Archiv für 5. Juli 2017

„Durchstarten in MV sagt Danke!“ 

Berufliche Karriere beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern

Motiv Durchstarten in MV-Eure Gründe für MV4.7.2017 – „Durchstarten in MV sagt Danke!“: Die Hauptakteure der Fachkräfteinitiative bedanken sich mit einer besonderen Aktion bei denjenigen, die sich für einen erfolgreichen Start junger Menschen ins Berufsleben in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen. Im Haus der Kultur und Bildung sind am Dienstag (04. Juli) während einer Festveranstaltung der IHK Neubrandenburg zum Top-Ausbildungsbetrieb Dr. Nicole Landt (Geschäftsführerin der Elektro-Anlagenbau GmbH Neustrelitz), Carsten Willenbockel (General Manager Resort – Hotel Kaiserbad GmbH & Co. KG/Steigenberger Grandhotel and Spa Seebad Heringsdorf) sowie Gudrun Wiese (Lehrerin Regionale Schule mit Grundschule „C. W. B. Heberlein“ in Wolgast) geehrt worden. „Die Geehrten helfen jungen Menschen unermüdlich dabei, berufliche Perspektiven für den Karrierestart bei uns in Mecklenburg-Vorpommern aufzuzeigen. Ihr Engagement ist beispielhaft für die gesamte Region. Deshalb sagen wir gern ´Danke´“, so der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin.

Werben für eine berufliche Karriere in MV

Die Geehrten erhalten einen Pokal sowie eine Urkunde im „Durchstarten in MV“-Design. Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes werben gemeinsam mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) bei jungen Menschen für einen Karrierestart in Mecklenburg-Vorpommern. Aktuell gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit noch 4.909 unbesetzte Ausbildungsplätze in Mecklenburg-Vorpommern. Dem stehen 3.448 unversorgte Bewerber gegenüber (Stand Juni). „Wir werben für eine berufliche Karriere im eigenen Land und die beginnt mit einem Ausbildungsplatz in Mecklenburg-Vorpommern“, so Glawe weiter.

Durchstarten in MV mit Angeboten im Azubi-Atlas

Im Azubi-Atlas von „durchstarten-in-mv.de“ sind derzeit über 1.300 Unternehmen mit mehr als 3.000 Ausbildungsangeboten in über 300 Berufen zu finden. „Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, gezielt in ihren Wunschregionen nach Ausbildungsberufen, Praktika, Erfolgsgeschichten von Auszubildenden und Unternehmen zu suchen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Die Umkreissuche bietet ihnen die Chance, nicht weitab vom Wohnort einen Ausbildungsplatz zu finden. Zudem kann man auf der Website nach Branchen suchen, erfährt Details zu den einzelnen Ausbildungen und bekommt die direkten Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der Unternehmen sowie der Ausbildungsberater der Industrie- und Handelskammern angezeigt. Die Anmeldung für Unternehmen und die Nutzung für Ausbildungsplatzsuchende ist kostenlos.

Übersicht der Geehrten – „Durchstarten in MV sagt Danke!“ 

Dr. Nicole Landt, Geschäftsführerin der Elektro-Anlagenbau GmbH Neustrelitz (EAN)

Seit mehr als 67 Jahren und seit 2007 unter der Geschäftsführung von Dr. Nicole Landt verfügt der Wirtschaftsraum für das östliche Mecklenburg-Vorpommern über diesen engagierten Ausbildungsbetrieb. Insgesamt wurden seit 1990 im Unternehmen ca. 150 Auszubildende ausgebildet, dreimal sogar als Jahrgangsbeste. Durch das Unternehmen wurden und werden ehrenamtlich berufene Prüfer sowie die zugehörige Ausbildungswerkstatt als Prüfstätte bereitgestellt. Um das Know-how wie auch die besonderen Kompetenzen der derzeitig ca. 120 Mitarbeiter zu fördern, investiert das Unternehmen dauerhaft in die Fortbildung der Mitarbeiter. „Die höhere Berufsbildung zum Meister, Fachwirt und IHK-Betriebswirt ist ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen. Aber auch verlässliche Partner sind für das System der Beruflichen Bildung eine wichtige Voraussetzung. Das Engagement des Unternehmens EAN in der Bereitstellung von ehrenamtlichen Prüfungsausschussmitgliedern und Prüfstätten wollen wir mit dieser Ehrung anerkennen“, würdigt Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, das Engagement von Dr. Nicole Landt. „Die Maßnahmen der Elektro-Anlagenbau GmbH sind ein wesentlicher Beitrag, Fachkräfte im eigenen Unternehmen zu halten und durch eine intensive Ausbildung auch frühzeitig ans Unternehmen zu binden. Die Unternehmerin Dr. Nicole Landt leistet mit ihrem Engagement wertvolle Arbeit für die Region“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Carsten Willenbockel, General Manager Resort – Hotel Kaiserbad GmbH & Co. KG/Steigenberger Grandhotel and Spa Seebad Heringsdorf

Das Unternehmen bildet seit sechs Jahren am Standort erfolgreich aus und bietet auch jungen Menschen, welche nicht die besten Voraussetzungen für eine betriebliche Ausbildung haben, die Möglichkeit, einen Berufsabschluss in der regionalen Hotellerie und Gastronomie zu erreichen. Das Team um Carsten Willenbockel gehört seit Initiierung der Partnerschaft Schule:Betrieb Insel Usedom/Wolgast unter Federführung der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern mit zu den engagiertesten Mitstreitern aus vorrangig touristischen Unternehmen, um den Übergang von Schule in Ausbildung auch für neue Zielgruppen der betrieblichen Ausbildung zu gestalten. Zusammen mit der Förderschule „Am Stettiner Haff“ in Zirchow wurde ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen, indem sechs Schülerinnen und Schüler regelmäßig zu einem Praktikumstag in das Steigenberger Hotel kommen. „Die Idee unserer Partnerschaft Schule:Betrieb Insel Usedom/Wolgast ist es, Schulen und Unternehmen der Region an einen Tisch zu bringen und lokale Lösungen für wirksame Maßnahmen der beruflichen Orientierung zu entwickeln. Insbesondere freut es uns, dass nun auch diese jungen Menschen nicht in Übergangssystemen verweilen, sondern direkt betriebliche Erfahrungen sammeln können“, sagte Hauptgeschäftsführer Torsten Haasch. „Die Förderung und Integration von jungen Menschen, die einen höheren Unterstützungsbedarf haben, ist eine tolle Sache. Die Persönlichkeit eines jungen Menschen wird nicht nur durch Zeugnisnoten, sondern durch sein individuelles Gesamtverhalten bestimmt. Viele Talente und positive Eigenschaften spiegeln sich nicht in den Zeugnissen wider. Umso wichtiger ist es, jungen Menschen eine Chance zu geben. Mit Carsten Willenbockel und seinem Team werden neue Ideen in der Entwicklung von praktischen Projekten und neue Ideen in der Berufsorientierung eingeschlagen“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Gudrun Wiese – Lehrerin an der Regionale Schule mit Grundschule „C. W. B. Heberlein“ in Wolgast

Als Lehrerin für das Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik lebt Gudrun Wiese in Wolgast das Thema „Berufliche Orientierung“ durch Praxiserfahrung. Bestens vernetzt mit den lokal ansässigen Unternehmen kann sie auf eine hohe Bandbreite an Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten zurückgreifen. Hier versteht sie es, Betriebe und Bewerber zueinander zu führen und ist für alle Seiten als Ansprechpartner da. Als ehrenamtliche Mitorganisatorin der Berufsmesse „Kompass“ hilft sie aktiv dabei, dieses wichtige Instrument der Berufsorientierung für die Region Wolgast und Insel Usedom durchzuführen. „Guter Unterricht und gute Berufsorientierung sind der entscheidende Faktor, dass junge Menschen aus der Region in die passenden Ausbildungsbetriebe der Region einmünden. Dies funktioniert nicht nur aus dem Klassenraum heraus, sondern vor allem in den Unternehmen. Für das Engagement gegenüber ihrer Schülerinnen und Schüler sowie die regionale Wirtschaft, und für die ehrenamtliche Mitarbeit im Organisationsteam der Berufsmesse „Kompass“ wollen wir heute Frau Wiese Danke sagen“, so Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der IHK Neubrandenburg. „Die heimische Wirtschaft sucht händeringend Nachwuchs. Insofern ist es wichtig, dass es engagierte Ansprechpartner wie Gudrun Wiese gibt, die Schüler und Unternehmen engagiert zusammenbringt. Durch Projekte oder Praktika können Ausbildungsverträge entstehen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe in Schwerin.

Kulturpreis der Hansestadt Rostock 2017

Der Kulturpreis der Hansestadt Rostock 2017 wurde dem JugendSinfonieOrchester des Konservatoriums verliehen. Oberbürgermeister Roland Methling überreichte ihn anlässlich eines Konzertes in der Halle 207 an das JugendSinfonieOrchester (JSO) des Konservatoriums „Rudolf Wagner-Régeny“. Damit ehrt die Hansestadt Rostock die Verdienste des jungen Orchesters um das kulturelle Leben in der Hansestadt Rostock. Oberbürgermeister Roland Methling würdigte die stetig gewachsene musikalische Qualität des jungen Orchesters und erinnerte unter anderem an den umjubelten gemeinsamen Auftritt mit der Band KARAT im vergangenen Jahr in der Stadthalle beim Konzert „KARAT meets Classic“.  „Neben ihrem anspruchsvollen Schulalltag bringen diese jungen Menschen Musizierfreude, Zielstrebigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Teamgeist in ihr Ensemble ein. Und da wir uns im Reformationsjahr befinden, möchte ich Martin Luther zitieren:  „Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht“. Dafür gilt euch allen mein persönlicher Dank“, so der OB, der das JSO als wichtigen Kulturträger der Hansestadt Rostock würdigte.

Das vor 50 Jahren gegründete JugendSinfonieOrchester des Konservatoriums erreichte bereits in wenigen Jahren ein erstaunliches musikalisches Niveau. Sie erhielten Preise und Auszeichnungen und unternahmen Konzertreisen. Zu den großen Erfolgen zählt der 1. Preis beim Rundfunkwettbewerb der Musikschulen der DDR 1978. Ende des Jahres 1993 übernahm Edgar Sheridan-Braun das JugendSinfonieOrchester und leitet es bis heute.1996 und 2000 vertrat das JugendSinfonieOrchester Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich bei den Bundeswettbewerben des Deutschen Musikrates in Gera und Karlsruhe. Zum 60. Geburtstag des Konservatoriums 2001 wurden acht ausverkaufte, erfolgreiche Aufführungen des Musicals „Der Zauberer von Oss“ in der Inszenierung des Konservatoriums im Volkstheater vorgestellt. 2006 besiegelten die Norddeutsche Philharmonie und das JSO in einem Festakt im Volkstheater die bundesweit beachtete Orchesterpatenschaft zwischen einem Berufs- und einem Laienorchester. Seit dem Umzug des Konservatoriums 2012 in die umgebaute Stadtschule kann das JSO im neuen „Haus der Musik“ unter ansprechenden Bedingungen proben. Viele ehemalige Mitglieder des JugendSinfonieOrchesters spielen seit Jahrzehnten in führenden Orchestern Deutschlands, unter anderem auch in der Norddeutschen Philharmonie.

Der 1958 ins Leben gerufene Kulturpreis der Hansestadt Rostock wird seit 2005 alle zwei Jahre verliehen und ist mit 3.500 Euro dotiert. Er kann an Persönlichkeiten oder Vereinigungen aus Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, die für das Geistes- und Kulturleben der Hansestadt Rostock Hervorragendes geleistet haben, verliehen werden. Unter den Kulturpreisträgern der letzten Jahre finden sich so bekannte Namen wie der Jazzmusiker Andreas Pasternack, Kantor Prof. Markus Langer, Komponist Karl Scharnweber sowie die Musikpädagogin Franziska Pfaff.

Häfen mit Herz

Kleine Boote liegen am Kai, die Fischer sind am Vormittag längst wieder zurück von der Ostsee. An Mecklenburg-Vorpommerns Küste hat die Fischerei eine lange Tradition. Dirk Baumann ist Fischer aus Leidenschaft. Uns hat er von seinem Leben erzählt.  Eine Reise durch kleine, verträumte Fischerorte in Vorpommern.

Europa. Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Freest

Hafen Freest, Foto: TMV/Schüssler

Es ist sehr früh am Morgen. Über dem Greifswalder Bodden liegt noch Nebel, Tau glitzert an diesem Spätsommertag auf den Wiesen. Dirk Baumann ist schon auf den Beinen. Er ist Fischer in Freest und das Frühaufstehen gewohnt. „Nur der frühe Vogel fängt den Wurm“, meint er trocken und macht mit routinierten Handgriffen seinen Kutter startklar zum Auslaufen. Freest ist ein Ortsteil von Kröslin und liegt nordöstlich von Greifswald – dort, wo die Peene in den Greifswalder Bodden mündet. Der kleine Ort ist einer der ältesten Fischerorte Deutschlands. Reetgedeckte Häuser säumen die mit Kopfstein gepflasterten Straßen, alte Anker schmücken die Vorgärten. „Früher war das der Heimathafen für Hunderte Küstenfischer“, erzählt Dirk Baumann. „Heute haben nur noch 22 Fischer hier ihre Kutter liegen.“ Sein Blick schweift über die gelben Hütten im Hafen, und einen Moment scheint es, als würde er von vergangenen Zeiten träumen. Trotz dieses Rückgangs der Fischerei ist der Freester Hafen der größte seiner Art an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. „In den anderen Fischerorten gibt es vielleicht noch zwei oder drei Männer, die regelmäßig raus fahren“. Den maritimen Charme, den haben die meisten Dörfer aber behalten. Und ihre Häfen sind Orte zum Ankommen, Sich-zu-Hause-Fühlen – auch wenn das Fernweh beim Blick aufs Wasser immer ein wenig mitschwingt. In Altwarp am Stettiner Haff etwa stehen noch viele alte Kapitänshäuser im Backstein- und Fachwerkstil. Und am Hafen gibt es geräucherten Aal und Schnäpel von einem der letzten traditionellen Betriebe hier, der Familien-Fischerei Zach. Fast an der polnischen Grenze liegt das Örtchen Rieth. Auch hier dominieren liebevoll restaurierte Fischer- und Bauernhäuser. Fischer Peter Döring ist einer der letzten, die noch regelmäßig mit dem Boot vom kleinen Naturhafen raus auf die Neuwarper See fahren. Der Hafen ist Idylle pur: Das Wasser gluckst an den Steinen und den Schiffen und Kähnen, der Wind weht durch die Weiden am Ufer und am Abend versinkt die Sonne orange-rot im Neuwarper See. In Wieck bei Greifswald geht es geschäftiger zu: Hier gibt es noch zehn aktive Fischer. Dort, wo der Fluss Ryck in den Greifswalder Bodden mündet, liegt das kleine Fischerdorf. Im Ort zeugen niedrige reetgedeckte Katen aus dem 18. und 19. Jahrhundert von der langen Tradition dieses Berufsstands, rund um das Bollwerk des Ryck stehen bis heute historische ziegelgedeckte Kapitänshäuser und das alte backsteinerne Zollhaus.

Um ein wenig Geld dazu zu verdienen, webten die Fischersfrauen Teppiche

„Schon vor vielen Jahren konnten die Fischer in Freest ihren Lebensunterhalt nicht mehr allein durch diese Tätigkeit bestreiten“, erzählt uns Dirk Baumann. „Also webten die Frauen Teppiche mit Motiven aus der Fischerei und der Seefahrt, um sich etwas dazu zu verdienen.“ Einige sind in der Heimatstube ausgestellt. Wer die Fischer live erleben möchte, muss früh aufstehen: In LassanMönkebudeWieck bei Greifswald und Freest kann man ihnen bei der Arbeit zusehen, wenn sie ihren Fang zurück in den Hafen bringen. Und direkt kaufen kann man den Fisch dann auch – frischer geht‘s nicht.

Video: Fischer Dirk Baumann erzäht, wann welcher Fisch Saison hat

Weitere Informationen: www.vorpommern.de 

Fahrradtour auf dem Räuber-Röpke-Pfad am 8. Juli 2017

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radtour, Foto: Joachim Kloock

Die Vereine “Kulturverein Sagenland MV e.V.“ und die “Lokale Agenda 21 Schwerin e.V.“ laden zu einer romantisch wie informativ interessanten Fahrradtour  ein. Der Räuber-Röpke-Pfad wurde von Sagenland MV erkundet und entworfen, schließlich von Pinnow und Umlandgemeinden in eigener Regie voll entwickelt. Die Sagenland-Freundin Ilona Huhnstock übernimmt kundige Führung. Andere Mitglieder dieses Vereins, wie Herbert Remmel aus Pinnow, werden da und dort mit lebendigen Ausführungen zu Rate stehen. Wir erfahren viel Geschichte vom Leben der Menschen früherer Generationen und etwas von dieser Natur dort. Räuber Röpke ist Projektionsfigur unserer Vorfahren für vieles, was uns heuteabenteuerlich erscheinen mag, Wir werden solide Rastzeit einlegen, haben  auch immer wieder Haltepunkte, Teilstreckenbegleitung ist natürlich gut möglich. Länge der Tour: von Zentrum Schwerin aus und zurück 45 km, von der Störbrücke aus  und zurück unter 30 km.

Zeit:  Samstag, 08.Juli,  von 10.00 Uhr – 16.00 Uhr.

Start:  10.00 Uhr ab Schlossbrücke vor dem Schloss und 11.00 Uhr ab Freiplatz Höhe Fähre bei der Brücke über die Stör/Auffahrt 321 von Mueß aus. Herzlich willkommen!

Touristischer Infopoint und Schwimmbad in Kirch-Baggendorf eröffnet

Attraktives Angebot für das Küstenvorland entstanden – Informieren und Baden gehen – einzige Homeyer Ausstellung in MV

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Schwimmbad Kirch-Baggendorf, Foto: http://www.recknitz-trebeltal.de

In Kirch-Baggendorf (Gemeinde Gransebieth, Landkreis Vorpommern-Rügen) ist am Sonnabend feierlich die Eröffnung des Tourismus-Informationspunktes (Info-Point) und des Schwimmbades in Kirch-Baggendorf begangen worden. „Das ist eine spannende Kombination: Besucher können sich informieren und gleichzeitig auch abkühlen. Die Gäste erhalten interessante Informationen zu bestehenden touristischen und kulturellen Angeboten der Recknitz-Trebel-Region am touristischen Informationspunkt. Wer mag, kann sich anschließend mit einem Bad abkühlen oder vor Ort noch verweilen. Mit dem neuen Vorhaben ist ein attraktives Angebot für das Küstenvorland entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe anlässlich der Eröffnung. Der Minister war am Sonnabend nicht vor Ort. Er hat an den Trauerfeierlichkeiten für den Bundeskanzler a.D., Dr. Helmut Kohl, im Dom zu Speyer (Rheinland-Pfalz) sowie am sich anschließenden „Großen militärischen Ehrengeleit“ teilgenommen.

Neuer Tourismus-Informationspunkt entstanden – über Beherbergungsmöglichkeiten informieren

Es ist ein Tourismus-Informationspunkt (Info-Point) als Mehrzweckgebäude neu entstanden. Dieser dient auch als Eingang zum Schwimmbad. Bestehende bauliche Anlagen wurden abgerissen. Bei dem Vorhaben wurde das ca. 54 x 33 Meter große Schwimmbad modernisiert und erneuert. „Mit der Inbetriebnahme kann die Region noch besser mit anderen touristischen Angeboten vernetzt werden. So können sich Radfahrer über Beherbergungsmöglichkeiten informieren. Das ist gerade für die stark zunehmende Zahl der Radtouristen von Bedeutung. Diese sind oft individuell unterwegs, das heißt, bei mehrtägigen Radreisen werden keine Unterkünfte vorgebucht, sondern sie entscheiden sich zum Teil spontan, wo sie am nächsten Abend nächtigen möchten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Einzige Homeyer Ausstellung in MV

Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe warb vor Ort auch für die Gedenkstätte des Naturforschers, Afrikareisenden und Sammlers Alexander von Homeyer. „Der einzige Ort in Mecklenburg-Vorpommern, wo an Forscher erinnert wird, ist die kleine Gedenkstätte in Kirch-Baggendorf“, sagte Glawe. Aktuell bekommt die Gedenkstätte eine Leihgabe von der Müritzeum GmbH aus Waren. Es handelt sich dabei um 21 vom Sammler akribisch aufbereitete Skelette von verschiedenen Wirbeltieren, etwa aus der Zeit um 1850, die in extra dafür angefertigten Glas-/Holzkästchen untergebracht sind. Die Sammlung wurde vor Jahren im Elternhaus von Alexander von Homeyer in Vorland bei Grimmen gefunden.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition für das Vorhaben beträgt rund 1,2 Milli-onen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mit-teln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit rund 1,08 Millionen Euro. Das Innenministerium stellt aus dem Kofinanzierungsprogramm des Landes Mittel in Höhe von rund 31.500 Euro bereit.