Archiv für 24. November 2017

Deutscher Tourismuspreis 2017 geht nach Mecklenburg-Vorpommern

Dock Inn Hostel in Warnemünde erhält Auszeichnung für innovatives Gesamtkonzept

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Dock Inn Hostel Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

24.11.2017 – Innovativ und erfolgreich: Die Dock Inn GmbH ist mit dem im April 2017 eröffneten Dock Inn Hostel im Seebad Warnemünde mit dem Deutschen Tourismuspreis 2017 ausgezeichnet worden. Das verkündete der Deutsche Tourismusverband, der die Auszeichnung für kreative Produkte und Projekte im Deutschlandtourismus am Abend des 23. November im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Mannheim zum 13. Mal verlieh. Dabei setzte sich das Dock Inn gegen insgesamt 62 Bewerber durch. Die Jury aus 19 Tourismusexperten und Medienvertretern überzeugte das Gesamtkonzept der ungewöhnlichen Unterkunft, bestehend aus lässigem Design, abwechslungsreichem Unterhaltungsangebot, professioneller Vermarktung und einer zum Standort passenden Architektur. Dazu Wolfgang Waldmüller, Vorsitzender des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Mit der Auszeichnung setzt Mecklenburg-Vorpommern zum wiederholten Mal ein Zeichen seiner innovativen Leistungsfähigkeit. Das Konzept, das neue Zielgruppen anspricht, geht auf und trifft genau den Geschmack der Gäste. Das Dock Inn ist damit ein Vorreiter für den Wandel in der dynamischen Tourismusbranche.“ Das Dock Inn ist das erste Hostel in Deutschland, das aus Überseecontainern gebaut wurde und bietet Gästen damit einen Schlafplatz der besonderen Art. 42 Doppelzimmer, zwei Suiten sowie 20 Vier- beziehungsweise Achtbettzimmer – alle mit Hafenblick – gehören neben einem Kino, einer Sauna, einer Boulderhalle, einer Kombüse oder einem Zocker-Raum zur Ausstattung. Bereits in den vergangenen Jahren gehörten Projekte des Landestourismusverbandes sowie touristische Aktivitäten aus Mecklenburg-Vorpommern, wie das vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Verein Landurlaub umgesetzte Projekt Landart sowie das Projekt „Seetel sucht Deutschlands Super-Azubis“ der Seetel-Hotelgruppe auf Usedom, die „Waldaktie“, „Einsatzort Wanderweg – mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers durch MV“ oder die Gute-Nacht-Geschichten für Kinder, zu den Nominierten beziehungsweise Platzierten bei der Tourismusauszeichnung. Im Jahr 2011 gewann das vom TMV und der TV-MV GmbH & Co. KG umgesetzte Bewegtbild-Projekt „mv-tourist.tv“ den Deutschen Tourismuspreis. Weitere Informationen: www.deutschertourismuspreis.de

Schweriner Technologieunternehmen entwickelt innovativen Allergietest

Neues Verfahren soll helfen, Symptome der Betroffenen zu lindern

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Labor, Foto: DST GmbH

24.11.2017 – Das Schweriner Unternehmen DST Diagnostische Systeme & Technologien GmbH forscht derzeit an einem innovativen Testverfahren zur Allergie-Diagnostik. „Viele Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer Allergie. Die Symptome können unterschiedlich auftreten, so dass eine Zuordnung zum Auslöser oftmals schwer ist. Mit der Entwicklung eines neuen Tests hilft die DST Diagnostische Systeme & Technologien GmbH den Betroffenen, gemeinsam mit einer ärztlichen Begleitung schneller zu einer Linderung der Allergie zu kommen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Forschung zu Allergie-Schnelltests und erweiterten Laboruntersuchungen

In der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA 2014) des Robert-Koch-Instituts gaben 28,1 Prozent der Erwachsenen an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate von einer allergischen Erkrankung betroffen gewesen zu sein (ausgenommen Asthma). Dabei waren Frauen (31,6 Prozent) häufiger betroffen als Männer (24,5 Prozent) und jüngere Erwachsene häufiger als ältere. Bisher decken marktübliche Tests nur eine begrenzte Anzahl von etwa 25 Allergenen ab. Nach dem neuen Ansatz sollen nach Angaben des Schweriner Unternehmens zukünftig bis zu 100 Allergene gleichzeitig getestet werden. Das erhöht die Bandbreite und trägt dazu bei, dass verschiedene Unterproteine eines Allergens untersucht werden können. Am Standort in Schwerin forscht die DST GmbH unter anderem an mehreren Produkten für Schnelltests und Laboruntersuchungen, die die Streuung heutiger Messergebnisse deutlich reduzieren sollen. Der derzeit in der Entwicklung befindliche Ansatz berücksichtigt die Gesamtproteingehalte des allergieauslösenden Organismus sowie einzelne Proteinkomponenten. Ebenfalls in der Entwicklung befindet sich ein Schnelltest für Hasel- und Erdnussallergien. Bereits mit wenigen Tropfen Kapillarblut soll dann direkt in der Arztpraxis bestimmt werden, auf welchen Allergenen beziehungsweise Allergenkomponenten die Unverträglichkeit beruht. Damit wäre eine differenziertere Diagnostik als bisher möglich, die gleichzeitig eine Einschätzung der Schwere der möglichen Allergie zulässt. Beide derzeit in der Entwicklung befindlichen Produkte sollen bis 2019 zur Marktreife gebracht werden. „Um Allergieursachen herauszufinden, sind oftmals umfangreiche Gespräche und Untersuchungen notwendig. Je besser die Auslöser spezifiziert werden können, umso schneller können die entsprechenden Gegenmaßnahmen eingeleitet werden“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 541.880 Euro. Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf mehr als 1,1 Millionen Euro. Für die EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Weitere Informationen

Die DST GmbH ist ein privat geführtes Unternehmen mit Sitz in Schwerin. Durch das internationale Netzwerk von autorisierten Vertriebspartnern ist das Produkt- und Dienstleistungsportfolio in vielen Teilen der Welt erhältlich. Insgesamt produziert die DST GmbH nach eigenen Angaben mehr als 600 qualitativ hochwertige Allergene und Allergenextrakte (Inhalations-, Lebensmittel-, Umwelt- und Haupt- bzw. rekombinante Allergene). Das Forschungs- und Entwicklungsteam ist dabei auf die Entwicklung von innovativen Immundiagnostika verschiedenster Anforderungen spezialisiert. www.dst-diagnostic.com

Fachforum zur nachhaltigen Energienutzung in Gebäuden

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IKEA Rostock, Foto: Joachim Kloock

24.11.2017 – In einem Fachforum zur nachhaltigen Energienutzung in Gebäuden stellt die Klimaschutzleitstelle der Hansestadt Rostock heute Praxisbeispiele vor. Die IKEA-Geschäftsführung der Niederlassung Rostock präsentiert das IKEA-Nachhaltigkeitskonzept „People & Planet Positiv“ des Gesamtunternehmens. Damit wurde beispielsweise eine Energieeinsparung von 40 Prozent in der Niederlassung Rostock ermöglicht. Einblicke in die integrierten Planungsprozesse von Energieeffizienzgebäuden gibt das Rostocker Architekturbüro „matrix architekten“. Zum Thema „Solarstrom von Rostocker Dächern“ wird die Kooperation  zwischen den Stadtwerken Rostock und dem Kunst- und Medienzentrum der Hansestadt Rostock „Frieda23“ vorgestellt. Dass kommunaler Geschosswohnungsbau energetisch hocheffizient sein kann und dabei noch für alle Mieterinnen und Mieter bezahlbar ist, wird die Geschäftsführung der kommunalen Wohnungsgesellschaft ABG FRANKFURT HOLDING GmbH an Hand von Passivhausprojekten der letzten 15 Jahre vorstellen. Das erste Plus-Energie-Wohngebäude der ABG FRANKFURT mit 73 Wohneinheiten wurde 2015 fertiggestellt und bezogen. Die Energiebilanz und auch die Reaktionen der Mieterinnen und Mieter sind positiv.

In Deutschland werden 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Beleuchtung verbraucht. Durch nachhaltiges Bauen, fachgerechte Sanierung und moderne Gebäudetechnik können teilweise bis zu 80 Prozent des Energiebedarfs von Gebäuden eingespart werden. Energieeffizienz in Gebäuden ist damit, über den Klimaschutz hinaus, ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor bei den Themen „Betriebskosten“ und  „Bezahlbares Wohnen“.

Vom Auto zur nachhaltigen Stadtmobilität – Startschuss für neues EU-Projekt Cities.multimodal

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

23.11.2017 – Umweltfreundlicher Stadtmobilität widmet sich das im EU-Interreg-Ostseeraum-Programm angesiedelte EU-Projekt „cities.multimodal“, das heute im Rostocker Rathaus vorgestellt wurde.  Das Vorhaben soll den Menschen im Ostseeraum nachhaltige Mobilität direkter zugänglich machen. Zu Fuß Gehen, Radfahren, öffentlicher Nahverkehr und Carsharing sollen aufeinander abgestimmt werden, um attraktive und umweltfreundliche Alternativen zum Autoverkehr anzubieten. So widmet sich das Projekt unter anderem einem geänderten Mobilitätsverhalten. Die Hansestadt Rostock plant beispielsweise Mobilitätsstationen, um Carsharing, Bikesharing und öffentlichen Nahverkehr stärker zu verknüpfen. „Dies bietet Alternativen zum eigenen Auto insbesondere in verdichteten Stadtgebieten wie der Kröpeliner-Tor-Vorstadt“, unterstreicht Rostocks Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus. Smartphone-Apps sollen den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel unterstützen und individuelle Reiseplanungen offerieren. Auch Schulen, Kindergärten, Unternehmen und Investoren werden von dem EU-Projekt profitieren. So soll gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) die umweltfreundliche Mobilität am Beispiel einer Rostocker Schule gefördert werden. Auch bei der städtebaulichen Planung wird die Hansestadt Rostock Ideen einfließen lassen, um den Stadtverkehr klimafreundlicher zu gestalten. Denkbar wäre dies beispielweise am Werftdreieck und am Groten Pohl. Das 3,8-Millionen-Euro-EU-Vorhaben unter Leitung der Hansestadt Rostock wird mit 2,85 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. In dem internationalen Team arbeiten 17 Projektpartner aus acht Ostsee-Anrainerstaaten und Russland zusammen. Ein Handbuch wird für die Projektideen auch in den Städten außerhalb des Projektkonsortiums werben. An der Rostocker Beratung hatten über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Ostseeraum teilgenommen.

„Kreatop!a“ – Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft in Rostock

Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein Bestandteil der heimischen Wirtschaft

Holzkunst "Uhu", Foto: Martina Wichor

Holzkunst „Uhu“, Foto: Martina Wichor

23.11.2017 – „Kreatop!a – Hoch hinaus und tief verwurzelt“ – unter diesem Motto stand am Donnerstag die Branchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist ein impulsgebender Bestandteil der heimischen Wirtschaft. Die Branche schafft Arbeitsplätze und Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Mir ist es wichtig, dass dieser Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern noch besser bekannt wird und seine Potentiale stärker erschlossen werden. Die Branchenkonferenz ist dabei ein wichtiges Element“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Mehr Vernetzung der Kultur- und Kreativwirtschaft mit weiteren Wirtschaftsbranchen nötig

Auf Einladung des Landesnetzwerkes „Kreative MV“, des Wirtschaftsministeriums und der Industrie- und Handelskammer zu Rostock tagten in Rostock rund 90 Vertreter der Kreativwirtschaft, weiterer Branchen, Politik und Verwaltung. Kreativschaffende stellten aktuelle Projekte vor, in Workshops wurden zu interaktivem und branchenübergreifenden Innovationstransfer diskutiert und Möglichkeiten der Vernetzung besprochen. „Entscheidend für die Branche ist, Ideen zu marktfähigen Produkten zu entwickeln, um mehr Wertschöpfung zu erreichen. Dafür ist ein enges Zusammenarbeiten mit anderen Wirtschaftsbranchen nötig. Beide Seiten können davon profitieren – Unternehmen erhalten einen neuen, kreativen Blick auf Konzepte, Geschäftsmodelle sowie Strategien und die Kreativschaffenden erweitern ihr Spektrum eines möglichen Absatzmarktes“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Entwicklung und Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem durch Instrumente der Wirtschaftsförderung, beispielsweise das Mentoring-Programm, Gründerstipendien, die Unterstützung von Beratungsleistungen sowie Technologieförderung und Investitionsförderung. Darüber hinaus hatte das Wirtschaftsministerium einen „Ideenwettbewerb für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ ausgeschrieben. Gesucht wurden zukunftsweisende Projektideen. Mit Hilfe des Wettbewerbs sollen Wachstums-, Innovations- und Beschäftigungspotentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft erschlossen, vermarktet und weiter entwickelt werden. Im Fokus stehen vor allem branchenübergreifende Konzepte, um die wirtschaftlichen Marktchancen von Unternehmen zu stärken. Die Branchenkonferenz ist vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 12.500 Euro aus Landesmitteln unterstützt worden. „Die Instrumente der Wirtschaftsförderung stehen allen Unternehmen offen. Diese Leistungen können und sollten auch von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch genommen werden“, sagte Glawe.

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG: In|du|strie Gemeinsam. Zukunft. Leben.

Startschuss in MV für die nachhaltige Stärkung der Industrie

Seehafen, Foto: Joachim Kloock

Seehafen, Foto: Joachim Kloock

Mit dem Industrie-Kongress am 22. November 2017 geben die IHKs NeubrandenburgRostock und Schweringemeinsam mit der Vereinigung der Unternehmensverbände den Startschuss für die nachhaltige Stärkung der Industrie. „Wir brauchen ein längst überfälliges Signal, um Industrieunternehmen am Standort Mecklenburg-Vorpommern Perspektiven zu geben“, so Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der federführenden IHK zu Schwerin für das Sachgebiet Industrie. Die Voraussetzungen von MV als Industriestandort, auch über die Region hinaus wahrgenommen zu werden, sind im europaweiten Vergleich ideal. MV hat herausragende Standortvorteile und ist dank seiner geografischen Lage und der Küste ein prädestinierter Industriestandort. „Das Potential der Industriebranche, die Qualität der Produkte, das Know-how der heimischen Arbeitnehmer, aber auch die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Land müssen wir noch bekannter machen. Die Unternehmer sind gute Arbeitgeber und auch erfolgreiche Ausbilder. Es nützt nichts, wenn wir im stillen Kämmerlein schlummern. Unsere innovative und leistungsstarke Industrie hat hervorragende Produkte auf dem Markt. Entscheidend ist, dass wir das auch stärker anderen mitteilen. Das ´Für-Sich-Werben` muss und darf allerdings nicht am Ortsausgangsschild enden. Es ist ein guter Ansatz, wenn die Industrie- und Handelskammern in MV mit ihrer Kampagne auf die Unternehmen noch stärker zugehen“, sagte Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) im Schweriner Schloss. „Mecklenburg-Vorpommern ist mehr als Tourismus für zwei Wochen im Jahr. Wir sind ein Land zum Leben und zwar für 52 Wochen im Jahr: Wir sind zugleich ein Land zum Arbeiten und haben attraktive Standorte für bereits ansässige Industrieunternehmen oder neue Investoren. Die hohe Leistungsfähigkeit unserer Industrie ist bundesweit und bei den europäischen Nachbarn zu wenig bekannt“, so Eisenach weiter.

Um das Erreichte zu erhalten und zukunftsorientiert auszubauen, bedarf es weiterer Anstrengungen und einer breiten Akzeptanz der Industrie in der Politik, auf den Landes-, Kreis- und Gemeindeebenen und vor allem in der Bevölkerung. Hier können wissensbasierte, neue Arbeitsplätze entstehen, auf die unser Land so dringend angewiesen ist. „Wir wollen mit diesem Industrie-Kongress den Startschuss geben für eine höhere Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Industrie: MV ist Urlaubsland Nr. 1 und wir können auch Industrie! Ein tolles Land zum Leben, zum Arbeiten und zum Investieren“, so das Ziel der IHKs und der VUMV in MV. Alle drei Punkte ergänzen sich gut. Die heimische Industrie wurde in den letzten 25 Jahren neu aufgebaut und sie entspricht den modernsten Standards. Zahlreiche Neuansiedlungen, auch international namhafter Unternehmen, unterstreichen die Attraktivität des Industriestandortes Mecklenburg-Vorpommern. „Die weitere industrielle Entwicklung ist kein Selbstläufer. Der weitere Ausbau bedarf einer nachhaltigen Stärkung der Industrie und einer höheren Aufmerksamkeit. Mit entsprechenden Aktionen und der aktiven Begleitung von Industrieunternehmen wollen wir gemeinsam auch mit der VUV die Aufmerksamkeit auf die Industrie richten und deren Bedeutung für MV hervorheben und stärken“, so Siegbert Eisenach abschließend. Die Umsetzung in den Regionen obliegt den jeweiligen IHKs.

Thomas Lambusch, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) und Partner der IHKs in M-V des Industrie-Kongresses in der Hansestadt Wismar:„Wir sind der festen Überzeugung: Unser Land kann und muss mehr Industrie wagen! Heben wir gemeinsam – Politik, Kammern und Unternehmen – hervor, welch hervorragende Industriebranchen bereits in Mecklenburg-Vorpommern produzieren. Sie bilden, neben der großen Zahl der klein- und mittelständischen Betriebe im Handwerk, das Rückgrat unserer Wirtschaft. Dieses gilt es zu stärken und weiterzuentwickeln. Nur, wenn es uns gemeinsam gelingt, die Qualitäten des Industriestandortes Mecklenburg-Vorpommern sichtbarer zu machen, wird M-V auch für Neuansiedlungen noch attraktiver. Mehr zukunftsfeste Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung und auskömmlichen Löhnen erreichen wir insbesondere dann, wenn wir mehr Industrie wagen.“ Im Rahmen der Akzeptanzoffensive wollen Unternehmen ihre Werktore für Nachbarn, für Studenten und Absolventen öffnen. Ein gutes Image vom Urlaubs- und Industrieland MV ist ein Weg zur langfristigen Gewinnung von Fachkräften und auch für weitere Ansiedlungen sowie Erweiterungen in Mecklenburg-Vorpommern.

12 Kilometer langer Radweg von Sassnitz zum Königsstuhl wird gebaut

Wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen entsteht – Region als Ganzes weiter voranbringen

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Nationalpark Jasmund, Foto: http://www.koenigsstuhl.com

Auf der Insel Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll ein Radweg von Sassnitz bis zum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund gebaut werden. „Mit dem geplanten Vorhaben wird eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag, um den Tourismus auf der Insel weiter zu beleben. Es wird ein wichtiges zusätzliches Angebot für Einheimische und Gäste auf Rügen geschaffen. So können wir die Region als Ganzes weiter voranbringen und stärken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Weg führt durch den Nationalpark Jasmund

Die geplante Radwegtrasse soll vom nördlichen Rand der Ortslage Sassnitz zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl durch den Nationalpark Jasmund verlaufen. Der Weg wird entlang vorhandener Forstwegtrassen durch die nördlich von Sassnitz befindlichen Waldareale führen. Die Gesamtlänge des Radweges beträgt rund 12 Kilometer, die Radwegbreite überwiegend 2,50 Meter. Darüber hinaus sollen Rastmöglichkeiten entstehen. Der Radwegeausbau erfolgt mit einer hydraulisch gebundenen Tragdeckschicht (HGTD). „Hierbei handelt es sich um eine kostengünstige Ausbauform für ländliche Wege, die ökologischen Forderungen weitgehend entsprechen, gleichzeitig aber die Vorteile vollflächiger, gebundener Befestigungen beibehalten“, so Glawe weiter.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für den Radweg betragen rund 3,03 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Höhe von rund 2,73 Millionen Euro.

Neun Radfernwege sowie 21 Rundrouten in M-V

In Mecklenburg-Vorpommern stehen neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.