Archiv für 11. Juli 2018

Erster Personenzug mit Brennstoffzellen-Technologie auf dem Gleis  

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„Coradia iLint“, Foto: Presse BMVI Bund

Berlin, 11.7.2018 – Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) hat heute im Bundesministerium für Verehr und digitale Infrastruktur (BMVI) dem „Coradia iLint“ von der Firma Alstom die Zulassung für den Fahrgastbetrieb auf dem deutschen Schienennetz erteilt. Es handelt sich um den weltweit ersten Personenzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben wird. Damit können die ersten beiden Prototypen auf der Strecke im Elbe-Weser Netz / Raum Bremervörde (Niedersachsen) in Betrieb gehen.

Enak Ferlemann, Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr:  „Weltpremiere in Deutschland: Mit der Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt schicken wir den ersten Personenzug mit Brennstoffzellentechnologie aufs Gleis. Das ist ein starkes Zeichen für die Mobilität der Zukunft. Wasserstoff ist eine echte emissionsarme und effiziente Alternative zum Diesel. Insbesondere auf Nebenstrecken, an denen Oberleitungen unwirtschaftlich oder noch nicht vorhanden sind, können diese Züge sauber und umweltfreundlich unterwegs sein. Deshalb unterstützen und fördern wir die Technologie, um sie weiter in die Fläche zu bringen.“ Am Rande des Termins teile Enak Ferlemann mit, dass die Jungfernfahrt des Zuges am 16. September 2018 stattfinden wird. An dieser wird Ferlemann selbst teilnehmen. Entwicklung und Erprobung des Nahverkehrstriebwagenzuges „Coradia iLint“ wurden mit Mitteln des Bundes aus dem „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP) unterstützt.

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Pünktlich zum Ferienbeginn: Große Seevogelvoliere im Zoo Rostock wieder eröffnet

Neues Netz soll Winterschäden künftig verhindern

Große Seevogelvoliere im Zoo Rostock wieder eröffnet, Foto: Joachim KloockDas Netz über der Seevogelvoliere wurde durch die massiven Schneefälle in der Nacht zum 1. April 2018 völlig zerstört, da es an vielen verschiedenen Stellen eingerissen war. Nun konnte pünktlich zum Beginn der Sommerferien das Revier der Seevögel mit aktuell 112 Bewohnern mit der neuen „Überdachung“ freigegeben werden.

„Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir mit der zugesagten Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium umgehend mit dem Neuaufbau beginnen konnten“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Unser Dank gilt auch dem Rostocker Zooförderverein, der uns eine Spende in Höhe von 1.000 Euro zur Unterstützung bei der Schadensbeseitigung übergeben hat. Das schnelle Handeln ist gut für unsere Seevögel, die nun endlich ihr Winterquartier verlassen konnten und natürlich für die Besucher, die wieder zwölf interessante Vogelarten in der Außenvoliere beobachten können.“ Die Übergangszeit verbrachten die Vögel notgedrungen in ihren Winterquartieren. Diese verfügen zwar über jeweils kleine Außenvolieren, die aber nicht dem enormen Platzbedarf der Seevögel entsprechen. Der Wiederaufbau der Seevogelvoliere kostet mit dem neuen Netz, den Aufräumarbeiten und Wegebau insgesamt rund 35.000 Euro. Die Seevogelvoliere ist zehn Meter hoch und hat eine Gesamtgröße von 2.030 Quadratmetern, davon sind 1.200 Quadratmeter Wasserflächen. Die größten Gruppen stellen die Inkaseeschwalben (34), gefolgt von den Säbelschnäblern (31) und Kampfläufern (11). Aber auch Zwerggänse (2), Weißkopfruderenten (7), Büffelkopfenten (2), Plüschkopfenten (7), Eiderenten (7) sowie Zwergsäger (4), Gänsesäger (1), Mittelsäger (4) und die Europäischen Stelzenläufer (2) gehören zur größten Flug-Wild-WG im Rostocker Zoo.

Das Volierennetz wurde von der Spezialfirma Engel-Netze GmbH aus Bremerhaven geliefert und auch montiert. Das Netz besteht aus Polyethylen mit einer Garnstärke von 1,8 Millimeter. Das Netzmaterial ist darauf ausgelegt, dass sich weder Algen noch Moose, noch Schneeflocken oder andere feuchte Teilchen an ihm festsetzen können. Die Gefahr des Schneedrucks sollte somit künftig auszuschließen sein. Zudem ist das neue Netzwerk leichter und hängt nicht mehr so tief durch wie sein Vorgänger. Dadurch liefert es einen etwas größeren Flugraum. Mit dem Neuaufbau der Seevogelvoliere ist ein wichtiger Teil der Osterschnee-Schäden beseitigt. „Für uns war es von großer Bedeutung, dass der Bereich, der die Tierhaltung betrifft, vorrangig fertiggestellt wird.  Nun stehen noch die Rekonstruktion des Rhododendronhains und einige Wegebaumaßnahmen aus“, so der Zoodirektor.

Bildunterschrift: Nun können auch die Seevögel den Sommer genießen. Die verlängerte Zwangspause durch die Schneeschäden ist vorüber. Das freut auch die Inkaseeschwalbe, eine an der südamerikanischen Pazifikküste lebende Vogelart aus der Familie der Seeschwalben. Foto: Joachim Kloock