Archiv für 2. Juli 2018

Kleine Tiere ganz groß – was kriecht, krabbelt, schwirrt und schwimmt denn da?

Auf der Suche nach dem Foto des Jahres 2017 lautete das Thema dieses Mal „Kleine Tiere ganz groß – Kleinsäuger, Insekten, Reptilien & Co. im Zoo“. Alle (Hobby-)Fotografen waren wieder aufgerufen, ihr schönstes Bild aus dem Zoo Rostock einzureichen.

Vom 02. bis 14. Juli 2018 werden nun an prominenter Stelle im Rostocker Hof einige der besten Fotos aus den Einsendungen präsentiert. Die Ausstellung „Kleine Tiere ganz groß“ wurde heute gemeinsam von Heiner Ganz, Rostocker Hof Center Manager, und René Gottschalk, Leiter Marketing und Besucherservice des Rostocker Zoos, feierlich eröffnet. Im Rahmen der „Let it grow“-Kampagne drehte sich im Zoo Rostock alles um das Thema Biodiversität. Gesucht waren daher Aufnahmen der kleinen, manchmal eher unscheinbaren Lebewesen, die in den Fokus gerückt werden sollten. Neben Zoobewohnern konnten auch Bilder der „tierischen Untermieter“ im Zoo eingereicht werden. Schließlich fühlen sich auch Fledermaus, Eichhörnchen & Co. pudelwohl in der weitläufigen Parklandschaft und der Zoo ist damit das Zuhause für weit mehr als nur 4.000 Tiere aus 380 Arten. Neben dem Siegerfoto von Dittmar Brandt, das einen kleinen Erdbeerfrosch aus dem Darwineum zeigt, sind allerlei Insekten, aber auch Fische und Reptilien in der Ausstellung zu bestaunen.

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Leinen los! Fischerfest Gaffelrigg setzt Segel

Das maritime Wochenende in Greifswald-Wieck vom 13. bis zum 15. Juli

Gaffelrigg, Werner Franke, Juli 2017 (c) Pressestelle Stadt Greifswald

Gaffelrigg, Foto: Werner Franke, (c) Presse HGW

Drei Tage und Nächte lang feiert Greifswald das Fischerfest Gaffelrigg. Das größte maritime Volksfest in Vorpommern lockt Jahr für Jahr an die 50.000 Gäste in das Fischerdorf Wieck und in den Greifswalder Museumshafen. Fans alter Schiffe kommen in diesem Jahr bei der bereits 31. Gaffelrigg auf ihre Kosten. An dieser Regatta nehmen rund 40 Traditions- und Museumsschiffe teil. Sie durchlaufen am Sonnabend ab 13 Uhr die Wiecker Brücke. Schiffe und Crews werden dabei fachkundig vorgestellt. Sie schließen sich dem Segelschulschiff GREIF an, das die Gaffelrigg auf der Regatta Richtung Rügen anführt. Ryckhangeln, Drachenbootrennen, Futsal im Strandsand, Boddenschwimmen und Kuttersegeln locken Sportfans nach Wieck. Auf der NDR-Bühne wird zudem am Sonnabend und Sonntag über die Fußballweltmeisterschaft in Moskau informiert Das Festprogramm auf vier Bühnen bietet Spiel und Spaß für die ganze Familie und Party vom nachmittags bis hinein in den frühen Morgen. Zu den abendlichen Höhenpunkten zählen die legendäre SEAT-Rocknacht, das Höhenfeuerwerk über der Mole und das Abschlussevent „Ryck in Flammen“, das in diesem Jahr unter dem Motto „Für Dich“ den Hafen romantisch in Szene setzt. Erstmals macht die KlimaSail, ein Jugendbildungsprojekt der evangelischen Nordkirche zur nachhaltigen Entwicklung, in Greifswald Station. Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein segeln mit der AMAZONE, einem Schoner aus Finnland, entlang der Ostseeküste von Hafen zu Hafen. Sie bringen unter dem Motto „Global denken, Lokal handeln, Jetzt!“ ein buntes Programm rund um den Klimaschutz mit. Für die Sicherheit sorgen an allen drei Festtagen rund um die Uhr Polizei, Wasserwacht, DLRG, Wasserschutzpolizei und die Greifswalder Feuerwehren.

Die Veranstalter empfehlen, die kostengünstigen Parkangebote in der Innenstadt (Tagesgebühr 1 Euro) und den kostenlosen Bus-Shuttle zum Festgelände zu nutzen. Zudem pendeln Solarboote zwischen dem Museumshafen und Wieck sowie Traditionszüge zwischen Hauptbahnhof, Museumshafen und dem Hafen Ladebow. Kulturbeitrag 3,00 Euro inklusive kostenfreier Busfahrt auf allen Greifswalder Linien des ÖPNV und Solarbooten zwischen Museumshafen und Hafen Wieck, Kinder bis 12 Jahre frei.

20 Jahre Krankenhaus Bad Doberan GmbH

Klinik ist wichtiger Bestandteil der leistungsfähigen Krankenhauslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern 

30.6.2018 – Die Krankenhaus Bad Doberan GmbH hat am Sonnabend mit einer Festveranstaltung ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Das Krankenhaus Bad Doberan ist ein wichtiger Bestandteil der leistungsfähigen Krankenhauslandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Rund 270 Mitarbeiter, die zum großen Teil aus der Region kommen, arbeiten Tag und Nacht mit großem Engagement für das Wohl ihrer Patienten. Gemeinsam leisten sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Menschen in der Region“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Neue Schmerz-Tagesklinik kann zum 01. Januar 2019 starten

Gesundheitsminister Glawe übergab an die Krankenhausleitung einen sogenannten „Feststellungsbeschluss“, der die Inbetriebnahme einer Schmerz-Tagesklinik für Patienten mit orthopädischen Krankheitsbildern mit fünf Plätzen genehmigt. „Das ist der Startschuss, damit sich nach entsprechender Vorbereitung die Türen der Tagesklinik zum 01. Januar 2019 öffnen können. So wird die Versorgung von Schmerzpatienten in und um Bad Doberan erheblich verbessert“, sagte Glawe bei Übergabe des Bescheides.

Krankenhaus kooperiert eng mit Gesundheitsdienstleistern in der Region

Das Krankenhaus Bad Doberan hat 134 Planbetten und hat mit vier Fachabteilungen – Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie, Urologie – sowie Anästhesiologie und Intensivmedizin Aufnahme in den Krankenhausplan des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefunden. Die Anzahl der behandelten Patienten lag im Jahr 2017 nach Angaben des Krankenhauses bei rund 6.700 stationären und rund 8.000 ambulanten Fällen; zudem wurden 460 ambulante Operationen durchgeführt. Vor acht Jahren hat das Krankenhaus Bad Doberan in der Fachabteilung Innere Medizin eine in sich geschlossene geriatrische Station mit 14 Betten eingerichtet. Im Laufe der Zeit haben sich Synergien mit dem Tessinum Therapiezentrum für Geriatrie und Schlaganfall ergeben. Das Tessinum ist eine stationäre geriatrische Rehabilitationseinrichtung mit rund 70 Betten. „Besonders wertvoll sind die engen Kooperationen mit weiteren Gesundheitsdienstleistern vor Ort, etwa Vertretern des Rettungsdienstes und den niedergelassenen Ärzten. So wird in Bad Doberan ein für die Region bedarfsgerechtes Leistungsspektrum rund um die Gesundwerdung und -erhaltung angeboten“, sagte Glawe.

Mitarbeiter sind Gesellschafter des Krankenhauses

Eine Besonderheit des Krankenhauses ist die private Trägerschaft. Im Rahmen der Privatisierung durch den Landkreis Bad Doberan wurde eine Mitarbeiter GmbH gegründet, so dass sich die dort Tätigen an der Betriebsgesellschaft beteiligen konnten. Die Mitarbeiter-Gesellschaft hat 40 Mitarbeiter als Gesellschafter, die mit ihren Anteilen 20 Prozent des Eigenkapitals zeichnen. Weiterer Gesellschafter ist die Familie Herr Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Berlin. „So haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, bei der langfristigen Ausrichtung des Krankenhauses Mitsprache auszuüben und gemeinsam Verantwortung für Medizin, Pflege und Verwaltung zu tragen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Erweiterter Hafen in Glowe offiziell freigegeben

Region ist attraktives Ausflugs- und Ferienziel mit hervorragender Infrastruktur

30.6.2018 – Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Sonnabend den erweiterten Ostseehafen in Glowe (Insel Rügen) offiziell freigegeben. „Der Hafen in Glowe hat sich zu einem stark nachgefragten Anlaufpunkt für Wassersportler entwickelt. Die rund 100 Liegeplätze haben nicht mehr ausgereicht. Jetzt sind die umfangreichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen abgeschlossen. Hier ist ein attraktives Ausflugs- und Ferienziel mit herausragender Infrastruktur entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

60 neue Liegeplätze, Schwimmstege und Slipanlage angelegt

Der Hafen liegt an der Nordspitze der Insel Rügen mit direktem Zugang zur Ostsee, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Königshörn, einem kleinen Kap gegenüber dem Kap Arkona. Im Hafen haben neben den zahlreichen Segel- und Motorsportbooten auch Fischer und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Seenotrettungskreuzer „Kurt Hoffmann“ ihren Liegeplatz. Seit 2000 ist Glowe Seenotrettungsstation, seit 2005 liegt der Seenotrettungskreuzer im Hafen. Im Zuge der Erweiterung sind unter anderem 60 neue Liegeplätze entstanden. Zudem ist an der Ostseite eine neue Ufereinfassung gebaut worden, ein neuer Slipsteg und Schwimmstege errichtet sowie Sitzbänke aufgestellt worden. Darüber hinaus wurde der gesamte Hafenbereich durch eine mit Betonpflaster befestigte Straße erschlossen. „Die vielen gastronomischen Einrichtungen, die Einkaufs- und Übernachtungskapazitäten, der Kurpark, die Strandpromenade und der jetzt erweiterte Hafen tragen dazu bei, dass Gäste und Einheimische in der Region eine Vielzahl von Möglichkeiten für einen ereignisreichen Aufenthalt haben“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betrugen mehr als drei Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro. Die Gemeinde erhielt zusätzlich eine Kofinanzierungshilfe in Höhe von rund 154.000 Euro aus dem Ministerium für Inneres und Europa.

Informationen zu touristischen Ankünften und Übernachtungen

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es nach Angaben des Statistischen Amtes im Zeitraum Januar bis April 2018 insgesamt rund 248.000 Ankünfte und mehr als eine Million Übernachtungen. In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum knapp 1,6 Millionen Ankünfte und knapp 5,5 Millionen Übernachtungen.

Ausbau der wassertouristischen Potenziale in M-V

Sofortinvestitionsprogramm für Schleusen nötig – keine Einschränkung der wassertouristischen Nutzung

Gewässer Prerow-Zingst, Foto Joachim Kloock

Gewässer Prerow-Zingst, Foto Joachim Kloock

Im Schweriner Landtag ist am Freitag die wassertouristische Weiterentwicklung und Kooperation der gemeinsamen Tourismusdestinationen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin diskutiert worden. „Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die wassertouristischen Potenziale zu nutzen, das Revier weiterzuentwickeln und diese als gemeinsame Tourismusdestination zu vermarkten. Dafür ist eine enge Kooperation der Länder und Unterstützung notwendig“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag. Aufgrund ihrer zentralen Lage im europäischen Wasserstraßennetz nehmen die Gewässer eine besondere Stellung und Funktion ein. Aus allen Richtungen (Nordsee, westliche Ostsee, Elbe, Mittellandkanal und Oder) bestehen direkte Verbindungen an das Gewässersystem.

Entwicklung mit Sorge – Sofortinvestitionsprogramm für Schleusen nötig

„Wir brauchen eine durchgängige Befahrbarkeit des Gewässersystems von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Berlin. Dafür sind auch Instandsetzungen und der Betrieb entsprechender Schleusen notwendig. Die Erhaltung der durchgängigen Schiffbarkeit macht ein Sofortinvestitionsprogramm erforderlich. Um die Erfolgsgeschichte der Branche fortzusetzen, sind abgestimmte Prozesse und eine Kooperation mit den Nachbarländern Brandenburg und Berlin nötig“, so Glawe. Der Wirtschaftsminister sieht mit Sorge, was für Entwicklungen und Bestrebungen auf Bundesebene im Bereich der Bundeswasserstraßen infolge der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sowie durch das neue Bundesprogramm „Blaues Band“ erfolgen. „Durch die Kategorisierung der Wasserstraßen und Einstufungen der Bundesstraßen mit Tourismusverkehren als ´sonstige Wasserstraßen´ möchte sich der Bund immer mehr aus der Verantwortung für den Erhalt und die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen ziehen“, so Glawe.

Viele Schleusen in baukritischem Zustand

Dabei sind vom Bund die Schleusen in ihrer Substanz zu erhalten. Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur (BMVI) hat auf Anfrage aus dem parlamentarischen Raum Auskunft gegeben, dass es die meisten Schleusen als sanierungsbedürftig einstuft. „Zwar wurde zwischenzeitlich immer wieder modernisiert, an vielen nagt aber der Zahn der Zeit und es wird auf Verschleiß gefahren, so dass viele Schleusen in einem baukritischen Zustand sind. Es wird geschätzt, dass 85 Prozent in einem Zustand sind, der allenfalls noch 10 Jahre Aufschub duldet“, machte Wirtschaftsminister Glawe aufmerksam. „Sanieren alleine reicht aber nicht mehr. Für ein Sofortinvestitionsprogramm des Bundesverkehrsministeriums ist ein klarer Zeitplan erforderlich. Als Grundlage für Erhaltungsinvestitionen in die Nebenwasserstraßen will der Bund ein Konzept erstellen. Damit die Belange der betroffenen Bundesländer und Regionen bei der Entwicklung und Umsetzung des Konzeptes berücksichtigt werden, sollten sich die drei Bundesländer dafür gemeinsam beim Bund einsetzen“, so Glawe. Zwischen Branchenvertretern und der Landesregierung funktioniert es. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vermarkten als gemeinsame Tourismusdestination mit der wassertouristischen Publikation „Dein Sommer, unser Element“ die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Keine Einschränkung der wassertouristischen Nutzung

Mit dem Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ beabsichtigt das Bundesverkehrs- und Bundesumweltministerium viele Fließgewässer zu renaturieren und damit die ökologische Qualität und den Hochwasserschutz zu stärken. „Das könnte unter Umständen eine Einschränkung der wassertouristischen Nutzung in diesen Gebieten bis hin zum Entzug von Wassertourismusrevieren bedeuten. Das können wir nicht einfach hinnehmen. Wir müssen uns gemeinsam länderübergreifend beim Bund dafür einsetzen, dass die sogenannten Nebenwasserstraßen des Bundes durchgängig für Motorboote schiffbar bleiben und seitens des Bundes wieder unterstützt werden“, forderte Glawe.

Wassertourismus mit Potenzial

„Die verbundenen Wasserwege können durch gemeinsame Ziele für die Bundesländer Wertschöpfungsketten erschließen. In Mecklenburg-Vorpommern ist der Wassertourismus eine Branche mit Wachstumspotential und überdurchschnittlich gestiegenen Bruttoumsätzen“, so Glawe weiter. In den vergangenen untersuchten 10 Jahren haben sich die Bruttoumsätze in diesem Bereich auf rund 500 Millionen Euro verdreifacht. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten in diesem Bereich tätig. Der Anteil aus dem Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt ca. 10 Prozent. Es gibt im Land derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern in den Wassertourismus über das Programm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ insgesamt knapp eine Milliarde Euro investiert. Das Wirtschaftsministerium hat den Wassertourismus mit rund 565,32 Millionen Euro unterstützt. Damit wurden 175 Sportboothäfen und Marinas im Bereich des gewerblichen Tourismus gebaut. Im Rahmen der touristischen Infrastruktur sind 368 wassertouristische Maßnahmen gefördert worden. Hierzu zählen beispielsweise Promenaden, Schiffsanleger oder barrierefreie Strandzugänge.

Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen kann starten

Künftig insgesamt 7,2 Mrd. Euro pro Jahr für die Straßenverkehrsinfrastruktur

autos0010829.6.2018 – Ab 1. Juli 2018 wird die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen erhoben. Dann werden alle rund 52.000 Kilometer Bundesfernstraßen für Lkw ab 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht mautpflichtig. Damit werden wir in Deutschland über das weltweit größte zusammenhängende mautpflichtige Straßennetz verfügen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Die Lkw-Maut auf allen Bundestraßen kann pünktlich starten. Künftig fließen von 2018 bis 2022 jährlich durchschnittlich 7,2 Milliarden Euro Mauteinnahmen, die wir in moderne und sichere Straßen in ganz Deutschland investieren. Das sind pro Jahr rund 2,5 Milliarden mehr als bisher. Davon profitieren nicht nur unsere Unternehmen, die auf eine leistungsstarke Infrastruktur angewiesen sind, sondern auch alle Autofahrer.“ Kontrolliert wird die Lkw-Maut über Kontrollsäulen an den Bundesstraßen und Kontrollbrücken über den Autobahnen. Außerdem gibt es stationäre und mobile Kontrollen sowie Betriebskontrollen des Bundesamtes für Güterverkehr.

Neue Mautsätze ab 1. Januar 2019

Zunächst gelten auf den Bundesstraßen und den Bundesautobahnen die bisherigen Mautsätze weiter. Eine Anpassung der Mautsätze wird es zum 1. Januar 2019 auf Grundlage einer neuen Wegekostenrechnung geben. Ein entsprechendes Gesetz wurde bereits im Mai im Kabinett verabschiedet. Die Entscheidung des Deutschen Bundestages erwarten wir im Herbst. Es wird weiter einen einheitlichen Mautsatz für Autobahnen und Bundesstraßen geben. Schwerere Fahrzeuge, die die Straßen stärker beanspruchen, sollen auch stärker zur Kasse gebeten werden. Das sorgt für mehr Gerechtigkeit bei den Tarifen. Elektro-Lkw werden ab Januar von der Lkw-Maut ausgenommen. Außerdem werden erstmals Lärmkosten einbezogen. Damit sollen Anreize für die Anschaffung umweltfreundlicher, leiser Lkw geschaffen werden. Als weiteren Anreiz hat das Bundesverkehrsministerium eine Förderrichtlinie für energieeffiziente und /oder CO2-arme Lkw vorgelegt. Bis zum 30. Juni erhebt der Bund die Lkw-Maut auf rund 12.800 Kilometern Bundesautobahnen sowie auf rund 2.300 Kilometern autobahnähnlichen Bundesstraßen. Die Einnahmen aus der Lkw-Maut fließen zweckgebunden in die Finanzierung der Bundesfernstraßen.

Weitere Informationen finden Sie unter nachfolgendem Link: www.bmvi.de/LkwMautAufAllenBundesstraßen