Mittlerweile gibt es über 230 Weiterbildungsassistenten im Bereich der Allgemeinmedizin.  „Es muss unser Ziel sein, möglichst viele der Weiterbildungsassistenten in der Allgemeinmedizin dafür zu gewinnen, ihre spätere Tätigkeit das Haus als auch tatsächlich in Mecklenburg-Vorpommern aufzunehmen“, forderte Glawe. „Zudem ist es wichtig, insbesondere im ländlichen Raum tätigen Ärzten, Weiterbildungsermächtigungen zu erteilen. „Gerade in den Bereichen, in denen Weiterbildungsermächtigungen vorliegen, gibt es  gute Chancen, die weitergebildeten Ärzte als Nachfolger für die Hausärzte in Praxen zu gewinnen“.  Weiterbildungsassistenten sind Ärzte, die nach Erteilung der Approbation im Rahmen einer Weiterbildung einen Facharzt erwerben.

Telemedizinische Versorgung der Bevölkerung

Die telemedizinische Versorgung der Bevölkerung wird gerade auch in einem Flächenland immer wichtiger werden. Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe verwies auf eine Vielzahl von Projekten, die in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt werden. Unter anderem wird derzeit in Zusammenarbeit mit dem Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald ein mehrjähriges Projekt entwickelt, dass Lösungen für konkrete Versorgungsprobleme in ländlichen Regionen entwirft und anschließend in Modellregionen erprobt. Schwerpunktmäßig geht es um die Themen Pädiatrie, Geriatrie und Palliativversorgung einschließlich der Implementierung innovativer Versorgungskonzepte. Übergreifende Themen wie beispielsweise der Fachkräftebedarf, die Fachkräftesicherung und telemedizinische Unterstützung werden jeweils in die Überlegungen mit einbezogen. Das Projekt ist auf insgesamt fünf Jahre angelegt. Zugleich sprach Glawe sich für einen verstärkten Einsatz von Telemedizin in ländlichen Räumen aus. „Wir werden mögliche Ansätze prüfen, um die vorhandenen Ressourcen der medizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern noch besser miteinander zu vernetzen. Ziel ist es immer, Patienten bestmöglich unter Beachtung der regionalen Gegebenheiten zu behandeln. Um das zu gewährleisten, nutzen wir verstärkt telemedizinische und digitale Möglichkeiten zum Wohle der Patienten“, betonte Glawe. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind in Mecklenburg-Vorpommern 1.166 Hausärzte tätig. Davon sind 744 Fachärzte für Allgemeinmedizin, 296 hausärztlich tätige Fachärzte für Innere Medizin und 126 Praktische Ärzte.