Archiv für 16. Juni 2017

Tourismus in M-V im Juni 2017

Peeneregion erhält Sonderpreis im Bundeswettbewerb „Nachhaltige Tourismusdestinationen“

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Kanufahrer auf der Peene, Foto: TMV/Werk 3

Die Peeneregion in Vorpommern hat beim „Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen 2016/2017“ den Sonderpreis in der Kategorie „Naturerlebnis & biologische Vielfalt“ erhalten. Der Wettbewerb wurde vom Deutschen Tourismusverband in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Naturschutz durchgeführt. Die Peeneregion überzeugte durch ihr nachhaltig gestaltetes Naturerlebnisangebot und das Leuchtturmprodukt „Peenesafari im Solarboot“, bei dem die Verbindung von Umweltbildung und Naturerlebnis im Mittelpunkt steht. Insgesamt wurden im Wettbewerb 15 Reiseziele in Deutschland als besonders nachhaltig ausgezeichnet, vier erhielten zusätzlich einen Sonderpreis. Weitere Informationen: www.bundeswettbewerb-tourismusdestinationen.de, www.vorpommern.de

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Radtour zur Radgeschichte in Rostock

Radfahren in Sanitz, Foto Joachim Kloock

Radfahren, Foto: Joachim Kloock

Anlässlich des 200. Geburtstag des Rades, durch Karl Freiherr von Drais erfunden, werden in Mecklenburg-Vorpommern bis Mitte September fünf Velo Classico-Radausfahrten veranstaltet. Die nächste kostenlose und vom Schwierigkeitsgrad her als leicht eingestufte Tour führt am 18. Juniüber zwölf Kilometer zu Stationen der Rostocker Fahrradgeschichte und beginnt um 10.00 Uhr am Barocksaal neben der Tourist-Information Rostock. Ausrichter ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club. Willkommen sind sowohl Radler, die sich nach Velo Classico-Manier auf alten Rädern und in Vintage-Kleidung fortbewegen möchten, als auch Menschen, die einfach Spaß am Radeln haben. Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse kontakt@adfc-mv.de anmelden. Weitere Ausfahrten stehen in Schwerin, Parchim, Wismar und Ludwigslust an. Weitere Informationen: www.veloclassico.de

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Greifswald verzeichnet im 1. Quartal 2017 Übernachtungsplus von 15,8 Prozent

Regionen_MV_Uebernachtungen_Jan-Mar_201716.6.2017 – Greifswald hat sich im ersten Quartal 2017 als Tourismusmagnet erwiesen. Wie der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, konnte Greifswald bei den Übernachtungszahlen um 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen. Den vorläufigen Zahlen zufolge wurden von Januar bis März insgesamt 32.103 Übernachtungen gezählt. Vor allem deutsche Urlauber besuchten die Stadt. Während deren Übernachtungszahlen sogar um 19,7 Prozent zulegten, ging die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste um 16,4 Prozent zurück. Die Aufenthaltsdauer betrug durchschnittlich 2,2 Tage. Die Zahl der Ankünfte stieg um 22,2 Prozent auf 14.591. Verglichen mit den anderen sechs großen Städten in MV kann Greifswald den größten Zuwachs verzeichnen. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis“, freut sich der Abteilungsleiter für Wirtschaft und Tourismus, Fabian Feldt: „Dass gerade in der nicht so attraktiven Urlaubszeit so viele Gäste nach Greifswald kommen, spricht für die Attraktivität der Stadt, ihrer Einrichtungen und Angebote. Wir hoffen natürlich, dass die Nachfrage auch über die Sommermonate anhält“. Auch für den Geschäftsführer der Greifswald Marketing GmbH, Maik Wittenbecher, ist das ein wirklich guter Start ins Jahr. „Es zeigt sich, dass Greifswald auch in der Nebensaison bei den Deutschen immer beliebter wird.“

Zusammenfassung für das 1. Quartal 2017 (vorläufige Zahlen)

Im März 2017 wurden in MV rund 440.000 Gästeankünfte (-11,7%) und 1,42 Mio. Übernachtungen (-19,1%) registriert. Mit diesem Übernachtungsrückgang liegt MV deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von -3,9%. Dieser Rückgang ist vor allem durch die Verschiebung der Osterfeiertage (2016 waren diese noch im März) zu begründen. Diese Verschiebungen machen sich in Urlaubs-Destinationen wie MV oder Schleswig-Holstein besonders bemerkbar. Im ersten Quartal 2017 wurden 1,03 Mio. Gästeankünfte (-4,8%) und 3,46 Mio. Übernachtungen (-9,4%) an das statistische Amt gemeldet. Deutschlandweit liegt der Übernachtungsrückgang in den ersten drei Monaten 2017 bei -1,1%. Trotz der deutlichen Rückgänge gegenüber dem Vorjahr, ist das erste Quartal 2017 sowohl bei den Ankünften, als auch bei den Übernachtungen das zweiterfolgreichste seit der Wende (bzw. das erfolgreichste ohne Osterfeiertage). Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in den ersten 3 Monaten des Jahres 2017 bei 21,6% (Jan-Mär 2016: 23,3%) Aus dem Ausland kamen im ersten Quartal 2017 rund 34.000 Gäste (-8,8%), welche rund 79.000 Übernachtungen (-16,0%) in MV verbrachten.

Alle fünf Hauptquellmärkte verzeichnen aktuell zweistellige Übernachtungsrückgänge – allerdings noch auf einem absolut niedrigen Niveau. Bei den Reiseregionen verzeichnen von Jan-März 2017 alle Reiseregionen Übernachtungsrückgänge – am deutlichsten auf Fischland-Darß-Zingst (-20,0%) und auf Rügen/Hiddensee (-14,4%). Die Insel Usedom verzeichnet mit einem Rückgang von -2,3% noch die moderatesten Verluste bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Von den 6 größten Städten in MV vermelden von Januar bis März 2017 Greifswald (+15,8%), Neubrandenburg (+8,8%) und Wismar(+5,3%) ein Übernachtungsplus. Schwerin (-2,8%), Rostock (-5,7%) und Stralsund (-9,5%) haben hingegen weniger Übernachtungen auf dem Konto. Bei den Unterkunftsarten müssen in den ersten drei Monaten des Jahres 9 der 10 ausgewiesenen Unterkunftsarten Übernachtungsrückgänge an das Statistische Amt melden, insbesondere die Campingplätze (-65,2%), die Ferienwohnungen/-Häuser (-32,0%) und die Jugendherbergen/Hütten (-23,6%). Erfreulich entwickeln sich nur die Vorsorge-/Rehakliniken (+1,0%). Es bleibt abzuwarten, ob diese Rückgänge durch den überwiegend kühlen April wieder ausgeglichen werden können. Spätestens im Mai ist jedoch eine Rückkehr in den Wachstumsbereich realistisch.

Der Bericht liegt unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.laiv-mv.de/static/LAIV/Statistik/Dateien/Publikationen/G%20IV%20Tourismus,%20Gastgewerbe/G%20413/2017/G413%202017%2003.pdf

Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2017: Hightech-Kreuzbänder, Outdoor-Präven­tion, Hygiene-Monitoring, Klinikmode, digitale Netzwerke und eine Seifenoper machen das Rennen

Wettbewerb ist Ideengeber für die Branche – Projekte zeigen Zukunftspotential auf

Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft16.6.2017 – Am Freitag sind die Gewinner des landesweiten Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft 2017 durch Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe vorgestellt und prämiert worden. „Der Wettbewerb hat sich zu einem innovativen Ideengeber für den heimischen Gesundheitsmarkt etabliert. Um die wirtschaftlich bedeutende Branche für Mecklenburg-Vorpommern weiter voranzubringen, bedarf es immer wieder neuer Ideen oder manchmal auch unkonventioneller Lösungsansätze. Um diese zu finden, loben wir den Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft aus. So können innovative Vorhaben in konkrete und qualitativ hochwertige Projekte umgesetzt werden. Die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs zeichnen sich durch eine hohe Kreativität mit vielversprechendem Zukunftspotential für die Branche aus“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort in Karlsburg. Der Minister dankte allen Teilnehmern für ihr Engagement.

Vorhaben in der Gewebemedizin, Sportprogramme für die betriebliche Gesundheitsförderung, Mittel im Kampf gegen Krankenhauskeime – große thematische Breite der Vorhaben

Insgesamt sind 36 Bewerbungen eingereicht worden bei dem vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit in Kooperation mit der BioCon Valley® GmbH ausgerufenen Landesideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft. Das Motto lautete: „Förderung von innovativen Projekten zur Erschließung der Wachstumspotenziale der Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns durch Vernetzung, Kooperation und Marketing“. Hightech-Kreuzbänder, Outdoor-Prävention, Hygiene-Monitoring, Klinikmode, digitale Netzwerke und eine Seifenoper gehören zu den Gewinnern des diesjährigen Wettbewerbs. „Hinter den Projektvorschlägen stecken Kreativität, Arbeit, Zeit und persönliches Engagement der Ideengeber. Besonders erfreulich ist die thematische Breite – das Spektrum reicht von Vorhaben in der Gewebemedizin bis hin zu Sportprogrammen für die betriebliche Gesundheitsförderung oder wirksame Mittel im Kampf gegen gefährliche Krankenhauskeime. Etwa die Hälfte der Ideen sind dem Gestaltungsfeld Gesundheitsdienstleistungen zuzuordnen, gefolgt von den Themen gesunde Ernährung und Gesundheitstourismus sowie gesundes Altern und zielgruppengerechte Fachkräftegewinnung“, sagte Glawe.

Investitionen in die Zukunft – Ideenwettbewerb unterstützt qualitative Erweiterung von gesundheitsfördernden Produkten und Dienstleistungen im Land

Bei den zur Förderung vorgeschlagenen acht neuen Projektideen in der achten Auflage des Wettbewerbs handelt sich insgesamt um ein Fördervolumen in Höhe von bis zu knapp 1,2 Millionen Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE), das wiederumGesamtinvestitionen in Höhe von bis zu knapp 1,6 Millionen Euro auslösen soll. Die ursprüngliche Fördersumme von einer Million Euro ist aufgrund der vorliegenden Projektideen leicht erhöht worden.Insgesamt wurden in den bisherigen Ideenwettbewerben seit 2008 (einschließlich 2017) 49 Projektideen mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von etwa 7,96 Millionen Euro in Höhe von 5,9 Millionen Euro finanziell unterstützt. In der laufenden EU-Förderperiode bis 2020 stehen insgesamt rund zehn Millionen Euro EFRE-Gelder für die Förderung von Projekten in der Gesundheitswirtschaft zur Verfügung. „Der Ideenwettbewerb hat in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, viele kleinere und größere Vorhaben in der Gesundheitswirtschaft umzusetzen und das Angebot an gesundheitsfördernden Produkten und Dienstleistungen im Land qualitativ zu erweitern“, sagte Glawe.

Knapp 20 Prozent aller  Beschäftigten im Land sind in der Gesundheitswirtschaft tätig

Die Gesundheitswirtschaft ist ein herausragender Teil der deutschen Wirtschaft. Nach einer Erhebung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im April 2017 hatte die Branche im Jahr 2016 mit einer Bruttowertschöpfung von fast 340 Milliarden Euro einen Anteil von 12 Prozent an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 3,8 Prozent pro Jahr ist sie dabei auch ein überdurchschnittlicher Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. In 2016 beschäftigte die Branche erstmals 7 Millionen Erwerbstätige in Deutschland. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Bruttowertschöpfung mit 15,3 Prozent noch höher als im Bundesschnitt. Jeder siebte Euro an Bruttowertschöpfung im Land entsteht in der Gesundheitswirtschaft. In der Gesundheitswirtschaft arbeiten derzeit in Mecklenburg-Vorpommern ca. 148.000 Erwerbstätige; das sind knapp 20 Prozent aller  Beschäftigten im Land.

Informationen zu den Preisträgern http://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=128171&processor=processor.sa.pressemitteilung

Bildunterschrift: Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (2. Von rechts) mit den Gewinnern des Ideenwettbewerbs Gesundheitswirtschaft, Foto WM M-V

Sanierung und Umgestaltung der Ulmenstraße in Rostock

Ulmenstraße

Ulmenstraße, Foto: Jochim Kloock

Im Zuge der Sanierung und Umgestaltung der Ulmenstraße wird derzeit im Abschnitt Maßmannstraße bis Hansastraße asphaltiert, teilt das Amt für Verkehrsanlagen mit.

Wenn die Fahrbahn fertiggestellt ist, wird der Verkehr bis zur Hansastraße freigegeben.

Ab dem 12. Juni 2017 bis voraussichtlich Ende Dezember 2017 wird der Straßenabschnitt zwischen Hansastraße und Gewettstraße für den letzten Teilbauabschnitt voll gesperrt. Die ausgeschilderte Umleitung sollten bitte beachtet werden.

Festspiele Mecklenburg-Vorpommern beginnen

Hochkarätige Konzerte sorgen für ein besonderes sommerliches Kulturangebot

Schlagzeuger Alexej Gerassimez, Foto: http://www.gerassimez.de/

Schlagzeuger Alexej Gerassimez, Foto: http://www.gerassimez.de/

Am Sonnabend, 17. Juni 2017, starten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in Wismar mit einem Konzert in der St.-Georgen-Kirche in die neue Saison. Kulturministerin Birgit Hesse wird den Festspielsommer eröffnen. Bis zum 15. September 2017 bringt das Klassikfestival Musik in Scheunen, Kirchen, Schlossparks und Industriehallen. Das Land unterstützt die Festspiele in diesem Jahr mit Kulturfördermitteln in Höhe von 175.000 Euro. „Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern bringen klassische Musik an außergewöhnliche Orte“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Konzerte locken in jedem Jahr viele Touristen zu uns ins Land. Auch viele Einheimische gehören zu den Stammgästen und freuen sich auf besondere Konzerterlebnisse. Hochkarätige Konzerte sorgen für ein besonderes sommerliches Kulturangebot. Berühmte Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger und Orchester sind bei uns zu Gast und bringen unser Land über die Grenzen hinaus ins Gespräch“, lobte Hesse. Preisträger in Residence in diesem Jahr ist der Schlagzeuger Alexej Gerassimez.

„Auf Alexej Gerassimez freue ich mich sehr“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich habe Alexej Gerassimez bereits bei einem Workshop mit Schülerinnen und Schülern im Förderzentrum ‚Am Fernsehturm‛ in Schwerin erlebt. Wenn er die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher genauso begeistert, wie die Kinder in der Schule, dann können sich alle auf seine lauten und leisen Töne freuen“, so Hesse. Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern sind Deutschlands drittgrößtes Klassikfestival. In diesem Jahr bieten sie 131 Konzerte an 83 Orten. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums im vergangenen Jahr hat die Stiftung der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern durch einen Matching Fund einmalig 250.000 Euro vom Land erhalten. Bis zu dieser Summe hat das Land jeden von Dritter Seite gestifteten Euro verdoppelt.

Wissenschaft zum Anfassen: Aquakulturanlagen in Born besichtigen

Aquakultur in Born, Foto: Pressestelle LU

Aquakultur in Born, Foto: Pressestelle LU

Die Landesforschungsanstalt MV, Südstraße 8, in 18375 Born (Darß), gewährt Einblicke in die interessante Forschungswelt zur Aquakultur: Am kommenden Dienstag, dem 20. Juni, sowie am 18. Juli und 5. September 2017 finden jeweils um 10 Uhr und um 13 Uhr öffentliche Führungen statt. Anmelden können sich Interessenten unter www.aquakultur-mv.de unter „Anmeldung Born“. Da die Anzahl der Teilnehmer pro Führung auf 20 Teilnehmer begrenzt ist, wird eine vorherige Anmeldung empfohlen. Die Führungen dauern etwa 90 Minuten. Der Eintritt kostet 5 Euro/ ermäßigt 3 Euro. Kinder bis zum siebten Lebensjahr haben kostenlos Zutritt. In einigen Hallen ist der Boden rutschig. Festes, rutschfestes Schuhwerk ist angebracht.

„Die Fischbestände in den Weltmeeren und Seen sind nicht beliebig steigerungsfähig. Da gleichzeitig der Fischkonsum immer weiter zunimmt, werden wir hier früher oder später an Grenzen stoßen. Mit den angebotenen Führungen möchten wir auf dieses Problem aufmerksam machen und im Idealfall ein Umdenken beim Fischkonsum erwirken. Wir müssen uns bewusst machen, dass kurze Wege besser sind als weltweite Transporte. Letztere erhöhen die Stickstoff- und Kohlendioxidbelastungen in der Umwelt. Auch ist die transparente Produktion vor Ort ein Garant für gesunde, sichere Erzeugnisse“, betonte Dr. Jürgen Buchwald, Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV. Rund 20.000 Tonnen Fisch werden derzeit in Deutschland jährlich in über 3.000 Aquakultur-Betrieben erzeugt. Der Anteil vor M-V liegt bei ca. 1170 Tonnen.

„Die Aquakultur wird künftig immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Überfischung der Meere, die Umweltbelastung durch Transporte aus Übersee sowie der Trend hin zu frischen und regional erzeugten Fischprodukten sind nur einige Gründe dafür. Möchte man den Großen der Branchen, die vor allem auf Quantität setzen, das Feld nicht kampflos überlassen, können hier mit Qualitätsprodukten durchaus neue Standards gesetzt werden“, sagte der Staatssekretär weiter. Einen weiteren großen Pluspunkt der Aquakultur sieht er in der Entwicklung und Umsetzung geschlossener Kreisläufe, die beispielsweise über einen geringeren Wasserverbrauch eine ressourcenschonende Bewirtschaftung der Anlagen ermöglichen.

In Born können Besucherinnen und Besucher die neuen experimentellen Aquakulturanlagen für die Zucht von Forellen, Stören, Zander – bisweilen auch Barsche, Schnäpel und Welse – besichtigen. In den Anlagen wird versucht, die bestmöglichen Aufzuchtbedingungen für diese Fischarten zu erreichen. Gäste erhalten Antworten auf vielfältige Fragen: Wie funktioniert eine geschlossene Aquakulturkreislaufanlage? Ist die Haltung in einer solchen Anlage artgerecht? Wie vermehrt man eigentlich Fische und wie hält man sie gesund? Die Forschungsarbeit in der Experimentalanlage der Landesforschungsanstalt widmete sich in den vergangenen Jahren unter anderem der Verbesserung von Technologien zur Fischproduktion in Aquakulturkreislaufanlagen. Diese Arbeit wurde seit 2000 mit ca. 2,9 Mio. € Landesmitteln und ca. 8,8 Mio. € aus den EU-Fischereifonds unterstützt. Zukünftig wird sich die Forschungsarbeit verstärkt dem Thema Tierwohl in Aquakulturanlagen zuwenden.

„Unternehmer des Jahres 2017“ geehrt – zehnjähriges Jubiläum in Stralsund feierlich begangen

Preis ist Anerkennung für die Leistung der heimischen Wirtschaftskraft – engagierte Mitarbeiter sind die Basis des Erfolges – elementare Aufgabe ist die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften

0001829815.6.2017 – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in der Hansestadt Stralsund gemeinsam mit den Trägern des Preises die „Unternehmer des Jahres 2017“ ausgezeichnet. „Der Preis ist Anerkennung für die Leistung der heimischen Wirtschaftskraft in Mecklenburg-Vorpommern. Innovative Ansätze, Mut, Sachen zu verändern und kreative Ideen zeichnen das unternehmerische Handeln aus. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis dieses Erfolges. Die diesjährigen Preisträger kommen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Tourismus und dem Dienstleistungsbereich, dem Handel und der Landwirtschaft. Die Spannbreite ist groß. Das spiegelt auch die Wirtschaft in unserem Bundesland wider. Wir haben ein modernes, starkes und wettbewerbsfähiges Unternehmertum bei uns in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. Die Ehrung fand in diesem Jahr zum 10. Mal statt. Zur Preisverleihung haben sich 230 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung angemeldet.

Wirtschaft kommt voran – Herausforderungen Fachkräftesicherung und -gewinnung, Export ankurbeln, Industrieoffensive erarbeiten

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass es dank der vielen Unternehmerinnen und Unternehmer im Land wirtschaftlich weiter aufwärts geht. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt voran, Betriebe wachsen, die Unternehmer stellen Mitarbeiter ein. Das Handwerk, das verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungsbereich und auch die Gesundheitswirtschaft entwickeln sich weiter positiv. Wir arbeiten an der Verbesserung der Rahmenbedingungen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter. „Wir stehen dennoch vor großen Herausforderungen: Eine elementare Aufgabe ist die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften. Die wirtschaftliche Entwicklung jedes einzelnen Unternehmens hängt nicht nur von Produktions-, Absatz- oder Wettbewerbsbedingungen ab, sondern zunehmend von gut qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Ein volles Auftragsbuch ohne Mitarbeiter, die diese umsetzen können, nutzt am Ende keinem etwas. Mit der Qualifizierungsoffensive wollen wir Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und Teilen des Handwerks bei der Weiterbildung unterstützen. Spezialisierung und Fachwissen werden immer gefragter. Mit dem neuen Instrument ´Bürgerarbeit´ werden zudem Möglichkeiten eröffnet, für kommunale Arbeitgeber und für Unternehmen Langzeitarbeitslose im ersten Arbeitsmarkt zu integrieren“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Die Programme „Qualifizierungsoffensive“ und „Bürgerarbeit“ sollen noch im Sommer starten. „Eine weitere Herausforderung ist es darüber hinaus, kontinuierlich neue Märkte zu erschließen und den Export anzukurbeln. Unsere Industrieoffensive hat das Ziel, Mecklenburg-Vorpommern im In- und Ausland verstärkt als Industriestandort zu vermarkten. Wir können noch stärker auf die heimischen Unternehmen aufmerksam machen“, erläuterte Glawe. „Auch Neuansiedlungen und Erweiterungen im Land unterstützen wir weiter. Sie sind ein wesentlicher Baustein des wirtschaftlichen Aufschwungs. Unternehmenswachstum schafft Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt.“

Nominierungsrekord zum 10. Jubiläum – 134 Nominierungen – höchste Beteiligung seit dem Start des Preises

Der Wirtschaftsminister dankte im Namen der Träger allen teilnehmen Unternehmen. Der „Unternehmer des Jahres in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde erstmals im Jahr 2008 vergeben. In Stralsund findet die zehnte Preisverleihung statt. „Der einzige landesweite Unternehmerpreis hat sich etabliert. Er wird sehr gut von der Wirtschaft angenommen. Die Zahl der Nominierten beim Wettbewerb war in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Mit 134 Nominierungen konnte die höchste Beteiligung seit dem Start des Preises erzielt werden. Die Bewerber kommen aus allen Teilen des Landes. Wir haben viele erfolgreiche und engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer, die Arbeitsplätze bereitstellen, das Land wirtschaftlich voranbringen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Die Bewerbungen wurden von Städten, Gemeinden, Kammern, Verbänden, Sparkassen und Belegschaften eingereicht.

Träger der Veranstaltung – Stele, Urkunde und Preisgeld

Ausgelobt wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 15.000 Euro, jeweils eine Urkunde und eine hochwertige Stele aus der Werkstatt der Rostocker Designerin Anna Silberstein. Träger des landesweiten und branchenübergreifenden Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die drei Industrie- und Handwerkskammern in MV, die beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern (VUMV).

Preisträger des Wettbewerbs „Unternehmer des Jahres 2017“ im Überblick hier http://www.regierung-mv.de/Aktuell/ id=128156&processor=processor.sa.pressemitteilung

Bildunterschrift: „Unternehmer des Jahres 2017“ – die Gewinner – Andrè Domke (Fisch Domke) aus Seebad Ahlbeck Sonderpreis „Tradition Kreativ“, Christa-Maria Wendig – Landbetriebsgesellschaft Rehberg mbH aus Woldegk Sonderpreis „Chancen für die Region, Jana Maiwirth (Hotel Arte Mueßer Hof Schwerin, Harry Glawe Wirtschaftsminister, [Vordere Reihe von links nach rechts), Guido Krüger Stralsunder Möbelwerke GmbH, Knut Wetzig DBL Textil Service Mecklenburg GmbH aus Parchim. Foto: WM M-V