Archiv für 7. November 2017

Marine spendete 1.800 Euro für die Seebären

Vor fünf Jahren hat die Marine die Patenschaft über die Seebären übernommen

7.11.2017 – Heute war es wieder soweit, der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, hat den Rostocker Seebären einen Besuch abgestattet und dem Zoo einen Spendenscheck überbracht. Vor fünf Jahren übernahm das Marinekommando die Patenschaft für die südafrikanischen Seebären. Jedes Jahr sammeln die Marinesoldaten und die Zivilangestellten auf ihrem Sommerfest im Zoo für ihre Patentiere. Zoodirektor Udo Nagel freute sich über das kleine Jubiläum sowie einen Spendenscheck in Höhe von 1.800 Euro und bedankte sich für die langjährige Unterstützung. „Wir freuen uns jedes Jahr auf diesen Termin, weil wir sehr dankbar für den guten direkten Draht zwischen Marine und Zoo oder auch von ‚Seebären in Uniform‘ zu unseren Seebären sind. Gerade durch unsere besonders treuen Paten können wir viele zusätzliche Projekte für die Tiere und Besucher im Zoo umsetzen“, so Nagel. Bereits seit 1985 gibt es Seebären im Rostocker Zoo. Seebären gehören wie die Seehunde zu den Robben. Die südafrikanischen Seebären sind an der West- und Südküste der Republik Südafrika beheimatet. Die Männchen können ein Gewicht von 350 kg und 2,50 m Länge erreichen, während die Weibchen nur 1,80 m groß werden. Im Moment besteht die Gruppe aus dem Seebärenbullen Pepe (5) sowie den weiblichen Tieren Angra (26), Daisy (20), Egoli (19) und Wendy (4).

Fotos: Kamen nicht mit leeren Händen: Stabsbootsmann Jens Gunstheim (v.li.), Fregattenkapitän Marc Gieseler und der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, versorgten ihre Schützlinge mit lecker Fisch, hier mit Tierpfleger Lars Purbst (re.). Vizeadmiral Andreas Krause (re.) übergab Zoodirektor Udo Nagel einen Spendenscheck vom Sommerfest der Marine. Fotograf: Joachim Kloock

Vorverkauf für Eldenaer Jazz Evenings 2018 hat begonnen – zwei Bands stehen schon fest

Eldenaer Jazz Evenings 2015

Eldenaer Jazz Evenings, Foto: Presse HGW

7.11.2017 – Rechtzeitig für den Nikolausstiefel oder als Geschenk unterm Weihnachtsbaum hat der Vorverkauf für die Eldenaer Jazz Evenings 2018 begonnen. Diese werden im kommenden Jahr am 6. und 7. Juli 2018 in der Klosterruine Eldena in Greifswald ausgerichtet. Die Besucher erwarten wie stets zwei Abende mit je drei Konzerten in besonderer Atmosphäre. Die ersten Künstler stehen schon fest: Die NDR-Bigband hat ihre Teilnahme bereits bestätigt, auch das Quintett „Never Complete“ aus dem Saarland wird erstmals bei dem Festival dabei sein. Die Combo war bei der Bundesbegegnung „Jugend jazzt 2017“ mit dem Auftrittspreis der Eldenaer Jazz Evenings ausgezeichnet worden. An welchem der beiden Konzerttage die beiden Bands auftreten und mit welchem Programm, wird Anfang 2018 bekannt gegeben. Das Gesamtprogramm steht bis zum Frühjahr fest.

Günstige Early-Bird-Tickets

Eintrittskarten zu besonders günstigen Konditionen können im Vorverkauf bei MV Ticket und den angeschlossenen Vorverkaufsstellen wie der Touristinformation am Markt in Greifswald, in Rostock, Waren/Müritz, Neubrandenburg, unter anderem gekauft werden. Über das MV-Ticket-Telefon unter 0381- 491 79 23 können von Montag bis Samstag von 9-18 Uhr ebenfalls Eintrittskarten bestellt werden. Der Festivalpass kostet 38 Euro (statt 45 Euro), Tageskarten können bis zur Bekanntgabe des weiteren Programms für 23 Euro (statt 30 Euro) und ermäßigt für 18,50 Euro (statt 22 Euro) erworben werden.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG – Wirtschafts- und Verkehrsminister der Küstenländer haben in Greifswald getagt

171106 Treffen der norddeutschen Wirtschafts- und Verkehrsminister in Greifswald

Treffen der norddeutschen Wirtschafts- und Verkehrsminister in Greifswald, Foto: Presse WM M-V

6.11.2017 – Am Montag hat in der Hansestadt Greifswald die Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsminister und Senatoren der norddeutschen Küstenländer stattgefunden. Vor Ort diskutierten die Senatoren und Minister Themen wie die Lage der Werftindustrie, die Zusammenarbeit im Bereich des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN), Ausweisung von Schutzgebieten, Ausschreibungen für Windenergie an Land sowie Anforderungen an die Luftreinhaltung. Darüber hinaus wurde von den Küstenministern eine Kooperationsvereinbarung zur verbesserten Zusammenarbeit im Bereich Luftverkehr unterzeichnet.

Lage der Werftindustrie im Norden

Ein Thema war die Lage der Werftindustrie im Norden. Im Fokus stand der Schiffbau. „Trotz einer schwierigen Marktlage im internationalen Schiffbau herrscht bei vielen deutschen Werften nahezu Aufbruchstimmung. Die Auftragsbücher sind vielerorts gefüllt. Es wird in erheblichem Maße investiert. Die maritime Industrie leistet einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung und zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im Norden“, betonte der Gastgeber der Konferenz, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. „Deutsche Werften behaupten sich weiterhin in volatilen Weltschiffbauzeiten. Die erfolgreiche Spezialisierung deutscher Werften auf Nischenmärkten sorgt derzeit für stabile Beschäftigung und sehr gute Auftragsbestände, die Konkurrenzbestrebungen in diesem lukrativen Marktsegment unter anderem aus dem asiatischen Raum werden jedoch immer realer“, sagte der Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie Justiz und Verfassung Martin Günthner. Die Minister haben die norddeutsche Zusammenarbeit im Rahmen des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) begrüßt. Über 290 Mitgliedern zählt das Netzwerk. Es bündelt die Kompetenzen der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Zentrale Aufgaben des MCN e.V. bestehen darin, auch über Ländergrenzen hinweg Kooperations- und Innovationsprojekte zu initiieren, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen maritimen Akteure zu stärken sowie deren regionale Kompetenzen auszubauen.

Ausweisung von Schutzgebieten

Die norddeutschen Länder stehen in der Verpflichtung, die nationale Sicherung der gemäß europäischem Recht an die Europäische Kommission gemeldeten Schutzgebiete umzusetzen. Vor diesem Hintergrund sind in Niedersachsen entsprechende Schutzgebiete in Anwendung der Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes auszuweisen, um den europarechtlichen Anforderungen zu Natura 2000 gerecht zu werden. In Planung sind unter anderem ein Schutzgebiet „Niedersächsischer Mündungstrichter Elbe“ und ein Schutzgebiet „Tideweser“. Seitens der Wirtschaft und seitens der Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsminister/-senatoren wird anstelle der bisher vorgesehenen Naturschutzgebiete der Gebietsstatus „Landschaftsschutzgebiet“ präferiert. Die bestehenden und künftigen wirtschaftlichen Nutzungen könnten besser berücksichtigt werden. Wirtschaftliche Interessen, insbesondere an Betrieb, Unterhaltung und Entwicklung der Häfen, der Schifffahrt und der angrenzenden Werftindustrie müssen mit den Anforderungen des Naturschutzes in Einklang gebracht werden. „Fest steht, dass Elbe und Weser als die wichtigsten seewärtigen Zufahrten zu den großen deutschen Häfen nicht in einen umfassenden Verbotskatalog einer Naturschutzgebietsverordnung einbezogen werden dürfen. Das würde künftige Hürden hinsichtlich Schiffbarkeit und Unterhaltungsmaßnahmen erzeugen, die nicht im Interesse der norddeutschen Länder insgesamt lägen. Die Einbeziehung relevanter Bereiche der Elbe und Weser in einen Naturschutz auf Basis der vorgelegten Entwürfe von Schutzgebietsverordnungen ist unverhältnismäßig. Vielmehr gilt es, die Schutzziele der angestrebten Gebietsausweisungen und die daraus folgenden Ge- und Verbote auf das europarechtlich notwendige Maß zu beschränken und zugleich einen adäquaten Ausgleich zwischen wirtschaftlichen Nutzungen und naturschutzfachlichen Zielen zu erreichen. „Dazu sollten alle Beteiligten im eigenen Interesse eine gemeinsame Verständigung erzielen“, betonte der Hamburger Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Frank Horch.

Luftfahrtverwaltungen der Zukunft – Hand in Hand in Norddeutschland

Die Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, die Freie und Hansestadt Hamburg und die Freie Hansestadt Bremen haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich Luftverkehrsverwaltung geschlossen. Kernpunkte beinhalten unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der Luftverkehrsverwaltung, gemeinsame Aus- und Fortbildungsveranstaltungen sowie die gegenseitige Unterstützung bei internen Auditverfahren der Luftfahrtbehörden und bei der Durchführung der Auditierung ihrer Flughäfen. „Es geht darum, zukünftige Aufgaben insbesondere auf Europäischer Ebene, gemeinsam besser und effizienter wahrnehmen zu können“, betonte der Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie Justiz und Verfassung Martin Günthner. „Es ist wichtig, auch über die Landesgrenzen hinaus zu kooperieren und Synergien zu nutzen. Mit der Vereinbarung wird ein wichtiger Schritt dafür getan“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, begrüßt, dass damit nun die Weichen gestellt sind für die Ausgestaltung und Vertiefung der Zusammenarbeit der norddeutschen Länder: „Dies ist ein einmaliger Vorgang in der Bundesrepublik Deutschland, der zeigt, dass durch die Bündelung von Kompetenzen und wechselseitige Unterstützung die künftigen Herausforderungen für die Luftverkehrsbehörden gemeinsam gemeistert werden können.“

Ausschreibung für Windenergie an Land

Für die Wirtschafts- und Verkehrsminister/-senatoren der norddeutschen Küstenländer ist von wesentlicher Bedeutung, dass das Ausschreibungssystem für Windenergieanlagen den im EEG vorgesehenen Ausbaupfad sowie der Erhalt der Akteursvielfalt gewährleistet wird. Minister und Senatoren sprechen sich daher dafür aus, dass künftig nur Projekte mit der erforderlichen immissionsschutzrechtlichen Genehmigung an den Ausschreibungen teilnehmen können. „Mit den Ergebnissen der ersten Ausschreibungsrunden für Windenergie an Land werden wesentliche Ziele des EEGs verfehlt. Damit sind nicht nur viele qualifizierte Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet, sondern auch der mühevoll erarbeitete internationale Innovationsvorsprung in diesem Sektor“, so Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies.

Chancen von „Überschuss-Strom“ nutzen

Die norddeutschen Länder haben die Bundesregierung erneut aufgefordert, bei der Energiewende das Thema „Überschussstrom“ in den Griff zu bekommen und dabei die industriepolitischen Chancen zu nutzen. „Bürger und Betriebe mit wachsenden dreistelligen Millionenbeträgen für Strom zahlen zu lassen, der gar nicht produziert wird, weil die Stromnetze ihn nicht aufnehmen können, ist ein Irrweg“, sagte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz. Der Strom müsse vielmehr in andere, „grüne“ Energieträger wie etwa Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe umgewandelt werden. Damit würde dann auch eine echte Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Industrie und Mobilität ermöglicht. Buchholz und seine Länder-Kollegen fordern darum vom Bund ein zeitlich befristetes und zielgerichtetes Markteinführungsprogramm für so genannte Power-to-X-Energieträger. „Damit leisten wir nicht nur einen großen Beitrag zur CO2-Reduzierung, sondern bringen unser Industrie weiter voran und bauen unseren Technologievorsprung weiter aus“, so Buchholz.

Anforderungen an die Luftreinhaltung erfüllen

Die norddeutschen Küstenländer sind der Überzeugung, dass es für eine flächendeckende Versorgung mit Landstromanlagen und deren Nutzung durch die Reedereien veränderter Rahmenbedingungen bedarf. Sie kommen daher überein, auf Bundesebene und europäischer Ebene gemeinsam auf entsprechende Weichenstellungen und Rahmenbedingungen hinzuwirken. „Die meisten deutschen Ballungszentren stehen vor der schwierigen Aufgabe, die Anforderungen an die Luftreinhaltung zu erfüllen. Zugleich müssen wir den wachsenden Mobilitätsansprüchen von Wirtschaft und einer wachsenden Bevölkerung gerecht werden. Die Seeschifffahrt ist eine Zukunftsbranche, dabei wird sie in den kommenden Jahren im wachsenden Maße steigende Anforderungen an Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz zu erfüllen haben. Eine alternative Stromversorgung von Schiffen ermöglicht die Abschaltung der schiffseigenen Generatoren während der Liegezeiten in Häfen. Schiffsbetreiber werden diese umweltfreundlichen Technologien jedoch nur nutzen, wenn die Kosten im Rahmen sind. Landstrom ist derzeit noch zu teuer. Darum setzen wir uns für eine Befreiung beziehungsweise Begrenzung der EEG-Umlage und eine Änderung der Rahmenbedingungen für Netzentgelte ein“, betonte der Hamburger Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation Frank Horch.

Konferenz der Küstenländer

Die Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsminister der norddeutschen Küstenländer hat das Ziel, die gemeinsamen Interessen zu Themen, wie beispielsweise maritime Wirtschaft, Verkehrsinfrastruktur und Energie gegenüber dem Bund und der EU zu vertreten. Es nehmen daran die Senatoren und Minister aus Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein am gemeinsamen Treffen teil.

20 Jahre SHIP-Studie – Umfassende medizinische Untersuchungen in Vorpommern

Studie hilft, den Versorgungsbedarf in der Bevölkerung festzustellen

Foto: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Universität Greifswald, Foto: Presse HGW

Jubiläum in Greifswald: Seit 20 Jahren untersuchen Wissenschaftler aus der Hansestadt in einem Großprojekt die Gesundheit der Vorpommern. Bei der SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania) werden Erwachsene aus Vorpommern regelmäßig medizinisch und zahnmedizinisch untersucht, um den Zusammenhang zwischen Risikofaktoren und Krankheiten besser zu verstehen. „Die Gesundheit eines Menschen wird nicht allein durch eine Erkrankung bestimmt, hier wirken viele Einflussfaktoren in einer sehr komplexen Art und Weise zusammen. Zu diesen Einflussfaktoren gehören soziale und berufliche Lebensumstände, gesundheitsbeeinträchtigende Verhaltensweisen sowie eine Vielfalt von psychischen und körperlichen Funktionsstörungen und Erkrankungen. Es gibt weltweit kaum Studien, die das Thema Gesundheit in seiner Komplexität untersuchen. Dies war einer der wesentlichen Hintergründe, die Gesundheitsstudie in Vorpommern ins Leben zu rufen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe vor Ort.

Den Versorgungsbedarf in der Bevölkerung besser feststellen

Die durch die Studie gewonnenen Daten sollen den Gesundheitszustand aufzeigen. „Sie können helfen, den künftigen medizinischen und zahnmedizinischen Versorgungsbedarf in der Bevölkerung noch besser festzustellen. Darüber hinaus dient die Langzeitstudie zur Bestimmung wichtiger Referenzwerte für Laboranalysen, körperliche Belastbarkeit und Organgrößen. Mit modernen bioinformatischen Verfahren werden aus den umfangreichen Informationen relevante Gesundheitsindikatoren gewonnen“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe weiter.

Untersuchungswellen von SHIP

Die erste Datenerhebung (SHIP-0) von 1997 bis 2001 an 4.308 Erwachsenen zeigte eine vergleichsweise große Risikofaktorenlast in der vorpommerschen Bevölkerung. Die nordostdeutsche Bevölkerung wies häufiger als andere Übergewicht, Diabetes mellitus und Bluthochdruck auf. Jüngere Erwachsene rauchten häufiger als anderswo. Die zweite Untersuchungswelle (SHIP-1) fand im Zeitraum von 2002 bis 2006 mit 3.300 Teilnehmern statt, die dritte Phase (SHIP-2) mit 2.333 bereits untersuchten Probanden (Folgeuntersuchungen). Davon unabhängig wurde zwischen 2008 und 2012 eine neue Gruppe von 4.420 Männern und Frauen untersucht (SHIP-Trend-0). Der Altersbereich lag wiederum zwischen 20 bis 79 Jahren. „Ein zentrales Ziel dieser Studie ist es, den Verlauf der bekannten Risikofaktoren zu überprüfen“, betonte Glawe. Von Februar 2014 bis März 2016 wurde die nächste SHIP-Runde durchgeführt (SHIP-3.) „Die Studienergebnisse haben viele grundlegende und komplexe medizinische Zusammenhänge aufgedeckt, so beispielsweise, dass Zahnfleischschwund das Herzinfarktrisiko erhöht, eine Leberverfettung das Diabetesrisiko fördert und eine Arterienverkalkung die Knotenbildung in der Schilddrüse anregt“, so Studienleiter Professor Henry Völzke vom Institut für Community Medicine (Universitätsmedizin Greifswald). Der Bekanntheitsgrad der Studie mit vielen wissenschaftlichen Publikationen ist enorm, was auch an zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationen liegt. So laufen unter anderem große Schwesternstudien in Brasilien mit 2.000 und in Polen mit bis zu 5.000 Teilnehmern.

Größte Forschungsabteilung der Universität

Die Abteilung SHIP/Klinisch-Epidemiologische Forschung am Institut für Community Medicine ist mittlerweile mit 130 Mitarbeitern die größte Forschungsabteilung der Universität Greifswald. Aus SHIP heraus haben sich weitere Schwerpunktprojekte für die Bevölkerungsforschung in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt. Dazu zählen beispielsweise GANI_MED („SHIP in der Klinik“ – Greifswald Approach to Individualized Medicine), die Präventionsforschung am Greifswalder Standort des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) e.V. sowie die bundesweite Gesundheitsstudie NAKO.