Archiv für 21. April 2017

Papierkörbe pressen Müll mit Solarenergie

Neue Papierkörbe, Foto: Presse HGW

Neue Papierkörbe, Foto: Presse HGW

20.4.2017 – Er hat die Größe eines Kühlschranks, arbeitet mit Solarenergie und kann jede Menge Müll schlucken. In Greifswald stehen seit kurzem drei Papierkörbe, die gleichzeitig eine Müllpresse sind. Zwei von ihnen versehen ihren Dienst am Museumshafen Nord, ein weiterer in den Credneranlagen. Der 1,50 Meter hohe Müllbehälter hat ein Fassungsvermögen von 120 Litern, in einen normalen Papierkorb passen lediglich etwa 40 Liter. „Wir wollen die Behälter erst einmal testen“, so Dieter Schick, verantwortlich für die Verkehrs- und Grünanlagen beim Tiefbau- und Grünflächenamt. Der Vorteil liege auf der Hand: „Der Behälter schluckt jede Menge Müll und das an Plätzen, an denen sich viele Menschen aufhalten und erfahrungsgemäß viel Abfall anfällt. Vor allem Kaffee- oder Plastebecher presst er im Handumdrehen. Außerdem ist der Müll in dem geschlossenen Behälter sicher verwahrt und fliegt nicht durch die Gegend. Wir hoffen, dass sich dadurch die Sauberkeit in diesen Bereichen erhöht.“ Asche darf natürlich nicht eingefüllt werden, darauf wird noch einmal in großen Lettern hingewiesen. Ist der Papierkorb voll, sendet ein Signal eine Info direkt an den Rechner von Uwe Adam,  Leiter des städtischen Bauhofs. Seine Mitarbeiter übernehmen dann die Leerung. Übrigens ist der Behälter nicht nur intelligent, sondern auch höflich: nach Benutzung bedankt er sich mit einem Smiley. Die Kosten für die Anschaffung belaufen sich auf rund 3.500 Euro je Behälter. Sollten sie  sich bewähren, könnten sie künftig durchaus öfter im Stadtbild zu sehen sein.

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Sicher und bequem unterwegs: RSAG startet Informationskampagne

20.4.2017 – Für eine unbeschwerte Fahrt durch Rostock: Mit einer Informationskampagne wendet sich die Rostocker Straßenbahn AG in den nächsten Wochen an alle Rostockerinnen und Rostocker, um die Fahrt in den Bahnen und Bussen noch angenehmer zu machen. Im Fokus stehen dabei verschiedene Serviceleistungen wie zum Beispiel der „blaue Taster“, mit dessen Betätigung mobilitätseingeschränkte Fahrgäste ohne Zeitdruck sicher ein- und austeigen können. Auch Eltern mit Kindern sowie Kunden mit viel Gepäck oder Fahrrad hilft es, dass die jeweilige Tür dann nicht automatisch schließt. Oder das „Halten auf Wunsch“: das bedeutet, dass in den Bussen der RSAG ab 20 Uhr das Aussteigen auch mal zwischen den offiziellen Haltestellen möglich ist. Der letzte Weg zum Ziel kann so verkürzt werden. Für Leute, die sehr früh zur Arbeit müssen oder Nachtschwärmer, die erst spät nach Hause möchten, sind die „Fledermaus-Linien“ der RSAG alle 30 bzw. 60 Minuten quer durch Rostock unterwegs und bringen sie sicher durch die Nacht. „Diese Serviceleistungen sind nicht neu, aber wir haben festgestellt, dass viele Rostockerinnen und Rostocker wenig darüber wissen. In unserer letzten Kundenbefragung wurde zugleich deutlich, dass Fragen rund um das Thema Sicherheit sehr wichtig sind. Mit unserer Kampagne möchten wir informieren und den Fahrgästen ganz konkrete Tipps an die Hand geben“, erklärt RSAG-Vorstand Jan Bleis die Kommunikationsoffensive. „Gleichzeitig möchten wir alle Fahrgäste zur Umsicht und gegenseitigen Rücksichtnahme ermuntern. In unseren Bahnen und Bussen soll sich jeder wohlfühlen.“ Auf der Internetseite http://www.rsag-online.de/sicherheit finden Interessierte wertvolle Hinweise und Angebote zu diesen Themen. In Kürze folgen verschiedene Videosequenzen, die auch in den sozialen Netzwerken angeschaut werden können. Auf belebten Plätzen in Rostock wird es weitere Aktionen geben, um zu informieren und mit den Fahrgästen ins Gespräch zu kommen.

Für spezielle Zielgruppen bietet die RSAG folgende Informationsveranstaltungen:

  • Rollator-Training mit Sicherheits-Check und Übungsstunde: Neue Termine ab 25. April 2017, Anmeldung erforderlich
  • Straßenbahn zum Anfassen: Tipps & Infos inkl. Betriebshofführung und Straßenbahn zum Selberfahren, immer am letzten Donnerstag im Monat, Anmeldung erforderlich
  • ÖPNV-Schule für Kindergartenkinder und Grundschüler: Kindgerechte Einführung in das Fahren mit Bus und Straßenbahn, Termine auf Anfrage
  • Präventionsprojekt für Schüler der 5./6. Klasse, Termine auf Anfrage.

Auch dem Thema E-Scooter wird sich die RSAG weiter stellen: Sobald ein Großteil der Fahrzeugflotte umgerüstet ist und für die Mitnahme im ÖPNV zugelassene Elektromobile zur Verfügung stehen, wird es auch für deren Nutzer individuelle Trainingsangebote geben.

Europaschule wird Teil des Generationenzentrums

Sanierung der Europaschule in Ahlbeck startet – letzter Mosaikstein des Generationenzentrums wird vollendet

Schule, Foto/Quelle: Pressestelle BM M-V

Schule, Foto: BM M-V

21.4.2017 – Am Donnerstag ist im Seebad Ahlbeck der erste Spatenstich für die Sanierung und Erweiterung der „Europäischen Gesamtschule Insel Usedom“ gesetzt worden. Die Schule gehört zum Generationenzentrum der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf. Schule, Jugendclub, Seniorentreff, Kita, Krippe und eine Mensa bilden einen Gebäudekomplex mit gemeinsamen Freiflächen. „Die Europaschule ist als wesentlicher Bestandteil des Vorhabens der letzte Mosaikstein, der das Generationenzentrum nun vollendet. Schüler, Erzieher, Lehrer und Besucher des Seniorentreffs profitieren von den generationenübergreifenden Begegnungen und lernen voneinander. Die Lebensqualität wird weiter erhöht. Die Vermittlung von Tradition und Werten ist so noch besser möglich“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Umfassende Modernisierungsarbeiten geplant

Die Europaschule ist eine weiterführende allgemeinbildende Schule, in der die Bildungsgänge der Regionalen Schule (ab Klasse 5) und des Gymnasiums (Klasse 11 und 12) vereinigt sind. Als Bestandteil des „Generationenzentrums Ahlbeck“ soll das Hauptgebäude der Europaschule (ehemals Kooperative Gesamtschule Insel Usedom) saniert und erweitert werden. Dazu werden unter anderem der viergeschossige Plattenbau um eine Aula erweitert, ein Aufzug installiert, die Außenanlagen umgestaltet und eine neue Cafeteria errichtet. Die ebenfalls zum Generationenzentrum gehörenden Gebäude der Kindertagesstätte mit Seniorentreff und das historische Schulhaus sind bereits in den vergangenen Jahren saniert worden. Die Baumaßnahmen sollen zum Schuljahr 2019 beendet sein. „Ein wesentlicher Bestandteil des Schulkonzeptes bildet der Deutsch-Polnische Bildungsweg. Es werden regelmäßig gemeinsame Unterrichtstunden mit deutschen und polnischen Schülern im Austausch durchgeführt. Das Miteinander ist hier nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis“, so Rudolph weiter. 

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Baumaßnahmen

Die Gesamtinvestitionen der Baumaßnahmen betragen rund 9,7 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt unter anderem aus Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro und aus Sonderbedarfszuweisungen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro. Hinzu kommen 1,2 Millionen Euro aus dem Förderfonds für integrierte ländliche Entwicklung (ILERL) sowie Klimaschutzfördermittel in Höhe von 100.000 Euro. „Die bestehende Infrastruktur wird mit dem Vorhaben deutlich ausgebaut und weiter optimiert. Die Europaschule steht exemplarisch für die kollegiale Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ministerien im Land. Gemeinsam ist es gelungen, das Vorhaben auf finanzielle Füße zu stellen“, so Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph abschließend.

Kennen Sie den Handy-Garten? Kampagne „Medien-Familie-Verantwortung“ geht in die nächste Phase

 

plakatspielplatz20.4.2017 – Die Kampagne mit den Plakaten „Heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ hat ein von uns nicht erwartetes bundesweites Interesse geweckt und wir haben bis jetzt unzählige Anfragen erhalten. Darum haben wir uns entschlossen die Rechte freizugeben, so dass andere Bundesländer die Plakate mit der Agentur PINAX in Rostock drucken lassen können. „Statt chatten und surfen lieber öfter miteinander reden und spielen. Eltern leben den Kindern den Umgang mit den neuen Medien vor. Wichtig sind aus diesem Grund klare Regeln im Alltag. Unsere Kinder dürfen nicht zu kurz kommen. Nichts ist wertvoller als der Kontakt zu ihnen. Die Kampagne leistet hier einen wertvollen gesellschaftlichen und hochaktuellen Beitrag. Ich danke allen Akteuren, die zum Gelingen beitragen“, so Gesundheitsminister Harry Glawe. Sozialministerin Stefanie Dreese sagt dazu: „Ich freue mich sehr über die Fortsetzung der Kampagne ‚Medien-Familie-Verantwortung‘. Sie ist kreativ, deutlich in der Aussage und kommt dennoch ohne erhobenen Zeigefinger aus. Das große bundesweite Interesse zeigt, wie wichtig das Thema ist. Wir alle sollten im Interesse unserer Kinder unser Medien-Verhalten immer wieder hinterfragen. Genau das schafft die Kampagne.“ Nach dem erfolgreichen Start der Kampagne geht diese nun in die nächste Runde. Erzieherinnen und Erzieher haben angezeigt, dass sie neben Plakaten auch gerne Tipps für Eltern hätten, die sie diesen mitgeben können. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Grafiker Mario Laars der Cartoon Handy-Garten für eine Postkarte entworfen, der Eltern zum Schmunzeln und Nachdenken anregen soll. Auf der Rückseite erhalten Eltern Tipps für den Alltag, wie sie sich ohne großen Aufwand eine Auszeit vom Smartphone nehmen und somit die Zeit mit ihren Kindern genießen können:

  • Legen Sie Ihr Smartphone beiseite und stellen Sie es bei gemeinsamen Aktivitäten mit Ihrem Kind auf stumm, auch beim Hinbringen oder Abholen von Kita, Schule, Hort etc.
  • Schalten Sie auf Ihrem Smartphone alle Push-Funktionen aus und rufen Sie z.B. E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten nur manuell – also selbstbestimmt ab.
  • Essen: Bei gemeinsamen Mahlzeiten sollten digitale Medien tabu sein.
  • Ihr Kind muss zum Arzt? Lassen Sie doch das Smartphone zu Hause oder in der Tasche und nutzen Sie die Spielsachen und Kinderbücher beim Kinderarzt.
  • Unterwegs mit Kinderwagen, Buggy, Tragetuch, Laufrad und Co.? Genießen Sie Tagträumen und Spaziergänge in der Stadt oder Natur ohne Smartphone, dafür aber gemeinsam mit Ihrem Kind.
  • Nutzen Sie die Zeit bei gemeinsamen Fahrten in Bus, Straßenbahn oder Zug für Blickkontakt und Gespräche mit Ihren kleinen oder großen Kindern.
  • Denken Sie an Ihre Vorbildfunktion und lassen das Smartphone manchmal einfach zu Hause, in der Tasche oder ausgeschaltet.

Gleichzeitig ist ein neues Plakatmotiv „Heute schon mit Ihrem Kind gespielt?“ entstanden. Die neuen Plakate werden verstärkt in öffentlichen Einrichtungen, aber auch bei Kinderärzten, Logopäden etc. zu finden sein. Die Plakate und Postkarten werden erstmalig am 22.04.2017 beim Kindergartentag der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung MV e.V und der Unfallkasse MV, an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege MV in Güstrow, vorgestellt und verteilt.

Hintergrundinformationen

Wer steckt hinter der Kampagne?

  • Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Gesundheit MV
  • Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung MV
  • Landesfachstelle Familienhebammen in MV
  • Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen MV
  • Landesdatenschutzbeauftragter MV
  • Landeskoordinierungsstelle Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen, Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung MV
  • Kompetenzzentrum und Beratungsstelle für exzessiven Mediengebrauch und Medienabhängigkeit
  • Beratungs- und Therapiezentrum Ludwigslust/Parchim
  • Frühe Hilfen, Hansestadt Rostock & Landkreis Ludwigslust-Parchim

Die Kampagne wird durch die LAKOST MV koordiniert. Alle Informationen unter www.medienwissen-mv.de

Ergebnisse des Wettbewerbes „Stadteingang Slüterstraße“ in Rostock vorgestellt

20.4.2017 – Die Ergebnisse des Planungswettbewerbs „Stadteingang Slüterstraße“ sind seit Mittwoch bis zum 3. Mai 2017 in der Rathaushalle zu sehen. Aufgabe des Planungswettbewerbes „Stadteingang Slüterstraße“ war es, im Eingangsbereich der Altstadt am östlichen Ende der Slüterstraße auf zwei vorgegebenen Grundstücken ein bauliches Ensemble bestehend aus Stadthäusern und einem Stadttor (Petritor) zu entwerfen. Dieses Ensemble soll bis 2018 die Lücken im Stadtgrundriss schließen, die Silhouette der historischen Altstadt ergänzen und mit seiner Gestalt wieder als Mittler zwischen den verschiedenen Elementen der Altstadtsilhouette wie Kirche, Stadtmauer und Bürgerhäusern fungieren. Um nach der besten städtebaulichen und architektonischen Lösung zu suchen, lobte im Auftrag der Hansestadt Rostock der städtische Sanierungsträger, die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS), einen Realisierungswettbewerb für eine Wiederbebauung der historischen Grundstücke aus. Architekten aus ganz Deutschland und darüber hinaus waren aufgerufen, realisierbare Entwürfe vorzulegen. Neben Fassadenansichten und Perspektiven sollten detaillierte Grundrisse und Ideen für Verkehrs- und Freiflächenlösungen eingereicht werden. „Dass über 60 Büros diesem Aufruf gefolgt waren, zeigt das große Interesse an dieser besonderen Aufgabe. Damit konnte das Preisgericht aus einer Fülle verschiedener Ideen für die bauliche Ausformung dieses wichtigen Eingangsbereiches in die Rostocker Altstadt auswählen“, hob Oberbürgermeister Roland Methling hervor. Die Wettbewerbssieger ermittelte in der vergangenen Woche ein elf Mitglieder umfassendes Preisgericht, dem neben Fachleuten für Architektur und Stadtplanung auch Vertreterinnen und Vertreter des Vereins für Rostocker Geschichte, des Ortsbeirates Mitte und der Rostocker Bürgerschaft angehörten. In einem kreativen und intensiven Arbeits- und Diskussionsprozess wurden die Entwürfe für die Neubebauung des Quartiers und die Wiedererrichtung des Petritores begutachtet. Die gestalterische und materielle Qualität der architektonischen Lösung, die Grundideen und die Funktionsfähigkeit des Nutzungskonzeptes, aber auch die Lösungen für den Verkehr in und aus der Östlichen Altstadt und die Grünraumgestaltung flossen in die Bewertung ein. Das Preisgericht hat nach mehreren Wertungsrunden drei Arbeiten prämiert und abschließend einstimmig die Reihenfolge der Verteilung der Preise beschlossen.

Der 1. Preis ging an den Wettbewerbsbeitrag des Büros Architekten Kühn-von Kaehne und Lange aus Potsdam. Nach Auffassung des Preisgerichtes fanden die Architekten für den geschichtsträchtigen Ort im Sinne einer schöpferischen Neuinterpretation die beste bauliche und gestalterische Lösung. „Die Neubebauung fügt sich harmonisch in die Stadtsilhouette ein, der Übergang zur kleinteiligen Bebauung Am Wendentor ist gut gelöst. Eine deutliche Differenzierung zwischen Tor und Wohn-, Bürogebäude ist ablesbar “, unterstreicht Professor Thomas Will vom Institut für Baugeschichte, Architekturtheorie und Denkmalpflege an der Technischen Universität Dresden als Vorsitzender des Preisgerichts.

Den 2. Preis erhielt das Büro gmp International GmbH aus Berlin. Diese Lösung war insgesamt ebenfalls sehr überzeugend. Das Petritor bildet als klarer stark abstrakter Baukörper einen dominanten Stadteingang, wird aber gleichzeitig durch die ergänzenden Bebauungen nach Nord städtebaulich in Weiterführung der Stadtmauer eingebunden. Sowohl die Aufnahme der Geschichte mit Charakteristik des Petritores in moderner Interpretation als auch die Ruhe und Geschossigkeit des Gesamtensembles schließen diese Baulücke städtebaulich und architektonisch angemessen.

Den 3. Preis erhielt das Planungsbüro Ferrier Architekten GmbH aus Zürich (Schweiz). Der Wettbewerbsbeitrag zeigt ein reduziert einfaches Gestaltungskonzept, welches nach außen die angrenzende Altstadtbebauung stimmig ergänzt und aufwertet. Die spannungsvolle ungleiche Symmetrie aus der landschaftlich gesetzten Mauer und dem kompakten Stadttorkörper wird zum Hauptmotiv des Entwurfes, welcher damit gekonnt die empfindliche Lücke schließt und die Stadtsilhouette wiederherstellt. Die kompakte Gesamterscheinung und die Einheit des backsteinernen Materials ergänzen den hochwertigen Kontext. Oberbürgermeister Roland Methling sieht in den Entwürfen eine gute Basis für die weiteren Planungen: „Wir werden mit den Preisträgern umgehend Gespräche aufnehmen und so bereits im kommenden Jahr einen baulichen Lückenschluss an der östlichen Altstadtgrenze erleben.“ Alle Wettbewerbsbeiträge werden vom 19. April bis 3. Mai 2017 in der Rathaushalle am Neuen Markt 1 gezeigt. In der Ortsbeiratssitzung am heutigen Abend stehen ebenfalls Vertreterinnen und Vertreter der RGS und des Eigenbetriebes Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE) allen Interessierten für Informationen zur Verfügung.

Bild 01: Die Wettbewerbssieger: Den ersten Preis holten Benjamin Rätz (v.l.), Gerald Kühn-von Kaehne und Eberhard Lange aus dem Potsdamer Architekturbüro Kühn-von Kaehne und Lange, den dritten Marcel Ferrier mit seinem Züricher Büro Ferrier Architekten und den zweiten Platz Katja Gohdejohann und Kollegen aus dem Team Kristian Spencker der Architekten von Gerkan, Marg und Partner aus Berlin. Foto: Joachim Kloock

 

Sturmflutschäden – Förderzusicherung für das Seebad Heiligendamm

Spaziergang am Wasser ist nach Abschluss der Baumaßnahmen wieder bequem möglich

Heiligendamm, Foto Joachim Kloock

Heiligendamm, Foto Joachim Kloock

Die Stadt Bad Doberan (Landkreis Rostock) hat zur Beseitigung der durch das Sturmhochwasser im Seeheilbad Heiligendamm verursachten Schäden eine Förderzusicherung des Wirtschafts- und Tourismusministeriums erhalten. „Heiligendamm – die weiße Stadt am Meer – ist das älteste deutsche Seebad an der Ostseeküste. Die Region ist ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel unserer Gäste. Damit ein Spaziergang am Wasser und bei wärmeren Temperaturen der Badespaß wieder bequem möglich sind, müssen die Sturmflutschäden beseitigt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt schnell und unbürokratisch vor Ort

Vorgesehen ist, den parallel zum Ufer liegenden Steg zu erneuern, die Treppenabgänge herzurichten sowie zwei Rampen zum Strand zu bauen. Das Wirtschaftsministerium plant, bei Vorlage aller Unterlagen die Beseitigung der Sturmschäden im Ostseebad Heiligendamm in Höhe von 306.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zu unterstützen. Die Gesamtkosten betragen 340.000 Euro. „Schnell und unbürokratisch – so helfen wir den Kommunen bei der Beseitigung der Schäden. Es ist wichtig, die touristische Infrastruktur für die Anwohner und die Gäste wieder herzurichten“, sagte Glawe.

Hilfefonds in Höhe von 25 Millionen Euro für Gemeinden aufgelegt

Insgesamt hat das Land im Zusammenhang mit der Sturmflut einen Fonds in Höhe von 25 Millionen Euro zur Beseitigung von Schäden aufgelegt. Beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit haben bisher 13 Kommunen einen formgerechten Antrag auf Förderung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gestellt. Die Gesamtkosten der beantragten Maßnahmen betragen 9,47 Millionen Euro. Von den 13 vorliegenden Anträgen sind bisher für neun Maßnahmen (Zempin, Koserow, Loddin, Sassnitz, Glowe, Sundhagen, Benz, Bad Doberan und Binz) Fördermittel zugesichert worden. Die Gesamtkosten dafür betragen 9,26 Millionen Euro; Zuschüsse sind in einer Höhe von rund 8,02 Millionen Euro vorgesehen. Davon werden beispielsweise Strandzugänge in Binz, die touristische Zuwegung zum Nationalpark Jasmund in Sassnitz und die Strandanlagen in Zempin wieder hergerichtet.

Greifswalder Kulturnacht & Singende Balkone am 15. September

Wer macht mit? Akteure können sich bis 16. Juli anmelden!

Die singenden Balkone 2014, Foto: Presse HGW

Die singenden Balkone, Foto: Presse HGW

Zum 15. Mal werden Greifswalder Vereine & Institutionen, Lokale, Initiativen und KünstlerInnen am 15. September 2017 gemeinsam die Greifswalder Kulturnacht bestreiten. Wer tolle Ideen und Lust hat, die Kulturnacht mitzugestalten, kann sich bis zum 16. Juli beim Amt für Bildung, Kultur und Sport (www.greifswald.de/kulturnacht) melden. In den vergangenen Jahren organisierten verschiedenste Akteure vom späten Nachmittag bis in die Nacht hinein etwa 80 Einzelveranstaltungen an über 50 verschiedenen Orten. An diese Vielfalt soll 2017 abermals angeknüpft werden. Professionelle, Laien, ambitionierte Amateure, Spezialisten, Allrounder, Local Heroes und Szenelieblinge aller Kunst- und Kulturgenres können sich präsentieren. Ob Vortrag, Ausstellung, Führung oder Workshop, Konzert, Tanz, Installation, Malerei, Live-Performance, Film, Theater, Kleinkunst – ob literarisch, musikalisch, tierisch, kulinarisch, Mainstream oder alternativ, lokal, regional, international, klassisch, populär oder revolutionär, einstudiert oder improvisiert – alles ist möglich. Da die Kulturnacht über die Altstadt hinaus wachsen soll, werden auch Orte außerhalb der Innenstadt sehr gern ins Programm aufgenommen. Seit 2014 eröffnen die Singenden Balkone in Schönwalde II die Kulturnacht mit einem musikalischen Spaziergang – auch in diesem Jahr wird es so sein. Darüber hinaus wirft das Programm stets ein Schlaglicht auf bestimmte Gebiete in der Stadt. In diesem Jahr könnte es „Ins Grüne“ gehen, auf die Wege entlang des Walls oder in den Botanischen Garten. Um den Besuchern das Wandeln zwischen mehreren Veranstaltungsorten zu ermöglichen, werden vor allem kurze Beiträge (max. 30-45 min) bevorzugt. Auch späte Angebote ab 22 Uhr sind willkommen, um die Kulturnachtschwärmer noch zum mitternächtlichen Kulturgenuss zu animieren.

Was muss man tun, um bei der Kulturnacht oder den „Singenden Balkonen“ 2017 mitzumachen? 

Melden Sie sich bis 16. Juli mit Ihren Ideen beim Amt für Bildung, Kultur und Sport. Dazu tragen Sie Ihren Programmvorschlag mit den Angaben für das Programmheft im Meldeformular auf www.greifswald.de/kulturnacht ein. Wer bei den Singenden Balkonen auftreten möchte oder einen Balkon dafür zur Verfügung stellt, kann sich auch telefonisch melden (Tel: 03834-8536-2104). Das Gesamtprogramm wird vom Amt für Bildung, Kultur und Sport zusammengefasst und einheitlich beworben. Wie stets wird  versucht, auch jene Akteure ohne eigene Räumlichkeiten und Mitveranstalter zusammenzuführen, die zwar über passende Räume verfügen, aber keine eigenen Programmpunkte gestalten können. Für Fragen steht Marc Werth von der Abteilung Kultur zur Verfügung (Tel: 03834 8536-2104). Weiterführende Informationen auf www.greifswald.de/kulturnacht