Archiv für April 2018

In elf Jahren über 700 Mal „TOP Ausbildungsbetrieb“ vergeben

27.4.2018 – Die IHK zu Rostock hat am Donnerstag in der Rostocker Nikolaikirche die TOP-Ausbildungsbetriebe 2017 ausgezeichnet. 69 Unternehmen dürfen nun für ein Jahr diesen Qualitätstitel tragen und sich damit bei künftigen Auszubildenden mit einer Bestätigung ihrer hervorragenden Ausbildungsleistung empfehlen. Zwölf Unternehmen sind dabei, die diesen Titel bereits zum elften Mal in Folge errangen. Die jährliche Auszeichnung der besten Ausbildungsbetriebe ist eine Erfolgsgeschichte für die ausgezeichneten Betriebe und auch für die IHK zu Rostock. Die Unternehmen zeigen mit der Qualitätsmarke TOP Ausbildungsbetrieb der IHK, dass die exzellente Ausbildung junger Menschen für sie ein wesentlicher Teil der eigenen Fachkräftesicherung und damit auch ein Arbeitgebermarkenzeichen ist. IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen, Vorsitzender der Jury, erklärt die Beweggründe der IHK für diese Initiative so: „Nur eine starke Berufliche Bildung sichert den qualifizierten Fachkräftenachwuchs, den unsere Unternehmen heute und in Zukunft dringend benötigen. Auf dem Ausbildungsmarkt hatten Jugendliche noch nie so gute Chancen wie heute, einen Ausbildungsplatz in ihrem Traumberuf zu finden. Gleichzeitig wird es für unsere Unternehmen immer schwieriger, geeignete Auszubildende zu finden. Es ist auch hilfreich, die Fachkräftesuche einmal durch die Brille der Jugendlichen zu betrachten. Die berufliche Bildung muss daher so organisiert sein, dass sie die Anforderungen der Unternehmen erfüllt und zugleich attraktiv für leistungsfähige junge Menschen ist.

Selbstverständlich müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um hiesige Fachkräfte – vom Azubi bis zum Gründer und Nachfolger – aufzubauen. Dazu gehören Schulen, Unternehmen, die Wirtschaftskammern und viele mehr. Da gibt es viele Engagierte. Die Schulabgänger, die wir haben, müssen gut qualifiziert und ausgebildet werden, sie brauchen gute Perspektiven hier und optimale Arbeitsbedingungen. Diese tragen dazu bei, dass wir Menschen bei uns halten und für unsere Region gewinnen. Wenn wir sie dann gewonnen haben, ist die Arbeit noch nicht erledigt. Dann gilt es, diese Fachkräfte zu pflegen, damit sie bei uns bleiben und wir die gut ausgebildeten jungen Menschen nicht verlieren. Die Auszeichnung als TOP-Ausbildungsbetrieb kann ein Wegweiser für Jugendliche sein, die eine gute Ausbildung suchen.“ Die geehrten Unternehmen überzeugten die Jury mit innovativen Ideen in der Berufsorientierung und hoher Qualität in der Ausbildung. Mit der Verleihung des Titels setzt die IHK zu Rostock ein Zeichen für die hervorragende berufliche Bildung und zeigt jungen Menschen, dass sie gute Ausbildungschancen in ihrer Heimatregion haben. Zugleich will die IHK Unternehmen ermutigen, weiter auf Ausbildung und berufliche Qualifizierung zu setzen. Ein Novum seitens der IHK: Erstmals konnten sich die Unternehmen dieses Jahr online bewerben.

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Zuschlag für drei Windparks vor M-V steigert Bedeutung der Ostsee als Offshore-Standort

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

27.4.2018 – Drei Windparks in der Ostsee vor Mecklenburg-Vorpommern haben in der zweiten Ausschreibung für Offshore-Windanlagen in Nord- und Ostsee den Zuschlag bekommen „Mit diesen neuen drei Projekten holt die Ostsee ein Stück weit auf gegenüber der Nordsee als Standort für die Windenergieerzeugung auf See“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Christian Pegel erfreut.  Zugleich appelliert er an die Unternehmen Iberdrola (zwei Zuschläge) und KNK Wind, die den Zuschlag bekommen haben: „Jetzt sind die Bieter gefordert, diese Projekte zügig umzusetzen und damit der hoch innovativen Offshore-Windkraftindustrie eine durchgängige Auftragslage auch von Anfang bis Mitte der 2020-er Jahre zu sichern. Dies ist wichtig nicht nur für Mecklenburg-Vorpommern, sondern für die gesamte deutsche Offshore-Industrie, damit sie ihren Technologievorsprung nicht verliert.“ Die drei Vorhaben sind rund um die Windparks vor Rügen geplant, die bereits in Betrieb oder gerade im Bau sind. Sie sollen insgesamt drei bis vier Millionen Megawattstunden erzeugen, der Jahresbedarf für etwa eine Million Haushalte. Die Bundesnetzagentur hatte heute die Ergebnisse der zweiten Ausschreibung für die Erzeugung von 1.610 Megawatt offshore in Nord- und Ostsee veröffentlicht. Bezuschlagt wurden je drei Projekte in Nord- und Ostsee. Der durchschnittliche Zuschlagswert betrug in dieser Ausschreibung 4,66 Cent pro Kilowattstunde, deutlich mehr als bei der ersten Ausschreibungsrunde (0,44 Cent). Christian Pegel kommentiert: „Das scheint mir ein realistischerer Preis, zeigt aber dennoch, dass die Vergabe der Projekte per Ausschreibung seit 2017 einhergehend mit dem technologischen Fortschritt in dieser Branche zu Preisen führt, die mit denen für konventionell erzeugte Energie konkurrieren können. Weitere Informationen: www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2018/20180427_Offshore.html?nn=265778

RSAG und NVS sowie rebus starten Initiative für Elektrobusse im Stadt- und Regionalverkehr

Erfahrungen sollen allen Verkehrsbetrieben im Land zugute kommen

Die drei größten öffentlichen Personennahverkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), die rebus Regionalbus Rostock GmbH (rebus) und die Nahverkehr Schwerin GmbH (NVS) haben ein neues Kapitel für einen umweltfreundlichen Verkehr eingeläutet. In einem Verbund wird der Einstieg in die E-Mobilität mit Bussen an unterschiedlichen Orten in unserem Land gemeinsam erfolgen. Dazu wurde gestern in Rostock eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben. Mit einem gemeinsamen und nachhaltigen Verkehrskonzept sollen im Rahmen eines Programmes des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Fördermittel zur Anschaffung von Elektrobussen und Installation der Ladeinfrastruktur beantragt werden.

Kooperation-E-Busse_Foto_Joachim_Kloock27.4.2018 – Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in MV, unterstützt ausdrücklich die Initiative der drei Verkehrsunternehmen: „Das ist der richtige Schritt in ein neues Zeitalter des öffentlichen Verkehrs“, betonte der Minister. „Das Land bietet für die erforderliche Infrastruktur bereits Förderung aus EFRE-Mitteln* an. Die Förderung von E-Bussen ist aus der LandesBusRichtlinie ebenfalls mit erhöhtem Fördersatz im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen möglich“, sagte Pegel, der insbesondere begrüßte, dass die gewonnenen Erfahrungen allen Verkehrsunternehmen im Lande zugutekommen. Die Elektrifizierung von Elektrobusflotten im städtischen und ländlichen Raum ist aufgrund der doppelt so hohen Anschaffungskosten ohne staatliche Förderung für keinen Verkehrsbetrieb wirtschaftlich vertretbar. Mit dem Ziel, die vom Bundesumweltministerium in Aussicht gestellten Fördermittel in Anspruch nehmen zu können, haben sich rebus, NVS und die RSAG zu einem Verbund zur „Einführung von Elektrobussen im Stadt- und Regionalverkehr in Mecklenburg-Vorpommern“ zusammengeschlossen. Die RSAG übernimmt die Koordination des Verbundvorhabens. „Wir freuen uns sehr, dass wir in bewährter Partnerschaft mit rebus und NVS jetzt einen entscheidenden Schritt in Richtung elektrischer Busse gehen können. In Rostock werden die E-Busse zuerst im Seebad Warnemünde auf der Linie 37 zum Einsatz kommen“, sagte RSAG-Vorstand Markt und Technik, Jan Bleis.

Start mit sieben Elektrobussen

Die Verbundpartner werden bei erfolgreicher Bewilligung der Fördermittel unterschiedliche Elektrobus- und Lade-Techniken im Linienverkehr erproben und durch den regelmäßigen Erfahrungsaustausch voneinander lernen. Darüber hinaus verfolgen die Verbundpartner das Ziel, bei der Elektrifizierung von Bussen im Stadt- und Regionalverkehr eine Vorreiterrolle im Land zu übernehmen und ihr erworbenes Know-how an interessierte Verkehrsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern weiterzugeben. Neben dem täglichen Einsatz der Elektrobusse im Linienbetrieb umfasst dies die Nutzung der Ladetechnik einschließlich der Stromversorgung sowie Erfahrungen bei der Schulung von Mitarbeitern und der Neuorganisation interner Betriebsabläufe (Werkstatt, Fahr- und Dienstplanung, Leitstelle etc.). Geplant ist im ersten Schritt die Anschaffung von sieben Elektrobussen. Dabei werden der NVS drei Elektrobusse sowie rebus und die RSAG jeweils zwei Elektrobusse erwerben. Bei positivem Verlauf des Antragsverfahrens und der Ausschreibung werden Ende 2019/Anfang 2020 die ersten Elektrobusse durch Mecklenburg-Vorpommern rollen.

„Die beiden Elektrobusse der rebus sollen auf der beliebten und stark frequentierten Linie 119 zwischen Rostock-Warnemünde und Bad Doberan eingesetzt werden“, kündigte rebus-Geschäftsführerin Simone Zabel an. In einer der bedeutendsten Tourismusregionen Deutschlands kommen Anstrengungen zur Reduzierung verkehrsbedingter Klima- und Lärmemissionen bei gleichzeitiger Nutzung erneuerbarer Energien sowohl den Bewohnern und als auch den Touristen zugute.“ „Der Einsatz der neuen Batteriebusse der Nahverkehr Schwerin GmbH erfolgt im Stadtverkehr von Schwerin, zu allen Betriebszeiten und auf verschiedenen Linien, insbesondere auf einer Hauptachse mit enger historischer Wohnbebauung, einer Fußgängerzone und dem zentralen Marienplatz mit zwei Einkaufszentren“, so NVS-Geschäftsführer Wilfried Eisenberg.

Bildunterschrift: Auf in ein neues Zeitalter – die Vertreter der drei Verkehrsunternehmen unterzeichneten gestern in Rostock die Kooperationsvereinbarung zur Anschaffung der Elektrobusse (v.li. Jan Bleis von der RSAG, Simone Zabel von rebus und Wilfried Eisenberg vom NVS ). Foto: Joachim Kloock

Bio-Energie auf Kreuzfahrtschiffen erzeugen

IMG_309127.4.2018 – Landrat Sebastian Constien hat am Donnerstag das Innovations- und Bildungszentrum Hohen Luckow besucht. Der Forschungsverbund arbeitet derzeit an einem Projekt, dass aus Speiseresten an Bord von Kreuzfahrtschiffen Energie gewinnen will. Das IBZ Hohen Luckow war die zweite Station der Kreisbereisung Wissenschaft und Forschung des Landrats. Auf einem mittelgroßen Kreuzfahrtschiff fallen täglich bis zu fünf Tonnen Speisereste an. Für die Forscher am Innovations- und Bildungszentrum Hohen Luckow ein wertvoller Energieträger für umweltfreundliche Energieerzeugung. Sie arbeiten an zwei Varianten, das Material nutzbar zu machen. „Bisher wird das Material getrocknet und dann entsorgt. Wir wollen lieber Energie rausholen, statt sie reinzustecken“, erläuterte Maik Orth, Vorstandsvorsitzender des IBZ. Gemeinsam mit einer Kreuzfahrtreederei sollen zwei Verfahren entwickelt werden, wie die Speisereste entweder an Bord oder an Land energetisch verwertet werden können. „Das ist angewandte Forschung in der Region, die einen Beitrag zum umweltfreundlichen Betrieb von Kreuzfahrtschiffen leisten kann“, sagte Landrat Sebastian Constien bei seinem Besuch des IBZ.

„Der starke Anwendungsbezug der Arbeit am IBZ macht die Arbeit hier auch für die Bio-Energieerzeugung in der Region interessant, das wollen wir unterstützen“, sagte Sebastian Constien. Christian Fink, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung des Landkreises Rostock (WLR), begleitete den Landrat, um Kontakte zu vermitteln und mögliche Projektpartner zusammenzubringen. Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen und organischen Abfällen kann auch für die Energieversorgung von ganzen Gewerbegebieten interessant sein, solche sogenannten „Grünen Gewerbegebiete“ dürften in Zukunft hoch attraktive Standorte werden. Das IBZ mit seinen acht Mitarbeitenden berät auch Landwirte beim Betrieb von Biogasanlagen, um diese optimal zu nutzen. In Dubai unterstützt eine Mitarbeiterin ein Unternehmen dabei, die anfallende Gülle in einer Biogasanlage zu verwerten. „Die sehr gute Netzwerkarbeit des IBZ funktioniert und braucht Partner für Projekte. Was mich besonders freut, ist das die Tätigkeit auch international funktioniert. Ich freue mich, dass der Forschungsverbund am Standort Hohen Luckow diese Arbeit macht. Heute ist deutlich geworden, dass das IBZ von einer Plattform für Unternehmensideen zu einem Dienstleister geworden ist“, hob Landrat Constien abschließend hervor.

Bildunterschrift: Landrat Sebastian Constien im Gespräch mit Maik Orth im Werkstattlabor am IBZ. Foto: Presse LK Rostock.

Neue grenzüberschreitende EU-Projekte auf Bornholm befürwortet

Angebote für Aktivurlaub behinderter Menschen ausbauen – touristische Vermarktung von Herrenhäusern voranbringen – innovatives Parkraummanagement in touristischen Orten aufbauen

Jonskapel

Jons Kapel (Bornholm), Foto: Michael Fiegle

Auf Bornholm sind 10 Projekte des INTERREG-Programms „Südliche Ostsee“ (South Baltic Programme) befürwortet worden. Der Begleitausschuss, in dem Vertreter der in den Regionen beteiligten Ländern Deutschland, Polen, Litauen, Dänemark und Schweden sitzen, hatte die EU-Projekte ausgewählt. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ermöglicht es, innovative Ideen konkret in die Praxis umzusetzen. Durch die neuen Projekte sollen beispielsweise Angebote für Aktivurlaub behinderter Menschen entstehen, die gemeinsame länderübergreifende Vermarktung von Herrenhäusern ausgebaut sowie innovatives Parkraummanagement in touristischen Orten aufgebaut werden“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag. „Die Kooperationen über unsere Landesgrenze hinaus sind ein wichtiger Beitrag, um den Wirtschafts- und Tourismusstandort Mecklenburg-Vorpommern zu stärken. Ein Ziel ist dabei auch, die Lebensperspektiven für die Bewohner weiter zu verbessern. Jedes Projekt trägt dazu bei.“ Die Förderung für die 10 EU-Projekte beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

EU-Programm „Südliche Ostsee“ – Zusammenarbeit der Länder Deutschland, Polen, Schweden, Dänemark und Litauen

Die grenzübergreifende Zusammenarbeit über die südliche Ostseegrenze hinweg wird mit dem INTERREG A Programm Südliche Ostsee in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 im Rahmen des Ziels 2 „Europäische Territoriale Zusammenarbeit“ fortgesetzt. Finanziert wird das Programm aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Programm ist mit einem EFRE-Volumen in der laufenden EU-Förderperiode von rund 83 Millionen Euro ausgestattet. „Ziel des Programms ist, das Potential für weiteres nachhaltiges Wachstum durch die Zusammenarbeit von lokalen und regionalen Akteuren zu aktivieren. Dies soll durch Kooperation und Kleininvestitionen erreicht werden. Der Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Entwickeln, Testen und Transferieren von innovativen Lösungen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe.

Das Interreg Programm wird umgesetzt in:

–    Deutschland/Mecklenburg-Vorpommern: Landkreise Nordwestmecklenburg, Rostock, Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und der kreisfreien Stadt Rostock

–    Polen: Wojewodschaften Westpommern, Pommern und Ermland-Masuren (nur Powiat Elbląski)

–    Schweden: Provinzen Kalmar, Blekinge, Skåne and Kronobergs

–    Dänemark: Bornholm und Region Sjælland und

–    Litauen: Bezirke Klaipėda, Tauragė und Telšiai.

Das polnische Ministerium für Investitionen und Entwicklung mit Sitz in Warschau ist die Verwaltungsbehörde. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern begleitet als Nationale Koordinierungsbehörde die Umsetzung des Programms in Mecklenburg-Vorpommern.

Neue EU-Projekte im Überblick

  1. Aktivurlaub für Menschen mit Behinderungen

Projektpartner: Barther Seglerverein BSV und Projektpartner aus Polen und Litauen, Gesamtkosten des Projektes: 1.171.156,30 Euro, EFRE-Zuschuss: 995.482, 86 Euro 

Die Qualifikation von Segellehrern für die Arbeit mit Behinderten außerhalb des Leistungssports steht im Mittelpunkt des Projektes. Die Projektteilnehmer werden in Schulungen und Kursen auf eine Tätigkeit im Aktiv-Tourismus mit behinderten Menschen vorbereitet und geschult. Sie werden gleichzeitig aktiv in die Erarbeitung von Lern- und Qualifizierungsmaterial weiterer Behinderten-Segeltrainer eingebunden. Segelsport für Behinderte gibt es zurzeit nur als ein spezifisches Angebot im Bereich des Leistungssports, d.h. das Segeln als paralympische Sportart bzw. im Bereich des nationalen Leistungssports ist akzeptiert, normiert und organisiert. „Der Bereich des Segelns als Sportart des Aktivurlaubs ist jedoch kaum vorhanden. Aktivurlaub bedingt immer ein Angebot mit einem Startpunkt ´0´ in der jeweiligen Sportart. Die Anbietenden müssen sich auf unterschiedliche Qualifikations- und Fähigkeitslevel der Aktivurlauber einstellen. Die Integrationsbemühungen von Behinderten in allen Projektstaaten sollen vorangebracht werden. Es mangelt an sportlichen Angeboten für behinderte Menschen im Tourismus. Während nicht-behinderte Menschen sich immer mehr aktiv im Urlaub betätigen und dieses auch können, bleibt ein derartiger Aktivurlaub den Behinderten meist auf Grund fehlender Angebote verwehrt“, sagte Glawe.

Anlass für das Projekt ist die langjährige partnerschaftliche Arbeit des Barther Seglervereins mit dem Kolberger Segelverein (Polen). Zu diesen kamen in 2016 der Seglerverein und die Gemeinde Silute aus Litauen hinzu. Bei allen Projektpartnern besteht eine lange wassersportliche Tradition durch die Lage an der Ostsee oder deren unmittelbar angrenzenden Flachwassergebieten. Das in diesem Bereich vorhandene Know-how soll genutzt werden, um eine neue Art touristischer Arbeit auf einem hohen Qualitätsniveau zu etablieren. Es wird geschätzt, dass in Deutschland Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität jährlich 2,5 Milliarden Euro auf Reisen ausgeben. Die Pro- Kopf-Ausgaben sind dabei höher als bei nicht behinderten Touristen. Über die Hälfte aller mobilitäts- und aktivitätseingeschränkten Menschen in der EU plant jährlich mindestens eine Reise. Im Ergebnis sind das jährlich 783 Millionen Tagesreisen und Reisen mit Übernachtung. Bis zum Jahr 2020 wird die Zahl der Reisen von älteren und behinderten Gästen innerhalb der EU auf 862 Millionen Reisen pro Jahr ansteigen.

  1. Projekt Innovatives Parkmanagement

Projekt: Innovatives Parkraummanagement, Projektpartner: Gemeinde Ostseebad Heringsdorf, Hansestadt Bremen und Projektpartner aus Polen, Schweden sowie Litauen, Gesamtkosten des Projektes: 2.689.373,00 Euro, EFRE-Zuschuss: 2.245.767,05 Euro 

Parkmanagement ist ein wirksames Instrument, Autofahrten zu reduzieren und den Wechsel zu nachhaltigeren Formen des Nah- und Regionalverkehrs zu fördern. Circa 30 Prozent des städtischen Autoverkehrs entfallen auf die Parkplatzsuche. In den vergangenen Jahren gab es eine breite Palette verschiedenen Maßnahmen an Push- (z.B. Parkgebühren und -beschränkungen) und Pull-Mechanismen (z. B. „Park & Ride“) in diesem Bereich. Die Digitalisierung und neue IT-Lösungen stellen neue innovative Ansätze bereit. Es gibt jedoch einige Herausforderungen, die eine breitere Nutzung des digitalen Parkraummanagements und seiner Potenziale zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität erschweren: Vor allem in kleineren touristisch geprägten Städten sind viele Autos unterwegs. Durch die Parkplatzsuche an Stränden im Sommer können schnell Staus entstehen. In der Förderung von Alternativen zur Pkw-Nutzung besteht Nachholbedarf. Das Parkmanagement ist meist auf Ortszentren beschränkt. Maßgeschneiderte Lösungen für andere Standorte und Anwendungsfälle (z.B. touristische Attraktionen, Badeorte usw.) sind selten, obwohl gerade hier signifikante Auswirkungen zu erwarten sind. In dem Projekt PARKING GETS SMART sollen innovative digitale Parkmanagement-Lösungen entwickelt werden. Die Gemeinde Heringsdorf möchte die Möglichkeiten digitaler Kommunikationsformen und Datenverbreitungswege im Bereich Parken besser nutzen. U.a. mit Hilfe eines dynamischen Parklenkungssystems sowie eines multimodalen Auskunftssystems sollen vor allem Touristen nicht nur frühzeitiger über die Parkplatzsituation in der Urlaubsregion informiert und zielgerichteter zu freien Parkmöglichkeiten gelenkt werden. Vielmehr sollen auch alternative, d.h. verkehrsträgerübergreifende Angebote (Park + Ride mit UBB oder Bike-Sharing mit Usedom Rad) noch besser kommuniziert und aktiver angeboten werden. „Ziel des Projektes ist es, Parksuchverkehre zu reduzieren sowie umweltfreundliche Verkehrsmittel zu stärken, um Lärmbelastung und Schadstoffausstoß in der sensiblen Urlaubsregion weiter zu verringern“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe.

  1. Guts- und Herrenhäuser im südlichen Ostseeraum

Projektpartner: Tourismusverband Vorpommern e.V.; Vorpommersche Dorfstraße e.V.; Regionaler Planungsverband Vorpommern; Verein der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie Projektpartner aus Polen, Litauen, Dänemark und Schweden. Gesamtkosten des Projektes: 2.697.116,10 Euro, EFRE-Zuschuss:2.222.751,64 Euro

Guts- und Herrenhäuser sind ein gemeinsames kulturelles Erbe im südlichen Ostseeraum. Sie bezeugen in interessanter Weise die wechselvolle Geschichte der Region und ihre vielfältigen grenzüberschreitenden Beziehungen. Zugleich sind sie „Kulissen“ für attraktive und ungewöhnliche touristische und kulturelle Angebote. Auf dieser Grundlage sollen neue Entwicklungspotentiale für den ländlichen Tourismus aufgezeigt werden. Hierzu zählen die Schaffung neuer, grenzüberschreitender Gutshaustourismusangebote und ihre gemeinsame Vermarkung für spezifische Zielgruppen, wie zum Beispiel Bustouristen, Kulturtouristen, Radfahrer sowie Kreuzfahrttouristen. „Es geht hier vor allem um den gemeinsamen Vermarktungsansatz, das ´Gutshauserbe´ des südlichen Ostseeraums und vielversprechendes gemeinsames Alleinstellungsmerkmal für das Tourismusmarketing, welche die Sichtbarkeit aller teilnehmenden Regionen in Deutschland, Polen, Litauen, Schweden und Dänemark erhöhen kann. Internationale Gutshaus-Touren verfügen über ein beträchtliches Marktpotential bei Touristen, die während ihres Urlaubs längere Strecken zurücklegen und verschiedene Länder besuchen. Zugleich werden Gutshäuser oft für Erholungsformen genutzt, die auch außerhalb der Hauptferienzeiträume stattfinden und so zur Verlängerung der Saison beitragen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe.

Tolle Events in Mecklenburg-Vorpommern

Rügen feiert den Fisch

2018-03-23_0026_TZR-Kulinarik-Kopie-2-310x207Fisch(er)tage laden vom 28. April bis 6. Mai auf Deutschlands größte Insel

Vom 28. April bis zum 6. Mai werden auf der Insel Rügen die Fisch(er)tage veranstaltet und erinnern an die langjährige Tradition des Fischfanges auf Deutschlands größter Insel. Gleichermaßen stellen sie den Berufsstand in den Mittelpunkt, der dafür verantwortlich zeichnet, dass die Leckerbissen in Form von Hering, Hornfisch und Co. auf den Tellern der Gäste landen: die Fischer. Inselweit gibt es während der Fisch(er)tage zahlreiche Veranstaltungen, die über die Küstenfischerei informieren sowie zum Schlemmen und Erleben einladen, angefangen beim Fisch-Grillfest in Schillings Fischhus in Schaprode über den Heringstag in Altefähr bis hin zum Vortrag über die Fischerei im Ostseebad Thiessow. Mit einem Regionalmarkt am 28. und 29. April in Putbus unter dem Titel „Bärlauch trifft Fisch“ wird die kulinarische Reihe eingeläutet. Weitere Informationen, eine Liste mit Restaurants, bei denen Fisch auf der Speisekarte steht, sowie Termine sind unter www.ruegen.de/fischertage-auf-ruegen zu finden. Bildunterschrift: Fisch(er)tage auf Rügen, Foto: Tourismuszentrale Rügen / Christian Thiele

Das große Buddeln: Mit Sandburgenbau-Wettbewerben wird Strandsaison an der Mecklenburgischen Ostseeküste eröffnet

Zum fünften Mal in Folge laden am 5. Mai acht Orte zu Wettbewerben am Strand ein

Two boys building large sandcastle on the beachMit Eimer, Schaufel und Maurerkelle: Zum fünften Mal startet die Mecklenburgische Ostseeküste am 5. Mai 2018 mit einem großen Sandburgenbau-Wettbewerb in die Strandsaison 2018. Alle, die Spaß am Graben, Modellieren und Dekorieren haben oder einfach die Arbeit großer und kleiner Sandkünstler bestaunen möchten, sollten sich das maritime Spektakel an den Stränden der Orte Boltenhagen, Insel Poel, Rerik, Kühlungsborn, Börgerende, Nienhagen, Markgrafenheide und Graal-Müritz nicht entgehen lassen. Eine Jury kürt am Ende des Tages an jedem Schauplatz die schönsten Sandskulpturen und belohnt die Arbeiten der Gewinner mit attraktiven Preisen. Dazu gibt es ein buntes Animationsprogramm und Stände mit kulinarischen Leckerbissen. „Auf die Schippe, fertig, los!“ heißt es entlang der Seebrücke am Boltenhagener Ostseestrand. Große Windräder kündigen den sandigen Veranstaltungsort, an dem jeder Künstler oder jedes Künstler-Team eine Fläche von fünf mal fünf Metern zur Verfügung gestellt bekommt, bereits von Weitem an. In Boltenhagen werden, wie auch am Strand des Ostseebades Kühlungsborn (am Strandaufgang 2), Eimer und Schaufel in ausreichender Anzahl bereit gehalten und müssen nicht zwingend mitgebracht werden. Wer am Sandburgenbau-Wettbewerb rechts und links des Strandaufganges 23 in Graal-Müritz teilnehmen möchte, wird gebeten, sich vorab unter http://www.graal-mueritz.de anzumelden. In Rerik findet der erste große Jahreshöhepunkt am Meer an der Seebrücke statt, wo in rund zwei Stunden die schönsten Sandfiguren kreiert werden müssen. Der Strandabschnitt vor dem StrandResort Markgrafenheide bildet den Veranstaltungsort im gleichnamigen Ostseebad, während das traditionelle Buddeln und Schaufeln in Börgerende am Hauptstrand und auf der Insel Poel am Strandabschnitt „Schwarzer Busch“ zum Erlebnis wird. Nachdem 2017 eine Sturmflut die Teilnahme des Ostseebades Nienhagen verhindert hat, können sich Sandarchitekten in diesem Jahr wieder am zentralen Strand des Urlaubsortes miteinander messen. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es unter www.ostseeferien.de/saisonauftakt. Bildunterschrift: Kinder beim Sandburgenbau, Foto: Martin Valigursky/Fotolia

Naturklänge auf Fischland-Darß-Zingst

16. Auflage der Konzertreihe verbindet Natur und Musik

sdrUnter dem Titel „Naturklänge“ lädt der Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst vom 22. Juni bis zum 1. September zur 16. Auflage einer Konzertreihe ein, bei der Musik an besonderen Orten erklingt. Acht Konzerte stehen dabei auf dem Programm, darunter im Innenhof des Klosters in Ribnitz, auf der Wiese vor dem Hotel Schlösschen Sundische Wiese inmitten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft oder am Hohen Ufer in der Künstlerkolonie Ahrenshoop. Los geht es am 22. Juni mit Ensemble „Due Sopra il Basso“ mit Countertenor Johannes Wieners in der Backsteinkirche in Starkow. Ab 18.00 Uhr wird dort auch eine Führung durch den Pfarrgarten angeboten. Neu im Reigen der Aufführungsorte ist der Boddenhafen im Ostseebad Dierhagen, an dem das schwedisch-südafrikanische Duo „Fjarill“ seine Songs zum Besten gibt. Musikalisch reicht das Spektrum bei den „Naturklängen“ von Barockmusik über Blues und Jazz bis hin zu karibischen Klängen. Tickets sind ab 15,00 Euro ( zzgl. VVK Gebühr bei Onlinebuchung) unter http://www.naturklaenge.net erhältlich oder können in den Kurverwaltungen und Tourist-Informationen der Region gekauft werden. Weitere Informationen: www.naturklaenge.netwww.fischland-darss-zingst.de Bildunterschrift: „Naturklänge“ auf Fischland-Darß-Zingst, Swimming Piano, Foto: TV FDZ/Uchtenhagen

 

Das vierte Orang-Utan-Baby im DARWINEUM kam vor den Augen der Besucher zur Welt

Nun ist auch Orang-Utan-Dame Miri stolze Mama. Die Zoomitarbeiter sind glücklich über eine komplikationsfreie Geburt, die sie und die Besucher des DARWINEUM erstmals live beobachten konnten. Im Gegensatz zu ihren Gefährtinnen hat das 13-jährige Weibchen seinen ersten Nachwuchs am Montag (23. April), um 16.25 Uhr nicht im Rückzugsbereich, sondern mitten im DARWINEUM zur Welt gebracht. Die ersten Gratulanten waren Papa Ejde (37) und die neugierige Halbschwester Surya (4). Desinteresse zeigte lediglich Sunda, die Mutter von Nesthäkchen Surya.

Miri mit Ihrem Baby, Foto: Joachim Kloock

Miri bildet eine Orang-Utan-WG mit Ejde, Sunda und Surya. Sie wurde am 3. August 2004 im englischen Zoo Twycross in der Grafschaft Leicestershire geboren und ist dort in einem funktionierenden Familienverband aufgewachsen. Mit dem Neubau des DARWINEUM kam die selbstbewusste Miri am 21. August 2012 in den Rostocker Zoo. Miris Jungtier macht Ejde zum vierten Mal zum Vater, mit Partnerin Sunda hat er bereits drei Kinder. „Das Jungtier wirkt sehr kräftig und gesund und wiegt schätzungsweise 1.500 Gramm“, sagte Zookuratorin Antje Zimmermann. „Da die völlig entspannte Mutter aber in der Tropenhalle unterwegs ist, konnten wir das Geschlecht noch nicht genau identifizieren. Wir sind aber sehr froh, dass sich Miri wie auch die anderen Neumütter Dinda (11) mit LinTang (2 1/2 Monate) und Hsiao-Ning (14) mit Niah (9 Monate), die mit Gruppenchef Sabas zusammenleben, sehr sanft und rührend um ihr Baby kümmert. Das läuft hervorragend.“ Über die wachsende Orang-Utan-Kita und den kleinen Neuzugang von Miri freut sich auch die WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft, die die Patenschaft über beide Orang-Utan-Gruppen übernommen hatte. Sobald feststeht, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, möchte der Zoo zur öffentlichen Namenssuche aufrufen.

Der Rostocker Zoo gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen Norddeutschlands. 2015 wurde er in seiner Kategorie (bis 1 Millionen Besucher) zum besten Zoo Europas gewählt. Besonders gute Noten gab es für die Qualität der Tierhäuser und Gehege, für seine grüne Landschaft und Vegetation, das einzigartige zoologisch-botanische Ambiente sowie für die vielfältigen Bildungsangebote. Zudem wurde der Zoo mehrfach mit dem Gütesiegel „Familienfreundliche Einrichtung“ ausgezeichnet. An unseren Erfahrungsstationen und auf den Spielplätzen haben kleine und größere Besucher die Gelegenheit, sich auszuprobieren und auszutoben. Jede Menge Veranstaltungs-Highlights, öffentliche Schaufütterungen und tierische Erlebnisse runden das Angebot für die ganze Familie ab.