Archiv für 6. Juli 2018

Neues Elektro-Fahrzeug unterstützt Strandreinigung in Warnemünde

DSC_3194 (c)Joachim Kloock - TZRW5.7.2018 – Für die Strandreinigung ist ab sofort ein neues Elektro-Fahrzeug am Warnemünder Strand im Einsatz. Der von der Rostocker Gehweg Reinigung angeschaffte E-Buggy wird in den Nachmittagsstunden im Bereich zwischen Mole und Stolteraa zusätzlich zur regulären Reinigung der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde eingesetzt. Das Fahrzeug vom Hersteller Polaris verfügt über 30 PS und eine maximale Geschwindigkeit vom 40 km/h. Mittels Allradantrieb gelingt ein ungehindertes Fahren auf Sand. Der geräuschlose Zweisitzer fährt dabei ausschließlich mit umweltfreundlichem Batterieantrieb und kann so eine Reichweite bis zu 80 km abdecken. „Das Fahrzeug ist ein Unikat. Es wurde eigens für den Einsatz am Warnemünder Strand individuell umgerüstet und mit einigen Besonderheiten ausgestattet“, berichtete Frank Bose, Geschäftsführer der Rostocker Gehweg Reinigung. So wurde ein verschließbarer Aufbau auf der Ladefläche angebracht, damit der gesammelte Müll nicht durch den Wind herunter wehen kann oder von Möwen aufgegriffen wird. Weiterhin wurde anstelle einer lauten Fahrzeughupe eine Fahrradhupe angebracht und auch optisch wurde das E-Mobil neu in Szene gesetzt. „Das E-Fahrzeug ist eine hervorragende Ergänzung für die Strandreinigung und unterstreicht unser gemeinsames Engagement für den Umwelt- und Küstenschutz“, so Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde. Mit der täglichen Reinigung der Strände, die im Auftrag der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde durchgeführt wird, wird eine durchgehend hohe Qualität des Badestrandes in den Rostocker Seebädern für die Gäste vorgehalten. Dies ist zudem Voraussetzung für den Erhalt des Umweltzertifikats der „Blauen Flagge“ und ein wichtiges Qualitätsmerkmal im touristischen Wettbewerb.

BildunterschriftFrank Bose, Geschäftsführer Rostocker Gehweg Reinigung (vorn) und Matthias Fromm, Tourismusdirektor Rostock & Warnemünde präsentieren das neue Elektro-Fahrzeug zur Unterstützung der Standreinigung in Warnemünde. Foto: Joachim Kloock

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„Reisen für Alle“ – Barrierefrei den Urlaub genießen

Tourist-Information Warnemünde erhält Qualitätssiegel für Engagement für Barrierefreiheit

Zertifizierung_Reisen_für_Alle_Tourist-Info_Warnemünde(c)J.Kloock-TZRWNachdem die Tourist-Info in der Rostocker Innenstadt bereits im vergangenen Jahr mit dem Zertifikat „Reisen für Alle“ ausgezeichnet wurde, übergab Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV), das Qualitätssiegel heute auch an die Tourist-Info Warnemünde. Matthias Fromm nahm das bundesweit einheitliche Kennzeichnungssymbol für Barrierefreiheit als Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde entgegen. „Wir sind stolz, dass wir nunmehr schon über zwei barrierefreie, zertifizierte Tourist-Informationen verfügen. Das untermauert unseren Anspruch, für alle Urlauber bei uns in der Hanse- und Universitätsstadt attraktive Angebote vorzuhalten“, sagte Matthias Fromm. „Dabei ist es wichtig, die Tourismusbranche generell für dieses Thema zu sensibilisieren. Die meisten Menschen denken beim Thema Barrierefreiheit in erster Linie an Rollstuhlfahrer, aber es geht auch um Familien mit unseren jüngsten Gästen oder ältere Menschen, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind, sehr wohl aber noch alleine laufen können. Letztendlich profitieren viele Zielgruppen von niedrigen Schwellen, breiten Türen und Sitzgelegenheiten vor Ort“, so Fromm weiter. Vergeben wird das Qualitätssiegel durch das Deutsche Seminar für Tourismus Berlin. In Mecklenburg-Vorpommern nimmt der TMV die Erhebung und Zertifizierung der touristischen Leistungsträger vor. Neben der Tourist-Information sind im Seebad Warnemünde bereits das Strand-Hotel Hübner und das Best Western Hanse Hotel für Barrierefreiheit zertifiziert.

Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal im Tourismus

Im umkämpften Markt der Urlaubsdestinationen kann die Erhöhung der Servicequalität einen echten Wettbewerbsvorteil bieten, wie Bernd Fischer betonte: „Qualität und Service sind mehr denn je ausschlaggebende Faktoren im touristischen Wettbewerb. Barrierefreiheit nimmt dabei gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels einen wachsenden Stellenwert für uns als Urlaubsland ein. Das bundeseinheitliche Kennzeichnungssystem ,Reisen für Alle‘ stellt Rahmenbedingungen zur Verfügung, einen hochwertigen Standard für den barrierefreien Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zu setzen. Das Qualitätssiegel bietet touristischen Leistungsträgern die Chance, den eigenen Service nach normierten Kriterien durch ausgebildete Erheber auf den Prüfstand stellen, sich aber auch bereits vorhandene sehr gute Leistungen bestätigen zu lassen. So können zusätzlich Gäste geworben werden.“ Zu den erhobenen Standards zählen beispielsweise leicht zugängliche Eingänge, gut erreichbaren Verkaufstresen und Prospektauslagen sowie barrierefreie Toiletten. „Mobilitätseingeschränkte Gäste sollen ihren Urlaub bei uns wie alle anderen genießen können. Deshalb ist es wichtig, sie auf unsere barrierefreien Angebote aufmerksam und unseren Service transparent zu machen. Alle Besucher erhalten daher in den zertifizierten Tourist-Infos detaillierte Informationen mit für sie relevanten Angeboten“, informierte Fromm. Hierfür wurde die Broschüre „Mein Urlaub barrierefrei“ neu aufgelegt, die zweisprachig in Deutsch und Englisch verfügbar ist. Sie zeigt zahlreiche Bebilderungen, Tipps für barrierefreie Sehenswürdigkeiten, Museen und Kultureinrichtungen. Entsprechende Angebote im ÖPNV, Sport- und Aktivmöglichkeiten wie Handbiking sowie die barrierefreien Strandaufgänge in Warnemünde und Markgrafenheide gehören ebenso zum Portfolio.

Weitere Verbesserungen vor Umsetzung

„Seit 2017 engagieren wir uns in der nationalen Arbeitsgemeinschaft ,Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland‘. In dem Netzwerk arbeiten viele Tourismusregionen zusammen, die sich dem Thema in besonderem Maße verschrieben haben. Gemeinsam organisieren wir dort Events und Messeauftritte und geben eigene Broschüren heraus. Zudem planen wir in Warnemünde für dieses Jahr weitere Maßnahmen. So soll der Strandaufgang 10 in Warnemünde bis August eine barrierefreie Toilette erhalten. Gleichzeitig entsteht dort die Infrastruktur für einen Strandmobiliar-Verleih für mobilitätseingeschränkte Gäste. Damit schaffen wir die Voraussetzung für ein zusätzliches Serviceangebot, um unseren Strand für alle erlebbar zu machen“, kündigte Fromm abschließend an.

Bildunterschrift: Matthias Fromm, Tourismusdirektor Rostock & Warnemünde (l.), nimmt die Auszeichnung „Reisen für Alle“ für die Tourist-Information von Bernd Fischer, Geschäftsführer Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, entgegen. Foto: Joachim Kloock

Tandempraxis für Kinder sowie digitale Fallakte und bessere Vernetzung in der Alters- und Palliativmedizin

Unimedizin Greifswald entwickelt Lösungen für die regionale Versorgung in MV 

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

5.7.2018 – Heute fand in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald das 1. Statussymposium zur „Regionalen Versorgung in MV“ statt. Das Projekt und neue Lösungsansätze für spezielle Versorgungsbereiche wurde erstmals öffentlich vorgestellt. In einigen ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns ist die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen medizinischen und pflegerischen Versorgung problematisch. Zu den Ursachen gehören die geringe Bevölkerungsdichte und große Entfernungen zu bestimmten stationären und ambulanten Versorgungsangeboten. „Im Projekt ‚Regionale Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern‘ werden gemeinsam mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Krankenhäusern, der Pflege, Physio-, Ergo- und Logotherapeuten innovative, sektorenübergreifende Modelle entwickelt, um die Versorgung in ländlichen Regionen zu sichern“, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Dr. Max P. Baur. „Im Fokus stehen dabei die Kinderheilkunde, die Altersmedizin und die Palliativversorgung.“ Das Projekt wird seit Januar 2017 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern mit 1 Million Euro bis Ende 2021 gefördert.

Neue Wege gehen, um medizinische Versorgung bestmöglich zu gestalten

„Wir müssen bereit sein, neue Wege zu gehen, um die medizinische Versorgung in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern bestmöglich zu gestalten. Die Alterung der Bevölkerung führt unter anderem zu einer Zunahme von altersbedingten Erkrankungen und dem Anstieg des Versorgungsbedarfes und der Pflegebedürftigkeit der Menschen. Die Versorgung muss stärker an den regionalen Gegebenheiten ausgerichtet werden. Um auch zukünftig eine ärztliche Versorgung in ländlichen Regionen auf dem bisherigen, hohen Niveau zu sichern, ist es notwendig, innovative, regionale und am Patienten orientierte Versorgungsmodelle zu entwickeln. Wir brauchen neue kluge Ideen für die Gesundheitsversorgung. Die Nutzung der Telemedizin sowie die Fachkräftegewinnung und neue Formen der Arbeitsteilung sind dabei zentrale Elemente“, sagte Gesundheitsmister Harry Glawe. Mecklenburg-Vorpommern unterliegt einem tiefgreifenden demografischen Wandel. Bereits im Jahr 2015 waren 23 Prozent der über 1,6 Millionen Einwohner 65 Jahre und älter. Laut der letzten Prognose der Obersten Landesplanungsbehörde MV wird sich dieser Anteil auf rund 36 Prozent bis zum Jahr 2030 erhöhen. Die Bevölkerung schrumpft voraussichtlich auf 1,45 Millionen Einwohner. 

Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedizin

„Die medizinische und pflegerische Versorgung in den gering bevölkerten Regionen in Mecklenburg-Vorpommern ist eine große Herausforderung und erfordert die Entwicklung von sektoren- und berufsübergreifenden Versorgungsmodellen“, beschreibt Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Community Medicine, Universitätsmedizin Greifswald, das Ziel des Projekts. Etwa 10.000 Kinder und Jugendliche in MV wohnen weiter als 20 km entfernt von der nächsten Kinderarztpraxis. Um eine fachärztliche pädiatrische Versorgung in Regionen ohne kinderärztliche Versorgung zu gewährleisten, sollen Kooperationen zwischen Haus- und Kinderarztpraxen, sogenannte „Tandempraxen“ etabliert werden. Kinderärzte oder deren Praxismitarbeiter können auf diese Art und Weise regelmäßig Sprechstunden in Hausarztpraxen anbieten. Dieses Modell soll zunächst in den Regionen Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) eingeführt und getestet werden. „Die Vorbereitungen mit potenziellen Kinder- und Hausarztpraxen laufen erfolgversprechend, so dass die ersten Tandems bald loslegen können“, kündigte Projektleiterin PD Dr. Neeltje van den Berg vom Institut für Community Medicine an.

Schwerpunkt Altersmedizin (Geriatrie)

Im Bereich Altersmedizin (Geriatrie) gibt es Regionen in MV, so unter anderem im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, mit einer geringen Dichte an medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Angeboten für geriatrische Patienten. Hier ist es besonders wichtig, dass sich die Behandler in den verschiedenen Sektoren und Gesundheitsberufen (z.B. Hausärzte, Ergo- und Physiotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken) untereinander besser vernetzen und regional abgestimmte Behandlungspfade entwickeln. Um diese Entwicklung zu unterstützen, wird eine regionale digitale Fallakte für die geriatrische Versorgung aufgebaut. Durch die regionale Fallakte sind die Diagnostik- und Therapieschritte, Befunde und Berichte bei allen Behandlern des Patienten bekannt und können aufeinander abgestimmt und optimiert werden. Die regionale, digitale Fallakte wird zunächst als Modell in der Region Waren (Müritz/Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) zusammen mit den dortigen Akteuren umgesetzt. Wenn sich das Modell bewährt, sollen weitere Regionen folgen.

Schwerpunkt Hospiz- und Palliativversorgung

Im Rahmen des Projektes wurde ein umfassender Lagebericht zur Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern erstellt. In diesem Bericht wurden die Bedarfsentwicklung in der ambulanten und stationären Palliativ- und Hospizversorgung sowie die aktuelle Struktur der Versorgungsangebote untersucht. Die geringe Bevölkerungsdichte ist eine Herausforderung für die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Palliativ- und Hospizversorgung. Die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Leistungserbringern, insbesondere zwischen der allgemeinen und der spezialisierten Palliativversorgung sowie zwischen dem ambulanten und stationären Sektor müssen verbessert werden. Auf der Basis der Evaluationsergebnisse wird zunächst ein Modellprojekt zur besseren Vernetzung von Pflegeeinrichtungen mit Palliativversorgern, beispielsweise Hausärzten und SAPV-Teams (SAPV=Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern werden zusätzliche Qualifizierungen für Pflegekräfte in den Pflegeeinrichtungen angeboten mit dem Ziel, den Bedarf für Palliativversorgung zu erkennen und die richtigen Partner einzubeziehen. An diesem Vorhaben können sich stationäre Pflegeeinrichtungen aus ganz MV beteiligen. „Die regionalen Akteure in MV beteiligen sich intensiv an der Entwicklung der verschiedenen Versorgungsmodelle. Das sind keine Konzepte vom grünen Tisch, sondern Lösungen aus der Praxis, in denen die regionalen Bedarfe und Möglichkeiten berücksichtigt werden“, betonte Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann abschließend.

Gemeinsam auf Kurs – kostenlose Segeltörns für Jugendliche mit der GREIF im September und Oktober

Auf der Greif, Foto Malte Kretschmann

Auf der Greif, Foto Malte Kretschmann

Gemeinsam segeln und als Team zusammenwachsen: Das Seesportzentrum Greif bietet Jugendlichen die Chance, kostenlos mit dem Segelschulschiff GREIF zu segeln. Zum einen können sich Schulklassen oder Gruppen aus Jugendtreffs für einen Tagestörn am 25. September bewerben, zum anderen haben acht Jugendliche die Möglichkeit, in den Herbstferien (11.-14. Oktober) vier Tage an Bord der GREIF nach Bornholm zu segeln. Die Teilnehmer dürfen beim Segelsetzen, bei der Kursbestimmung und beim Steuern des Großseglers mithelfen. Wer es sich zutraut, kann in Begleitung eines erfahrenen Bootsmanns in die Takelage aufentern. Vom Moment des Ablegens an geht es darum, gemeinsam als Mannschaft das Zusammenspiel von Wind, Segeln und Ruder zu koordinieren. Beim Tagestörn im September können maximal 50 Teilnehmer plus fünf Betreuer mitsegeln. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre in Begleitung eines verantwortlichen Betreuers. Für den Törn nach Bornholm können sich Jugendliche ab 16 Jahren bewerben. Sie werden als Teil der Mannschaft in den Schiffsalltag eingebunden, helfen mit bei Manövern, bei der Nachwache und in der Kombüse.

Bewerbungen können mit einer kurzen Beschreibung der Motivation gesendet werden an: kontakt@seesportzentrum.de. Bewerbungsschluss für den Tagesausflug ist am 1. September, für den Törn nach Bornholm am 14. September 2018. Beide Törns sind ein gemeinsames Angebot des städtischen Eigenbetriebs Seesportzentrum Greif, des Fördervereins Rahsegler Greif und des Vereins Tall-Ship Friends Deutschland.

Kontakt: Seesportzentrum Greif, Dr. Volker Pesch, Betriebsleiter, Am Hafen 3, 17493 Greifswald, Telefon: 03834-841424 und 0179-6627415

www.sssgreif.de     www.seesportzentrum.de

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