Archiv für 6. Juni 2017

UNESCO-Welterbeforum im Nationalpark Jasmund eröffnet

Neues Besucherzentrum wird ein Premium-Ausflugsziel auf Deutschlands größter Insel

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Kreideküste mit Buchenwald, Foto: M. Weigelt

6.6.2017 – Die ehemalige Ausflugsgaststätte „Waldhalle“ im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen ist jetzt ein Besucherinformationszentrum. Am Dienstag ist das Gebäude offiziell als UNESCO-Welterbeforum eröffnet worden. Das Besucherzentrum liegt an der 13 Kilometer langen Wanderstrecke Hochuferweg, die über die Kreidefelsen von Sassnitz bis Lohme führt. „Das neue Besucherzentrum wird zu einem Premium-Ausflugsziel auf Deutschlands größter Insel, da bin ich mir sicher. Hier wird umfangreich, anschaulich und methodisch klug das UNESCO-Welterbe `Alte Buchenwälder´ erläutert. Herzstück des Hauses ist eine Ausstellung, die Jung und Alt zum Erforschen, Ausprobieren und zum Vertiefen des eigenen Wissens einlädt. Der außergewöhnliche Wert des Buchenwaldes wird so besser erfahrbar“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Touristische Angebotsvielfalt in der Region wird erweitert

Das Welterbeforum besteht aus einem teils neu gebauten, teils restaurierten zweistöckigen Fachwerkgebäude aus dem Jahre 1888. Es liegt inmitten des südöstlichen Teils des Nationalparks Jasmund und südlich des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“. Seit sechs Jahren zählen die Alten Buchenwälder Deutschlands zum UNESCO-Welterbe, dazu gehört auch der Nationalpark Jasmund. In dem Gebäude wurden im Erdgeschoss Ausstellungsräume, ein Bistro und eine Besucherinformation zum Thema Welterbe „Alte Buchenwälder“ eingerichtet. Im Obergeschoss befinden sich nun Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter sowie ein Mehrzweckraum für Sonderveranstaltungen. Betreiber des Welterbe-Forums ist die Nationalparkzentrum Königsstuhl gGmbH, in der die Stadt Sassnitz und der WWF Deutschland gemeinsam das Nationalparkzentrum für den Nationalpark Jasmund betreiben. „Das UNESCO-Weltnaturerbe mit den drei Nationalparks Jasmund, Vorpommersche Boddenlandschaft und Müritz bewahrt in vorbildlicher Art und Weise unsere Umwelt und Natur. Gleichzeitig bildet es eine wichtige Säule für die touristische Angebotsvielfalt im Bereich Landschaft und Natur und trägt somit auch maßgeblich zur Einzigartigkeit unseres Tourismuslandes bei“, sagte Rudolph.

Tourismuszahlen aus der Region und aus Mecklenburg-Vorpommern

Im Reisegebiet Rügen/Hiddensee gab es 2016 mehr als 1,39 Millionen Ankünfte (+2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und rund 6,4 Millionen Übernachtungen (+2,2 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,6 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Insgesamt gab es in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2016 rund 7,6 Millionen Ankünfte (+2,3 Prozent) und 30,3 Millionen Übernachtungen (+2,8 Prozent). „Der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern soll sich stetig weiter entwickeln. Dabei geht es weniger darum, im Bereich der Ankunfts- und Übernachtungszahlen immer neuen Rekorden nachzujagen. Wir setzen auf Qualität und Saisonverlängerung. Dazu bedarf es besonderer und hochwertiger Angebote, die Mecklenburg-Vorpommern einzigartig machen. Diese Entwicklung werden wir in den Regionen weiter unterstützen“, sagte Rudolph.

Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt vor Ort

Das Vorhaben wird vom Wirtschaftsministerium mit einem Zuschuss von rund 1,1 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Die Gesamtinvestitionen betragen mehr als 1,2 Millionen Euro. 

Die „Alten Buchenwälder Deutschlands“

Das UNESCO-Welterbekomitee hat am 25. Juni 2011 fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland in die Liste des Welterbes aufgenommen. Damit wird das in der Slowakischen Republik und der Ukraine gelegene grenzüberschreitende Weltnaturerbe „Buchenurwälder der Karpaten“ um einen deutschen Teil erweitert. Die Welterbestätte heißt jetzt „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“. Bei dem deutschen Teil handelt es sich um ausgewählte Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg. Weitere Informationen unter www.weltnaturerbe-buchenwaelder.de

 

 

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Industrieoffensive für Mecklenburg-Vorpommern in Arbeit

Gewerbegebiete in Vorpommern noch stärker vermarkten – drei Wirtschaftsbotschafter ernannt

Gewerbegebiet Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

Gewerbegebiet Seehafen Rostock, Foto: Joachim Kloock

6.6.2017 – Am Dienstag hat in Greifswald der Sommerempfang der Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Invest in MV) stattgefunden. „Unser Land kommt wirtschaftlich voran. Wir sind ein wettbewerbsfähiger und attraktiver Investitionsstandort. Vorpommern hat neben dem Tourismus vor allem wirtschaftliches Potential im verarbeitenden Gewerbe und in der Gesundheitswirtschaft. Wir werden weiter um Investoren vor allem überregional werben, um zu mehr Wertschöpfung in der Region zu kommen. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, Menschen in Arbeit zu bringen. Jede Neuansiedlung oder Erweiterung trägt dazu bei“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Zu der Veranstaltung hatten sich über 200 Vertreter der Wirtschaftsförderung, der Kammern, der Unternehmen, der Wirtschaftsbotschafter sowie Politik und Verwaltung angemeldet.

Industrieoffensive geplant – Gewerbegebiete intensiver vermarkten

Wirtschaftsminister Glawe hat vor Ort dafür geworben, die Gewerbegebiete in Vorpommern noch stärker in den Blickpunkt der Vermarktung zu rücken. „Wir wollen eine Industrieoffensive starten. Sie hat das Ziel, Mecklenburg-Vorpommern im In- und Ausland verstärkt als Industriestandort zu vermarkten und auf die vorhandenen Unternehmen als Arbeitgeber aufmerksam zu machen. Dabei soll Vorpommern für Ansiedlungen noch intensiver beworben werden. Im besonderen Fokus stehen darüber hinaus das Pommerndreieck bei Grimmen und der Standort Pasewalk. Im ersten Schritt wird ein Vermarktungskonzept erstellt“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Für die Vermarktung der in Vorpommern gelegenen Großgewerbestandorte „Pommerndreieck“ und „Pasewalk“ erhält die Invest in MV 200.000 Euro zusätzlich.

Mehr Selbstbewusstsein – Wirtschaftliches Potential nutzen und ausbauen

Wirtschaftsminister Glawe regte dazu an, den Wirtschaftsstandort Vorpommern gemeinsam wirtschaftlich weiter nach vorn zu bringen. „Im Wettbewerb um Neuansiedlungen und Arbeitskräfte können wir gemeinsam mehr Selbstbewusstsein wagen. Wir sind auch in Vorpommern bei diesem Thema vorangekommen. Das wirtschaftliche Potential in der Region ist deutlich vorhanden und weiter ausbaufähig“, betonte Glawe weiter. Als Beispiele nannte er Ansiedlungen, wie den Pharmaproduzenten IDT Biologika auf der Insel Riems, den Rohrhersteller Deutsche BOGENN (Tochterunternehmen der türkischen MIR Holding) in Sassnitz-Mukran oder die ProLupin GmbH in Grimmen (Herstellung von Lebensmittelzutaten aus den Samen der Blauen Süßlupine).

Neue Räumlichkeiten für Vorpommern vorgestellt

Darüber hinaus wurden in Greifswald die neuen Räumlichkeiten der Invest in MV für Vorpommern vorgestellt. „Um Investoren für den Investitions- und Gewerbestandort Vorpommern zu gewinnen, ist wichtig, auch weiterhin ein Anlaufpunkt für Investoren in der Region zu haben“, so Glawe weiter.

Bilanz Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV

Der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes, Michael Sturm, hat eine positive Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres gezogen. „Wir arbeiten daran, das Standortmarketing konsequent weiter auszubauen und neue Wege vor allem in Auslandsmärkten zu beschreiten. 2016 besuchte das Team der Invest in MV 72 internationale und nationale Veranstaltungen und Messen, um potenzielle Investoren vom Wirtschaftsstandort MV zu begeistern. Insgesamt konnten damit 100 neue Unternehmen mit Investitionsinteresse identifiziert werden. 22 davon haben sich bereits dafür entschieden, ihr Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern umzusetzen. Darunter der Schweizer Medizintechnik-Hersteller Ypsomed“, sagte der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes, Michael Sturm. „Rund die Hälfte der Unternehmen sind der Gesundheitswirtschaft und den Life Sciences zuzuordnen. Standort-Spitzenreiter ist die Hansestadt Greifswald mit Projekten wie Michael Schmidt Yachtbau, Bio am Sund, FPx5, Physiolution – BioFarm und einer Erweiterungsinvestition bei ml&s. Der Greifswalder Elektronik- und Logistikdienstleister ml&s kooperiert dabei mit der Schweizer HAAG-STREIT Gruppe. Hierdurch entstehen perspektivisch 60 weitere Arbeitsplätze im Unternehmen. Mit dem neuen Büro in Greifwald am Markt 13 werden die Betreuungsmöglichkeiten für Investoren in den östlichen Landesteilen deutlich verbessert“, resümiert Sturm anlässlich des Sommerempfangs in den neuen Geschäftsräumen der Invest in MV GmbH in Greifswald.

Neue Wirtschaftsbotschafter ernannt

Darüber hinaus hat Wirtschaftsminister Harry Glawe in Greifswald drei neue Wirtschaftsbotschafter ernannt: Guido Krüger, Geschäftsführer der Stralsunder Möbelwerke GmbH; Prof. Dr. Hans-Georg Neumann, Geschäftsführender Gesellschafter der DOT GmbH (Bereich Technik/ Forschung und Entwicklung); Prof. Dr. Andrey V. Zverev, Staatsminister a. D., Vertreter des Verbandes russischer Industrieller und Unternehmer in der Bundesrepublik Deutschland, Ehrenvorsitzender des Verbandes der russischen Wirtschaft in Deutschland. „Alle drei haben wertvolle Erfahrungen gesammelt, über die sie glaubwürdig berichten können. Das ist eine hervorragende Voraussetzung, für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben. Ziel ist es, auch andere Investoren von den Standortvorteilen unseres Bundeslandes zu überzeugen“, so Glawe weiter. Für die im Jahr 2009 gestartete Initiative „Wirtschaftsbotschafter MV“ engagieren sich aktuell 63 Unternehmer und Personen des öffentlichen Lebens. Sie richtet sich vor allem an Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, die aus Überzeugung für die Region werben. Ziel des Wirtschaftsnetzwerkes ist es, über persönliche Kontakte zu Entscheidern in der nationalen und internationalen Wirtschaft weitere Ansiedlungen für Mecklenburg-Vorpommern zu erschließen und damit zur langfristigen Stärkung der hiesigen Wirtschaft beizutragen. Des Weiteren werden die Wirtschaftsbotschafter bei Messebesuchen und Veranstaltungen der Invest in MV in gemeinsame Aktivitäten eingebunden. Auch die Ansiedlungsgespräche z. B. mit Nestlé sind durch Wirtschaftsbotschafter begleitet worden.

Über die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH

Die Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (Schwerin) ist die Wirtschaftsfördergesellschaft für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Als „One-Stop-Agency” ist sie Partner für alle Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Sie unterstützt und berät inländische wie ausländische Investoren über Investitionsmöglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern. Dabei bieten Experten umfassende Projektmanagement- und Support-Services von der Standortanalyse bis zur Realisierung der Investition an.

www.invest-in-mv.de

Mit dem Kreativpiloten-Bus auf Tour – bundesweiter Wettbewerb sucht „Kunst- und Kreativpiloten Deutschland 2017“

Jeder kann mitmachen, sich und seine Ideen vorstellen – mehr Aufmerksamkeit für Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

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Krempeltasche, Foto: http://www.auguste86.de

5.6.2017 – Der bundesweite Wettbewerb zum „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2017“ ist gestartet – bis zum 30. Juni 2017 können sich Kreativschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Ideen, Unternehmen und Projekten bewerben. Die Auszeichnung steht unter dem Motto „Weitermachen! – Kreativpiloten sind diejenigen, die dranbleiben“. „Mit Leidenschaft, Mut und Phantasie sind die Kreativschaffenden in Mecklenburg-Vorpommern aktiv, haben innovative Ideen und Geschäftsmodelle. Aber die Branche benötigt mehr Öffentlichkeit, Anerkennungskultur und Unterstützung. Da kann der Bundeswettbewerb helfen – alle Kreativen können mitmachen, sich und ihre Ideen vorstellen und so mehr Aufmerksamkeit erzielen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

Kreativpiloten-Tourbus kommt am 06. Juni nach Rostock – Bewerbungen vor Ort möglich

In der Zeit vom 06. bis 26. Juni ist ein Kreativpiloten-Tourbus durch Deutschland unterwegs. In jeder Stadt stellen Preisträger aus vorherigen Jahren ihre Werke vor, zeigen was sie produzieren, programmieren oder inszenieren. Eine Bewerbung für den Wettbewerb ist live vor Ort per Videobox möglich. Erste Station der Tour am 06. Juni ist Rostock (Frieda23 – ein Projekt der KARO AG, Friedrichstraße 23, 18057 Rostock, 18.00 bis 21.00 Uhr). „Für Interessierte wird ein umfassendes Angebot aus erster Hand vor Ort präsentiert. Kreativschaffende geben wertvolle Tipps und hilfreiche Anregungen“, so Glawe weiter.

Drei „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ kommen aus Mecklenburg-Vorpommern

Im vergangenen Jahr war die „13º“ Crossmedia-Agentur mit integrierter Eisfabrik „Jackle and Heidi“ aus Neubrandenburg einer der Preisträger. Zuvor gewannen „RADIKE I KITTELMANN“ aus Rostock(temporäre Ausstellungen von Künstlern aus Mecklenburg-Vorpommern in Berlin, Köln und anderen Orten) und „Auguste 86“ aus Rostock, ein Produzent von maßgeschneiderten Jacken und Taschen aus robustem Material speziell für den Gebrauch beim Radfahren. „Die Preisträger sind gute Beispiele, wie aus innovativen Gedankenspielen Geschäftsideen, Existenzgründungen und leistungsfähige Firmen entstanden sind“, sagte Glawe.

Informationen zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Davon haben rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese rund 2.600 Kreativen haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig.

Weitere Informationen zum Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“

Die Auszeichnung Kultur- und Kreativpiloten Deutschland ist ein Projekt des u-instituts für unternehmerisches Denken und Handeln e.V. und wird durch die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesrepublik gefördert. Bewerbungen für den Wettbewerb sind bis zum 30. Juni 2017 über die Homepage der Kultur- und Kreativpiloten möglich (www.kultur-kreativpiloten.de/bewerbung). Für die Teilnahme reichen eine Ideenbeschreibung, eine Darlegung der Motivation zur Teilnahme am Wettbewerb und ein Lebenslauf. Die Auswahl verläuft in zwei Schritten: Aus den Einsendungen trifft die Jury eine Vorauswahl und lädt 96 Bewerber in die zweite Runde zu Auswahlgesprächen ein. Während der Bewerbungsphase kann jeder zusätzlich per Online-Voting über drei Finalisten abstimmen, die direkt zu den Auswahlgesprächen eingeladen werden. Neben der Auszeichnung zum Kultur- und Kreativpiloten gibt es ein einjähriges Mentoring-Programm mit mehreren Workshops sowie die Begleitung von zwei Mentoren zu gewinnen. Insgesamt werden 32 Gewinner ausgezeichnet.

Wasserschloss Quilow wird umfangreich saniert

Renaissanceanlage ist historisches Kulturerbe der Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns – Region wird kulturell und touristisch insgesamt noch bekannter

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Wasserschloss Quilow, Foto: Erell/Wikipedia

Das Wasserschloss in Quilow, einem Ortsteil der Gemeinde Groß Polzin im Landkreis Vorpommern-Greifswald, soll umfassend um- und ausgebaut werden. „Das Wasserschloss Quilow ist ein historisches Kulturerbe der Geschichte unseres Landes. Für Einheimische und Gäste wird das Schloss wieder zu einem attraktiven Anlaufpunkt erweitert. Dank des Engagements der Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum e.V. wird das historische Gemäuer jetzt denkmalgerecht saniert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Wirtschaftsminister Glawe hat vor Ort einen Fördermittelbescheid an die Stiftung Kulturerbe im ländlichen Raum MV e.V. als Eigentümer des Schlosses übergeben.

Denkmalgerechte Sanierung und Eröffnung einer Touristinformation geplant – Besucher können das Schloss während der Sanierung besichtigen

Das 1575 erbaute Wasserschloss Quilow gehört zu den wenigen erhaltenen Renaissanceanlagen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Förderverein der Stiftung Kulturerbe plant, das Schloss im Sinne einer gläsernen Denkmalpflege wieder nutzbar zu machen. Besucher können – nach Voranmeldung – auch während der Sanierung das Schloss besichtigen. Die geplanten Maßnahmen betreffen unter anderem das Untergeschoss, in dem künftig eine Touristinformation, ein Aufenthaltsraum, öffentliche Toiletten und eine Teeküche mit Möglichkeiten zum externen Catering entstehen sollen. Im Obergeschoss werden unter anderem der Treppenturm, der Flur mit historischen Wandmalereien, der Ausstellungsraum zum Thema „Herrscher und Beherrschte in historischen Dimensionen“, der Medienraum, der historische Abort, der Ausstellungsraum „Comics aus Quilow“ und das Archiv saniert. Im zweiten Obergeschoss sollen unter anderem der Alte Festsaal, der Raum für Baugeschichte und der Eingangsbereich vom Turm zum Festsaal umgebaut werden. „Das Wasserschloss liegt direkt am Peenetal Rundweg und nahe dem Naturpark Flusslandschaft Peenetal. Die Erweiterung der Anlage zu einer Raststation für Radfahrer und Wanderer bietet hervorragende Möglichkeiten, die Region kulturell und touristisch insgesamt noch bekannter zu machen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen knapp 4,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von mehr als 3,7 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

Neue Ausstellung im Kröpeliner Tor: „Autorität und Freude“. Jüdisches Leben in Polen heute / Eröffnung am 8.6.2017

Shabat Shalom, Foto: Harry Weinberg

Auftakt der Zweiten Jüdischen Kulturtage in Rostock. Eröffnung der Ausstellung „Autorität und Freude“. Jüdisches Leben in Polen heute

Die Geschichte der Juden in Polen ist bekannt. 90 Prozent der dort vor der Schoah lebenden 3,5 Millionen Juden wurden ermordet. Die Mehrheit der Überlebenden wanderte nach dem Krieg aus, auch infolge von Pogromen wie 1946 in Kielce und der antisemitischen Kampagne von 1968. Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ erwacht das jüdische Leben in Polen wieder zaghaft. Harry Weinberg, geb. 1939 in Warschau, war nach dem Fotografiestudium u.a. Assistent des bekannten polnischen Fotografen Edward Hartwig und arbeitete als Fotojournalist für Interpress, eine der wichtigsten Agenturen Polens. Seit er vor einigen Jahren erfahren hat, dass er jüdischer Herkunft ist, fotografiert Weinberg das jüdische Leben in Polen. Die Ausstellung ist bis zum 30.07.2017 im Kröpeliner Tor zu sehen. Mit Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Neues aus der Kunsthalle Rostock Juni 2017

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„ErlebnisReich“ in Markgrafenheide eröffnet

"MärchenReich" in Markgrafenheide, Foto: "StrandResort Markgrafenheide"

ErlebnisReich, Foto: Strandresort

Juni 2017 – Neue Indoor-Attraktion im „StrandResort Markgrafenheide: Am 1. Juni ist auf dem Gelände des Resorts das so genannte „ErlebnisReich“ im Rahmen eines Kinderfestes eröffnet worden. Der 300 Quadratmeter große Bereich erweitert dessen Angebot und bietet Gästen eine wetterunabhängige Freizeitalternative an. Das neue „ErlebnisReich“ verfügt über ein Kinderspielzimmer namens „MärchenReich“ mit Hexenhaus, Ritterburg sowie einem Bällebad, einen Animationsraum mit dem Titel „KreativReich“, der zum Basteln und Spielen unter Anleitung genutzt werden kann, einen Kardio- und Fitnessraum sowie einem Raum für diverse Sportkurse. Eine Terrasse im Außenbereich bietet Gästen ein schattiges Plätzchen, Unterhaltung beim Schachspiel und einen Blick über den angrenzenden Abenteuerspielplatz. Weitere Informationen und Öffnungszeiten: www.strandresort.de