Archiv für 7. August 2017

Krankenversorgung verstehen und verbessern – Deutscher Kongress für Versorgungsforschung 2017 – MV übernimmt Länderpartnerschaft

Verbesserung der medizinischen Versorgung – Lösungsansätze für eine optimale Betreuung der Menschen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

7.8.2017 – Vom 04. bis 06. Oktober 2017 findet in Berlin der 16. Deutsche Kongress für Versorgungsforschung (DKVF) statt. Unter dem Motto „Zukunft regionale Versorgung – Forschung, Innovation, Kooperation“ diskutieren Experten die jüngsten Ergebnisse der Versorgungsforschung aus allen Bereichen des Gesundheitswesens. „Die Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere in weniger stark besiedelten Regionen ist eine Herausforderung für die kommenden Jahre. Wir brauchen mehr kreative Ideen, um neue Lösungsansätze für eine optimale Betreuung der Menschen zu erzielen. Entscheidend ist, dass innovative medizinische Projekte im Erfolgsfall auch in eine Regelversorgung münden. Hier sind wir alle – Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – gemeinsam gefordert“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe im Vorfeld. Mecklenburg-Vorpommern übernimmt als erstes Bundesland eine Länderpatenschaft für den DKVF 2017. M-V gilt als Modellregion für die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Alterszusammensetzung der Bevölkerung und die Veränderungen der Morbidität.

Schwerpunkte beim Kongress für Versorgungsforschung

Topthemen beim Kongress, der vom Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. veranstaltet wird, sind unter anderem innovative und sektorübergreifende Versorgungskonzepte, neue Formen der Arbeitsteilung zwischen verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen, e-Health und Telemedizin sowie die patientenzentrierte Versorgung. „Das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung ist ein wichtiger Partner, wenn es um die Entwicklung und Evaluation neuer Versorgungsmodelle geht“, so Glawe weiter. Das Gesundheitswesen in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. „Der DKVF 2017 ist ein wichtiger Treffpunkt für alle Versorgungsforscher. Ganz besonders freuen wir uns in diesem Jahr über renommierte Sprecher aus dem Ausland, die zum Teil mit ganz ähnlichen Problemen kämpfen wie wir und die uns über ihre Erfahrungen und Lösungsansätze berichten werden. Darüber hinaus bietet der DKVF 2017 die ideale Plattform zum Austausch mit Vertretern der Gesundheitspolitik, den Krankenkassen und der Industrie“, erklärt Kongresspräsident Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann. Im Programm vorgesehen ist außerdem ein gesundheitspolitisches Symposium zum Thema Patientensicherheit, das vom Bundesministerium für Gesundheit veranstaltet wird.

Vorhaben vorstellen und diskutieren

Die Nachfrage nach wissenschaftlichem Nachwuchs im Bereich der Versorgungsforschung stieg in den letzten Jahren stark an, zuletzt auch aufgrund des Innovationsfonds, der von der Bundesregierung zur Förderung von zukunftsgerichteten Versorgungsformen und Vorhaben der Versorgungsforschung aufgelegt wurde. Die Kongressveranstalter sehen auch deswegen eine wichtige Aufgabe in der Nachwuchsförderung und setzen dabei auf neue Kongressformate, bei denen junge Versorgungsforscher mit erfahrenen Experten diskutieren können. Forschern mit einer Projektförderung im Rahmen des Innovationsfonds oder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bietet der DKVF 2017 außerdem die Möglichkeit, ihre Vorhaben vorzustellen und in der wissenschaftlichen Community zu diskutieren. Wer sich mit Versorgungsthemen befasst, sollte den DKVF 2017 auf keinen Fall verpassen!

Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung

Der gemeinnützige Verein „Deutsches Netzwerk Versorgungsforschung e.V.“ (DNVF) wurde 2006 in Berlin gegründet. Das DNVF steht als interdisziplinäres Netzwerk allen Institutionen und Arbeitsgruppen offen, die mit der Sicherung der Gesundheits- und Krankenversorgung unter wissenschaftlichen, praktischen oder gesundheitspolitischen Gesichtspunkten befasst sind. Das DNVF hat es sich zum Ziel gesetzt, die an der Versorgungsforschung im Gesundheitswesen beteiligten Wissenschaftler zu vernetzen, Wissenschaft und Versorgungspraxis zusammenzuführen sowie die Versorgungsforschung insgesamt zu unterstützen und voranzubringen. Darüber hinaus fördert das DNVF den wissenschaftlichen Nachwuchs, beispielsweise durch die Bildung interdisziplinärer Arbeitsgruppen zu fächerübergreifenden Themen der Versorgungsforschung.

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Abgas-Skandal: Christian Pegel fordert von Bundesregierung Konsequenz

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

Verkehr, Foto: Joachim Kloock

4.8.2017 – Nach Auffassung von Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel hat mit dem „Diesel-Gipfel“ am Mittwoch die notwendige Aufarbeitung des Abgas-Skandals erst begonnen. „Es müssen jetzt konsequente weitere Schritte folgen. Ich sehe hier eine wichtige Aufgabe des Bundesverkehrsministeriums in den kommenden Wochen und Monaten“, so Pegel. Er erwarte von der Bundesregierung eine klare Haltung gegenüber den Autoherstellern. Diese müssten – für die Verbraucher kostenfrei – deren Dieselfahrzeuge in den Zustand versetzen, der ihnen beim Kauf über Werbung und Informationen zugesagt worden sei. „Die Autokonzerne sind die Urheber und somit in der Verantwortung, die betroffenen Autokäufer schadlos zu stellen“, sagt der Minister. Die Bundesregierung müsse genau beobachten, ob die Schritte, die die Autokonzerne beim „Diesel-Gipfel“ zugesagt haben, ausreichen oder ob über Software-Updates hinaus weitere Maßnahmen erforderlich sind, um den Zustand herzustellen, den die Käuferinnen und Käufer nach den Angaben der Autobauer beim Erwerb ihrer Fahrzeuge erwarten durften. „Ist dies der Fall, müssen diese Schritte den Autokonzernen auch abverlangt werden – und zwar kostenfrei für die Kunden“, so der Minister. „Diese mussten mit dem Zeitaufwand für das Vorstellen ihrer Fahrzeuge zum Nachrüsten in den Autohäusern bereits genug unbezahlte Leistung einbringen.“

Der Verkehrsminister aus Mecklenburg-Vorpommern sieht nicht nur den Autobauerstandort Deutschland beschädigt. „Ich fürchte auch Akzeptanzprobleme für den deutschen Rechtsstaat.“ In vielen Gesprächen werde er gefragt, weshalb ein deutscher Manager für dieses Vorgehen in den USA in Untersuchungshaft sitze und nicht einmal gegen Kaution freikomme, während in Deutschland eine forcierte und ernsthafte strafrechtliche und insgesamt juristische Aufarbeitung öffentlich weniger wahrnehmbar sei. Christian Pegel warnt: „ Wir werden aufpassen müssen, dass nicht der Eindruck entsteht, es werde mit zweierlei Maß gemessen: Für viele kleine Betrügereien gebe es konsequente strafrechtliche Ahndung, die dicken Fische blieben aber unberührt.“ Die Verfestigung eines solchen Gefühls bei einer Mehrheit der Menschen schade mittelfristig der Akzeptanz des Rechtsstaates. „Nach den vielen Gesprächen, die ich zu diesem Thema geführt habe, habe ich den Eindruck, die Mehrzahl der Menschen hält das Vorgehen der Autokonzerne für schlichten Betrug.“

VR-Innovationspreis Handwerk 2017 ausgeschrieben – neu: Imagefilm für Preisträger

Ideen, Projekte und Produkte über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt machen

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Bis zum 30. September 2017 können sich Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Schwerin um den diesjährigen VR-Innovationspreis Handwerk bewerben. Die Handwerkskammer Schwerin, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und die Volks- und Raiffeisenbanken schreiben diesen Preis gemeinsam für technische und technologische Innovationen und zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte aus. „Der VR-Innovationspreis Handwerk bietet die Möglichkeit für Unternehmen, ihre Ideen, Projekte und Produkte über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus bekannt zu machen. Ich ermuntere die heimischen Handwerksunternehmen sich an dem Wettbewerb zu beteiligen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Der Wirtschaftsminister ist Schirmherr des Wettbewerbs.

Neu: Vier Unternehmen können Imagefilm gewinnen

Neu ist in diesem Jahr, dass neben dem Preisgeld von insgesamt 5.000 Euro ein zusätzlicher Gewinn auf die Ausgezeichneten wartet. Vier Unternehmen erhalten zusätzlich ein exklusives dreiminütiges Filmporträt, produziert von TV Schwerin. Der Film wird landesweit ausgestrahlt und kann von den Unternehmen auch zur eigenen Werbung verwendet werden. „Im Handwerk steckt viel Innovation, etwa über technische Neuerungen im Produktbereich, Entwicklung neuer Verfahren oder das Anbieten von außergewöhnlichen Dienstleistungen. Dieses Potential muss noch stärker bis zur Marktfähigkeit entwickelt werden, damit Unternehmen sich durch Innovation, Kreativität und Kompetenz im Wettbewerb eine gute Position erarbeiten“, sagte Glawe.

Informationen zu Teilnahmebedingungen und Bewerbungsunterlagen

Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die in der Handwerksrolle und im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe der Handwerkskammer Schwerin eingetragen sind. Der Sitz des Unternehmens muss sich im Bezirk der Handwerkskammer Schwerin befinden. Die Ausschreibungsunterlagen und das Bewerbungsformular können auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums (www.wm.mv-regierung.de) eingesehen und heruntergeladen werden. Die Auswahlkriterien lauten:

  • Technische und technologische Neuerungen
  • Überzeugende Gestaltung neuer handwerklicher Produkte
  • Umsetzung innovativer Lösungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes
  • Einzigartige Marketingkonzepte
  • Netzwerke mit innovativer Struktur und Ausrichtung
  • Kooperation von Handwerksunternehmen mit wissenschaftlichen Einrichtungen

Die Anmeldungen sind zu richten an: Handwerkskammer SchwerinWerkstraße 600, 19061 Schwerin, Ansprechpartner: Matthias Markewitz, Tel.: 0385-6435-184, Fax: 0385-613068, E-Mail: m.markewitz@hwk-schwerin.de

Weitere Informationen zur Bewerbung sind auch ausführlich auf den Internetseiten www.hwkschwerin.de zu lesen. Die Auszeichnungen werden am 28. November 2017 in Schwerin überreicht.