Archiv für 24. Mai 2017

Rostocker Seebäder hissen die „Blauen Flaggen“ – Warnemünde erhält die begehrte Auszeichnungbereits zum 21. Mal

23.5.2017Seit dem 23. Mai wehen in Warnemünde, Hohe Düne und Markgrafenheide wieder die „Blauen Flaggen“. Die offizielle Verleihung fand in diesem Jahr auf der Insel Usedom statt. Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde, nahm die Auszeichnung für die Hansestadt entgegen. 

Tourismusdirektor Matthias Fromm und die Rettungsschwimmerinnen Kimberly-Sophie Stein (r.) und Alina Tristram (li.) von der DRK-Wasserwacht präsentieren die Blaue Flagge 2017, Foto: Joachim KloockDie „Blaue Flagge“ ist das erste internationale Umweltsymbol und wird in 50 Ländern vergeben. Seit 1987 erfolgt die Verleihung auch in der Bundesrepublik Deutschland durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung. Die „Blaue Flagge“ ist besondere Auszeichnung für die Qualität von Badestellen und Sportboothäfen. Bewertet werden im Rahmen der weltweiten Kampagne Kriterien wie Wassergüte, umweltgerechte Aufklärung von Touristen und Einwohnern, Strandservice, Sicherheit am Badestrand sowie vorbildliches Umweltmanagement.Die Hansestadt kann sich aufgrund der hervorragenden Bedingungen in ihren Seebädern mit drei Flaggen schmücken. So wird je eine Fahne am Hauptrettungsturm in Warnemünde, am Weststrand sowie Markgrafenheide-Strand gehisst. „Die Blaue Flagge ist für unsere Gäste ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Obwohl wir uns nun schon zum 21. Mal mit diesem Gütesiegel schmücken dürfen, ist die Verleihung keineswegs ein Selbstläufer“,sagte Matthias Fromm. „Im Rahmen der Kampagne wird nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die Ansprache von Urlaubern und Einheimischen beiden Themen Umweltschutz und Sicherheit am Badestrand berücksichtigt. Für uns ist sie daher ebenso Ansporn, unser Umweltmanagement weiter voranzutreiben.

Die Einschätzung der Wasserqualität erfolgt nach den anspruchsvollen Regeln der EU-Badewasserrichtlinien. Um die Qualität während der gesamten Sommersaison sicherzustellen, wird die Wassergüte im Rahmen der Zertifizierung bis September regelmäßigen Prüfungen unterzogen. Die aktuellen Messwerte können öffentlich eingesehen werden, so zum Beispiel an verschiedenen Schaukästen in den Seebädern sowie auf der Internetseite http://www.badewasser-mv.de des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeitund Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern. Die Absicherung des Badebetriebes, als ein weiteres wichtigeres Kriterium, wird in diesem Jahr erneut durch den engagierten Einsatz der Rettungsschwimmer von der DRK-Wasserwacht gewährleistet. Für die Reinigung des Strandes von Diedrichshagen bis Rosenort zeichnet die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde verantwortlich. Täglich wird der Strand von rund 17 km Länge im Sommer händischen und maschinellen Reinigungsarbeiten unterzogen, um die hohe Qualität für die Gäste vorzuhalten.

Die mit der“Blauen Flagge“ bestätigte Qualität spielt für viele Zielgruppen in der Wahl des Urlaubsortes eine wichtige Rolle und hebt die Hansestadt im touristischen Wettbewerb hervor. So bieten die optimalen Voraussetzungen in den Rostocker Seebädern hervorragende Bedingungen an und auf dem Wasser genauso für Familien mit Kindern wie auch für die zahlreichen Aktivurlauber und Sportler.

Vielfältige Aktionen zum Umweltschutz

Eine der Prämissen der Tourismuszentrale ist es, die aktuelle Qualität auch in Zukunft zu gewährleisten und die Strandgäste für ihre Umwelt zu sensibilisieren. „Seit 2011 haben wir zwei rauchfreie Strandabschnitte und tun darüber hinaus viel, um Zigarettenreste am Strand zu reduzieren. Im vergangenen Jahr haben wir fünf plakative Infosäulen mit Aschenbechern am Strand installiert. Diese auffälligen ,Ostseeascher‘ vermitteln gezielt Informationen über das sensible Ökosystem der Ostsee und die Konsequenzen von Plastikmüll. Unsere Strandgäste werden dadurch animiert, Zigarettenreste in den bereitstehenden Behältern zu entsorgen, anstatt sie einfach am Strand wegzuwerfen“, so Matthias Fromm. Inden Tourist-Informationen der Hansestadt sind außerdem wieder Papiertüten mit dem Slogan „Kein Plastik bei die Fische“ erhältlich. Zudem werden Plakate und Postkarten zum Thema Meeresmüll verteilt.

Bildunterschrift: Tourismusdirektor Matthias Fromm und die Rettungsschwimmerinnen Kimberly-Sophie Stein (r.) und Alina Tristram (li.) von der DRK-Wasserwacht präsentieren die Blaue Flagge 2017, Foto: Joachim Kloock

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Badewasserkarte 2017 für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt

Badewasser im Land ist in hervorragender Qualität – 97,5 Prozent der Badestellen als „ausgezeichnet“ und „gut“ bewertet – besser auf Baderegeln achten und den Hinweisen der Rettungsschwimmer folgen

Meeresforschung - Wasserprobe, Foto: Joachim Kloock

Wasserprobe, Foto: Joachim Kloock

23.5.2017 In Schwerin hat der Wirtschafts- und Gesundheits-Staatsekretär Dr. Stefan Rudolph im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) die Badewasserkarte 2017 vorgestellt. „Saubere Badegewässer sind wichtig für uns als Einheimische und vor allem auch für unsere Gäste, die Urlaub bei uns in Mecklenburg-Vorpommern machen. Umso mehr freue ich mich, dass die Qualität des Badewassers in Mecklenburg-Vorpommern mit zu der besten Badewasserqualität in Deutschland gehört. Touristen und Einheimische können sich auch in diesem Jahr auf einen Badeurlaub bei uns im Land freuen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph am Dienstag.

97,5 Prozent der Badestellen mit ausgezeichneter und guter Badewasserqualität

Deutschland hat insgesamt, nach Zypern, Malta, Griechenland, Italien und Kroatien, die meisten Badegewässer, die in Europa mit über 90 Prozent als ausgezeichnet und gut eingestuft sind. Allein in Mecklenburg-Vorpommern wurden im vergangenen Jahr 493 Badestellen mit insgesamt 2.604 Badegewässerproben analysiert. In 11 Proben wurden die Höchstwerte für Indikatorkeime (E.coli und Enterokokken) überschritten; allerdings waren die Nachproben unauffällig. Im Ergebnis sind 479 (97,5 Prozent) Badestellen als „ausgezeichnet“ oder „gut“ bewertet worden (89,5 Prozent „ausgezeichnet“). Die Bewertungen basieren auf einem statistischen Mittelwert der Wasserproben aus den jeweils vergangenen vier Jahren. Das heißt, eine Badestelle, die im Jahr 2016 als mangelhaft eingestuft wurde, kann durchaus großartiges Badewasser haben. 11 Badestellen erhielten ein „ausreichend“, lediglich drei Badegewässer wurden mit „mangelhaft“ bewertet. Wann eine Badestelle als „mangelhaft“ eingestuft wird, ergibt sich aus den Richtlinien der Europäischen Union.

Jeder zweite Gast in Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Badeurlaub

Nach einer Auswertung des Qualitätsmonitors Deutschland-Tourismus (2016) entscheidet sich die Mehrzahl der Gäste für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, weil sie Landschaft und Natur mögen (71,9 Prozent); die gute Luft und das gesunde Klima genießen wollen (59,6 Prozent); die Erholungsmöglichkeiten nutzen (53,1 Prozent) und weil die Gäste die Strand-(-bäder) und Bademöglichkeiten sowie die Seen sehr schätzen (50 Prozent). „Das legt die Messlatte an die Badewasserqualität unseres Urlaubslandes hoch. Wer in Mecklenburg-Vorpommern baden will, erwartet Badewasser in hoher Qualität in unseren Seen und an der Ostsee. Diesen Erwartungen gilt es gerecht zu werden. Deshalb werden jährlich über 170 Badestellen an rund 1.700 Kilometern Ostseeküste sowie etwa 320 Badestellen an ca. 250 Seen untersucht. Das trägt dazu bei, dass wir uns unverändert guten Gewissens auch jedes Jahr neu als Badeland touristisch empfehlen können“, sagte Rudolph. Im Jahr 2016 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Die touristische Wertschöpfung beträgt 4,1 Milliarden Euro und bildet damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern ab. Davon werden 3,3 Milliarden Euro Wertschöpfung von Tourismusunternehmen (z.B. Hotels und Restaurants) und Unternehmen, die direkte Umsätze durch Gäste erzielen (z.B. Freizeiteinrichtungen), erbracht. Damit liegt die Bruttowertschöpfung des Tourismus bei 9,6 Prozent.

Dank an Kommunen für ihr Engagement – Appell an Einheimische und Gäste: Baderegeln befolgen und auf Rettungsschwimmer hören

Staatssekretär Rudolph dankte den Kommunen und allen Partnern, die durch ihr Engagement dafür Sorge tragen, dass eine hohe Wasserqualität als Voraussetzung für gutes Badewasser vorhanden ist, die Badestellen gepflegt sind und dass die Badegewässer regelmäßig überprüft werden. Zugleich wies er darauf hin, dass Urlauber und Einheimische für die eigene Sicherheit unbedingt auf die Einhaltung der Baderegeln und vor allem auf die Beflaggung am Strand achten sollten, um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen. „Unsere Gäste sollen ihren Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern genießen und erholt nach Hause zurückkehren, um mit Freude wiederzukommen. Es ist aus diesem Grund unabdingbar, auf die Baderegeln zu achten und vor allem den Hinweisen der Rettungsschwimmer zu folgen. Das kann Leben retten“, sagte Rudolph.

Badegewässerkarte online verfügbar und als App zum Download

Die Ergebnisse sind auf der Badegewässerkarte auf dem Regierungsportal, der Internetseite des Wirtschaftsministeriums, einsehbar (http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/badewasserkarte/).

Zu jeder untersuchten Badestelle ist ein Kurzprofil hinterlegt, das die wichtigsten Informationen zusammenfasst, unter anderem auch Hinweise zu behindertengerechten Badegewässern. Unter http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm/gesundheit/gesundheitsland-mv/badewasser/ führt ein Link zur Badewasser-App, die in den gängigen Stores zum Download bereitsteht. Die Informationen werden ständig aktualisiert.

Verfahren zur Überprüfung der Badewasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern

Die Badewasserproben werden in der Zeit vom 01. Mai bis zum 10. September jeden Jahres alle vier Wochen durch die zuständigen Gesundheitsämter bei einer Mindestwassertiefe von einem Meter 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche entnommen. Das Wasser wird dann auf gesundheitliche Parameter wie Escherichia coli und Intestinale Enterokokken untersucht. Die Sichttiefe und der pH-Wert des Wassers spielen ebenso eine Rolle. Wird bei einer Probe der Höchstwert nach Badegewässerlandesverordnung überschritten, wird umgehend eine Nachprobe entnommen und geprüft, ob ein Badeverbot ausgesprochen werden muss.

Digitale Bildung: Mit „Calliope mini“ wird Programmieren ganz einfach

Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin ist erste Projektschule im Land

Minister Christian Pegel, Foto: Presse EM M-V

Minister Christian Pegel, Foto: Presse EM M-V

23.5.2017 – An der Werner-von-Siemens-Schule in Schwerin können Schülerinnen und Schüler künftig lernen, wie ein Computer programmiert wird. Die Landesregierung und das Datenverarbeitungszentrum (DVZ) Mecklenburg-Vorpommern haben heute Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern an der Regionalen Schule einen Klassensatz des Lerncomputers „Calliope mini“ überreicht. Die 25 Exemplare haben einen Wert von insgesamt 750 Euro und sind eine Spende des DVZ. „Der ‚Calliope mini‘ hat die Form eines Sheriffsterns und sieht aus wie das Innenleben eines Rechners“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Computer, was beim Programmieren vor sich geht. Wenn die Lehrer den ‚Calliope mini‛ im Unterricht einsetzen, tun sie genau das, was ich unter Medienbildung verstehe. Medienbildung ist mehr als eine reine Anwendung von Computerprogrammen oder das Herumwischen auf dem Tablet. Genau dieses Ziel verfolgt das Land auch mit der Einführung eines Fachs Informatik und Medienbildung ab Klasse 7“, so Hesse. „Was für Autos die Straßen, sind für Computer die Netze“, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel. „Wir treiben deshalb die Vernetzung voran. In drei bis vier Jahren kann jeder von jedem Ort in Mecklenburg-Vorpommern mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde im Netz surfen“, so Pegel. 1,3 Milliarden Euro ständen dafür an Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln bereit. „Es gibt heute keine Branche mehr, die auf IT und moderne Technologien verzichten kann. Eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft muss es sein, Kindern frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Computern zu vermitteln“, sagte der Geschäftsführer des DVZ, Hubert Ludwig. „Im Vordergrund steht dabei ganz klar das aktive Gestalten und Erleben der digitalen Welt. Als Calliope-Projektpartner suchen wir Firmen, die unser Vorhaben unterstützen, allen Schulen des Landes mindestens einen Klassensatz des ‚Calliope‛ für den fächerübergreifenden Unterricht zur Verfügung zu stellen“, so Ludwig. Der Lerncomputer „Calliope mini“ ist benannt nach einer Tochter von Zeus, der Muse der Wissenschaft. Mit ihm soll Programmieren im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht werden. Der rund 7 x 8 cm große Computer ermöglicht von einfachen Experimenten mit Licht und Sound bis hin zur Konstruktion eines Roboters viele Anwendungen. Sein Display besteht aus 25 LEDs. Er hat einen Bluetooth-fähigen Prozessor und einen integrierten Lautsprecher.

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe eröffnet Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft 2017

Zur Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Gesundheitswirtschaft gibt es keine Alternativen – Gesundheitswirtschaft ist jobintensive Branche für Mecklenburg-Vorpommern

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

23.5.2017 – Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe hat am Dienstag in Rostock-Warnemünde die Nationale Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft eröffnet. Die Konferenz steht in diesem Jahr unter dem Motto. „#Gesundheit2017 – Mensch und Markt in der digitalen GesundheitsWelt“. „Wir müssen die Chancen der Digitalisierung gemeinsam anpacken. Aufgrund der demografischen Entwicklung haben wir einen höheren und einen veränderten Versorgungsbedarf: Mehr ältere Menschen werden mehr und andere Gesundheitsleistungen in Anspruch nehmen. Klares Ziel ist es, durch die Digitalisierung verbesserte Angebote in der Regelversorgung und für die Gesundheitswirtschaft insgesamt zu erreichen. Zur Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Gesundheitswirtschaft gibt es keine Alternativen. Wir müssen die Chancen nutzen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

600 Branchenexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vor Ort

Der Minister hat die Konferenz in Vertretung des Ministerpräsidenten Erwin Sellering eröffnet. Rund 600 Branchenexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben an der zweitägigen Veranstaltung in Rostock-Warnemünde teilgenommen. Die Gesamtorganisation für die 13. Branchenkonferenz hatte die BioCon Valley® GmbH. „Gerade in den Zeiten des digitalen Wandels gilt es, die Gesundheitswirtschaft weiter intensiv zu begleiten, um die Wirtschaftskraft insgesamt zu festigen, das Potential des technologischen Fortschritts zum Nutzen der Menschen zu gestalten und wichtige Impulse zu setzen“, so Glawe weiter.

Digitalisierung stärker zu Nutze machen

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Glawe machte auf die Chancen der Digitalisierung aufmerksam. „Wir sollten uns die Digitalisierung stärker zu Nutze machen. Gerade in einem Flächenland wie wir es sind, kommt der Digitalisierung eine besondere Bedeutung beispielsweise bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen zu. Durch Unterstützung von Apps oder mit Hilfe der Telemedizin können Krankheiten zum Teil früher erkannt und Krankheitsbilder noch schneller und genauer bestimmt werden. Das ist auch ein Beitrag für eine effektive und verbesserte Gesundheitsversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Kluge Lösungen sind gefragt“, betonte Glawe weiter. Mit dem Innovationsfonds des Bundes werden wichtige digitale Projekte für Mecklenburg-Vorpommern vorangebracht. Hierzu zählen zum Beispiel HerzEffekt MV für den Bereich der chronischen Herzerkrankungen und ANNOTeM für die akut-neurologische Versorgung mit telemedizinischer Unterstützung. Darüber hinaus unterstützt das Gesundheitsministerium M-V im Projekt Land|Rettung die zukunftsfeste notfallmedizinische Neuausrichtung am Beispiel des Landkreises Vorpommern-Greifswald oder die Allgemein-, Fach- und Notfallversorgung im ländlichen Raum am Beispiel der Dermatologie. „Es ist für den Erfolg entscheidend, dass sich hier Experten aus der Wissenschaft, von Unternehmen, Krankenkassen, Kliniken und Verbänden einbringen. Ein großes Engagement, für das ich sehr dankbar bin“, betonte Glawe.

Jobintensive Branche wächst weiter

„Die Gesundheitswirtschaft ist ein starker Impulsgeber für die Wirtschaft in M-V, für unser Land insgesamt. Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich auch als jobintensive Branche für unser Land weiter nach vorn. Schon jetzt hat die Gesundheitswirtschaft mit 15,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung einen Anteil an der Wirtschaftsleistung unseres Landes, der deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Fast 150.000 Beschäftigte haben Arbeit in der Gesundheitswirtschaft, das ist jeder fünfte Arbeitsplatz im Land. Allein seit 2014 sind 11.400 neue Stellen in der Branche entstanden. Das ist Spitze in Deutschland“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Glawe. Insbesondere im Bereich Life Science (z.B. Medizintechnik, Forschung und Entwicklung, Humanarzneiwaren usw.) gibt es deutliche Zuwächse. In den vergangenen zehn Jahren sind nach einer Studie der BioCon Valley GmbH zufolge über 3.700 neue Jobs allein in diesem Bereich entstanden (2006: 8.000 Erwerbstätige – 2015: 11.700 Erwerbstätige; Quelle: BioCon Valley/WifOR). „Die Gesundheitswirtschaft ist ein wahrer Markt der Möglichkeiten für die heimische Wirtschaft. Potential besteht in der weiteren Entwicklung von Angeboten im Gesundheitstourismus, bei der Entwicklung innovativer marktfähiger Produkte und in der Digitalisierung“, sagte Glawe.

Partnerland der Branchenkonferenz ist Estland

Estland war in diesem Jahr Partnerland der Konferenz. „Estland ist ein Vorreiter für die Digitalisierung. Als ein Land mit vergleichbarer demografischer Situation wie Mecklenburg-Vorpommern hat Estland sich in den vergangenen Jahren der Herausforderung gestellt, ein modernes Gesundheitssystem auf der Basis von e-Health neu aufzubauen“, erläuterte Glawe. „Themen wie digitale Patientenakten, Online-Rezepte und einheitliche Kommunikationssysteme der Beteiligten untereinander sind in Estland schon weit fortgeschritten. Wichtig ist bei aller Innovation der sensible Blick für den Schutz der persönlichen Daten, die in diesem Bereich ausgetauscht werden“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.

Friendship Force – Freunde aus Ottawa zu Gast in der Landeshauptstadt

Friendship Force, Foto: Joshua Strack, LHS

Friendship Force, Foto: Joshua Strack/LHS

23.5.2017 – 16 Freunde der Friendship Force aus Ottawa besuchten am vergangenen Donnerstag (18. Mai) die Landeshauptstadt. Die Organisation hat das Ziel, kulturelles Verständnis und Freundschaften durch den regelmäßigen Austausch von Bürgern innerhalb des internationalen Netzwerks zu schaffen. Der Auftakt des einwöchigen Aufenthalts fand im Mecklenburgischen Staatstheater statt. Offiziell empfangen wurde die kanadische Gruppe im Demmlersaal des Rathauses von Stadtpräsident Stephan Nolte, der die Gäste begrüßte und einen Brief von Jim Watson, dem Bürgermeister von Ottawa, entgegennahm. Nach individuellen Gesprächen besichtigten die Kanadier anschließend die Schleifmühle und genossen bei schönem Wetter einen Spaziergang durch den Schlossgarten. Zum Abschluss des Tages besuchten die Gäste das Observatorium.

Hintergrund

Die Friendship Force wurde 1977 vom damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter mitgegründet. Das Ziel der Non-Profit-Organisation ist das Schaffen von kulturellem Verständnis und Freundschaften durch den regelmäßigen Austausch von Bürgern innerhalb des internationalen Netzwerks. Bis heute gehören Friendship Force International ca. 15.000 aktive Mitglieder an. The Friendship Force Schwerin e. V. dagegen besteht erst seit 2009 und konnte bis heute insgesamt 38 Mitglieder für seine ehrenamtlichen Programme begeistern. Bei Interesse gibt es alle nötigen Informationen unter http://ff-schwerin.org/.