Greifswald verzeichnet im 1. Quartal 2017 Übernachtungsplus von 15,8 Prozent

Regionen_MV_Uebernachtungen_Jan-Mar_201716.6.2017 – Greifswald hat sich im ersten Quartal 2017 als Tourismusmagnet erwiesen. Wie der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, konnte Greifswald bei den Übernachtungszahlen um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Den vorläufigen Zahlen zufolge wurden von Januar bis März insgesamt 32.103 Übernachtungen gezählt. Vor allem deutsche Urlauber besuchten die Stadt. Während deren Übernachtungszahlen sogar um 19,7 Prozent zulegten, ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 16,4 Prozent zurück. Die Aufenthaltsdauer betrug durchschnittlich 2,2 Tage. Die Zahl der Ankünfte stieg um 22,2 Prozent auf 14.591. Verglichen mit den anderen sechs großen Städten in MV kann Greifswald den größten Zuwachs verzeichnen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich der Abteilungsleiter für Wirtschaft und Tourismus, Fabian Feldt: „Dass gerade in der nicht so attraktiven Urlaubszeit so viele Gäste nach Greifswald kommen, spricht für die Attraktivität der Stadt, ihrer Einrichtungen und Angebote. Wir hoffen natürlich, dass die Nachfrage auch über die Sommermonate anhält“. Auch für den Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH, Maik Wittenbecher, ist das ein wirklich guter Start ins Jahr. „Es zeigt sich, dass Greifswald auch in der Nebensaison bei den Deutschen immer beliebter wird.“

Zusammenfassung für das 1. Quartal 2017 (vorläufige Zahlen)

Im März 2017 wurden in MV rund 440.000 Gästeankünfte (-11,7%) und 1,42 Mio. Übernachtungen (-19,1%) registriert. Mit diesem Übernachtungsrückgang liegt MV deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von -3,9%. Dieser Rückgang ist vor allem durch die Verschiebung der Osterfeiertage (2016 waren diese noch im März) zu begründen. Diese Verschiebungen machen sich in Urlaubs-Destinationen wie MV oder Schleswig-Holstein besonders bemerkbar. Im ersten Quartal 2017 wurden 1,03 Mio. Gästeankünfte (-4,8%) und 3,46 Mio. Übernachtungen (-9,4%) an das statistische Amt gemeldet. Deutschlandweit liegt der Übernachtungsrückgang in den ersten drei Monaten 2017 bei -1,1%. Trotz der deutlichen Rückgänge gegenüber dem Vorjahr, ist das erste Quartal 2017 sowohl bei den Ankünften, als auch bei den Übernachtungen das zweiterfolgreichste seit der Wende (bzw. das erfolgreichste ohne Osterfeiertage). Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in den ersten 3 Monaten des Jahres 2017 bei 21,6% (Jan-Mär 2016: 23,3%) Aus dem Ausland kamen im ersten Quartal 2017 rund 34.000 Gäste (-8,8%), welche rund 79.000 Übernachtungen (-16,0%) in MV verbrachten.

Alle fünf Hauptquellmärkte verzeichnen aktuell zweistellige Übernachtungsrückgänge – allerdings noch auf einem absolut niedrigen Niveau. Bei den Reiseregionen verzeichnen von Jan-März 2017 alle Reiseregionen Übernachtungsrückgänge – am deutlichsten auf Fischland-Darß-Zingst (-20,0%) und auf Rügen/Hiddensee (-14,4%). Die Insel Usedom verzeichnet mit einem Rückgang von -2,3% noch die moderatesten Verluste bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von den 6 größten Städten in MV vermelden von Januar bis März 2017 Greifswald (+15,8%), Neubrandenburg (+8,8%) und Wismar(+5,3%) ein Übernachtungsplus. Schwerin (-2,8%), Rostock (-5,7%) und Stralsund (-9,5%) haben hingegen weniger Übernachtungen auf dem Konto. Bei den Unterkunftsarten müssen in den ersten drei Monaten des Jahres 9 der 10 ausgewiesenen Unterkunftsarten Übernachtungsrückgänge an das Statistische Amt melden, insbesondere die Campingplätze (-65,2%), die Ferienwohnungen/-Häuser (-32,0%) und die Jugendherbergen/Hütten (-23,6%). Erfreulich entwickeln sich nur die Vorsorge-/Rehakliniken (+1,0%). Es bleibt abzuwarten, ob diese Rückgänge durch den überwiegend kühlen April wieder ausgeglichen werden können. Spätestens im Mai ist jedoch eine Rückkehr in den Wachstumsbereich realistisch.

Der Bericht liegt unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.laiv-mv.de/static/LAIV/Statistik/Dateien/Publikationen/G%20IV%20Tourismus,%20Gastgewerbe/G%20413/2017/G413%202017%2003.pdf

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