Archiv für September 2017

„KUNST HEUTE“: Tage der zeitgenössischen Kunst in Mecklenburg-Vorpommern

240 Künstler präsentieren ihre Werke an 64 Orten zwischen Ostseeküste und Seenplatte

Postkarte-2017-EntwurfVom 29. September bis zum 8. Oktober lädt der Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern zur neunten Auflage der Reihe „KUNST HEUTE“ Gäste in den Nordosten ein. 240 Künstler präsentieren dabei ein Programm aus Ausstellungen, Kunstaktionen, Projektvorstellungen und Führungen an 64 Orten im Urlaubsland. Eröffnet wird die landesweite Veranstaltung an zwei Orten. Am 29. September um 18.00 Uhr wird im Kunstmuseum Ahrenshoop auf der Halbinsel ein kinetisches Kunstwerk von Bernd Engler enthüllt, begleitet vom Schlagzeuger, Klangkünstler und Performer Wieland Möller. Am 30. September um 11.00 Uhr findet darüber hinaus eine Eröffnungsmatinee mit Brunch und Jazzimprovisationen auf der Klarinette von Theo Jörgensmann samt der Darbietung „Das unpreezise Klanglabor“ mit Greta und Wolfgang Neven im Kulturhaus Mestlin statt. Unter www.kunstheute-mv.de finden Kunstinteressierte Themen und Termine. Sechs vom Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern geförderte Projekte bereichern in diesem Jahr das Programm. Dazu zählen unter anderem „Grafik Nord“ mit einer Präsentation von Druckgrafiken von etwa 50 Künstlern in der Galerie der Burg in Neustadt-Glewe sowie das Projekt „LandverLust“, bei dem unter anderem die Themen Heimat, Ökologie und Wertebeständigkeit beleuchtet werden. Des Weiteren gibt es zahlreiche Ausstellungen von Einzelkünstlern und Künstlergemeinden, darunter „konkret und konstruktiv“ im Schloss Wiligrad am Schweriner See, „Ein Moment und 500 Jahre“ in der Stadtkirche in Sternberg oder „PORTFOLIO BERLIN 03“ in der Kunsthalle Rostock. „KUNST HEUTE“ ist eine gemeinsame Initiative der Vereine „Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler“ und dem Verband der Kunstmuseen, Galerien und Kunstvereine Mecklenburg-Vorpommern. Weitere Informationen: www.kunstheute-mv.de

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„Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“

Neue Archäologie-Ausstellung des Landes ab Oktober in Groß Raden

Tote auf dem Schlachtfeld im Tollensetal (Ausschnitt)

Tote auf dem Schlachtfeld im Tollensetal, Foto: Stefan Sauer

Die große Schlacht vor über 3.200 Jahren im Tollensetal steht von Oktober an im Mittelpunkt des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden. Die Sonderausstellung „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“ zeigt Licht- und Schattenseiten einer lange vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist. Kulturministerin Birgit Hesse wird die Sonderausstellung am Donnerstag, 5. Oktober 2017, um 18 Uhr eröffnen. Die Archäologie-Schau ist dann für ein Jahr lang im Museumsgebäude des Freilichtmuseums zu sehen. „Die Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern fördert regelmäßig große Schätze zu Tage“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Einige der wertvollsten sind in der neuen Ausstellung zu sehen. Noch wertvoller als das Gold sind aber die Einsichten in die Bronzezeit, die sie uns gewähren: So zeugen sie von ungeahnt gewalttätigen Auseinandersetzungen und von den frühzeitlichen Vorläufern der Globalisierung. Besucherinnen und Besucher können sich durch die Ausstellung in eine faszinierende Welt vor unserer Zeit entführen lassen. Es gibt viel zu entdecken“, so Hesse. In einem großen Konflikt im Tollensetal standen sich hunderte von jungen Männern gegenüber. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen. Wie ist dieses Ausmaß von Gewalt zu erklären? Und wer hatte damals die Macht, Kriege zu führen – mit so vielen Beteiligten? Spektakuläre Funde aus Mecklenburg-Vorpommern öffnen den Blick in eine Welt, die von der Ostsee bis an das Mittelmeer vernetzt war. Goldgeschmückte Männer und Frauen mit kiloschwerer Bronzetracht treten auf, dazu eine Dame mit Seidenschleier. „Das älteste bekannte Schlachtfeld Europas liegt im Tollensetal. Seit der Entdeckung dieser Fundstelle wird die Geschichte der Bronzezeit neu geschrieben“, betonte Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen. „In der Sonderausstellung gehen wir der Frage nach, was wir über Macht und Gewalt in der Bronzezeit wissen. Wie gelangten Frauen und Männer zu diesem Reichtum und welche Rolle spielten sie in der Gesellschaft? Archäologische Schlüsselfunde wie der Kultwagen aus Peckatel oder das Goldschwert aus Güstrow öffnen den Blick in die ‚bronzezeitliche Welt‛“, so Jantzen. Als Begleitprogramm der Sonderausstellung sind museumspädagogische Angebote für Schulen und ein Begleitheft für Schülerinnen und Schüler geplant.

Weitere Informationen: www.blutiges-gold.de

Mecklenburg-Vorpommern vorn: Förderprogramm des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ 2007 bis 2013 als erstes Bundesland offiziell abgeschlossen

Europäische Mittel unterstützten den Weg für ein zukunfts- und wettbewerbsfähiges Mecklenburg-Vorpommern

Universitätsklinik Rostock, Foto: Joachim Kloock

Universitätsklinik Rostock, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommern hat deutschlandweit als erstes Bundesland das Programm „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) für die Förderperiode 2007 – 2013 erfolgreich abgeschlossen. Das teilte die Europäische Kommission jetzt mit. Damit werden die gesamten bereitgestellten Fördermittel in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro rückstandslos ausbezahlt. „Wir haben mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung eine Menge für das Land bewegt. Die Mittel unterstützten den Weg für ein zukunfts- und wettbewerbsfähiges Mecklenburg-Vorpommern, um mehr wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt und mehr Wertschöpfung in den Regionen zu erreichen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin.

Knapp 1,9 Milliarden Euro für 6.105 Projekte in Mecklenburg-Vorpommern eingesetzt

Mit den EFRE-Mitteln wurden im Förderzeitraum 2007 bis 2013 zusammen mit weiteren Fördermitteln des Landes insgesamt 6.105 Projekte in Höhe von knapp 1,9 Milliarden Euro unterstützt. Das Programm hatte vier inhaltliche Schwerpunkte: Förderung von Forschung/Entwicklung/Innovation (rund 25 Prozent der EFRE-Mittel), Steigerung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen (22 Prozent), Verbesserung der Investitionsrahmenbedingungen vor allem durch wirtschaftsnahe und umweltspezifische Infrastruktur (14 Prozent) und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und die nachhaltige Stadtentwicklung (37 Prozent). „Mecklenburg-Vorpommern hat sich zu einem attraktiven Unternehmens-, Arbeits- und Lebensstandort entwickelt. Dafür wollen wir weiter die Rahmenbedingungen schaffen. Unser Fokus liegt dabei auf der Stärkung der mittelständischen Wirtschaft und der noch engeren Verzahnung zwischen den Unternehmen und den wissenschaftlichen Einrichtungen im Land. So kann es mit Unterstützung der europäischen Mittel gelingen, dass innovative neue Produkte und Dienstleistungen aus Mecklenburg-Vorpommern heraus marktfähig entwickelt werden“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützte 570 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

In rund 570 Fällen wurden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben unterstützt, die Unternehmen allein oder im Verbund mit Partnern aus der Wissenschaft durchgeführt haben. Ein Beispiel ist das Medizintechnikunternehmen DOT GmbH aus Rostock, das gemeinsam mit der Universitätsmedizin Rostock und dem Institut für Polymertechnologie e.V. (IPT) WismarPatientenindividuelle Knochenersatz-Implantate entwickelt hat. Das Wirtschaftsministerium unterstützte das Verbundforschungsvorhaben aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) mit einem Zuschuss in Höhe von 367.000 Euro. Das Gesamtprojektvolumen mit einer Laufzeit von zwei Jahren betrug rund 580.000 Euro.

Mit EU-Förderung 9.608 Arbeitsplätze neu geschaffen und 29.470 Jobs gesichert

Bei 460 Vorhaben förderte das Wirtschaftsministerium Unternehmensansiedlungen und –investitionen im Zusammenhang mit der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Insgesamt wurden durch die direkt an Unternehmen gerichteten Maßnahmen der Innovations- und Investitionsförderung 986 Unternehmen unterstützt (davon 83 Prozent kleine und mittlere Unternehmen). Am häufigsten wurden Kleinunternehmen gefördert (53 Prozent), gefolgt von mittelgroßen Unternehmen (20 Prozent) und Kleinstunternehmen (11 Prozent). In den geförderten Unternehmen wurden damit 9.608 Arbeitsplätze neu geschaffen und 29.470 Jobs gesichert. Zu den geförderten Projekten gehörte unter anderem die Erweiterung beim Süßwarenhersteller Sweet Tec GmbH am Standort in Boizenburg. Das Unternehmen hat mit EFRE-Unterstützung in die Erweiterung des Produktportfolios und den Einstieg in das Marktsegment „Gelee- und Fruchtgummi“ investiert. Mit dem Vorhaben wurden 218 Arbeitsplätze gesichert und zusätzlich 117 Dauerarbeitsplätze geschaffen. Das Wirtschaftsministerium unterstützte die Gesamtinvestition von 34,7 Millionen Euro mit rund 8,1 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Darüber hinaus hat sich die SprayCom im Jahr 2011 neu in Wittenburg angesiedelt. Die Firma gehört zur einer Unternehmensgruppe um die Hauptgesellschaft Willy Benecke GmbH mit Sitz in Hamburg. Es handelt sich bei der Betriebsstätte in Wittenburg um eine Trocknungsanlage für Gummi arabicum. Die Hauptgesellschaft, die Willy Benecke GmbH, ist seit 1954 im Handel und der Verarbeitung von natürlichen Gummis, Harzen und anderen Naturrohstoffen für die Lebensmittelindustrie tätig. Die Gesamtinvestition beim Bau des Werkes betrug rund 7,4 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben mit rund zwei Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. In rund 120 Fällen wurden kommunale Vorhaben zur Verbesserung der wirtschaftsnahen Infrastruktur unterstützt. Zuschüsse ergingen auch für 3.000 unternehmens- oder standortbewerbende Projekte. Gefördert wurden darüber hinaus 44 Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung, 350 innovative Klimaschutzprojekte von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sowie 925 Vorhaben der Verkehrsinfrastruktur.

Allgemeine Informationen zum „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern erhält von 2014 bis 2020 rund 968 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Mit den Fördermitteln werden unter anderem Forschung, Entwicklung und Innovation, Investitionen zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, die Erschließung von Gewerbegebieten, der Ausbau wirtschaftsnaher und touristischer Infrastruktur, die Vermarktung Mecklenburg-Vorpommerns als Wirtschaftsstandort und Tourismusregion sowie die Unterstützung von Projekten der Gesundheitswirtschaft und die integrierte nachhaltige Stadtentwicklung unterstützt. Die Fondsverwaltung des EFRE ist im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt. Sie plant, koordiniert und steuert den Mitteleinsatz des EFRE und überwacht die Umsetzung der mit EFRE-Mitteln finanzierten Fördermaßnahmen.

Baby- und Kleinkinderschwimmen – aktiv schon in den ersten Lebensmonaten

Babyschwimmen_Klinikum

Babyschwimmen, Foto: Presse HRO

Unter dem Motto „Baby- und Kleinkinderschwimmen – aktiv schon in den ersten Lebensmonaten“ stehen jungen Müttern mit ihren Kindern im Klinikum Südstadt Rostock ab Januar 2018 wieder Termine für das beliebte Baby- und Kleinkinderschwimmen zur Verfügung. Jeweils mittwochs, donnerstags und freitags gibt es Babyschwimmkurse. Dienstags und mittwochs bietet das Klinikum Kurse zum Kleinkinderschwimmen an. Dabei wird das Wasser auf 33 bis 34 Grad Celsius angeheizt, damit die kleinen Erdenbürger nicht frieren. Verbindlichen Anmeldungen sind erst zehn Wochen vor Kursbeginn möglich. Die Einzahlung der Kursgebühren muss innerhalb von zwei Wochen nach Anmeldung erfolgen. Ansonsten wird der Kursplatz weiter vergeben. Wichtig hierbei ist, unbedingt den Namen und die Kursnummer mit anzugeben. Da die Kursplätze immer sehr schnell vergeben sind, sollte man sich auch schnell anmelden „Anfangs übernahmen freiberufliche Hebammen, die sich in die Räumlichkeiten der Physiotherapie des Klinikums Südstadt einmieteten, die Schwimmkurse“, so Petra Urban, Leiterin der Abteilung für Physio-und Ergotherapie am Klinikum Südstadt. Die Nachfrage war so groß, dass das Klinikum entschied, Babyschwimmkurse durch eigenes Personal anzubieten. 2007 war es dann endlich soweit: Die Physiotherapie am Klinikum bot zum ersten Mal selbst für zwei Gruppen entsprechende Schwimmkurse für Mütter und Väter mit ihren Babys an. 2010 bis 2011 wurde das seit 1965 existierende alte Schwimmbecken im Klinikum Südstadt umfassend saniert. Das alte geflieste Becken war nicht mehr zeitgemäß und genügte nicht aktuellen Hygienevorschriften. „Der Umbau war für uns alle eine sehr aufregende Zeit!“, so Petra Urban. Zudem wurde eine speziell ausgebildete Physiotherapeutin gewonnen, die extra für das Babyschwimmen eine Ausbildung absolviert hatte, erzählt die Physiotherapeutin stolz.

Seit 2007 gibt es das Babyschwimmen in zwei Gruppen, wobei die Babys für einen Kursstart vier bis sechs Monate alt sein müssen. Aufgrund der Nachfrage wurde 2012 das Babyschwimmen um die Schwimmkurse für Kleinkinder erweitert. Die Kurse dienen der besseren Koordination und Wahrnehmung der Babys und Kinder im Raum sowie der Weiterentwicklung der vorhandenen Motorik. Voraussetzung für die Kleinkinderschwimmkurse ist, dass die Kinder neun bis 18 Monate alt sind. Durch die speziellen Eigenschaften des Wassers in Verbindung mit gezielten Übungen sammeln die Kinder ganz besondere Bewegungserfahrungen in den Schwimmkursen. Außerdem erfährt die Atemmuskulatur des Kindes eine Kräftigung, und das Immunsystem wird gestärkt. Ziel der Kurse ist, die körperliche, motorische, geistige und soziale Entwicklung des Kindes zu fördern sowie die Muskulatur, das Gleichgewicht und die Wasservertrautheit des Kindes zu stärken. Der gemeinsame Spaß im Wasser von Müttern und ihren Kindern intensiviert zusätzlich den Eltern-Kind-Kontakt. Als Petra Urban mit 28 Jahren am 1. August 2004 die Leitung der Physiotherapie am Klinikum Südstadt übernahm, war ihr bewusst, dass eine Herausforderung auf sie wartete. Seither leitet sie ein Team von 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Nach ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin an der Beruflichen Schule am Klinikum Südstadt Rostock arbeitete sie mehrere Jahre in der Reha-Klinik Ahrenshoop und war Honorardozentin und Fachlehrerin für Physiotherapie an der Ecolea-Schule in Warnemünde. „Die Arbeit mit Menschen macht mir sehr viel Spaß. Zu sehen, wie die Kleinsten sich hier bei uns im Wasser frei bewegen und gar nicht ängstlich sind, macht mich einfach glücklich“, so die Physiotherapeutin und Mutter von zwei Kindern.

Anmeldung für Baby- und Kleinkinderschwimmen:
Frau Stemmler, Klinikum Südstadt Rostock , Tel. 0381-4401-6600, Montags bis Donnerstags von 7 bis 17.30 Uhr, Freitags von 7 bis 15 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Festkomitee zum Rostocker Doppeljubiläum gegründet

Festkomittee

Festkomitee für die Rostock-Jubiläen 2018, Foto: Joachim Kloock

27.9.2017 – Heute lud Oberbürgermeister Roland Methling ausgewählte Rostocker Persönlichkeiten und Experten zur konstituierenden Sitzung des Festkomitees Doppeljubiläum in das Rathaus ein. Das Festkomitee soll die Vorbereitungen auf das Doppeljubiläum von Stadt und Universität mit Fachwissen unterstützen, mithelfen, regionale und überregionale Partner für die Feierlichkeiten zu gewinnen und Gestaltungsimpulse für die inhaltliche Ausrichtung bei der Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten zu setzen. Bei den Teilnehmern handelt es sich um verdiente Persönlichkeiten Rostocks aus den verschiedensten Bereichen des öffentlichen Lebens wie Kunst und Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft, Handwerk, Kirche und Sport. So nahmen neben Oberbürgermeister Roland Methling und Bürgerschaftspräsident Dr. Wolfgang Nitzsche auch Universitätsrektor Prof. Wolfgang Schareck, der Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Rostock Claus Ruhe Madsen, die Geschäftsführerin des Unternehmerverbandes Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. Manuela Balan, der Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan Matthias Grenzer, Prof. Ernst Münch und Prof. Kersten Krüger vom Historischen Institut der Universität Rostock, der Vorsitzende des Stadtführervereins Klaus Armbröster, der Schauspieldirektor des Volkstheaters Rostock Ralph Reichel, der Künstler Feliks Büttner, die Siegerin des Logowettbewerbs für das Doppeljubiläum Steffi Böttcher, der Pastor der Evangelisch-Lutherischen Innenstadtgemeinde Dr. Reinhard Scholl, Profi-Triathlet Andreas Raelert sowie die Koordinatorin des Doppeljubiläums Franziska Nagorny teil. Alle teilnehmenden Mitglieder nahmen die ehrenvolle Aufgabe gern an und diskutierten über Pläne und Ideen. In regelmäßigen Abständen werden die Beteiligten nun in der festgelegten Form zusammenkommen und mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen zentralen Beitrag zum Gelingen des Doppeljubiläums leisten. 2018 feiert die Stadt das 800-jährige Jubiläum der Stadtrechtsbestätigung, im Jahr 2019 wird der 600-jährige Geburtstag der Universität Rostock begangen.

Linktipp: http://www.rostock800600.de

Landtag stimmt über Staatsvertrag zur Akkreditierung ab

Ministerin Hesse: Studierende können auf die Qualität der Prüfungen vertrauen

Blick auf die Universität Rostock, Foto: Joachim Kloock

Universität Rostock, Foto: Joachim Kloock

Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat heute dem Landtag den Staatsvertrag zum Akkreditierungsverfahren für die sogenannten „Bologna-Studiengänge“ zur Abstimmung vorgelegt. Dabei geht es um die Qualitätssicherung und die Vergleichbarkeit der sogenannten gestuften Studiengänge an den Hochschulen in Deutschland „Die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben diesem Vertrag bereits zugestimmt. Aber auch die Länderparlamente müssen den Entwurf billigen“, erläuterte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Bei der Akkreditierung geht es letztlich um die Sicherheit für die Studierenden. Sie sollen nicht nur auf die Qualität ihrer Studiengänge vertrauen können, sondern auch auf die Qualität von deren Prüfung“, so Hesse. Hintergrund für den Staatsvertrag ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2016. Darin hatte das Gericht das deutsche Akkreditierungsverfahren für verfassungswidrig erklärt, da die wesentlichen Fragen nicht durch die Landesgesetzgebung entschieden werden. In dem Staatsvertrag werden die Rollen von Akkreditierungsrat und Agenturen daraufhin neu definiert. Die Entscheidung über eine Akkreditierung liegt von nun an beim Akkreditierungsrat Er trifft diese Entscheidung auf der Grundlage von standardisierten Gutachten der Agenturen, die dort Beschluss- und Bewertungsempfehlungen aussprechen. „Außerdem billigt der Staatsvertrag der Wissenschaft mehr Gewicht im Akkreditierungsrat und damit bei Akkreditierungsentscheidungen zu“, sagte Wissenschaftsministerin Hesse. „Gerade wenn es um fachlich-inhaltliche Fragen geht, ist dieses Plus an Expertise auch ein Plus für die Qualitätsprüfung. Deshalb war Mecklenburg-Vorpommern dieser Punkt in den Verhandlungen besonders wichtig.“

Jugendsinfonieorchester Schwerin und Staatskapelle erneuern Kooperation

Jugendorchester profitiert von Zusammenarbeit mit Berufsmusikern

JSO Schwerin beim Konzert im Mecklenburgischen Staatstheater©Landeshauptstadt Schwerin_Christina Lüdicke

JSO Schwerin, Foto: Christina Lüdicke

Nach der sehr erfolgreichen Spielzeit 2016/2017 mit dem Hauptgewinn des Deutschen Jugendorchesterpreises, freut sich das Jungendsinfonieorchester Schwerin (JSO), dass die seit  2011 bestehende Vereinbarung zwischen dem JSO und der Mecklenburgischen Staatskapelle im Rahmen des Programms tutti pro erneuert wird. Am heutigen Mittwoch erneuerten der Generalintendant des Staatstheaters Lars Tietje und die Musikschulleitungen des Konservatoriums Schwerin und der Musik- und Kunstschule ATARAXIA  im Beisein von Oberbürgermeister Rico Badenschier und JSO-Schirmherrin Brigitte Feldtmann ihre  Kooperationsvereinbarung. Die Idee dieser Initiative der Jeunesses Musicales Deutschland e. V. und der Deutschen Orchestervereinigung ist es, Jugendorchester und Berufsorchester zusammenzubringen. Durch die Orchesterpatenschaft können die jungen Musikerinnen und Musiker von den Kenntnissen und Erfahrungen der Schweriner Berufsmusiker und -musikerinnen profitieren. So haben einige Mitglieder der Mecklenburgischen Staatskapelle die Mentorenschaft für jeweils eine Instrumentengruppe im JSO Schwerin übernommen. Die Kooperation bedeutet auch, dass die Mitglieder des JSO vergünstigt die Sinfoniekonzerte der Staatskapelle besuchen können und dass das JSO im Großen Haus des Theaters konzertieren kann. Für die Spielzeit 2017/2018 sucht das JSO Schwerin neue Mitglieder. Vor allem junge Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, die Posaune, Fagott oder Kontrabass spielen, werden dringend gesucht.

60 Musizierende beider Musikschulen proben wöchentlich

Das Jugendsinfonieorchester Schwerin besteht in seiner heutigen Form als gemeinsames Jugendorchester des Konservatoriums Schwerin und der Musik- und Kunstschule ATARAXIA e. V. seit 2011. Die jungen Musizierenden treffen sich wöchentlich zu Tutti- und Registerproben unter der Leitung von Stefan R. Kelber und der acht Mentorinnen und Mentoren des JSO sowie zusätzlich zu gemeinsamen Probenwochenenden und jährlichen Orchesterfreizeiten. Seit seiner Neuformierung 2011 konnte das JSO neue Mitglieder gewinnen und besteht heute aus knapp 60 jungen Musizierenden. Jedes Jahr wird ein großes Konzert im Mecklenburgischen Staatstheater gegeben, aber auch mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern pflegt das JSO eine intensive Zusammenarbeit und war mehrmals zu Gast beim Festival. Beim 7. Landesorchesterwettbewerb Mecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg 2015 erreichte das JSO als einziges Orchester die Höchstpunktzahl von 25 Punkten und wurde damit zum Bundesorchesterwettbewerb delegiert, bei dem es mit sehr gutem Erfolg den 4. Platz gemeinsam mit dem Orchester aus Braunschweig belegte. Im Jahr 2017 wurde das JSO für den Deutschen Jugendorchesterpreis der Jeunesses Musicales Deutschland e. V. nominiert und gewann den Ersten Preis mit seinem Konzert „PAUL“ in der Schweriner Paulskirche.  Seit 2013 leitet der deutsch-brasilianische Dirigent Stefan R. Kelber das JSO Schwerin. Im Jahr 2017 übernahm er ebenso die Leitung des Nachwuchsorchesters JSOkids. Die musikalische Arbeit des JSO Schwerin sowie der JSOkids wird kontinuierlich von Brigitte Feldtmann und der Stiftung „Feldtmann Kulturell“ unterstützt. Im Schuljahr 2017/2018 wird das Pilotprojekt JSOpro  – zur Förderung besonders begabter JSO-Mitglieder sowie zur Motivations- und Gemeinschaftsbildung im Orchester – durch die Mara & Holger Cassens-Stiftung unterstützt. 

Konzerttermine des JSO in Schwerin und Umgebung

  • 16. Dezember 2017, 15.00 und 19.00 Uhr, Weihnachtskonzert mit dem Jugendchor des Goethegymnasiums im Saal des Goethe-Gymnasium
  • 1. Mai 2018, 17.00 Uhr, Konzert im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters
  • 24. Juni 2018, Konzert im Rahmen des Familientags der Festspiele MV, Schloss Hasenwinkel
  • 9. September 2018, Brundibár- Aufführung im Rahmen des Festivals „Verfemte Musik“ in Kooperation mit dem Goethe Gymnasium und dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin