Archiv für August 2017

FÜNF STERNE von Annekatrin Hendel bei den Ahrenshooper Filmnächten

Vom Land geförderter Film wird am 8.9. im „The Grand“ gezeigt

  Ines Rastig im Hotel "The Grand", Foto: Filmbüro MV

Ines Rastig im Hotel „The Grand“, Foto: Filmbüro MV

Vom 6. bis 9. September lädt Ahrenshoop zum 13. Mal Filmschaffende und Cineasten zu den Ahrenshooper Filmnächten im Ostseebad ein. Sechs Wettbewerbsfilme sowie drei Filme des Sonderprogramms füllen die Kinotage des kleinen Filmfestivals. Grimme-Preisträgerin Annekatrin Hendel wird am Freitag, den 8. September um 17:00 Uhr ihren Film „FÜNF STERNE“ im Rahmen des Sonderprogramms persönlich vorstellen. Das Sonderprogramm wird in Kooperation mit dem Künstlerhaus Lukas gestaltet, in das jährlich Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren kommen, um Filme vorzubereiten, zu drehen oder Drehbücher zu schreiben. Annekatrin Hendel hat im Rahmen ihres Stipendiums im Winter 2016 den Film FÜNF STERNE in Ahrenshoop gedreht.

Inhalt: Mit der Kamera und ihrer langjährigen Freundin Ines Rastig, die nach Scheidung und Unterhaltskrieg seit kurzem wohnungslos ist, quartiert sich Regisseurin Annekatrin Hendel im Luxushotel ein. Die beiden verbringen vier existenzielle Wochen im THE GRAND in Ahrenshoop am Meer. Die Gespräche kreisen um die oft glamouröse Vergangenheit in Ostberlin, als Ines als Sängerin, Malerin und Fotografin Teil der legendären Prenzlauer-Berg-Boheme war. Nach Jahren, in denen sie nur für Haushalt und Kinder gelebt hat, bringt das Internet und die Flucht zu Facebook wieder die Welt in ihr Leben und sie werden zu Rettungsankern in einem still gewordenen Künstlerinnenleben. Doch dann überschattet eine Diagnose alles andere. Eine Freundschaft zwischen zwei Frauen und eine Lebensbilanz zwischen Krankheit und Facebook, zwischen Scheidung und Online-Liebe. Ein bewegender Film, der noch lange nachwirkt.

Annekatrin Hendel: „Ein schweres Thema, wer den Film gesehen hat, hat das aber nie bereut, im Gegenteil. Ich habe die Erfahrung mit dem Film gemacht, dass jeder, der den Film sah, mit neuen Ansichten das Kino verlassen hat. Jeder auf seine Weise, jeder mit seinem Horizont, denn was so persönlich verhandelt scheint, ist doch universell und wir haben alle mit diesem oder jenem Berührung. Ob es das Sterben ist, aber auch Freundschaft, Suche nach Glück, Erfüllung und Liebe, überhaupt die Suche nach dem was für einen richtig ist und wenn es nur vernünftige Lebensumstände und die pure Existenz sind. Und eben Scheitern. Aber es geht auch um Leidenschaft und die Kunst“.

Weitere Informationen unter:

http://www.filmbuero-mv.de/de/filmfoerderung/gefoerderte_produktionen/kff_gp_f/fuenf_sterne

http://www.ostseebad-ahrenshoop.de/schnell-suchen-und-finden/eventlist/details/event/show/2-beitrag-des-sonderprogramms-der-13-ahrenshooper-filmnaechte

https://itworksmedien.com

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Neuansiedlung in Ludwigslust – Grundsteinlegung für Logistikzentrum der Fenix Outdoor Logistics GmbH

MV ist attraktiver Wirtschaftsstandort für internationale Investoren – Sogwirkung für weitere Investitionen – mindestens 66 neue Arbeitsplätze entstehen vor Ort

"Wander-Weekend", Foto: DJH LV M-V

„Wander-Weekend“, Foto: DJH LV M-V

29.8.2017 – Die Fenix Outdoor Logistics GmbH errichtet im Ludwigsluster Industriegebiet Stüdekoppel ein neues Logistik-Zentrum. Das Unternehmen gehört zur Schweizer Gesellschaft Fenix Outdoor International AG, stellt Outdoor-Produkte her und vermarktet diese. „Mecklenburg-Vorpommern erweist sich erneut als attraktiver Wirtschaftsstandort für internationale Investoren. Bedeutend ist vor allem die Schaffung neuer Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt. Hier am Standort entstehen mit dem neuen Logistikzentrum der Fenix Outdoor Logistics GmbH im ersten Schritt mindestens 66 neue Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Grundsteinlegung. Wirtschaftsminister Glawe übergab vor Ort einen Fördermittelbescheid. Die Neuansiedlung wurde begleitet durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg mbH. „Wir setzen darauf, dass durch die Ansiedlung des internationalen Konzerns im Industriegebiet Stüdekoppel eine Sogwirkung für Investitionsvorhaben von weiteren Firmen entsteht. Das trägt auch zu weiterem wirtschaftlichen Wachstum in der Region bei“, so Glawe weiter.

Standortvorteile haben überzeugt – Region punktet mit guter Erreichbarkeit der Märkte in Deutschland und Skandinavien

Von Ludwigslust aus soll nach Unternehmensangaben ab Ende 2018 das gesamte Versandgeschäft für die Fenix Holding abgewickelt werden. Dazu zählen unter anderem die Marken Fjällräven, Primus und Hanwag sowie die Einzelhändler Globetrotter Ausrüstung in Deutschland, Partioaitta in Finnland und Naturkompaniet in Schweden. Dafür entstehen im Industriegebiet eine neue, knapp 10.000 Quadratmeter große Logistikhalle sowie ein über zwei Etagen angrenzendes Bürogebäude. Weiterhin wird in den Maschinenpark investiert, unter anderem in eine automatisierte Taschensorteranlage, Anlagen für das Retourenlager sowie Gabelstapler. „Die Standortvorteile Mecklenburg-Vorpommerns haben das Unternehmen überzeugt. Vor allem die Anbindung an die Übersee- und Ostseehäfen über das naheliegende Bundesautobahnnetz und die dadurch mögliche gute Erreichbarkeit der Märkte in Deutschland und Skandinavien waren für das Unternehmen ausschlaggebend bei der Standortwahl“, sagte Glawe.  Hans-Joachim Heuer, Director Supply Chain Management der Fenix Outdoor Logistics GmbH, dazu: „Hinsichtlich der Infrastruktur und Anbindung haben wir in Ludwigslust optimale Bedingungen gefunden. Wir bauen hier eine `Best in Class´-Logistik für die Zukunft auf und ich hoffe, dass wir bei anhaltender positiver Geschäftsentwicklung sehr bald die nächsten Ausbaustufen umsetzen können.“

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Unternehmens auf 18,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 2,7 Millionen Euro. „Die Region Westmecklenburg insgesamt hat sich wirtschaftlich positiv entwickelt. Wir werden weiter Neuansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen unterstützen. Das stärkt die Wirtschaft im ganzen Land und schafft sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Informationen zur Investitionsförderung von Unternehmen in der Stadt Ludwigslust und im Landkreis Ludwigslust-Parchim

Seit 2011 wurden in der Stadt Ludwigslust zehn Vorhaben bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 26 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von knapp 3,9 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium unterstützt. Dadurch sind 113 Arbeitsplätze neu geschaffen und 341 Arbeitsplätze gesichert worden. Dabei handelt es sich unter anderem um das Maschinenbauunternehmen Rattunde & Co. GmbH, das seine Betriebsstätte um ein Sozialgebäude erweitert hat, um weitere Mitarbeiter einstellen zu können und damit die Produktionskapazitäten zu erhöhen. Mit dem Vorhaben wurden 157 Arbeitsplätze gesichert und 26 Jobs neu geschaffen. Die LSS Lewens Sonnenschutz-Systeme GmbH & Co. KG hat jüngst in ein neues Bürogebäude, eine neue Lagerhalle sowie in den Maschinenpark investiert. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden seit 2011 insgesamt 155 Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 628 Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 117,8 Millionen Euro unterstützt. Durch die Investitionen wurden 2.407 Dauerarbeitsplätze neu geschaffen und 7.485 Jobs gesichert. In Gallin hat sich beispielsweise die Schur Pack Germany GmbH mit einem Faltschachtelwerk angesiedelt und beschäftigt 130 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist auf die Produktion und den Vertrieb von Faltschachteln aus Papier, Karton und Kunststoffen spezialisiert. Die Rothkötter Mischfutterwerk GmbH baut derzeit in Boizenburg/Elbe erstmals eine Betriebsstätte. Die BGT Boizenburger Gummitechnik GmbH & Co. KG erweitert gerade die bestehende Betriebsstätte um eine neue Fertigungslinie.

Logistikbranche in Mecklenburg-Vorpommern

Nach Angaben der „Logistik-Initiative Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ gibt es im Land 5.200 Logistikunternehmen mit 31.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erwirtschaften.

Informationen zum Unternehmen

Die Fenix Outdoor International AG ist eine Schweizer Gesellschaft mit Sitz in Zug. Die Gruppe teilt sich in drei Segmente: Marken, Global Sales und Einzelhandel (Frilufts Retail). Das Fenix Outdoor Markensegment besteht aus fünf Outdoor-Marken (Fjällräven, Hanwag, Brunton, Primus und Tierra). Der Einzelhandelsbereich besteht aus Naturkompaniet (Schweden), Partioaitta (Finnland) und Globetrotter Ausrüstung (Deutschland).

„Macht und Pracht“ – Greifswalder Einrichtungen laden am 10. September zum Tag des offenen Denkmals ein

Denkmaltag_2017_PlakatDer diesjährige Tag des offenen Denkmals am 10. September widmet sich dem Thema    „Macht und Pracht“. In Greifswaldhaben viele Einrichtungen dieses Motto aufgegriffen und öffnen ihre Türen. Bei der Auftaktveranstaltung um 10 Uhr im Rathaus beleuchtet Bauhistoriker André Lutze den Backstein. Er war nicht nur Baumaterial, sondern hatte eine besondere Bedeutung für die historischen Gebäude, für die er verwendet wurde. Rainer Neumann betrachtet den Lutherhof als „Ort von Selbstvergewisserung gegenüber staatlicher Macht“. Im Anschluss um 12:30 Uhr stellen André Lutze und Historiker Dr. Felix Schönrock bei einem Stadtrundgang ausgewählte denkmalgeschützte Gebäude vor. Auch die Bedeutung des Backsteins für das ehemalige Kloster Eldena und die ehemalige Landwirtschaftliche Akademie in der Hainstraße wird ab 15 Uhr bei einer Führung beleuchtet. Das sozio-kulturelle Zentrum St. Spiritus und das Caspar-David-Friedrich-Zentrum bieten Führungen und Mitmachangebote an. Auch das Alte Elektrizitätswerk sowie das ehemalige Gesellschaftshaus in der Stralsunder Straße 10/11 können besichtigt werden. Die Kirchen St. Nikolai und St. Marien sind den ganzen Tag geöffnet und bieten ein umfangreiches Programm, unter anderem Gottesdienste, Führungen und Orgelmusik. Bei einem Rundgang durch das historische Westend (14 Uhr) wird erläutert, wie sich dieses Viertel entlang der Langen Straße in den letzten Jahren gewandelt hat. Das Gustav-Dalmann-Institut der Greifswalder Universität verwahrt die Utensilien für eine orientalische Kaffeezubereitung. Ab 11 Uhr kann man erfahren, wie die Beduinen einen Kaffee als Meisterstück der Gastfreundschaft zubereiteten. Dem historischen Verlauf des Ketscherin-Baches widmet sich eine Führung im Stadtteil Schönwalde II (Treffpunkt 11 Uhr, Parkplatz am Schönwalde-Center, Anklamer Str./Thälmannring). Das Greifswalder Programm finden Sie auch unter www.greifswald.de.

„Macht und Pracht“

Architektur und Kunst drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand, weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Das geschieht durch Form- und Materialwahl, den Einsatz von Technik und Technologien, die Art der künstlerischen Ausgestaltung mit Farben, Motiven und Ornamentik, den gewählten Bauplatz und die Qualität der eingebunden Baumeister, Architekten, Künstler und Handwerker. Der diesjährige Tag des offenen Denkmals möchte die Besucher dazu anregen, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von „Macht und Pracht“ auseinanderzusetzen. Weitere Infos unter: http://tag-des-offenen-denkmals.de/

Tourismus in MV legt im ersten Halbjahr leicht zu

Branche zeigt sich insgesamt robust / Regensommer dämpft Erwartungen für Hauptsaison

Unter schwierigen Bedingungen legt die Tourismusbranche im 1. Halbjahr 2017 noch einmal leicht zu und erreicht auch in den Sommermonaten Juli und August ein insgesamt gutes Ergebnis.

Greifswalder Rathaus, Foto Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Greifswalder Rathaus, Foto: Pressestelle HGW

Laut aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Amtes wurden zwischen Januar und Juni dieses Jahres in den größeren gewerblichen Tourismusbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern 11,8 Millionen Übernachtungen gezählt. Das sind 0,9 Prozent mehr als im bislang stärksten Jahr 2016. Allerdings bleibt das Wachstum im Nordosten hinter dem für Deutschland ausgewiesenen Zugewinn von 3,2 Prozent bei Gästeübernachtungen zurück. Harry Glawe, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, sagte: „Wir haben weiter Zuwächse bei Übernachtungen und Gästen. Die Entwicklung ist so, dass wir für das diesjährige erste Halbjahr sogar einen Übernachtungs- und Gästerekord vermelden können. Das ist – vor allem wegen der Sturmflut im Januar und auch dem ansonsten bislang eher durchwachsenen Wetter – ein insgesamt gutes Ergebnis. Touristische Rekorde sind keine Selbstverständlichkeiten. Ich halte es dennoch für realistisch, dass wir das bisherige Top-Ergebnis aus 2016 trotz der Wetterkapriolen in diesem Jahr halten beziehungsweise leicht verbessern. Jeder Zuwachs ist hart erarbeitet. Deshalb gilt mein Dank vor allem den Unternehmen, Touristikern, Gastronomen und Kommunen. Sie alle tragen zu einem tollen Aufenthalt im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern bei.“ Der Vorsitzende des Landestourismusverbandes, Wolfgang Waldmüller, ergänzte: „Die Branche hat die Herausforderungen im ersten Halbjahr und insbesondere im teils verregneten Sommer angenommen, sich robust, leistungsstark und flexibel gezeigt und damit ein insgesamt gutes Ergebnis erreicht. Vielerorts habe es einen höheren Aufwand bei der Organisation von Veranstaltungen, bei der Gästebetreuung und auch beim Management von Beschwerden gegeben, die bei schlechterem Wetter erfahrungsgemäß zunehmen würden“, erklärte Waldmüller. Von der mäßigen Witterung profitiert hätten hingegen Museen und Erlebniseinrichtungen, die teilweise starke Zuwächse vermelden.

Erstes Halbjahr: Städte, Hotels und Campingplätze legen zu / Rückgänge bei ausländischen Gästen und in einigen Regionen

Die Mecklenburgische Seenplatte und die Mecklenburgische Schweiz (+7,0 Prozent), Usedom (+2,2 Prozent) sowie das Vorpommersche Festland (+1,3 Prozent) stützen das Wachstum von Januar bis Juni. Leichte Rückgänge gab es an der Mecklenburgischen Ostseeküste (-0,2 Prozent), auf der Insel Rügen und in Westmecklenburg (jeweils -0,8 Prozent). Die signifikantesten Rückgänge muss die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst verkraften (-4,6 Prozent). Alle größeren Städte des Urlaubslandes konnten wiederum Zuwächse bei den Übernachtungszahlen verzeichnen. Wismar liegt dabei mit einem Zuwachs von 15,2 Prozent an der Spitze. Auch die Hansestädte Greifswald (+9,2 Prozent), Stralsund (+2,7 Prozent) und Rostock (+2,2 Prozent) legten merklich zu. Die Landeshauptstadt (+2,4 Prozent) sowie die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg (+3,7 Prozent) verzeichneten ebenfalls positive Übernachtungszahlen.

Abgesehen von den Ferienunterkünften (-2,1 Prozent) bewegten sich im ersten Halbjahr alle statistisch erfassten Unterkunftsarten im positiven Bereich. Zulegen konnten insbesondere die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken (+2,9 Prozent), die Hotels (+1,8 Prozent) sowie die Campingplätze (+1,4 Prozent). Der Camping-Bereich wurde vor allem vom starken Juni-Ergebnis angetrieben, mit dem der Juni des Vorjahres um 17 Prozent übertroffen wurde. „Camping ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie der Ausbau einer modernen Infrastruktur mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort im Einklang steht. An vielen Plätzen im Land sind in den vergangenen Jahren hochmoderne Campingplätze in der Natur entstanden. Durch moderne Ausstattung und Infrastruktur können inzwischen auch Schlechtwetterphasen teilweise überbrückt werden. Die Branche hat sich erfolgreich wettbewerbsfähig aufgestellt“, betonte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe weiter.

Teils empfindliche Rückgänge muss Mecklenburg-Vorpommern bei Gästeübernachtungen aus dem Ausland verkraften. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden rund 348.000 Übernachtungen von rund 140.000 Gästen verzeichnet – das sind 6,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Verluste sind unter anderem aus wichtigen Herkunftsländern wie den Niederlanden (-23,1 Prozent), der Schweiz (-5,1 Prozent) und Österreich (-2,7 Prozent) zu verzeichnen. „Das Potenzial aus dem Ausland ist nach wie vor groß. Wir müssen mit langem Atem in die Bekanntheit und in gute Anreiseverbindungen investieren, dann wird sich der internationale Tourismus langfristig positiv entwickeln. Mit dem Engagement beim 50. Suisse Caravan Salon in Bern, bei dem Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr als Partnerland auftritt, wollen wir noch im Herbst ein Zeichen setzen“, erklärte Wolfgang Waldmüller.

Sommersaison: MV gut gebucht / Spontanreisende bleiben zum Teil aus

Statistische Zahlen für die Sommermonate Juli und August liegen noch nicht vor, jedoch weist eine aktuelle Umfrage des Landestourismusverbandes unter rund 200 Quartiersanbietern auf einen insgesamt zufriedenstellenden Verlauf der Sommersaison hin: Rund 38 Prozent der Befragten gaben an, während der Sommerferien eine Auslastung der Zimmer beziehungsweise Stellplätze von 90 oder mehr Prozent erreicht zu haben. Rund 40 Prozent schafften eine Auslastung zwischen 75 und 90 Prozent; weitere knapp zwölf Prozent lagen zwischen 50 und 75 Prozent. An der Ostseeküste, auf den Inseln und Halbinseln war die Auslastung dabei etwas höher als im Landesinneren. Eine Reihe von Unternehmen beklagte jedoch den im Vergleich zu den Vorjahren spürbaren Rückgang spontan anreisender Gäste, wodurch einige Betten frei blieben. Auch in Quartieren in Lagen abseits der Küste wurden zum Teil weniger Gäste und Übernachtungen gezählt.

Insgesamt lag die Auslastung im Sommer der Umfrage zufolge etwas unter der des Vorjahres (2016: 84,1, 2017: 82,7 Prozent). 8,0 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, besser als im gleichen Zeitraum 2016 gebucht gewesen zu sein; jedoch konstatierten 44 Prozent im Vergleich zu 2016 eine geringere Nachfrage. Ab Mitte des Monats August sank in vielen Betrieben die Auslastung etwas, da in einer Reihe von Bundesländern die Sommerferien endeten. Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Umfrage rechnet der Tourismusverband für die Monate Juli und August mit mehr als zwei Millionen Übernachtungsgästen und mehr als zehn Millionen Übernachtungen in den größeren, für die Statistik relevanten Übernachtungsbetrieben. Im Jahr 2016 wurden in den beiden Sommermonaten 10,5 Millionen Übernachtungen von mehr als zwei Millionen Gästen verbucht. Die Werte des Vorjahres werden durch das Ausbleiben von Spontanbuchern jedoch voraussichtlich nicht ganz erreicht.

Weitere Informationen http://www.urlaubsnachrichten.de/?p=20740?utm_source=urlaubsnachrichten&utm_medium=rss&utm_campaign=tmv-web 

Veröffentlicht 30. August 2017 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

Kabinett beschließt die Handlungsempfehlungen der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland mitzutragen und zu unterstützen

Leben in höchstmöglicher Qualität, bester medizinischer und pflegerischer Versorgung ermöglichen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto: Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto: Joachim Kloock

29.8.2017 – Gesundheits- und Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Dienstag im Kabinett die Handlungsempfehlungen im Rahmen einer Nationalen Strategie zur Umsetzung der „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ vorgestellt. „Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen. Das bedeutet, dass in der letzten Lebensphase die Vorstellungen, Wünsche und Werte jedes einzelnen respektiert und Entscheidungen unter Achtung unseres Willens getroffen werden. Mit den Handlungsempfehlungen soll schwerstkranken und sterbenden Menschen ein Leben in höchstmöglicher Qualität, bester medizinischer und pflegerischer Versorgung sowie größtmöglicher Selbstbestimmung bis zum Tod ermöglicht werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ setzt sich seit dem Jahr 2010 für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Träger der Charta sind die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. und die Bundesärztekammer. In fünf Leitsätzen werden Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe formuliert, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Ziel ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen unter anderem eine umfassende medizinische, pflegerische, psychosoziale Betreuung und Begleitung zu ermöglichen, die seiner individuellen Lebenssituation und seinem hospizlich-palliativen Versorgungsbedarf Rechnung trägt. Im Oktober 2016 wurde die Nationale Strategie für die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen aus einer Allianz von mehr als 50 Organisationen – unter anderem der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. – verabschiedet. Die Handlungsempfehlungen basieren auf dem Anspruch auf bestmögliche Lebensqualität und dem damit verbundenen besonderen Bedarf an Versorgung und Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie der ihnen Nahestehenden. „Wir setzen damit einen einstimmigen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz in Mecklenburg-Vorpommern um“, sagte Glawe. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen das vierte Bundesland, das den Handlungsempfehlungen beitritt.

Informationen zur Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es elf Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), die 2007 in das Sozialgesetzbuch V eingeführt wurden. 17 Krankenhäuser bieten im Land stationäre Palliativversorgung an, teilweise in eigenen Stationen. Darüber hinaus gibt es acht stationäre Hospize und 21 ambulante Hospizdienste.

Informationen zum Hospiz- und Palliativtag 2017

In Mecklenburg-Vorpommern findet am 25. November 2017 in Ribnitz-Damgarten der „Hospiz- und Palliativtag 2017“ unter dem Titel „Tod und Trauer in unterschiedlichen Kulturen“ statt. Veranstalter ist die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz- und Palliativmedizin Mecklenburg-Vorpommern e.V. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.hospiz-mv.de. Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat die Schirmherrschaft der Veranstaltung inne.

Greifswald lädt am 15. September zur 15. Greifswalder Kulturnacht

Von Salsa mit Blüten, Bettzeug im Buchladen, Party im Schrank und Singenden Balkonen

DruckAm 15. September zeigen rund 50 Mitveranstalter, wie kreativ Kultur in Greifswald ist. Zur Kulturnacht wird wieder getanzt, gesungen, gelauscht, geschaut, gefeiert, gejammt, gebastelt und gelesen. Zum 15. Jubiläum können Nachtschwärmer einige neue Wege gehen:  Einer führt zum wohl kleinsten mobilen Klub des Landes mit eigenem DJ. Der nur sechs Quadratmeter große „Schrank“ wird vor dem Pommerschen Landesmuseum aufgebaut. Etwas mehr Platz bietet das Magie-Zelt Am Mühlentor. Dort kann man sich in „Pautzingers Magischem Salon“ im wahrsten Sinne des Wortes verzaubern lassen. Wen es ins Grüne zieht, kann die Gewächshäuser des Botanischen Gartens bei Nacht erkunden. Bei kurzen Führungen erfahren die Gäste Wissenswertes über die Geschichte und botanische Entdeckungen. „Komm in den Garten“ heißt es in der Münterstraße 4. Dort treffen düstere Texte auf Punkrock. In diesem Jahr wird viel gelesen: Unter anderem im Tierpark, im Hafen, der wirkstatt, der Stadtbibliothek, im Garten der Kunstwerkstätten sowie in der Rats- und Unibuchhandlung. Hier können Lesehungrige erstmals die ganze Nacht zwischen den Bücherregalen verbringen. Für diese besondere Lesenacht mit Kissen muss man sich jedoch vorher anmelden. Traditionell wird die Kulturnacht um 18 Uhr mit den „Singenden Balkonen“ in Schönwalde II eröffnet. Es werden wieder unbekannte Balkone angesteuert, auf denen sich neue, bislang  verborgene Talente präsentieren.

Die Programmhefte liegen im Rathaus, in der Greifswald-Information am Markt, bei den Mitveranstaltern in Greifswald und anderen Orten aus. Das vollständige Programm und etwaige Ergänzungen sowie eine Online-Karte mit allen Veranstaltungsorten finden Sie auch auf www.greifswald.de/kulturnacht. Die Grafik für die Kulturnacht wurde in diesem Jahr von Stefan Schwandt, 2. Ausbildungsjahr der Medien- und Informatikschule an der Wirtschaftsakademie Nord, gestaltet. Die Kulturnacht wird vom Amt für Bildung, Kultur & Sport der Universitäts- und Hansestadt koordiniert und beworben.

Der Zoo feiert Orang-Utan-Baby-Taufe und 5 Jahre DARWINEUM

Viele Überraschungen und freier Eintritt für alle Besucher mit roten Haaren am 8. September

Orang-Utan-Mädchen im Zoo Rostock geboren, Foto: Joachim Kloock

Orang-Utan-Baby, Foto: Joachim Kloock

29.8.2017 – Am 8. September vor fünf Jahren wurde das „lebendige Museum“ im Zoo Rostock eröffnet. Inzwischen leben im DARWINEUM rund 700 Tiere aus 66 Arten, doppelt so viele Arten wie im Startjahr 2012. Dazu kommen mittlerweile mehr als 1.000 Tiere aus etwa 100 Arten im Korallenriff. Hier hat sich die Artenzahl sogar verdreifacht. Auf die Erfolge in Zucht und Tierhaltung sind die Zoomitarbeiter, allen voran die Tierpfleger, sehr stolz. Das soll gefeiert werden: Am Freitag, den 8. September 2017, gibt es ein Geburtstagsfest, zu dem auch der Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, Roland Methling, erwartet wird. Das Fest zum 5-jährigen Bestehen des DARWINEUM steht dabei ganz im Zeichen der Orang-Utans. Die  Gruppe der rotbraunen „Waldmenschen“ hatte gerade mit dem Nachwuchs von Hsiao-Ning vor einem Monat wieder für Schlagzeilen gesorgt. „Wir freuen uns unbändig über den weiteren Nachwuchs in der Orang-Gruppe. Schon Surya hat die Besucher in ihren Bann gezogen, jetzt ist eine weitere rothaarige junge Dame dazu gekommen“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Deshalb haben wir uns überlegt, dass Besucher mit roten Haaren zum Festtag freien Eintritt in den Zoo haben“, kündigte Zoodirektor Udo Nagel an. Die Idee stamme aus dem Ape Rescue Center Monkey World in Großbritannien, der Heimat der jungen Mutter Hsiao-Ning.

Nach der Eröffnung der Geburtstagsparty um 10 Uhr ist die symbolische Taufe des kleinen Orang-Utan-Mädchens geplant, das am 24. Juli geboren ist. Unter den fünf Namensvorschlägen der Tierpfleger konnte im Vorfeld für den persönlichen Favoriten abgestimmt werden. Tausende haben sich an der Online-Abstimmung beteiligt. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Roland Methling und Orang-Utan-Pate Ralf Zimlich, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, wird feierlich das Porträt-Schild mit dem Namen des jüngsten Tropenhallenbewohners enthüllt.

Ein weiteres Highlight des Geburtstagsfestes ist die Ausstellung von Gemälden, die die Orang-Utans eigenhändig angefertigt haben. Die Bilder von Dinda, Hsiao-Ning und Sabas in wilden Farben können auch erworben werden. Im DARWINEUM gibt es außerdem Sonderführungen, zahlreiche Informationen und Aktionen wie Kinderschminken. Um 11 und 15 Uhr startet im Kinosaal eine 40-minütige, geheimnisvolle Expedition auf der Suche nach den Tränen der Meerjungfrauen. „Jona und die Tiefseemonster“ ist der Titel des Video-Tanz-Theaters, eines Projektes des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung.