Archiv für 16. September 2017

Weltklasse-Technik für Rostocker Brandschützer

Drehleiterfahrzeug

Drehleiterfahrzeug für Rostocker Feuerwehr, Foto: Joachim Kloock

15.9.2017 – Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski hat heute ein neues Drehleiterfahrzeug zur Nutzung an die Rostocker Feuerwehr übergeben. „Mit diesem Fahrzeug erhalten unsere Brandschützer absolute Weltklasse-Technik, die den Schutz der Rostockerinnen und Rostocker im Notfall deutlich stärkt“, so der Senator während der feierlichen Übergabe am Kröpeliner Tor. „Mein Dank gilt allen, die die Anschaffung dieses Hightech-Fahrzeuges mit Fachwissen und Leidenschaft unterstützt und realisiert haben“, so Dr. Müller-von Wrycz Rekowski. Denn die neu in Dienst genommene Drehleiter ist kein Fahrzeug „aus dem Katalog“, sondern ist in dieser Ausstattung ein europaweit einmaliger Sonderbau, nach langer Planung gefertigt durch die Fa. Magirus GmbH. Das 300 PS starke Gefährt verfügt über eine 42-Meter-Drehleiter und über die neueste Technik der aktuellen Baureihe des renommierten Fahrzeugherstellers. Die umfangreiche Beladung fügt sich in bestehende Einsatzkonzepte der Feuerwehr Rostock ein und steigert den Einsatzwert. Die Magirus-Gelenkdrehleiter M42L-AS ist die derzeit höchste Gelenkleiter der Welt. Sie verbindet die Vorteile des 4,70 Meter langen Gelenks in bisher unerreichter Höhe mit der Zuverlässigkeit der Magirus-Drehleitern. Hierdurch ist es nun möglich, auch schwer zugängliche Anleiterziele zu erreichen. Die Drehleiter M42L-AS mit dem neuartigen Magirus-Einzelauszugsystem ermöglicht, dass zuerst das oberste Leiterteil ausgezogen wird – erst danach alle anderen Leiterteile. Die Einsatzhöhe beträgt 42 Meter, dabei fasst der Rettungskorb maximal vier Personen. Ein weiterer Vorzug dieser Drehleiter ist unter anderem die gesteigerte Wasserleistung von bis zu 2.500 Litern pro Minute durch eine neue Wasserdurchführung sowie kürzere Rüstzeiten am Einsatzort. Durch den veränderten Radstand mit zwangsgelenkter Nachlaufachse wurde die Wendigkeit des 11,4 Meter langen und etwa 18 Tonnen schweren Fahrzeuges zusätzlich verbessert. In Kombination mit der Leiterklasse ist dies in Europa bisher einmalig. Die Anschaffungskosten der Drehleiter belaufen sich auf 750.000 Euro, die aus dem Haushalt der Hansestadt Rostock bereitgestellt wurden. Das Neufahrzeug ersetzt die bisherige, 37 Meter hohe Drehleiter der Rostocker Feuerwehr aus dem Baujahr 1996. Diese ist technisch weitgehend verschlissen und wird künftig nur noch als Reserve vorgehalten.

Bildunterschrift: Schüsselübergabe durch v.l.: Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski an Steffen Kampa und Johann Edelmann von der Rostocker Berufsfeuerwehr.

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Gemeingefährdung durch Wildschweine in Rostocks Siedlungsgebiet gebannt

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Bache mit Frischlingen, Foto gemeinfrei.

15.9.2017 – Das Problem des Schwarzwilds im urbanen Bereich macht auch vor der Hansestadt Rostock nicht halt. Zwischenzeitlich mussten etwa 100.000 Euro für Schadensbeseitigung und Prävention von Seiten der Stadtverwaltung aufgebracht werden. Weitere Schäden, die an gewerblichen Betrieben, Kleingartenanlagen und privaten Grundstücken auftraten, sind in dieser Summe nicht erfasst und noch weit höher zu veranschlagen. Hier setzte das Gemeinschaftsprojekt zwischen Universität Rostock und der Hansestadt an. Seit Oktober 2012 wurden innerhalb dieses Vorhabens effektive Strategien gegen die von den Wildschweinen verursachten Schäden entwickelt und umgesetzt. Zuerst wurde das Raumnutzungsverhalten der Tiere in den Problembereichen mittels Fallenfang und anschließender Besenderung der Wildschweine untersucht und analysiert. Im gesamten Versuchszeitraum sind 85 Tiere gefangen und markiert worden; 44 davon wurden mit Sendern ausgestattet und waren teilweise lange überwachbar. Etwa 47.000 Datenpunkte konnten aufgenommen und analysiert werden. Diese Daten ermöglichen die Erstellung hochauflösender Raum-Zeit-Muster der Tiere. Im Einzelnen ging es darum, saisonale Unterschiede, Reaktion auf Bejagung und Störungen der Sauen zu analysieren. Darüber hinaus wurden potentielle Tageseinstände und Wechsel sowie bevorzugte Flächen in Bezug auf die Nahrungsaufnahme identifiziert, z.B. Fütterungen durch unbefugte Personen, Präferenzen zu bestimmten Grünpflanzen oder Eiweißlieferanten. Im Ergebnis wurden konkrete Bejagungsstrategien und Schutzmaßnahmen für gefährdete Bereiche abgeleitet. Mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit wurde in den betroffenen Stadtbereichen eine hohe Akzeptanz gegenüber den realisierten Maßnahmen erreicht. Der Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus zeigt sich sehr zufrieden: „Das Beispiel Rostock verdeutlicht die Möglichkeit, durch effektive Bejagung in Kombination mit anderen Maßnahmen die Schwarzwild-Population deutlich zu reduzieren und damit erhebliche Gefährdungen von Menschen zu beseitigen! Beispielgebend für dieses  erfolgreiche Konzept sind die Rostocker Ortsteile Markgrafenheide und Hohe Düne, die seit 2014 frei von Schwarzwildschäden sind!“ Gerade vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Europa können hiermit die Erfahrungen und Ergebnisse des Gemeinschaftsprojekts für Rostock und andere Kommunen eine wesentliche Hilfe zur Bekämpfung darstellen. Senator Holger Matthäus: „Durch außerordentliches Engagement wurden neue beispielhafte Wege gefunden. Nach der erfolgreichen Beendigung des Gemeinschaftsprojektes gilt Dr. Hinrich Zoller von der Universität Rostock und Stadtforstamtsleiter Jörg Harmuth ein großer Dank!“

Rekordbeteiligung bei Juniorwahl in MV

Schule, Foto: Shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

Für die Juniorwahl 2017 haben sich in Mecklenburg-Vorpommern 121 Schulen mit insgesamt  24.770 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Dies entspricht einer Beteiligung von rund 40 Prozent aller weiterführenden Schulen im Land. Damit wird die hohe Beteiligung zur letzten Landtagswahl 2016 nochmals deutlich übertroffen (2016: 85 Schulen, 14.000 teilnehmende Schülerinnen und Schüler).  Die Juniorwahl ist ein bundesweites Projekt des Vereins Kumulus e. V., das durch die Landeszentrale für politische Bildung mit rund 15.000 Euro unterstützt wird. Bundesweit nehmen fast 1 Million Schülerinnen und Schüler teil. Die Juniorwahl ist ein Planspiel, bei dem Jugendliche selbständig Wählerverzeichnisse erstellen, die Stimmabgabe organisieren und mit den originalgetreuen Stimmzetteln der Bundestagswahl am 24. September wählen. Die Juniorwahl findet zumeist in der Woche vor der Bundestagswahl statt. Die Wahlergebnisse werden am Wahlsonntag mit Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr bekanntgegeben. „Ich freue mich riesig über das große Interesse unserer Schulen an der Juniorwahl. Es zeigt, dass man mit den richtigen Angeboten Jugendliche für Politik begeistern und politisches Wissen vermitteln kann.“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Ich danke insbesondere den engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die freiwillig dieses Projekt an ihren Schulen koordinieren.“ „Die Juniorwahl leistet nicht nur in der Schule wichtige Aufklärungsarbeit über unsere Demokratie“, erläuterte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, Jochen Schmidt. „Sie wirkt auch in die Elternhäuser hinein, indem die Jugendlichen mit ihren Eltern über die bevorstehende Bundestagswahl diskutieren.“

Hinweis: Die Juniorwahl ist nicht zu verwechseln mit der „U18-Wahl“ des Landesjugendrings MV, die in außerschulischen Jugendeinrichtungen angeboten wird. Weitere Infos unter: http://www.juniorwahl.de.

Neues aus der Kunsthalle Rostock September 2017

Newsletter-15.09.2017