Archiv für 11. Juli 2017

„Die Zauberhafte“ – kleines Wisent-Mädchen auf den Namen Willow getauft

Jungtierpremiere für Wisentbulle Wilson und Tisnelda

Wisent-Mädchen Willow, Foto: Joachim Kloock

Wisent-Mädchen Willow, Foto: Joachim Kloock

10.7.2017 – Früher als erwartet gab es großen Grund zur Freude im Wisentgehege. Jungbulle Wilson, erst seit einem Jahr in Rostock, erlebte zusammen mit seiner Tisnelda eine Premiere. Am Kindertag, am 1. Juni, wurde ein kleines Wisentmädchen geboren. Nun haben die langjährigen Paten, Familie Stein aus Rostock, und Familie Schmidt, die sich an der öffentlichen Namenssuche beteiligt hat, den jüngsten Nachwuchs von Tisnelda und Wilson auf den Namen Willow getauft.  Marketingchef René Gottschalk bedankte sich bei den Tierpaten für ihr langjähriges Engagement für die stark bedrohte Tierart. „Alle unsere Tierpaten, insgesamt rund 200 Privatpersonen und Unternehmen, leisten viel für den aktiven Natur- und Artenschutz“, hob René Gottschalk hervor.

Eine Spielgefährtin für Walli

Unter vielen Vorschlägen hat sich letztendlich der Name Willow für die Tochter von Tisnelda und Wilson durchgesetzt. Der Name kommt aus dem altenglischen und ist nach der Weide benannt. Der Baum steht in der keltischen Mythologie für den Zauber, daher wird der Name auch mit „die Zauberhafte“ übersetzt. Mutter ist die am 7. Juni 2011 im Tierpark Berlingeborenen „Tisnelda“. Sie kam im Mai 2012 aus Berlin in den Rostocker Zoo. „Für Tisnelda ist es das erste Jungtier. Sie kümmert sich prima um ihr Kleines“, betonte Kuratorin Antje Zimmermann. Vater ist der erst im letzten Jahr aus dem Tierpark Neumünster an die Küste gekommene und im Juni 2016 von Innenminister Lorenz Caffier getaufte Bulle „Wilson“. Er wird am 6. August 3 Jahre alt. „Willow hat sich inzwischen prächtig entwickelt. Die Tierpfleger schätzen das Gewicht auf ca.40 kg. Momentan ernährt sich die Kleine noch von Muttermilch. Mit ca. drei Monaten wird sie versuchen, die erste feste Nahrung zu sich zu nehmen, in einem halben Jahr wird sie dann wie die erwachsenen Tiere der Herde Heu, Grünfutter und Äste fressen“, so Antje Zimmermann. Die stattlichen Wisente ernähren sich rein pflanzlich. Zur Gruppe um Nesthäkchen Willow auf der Wisentanlage im neuen Teil des Zoos gehören neben Tisnelda und Wilson auch noch Gerda (7) und die „Rostockerin“ Wabe (21) sowie die 2015 geborene Walli (1), die am 25. Juli ihren 2. Geburtstag feiert. Walli war 2015 der erste Wisent-Nachwuchs nach sieben Jahren im Rostocker Zoo. Eltern sind und die 2010 im Tierpark Hirschfeld geborene Gerda und der verstorbene Wisentbulle Wilkos. Seit 1960 gibt es Wisente im Zoo Rostock.

Gelebter Artenschutz

Das „Wildtier des Jahres 2014“ ist ein klassisches Beispiel für die Arterhaltungserfolge der Zoologischen Gärten. Denn eigentlich waren die Wildrinder in freier Natur schon ausgestorben. 1952 wurden die ersten Wisente aus mehreren Zoos im polnischen Urwald von Białowieża wieder der freien Natur überlassen. Heutegibt es ca. 3.600 freilebende Wisente in sechs Ländern – in Polen, der Ukraine, Weißrussland, Russland und Litauen und auch eine kleine Herde in Deutschland, im südwestfälischen Rothaargebirge. Auch der Rostocker Zoo hat sich an dem deutschen Auswilderungsprogramm beteiligt. Zum Schutz der Wisente arbeiten allein in Deutschland vier Regionalzentren, die Ansprechpartner für die ca. 80 Wisenthalter in Deutschland sind und deren Ziel die Qualitätssteigerung der Wisenterhaltungszucht ist. Der Wisent gilt in Europa als das größte Landsäugetier. Ausgewachsene Bullen können bis zu 1.000 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich 20 Jahren.

Informationen zur Tierpatenschaft

http://www.zoo-rostock.de/de/unser_zoo/foerdern_helfen/zoo_patenschaften

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UNESCO-Weltnaturerbe durch Buchenwälder in 10 europäischen Ländern erweitert

Buchenwald (Fagus sylvatica), Fotograf: Darkone, 26. September 2004, Wikipedia

Buchenwald, Foto: Darkone/Wikipedia

10.7.2017 – Am 7. Juli 2017 wurde die bestehende Welterbestätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ vom UNESCO-Komitee in Krakau erweitert. Es wurden weitere 63 Buchenwälder in zehn europäischen Ländern in die Welterbestätte aufgenommen. Die erweiterte Welterbestätte trägt nun den Namen „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. „Ich freue mich über diesen Erfolg für den Naturschutz. Damit können diese besonders wertvollen Buchenwälder, die es nur in Europa gibt, als Erbe der Menschheit für nachfolgende Generationen erhalten bleiben“, so Dr. Till Backhaus Minister für Landwirtschaft und Umwelt. In MV befinden sich seit 2011 zwei Teilgebiete dieser Welterbestätte: Ein 493 ha großer Buchenwald im Nationalpark Jasmund und ein 268 ha großer Buchenwald in Serrahn im Müritz-Nationalpark. „Ich bin stolz darauf, dass wir mit unseren Buchenwäldern in Mecklenburg-Vorpommern einen großen Beitrag für das Naturerbe in Deutschland geleistet haben und mit großem Beispiel vorangegangen sind“, sagte Backhaus. Ursprüngliche Buchenwälder gehen europaweit zunehmend verloren und sind mittlerweile eine Seltenheit geworden. Um den Schutz der letzten Reste einzigartiger alter europäischer Buchen(ur)wälder zu garantieren, hat das UNESCO-Komitee die bestehende Welterbestätte, zu denen auch fünf Wälder in Deutschland zählen, mit Buchenwäldern in Albanien, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Italien, Österreich, Rumänien, Slowenien, Spanien und Ukraine vervollständigt. Die ausgewählten Gebiete repräsentieren weitere Varianten des europäischen Buchenwaldes, die in der bisherigen Welterbestätte nicht vertreten waren. Die einzelnen Teilgebiete variieren stark in ihrer Größe, von 6,5 ha eines atlantischen Buchenwaldes bei Brüssel bis hin zu 5.100 ha in den rumänischen Karpaten. Mit der Erweiterung um rund 61.000 ha sind in der jetzt 13 Staaten umfassenden Welterbestätte rund 100.000 ha Buchenwälder besonders geschützt. Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie auf der Internetseite http://www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de sowie durch die Weltnaturerbe Buchenwälder-App, die Sie hier http://www.weltnaturerbe-buchenwaelder.eu und in allen App-Stores kostenlos herunterladen können.

Schuljahr 2017/2018: Land MV führt zusätzliche Deutschstunde ein

Schreiben und Lesen sind wichtige Basiskompetenzen

Schule, Foto: shutterstock.com

Schule, Foto: Shutterstock

10.7.2017 – Grundschülerinnen und Grundschüler der Jahrgangsstufe 1 und 2 erhalten vom kommenden Schuljahr an eine Stunde mehr Deutschunterricht. Die Schulen haben die entsprechende Stundenzuweisung für die zusätzliche Deutschstunde bereits erhalten. Die Kontingentstundentafel wird entsprechend geändert. In den Jahrgangsstufen 1 und 2 werden vom Schuljahr 2017/2018 an insgesamt 13 bis 15 Deutschstunden zur Verfügung stehen. Im laufenden Schuljahr sind es 12 bis 14 Stunden. „Sicheres Schreiben und Lesen gehört zu den wichtigen Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler in der Schule überhaupt erwerben“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit dem Mindestwortschatz an Grundschulen steht Lehrerinnen und Lehrern eine verbindliche Grundlage zur Verfügung, welche Wörter Schülerinnen und Schüler beherrschen müssen. Mit einer zusätzlichen Deutschstunde stärken wir das Kernfach Deutsch“, sagte Hesse. Mit der zusätzlichen Deutschstunde in der Schuleingangsphase sollen vor allem die Rechtschreibkompetenzen von Schülerinnen und Schülern verbessert werden. Das Land folgt damit dem Wunsch vieler Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer. In einer repräsentativen Lehrerumfrage hatten sich 37 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer dafür ausgesprochen, die zusätzliche Deutschstunde für den Kompetenzbereich Schreiben zu nutzen. 22 Prozent befürworteten hingegen den Kompetenzbereich Lesen „Die Meinung der Lehrerinnen und Lehrer, wofür die zusätzliche Deutschstunde verwendet werden soll, ist mir sehr wichtig. Unsere Lehrkräfte können am besten beurteilen, wo die Schülerinnen und Schüler mehr Übungszeit benötigen. Ich danke daher allen, die sich an dieser Umfrage beteiligt haben“, sagte Bildungsministerin Hesse. „Eindeutig waren auch die Antworten auf die Frage, ob zusätzliche Inhalte in den Rahmenplan aufgenommen werden sollen. Fast zwei Drittel der Lehrerinnen und Lehrer lehnten das ab“, erläuterte die Ministerin. An der repräsentativen Lehrerumfrage hatten sich 2.289 Lehrkräfte von 217 öffentlichen Grundschulen beteiligt. Das sind 88 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und Förderschulen, die die Umfrage erhalten hatten. Laut Umfrage sprachen sich 25 Prozent der Lehrkräfte dafür aus, die zusätzliche Deutschstunde in der Jahrgangsstufe 1 zu etablieren, 26 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer bevorzugten die Jahrgangsstufe 2.

Die Rostocker Kunsthalle wird zum „Zukunftslabor“

Dr. Susanne Jaschko ist die Kuratorin der experimentellen Ausstellung zum Universitätsjubiläum

Experiment Zukunft, Foto: Joachim Kloock10.7.2017 – Es ist wohl das ambitionierteste Projekt zum 600. Jubiläum der Universität Rostock. In Kooperation mit der Stadt Rostock ist eine Ausstellung mit internationaler Ausstrahlung unter dem Titel „Experiment Zukunft“ für 2019 in Planung. Dr. Susanne Jaschko (Foto) aus Berlin wird die Exposition als Kuratorin leiten. Vorgesehen sind dafür 1.800 m² Ausstellungsfläche auf zwei Etagen in der Kunsthalle Rostock sowie Aktionen im Außenbereich. „Wir sind sehr froh, mit Dr. Susanne Jaschko eine international erfahrene und anerkannte Kuratorin für die künstlerische Leitung der großen Ausstellung „Experiment Zukunft“ in der Kunsthalle gewonnen zu haben“, betonte Prof. Dr. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock. „Gemeinsam mit der Stadt, unseren Wissenschaftlern sowie der Kuratorin und den Künstlern wagen wir uns auf eine Reise, deren Zielort wir noch nicht kennen. Genau das macht diese Ausstellung so reizvoll und einzigartig“, so Schareck. Oberbürgermeister Roland Methling freute sich, dass es in unserer hektischen Zeit und im Doppeljubiläumfieber möglich ist, ein so packendes, aber auch aufwändiges Projekt zu realisieren. „Wir sind sehr gespannt, wie die Forscher und Künstler im kritischen Zusammenspiel die Zukunft und ihre Herausforderungen an uns alle erlebbar machen werden“, so Methling.

Kunst und Wissenschaft nach der Zukunft befragt

„Experiment Zukunft“ ist ein Projekt der Universität Rostock, die im Ausstellungsjahr ihr 600-jähriges Bestehen feiert. Die Ausstellung wird von Ende März bis Juni 2019 in der Kunsthalle und an anderen Orten in Rostock stattfinden. Mit über 20 künstlerischen Projekten in der Ausstellung sowie einem vielfältigen Workshop-, Film- und Performanceprogramm und einer zweitägigen internationalen Fachkonferenz ist „Experiment Zukunft“ das umfangreichste Vorhaben im Uni-Jubiläumsjahr. „Im „Experiment Zukunft“ treffen forschende Kunst und Wissenschaft aufeinander und loten gemeinsam die Zukunft aus. Mit diesem Ansatz und in dem geplanten Umfang ist es ein in der deutschen Kulturlandschaft herausragendes Projekt“, hob die Kuratorin Dr. Susanne Jaschko heute in der Kunsthalle Rostock hervor. „Die Ausstellung lenkt unseren Blick nach vorne und befragt die Wissenschaft und Kunst gemeinsam nach einem neuen und anderen Verständnis der Welt. Welche Perspektiven nehmen die beiden Disziplinen auf die Welt von morgen ein? Welche Zukunftsbilder lassen sich generieren und welche Handlungsräume eröffnen sich? Oder anders formuliert: Werden und wollen wir so leben? Und: Was ist zu tun?“, erläuterte die Kuratorin ihren konzeptionellen Ansatz. „Experiment Zukunft“ ist ein „Ausstellungsprozess“ mit fließenden Grenzen zum Alltag, zur Stadt und zum Naturraum – eine Art Labor, in dem Menschen zusammenkommen, um gemeinsam zu denken, zu reden, zu experimentieren und zu gestalten. Die Ausstellung soll auch polarisieren und provozieren, in dem ästhetische, ethische und gesellschaftliche Normen hinterfragt werden und gleichzeitig ein emotionaler und sinnlicher Ort sein, in dem auch körperliche Erfahrung zur Erkenntnis führt.

Mitmachen ist Programm und erwünscht

Das Ausstellungsprojekt soll verschiedene Besucher- und Teilnehmergruppen ansprechen. Ein entsprechend zugeschnittenes Veranstaltungsprogramm ist in der Entwicklung. Neben einer international angelegten zweitägigen Konferenz zu „Kulturen des Forschens“, die sich an Experten aus Kultur und Wissenschaft richtet, sind verschiedene Workshops und ein umfangreiches Filmprogramm für ein breites Publikum in Planung. „Experiment Zukunft“ bietet auch Kreativen aus Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit, das Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Zukunft künstlerisch zu erforschen. „Sie sind eingeladen, ihre Ideen einzubringen“, machte die Kuratorin deutlich. Interessenten können sich an das Uni-Jubiläumsbüro wenden (jubilaeum2019@uni-rostock.de).

Interdisziplinär und experimentell

Im Rahmen der Ausstellung werden vor allem Kunstprojekte präsentiert, die von dem Wissens-, Kultur- und Naturraum Nordeuropas und rund um die Ostsee inspiriert sind, deren Modellcharakter sie jedoch ohne weiteres auf andere Orte übertragbar macht. Eine besondere Rolle spielt dabei die Interdisziplinäre Fakultät der Universität Rostock, die die komplexen Zusammenhänge zwischen Kultur, Gesellschaft, Ökonomie und Ökologie erforscht. Die künstlerisch-wissenschaftlichen „Zukunftslabore“ im „Experiment Zukunft“ sind von ihr inspiriert und befassen sich thematisch mit dem Altern, dem Wissen, der Nanowelt und dem Lebensraum des Meeres.

Hintergrund

Dr. Susanne Jaschko (49) lebt und arbeitet in Berlin. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Baugeschichte und Germanistik promovierte sie über das Selbstporträt und Selbstverständnis in der Malerei der Sowjetischen Besatzungszone und DDR von 1949 bis in die 80er Jahre an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Seit 2004 ist sie international als freie Kuratorin, Autorin und Dozentin tätig und arbeitet an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Technologie, Wissenschaft und Gesellschaft. Als Kuratorin hat sie zahlreiche internationale Veranstaltungs- und Ausstellungsprojekte verantwortet. 2008/2009 leitete sie das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm sowie das Artist-in-Residence-Programm des Netherlands Media Art Institute in Amsterdam. Von 1997 bis 2000 war sie Kuratorin der transmediale, einem Festival für Kunst und digitale Kultur in Berlin; das sie von 2001 bis 2004 als Stellvertreterin organisierte. Dr. Susanne Jaschko arbeitete darüber hinaus als Dozentin an mehreren Hochschulen, auch im Ausland; aktuell ist sie Lehrbeauftragte an der Universität der Künste Berlin.

Bildunterschrift: „Experiment Zukunft“ – Stellten heute das Konzept der Ausstellung „Experiment Zukunft“, die international ausstrahlen soll, vor: Oberbürgermeister Roland Methling (v.li.), Rektor Prof. Wolfgang Schareck, Kuratorin Dr. Susanne Jaschko und Guntram Porath von der Kunsthalle. Foto: Joachim Kloock

Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg

Auch MV muss von Metropolregion profitieren – internationale Wahrnehmbarkeit der Region weiter ausbauen

10.7.2017 – Am Montag hat in Schwerin die IHK-Wirtschaftskonferenz Westmecklenburg stattgefunden. Im Mittelpunkt stand das Thema Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg. „Mit Schwerin und dem nun gesamten Kreis Ludwigslust-Parchim sind zwei weitere Partner zur Metropolregion hinzugekommen. Das wirtschaftliche Gewicht aus unserem Bundesland ist größer geworden. Mir ist wichtig, dass Mecklenburg-Vorpommern ebenso wie die anderen Partner von den Vorteilen einer Metropolregion profitiert. Das gemeinsame Handeln macht die Region als Ganzes erst stark und vor allem auch attraktiv. Die Wahrnehmbarkeit im internationalen Wettbewerb kann noch stärker betont werden“, machte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in der IHK zu Schwerin deutlich. „Als Teil der Metropolregion Hamburg wird der Wirtschaftsstandort Westmecklenburg seine eigenen Stärken einbringen und gleichzeitig auch von den Stärken Hamburgs profitieren. Hierdurch bekommt die wirtschaftliche Entwicklung Westmecklenburgs neue Impulse.“

Region entwickelt sich wirtschaftlich positiv

Die Industriedichte in der Region (Landeshauptstadt Schwerin, Landkreis Nordwestmecklenburg, Landkreis Ludwigslust-Parchim) entspricht mit 43 Industriebeschäftigten je 1.000 Einwohner dem Durchschnitt des Landes (43). „Die Region Westmecklenburg hat sich wirtschaftlich positiv entwickelt. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums sind eine Reihe von Neuansiedlungen erzielt worden, bestehende Unternehmen erweitern. In der Region machen sich vor allem die gut ausgebaute Infrastruktur, die verkehrsgünstige Lage sowie die Nähe zu Hamburg bemerkbar. Insbesondere der Hamburger Hafen als Logistikdrehscheibe für den internationalen Markt macht eine Unternehmensansiedlung im näheren Umfeld attraktiv. Chancen bestehen auch für Zulieferfirmen“, so Glawe weiter. Angesiedelt haben sich in den vergangenen Jahren unter anderem in Schwerin der Flugsitzhersteller ZIM, das Kaffeekapselwerk Nestlé, die Block Menü GmbH; (Restaurantzulieferer) in Zarrentin, die Schur Pack Germany GmbH in Valluhn-Gallin (Faltschachtelwerk), das Unternehmen AqVida GmbH (Produktionsstätte für Krebsmedikamente) in Dassow, die Rothkötter Mischfutterwerk GmbH (Produktion von Tierfutter) in Boizenburg sowie der Verschlusskappenhersteller United Caps GmbH oder die FVH Folienveredelung HamburgGmbH & Co. KG (Herstellung von Regranulaten durch Recycling von Folienabfällen) in Schwerin.

Unternehmensbesuch bei FLAMMEROTEC

Im Vorfeld der heutigen Konferenz fand ein Unternehmensbesuch bei FLAMMEROTEC statt. Die FLAMMAEROTEC GmbH & Co. KG mit Sitz im Industriepark Schwerin ist anerkannter Bauteil- und Baugruppenlieferant der nationalen und internationalen Luftfahrtzulieferindustrie, wurde 2005 gegründet und ist ein Beteiligungsunternehmen der FLAMM-Gruppe. „Das Unternehmen hat sich in den vergangenen Jahren als ein bedeutender Arbeitgeber für die Region entwickelt. Die Produkte sind international gefragt“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Aktuell arbeiten rund 350 Mitarbeiter im Unternehmen. „Das Beispiel FLAMMAEROTEC zeigt, dass der Standort Westmecklenburg als Schnittmenge von MV und der Metropolregion Hamburg punktet. Hier finden Unternehmen Raum, um sich weiter zu entwickeln und die Unterstützung der Akteure vor Ort“, sagt Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin. „Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von der Nähe zu Hamburg und der engen Zusammenarbeit, die wir durch weitere Projekte ausbauen möchten“, so Eisenach.