Neues Notrufabfragesystem für die Leitstelle der Hansestadt Rostock für Feuerwehr und Rettungsdienst

Feuerwehr, Foto: Joachim Kloock

Feuerwehr Rostock, Foto: Joachim Kloock

3.5.2017 – In der Leitstelle des Brandschutz- und Rettungsamtes der Hansestadt Rostock wurde heute ein neues Notrufabfragesystem in Betrieb genommen. „Für die Anruferinnen und Anrufer, die die Leitstelle künftig mit ihrem Hilfeersuchen kontaktieren, wird sich der Ablauf des Telefongesprächs ändern“, informiert Dr. Chris Müller, Senator für Finanzen, Verwaltung und Ordnung und 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters. „Die Disponenten führen von Anfang an das Gespräch nach standardisiertem Ablauf. So wird eine gleichbleibende Qualität im Notrufdialog erreicht.“ Das Programm NOAS enthält etwa 47.000 Stichwörter. Lebensbedrohliche Situation können die Disponenten künftig noch schneller auf Grund der qualifizierten Abfrage erkennen. So wird zum Beispiel eine telefonische Unterstützung bei notwendiger Herz-Lungen-Wiederbelebung gegeben. Ist keine Notfallrettung erforderlich, wird an den jeweiligen Hausarzt oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116 und 117 verwiesen.

Auch die ständige Qualitätssicherung steht künftig im Fokus. Mit Hilfe eines Auswertetools werden künftig etwa drei Prozent der täglichen Notrufgespräche qualitativ ausgewertet und gemeinsam mit den Disponenten besprochen. „Unser Ziel ist eine möglichst optimale Abfragequalität in der Leitstelle. Die neue Software und das ständige Training sind Meilensteine auf dem Weg dorthin“, unterstreicht Senator Dr. Chris Müller. Nach einer bundesweiten Sichtung verschiedener am Markt erhältlicher Abfragesysteme im Jahr 2010 sowie der Zusage von Fördermitteln der Krankenkassen wurde die Ausschreibung eines „standardisierten Notrufabfragesystems“ im Jahr 2014 gestartet. Im Ergebnis konnte der  Zuschlag an die Firma NOAS Notrufabfragesystem GmbH erteilt werden. Dafür investierte die Hansestadt Rostock insgesamt 130.000 Euro. Im vergangenen Jahr erfolgten die Schulungen der Mitarbeiter der Leitstelle sowie der Reservedisponenten. Es folgte eine umfangreiche Erprobungsphase. Die Leitstelle des Brandschutz- und Rettungsamtes erreichen täglich etwa 150 Notrufe. Daraus ergeben sich im Durchschnitt 100 Rettungsdiensteinsätze (RTW und NEF) pro Tag und sechs Einsätze der Feuerwehr in den Bereichen des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistungen.

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