Archiv für 12. Mai 2017

16 Kommunen in M-V begehen Tag der Städtebauförderung 2017

Hansestadt Stralsund, Foto: Joachim Kloock

Hansestadt Stralsund, Foto: Joachim Kloock

12.5.2017 – Zum dritten Mal findet am Sonnabend (13.05.2017) der Tag der Städtebauförderung in Mecklenburg- Vorpommern statt. Ziel dieses Aktionstages ist es, auf das Thema Stadtsanierung als Selbstverwaltungsaufgabe der Kommunen unter Beteiligung zahlreicher Akteure und die mit Städtebaufördermitteln unterstützten Maßnahmen in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Für 2017 haben sich bundesweit etwa 450 Kommunen für den „Tag der Städtebauförderung“ angemeldet. In M-V beteiligen sich 16 Kommunen. Ina-Maria Ulbrich, Staatssekretärin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung, ist anlässlich dieses Tages in der Hansestadt Stralsund zu Gast und würdigt in der Kirche St. Jakobi in ihrem Grußwort die Leistungen des Städtebauförderungsprogramms am Beispiel Stralsund: „Um zu sehen, was Städtebauförderung vermag, muss man nur die wunderschön sanierte Altstadt Stralsunds anschauen, die auf Schritt und Tritt das Erbe der Hanse atmet.“ Allein für Stralsund wurden von 1991 bis Ende 2016 Städtebaufördermittel von Bund und Land in Gesamthöhe von 148,8 Millionen Euro bewilligt. Der mit 119,2 Millionen größte Teil kam der Altstadtinsel zu Gute. Nicht zuletzt dank der dadurch ermöglichten Sanierung der Altstadt verdankt die Hansestadt die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2002. Auch die Stralsunder Plattenbaugebiete Knieper West und Grünhufe profierten von der Städtebauförderung. 28,4 Millionen Euro wurden bislang für beide Stadtviertel zusammen eingesetzt. Damit wurden zum Beispiel Wohnblöcke zurückgebaut, Gemeinbedarfseinrichtungen wie Turnhallen, Kitas, und die Stralsunder Kindertafel saniert bzw. neu errichtet und Freianlagen neu gestaltet. Dank dieser Maßnahmen konnten – wie in anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns auch – die Einwohnerentwicklung stabilisiert und der Leerstand verringert werden. Was mit diesem Geld gemacht wurde und gemacht wird, zeigen weitere Veranstaltungen zum Tag der Städtebauförderung morgen zum Beispiel in Heringsdorf, Ludwigslust, Rostock und Waren(Müritz). Die vollständige Übersicht finden Sie auf der offiziellen Internetseite zum Tag der Städtebauförderung unter www.tag-derstaedtebaufoerderung.de.

ZAHLEN UND FAKTEN

Städtebauförderung in M-V 1991-2016

– 183 Gesamtmaßnahmen in 118 Kommunen

– ca. 9000 private Sanierungen

– ca. 2500 öffentliche Straßen und Wege, ca. 230 Parkierungsanlagen

– ca. 270 Bibliotheken, Museen und sonstige kulturelle

Einrichtungen

– ca. 200 Verwaltungsgebäude

– ca. 150 Kirchen, Klöster und weitere kirchliche EInrichtungen

– ca. 120 Marktplätze

– ca. 50 Kindertageseinrichtungen, ca. 50 Schulen und

20 Sporthallen

Bewilligte Finanzhilfen zur Städtebauförderung von Bund und Land 1991-2016: ca. 2,2 Milliarden Euro.

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Aussichtsplattform für das POLARIUM im Zoo Rostock eröffnet

Guter Blick über das Baugeschehen

12.5.2017 – Das Interesse am neuen POLARIUM ist auch in der Bauphase riesig. Zoodirektor Udo Nagel hat deshalb heute eine Aussichtsplattform eröffnet, von der aus kleine und große Zoobesucher einen guten Blick über das gesamte Baufeld werfen können. Bis zum 800. Geburtstag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock im kommenden Jahr soll die neue Erlebnislandschaft für die Rostocker Eisbären und Pinguine fertiggestellt werden. „Schon beim Bau des DARWINEUM haben wir das große Interesse der Rostocker und Gäste der Stadt für den Fortgang der Bauarbeiten gespürt“, so Zoodirektor Udo Nagel. „Bei der historischen Bärenburg, mit der viele Generationen aufgewachsen sind, ist die Spannung noch größer auf das, was an dieser traditionsreichen Stätte entsteht. Zusätzlich zum exklusiven Beobachtungsplatz wird im Sommer eine Webcam mit Blick auf Gesamtanlage installiert, damit auch unsere Zoofreunde in der Ferne den Baufortschritt mitverfolgen können“, kündigte Nagel an. Der Zoodirektor bedankte sich bei der Zoomeisterei und dem Zoo-Tischler, die das Besucherportal umgesetzt haben. Die 15 Quadratmeter große Aussichtsplattform befindet sich an der östlichen Baustellenbegrenzung in der Nachbarschaft der Lamas und Geparden sowie am POLARIUM-Infowürfel. Sie ermöglicht einen Einblick auf das Baufeld, auf dem in den kommenden Monaten das Besucherzentrum, der Eisbärenstall und die Außenanlagen des POLARIUM errichtet werden. Im Moment können die Erschließungsarbeiten durch die Stadtwerke verfolgt werden. Ende Mai soll mit den Erdarbeiten begonnen werden. Diese werden von der Rostocker Firma BMR Tiefbau GmbH umgesetzt. „Wir liegen gut im Plan“, unterstrich Zoodirektor Udo Nagel, „und werden die weiteren Baumaßnahmen auch aktiv in unserem Bautagebuch begleiten.“

Bildunterschriften: Zoodirektor Udo Nagel hat heute (12. 5. 2017) die neue Aussichtsplattform an der POLARIUM-Baustelle freigegeben. Von dort hat man einen guten Überblick auf das Baugeschehen und auch auf die derzeitigen Bewohner, ein Storchenpaar. Fotos: Joachim Kloock

„Greifswald Research Award“ verliehen

Auszeichnungen für den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns

Foto: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Universität Greifswald, Foto: Pressestelle HGW

12.5.2017 – Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Freitag den erstmals ausgerufenen „Greifswald Business Award“ übergeben. Sieger ist das Team „SoTaMed“ (Dr. Jenny Schulz und Balazs Baranyai) vom Institut für Botanik und Landschaftsökologie. Sie erhielten die Auszeichnung für die wirtschaftliche Verwertung des Rundblättrigen Sonnentaus als Arzneipflanze zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie beispielsweise Asthma. „Der Greifswald Business Award würdigt die enge Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Preisträger sind diesen Weg gegangen, haben die Pflanzen nachhaltig angebaut und sie als Rohstoff an Hersteller von Phytopharmaka – also Arzneimittel pflanzlichen Ursprungs – vermarktet. Das ist ein herausragendes, anwendungsorientiertes Beispiel für den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Gewinner erhielten ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro (gestiftet von der Sparkasse Vorpommern), das die Prämierten zur Entwicklung ihres derzeit in Gründung befindlichen Unternehmens nutzen.

Greifswald University Club ist Brückenbauer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Die Auszeichnung fand im Rahmen der Verleihung des „Greifswald Research Award“ für herausragende Leistungen in angewandter Forschung statt, der seit 2013 jährlich vom Greifswald University Club (GUC) organisiert wird. Der eingetragene Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Kooperation zwischen Greifswalder Forschern mit regionalen und überregionalen Wirtschaftsunternehmen zu fördern. „Der Greifswalder University Club baut mit seiner Arbeit eine Brücke von der Wissenschaft in die regionale Wirtschaft. Durch wirtschaftsnahe Forschungsprojekte können international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen, die zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern schaffen und erhalten. Das stärkt unsere Wirtschaft“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft – 1.081 Vorhaben wurden seit 2007 gefördert

Das Wirtschaftsministerium stellt für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI) in Mecklenburg-Vorpommern in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Von 2007 bis 2016 wurden für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation insgesamt 1.081 Vorhaben in Höhe von mehr als 224 Millionen Euro unterstützt. „Wir wollen Mecklenburg-Vorpommern weiter als Forschungs- und Technologiestandort profilieren. Deshalb haben wir eine große Bandbreite an Projekten, Förderungen und Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen, um die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskraft der heimischen Wirtschaft insgesamt zu erhöhen“, sagte Glawe.

Weitere Auszeichnungen – „Junior-Award“ an Prof. Dr. Mihaela Delcea und „Senior-Award“ an Prof. Dr. med. dent. Thomas Kocher verliehen

Der „Junior-Award“ wurde an Prof. Dr. Mihaela Delcea verliehen für ihre anwendungsorientierte Forschung im Bereich der Aufklärung molekularer und biophysikalischer Ursachen für Autoimmunerkrankungen. Die Preisträgerin arbeitet im Institut für Biochemie der Universität Greifswald und ist Leiterin der Nachwuchsgruppe „Nanostruktur“. „Die Preisträgerin hat in den vergangenen Jahren durch ihre wissenschaftliche Arbeit dazu beigetragen, Autoimmunerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aufzuklären. Das ist ein wertvoller Beitrag, um Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems effektiver zu behandeln“, sagte Glawe. Den „Senior Award“ erhielt Prof. Dr. med. dent. Thomas Kocher (Leiter der Abteilung Parodontologie an der Universitätsmedizin Greifswald ) für seine Verdienste in der anwendungsorientierten Forschung und Wirtschafts-Wissenschafts-Kooperation im Bereich der Wurzeloberflächenbearbeitung, Periimlantisttherapie und Zahnreinigung. „Zahngesundheit ist ein elementarer Bestandteil unserer gesamten körperlichen Gesundheit. Der Preisträger hat mit seinen Forschungen insbesondere die Geräteentwicklung in den Bereichen Karies- und Zahnsteinentfernung wesentlich vorangetrieben“, sagte Glawe.

Informationen zum Greifswalder University Club (GUC)

Der GUC hat sich das Ziel gesetzt, Spitzenforschung an der Universität Greifswald zu fördern. Schwerpunktthemen sind die individualisierte Medizin und Energie, Mobilität und Klimawandel. Der Club hilft beim Ausbau nationaler und internationaler Netzwerke sowie bei der Finanzierung ausgewählter Projekte. Der Club unterstützt einzelne Vorhaben oder Lehrstühle oder vergibt Stipendien. Um herausragende Leistungen in der Wirtschafts-Wissenschafts-Kooperation auf diesen Gebieten öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und ihre Entwicklung gezielt zu fördern, vergibt der GUC seit 2013 jährlich den Greifswald Research Award. Mit dem Preis sollen besondere Leistungen in der anwendungsorientierten Forschung von erfahrenen Forschenden und forschungsaffinen Unternehmen sowie Nachwuchswissenschaftlern prämiert werden. Seit 2014 wird zudem die Verwertung innovativer Forschungsergebnisse durch direkte Ausgründung von Unternehmen durch Greifswald Research Award gezielt unterstützt.

20. Unternehmerehrung – Jubiläum in Rostock

Bandbreite der Ehrungen steht symbolisch für den Erfolg des Unternehmertums in Rostock

Maßhemd, Foto: Maßschneiderei Andreas Kiefer

Hemd, Foto: Maßschneiderei Andreas Kiefer

12.5.2017 – Unternehmerehrung mit Jubiläum: Mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer der Hansestadt Rostock sind für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet worden. Die Ehrung fand bereits zum 20. Mal statt. „Die Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit sinkt. Das sind Erfolge, zu denen Rostocker Unternehmen einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie schaffen mit Mut, Fleiß, Können und Kreativität wettbewerbsfähige Produkte und Leistungen. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung für Geschäftspartner, Kunden und Beschäftigte und engagieren sich stark in der Region. Das sichert und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze. Die Wirtschaft kommt weiter voran“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Freitag im Rathaus der Hansestadt.

Fünf Ehrungen im Rathaus vergeben

Fünf Ehrungen sind vergeben worden. Ausgezeichnet wurde als Rostocker Unternehmerin des Jahres 2016 Iris Tschischke, Geschäftsführerin der Südhus sowie der Pflegeheim Südhus Nord GmbH. Für die „Schaffung und Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen“ in der Hansestadt Rostock wurde die Verkehrsausbildungsstätte & Fahrschule Wunderlich GmbH (Inhaber Herr Detlef Wunderlich) geehrt. Für das „Besondere Engagement zur Imageförderung der Stadt“ ist die INNOMAR Technologie GmbH (Geschäftsführerin Frau Sabine Müller) ausgezeichnet worden. Für die „Umsetzung eines besonderen Firmenkonzeptes“ erhielt die Maßschneiderei Andreas Kiefer (Inhaber Andreas Kiefer) einen Preis. Der „Rostocker Familienbetrieb des Jahres“ ist die Fleischerei Seibt (Inhaber Herr Andreas Stach) geworden. „Die Bandbreite der Ehrungen steht symbolisch für den Erfolg des Unternehmertums in Rostock. Das Engagement der Wirtschaft, die stetige Weiterentwicklung und die Übernahme von gesamtgesellschaftlicher Verantwortung zeichnen den Mittelstand aus“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Rostock ist ein boomender Wirtschaftsstandort

In Rostock siedeln sich Firmen nachhaltig an und expandieren. „Rostock ist ein stark nachgefragter und auch boomender Wirtschaftsstandort. Es sind in den vergangenen Jahren hervorragende Bedingungen für Investitionen entstanden. Das macht sich auch bei Neuansiedlungen und Erweiterungen in Gewerbegebieten oder an der Kaikante bemerkbar“, sagte Glawe.

Über 25.200 Arbeitsplätze gesichert, 15.400 Arbeitsplätze geschaffen

Seit 1990 wurden in Rostock 714 gewerbliche Fördermaßnahmen im Rahmen von Neuansiedlungen und Erweiterungen umgesetzt. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf 2,8 Milliarden Euro. Das Wirtschaftsministerium hat die gewerblichen Förderungen mit einem Zuschuss von rund 542 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit den Investitionen konnten 15.400 Arbeitsplätze neu geschaffen und 25.200 Arbeitsplätze gesichert werden. „Ziel ist auch künftig, Ansiedlungen und Erweiterungen von neuen Unternehmen zu unterstützen, die zusätzliche Wertschöpfung und Beschäftigung für unser Land bringen“, betonte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

17. bis 18. Juni 2017 „Tage der Industriekultur am Wasser“

Quelle: 17. bis 18. Juni 2017 „Tage der Industriekultur am Wasser“

Veröffentlicht 12. Mai 2017 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

17. bis 18. Juni 2017 „Tage der Industriekultur am Wasser“

Mit 380 Veranstaltungen in 131 Denkmalen an 68 Orten geht das erfolgreiche Kulturprojekt der Metropolregion Hamburg in die vierte Runde. Hafenanlagen, Schleusen und Schiffe, Leucht- und Wassertürme, Brücken und Mühlen, Fabriken und Kraftwerke geben am 17. und 18. Juni Einblicke in die Welt der Industriekultur am Wasser.

LHS Schwerin12.5.2017 – Alle zwei Jahre stellen die „Tage der Industriekultur am Wasser“ Denkmale der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg vor, die oftmals der Öffentlichkeit unbekannt geblieben sind. Das verbindende Element ist die Technik, die Wasser nutzt, Wasser beherrscht und am Wasser liegt. Für alle Kultur-, Geschichts- und Technikinteressierten, genauso wie für Aktive und Familien ist bei den 380 Veranstaltungen etwas dabei. Davon haben sich 2015 rund 18.000 Besucher überzeugt. Führungen und Vorführungen, Besichtigungen und „Denkmale in Aktion“ erklären die historische Technik und Arbeitswelt. Das Angebot ist so vielfältig wie die teilnehmenden Industrieanlagen. Am 11. Mai wurde das diesjährige Programm in Schwerin im denkmalgeschützten Getreidespeicher am Ziegelsee aus dem Jahre 1939 vorgestellt. Als Teil des historischen Hafens gehört er zur Keimzelle des ersten Industriegebietes der Stadt. Hier wird an beiden Tagen der Historische Verein Schwerin e.V. an der Promenade mit Schautafeln und Informationsmaterial über die Geschichte des Hafens, der Hafenbahn und einzelner Betriebe in dem ehemaligen Industriegebiet Auskunft geben. Die Schleifmühle am Faulen See in Schwerin zählt zu den wenigen historischen Anlagen, in denen mit Wasserkraft große Natursteine gesägt und geschliffen wurden. Hier werden am 17. und 18. Juni in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr öffentliche Führungen zur Geschichte der Schleifmühle angeboten. Außerdem können Besucher in der Schauanlage die Gesteinsbearbeitung von Natursteinen live miterleben.

Auch die Drehbrücke hinter dem Schweriner Schloss ist an beiden Tagen in Aktion zu erleben: Das noch funktionstüchtige technische Denkmal, das Schiffen einst die Passage zum Burgsee ermöglichte, öffnet sich am 17. Juni um 15.00 Uhr und am 18. Juni um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr. „Das industriekulturelle Potenzial Schwerins ist größer als viele glauben. Tonangebend für seine Zeit waren auch das E-Werk am Pfaffenteich, die Fokker-Werke oder unser Fernsehturm. Deshalb wollen wir ab Juni als zweite Stadt der Metropolregion eine regionale Route der Industriekultur anbieten“, kündigte Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier bei der Programmvorstellung an. Ihre Premiere bei den Tagen der Industriekultur in Mecklenburg-Vorpommern feiern diesmal die 1916 erbaute Hübbrücke inPlau am See, die mit ihrer Hubhöhe von 1,86 m die höchste Mecklenburgs ist; die Schleuse in Lübz und die Papierfabrik Neu Kaliß von 1871. Spannende Geschichten werden bei den Rundgängen über das Gelände der Fabrik zu hören sein. War das Qualitätspapier aus Kaliß doch so gefragt, dass es sogar nach Dänemark, Schweden, England und in die USA exportiert wurde. Zum ersten Mal mit dabei sind auch die 170 Jahre alte Stadtwassermühle an der Wakenitz in Lübeck und der Seegrenzschlachthof, der als solcher als einziger in Deutschland noch erhalten ist. Hinzugekommen ist das Salzmuseum in Lüneburg in der alten Saline, in dem sich alles um das „weiße Gold“ dreht. In Winsen neu dabei sind der Hafen Stöckte und die Schiffswerft August Eckhoff. Hier führt der Schiffbaumeister durch den Hafen und erklärt die Arbeit auf der Werft. Das Hamburger Speicherstadtmuseum veranschaulicht die Arbeit der Quartiersleute in einem Lagerhaus und natürlich werden Rundgänge durchs Hamburgs Welterbe – die Speicherstadt, angeboten.

Die Fahrten und Besichtigungen der zahlreichen historischen Fracht- und Arbeitsschiffe werden erneut ein Höhepunkt sein. Das Hamburger Feuerlöschboot »Repsold« bietet Mini-Hafenrundfahrten an. Der mehr als hundert Jahre alte Dampfeisbrecher »Elbe« fährt zwischen Geesthacht und Lauenburg. In Glückstadt lässt sich das Wriggen erlernen. Auf der anderen Seite der Elbe im Freiburger Hafen gibt es erstmalig Fahrten auf einem historischen Pfahlewer. Neu dabei sind auch die Viermastbark Passat in Travemünde, ebenso wie die Elbfähre Glückstadt/Wischhafen. Erneut beteiligen sich auch herausragende maritime Highlights außerhalb der Metropolregion: Die Hansestadt Rostock nimmt mit zahlreichen Schiffen des Schiffbau- und Schifffahrtsmuseums teil und Aktive können auf geführten Kajaktouren die maritime Seite der Stadt erleben. In Rendsburg kann der Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße weltweit, auf geführten Touren im Fußgängertunnel unterquert und auf der Brücke überquert werden. In Kiel neu dabei ist die Howaldtsche Metallgießerei. Nach eingängigen Führungen die zeigen, wie körperlich schwer die Produktion von Schiffszubehör war, können Besucher selber Kleinteile gießen.

Für Sportbegeisterte bieten sich die geführten Radtouren an. So lassen sich im Amt Neuhaus die Schöpfwerke und Deichsiele der Teldau erradeln. In Cuxhaven geht die Tour durch das gesamte Hafengebiet. Die für die Metropolregion oft typische Kombination aus Industrie und Landschaft lässt sich hervorragend im Allertal erleben. Auf der geführten Tour geht es zu drei Industriedenkmalen: Das Kali-Bergwerk Grethem und die Nadelwehrschleuse in Hademstorf sind Relikte aus der Zeit, als im Aller- Leine-Tal das in der Landwirtschaft als Dünger begehrte Kalisalz gefördert wurde. Vorbei geht es auch an der Gierseilfähre Eickeloh, die allein die Kraft der Strömung nutzt, um über die Aller zu pendeln. Speziell auf Familien ausgelegte Programme bieten die Ziegelei Pape in Bremervörde, der Oste-Hamme- Kanal in Gnarrenburg, die Filzwelt Soltau im alten Wollspeicher sowie der Kultur-Kran Harburg. Im Hafenmuseum Hamburg kann das kleine Hafenpatent erworben werden und in der Amtswassermühle Moisburg können Kinder Schrot mahlen und sieben. Die Fischbauchbrücke Eversdorf in Kaaks beteiligt sich zum ersten Mal und gleich mit einem tollen Fest. Beim Brückenschlag bauen Eltern und Kinder eine Holzbrücke über die Bekau. Es gibt eine historische Heuernte, ein Spiel ohne Grenzen, eine Floßrally und Musik und Tanz direkt an der Brücke. Das Programm zu allen 131 Orten der Industriegeschichte in der Metropolregion Hamburg liegt bei den Teilnehmern und in den Tourismusinformationen der Metropolregion aus. Auf der Website http://www.tagederindustriekultur.de finden sich weitere Details zur Industriegeschichte und den Denkmalen.

Bildunterschrift: Die Schweriner Akteure stellten heute ihr Programm für das erfolgreiche Kulturprojekt der Metropolregion vor. Die Landeshauptstadt nimmt bereits zum zweiten Mal daran teil. Foto: © LHS / Michaela Christen