Archiv für Mai 2017

Ministerpräsident Erwin Sellering kündigt Rückzug an

30.5.2017 – Ministerpräsident Erwin Sellering hat heute zu Beginn der Kabinettssitzung seinen Rückzug vom Amt des Ministerpräsidenten angekündigt. Er erklärte dazu: „Bei mir ist vor einigen Tagen völlig überraschend eine Lymphdrüsen-Krebserkrankung festgestellt worden, die umgehend eine massive Therapie erfordert. Ich werde deshalb nicht mehr in der Lage sein, das Amt des Ministerpräsidenten so auszufüllen, wie das objektiv notwendig ist und meinem Anspruch an mich selbst entspricht. Nach fast neun Jahren als Ministerpräsident scheide ich mit großer Dankbarkeit aus diesem Amt, das es mir ermöglicht hat, einen Beitrag für eine gute Zukunft unseres Landes zu leisten. Das Land hat an Wirtschaftskraft gewonnen. Die Arbeitslosigkeit ist spürbar zurückgegangen. Wir haben wichtige Verbesserungen für Familien und Kinder erzielt. Und wir haben es geschafft, die Verschuldung des Landes abzubauen. Mir persönlich war immer sehr wichtig, für mehr Respekt vor ostdeutschen Lebensleistungen einzutreten. Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen im Land, die mit großem Einsatz so positiv daran mitgewirkt haben, dass sich unser schönes Mecklenburg-Vorpommern so gut entwickelt hat. Wir können alle zusammen sehr stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben. Die Medien bitte ich, den weiteren Krankheitsverlauf als Privatsache zu respektieren und von Anfragen abzusehen.“

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Das DARWINEUM im Zoo Rostock ist wieder in „guter Hoffnung“

Der Rostocker Orang-Utan-Mann Sabas könnte das erste Mal Papa werden

29.5.2017 – Die Tierpfleger im DARWINEUM sind voller Vorfreude und Zuversicht. Das hat einen guten Grund. Das Bäuchlein der 13-jährigen Orang-Utan-Dame Hsiao-Ning ist nicht mehr zu übersehen. „Viele Besucher fragen uns, ob Hsiao-Ning trächtig ist“, sagte Zookuratorin Antje Zimmermann. In der Tat, im DARWINEUM bahnt sich nach der Geburt von Surya am 28. Juni 2013 erneut Nachwuchs bei den Menschenaffen an. „Wenn alles weiterhin so positiv verläuft, wird unser Sabas Ende August das erste Mal Papa“, so die Kuratorin. Im Dezember vergangenen Jahres sind den Tierpflegern äußerliche Veränderungen an Hsiao-Ning aufgefallen. Ein ganz normaler Schwangerschaftstest aus der Apotheke hat dann bestätigt, dass Sabas Lieblingsfrau trächtig ist. Mit der Geburt wird Ende August gerechnet. „Hsiao-Ning ist etwas ruhiger und umgänglicher geworden. Man sieht deutlich ihr Bäuchlein, auch ihre Brüste haben eine andere Form bekommen. Da Hsiao-Ning von Hand aufgezogen worden ist, aber noch keine natürliche Aufzucht eines Jungtieres in einer Gruppe miterlebt hat, wird mit Spannung erwartet, wie sie sich verhält“, so Antje Zimmermann.

Geburtsvideos als Lernprogramm

Natürlich genießt Hsiao-Ning nun die besondere Aufmerksamkeit der Tierpfleger, die ihr immer gut zureden und auch schon mal den Bauch streicheln. Da es für Hsiao-Ning die erste Geburt ist und sie noch keine Erfahrungen diesbezüglich in der Gruppe gemacht hat, werden ihr als Vorbereitung auf den großen Tag Videos mit einer Orang-Utan-Geburt gezeigt. Die Filme findet sie sehr interessant – bis auf die eigentliche Geburt. Da schaut sie lieber weg. „Wir lassen der Natur ihren Lauf und sehen das Ganze sehr entspannt, auch wenn die Vorfreude schon sehr groß ist. Hsiao-Ning ist gesund und munter und in der Gruppe läuft es jetzt auch wieder etwas ruhiger, seitdem Miri ins Nachbarrevier umgezogen ist“, betonte Antje Zimmermann. „Wir sind sehr optimistisch, dass Sabas alles richtig machen wird. Er selbst ist in einer Familiengruppe mit Mutter und Vater groß geworden. Sein Vater Ejde war für alle seine Nachkommen ein geduldiger und toleranter Vater.“

Hsiao-Ning ist am 31. August 2003 in Monkey World im englischen Dorset geboren. Die sensible und etwas schüchterne Hsaio-Ning ist eine Handaufzucht aus einem Orang-Utan-Kindergarten. Ihr markantes Lächeln ist einzigartig. Während ihre nun umgezogene Gefährtin Miri fast immer forsch zur Sache geht, ist das Orang-Utan-Weibchen Hsaio-Ning doch eher in sich gekehrt, liebt die vorhersehbare Routine; ist auch mal gern allein für sich. Ihr Partner Sabas ist der am 24. September 2003 in Rostock geborene Sohn von Sunda und Ejde. Mit dem Wechsel ins DARWINEUM wurde Sabas erstmals von seinen Eltern getrennt, um eine eigene Familie zu gründen. Inzwischen hat sich der beliebte einstige Jungspund zu einem stattlichen Männchen mit den typischen dicken Backenwülsten entwickelt.

Mit dem DARWINEUM begann sozusagen sein eigenes Leben, das nun bald mit einem eigenen neuen Familienmitglied gekrönt werden könnte. Zur lebhaften Gruppe des 13-Jährigen gehören Hsiao-Nings ebenfalls eher ruhige Schwester Dinda (10), die trächtige Hsiao-Ning (13) und bis vor kurzem noch Miri (13). Aufgrund von Spannungen in der Gruppe von Sabas wurde das Orang-Utan-Weibchen Miri nach einer Abstimmung mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes in die Gruppe um Sabas Vater Ejde (36) verlegt. Dort leben noch Sunda (40) und ihr gemeinsames Kind Surya (fast 4). Der erfahrene Orang-Utan-Mann und bereits dreifacheVater zeigte nach anfänglicher Ignoranz bereits kurze Zeit später Interesse an der quirligen Miri.

Neues aus der Kunsthalle Rostock 2017: Hitlers Hollywood

Newsletter-30.05.2017

Weltnichtrauchertag 2017

Lungenkrebs bei Männern häufigste krebsbedingte Todesursache – jeder rauchfreie Tag im Leben ist ein Gewinn für die eigene Gesundheit

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Zeichen für Weltnichtrauchertag, Foto: Plenz/Wikipedia

„Rauchen – eine Bedrohung für die menschliche Entwicklung“ – unter diesem Motto findet am Mittwoch (31.05.) der Weltnichtrauchertag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) statt. Anlässlich des Weltnichtrauchertages warnte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe vor den Folgen. „Mit dem Rauchen aufzuhören ist für viele schwer. Trotzdem – jeder rauchfreie Tag im Leben ist ein Gewinn für die eigene Gesundheit. Deshalb ist es wichtig, den Weltnichtrauchertag als Anlass zu nehmen, um auf die Gefahren des Rauchens aufmerksam zu machen. Rauchen gefährdet die Gesundheit des Rauchenden selbst und ist schädigend für alle, die passiv mitrauchen müssen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Lungenkrebs: 14 Prozent aller Krebsneuerkrankungen bei Männern und 8 Prozent bei Frauen in Mecklenburg-Vorpommern

Im Jahr 2014 erkrankten nach Angaben des Gemeinsamen Krebsregisters (GKR) der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1.260 Menschen an Lungenkrebs. Dabei traten mit jährlich 890 Fällen die meisten Erkrankungen bei Männern auf. Das entspricht 14 Prozent aller Krebsneuerkrankungen bei Männern und 8 Prozent bei Frauen. Im Jahr 2014 starben 310 Frauen und 740 Männer in Mecklenburg-Vorpommern an Lungenkrebs. Damit ist Lungenkrebs bei Männern die häufigste und bei Frauen die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Lungenkrebs gehört nach Angaben des GKR zu den Krebserkrankungen mit schlechter Prognose – die ersten fünf Jahre nach einer Diagnose überleben nur 16 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen. „Positiv ist, dass das Rauchen bei jüngeren Menschen anscheinend aus der Mode kommt – seit dem Jahr 2005 sinkt die Zahl der regelmäßigen Raucher in der Altersgruppe von 15 bis 20 Jahren. Trotzdem muss weiter vor den Gefahren und den Folgen des Rauchens gewarnt werden“, sagte Glawe. Angaben zum Rauchverhalten werden alle vier Jahre im Mikrozensus erhoben. Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern gab es im Jahr 2005 einen Anteil von 30,0 Prozent regelmäßiger Raucher zwischen 15 und 20 Jahren, im Jahr 2009 waren es 24,5 Prozent und 2013 noch 12,5 Prozent.

Unterstützung für aufhörwillige Raucher durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt aufhörwillige Raucher. Dafür bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf http://www.rauchfrei-info.de Beratung und Begleitung an. Auch telefonisch berät die Bundeszentrale zum Rauchstopp über die kostenfreie Hotline unter 0800/8 31 31 31. Weiterhin gibt es ein online-Ausstiegsprogramm mit Informationen, Tipps und einer täglichen E-Mail unter http://www.rauchfrei-info.de und persönliche online-„Rauchfrei-Lotsinnen und -Lotsen“ (http://www.rauchfrei-info.de/community/ueberblick-der-rauchfrei-lotsen/).

Neues Firmengebäude der IDT Biologika auf der Insel Riems eröffnet

Komplette Wertschöpfungskette der Impfstofffertigung vor Ort möglich – 50 Arbeitsplätze entstanden

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Eröffnung IDT Biologika auf Riems, Foto: https://idt-biologika.com

29.5.2017 – Am Montag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe das neue Gebäude für Forschung und Qualitätskontrolle bei der IDT Biologika GmbH auf der Insel Riems (Hansestadt Greifswald) offiziell für den Betrieb freigegeben. Das Unternehmen stellt Impfstoffe und Pharmazeutika her. „Die IDT Biologika erreicht einen wesentlichen Meilenstein bei der Sicherung und Erweiterung des Industriestandortes Riems. Mit der Erweiterung wird nun am Unternehmensstandort die komplette Wertschöpfungskette der Impfstofffertigung möglich sein. So sind 48 hochwertige Arbeitsplätze in der pharmazeutischen Industrie gesichert. Das ist eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

30 neue Labore sind durch Unternehmenserweiterung entstanden

Am Unternehmensstandort in Riems werden unter anderem Hylase als Wirkstoff in Cremes für die Riemser Arzneimittel GmbH in Lohnherstellung, Kaninchenimpfstoff, Schweineimpfstoff sowie Tollwut-Köderimpfstoff produziert. Mit dem Neubau sind nach Unternehmensangaben auf einer Fläche von 1.750 Quadratmetern 30 neue Labore entstanden. Auch die Produktionskapazitäten zur Impfstoffproduktion sowie die Logistik- und Medieninfrastruktur haben sich vergrößert. „Die Investition stärkt die gesamte Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die Branche trägt erheblich zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes bei“, sagte Glawe.

Zur Gesundheitswirtschaft zählen unter anderem die Medizintechnik, die Biotechnologie, das Gesundheitshandwerk, der medizinische Handel und die pharmazeutische Industrie. In Mecklenburg-Vorpommern sind über 148.000 Menschen in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Der Anteil an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung beträgt 15,3 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen. Insbesondere im Bereich Life Science (z.B. Medizintechnik, Forschung und Entwicklung, Humanarzneiwaren usw.) gibt es deutliche Zuwächse. In den vergangenen zehn Jahren sind nach einer Studie der BioCon Valley GmbH zufolge über 3.700 neue Jobs allein in diesem Bereich entstanden (2006: 8.000 Erwerbstätige – 2015: 11.700 Erwerbstätige; Quelle: BioCon Valley/WifOR).

182 Vorhaben aus dem Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation in den Jahren 2015 und 2016 gefördert

„Die IDT Biologika ist sehr engagiert im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation. Innovationen sind eine entscheidende Triebkraft für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung. Nur mit international wettbewerbsfähigen Produkten und Dienstleistungen können sich die Unternehmen auf dem Markt etablieren. Davon brauchen wir noch mehr in Mecklenburg-Vorpommern. Deshalb wollen wir diesen Bereich stärken“, sagte Glawe. Das Wirtschaftsministerium stellt für Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern in der laufenden EU-Förderperiode bis 2020 Mittel in Höhe von insgesamt 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Vor allem die Zusammenarbeit von regionaler Wirtschaft und Forschungseinrichtungen – die sogenannte Verbundforschung – wird unterstützt. In den Jahren 2015 und 2016 hat das Wirtschaftsministerium 182 Vorhaben in Höhe von 53,8 Millionen Euro gefördert. Davon wurden unter anderem 42,1 Millionen Euro für 104 Verbundforschungsvorhaben und 6,9 Millionen Euro für 22 einzelbetriebliche Forschungs- und Entwicklungs-Projekte eingesetzt.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für den Neubau belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund drei Millionen Euro.

Informationen zur IDT Biologika GmbH

IDT Biologika ist ein mittelständisches Unternehmen, das biotechnologisch hergestellte Impfstoffe und Pharmazeutika im Bereich der Tiergesundheit und im Kundenauftrag fertigt. Standorte des Unternehmens sind in Deutschland Greifswald (Ortsteil Riems) und der BioPharmaPark in Dessau-Roßlau. In Dänemark und in den Niederlanden, in Frankreich, Spanien, Polen und in Kanada unterhält die IDT Niederlassungen ihres Geschäftsfeldes Tiergesundheit. In den USA betreibt die IDT Corporation einen Fertigungsstandort für klinische Prüfmuster in Rockville, Maryland. In Kanada stellt Gallant Custom Laboratories als Tochtergesellschaft der IDT Biologika Bestandsimpfstoffe her. Bestandsimpfstoffe für die Tierzucht inklusive der weltweiten Fischzucht werden bei Ridgeway Biologicals, seit Januar 2017 eine IDT Tochtergesellschaft, in Großbritannien produziert. Die IDT Biologika beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit rund 1.700 Mitarbeiter.

Interessantes aus dem Zoo Rostock: Ein Schlangenei sorgt für eine große Überraschung

Schönnatter mit zwei Köpfen, Foto: Joachim Kloock

Schönnatter mit zwei Köpfen, Foto: Joachim Kloock

Als die Höhlen-Schönnatter (Orthriophis taeniurus ridleyi) im Zoo Rostock 2015 ihre 15 Eier abgelegt hatte und die Schlangenbabys schlüpften, staunten die Tierpfleger nicht schlecht. Ein Jungtier kam mit zwei Köpfen zur Welt. Inzwischen ist die Schlange 65 cm groß und etwa 45 Gramm schwer. Die Schönnatter entwickelt sich abgesehen von ihren zwei Köpfen ganz normal. Die Schlange frisst selbstständig und kann auch mit beiden Köpfen Nahrung aufnehmen, aber nur jeweils mit einem fressen. Neben den zwei Köpfen hat die Schönnatter zwei Luft- und Speiseröhren, die sich zu einer vereinen. Alle anderen Organe sind nur einmal vorhanden. Es handelt sich hier um eine biologische Besonderheit, die sehr selten vorkommt. Es kann dazu kommen, wenn die befruchtete Eizelle beginnt, sich zu teilen und wie bei der Entwicklung von eineiigen Zwillingen zwei eigenständige Organismen entstehen. Anders als bei Zwillingen bricht die Teilung allerdings verfrüht ab. Je nach Zeitpunkt des Abbruchs kann das Ergebnis, wie im Fall unserer Schlange, ein doppelter Kopf sein.“ Das seltene Exemplar wird heute in ein Terrarium im Darwineum verlegt. Im Rostocker Zoo leben die zwei erwachsenen Tiere und die 15 Jungtiere. Im Durchschnitt erreichen die nicht giftigen Schönnattern ein Alter von 15 bis 20 Jahren und ernähren sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Ratten. Ihr natürlicher Lebensraum liegt in Südostasien, vor allem im Landstrich von China bis nach Malaysia. Im Zoo Rostock sind neben den 17 Schönnattern auch eine Abgottschlange (Boa constrictor), drei Königspythons (Python regius), 14 Kornnattern (Elaphe guttata) und zwei Königsnattern (Lampropeltis triangulum) beheimatet. Die Schönnattern sind im Darwineum zuhause. Im Aquarium werden Kornnattern und Königsnattern gehalten und in den Vitrinen des Vogelhauses können die Besucher die Abgottschlange und die Königsphytons beobachten.

 

 

Hausboot auf den Namen „Rostock“ getauft

Hausboot Rostock, Foto:  Anja Thomanek, Koordinierungsbüro Stadtjubiläum

Hausboot Rostock, Foto: Anja Thomanek

26.5.2017 – Die 16. Müritz Sail in Waren bot heute einen attraktiven Rahmen für die Taufe eines neuen Bootes der Kuhnle Hausbootflotte auf den Namen „Rostock„. Bei bestem Wetter ließ Taufpatin Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage, die obligatorische Flasche Sekt unter den Augen hunderter interessierter Gäste am Bug des neuen Hausbootes zerschellen und wünschte mit ihrem Taufspruch „stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel„. Zuvor hatte Vera Ulm, 2. Stellvertreterin des Warener Bürgermeisters, der Crew in ihrer Ansprache alles Gute gewünscht. Mit einem Verweis auf das geschichtlich bedeutungsvolle Jahr 1218, in dem Rostock das Stadtrecht bestätigt und die „terra Warne“, das heute Waren an der Müritz umgebende Areal, das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, würdigte Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling die Kooperation zwischen der Hanse Sail und der Müritz Sail sowie die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Kuhnle Tours GmbH und ihrem Geschäftsführer Harald Kuhnle. „In den vergangen Jahren konnten wir Hausboote auf die Namen maritimer Veranstaltungen in Deutschland und im Ostseeraum taufen“, so der Oberbürgermeister. Es wurden aber auch Städtenamen der Partnerstädte Rostocks sowie von Städten gewählt, mit denen Rostock im Baltic Sail-Verbund kooperiert, und die sich um die maritime Traditionspflege verdient gemacht haben. „Umso mehr macht es mich stolz, dass heute Rostock im Mittelpunkt der Taufe steht“, so der Oberbürgermeister.

Oberbürgermeister Roland Methling nutzte die Gelegenheit, um auf das Rostocker Stadtjubiläum im nächsten Jahr hinzuweisen. „Daher danke ich Harald Kuhne als Schirmherrn der Müritz Sail dafür,  dass wir mit einem „Kormoran 1150 der Flotte von Kuhnle-Tours ab heute überall auf den Seen und Wasserstraßen  nicht nur der Müritz-Region und der Seenplatte Werbung machen können für unser Rostocker Doppeljubiläum von Stadt und Universität“, unterstrich Oberbürgermeister Roland Methling.  Mit der Übergabe der offiziellen Taufplakette endete die Schiffstaufe. Ola van Sander, Sänger der Band „Bad Penny“, betrat als erster das frisch getaufte Schiff und untermalte den Festakt mit seiner Rostock-Hymne „Greif auf dem Schild“.