Archiv für Januar 2018

„FESTmachen in Rostock“: Eine Jubiläumsstraßenbahn zum Stadtgeburtstag

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Jubiläumsstraßenbahn, Foto: Joachim Kloock

30.1.2018 – Gut gelaunt präsentierten Oberbürgermeister Roland Methling und die RSAG-Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis am 30. Januar 2018 die neue Rostocker Jubiläumsstraßenbahn zum Stadtgeburtstag: „Die künstlerische Gestaltung ist wirklich sehr gelungen. Die Jubiläumsbahn wird ein besonderer Hingucker in unserem Liniennetz sein“, schwärmt RSAG-Vorstand Yvette Hartmann. „Wir freuen uns auf die vielen Veranstaltungs-Höhepunkte im Jubiläumsjahr. Mit unseren Bahnen und Bussen bringen wir Einheimische und Gäste schnell und bequem zu allen Feierlichkeiten“, betont RSAG-Vorstand Jan Bleis. Ein unübersehbarer Werbeträger.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock feiert im Jahr 2018 ihr 800-jähriges Stadtjubiläum und im Jahr 2019 das 600. Gründungsjubiläum der Universität Rostock. In den Vorbereitungen für das Doppeljubiläum ist gemeinsam mit den Stadtvertretern die Idee entstanden, eine Jubiläumsstraßenbahn zum Stadtgeburtstag zu gestalten. Der Rostocker Künstler Christoph Kadur lieferte dafür die Grafiken, die extra für das Jubiläum entworfen wurden. Die Rostocker Motive spiegeln die Vielseitigkeit und Schönheit Rostocks wider. Diese Motive wurden auf der 32 Meter langen Niederflurstraßenbahn auf beiden Seiten stilvoll rund um die Fenster und Türen platziert. Die Straßenbahn mit den Geburtstagsgrüßen wird in den kommenden zwei Jahren als mobiler Botschafter im gesamten Liniennetz unterwegs sein. Rund 250 Kilometer pro Tag legt eine einzelne Straßenbahn im Rostocker Streckennetz durchschnittlich zurück. Einheimische und Gäste haben somit genügend Möglichkeiten, einen Blick auf die Bahn zu werfen und mitzufahren. Alle Informationen und Veranstaltungs-Höhepunkte zum Doppeljubiläum unter http://www.rostock800600.de.

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Bergamt Stralsund genehmigt Pipeline Nord Stream 2 in M-V

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Grafik: Nord Stream 2 AG, Leitungsverlegung

31.1.2018 – Das für die Genehmigung von Erdgashochdruckleitungen zuständige Bergamt Stralsund hat am 31. Januar 2018 den Plan für den Bau und den Betrieb der Gasversorgungsleitung Nord Stream 2 im Abschnitt des deutschen Küstenmeeres einschließlich des Übergangs auf das Festland bei Lubmin mit Nebenbestimmungen und Vorbehalten auf der Grundlage des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) festgestellt. Der Planfeststellungsbeschluss umfasst mehr als 600 Seiten. Der dazu gehörige Plan ist in 18 Ordnern dokumentiert. Nach der Prüfung aller Unterlagen, die der Vorhabenträger Nord Stream 2 AG eingereicht hatte, sowie der Abwägung der dazu eingegangenen Stellungnahmen und Einwendungen von Behörden, Vereinigungen und Privaten hat das Bergamt Stralsund den Bau und Betrieb der Pipeline über 55 Kilometer im deutschen Küstenmeer für zulässig erklärt. Das betrifft den Bereich der Ostsee, der zum deutschen Hoheitsgebiet gehört. „Das Bergamt hat auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen gehandelt und dabei insbesondere darauf geachtet, dass die Eingriffe in die Umwelt vollumfänglich ausgeglichen werden“, sagte Landes-Energieminister Christian Pegel. Der Minister betonte, dass Erdgas zwar kein erneuerbarer Energieträger sei, aber als Übergangstechnologie beim Verbrennen weniger schädliche Abgase produziere als Erdöl oder Kohle.

Die Genehmigung im Abschnitt des deutschen Küstenmeeres ist Bestandteil des Gesamtprojekts Nord Stream 2 durch die Ostsee von der russischen Narva-Bucht nach Lubmin. Das Nord Stream 2 Pipeline-System besteht aus zwei parallelen Leitungssträngen mit jeweils 1,2 Metern Durchmesser und einer Transportkapazität von jeweils ca. 27,5 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr. Es ist vorgesehen, die Nord Stream 2-Pipeline weitestgehend parallel zur Gasleitung Nord Stream 1 zu verlegen, die seit 2011 in Betrieb ist (der zweite Strang seit 2012). Mit Schreiben vom 22. März 2013 hatte der Vorhabenträger den Antrag auf Planfeststellung gemäß § 43 EnWG gestellt. Nach umfangreicher Prüfung der eingereichten Unterlagen wurde das Anhörungsverfahren am 07.04.2017 begonnen. Die Unterlagen sind an alle Beteiligten verschickt worden. Zusätzlich wurden im Rahmen des Anhörungsverfahrens gemäß Verwaltungsverfahrensgesetz die vollständigen Planunterlagen in den vom Vorhaben betroffenen Ämtern Bergen, Lubmin, Mönchgut/Granitz, Usedom Nord, Putbus und Anklam-Land, dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH, Hamburg und Rostock) und dem Bergamt Stralsund – sowie zu jedermanns Einsichtnahme vom 18. April bis einschließlich 17. Mai 2017 ausgelegt. Es sind 42 Stellungnahmen und 165 Einwendungen eingegangen. Das Bergamt hat diese gemeinsam mit dem BSH mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden – auch mit Vertretern polnischer Behörden -, den Betroffenen und den Einwendern vom 17. bis 20. Juli 2017 erörtert. Am 5. Dezember 2017 hat eine Erörterung mit Vertretern polnischer Behörden nach der Espoo-Konvention gemeinsam mit dem BSH im Bundesverkehrsministerium in Berlin stattgefunden.

Für den Bau und den Betrieb der Pipeline in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ, der sogenannte Festlandssockel) – also dem Bereich, der nicht zum Deutschen Hoheitsgebiet gehört, an dem aber die Bundesrepublik Deutschland nach dem Internationalen Seerechtsübereinkommen gewisse Rechte hat -, sind Genehmigungen vom Bergamt Stralsund und vom BSH erforderlich. Dieser Abschnitt hat eine Länge von 31 Kilometern. Für den Bereich der AWZ findet ein zweistufiges Genehmigungsverfahren statt. Die Genehmigung für den Bau der Pipeline in bergbaulicher Hinsicht hat das Bergamt auf der Grundlage des Bundesberggesetzes am 2. November 2017 erteilt. Für die Genehmigung zum Bau und Betrieb der Leitung hinsichtlich der Ordnung der Nutzung und Benutzung der Gewässer über dem Festlandsockel und des Luftraumes über diesen Gewässern ist das BSH zuständig. Dessen Entscheidung steht noch aus. Der Vorhabenträger plant, umgehend mit dem Bau der Gasleitung zu beginnen. Unabhängig davon stehen neben der Genehmigung durch das BSH noch die Genehmigungen der Staaten aus, deren Territorium bzw. AWZ die Trasse ebenfalls passieren soll: Dänemark, Schweden, Finnland und Russland. An Land soll das Erdgas über die neue Erdgasempfangsstation Lubmin 2 durch Anschluss an die bestehende Norddeutsche Erdgasleitung (NEL) nach Westen und an die geplante Europäische Gasanbindungsleitung (EUGAL) nach Süden in die Tschechische Republik transportiert werden. Der Planfeststellungsbeschluss wird den am Verfahren Beteiligten sowie den Einwendern zugestellt werden. Zudem wird er voraussichtlich im ersten Quartal 2018 öffentlich ausgelegt. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

(PM – Auszug)

„Maritime Sicherheit“ – Fachtagung des Maritimen Clusters Norddeutschland e. V. (MCN) in Rostock

MV-Geschäftsstelle des MCN soll internationale Wettbewerbsfähigkeit heimischer maritimer Akteure im Verbund mit den anderen Küstenländern stärken 

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Am Montag hat in Rostock eine Fachtagung zum Thema „Maritime Sicherheit“ mit rund 150 Teilnehmern stattgefunden. Veranstalter war die Landesgeschäftsstelle Mecklenburg-Vorpommern des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) e.V. „Der maritime Sektor hat für alle norddeutschen Länder eine besondere Bedeutung. Das erfordert eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung untereinander. Dabei übernimmt das Maritime Cluster Norddeutschland eine wichtige Funktion an der Schnittstelle von Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand. Mit dem gemeinsamen Verbund der norddeutschen Länder zeigt sich die maritime Wirtschaft wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert. Die Landesgeschäftsstelle in Rostock soll Kooperations- und Innovationsprojekte initiieren und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen maritimen Akteure im Verbund mit den anderen Küstenländern stärken. Das große Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig ist“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort bei der Vorstellung der MV-Geschäftsstelle des MCN. Die regionale MCN-Geschäftsstelle ist bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostockangesiedelt; dort sitzt auch der Maritime Ausschuss der IHK`n aus Mecklenburg-Vorpommern. „So sind kurze Wege, eine enge Kooperation und detaillierte Abstimmung der entscheidenden Akteure untereinander gewährleistet. Ich freue mich sehr darüber, dass das MCN und das landesspezifische Innovationscluster unserer maritimen Zulieferer, MAZA, eng zusammenarbeiten“, sagte Rudolph.

Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern: Fachgruppe „Maritime Sicherheit“ für Norddeutschland gegründet

Das MCN unterstützt als in Deutschland einzigartige länder- und sektorenübergreifende Plattform die maritimen Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft. Es ist 2011 zunächst als 3-Länder-Förderprojekt (Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen) gestartet; Mecklenburg-Vorpommern und Bremen kamen Anfang 2015 als assoziierte Mitglieder dazu. Seit dem 01.01.2017 führen alle fünf Küstenländer ihre Zusammenarbeit in der maritimen Wirtschaft gemeinsam mit dem Clusterverein MCN e.V. fort. Derzeit hat der Verein 293 Mitglieder, davon neun aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort sind zu einzelnen Themen Fachgruppen eingerichtet, wie beispielsweise Maritimes Recht, Personal und Qualifizierung, Schiffseffizienz, Unterwasserkommunikation sowie Yacht- und Bootsbau. Auf Initiative aus Mecklenburg-Vorpommern ist jetzt die Fachgruppe „Maritime Sicherheit“ entstanden. „Das Thema hat einen besonderen Stellenwert. Hier sind neue maritime Sicherheitskonzepte, verbesserte Standards, innovative Produkte und digitale Lösungen in allen Bereichen erforderlich. Das betrifft den Schiffbau, die Zulieferindustrie, Reeder und die Häfen. Nur im Austausch der einzelnen Akteure können neue Technologien und Produkte entwickelt sowie Risiken vermindert werden“, sagte Rudolph.

Fachkräfteoffensive für den Schiffbaustandort Mecklenburg-Vorpommern

„Wir wollen die kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ermutigen und unterstützen, durch die Entwicklung marktfähiger Produkte ihre Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz zu erhalten und weiter auszubauen. Dafür braucht es engagierte Fachkräfte, die sich stetig über Qualifizierungen neues technisches Wissen aneignen. Das bringt die Unternehmen voran“, sagte Rudolph. Das Wirtschaftsministerium hat eine Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen (Qualifizierungsrichtlinie) aufgelegt. Wenn Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt zusätzlich kleine und mittlere Betriebe des verarbeitenden Gewerbes bei der Einstellung von Hochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss. Damit sollen Unternehmen bei ihrem Fachkräftebedarf im ingenieurtechnischen und im IT-Bereich unterstützt werden. Bei der geförderten Personalstelle muss es sich um ein unbefristetes und zusätzliches – zum bisher schon vorhandenen Personal mit technischem Hochschulabschluss – Beschäftigungsverhältnis handeln, das tarifgleich vergütet wird. Die Lohnkostenförderung für den neuen Mitarbeiter kann nur erfolgen, wenn es sich um eine Ersteinstellung oder um eine Einstellung nicht später als drei Jahre nach Hochschulabschluss handelt. Die Förderungshöchstdauer beträgt 24 Monate. Die Höhe des Zuschusses beträgt 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben und wird in den ersten 12 Monaten auf maximal 30.000 Euro und in den folgenden 12 Monaten auf maximal 15.000 Euro je geschaffenem Arbeitsplatz begrenzt. Die Förderung erfolgt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Informationen zur maritimen Industrie und zum Schiffbau in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigte, die einen jährlichen Umsatz in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Zum Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen – den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock – sind gegenwärtig rund 2.400 Mitarbeiter und rund 270 Auszubildende beschäftigt. Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Weg frei für erste Geriatrie-Professur in MV

Konzept von Kreiskrankenhaus Wolgast und Unimedizin Greifswald wurde vom BMBF positiv bewertet

Neue Angebote in Forschung, Lehre und auch in der Versorgung können entwickelt werden

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Hauptgebäude der Universität Greifswald am Rubenowplatz, Foto: gemeinfrei

Ein großer Erfolg für das Kreiskrankenhaus Wolgast und die Universitätsmedizin Greifswald: Die Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie an der Unimedizin kann ausgeschrieben werden. Die Betten des Lehrstuhls werden am Kreiskrankenhaus Wolgast angesiedelt sein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der Fördermaßnahme „Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie“ eine Projektkonzeption der Unimedizin Greifswald als positiv bewertet und den Weg für einen neuen Lehrstuhl für Altersmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald und den ersten dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern geebnet. „Das ist ein großer Erfolg für die Universitätsmedizin Greifswald und das Kreiskrankenhaus Wolgast. Damit können neue Angebote in Forschung, Lehre und auch in der Versorgung entwickelt werden. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen. Mit dem neuen Lehrstuhl wird ein Beitrag hierfür geleistet“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe. Dazu sagte die Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses, Marie le Claire: „Unser anspruchsvolles Konzept ist sehr gut aufgenommen worden. Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt, weil wir auf hohem Niveau in die Forschung einsteigen und die Lehre intensivieren können. Die stationären Betten am Kreiskrankenhaus erhalten damit einen universitären Status. Dies kommt direkt den Patienten in Wolgast vor Ort zugute.“ Der aufwändige Projektantrag wurde von der Leitenden Chefärztin am Kreiskrankenhaus Wolgast, Professorin Elisabeth Steinhagen-Thiessen, in enger Zusammenarbeit mit dem Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Professor Hans J. Grabe, erarbeitet. Das Konzept sieht die Etablierung einer Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie vor sowie den Aufbau einer Forschungsgruppe. „Die positive Bewertung ist ein Meilenstein für die Altersmedizin in Wolgast und ganz Mecklenburg-Vorpommern“, betonte die erfahrene Geriaterin und Wissenschaftlerin Steinhagen-Thiessen. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Stärkung der multiprofessionellen Versorgung von älteren Patienten ebenso wie die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses und die Forschung ein dringendes Gebot unserer Zeit und der Zukunft.“ Die Unimedizin Greifswald wird die Professur im zweiten Verfahrensschritt nun ausschreiben. Der künftigen Professorin bzw. dem künftigen Professor obliegt es dann, ein Arbeitsprogramm für die maximal sechsjährige Förderung der Forschungsgruppe durch das BMBF zu erstellen. „Ziel ist es, spätestens in zwei Jahren mit dem neuen Lehrstuhl und der Forschungsgruppe arbeitsfähig zu sein“, sagte Prof. Dr. Max P. Baur, Dekan und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswald.

Land M-V unterstützt Theaterwochen für Schülerinnen und Schüler

Wer einmal Theaterluft schnuppert, wird wieder ins Theater kommen

Theater, Foto: Shutterstock

Theater, Foto: Shutterstock

Die landesweiten Theaterwochen stoßen bei Schulen auf großes Interesse. Unter dem Motto „Theater in Sicht“ laden Landesbühnen, Stadt- und Staatstheater in Mecklenburg-Vorpommern Schülerinnen und Schüler vom 20. Februar bis 2. März 2018 ein, Theatervorstellungen zu besuchen. Die Bühnen bieten ein Programm, das sich speziell an Kinder und Jugendliche richtet. Aber auch Inszenierungen des Abendspielplans sind in der Schulzeit zu erleben. Karten für Vorstellungen sind noch erhältlich. „Theater in Sicht“ findet bereits zum zweiten Mal statt. Das Land unterstützt die Theaterwochen wie im Vorjahr mit 10.000 Euro. „Wie faszinierend, spannend und fesselnd die Darstellende Kunst sein kann, das lässt sich jetzt wieder entdecken“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Dabei zu sein, wenn das Licht ausgeht, der Vorhang fällt oder hinter die Kulissen zu schauen, das machen die landesweiten Theaterwochen für Schülerinnen und Schüler möglich. Ich bedanke mich bei allen, die Kindern und Jugendlichen aufzeigen, wie vielfältig unsere Theaterlandschaft ist und ihnen neben den vielen Aufführungen spannende theaterpädagogische Angebote bieten. Wer einmal Theaterluft schnuppert, wird wieder gerne ins Theater kommen“, zeigte sich Hesse überzeugt.

Das Theater Vorpommern spricht von einer sehr guten Resonanz auf die Angebote von „Theater in Sicht“. Neben Schulen aus Stralsund und Greifswald beteiligen sich Schulen aus Wolgast, Demmin, Ribnitz-Damgarten, Lubmin und von der Insel Rügen. Neben Gymnasien und Regionalen Schulen wollen auch Förderschulen, Grundschulen und Kitas die Vorstellungen besuchen. Auf mehr Besucherinnen und Besucher hofft das Theater Vorpommern bei Ibsens Schauspiel „Ein Volksfeind“, dessen Handlung in ein Seebad an der Ostsee verlegt wurde. Auch die Theater- und Orchestergesellschaft Neubrandenburg/Neustrelitz ist nach eigenen Angaben mit der Resonanz von Grundschulen, Gymnasien, Regionalen Schulen, beruflichen Schulen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zufrieden. Karten für das Tanztheater „Der kleine Muck“, für „Die Wannseekonferenz“ und für die Klassenzimmeroper „Ritter Odilo und der strenge Herr Winter“ sind noch erhältlich. Die Inszenierung ist mobil und kann auch in Schulen gespielt werden. Am Mecklenburgischen Staatstheater gibt es ebenfalls für die meisten Angebote noch Karten. Der Klassiker „Die Nibelungen“ lockt Schülerinnen und Schüler ins Große Haus. Die rasante Schauspielkomödie „Amphitryon“, die beliebte Inszenierung „Faust – ein Solo“ des Jungen Staatstheaters Parchim sowie der Kriminalroman „Das Versprechen“ nach Dürrenmatt stehen im Schweriner E-Werk auf dem Programm. Am Standort Parchim spielt das Junge Staatstheater für Kinder ab 4 Jahren „Die faulste Katze der Welt“ Am Volkstheater Rostock sind vor allem für die Angebote, die sich an Grundschulkinder richten, noch Karten erhältlich. Buchungen liegen bereits von Horteinrichtungen, Grundschulen, weiterführenden Schulen, Wohngruppen und auch Kitas vor. Das Volkstheater beendet „Theater in Sicht“ mit der Premiere des erfolgreichen Musical-Klassikers „FAME“. Bei der Inszenierung stehen Künstlerinnen und Künstler gemeinsam mit zahlreichen jungen Talenten aus Rostock auf der Bühne. Hierfür gibt es nur noch wenige Karten für Schulgruppen.

F. C. Hansa Rostock – FC Rot-Weiß Erfurt 3:1

Die gesamte Fotogalerie mit 81 Bildern hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/ 

F. C. Hansa Rostock –  Janis Blaswich – Vladimir Rankovic, Julian Riedel, Oliver Hüsing, Fabian Holthaus – Brian Henning, Amaury Bischoff (75. Stefan Wannenwetsch), Lukas Scherff (60. Christopher Quiring), Marcel Hilßner – Soufian Benyamina, Pascal Breier (88. Selcuk Alibaz).

FC Rot-Weiß Erfurt – Philipp Klewin – Florian Neuhold, Jens Möckel, Wilfried Sarr (69. Lion Lauberbach), Luka Marino Odak – Theodor Bergmann, Daniel Brückner (55. Ahmed Waseem Razeek), Bastian Kurz (55. Morten Rüdiger), Merveille Biankadi – Elias Paul Huth, Carsten Kammlott.

Tore – 1:0 Soufian Benyamina (28.), 1:1 Ahmed Waseem Razeek (62.), 2:1 Pascal Breier (71.), 3:1 Pascal Breier (83.).

Schiedsrichter – Thorben Siewer (Olpe), Fabian Maibaum, Jörn Schäfer.

Zuschauer – 11.700

Europas Zukunft in Schülerhand

Der Verein [Rostock denkt 365°] e.V. leitet das 2. Rostocker Schülerparlament vom 20. – 22. Februar 2017 in Rostock zum Vorausscheid für das Sommerfinale in Toulouse

Schule, Foto/Quelle: shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

25.1.2018 – Selbstfahrende Autos, Transportdrohnen, Flüge durchs All und eine digitale Welt voller Vernetzungen – was nach Science-Fiction klingt, ist in naher Zukunft real. Neben wichtigem technischen Fortschritt, dem notwendigen Ausbau der Infrastruktur und einem Umdenken in der Bevölkerung gibt es weitere Punkte, die die Mobilität in der Zukunft beeinflussen können. Wer kann besser über die Zukunft entscheiden, als die Zukunft selbst? Der Wissenschaftsverein [Rostock denkt 365°] e.V. ermöglicht es. Im Rahmen des europäischen Schülerparlamentes haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, über diese Zukunftsaussichten zu diskutieren. Wo soll sie hingehen die Entwicklung der globalen Verbindungen und was kostet das Europa an Umwelt und Steuermitteln? Über diese und weitere Fragen wird im Zuge des europäischen Schülerparlamentes, das, im Jahr des Doppeljubiläums der Hansestadt und der Universität Rostock, bereits zum zweiten Mal in Rostock stattfindet, debattiert. Schüler aus den Klassenstufen 11 und 12 aus der Hansestadt und der Region Rostock haben die Möglichkeit, über die Zukunft der Mobilität zu beraten, sich mit Experten zu unterhalten und mit gleichaltrigen die europäische Zukunft mit zu bestimmen. Denn, die Rostocker Schüler sind nicht alleine. In insgesamt elf weiteren europäischen Städten diskutieren Schüler mit Experten, entwickeln Thesen und politische Forderungen. Die einzelnen „Regionalparlamente“ bringen sechs Vertreter zum gemeinsamen Abschlussparlament im Juni nach Toulouse. Das Ergebnis dieser Debatte wird danach dem Europäischen Parlament überreicht. Interesse an Europa, Demokratie und Zukunftsfragen? Dann sollten sich Schüler umgehend noch bis 12. Februar im Büro des Vereins per Mail anmelden. (denken@rostock365.de)

Weitere Informationen: https://www.rostock365.de/EUSP2018