Archiv für 17. Juli 2017

Baustoffhersteller aus Rostock entwickelt innovatives Verschlussmaterial für Altstadtpflaster

Innovatives Forschungsvorhaben verschönert das Stadtbild

Fugenverschlussmaterial bei intensiven Tests, Foto:  Stones

Fugenverschlussmaterial bei intensiven Tests, Foto: Stones

Die Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe mbH aus Rostock forscht derzeit an einem neuartigen Verschlussmaterial für Altstadtpflaster. Deren Lücken sind häufig besonders breit, deshalb müssen sie abriebsfest und erosionsbeständig sein, aber dennoch den Wasserabfluss gewährleisten. „Wir haben in vielen Städten und Gemeinden unseres Landes das ortsbildprägende Altstadtpflaster liegen. Mit dem innovativen Forschungsvorhaben des mittelständischen Familienunternehmens Stones GmbH soll es gelingen, die Pflasterung möglichst langlebig zu erhalten und gleichzeitig das Stadtbild zu verschönern. Ziel ist es, ein flexibles und wasserdurchlässiges Verschlussmaterial zu entwickeln, dass der Erosion und dem täglichen Abrieb standhält“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

Fugenmaterial auf pflanzlich-mineralischer Basis stützt historische Pflasterung

Die historischen Pflasterungen mit sogenannter ungebundener Bettung gelten als die ältesten ihrer Art. Der Vorteil ist, dass sich die Steine dynamisch belasten lassen und somit auch Temperaturspannungen ungehindert abgebaut werden können. Zudem sind die Pflasterdecken wasserdurchlässig. Durch Regen und den Einsatz von Kehrmaschinen werden die Fugen jedoch ausgewaschen. In der Folge verlieren die Steine mit der Zeit ihren sicheren Halt und werden dadurch zur Stolperfalle für Passanten. Die leeren Fugen führen außerdem dazu, dass sie beim Überfahren erheblichen Lärm erzeugen und ein Magnet für Unrat sowie Unkraut sind. Bisher wurde stets versucht, dieses Problem mit starren Fugen in gebundener Form zu lösen. Doch bei starken Temperaturschwankungen halten diese Fugen der Belastung nicht stand und reißen. Danach dringt Wasser ein und bei Frost besteht die Gefahr, dass das Gefüge zusammenbricht. Durch den gezielten Einsatz von umweltfreundlichen organischen Polymeren soll ein organisch-mineralisch gebundenes Fugenmaterial entwickelt werden. Mit einer gewissen Elastizität würden sich die Steine so gegenseitig stützen und als Fahrbahndecke eine optimale funktionale Einheit bilden. Die Bindung des Fugenmaterials und der stabilisierten Wegedecken erfolgt auf pflanzlich-mineralischer Basis. „Die Stones GmbH entwickelt, produziert und vertreibt ökologische Baustoffe und leistet so über ihr Fugenmaterial einen Beitrag zur Schonung unserer Umwelt“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 132.000 Euro. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für das Vorhaben auf mehr als 245.000 Euro. Für die Förderung von wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation stellt das Wirtschaftsministerium in der EU-Förderperiode bis 2020 aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) 168 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Förderung wirtschaftsnaher Forschung, Entwicklung und Innovation hat eine hohe Priorität in Mecklenburg-Vorpommern. Daraus entstehen wettbewerbsfähige Produkte, Verfahren und Technologien. Das ist ein wesentlicher Schlüssel für die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung im Land“, sagte Glawe. Die Stones – Gesellschaft für mineralische Baustoffe mbH befindet sich im Familienbesitz und vertreibt seine innovativen Produkte vorzugsweise über den Baustoff-Fachhandel in Deutschland und Europa. www.stones-baustoffe.de

Experten aus Bizerte informieren sich über Abfallwirtschaft

Experten aus Bizerte informieren sich über Abfallwirtschaft, Foto: Joachim Kloock

Experten aus Bizerte informieren sich über Abfallwirtschaft, Foto: Joachim Kloock

17.7.2017 – Themen der Abfallwirtschaft stehen auf dem Programm einer fünfköpfigen Delegation aus Rostocks befreundeter Stadt Bizerte/Tunesien, die seit gestern Rostock besucht. Der Gruppe gehören Experten aus der Stadtverwaltung von Bizerte, aus dem Entsorgungsunternehmen und aus dem tunesischen Umweltministerium an. Neben einem Workshop im Rostocker Rathaus am heutigen Montag zu Fragen der Kompostierung organischer Abfälle sind Besuche eines Recyclinghofs, des Technikums der Universität Rostock, auf einer Deponie und in Kompostierungsanlagen in Wismar und Schwerin geplant. Ziel ist der kurzfristige Aufbau einer kommunalen Grünschnitt-Kompostierung und die mittelfristige Einführung eines Abfallmanagements nach Rostocker Vorbild in Bizerte. Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Aufnahme und Pflege freundschaftlicher Beziehungen zwischen Bizerte und Rostock am 14. Februar 2017 in Berlin wurde der unter anderem auch von Peter Stein, Mitglied des Deutschen Bundestages, initiierte Weg der Kooperation mit der Hafenstadt Bizerte fortgesetzt. Im Jahr 2015 gab es erste Kontakte zu Bürgermeister Riadh Lazzem, der auch bereits bei einer Hanse Sail zu Gast war. Im März 2016 war dann erstmals eine Rostocker Delegation unter Leitung von Bürgerschafts-Vizepräsident Frank Giesen zu Gast in der 115.000-Einwohner-Stadt. Dem folgte der Besuch einer Rostocker Wirtschaftsdelegation im November. Bizerte ist die nördlichste Stadt Afrikas und wurde bereits um 1100 vor Christus gegründet. Sie ist eine bedeutende Hafenstadt und Zentrum der tunesischen Erdölindustrie. Hier befinden sich aber auch der größte Militärflugplatz der Luftwaffe und das Hauptquartier der tunesischen Marine.

Mannschaftsfoto des F. C. Hansa Rostock der Saison 2017/2018

Mannschaft des F. C. Hansa Rostock 2017/2018, Foto: Joachim Kloock

Hinten von links: Arzt Dr. Holger Strubelt, Physiotherapeut Tobias Hamann, Soufian Benyamina, Mike Owusu, Tommy Grupe, Oliver Hüsing, Tim Väyrynen, Joshua Nadeau, Menelik Chaka Ngu’Ewodo, Torwarttrainer Stefan Karow, Athletiktrainer Björn Bornholdt.

Mitte von links: Ärztin Christine Kühn, Physiotherapeut Jakob Kühn, Physiotherapeut Frank Scheller, Zeugwart Andreas Thiem, Marcel Ziemer, Amaury Bischoff, Julian Riedel, Jeff-Denis Fehr, Mounir Bouziane, Vladimir Rankovic, Johannes Berger, Arzt Dr. Frank Bartel, Co-Trainer Uwe Ehlers, Cheftrainer Pavel Dotchev.

Vorn von links: Jakob Gesien, Christopher Quiring, Stefan Wannenwetsch, Fabian Holthaus, Kai Eisele, Luis Zwick, Eric Gründemann, Philipp Puls, Willi Evseev, Bryan Henning, Harry Föll, Lukas Scherff.

Foto: Joachim Kloock