Archiv für 12. Juli 2017

Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Stadtjubiläum 2018 größte Qualitätsstadt in Deutschland werden

Top in Puncto Angebot und Service – sieben neue Mitstreiter

QualitätsStadt Rostock_Zertifikatsübergabe an 7 neue Mitstreiter_(c) TZRW Joachim Kloock12.7.2017 – Service Qualität rückt immer mehr in das Bewusstsein der Kunden. Das betrifft jedes Unternehmen, welches Kundenkontakt pflegt. Die Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde hat sich zusammen mit Rostock Marketing auf die Fahnen geschrieben, sich dem Thema verstärkt anzunehmen. Beim Standortmarketing spielen das Angebot und der Service vor Ort eine besonders wichtige Rolle und sind längst zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden. Als Teil der Qualitätsoffensive konnten nun heute sieben weitere Unternehmen durch die Initiative „ServiceQualität Deutschland“ zertifiziert werden. Um im nächsten Jahr pünktlich zum 800-jährigen Stadtjubiläum den begehrten Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, bedarf es jedoch noch einiger weiterer Mitstreiter. „In den vergangenen Jahren konnten wir die Zahl der Gäste, die ihren Urlaub bei uns an der Ostsee verbringen, stetig steigern. Das Ganze ist jedoch kein Selbstläufer und deshalb versuchen wir, Betriebe zu überzeugen, die Qualität des Services im Unternehmen und damit auch im Ort stetig zu verbessern“, sagte Matthias Fromm, Tourismusdirektor der Hansestadt Rostock. „Viele Gäste schauen ganz genau auf die Angebote ihres Urlaubsziels, so dass die Servicequalität für uns zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil geworden ist. Umso erfreulicher ist nun, dass sieben weitere Unternehmen bis Anfang Juli zertifiziert werden konnten. Damit sind wir nunmehr bei 26 Teilnehmern angelangt. Um im nächsten Jahr den Titel „Qualitätsstadt“ zu erhalten, benötigen wir allerdings insgesamt 50 Betriebe.Deshalb hoffen wir, im Vorfeld des großen Stadtgeburtstages noch einige Unternehmen gewinnen zu können“, so Fromm. Sollte das ehrgeizige Ziel 2018 erreicht werden, wäre Rostock die größte Qualitätsstadt in Deutschland.

Deutschlandweite Initiative für mehr Kundenzufriedenheit

Ursprünglich ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Deutschen Tourismusverband mit dem Ziel,das Qualitätsbewusstsein in den Unternehmen zu steigern und damit die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu verbessern. Kernaspekte stellen dabei die Integration, Motivation und Förderung der Mitarbeiter dar. Die Zertifizierung des branchenübergreifenden Qualitätsmanagementsystems läuft in insgesamt drei Stufen ab, die sich unter den Schlagwörtern Sensibilisierung, Fokussierung und Intensivierung zusammenfassen lassen. Hierfür sind Schulungen der Mitarbeiter notwendig, die den Unternehmen helfen, ihre eigenen Abläufe zu hinterfragen und in der Konsequenz Qualität und Angebot zu steigern. Aktuell gibt es in Deutschland rund 3.200 zertifizierte Betriebe. Seit 2007 ist die Hotel und Gaststätten Marketing GmbH des DEHOGA MV Landeskoordinierungsstelle für die ServiceQualität Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern und konnte bislang in MV über 90 Unternehmen zertifizieren. Die Kosten hierfür beginnen bei 95 Euro und richten sich nach der Größe des Betriebes sowie dem gewählten Leistungspaket. 

Servicequalität genießt bei Unternehmen höchste Priorität

Matthias Dettmann, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern e.V. und Geschäftsführer der Hotel und Gaststätten Marketing GmbH MV, betont die besondere Bedeutung für die Teilnehmer: „ServiceQualität Deutschland ist ein einfach handhabbares und kostengünstiges Qualitätsmanagementsystem mit Mehrwert.Von einer Auszeichnung profitieren nicht nur die Kunden und Gäste, die in Ihren Erwartungen und Wünschen ernst genommen und überrascht werden, sondern auch die Mitarbeiter, die an der Qualitätsoptimierung im Unternehmen aktiv mitwirken und neue Serviceideen einbringen. Aber auch Unternehmer haben Vorteile, da sie durch interne Qualitätsverbesserungen eine starke Bindung der Gäste und Mitarbeiter an den Betrieb erreichen. Davon profitieren alle Seiten.“ „Wir begleiten die Initiative mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit und veranstalten regelmäßig Informationsveranstaltungen. Momentan stehen wir im engen Kontakt zu den Ämtern der Hansestadt, um diese von einer Teilnahme zu überzeugen, schauen aber selbstverständlich auch bei uns selbst, was wir verbessern können. Die nächsten Schulungstermine sind für September und November diesen Jahres geplant“, informierte Matthias Fromm, der hofft, dass weitere Betriebe dem Aufruf folgen. Neben der Verbesserung des eigenen Angebotes profitieren die Unternehmen außerdem von dem branchenübergreifenden Netzwerk und der Möglichkeit der Durchführung eines Mystery Checks, der in Zusammenarbeit mit Julia Kaufmann von Kaufmann &Kirner – mystery shopping and more angeboten wird. Regelmäßig werden Treffen aller Teilnehmer abgehalten und auch zwischen den einzelnen Kommunen erfolgt ein reger Austausch. Von den 26 bisher in Rostock zertifizierten Betrieben befinden sich 10 in den Seebädern.

Neu hinzu gekommen bzw. rezertifiziert worden sind folgende Unternehmen: AFZ Aus- undFortbildungszentrum Rostock, Ankes Restaurant und Pension, BVCD Camping-Akademie, Bundesverband der Campingwirtschaft Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern e.V. (BVCD/MV), MV-IT-Systeme, PINAX Werbemedien und Sorglos-Urlaub vom Institut für Bildung und Gesundheit. Zu den bereits zuvor zertifizierten Unternehmen gehören unter anderem der Zoo Rostock, die Rostocker Messe- und Stadthallengesellschaft und das Hotel NEPTUN.

Was im Jahre 2001 seinen Anfang nahm,ist nun dank der Initiative ServiceQualität Deutschland ein bundesweit bereitgestelltes, dreistufiges System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten anhand praxisorientierter Instrumente. Kleinen und mittleren Betrieben im Hotel-,Gastronomie- und Tourismusbereich sowie Dienstleistungsunternehmen bietet die Initiative ein einfaches Qualitätsmanagementsystem, das hilft, die Qualität des Betriebs kontinuierlich zu optimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Eine bessere Dienstleistung verspricht begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Geschäftspartner.Viele Betriebe haben die Vorteile schon erkannt und profitieren nun davon. Die geprüften Betriebe dürfen sich durch das Qualitätssiegel „Q“ ausweisen und setzen damit ein Zeichen,dass sie an Weiterentwicklung interessiert sind, an der Servicequalität arbeiten und diese nachhaltig verfolgen. Für Endverbraucher ist es die Sicherheit, einem nach geprüftem Qualitätsstandard zertifizierten Betrieb vertrauen zu können.  

WeitereInformationen

www.q-deutschland.de

www.servicequalitaet-mv.de

www.rostock.de/qualitaetsstadt.html

Bildunterschrift: QualitätsStadtRostock, Übergabe der Zertifikate ServiceQualität Deutschland an sieben neue Unternehmen, Foto: Joachim Kloock

447.580 Euro für Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik

Ministerin Hesse: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald engagiert sich seit vielen Jahren in der Niederdeutschförderung

Foto: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Universität Greifswald, Foto: Presse HGW

12.7.2017 – Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verstärkt die Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich Niederdeutsch von Lehrerinnen und Lehrern sowie Fachkräften in Kindertageseinrichtungen. Dazu hat die Universität Greifswald ein Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik eingerichtet. Das Land unterstützt das Vorhaben in den Jahren 2017 bis 2020 mit insgesamt 447.580 Euro. Die Einrichtung eines solchen Zentrums ist im Landesprogramm „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ vorgesehen. „Plattdeutsch ist eine lebendige Sprache und gehört zu Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Mir ist die Förderung der niederdeutschen Sprache wichtig. Wenn wir erreichen wollen, dass sich mehr junge Menschen für das Niederdeutsche begeistern, müssen wir auch die Zahl derjenigen erhöhen, die die niederdeutsche Sprache in unseren Schulen vermitteln. An den allgemein bildenden Schulen gibt es derzeit 62 Lehrkräfte, die über eine Lehrbefähigung für das Fach Niederdeutsch verfügen“, erläuterte Hesse.Aufgabe des Kompetenzzentrums für Niederdeutschdidaktik ist es, die bestehende Lehrerausbildung zu stärken und die berufsbegleitenden Fort- und Weiterbildungsangebote für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen sowie Lehrerinnen und Lehrer zu unterbreiten. Das Kompetenzzentrum ergänzt die Angebote des Instituts für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) in Schwerin. Außerdem soll das Kompetenzzentrum den Plattdeutsch-Wettbewerb des Landes begleiten, der im Jahr 2018 das nächste Mal ausgetragen wird. „Seit vielen Jahren engagiert sich die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald in der Niederdeutschförderung“, so Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Studienangebote sind gezielt auf die Sprachvermittlung und den Spracherwerb ausgerichtet. Ich freue mich, dass sich die Universität Greifswald bereiterklärt hat, das Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik einzurichten und wünsche den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel Erfolg. Sie sind wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für alle, die sich im Fach Niederdeutsch aus-, fort-, und weiterbilden wollen“, so Hesse.

Neue Kita-Ausbildung kann starten – Drese: Wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs  

Kindergarten - Pause, Foto: Joachim Kloock

Kindergarten, Foto: Joachim Kloock

12.7.2017 – Der Landtag hat heute die Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) beschlossen. Damit ist der Weg frei für den Start der neuen dualorientierten Ausbildung von Kita-Erzieherinnen und -Erziehern bereits zum Schuljahr 2017/18. „Wir schaffen zügig ein auf den frühkindlichen Bereich spezialisiertes, ergänzendes Ausbildungsangebot und sind damit mit Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bundesweit Vorreiter“, sagte Sozialministerin Stefanie Drese im Landtag. „Das ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Fachkräftebedarfs in unseren Kitas.“ Die Ministerin zeigte sich überzeugt, dass der neue Ausbildungsgang „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in für 0- bis 10-Jährige“ sowohl für Schulabsolventen und Umschüler als auch für Einrichtungsträger hoch attraktiv ist. „Die Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung und haben von Anfang an eine enge Bindung zu ihrer Kita. So gewinnen wir Fachkräfte, die sich mit ihrer Einrichtung identifizieren und gern und lange dort verweilen“, betonte Drese. Sehr positiv stimmen Ministerin Drese die bereits rund 100 Anmeldungen zum Start der Ausbildung. „Sie werden nach drei Jahren fachlich hochqualifizierte und praxiserprobte Erzieherinnen und Erzieher für Krippe, Kindergarten und Hort  sein, die ihren Platz in unseren Kitas finden werden“, sagte Drese an den ersten Ausbildungsjahrgang gerichtet. Die sehr gute Qualifizierung müsse sich nach Ende der Ausbildung auch in der gleichwertigen Entlohnung niederschlagen. Drese: „Es ist deshalb richtig, dass Landesregierung und Landtag die Gleichwertigkeit beider Erzieherausbildungsgänge noch einmal ausdrücklich betonen und damit die Position der Gewerkschaften in ihren künftigen Verhandlungen zur Durchsetzung einer entsprechenden tariflichen Eingruppierung stärken.“ Mit der Änderung des KiföG gelingt nach Ansicht der Ministerin zudem eine moderate Ausdehnung des Fachkräftekatalogs, ohne das hohe Qualitätsniveau in der Kindertagesförderung zu gefährden. „Ich freue mich, dass im Beratungsverlauf eine kindheitspädagogische Grundqualifizierung für künftige Kita-Fachkräfte, die nicht aus den klassischen Berufsfeldern kommen, verankert worden ist. Diese umfasst mindestens 250 Stunden sowie ein achtwöchiges Praktikum“, verdeutlichte Drese. Die Ministerin dankte zum Abschluss all denjenigen, die sich an der fachlichen Debatte um die neue Erzieher-Ausbildung für die 0- bis 10-Jährigen sachlich beteiligt und sie mit Leben erfüllt haben. Drese: „Wir hatten ein rasantes und anstrengendes Gesetzgebungsverfahren mit vielen Abstimmungsrunden. Aber ich sage auch, so muss ein parlamentarisches Verfahren, ein demokratischer Gesetzgebungsprozess laufen. Und das Resultat kann sich sehen lassen. Es ist ein sehr gutes Ergebnis, das heute vorliegt“, so Drese.

Ministerpräsidentin Schwesig setzt auf verlässliche Regierungsarbeit und Bürgerdialog

Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig hat heute im Landtag im Schweriner Schloss ihre Regierungserklärung abgegeben. 

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, © Susie Knoll

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, © Susie Knoll

12.7.2017 – „An erster Stelle stehen für mich die Bürgerinnen und Bürger“, erklärte die neue Ministerpräsidentin zu Beginn ihrer Rede. „Ich will die Ministerpräsidentin aller Menschen in unserem Land sein: der Mecklenburger wie der Vorpommern, der Männer wie der Frauen, der Kinder und Jugendlichen wie der mittleren und der älteren Generation. Die Ministerpräsidentin derer, denen es gut geht und die mit der Entwicklung unseres Landes zufrieden sind, genauso wie der Menschen, die unzufrieden sind und deren Erwartungen sich bislang nicht erfüllt haben. Für sie alle will ich da sein und mich einsetzen. Ich setze auch auf einen engen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern.“  Schwesig kündigte an, dass drei Themen weiter im Mittelpunkt der Regierungsarbeit stehen sollen: Wirtschaft und gute Arbeit, Familien und Kinder und der soziale Zusammenhalt. Auch die solide Finanzpolitik des Landes soll weiter fortgesetzt werden. „Bei den inhaltlichen Schwerpunkten der Regierungsarbeit setze ich ganz klar auf Verlässlichkeit und Kontinuität“, sagte Schwesig.  Darüber hinaus will sich die neue Ministerpräsidentin auch aktiv in Entscheidungen auf Bundesebene einbringen. „Als Ministerpräsidentin werde ich die Interessen Mecklenburg-Vorpommerns auf Bundesebene vertreten – und zwar unabhängig davon, wer im Kanzleramt sitzt. Darauf können sich die Menschen im Land verlassen!“

Wirtschaft und gute Arbeit

„Unsere wichtigste Aufgabe besteht auch in Zukunft darin, Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich voranzubringen, damit Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden, und zwar gute Arbeitsplätze mit fairen Löhnen und arbeitnehmerfreundlichen Arbeitsbedingungen. Denn trotz aller Fortschritte in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt hat unser Land immer noch Rückstand. Die Wirtschaftskraft und die Einkommen sind niedriger, die Arbeitslosigkeit und das Armutsrisiko höher als anderswo. Daran müssen wir arbeiten“, erklärte die Ministerpräsidentin. Dazu sei wichtig, dass sich das Land wirtschaftlich noch breiter aufstelle. Neben dem Tourismus seien auch die Land- und Ernährungswirtschaft, die erneuerbaren Energien, die Gesundheitswirtschaft, die maritime Industrie, das Handwerk die Automobil-, Luftfahrt- und Raumfahrtzulieferindustrie von Bedeutung für Mecklenburg-Vorpommern. „Mein Ziel ist, dass wir in einigen Jahren als ein Land wahrgenommen werden, in dem man nicht nur zwei oder drei Wochen sehr gut Urlaub machen kann, sondern als ein Land zum Leben und Arbeiten. Und das an 365 Tagen im Jahr“, sagte Schwesig.  Neue Akzente will Schwesig beim Thema „Digitalisierung“ setzen: „Ich bin davon überzeugt: „Die Digitalisierung eröffnet gerade einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern neue wirtschaftliche Chancen. Und die sollten wir gemeinsam nutzen.“ Voraussetzung dafür sei, dass die Versorgung mit schnellem Internet verbessert werde.  Die Ministerpräsidentin kündigte ein 10-Millionen-Programm des Landes an, „um die Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen. Wir wollen aufbauend auf den guten Erfahrungen, die unser Land mit den Technologie- und Gründerzentren gemacht hat, Zentren für digitale Startups aufbauen. Und wir wollen mit einem Förderprogramm bereits bestehende Unternehmen dabei unterstützen, sich auf die neuen Möglichkeiten einzustellen.“

Familie und Kinder

Der zweite Schwerpunkt sei die Stärkung von Familien und Kindern. „Und das heißt für uns vor allem: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und für gute Kitas, gute Tagespflege und gute Schulen sorgen“, so Schwesig. Das Land habe in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Kinderbetreuung im Land zu verbessern. Jetzt sollen die nächsten Schritte folgen: „Wir werden zum 1. Januar 2018 die Elternbeiträge für die Kita um 50 Euro pro Kind absenken. Mit Ausnahme des letzten Kindergartenjahres, weil es da schon einen Zuschuss gibt. Das sind 600 Euro im Jahr – das ist eine deutliche Entlastung für die Eltern in unserem Land“, sagte Schwesig. In einem zweiten Schritt sollen dann zum 1. Januar 2019 die Eltern, die zwei oder mehr Kinder in der Kita haben, noch einmal zusätzlich entlastet werden. „Sie zahlen dann für das zweite Kind nur noch den halben Elternbeitrag und ab dem dritten Kita-Kind gar nichts mehr.“ Das langfristige Ziel der Landesregierung sei die beitragsfreie Kita. „Wir werden dieses wichtige Ziel aber nur Schritt für Schritt erreichen können. Und wir werden dabei umso schneller sein, wenn wir dabei die Unterstützung des Bundes haben“, erklärte Schwesig. Sie kündigte an, im Jahr 2018, wenn die finanziellen Auswirkungen der Bundestagswahl klar seien, einen Stufenplan für den Weg zur beitragsfreien Kita vorzulegen. In den Schulen setzt die Landesregierung auf gute Bildung und einen engen Dialog mit Lehrern, Eltern und Schülern. Die wichtigsten Aufgaben seien hier die Umsetzung der Inklusion, der Ausbau der Ganztagsschulen und die Sicherung des Lehrerbedarfs.

Text weiterlesen unter http://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=129028&processor=processor.sa.pressemitteilung http://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=129028&processor=processor.sa.pressemitteilung 

Drei Tage Sonderurlaub für die besondere Einsatzbelastung in Hamburg

Landesregierung dankt Polizistinnen und Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern

Landespolizei elektrisiert. Neuer Funkstreifenwagen mit Elektroantrieb, Foto: IM M-V

Funkstreifenwagen mit Elektroantrieb, Foto: IM M-V

11.7.2017 – Die Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig und Innenminister Lorenz Caffier sprechen allen Polizistinnen und Polizisten des Landes, die anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg eingesetzt waren, ihren herzlichen Dank aus. Über 700 Einsatzkräfte der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern waren zu Spitzenzeiten in Hamburg im Einsatz. Außergewöhnliche Einsatztage mit schwierigen und teilweise gefährlichen Situationen liegen hinter den Polizistinnen und Polizisten. Besonders die Kolleginnen und Kollegen der Aufrufeinheiten der Polizeipräsidien, die am Freitag den 07. Juli 2017 alarmiert wurden und in kürzester Zeit zum Einsatz kamen, hatten keine Zeit der Vorbereitung. Sie gliederten sich dennoch nahtlos in die Einsatzbewältigung in Hamburg ein. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die anlässlich des polizeilichen Einsatzes zum G20-Gipfel in Hamburg eingesetzt waren, erhalten in Anerkennung ihrer Arbeit und aufgrund der zu bewältigenden besonderen Herausforderungen in Hamburg drei Tage Sonderurlaub. Die Überstunden, die im Rahmen dieses Einsatzes geleistet wurden, werden auszahlungsfähig sein oder sind auf Wunsch auch durch Freizeit vergütbar. „Die Polizeibeamtinnen und –beamten aus Mecklenburg-Vorpommern haben durch ihr professionelles und besonnenes, der Situation angepasstes Handeln mit dafür gesorgt, dass ihre Kolleginnen und Kollegen aus Hamburg die notwendige Unterstützung erfahren haben, die aufgrund der gewalttätigen Ausschreitungen notwendig waren und die ich nochmals auf das Schärfste verurteile“, so Innenminister Lorenz Caffier.

„Die Ereignisse in Hamburg haben deutlich gemacht, dass Gewalttäter aus dem Schutz friedlicher Versammlungen heraus ihre Straftaten begehen und auch nur zu diesem einzigen Zweck angereist waren. Das war auch für unsere Polizistinnen und Polizisten eine neue Qualität gegenüber allen bisherigen Gipfel-Treffen.“  „Ich danke allen Polizistinnen und Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern, die in Hamburg in einem schweren Einsatz waren. Die linksextremen Gewalttäter müssen hart bestraft werden“, erklärt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.  Die hohe Gefährdung der Staatsgäste sowie die Größe der begleitenden Veranstaltungen und die flächenmäßige Ausdehnung über die gesamte Hansestadt verlangten die Umsetzung eines umfassenden Sicherheitskonzeptes. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns hat die zu bewältigenden Aufgaben in Hamburg stets als gesamtdeutsche Verpflichtung angesehen und die Unterstützung Hamburgs als eine Selbstverständlichkeit.  In persönlichen Gesprächen mit Einsatzkräften vor Ort hat sich Minister Caffier davon überzeugen können, dass die Polizeibeamtinnen und –beamten trotz teilweise schwieriger Arbeitsbedingungen hochmotiviert waren. Ein Einsatz in dem beschriebenen Umfang stellte höchste Ansprüche an die technische und logistische Unterstützung, insbesondere an Unterbringung und Versorgung.  „Ich möchte auch den Polizeikräften danken, die zwar nicht in den Einsatz eingebunden waren, aber durch ihre Tätigkeit in ihren Heimatdienststellen die erhöhten Belastungen mitgetragen haben“, sagte Minister Caffier abschließend.

Elternentlastung ohne neue Schulden – Regierung MV beschließt Doppelhaushalt

Kabinettsklausur zum Doppelhaushalt © Staatskanzlei

Kabinettsklausur zum Doppelhaushalt © Staatskanzlei

11.7.2017 – Die Landesregierung hat heute ihren Entwurf für den Doppelhaushalt 2018 und 2019 verabschiedet. Er sieht auch in den kommenden beiden Jahren keine Neuverschuldung vor. Steigen sollen die Ausgaben für Investitionen, Kitas, Polizei und Kommunen. „Mir ist wichtig, dass Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft einen Kurs der soliden Finanzpolitik fährt. Ich möchte nicht, dass wir unseren Kindern einen Riesenberg an Schulden hinterlassen“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs auf der Landespressekonferenz in Schwerin. „Es ist ein Haushalt mit klaren Schwerpunkten. Wir investieren gezielt in Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur. Bei den Kitas lösen wir unsere Zusagen ein und entlasten die Eltern. Und mit mehr Polizisten stärken wir die Innere Sicherheit. Das ist ein gutes Paket für die beiden kommenden Jahre.“ Finanzminister Mathias Brodkorb: „Wir bleiben unserer finanzpolitischen Linie treu: Keine neuen Schulden und gezielte Investitionen in die Schwerpunkte, die den Menschen bei uns im Land besonders wichtig sind.“ Allerdings warnte Brodkorb auch vor den Unsicherheiten, die mit dem Doppelhaushalt verbunden sind: „Wir haben im September eine Bundestagswahl. Alle Parteien werben mit Steuerentlastungen in Milliardenhöhe. Das würde sich auch auf unsere Einnahmen niederschlagen.

Im Entwurf des Doppelhaushalts sind in den kommenden beiden Jahren deutlich höhere Steuereinnahmen geplant. Im kommenden Jahr rechnet die Landesregierung mit einem Plus von 232 Mio. Euro, für das Jahr darauf werden weitere 53 Mio. Euro zusätzlich erwartet. Die Gesamtausgaben steigen 2018 auf 8,07 Mrd. Euro (+186 Mio. Euro gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr), im folgenden Jahr sind sogar Ausgaben von rd. 8,12 Mrd. Euro geplant. Das sind die höchsten Ausgaben in der Geschichte des Landes. Den größten Anteil an den Ausgaben hat weiterhin das Personal. So zahlt das Land im Jahr 2018 voraussichtlich 2,06 Mrd. Euro (+44 Mio. Euro gegenüber dem laufenden Haushaltsjahr) für seine Beschäftigten und Versorgungsempfänger. 2019 steigen die Personalausgaben dann voraussichtlich auf 2,14 Mrd. Euro. Dieser Anstieg ist neben den Tarifsteigerungen nicht zuletzt auf die Entscheidung der Landesregierung zurückzuführen, die Stellenzahl im Bereich der Polizei, aber auch im Bereich der Schulen zu erhöhen. Auch die Umsetzung der weiteren politischen Schwerpunkte führt zu Mehrausgaben des Landes. Allen voran die Ausstattung der Kommunen, die sich deutlich verbessert. Hier steigen zum einen die Mittel für den Kommunalen Finanzausgleich gegenüber dem Vorjahr um 38 Mio. Euro. Zum anderen zahlt das Land in einen kommunalen Entschuldungsfonds 37 Mio. Euro in 2018 und ab 2019 33,5 Mio. Euro jährlich ein. Die Elternentlastung von 50 Euro je Monat bei den Kitagebühren ab dem kommenden Jahr führt im Landeshaushalt zu Mehrausgaben von 24 Mio. Euro. Der Rückgang der Solidarpaktmittel hat keinen negativen Einfluss auf die Investitionstätigkeit des Landes. So plant die Landesregierung, im Jahr 2018 mit Investitionen von 1,21 Mrd. Euro – 35 Mio. Euro mehr als im aktuellen Haushaltsjahr. So steigen vor allem die investiven Ausgaben für die Kindertagesstätten (+21 Mio. Euro) und beim Wohnungs- und Städtebau (+10 Mio. Euro). Finanzminister Brodkorb: „Durch die erfolgreiche Haushaltskonsolidierung gelingt es uns, zunehmend aus eigener Kraft zu investieren und die Investitionen auf hohem Niveau zu stabilisieren. Für den weiteren wirtschaftlichen Aufholprozess ist dies eine wichtige Weichenstellung.“ Der Haushalt wird voraussichtlich im September in den Landtag eingebracht.

Ahlbeck, Binz, Zingst und Boltenhagen – AOK AKTIV STRAND geht erstmals „ON TOUR“

Einladung zu Spiel, Spaß und Sport an der Ostsee

Beachvolleyball, Foto: Joachim Kloock

Beachvolleyball, Foto: Joachim Kloock

12.7.2017 – Faul in der Sonne liegen und nichts tun? Oder doch lieber mit Freunden und Familie neue Sportarten ausprobieren und an der frischen Ostseeluft Spaß bei gemeinsamem Spiel und Bewegung haben? Dann aufgemerkt, es wird sportlich am Ostsee-Strand und genau das ist das Konzept des AOK AKTIV STRANDES, der erstmals auf Tour geht. Usedomer und Besucher können vor der einzigartigen Kulisse der Ostsee viele verschiedene Trendsportarten wie beispielweise Beachsoccer, Beachhandball oder Beachvolleyball auf ihren Funfaktor testen. Neben ihrem festen Standort im Ostseebad Kühlungsborn schlägt die AOK AKTIV STRAND SPIEL UND SPORTARENA ihre Zelte nun auch auf Usedom in Ahlbeck (22. Juli), auf Rügen in Binz (5. August), auf Fischland-Darß in Zingst (12. August) und im Ostseebad Boltenhagen (19. August) auf. Dazu sind alle sportbegeisterten Ostseebewohner und Gäste der Region recht herzlich eingeladen. Geleitet wird der AOK AKTIV STRAND vom ehemaligen Bundesligatrainer des F. C. Hansa Rostock, Andreas Zachhuber. „Wir wollen die Ostseefans anstecken mit unserer Idee eines AKTIV STRANDES, an dem der gemeinsame Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht“, betonte Matthias Auth, Leiter Sport und Gesundheit der AOK Nordost. „Insofern sehen wir uns als Sportkasse und Impulsgeber für eine gesunde Lebensweise, die die regelmäßige Aktivität und eine ausgewogene Ernährung in den Mittelpunkt stellt.

Volles Programm in Ahlbeck

Gestartet wird am Sonnabend, dem 22. Juli im Kaiserbad Ahlbeck. In Zusammenarbeit mit der Tourist Information Ahlbeck lädt die SPIEL- & SPORTARENA – der AOK AKTIV STRAND ON TOUR von 11 bis 21 Uhr zu aktiver Erholung mit Beachsoccer, Beachvolleyball und weiteren Sportarten am feinen Sandstrand in Ahlbeck ein (Strandaufgang 1y1z/Grenzstraße/Rathenaustraße). Direkt an der Ostsee können vier Spielfelder mit erstklassiger Ausrüstung und einem qualifizierten Trainerteam, das bis 17 Uhr zur Verfügung steht, frei genutzt werden. Sportgeräte können von 10 bis 18 Uhr gegen Pfand ausgeliehen werden. Von 11 bis 13 Uhr findet ein Beachsoccer-Training und -Turnier mit den erfolgreichen und mehrfachen Deutschen Meister der Rostocker Robben statt. Wer lieber pritscht und baggert, sollte sich das Beachvolleyball-Training mit dem Lokalmatador des HSV Insel Usedom von 14 bis 17 Uhr vormerken. Gleichzeitig wird von 14 bis 17 Uhr für die Handballfreunde ein Training im Beachhandball angeboten. Und auch das geht auf der Sommersonneninsel – „Eishockey“ mit den Rostocker Nasenbären von 11 – 14 Uhr. Ab 18 bis 21 Uhr wird zum sportlichen Match am Ahlbecker Strand auch noch angesagte Musik aufgelegt.