Badewasserkarte 2017 für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt

Badewasser im Land ist in hervorragender Qualität – 97,5 Prozent der Badestellen als „ausgezeichnet“ und „gut“ bewertet – besser auf Baderegeln achten und den Hinweisen der Rettungsschwimmer folgen

Meeresforschung - Wasserprobe, Foto: Joachim Kloock

Wasserprobe, Foto: Joachim Kloock

23.5.2017 In Schwerin hat der Wirtschafts- und Gesundheits-Staatsekretär Dr. Stefan Rudolph im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) die Badewasserkarte 2017 vorgestellt. „Saubere Badegewässer sind wichtig für uns als Einheimische und vor allem auch für unsere Gäste, die Urlaub bei uns in Mecklenburg-Vorpommern machen. Umso mehr freue ich mich, dass die Qualität des Badewassers in Mecklenburg-Vorpommern mit zu der besten Badewasserqualität in Deutschland gehört. Touristen und Einheimische können sich auch in diesem Jahr auf einen Badeurlaub bei uns im Land freuen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Dienstag.

97,5 Prozent der Badestellen mit ausgezeichneter und guter Badewasserqualität

Deutschland hat insgesamt, nach Zypern, Malta, Griechenland, Italien und Kroatien, die meisten Badegewässer, die in Europa mit über 90 Prozent als ausgezeichnet und gut eingestuft sind. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr 493 Badestellen mit insgesamt 2.604 Badegewässerproben analysiert. In 11 Proben wurden die Höchstwerte für Indikatorkeime (E.coli und Enterokokken) überschritten; allerdings waren die Nachproben unauffällig. Im Ergebnis sind 479 (97,5 Prozent) Badestellen als „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet worden (89,5 Prozent „ausgezeichnet“). Die Bewertungen basieren auf einem statistischen Mittelwert der Wasserproben aus den jeweils vergangenen vier Jahren. Das heißt, eine Badestelle, die im Jahr 2016 als mangelhaft eingestuft wurde, kann durchaus großartiges Badewasser haben. 11 Badestellen erhielten ein „ausreichend“, lediglich drei Badegewässer wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Wann eine Badestelle als „mangelhaft“ eingestuft wird, ergibt sich aus den Richtlinien der Europäischen Union.

Jeder zweite Gast in Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Badeurlaub

Nach einer Auswertung des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus (2016) entscheidet sich die Mehrzahl der Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, weil sie Landschaft und Natur mögen (71,9 Prozent); die gute Luft und das gesunde Klima genießen wollen (59,6 Prozent); die Erholungsmöglichkeiten nutzen (53,1 Prozent) und weil die Gäste die Strand-(-bäder) und Bademöglichkeiten sowie die Seen sehr schätzen (50 Prozent). „Das legt die Messlatte an die Badewasserqualität unseres Urlaubslandes hoch. Wer in Mecklenburg-Vorpommern baden will, erwartet Badewasser in hoher Qualität in unseren Seen und an der Ostsee. Diesen Erwartungen gilt es gerecht zu werden. Deshalb werden jährlich über 170 Badestellen an rund 1.700 Kilometern Ostseeküste sowie etwa 320 Badestellen an ca. 250 Seen untersucht. Das trägt dazu bei, dass wir uns unverändert guten Gewissens auch jedes Jahr neu als Badeland touristisch empfehlen können“, sagte Rudolph. Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Die touristische Wertschöpfung beträgt 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent.

Dank an Kommunen für ihr Engagement – Appell an Einheimische und Gäste: Baderegeln befolgen und auf Rettungsschwimmer hören

Staatssekretär Rudolph dankte den Kommunen und allen Partnern, die durch ihr Engagement dafür Sorge tragen, dass eine hohe Wasserqualität als Voraussetzung für gutes Badewasser vorhanden ist, die Badestellen gepflegt sind und dass die Badegewässer regelmäßig überprüft werden. Zugleich wies er darauf hin, dass Urlauber und Einheimische für die eigene Sicherheit unbedingt auf die Einhaltung der Baderegeln und vor allem auf die Beflaggung am Strand achten sollten, um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen. „Unsere Gäste sollen ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern genießen und erholt nach Hause zurückkehren, um mit Freude wiederzukommen. Es ist aus diesem Grund unabdingbar, auf die Baderegeln zu achten und vor allem den Hinweisen der Rettungsschwimmer zu folgen. Das kann Leben retten“, sagte Rudolph.

Badegewässerkarte online verfügbar und als App zum Download

Die Ergebnisse sind auf der Badegewässerkarte auf dem Regierungsportal, der Internetseite des Wirtschaftsministeriums, einsehbar (http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/badewasserkarte/).

Zu jeder untersuchten Badestelle ist ein Kurzprofil hinterlegt, das die wichtigsten Informationen zusammenfasst, unter anderem auch Hinweise zu behindertengerechten Badegewässern. Unter http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/gesundheitsland-mv/badewasser/ führt ein Link zur Badewasser-App, die in den gängigen Stores zum Download bereitsteht. Die Informationen werden ständig aktualisiert.

Verfahren zur Überprüfung der Badewasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern

Die Badewasserproben werden in der Zeit vom 01. Mai bis zum 10. September jeden Jahres alle vier Wochen durch die zuständigen Gesundheitsämter bei einer Mindestwassertiefe von einem Meter 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche entnommen. Das Wasser wird dann auf gesundheitliche Parameter wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht. Die Sichttiefe und der pH-Wert des Wassers spielen ebenso eine Rolle. Wird bei einer Probe der Höchstwert nach Badegewässerlandesverordnung überschritten, wird umgehend eine Nachprobe entnommen und geprüft, ob ein Badeverbot ausgesprochen werden muss.

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