Pünktlich zum Saisonstart zu Ostern – erster großer touristischer Belastungstest des Jahres

Mobile Kiosklösung auf Usedom in Betrieb genommen – touristische Infrastruktur wird vielerorts erneuert

Kioskeröffnung in Zempin

Saisonstart am Kiosk in Zempin: Lutz und Petra Hofmann starten gemeinsam mit Harry Glawe, Wirtschaftsminister MV, den Verkauf im Imbisswagen.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Donnerstagmittag in Zempin auf der Insel Usedom zum touristischen Saisonauftakt zu Ostern Zusicherungen in Höhe von rund 5,6 Millionen Euro an Bürgermeister der Gemeinden Zempin, Koserow, Loddin und Benz zur Beseitigung der Sturmflutschäden übergeben. Bereits am Morgen hatte der Minister in der Gemeinde Sundhagen (Landkreis Vorpommern-Rügen) im Amt Miltzow eine Zusicherung für ein touristisches Vorhaben in Höhe von rund 179.000 Euro überbracht. „An der Küste wurde ordentlich aufgeräumt. Die Strandzugänge sind vielerorts befreit und die gröbsten Schäden beseitigt worden. Unsere Botschaft ist: Wir heißen alle Gäste an der Küste und im Binnenland herzlich willkommen. Unser Land ist touristisch zum Saisonauftakt zu Ostern gut vorbereitet. Die Ferien- und Feiertage zu Ostern sind der erste große Belastungstest für die Tourismusbranche. Jetzt kann es losgehen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe in Zempin.

Planungen vorantreiben, Vorhaben umsetzen

Der Minister ermunterte die Gemeinden, die Planungen für die von der Sturmflut geschädigten Vorhaben weiter zügig voranzutreiben und umzusetzen. „Wir lassen die Gemeinden nicht im Regen stehen. Die Grundlage für die Umsetzung vieler geplanter Vorhaben ist mit den Zusicherungen des Wirtschaftsministeriums vorhanden. Wir investieren weiter in die touristische Wiederherstellung der Infrastruktur für unsere Einheimischen und Gäste“, betonte Glawe vor Ort.

Nach der Sturmflut – Saisonauftakt mit Imbisskiosk in Zempin

Wirtschaftsminister Glawe hat mit Familie Hofmann den durch die Sturmflut bekannt gewordenen Kiosk in Zempin (Insel Usedom) zum Saisonstart gemeinsam an einem neuen Standort in Betrieb genommen. „Wir haben eine mobile Lösung für einen Imbisswagen gefunden. Unser Ziel war es, dass wir Familie Hofmann zu Ostern noch eine Möglichkeit bieten, den Kioskbetrieb wieder zu ermöglichen. Das ist gemeinsam gelungen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe weiter. Er dankte auch der Gemeinde und den beteiligten Behörden, die eine Übergangslösung am neuen Standort Promenadenplatz in Zempin ermöglicht haben. Der Bau eines neuen dauerhaften Imbisswagens wurde bereits beauftragt.

Gemeinde Zempin – Unterstützung für die Fischer, Strandaufgänge begehbar

Neben dem Kioskbetrieb ist der knapp 13 Kilometer lange Strandabschnitt zwischen Zempin und Ückeritz zwischenzeitlich von Gefahrenstellen geräumt worden. Insgesamt sind gut 3.000 Tonnen angespülten Materials und frei gespülten bzw. abgestürzten Beton- und Steinteilen, zerstörten Spielgeräten geborgen und entsorgt worden. Allein in Zempin wurden 316 Bäume entsorgt. „Diese waren zum Teil aufgrund des Sturmhochwassers abgestürzt bzw. mussten gefällt werden, da sie abzustürzen drohten. Die Arbeiten dauerten knapp einen Monat an“, sagte Glawe. Der Fischereistandort in Zempin ist behelfsmäßig wiederhergestellt worden, die Fischer können arbeiten. „Die Böschung vor der Betriebsstätte der Fischerei soll weiter hergerichtet werden. Ebenso sind fast alle Strandaufgänge wieder begehbar“, sagte Glawe. Wirtschaftsminister Glawe hat eine Zusicherung für die am Standort geplanten Infrastrukturmaßnahmen an die Gemeinde übergeben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 4,74 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 4,06 Millionen Euro.

Gemeinde Ostseebad Koserow – neue Strandtreppe mit öffentlichem Treppenlift

Die zwei Holztreppen am Streckelsberg in Koserow wurden repariert und sind für die Saison nutzbar gemacht worden. Darüber hinaus wird eine durch Sturmwasser zerstörte Treppe an der Steilküste durch einen neue Strandtreppe ersetzt. „Ziel ist eine dauerhafte Lösung vor Ort. Um mehr Barrierefreiheit zu ermöglichen, wird ein öffentlicher Treppenlift installiert“, so Glawe. Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf etwa 1,02 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 892.000 Euro. 

Gemeinde Loddin mit Ortsteilen Kölpinsee und Stubbenfelde – Wiederherstellung von Strandanlagen

In der Gemeinde Loddin werden die Strandanlagen vor Ort hergerichtet. Geplant ist eine Wiederaufschiebung und Stabilisierung der Strandaufgänge. „Für die Eisentreppe in Stubbenfelde ist die Ausschreibung für die Reparaturarbeiten erfolgt. Für die Instandsetzung der Strandaufgänge in Kölpinsee wurde ein Auftrag bereits erteilt“, erläuterte Tourismusminister Glawe. Die Gesamtkosten liegen bei rund 254.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit einem Zuschuss aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 149.000 Euro.

Gemeinde Benz mit dem Ortsteil Neppermin – Seesteg erneuert

In der Gemeinde Benz (Ortsteil Neppermin) wird ein Seesteg erneuert. „Der Seesteg wurde infolge des Sturms erheblich beschädigt. Damit er gefahrlos betrieben werden kann, ist es notwendig, die Unterkonstruktion, den Belag sowie das Geländer zu erneuern“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Er hat für das Vorhaben eine Zusicherung an die Gemeinde Benz übergeben. Die Gesamtkosten hat die Gemeinde mit etwa 50.000 Euro beziffert. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 45.000 Euro.

Gemeinde Sundhagen mit dem Ortsteil Stahlbrode – drei Treppen für den Strand werden erneuert

In der Gemeinde Sundhagen ist im Ortsteil Stahlbrode der Strandbereich über drei Treppen erreichbar. Diese sind aufgrund der Sturmflut stark zerstört worden. „Um den Strand zu erreichen, müssen die gesperrten Treppen dringend erneuert werden“, so Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Die Gesamtkosten für das Vorhaben der Gemeinde Sundhagen (Amt Miltzow) belaufen sich auf etwa 179.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 161.000 Euro.

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