Archiv für 19. September 2018

Scharfer ROSTOCKER sowie Ostseeschnitzel oder TokeTaler?

Namenssuche für Uni-Jubiläumssnack geht in die finale Abstimmung

Uni-Taler_Foto_Joachim_KloockWie soll der extra für die Mensen und das 600. Universitätsjubiläum kreierte pikant-würzige Snack heißen? Das wollten das Studierendenwerk Rostock-Wismar, das Uni-Jubiläumsteam und Die Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH in einer Umfrage in Erfahrung bringen. Rund 500 Teilnehmer beteiligten sich an der Namensfindung. Nun haben sich die Partner auf drei Favoriten verständigt, die ab heute auf den Facebook-Seiten zur Abstimmung gestellt werden. Der endgültige Name wird auf dem Campustag am 9. Oktober 2018 verkündet.

Im Februar haben Die Rostocker Wurst- und Schinkenspezialitäten GmbH und das Studierendenwerk Rostock-Wismar einen eigens für das große Jubiläumsjahr 2019 entwickelten Uni-Taler erstmals öffentlich vorgestellt. In einer Aktionswoche im Juli konnten die Mittagsgäste der acht Rostocker Mensen den Bratling in verschiedenen Variationen testen. Dabei gab es nicht nur etliche kreative Namensvorschläge, sondern auch ein überwiegend sehr positives geschmackliches Feedback.

Und das sind die Finalisten

Der Toke-Taler – eine Erinnerung an den Ursprung?

Der Vorschlag ist eine Reminiszenz an den ersten Studenten der Uni Rostock, Hermannus Toke. Die Immatrikulation erfolgte im Wintersemester 1419/1420. Die Alma Mater startete damals mit 160 Studenten. Sein Vater war Hinricus (Heinrich) Toke, der im Gründungsjahr der erste Dekan der Artistenfakultät war und 1424 sogar zum Rektor gewählt wurde.

Ostseeschnitzel – ein Zwilling für die Legende?

Vielleicht wird der Uni-Taler mit der Idee, ihn Ostseeschnitzel zu nennen, ja einmal so berühmt wie das immer noch beliebte und legendäre Jägerschnitzel à la DDR-Schulküche? Beide hätten ihren kulinarischen Ursprung dann im Osten Deutschlands. Wie viel Kultpotenzial steckt im Ostseeschnitzel?

Scharfer ROSTOCKER – ein regionales Bekenntnis?

Nach dem HAMBURGER wird es Zeit für einen ROSTOCKER – recht häufig wurde dieser Name mit diversen Zusätzen empfohlen. Der Scharfe ROSTOCKER passt perfekt zum Uni-Taler, der ja auch beim Genuss durch die beigefügten Jalapeños eine gewisse Schärfe entfaltet. Ist die Zeit reif für einen ROSTOCKER?

Dem Sieger winkt eine Grillparty für 20 Freunde von „Die ROSTOCKER“ mit Grillfleisch und einem Fass Bier. Im kommenden Jahr feiert nicht nur die Alma Mater ihren 600. Gründungstag, sondern auch die Rostocker Mensen begehen ihren 100. Geburtstag. Der Jubiläumstaler, der gegrillt oder gebraten angerichtet werden kann, besteht aus Schweinefleisch und wird nur aus natürlichen Zutaten und ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern und Farbstoffen hergestellt. Der Käse und die leichte Schärfe der Paprika sorgen für einen ganz individuellen aromatisch-fruchtigen Charakter. Die Zubereitung als Burger kann in vielerlei Varianten erfolgen und hängt ganz von den weiteren Zutaten wie Brötchen, Salaten, Gemüse und Soßen ab.

Hintergrund 100 Jahre Mensa

Die am 4. Mai 1919 an der Universität Rostock gegründete ‚mensa academica‘ war eine der ersten Mensen für Studierende in Deutschland. Zum damaligen Zeitpunkt verfügte sie im Friedhofsweg 11 über 120 Plätze. Für das gemeinsame Jubiläumsjahr mit der Universität sind unter anderem eine Fotoausstellung, „Jazz in der Mensa“ und ein kulinarischer Streifzug durch ein Jahrhundert Mensa-Essen geplant.

Historisches Doppeljubiläum: Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock feiert in diesem Jahr ihren 800. Stadtgeburtstag und die Universität Rostock 2019 ihr 600. Gründungsjahr. Die erste Mensa nahm 1919 in Rostock ihren Betrieb auf.

Bildunterschrift: Bald nicht mehr namenslos – der Uni-Taler soll im kommenden Jubiläumsjahr regelmäßig im Mensabetrieb angeboten werden. Foto: Joachim Kloock

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Neue Eisbären im Zoo Rostock

Eisbären Noria und Akiak gut in Rostock angekommen – Bürgerschaft hat Änderungen bei den Eintrittspreisen angeregt

Nach den Pinguinen sind nun auch die beiden Eisbären Noria aus dem Zoo Brno in Tschechien und Akiak aus dem Tierpark Rhenen in den Niederlanden gut im Rostocker Zoo gelandet. „Die beiden Transporte sind sehr gut verlaufen und unsere beiden Neuzugänge haben schon intensiven Kontakt zum Eisbären-Tierpfleger-Team“, informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann. „An diesem Montag wurde Akiak, der bereits am 12. September kam, das erste Mal auf die Außenanlage gelassen. Er hat alles neugierig beschnuppert und anschließend das große Bestandsbecken und das Tiefbecken getestet. Er ist ein echter Riese und erinnert uns sehr an seinen Großvater Churchill“, sagte Antje Zimmermann. Heute bekam Noria, die am Samstag (15. September) ihre neue Heimat erreichte, die Gelegenheit, das neue Gehege zu entdecken. „Wir möchten den beiden Tieren ausreichend Zeit geben, ihr neues Zuhause und sich selbst kennen zu lernen.“ Nach einer Einweihungsfeier am Freitag, dem 21. September, ist die neue Heimstätte der Eisbären und Pinguine ab Sonnabend, dem 22. September, für alle Zoobesucher ab 9.00 Uhr geöffnet. Mit Eröffnung des POLARIUM findet nach sechs Jahren mit fast unveränderten Eintrittspreisen eine moderate Anpassung statt (s. Zoo-PI 92 v. 15. August 2018). Auf Anregung von Vertretern der Rostocker Bürgerschaft hat der Aufsichtsrat des Rostocker Zoos zwei nachträgliche Änderungen bestätigt. So wird sich die Familienjahreskarte nur um 5 Euro auf 140 Euro erhöhen. Vorgesehen waren 150 Euro. Das soll insbesondere Rostocker Familien mit Kindern den Erwerb einer Jahreskarte erleichtern. Als Ausgleich dafür wird sich die Tageskarte für Erwachsene nun von 16,00 auf 17,50 Euro erhöhen, 50 Cent mehr als geplant.

Informationen zu den Eisbären

Der am 22. November 2014 in Rhenen (Niederlande) geborene Akiak ist ein Enkel der legendären Rostocker Eisbären Churchill (28.11.1979 in Rostock – 26.10.2 013 in Rostock) und Vienna (29.11.1988 in Wien – 13.01.2018 in La Palmyre). Auch Akiaks Vater ist ein Rostocker, nämlich der am 18. Dezember 1998 im Rostocker Zoo geborene Victor. Seine Mutter Freedom kam am 6. Dezember 2001 in Kolmarden in Schweden zur Welt. Norias Vater Umca stammt aus Alma-Ata in Kasachstan , wo er am 15. November 1998 geboren wurde. Ihre Mutter Kora erblickte am 27. November 1998 in St. Petersburg in Russland das Licht der Welt.

23. Schweriner Literaturtage 2018

Kinderliteraturwoche, Literaturpreis MV und viele bekannte Namen vom 9. Oktober bis zum 10. November 

doppel208_originalZur Eröffnung der diesjährigen Schweriner Literaturtage wird am 9. Oktober Klaus Modick lesen, der nach seinem Bestseller „Konzert ohne Dichter“ mit „Keyserlings Geheimnis“ erneut einen Künstlerroman veröffentlicht hat. Unter den Autorinnen und Autoren, die sich während des Schweriner Lesefestivals in dichter Folge ihrem Publikum stellen, sind große Namen wie Petra Morsbach, der vierfache Krimipreisträger Oliver Bottini, Anne von Canal oder Volker Kutscher, dessen Romane die Vorlage für die internationale Fernsehproduktion „Babylon Berlin“ lieferte. Erstaunliche Debüts präsentieren Anja Kampmann, deren Roman „Wie hoch die Wasser steigen“ in diesem Jahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war und Josefine Rieks, die mit „Serverland“ ein rasantes Buch geschrieben hat. Versierte Autorinnen und Autoren befassen sich mit den großen gesellschaftlichen Fragen der Gegenwart: So untersucht Julia Ebner, was Islamisten und Rechtsextreme mit uns machen, während  Daniela Dröscher in ihrem Porträt über soziale Herkunft überraschende Antworten auf die Fragen nach dem Auseinanderdriften unserer Gesellschaft gibt. Einem historischen Thema wendet sich Hartmut König zu, der in seiner Autobiografie in die DDR-Kulturpolitik und hinter die Kulissen der Macht blicken lässt, während Kristine von Soden ein bisher wenig behandeltes Kapitel der deutschen Seebädergeschichte schildert oder der vorpommersche Autor Harry Schmidt sich der Suche nach Glück und Liebe in einer harten Zeit zuwendet. Schweriner Stadtgeschichte wird lebendig, wenn Maria Charlotte Wulff liest. Wer ihrer Erzählung folgt, wird schon bald auf Bekanntes und Vertrautes treffen.

Die Schweriner Literaturtage haben ihr junges und jüngstes Publikum im Blick und so gibt es eine Literaturwoche für Kinder und Jugendliche und auch sonst viel Spannendes und Fantastisches wie die Lesung mit Diana Dettmann, einer jungen Schweriner Autorin, die bereits seit sechs Jahren hochspannende Fantasyromane veröffentlicht, oder die Lesung mit Dorit Linke, die mit ihrem Roman „Jenseits der blauen Grenze“ ein lebendiges Bild einer Jugend in der DDR in den ausgehenden 80er Jahren vermittelt. Darüber hinaus darf man sich wieder auf die launige und kurzweilige Vorstellung der Neuerscheinungen des Herbstes durch Annemarie Stoltenberg und Rainer Moritz freuen. Auch gibt es erneut eine Begegnung mit dem Werk Heinrich Seidels, bei dem es diesmal gespenstisch zugeht. Im Kunst-Wasser-Werk in Neumühle werden mit einem Abend voller großartiger Texte und Musik 10 Jahre KWW & große Literaten gefeiert und Ausstellungen verbinden bildende Kunst und Literarisches – etwa wenn Ruth Tesmar zum Abschluss ihrer Ausstellung „NACHKLÄNGE“ in der Galerie Berger einen „Literarischen Spaziergang“ unternimmt, während in der Buchhandlung „littera et cetera“ Originalbuchillustrationen von Klaus Ensikat zu sehen sind. Ein Fest für die Literatur des Bundeslandes gibt es am 3. November, wenn zum 3. Mal der Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern verliehen wird. Nach Rostock und Greifswald finden in diesem Jahr die Preisvergabe und die Lesungen der Finalistinnen und Finalisten im Rahmen der 23. Schweriner Literaturtage statt. Neben dem Jurypreis werden bis zu drei Publikumspreise vergeben – und so ist das Publikum aufgerufen, mit abzustimmen. Schließlich heißt es am zweiten Samstag im November nun schon im 15. Jahr „Eine Straße liest“. Weitere Informationen unter www.schwerin.de zu finden.

Bildunterschrift: Annemarie Stoltenberg, NDR-Kultur-Literaturexpertin, und Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, stellen launig und kurzweilig Neuerscheinungen des Herbstes vor. © Patricia Batlle, NDR Kultur