Tourismusabend auf der Insel Usedom

Urlaub in ländlichen Regionen stärker vermarkten – zusätzliche Angebote schaffen

Eldenaer Jazz Evenings 2015

Eldenaer Jazz Evenings, Foto: HGW

Über die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern hat Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe am Freitag in Mellenthin (Insel Usedom) beim ersten Tourismus-Abend der Nordkurier Mediengruppe diskutiert. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seiner touristischen Vielfalt als attraktives Urlaubsland einen guten Namen erarbeitet. Immer mehr Gäste entdecken unser Land. Entscheidend ist, dass wir uns unentwegt darum bemühen, unsere Stammgäste zu halten, neue Zielgruppen zu gewinnen und aus Erstbesuchern Wiederholungsurlauber zu machen. Wir können unser Potential für unsere Gäste noch besser ausschöpfen. In den Küstenregionen kommt es vor allem auch auf qualitatives Wachstum an: mehr Wertschöpfung durch den einzelnen Gast und eine Verlängerung der Saison. Im Binnenland geht es um die Entwicklung zusätzlicher Angebote. Das Thema ist hier Urlaub in ländlichen Regionen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Im Jahr 2016 wurden nach der amtlichen Statistik in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 7,6 Millionen Ankünfte und 30,3 Millionen Übernachtungen registriert.

Binnenland stärker vermarkten – Thema „Romantik“ in Vorpommern positionieren

Nach der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen 2016 (FUR) interessieren sich rund 4,2 Millionen Deutsche (6 Prozent der Bevölkerung) im Zeitraum 2016 bis 2018 sowohl für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern, als auch für Urlaub auf dem Lande. „Kultur und Tourismus können in den ländlichen Räumen zukünftig mehr voneinander profitieren und Mecklenburg-Vorpommern auch als Kulturland bekannter machen. So kann es uns gelingen, unseren Gästen neben der Ostseeküste auch die Schönheiten im Binnenland zu präsentieren. Das stärkt den Tourismus insgesamt. So gilt es beispielsweise, Angebote im Bereich Tradition und Brauchtum für die Urlauber im ganzen Land erlebbar zu machen. Insbesondere in der Region Vorpommern sehe ich das Thema Romantik gut positioniert“, sagte Glawe. Das Reisegebiet Vorpommern ist mit über 2,1 Millionen Ankünften und mehr als 9,8 Millionen Übernachtungen im Jahr 2016 die touristisch erfolgreichste Region des Landes. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt mit 4,5 Nächten über dem Landesschnitt von vier Nächten. Die durchschnittliche Auslastung betrug 2016 38,1 Prozent (MV gesamt: 35,8 Prozent).

Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt Kooperationsnetzwerke „Erlebnis Landwirtschaft“, „Aktivität in der Natur“ und „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ – mehr Urlauber für das Binnenland begeistern

„Das große Interesse am Reisegebiet Vorpommern wollen wir nutzen und die Gäste auch für Orte, Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen außerhalb der Küstenregionen begeistern“, sagte Glawe. Drei Kooperationsnetzwerke zur Positionierung zukunftsträchtiger Tourismusschwerpunkte im ländlichen Raum sind derzeit aktiv: „Erlebnis-Landwirtschaft“ mit den Themen Reiten und Fahren sowie Typisch regional, „Aktivität in der Natur“ mit den Themen Wandern und Angeln sowie die „Förderung des kulturellen Erbes im ländlichen Raum“ mit den Themen Romantik und Brauchtum. Die Gesamtkosten betragen rund 1,8 Millionen Euro; das Wirtschaftsministerium unterstützt die Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro (Projektlaufzeit 2015 bis 2017). Unter dem Motto „Natürlich romantisch“ finden in diesem Jahr eine Reihe von Veranstaltungen statt, unter anderem:

  • Am 17. und 18. Juni der 4. Greifswalder Klostermarkt an der Klosterruine Eldena – neben einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm präsentieren Künstler und Handwerker an rund 60 Ständen und Stationen ihre vorrangig regionalen Produkte.
  • Am ersten Wochenende im Juli treffen sich Jazzfreunde in der Klosterruine Eldena – vom 30.06. bis 01.07.2017 laufen zum 37. Mal die Eldenaer Jazz Evenings Greifswald.
  • Am Dienstag, den 5.September, findet um 13 Uhr unter dem Motto „Happy Birthday C. D. Friedrich“ eine romantische Führung über den Baumwipfeln statt. Das Naturerbe Zentrum Rügen lädt ein, den Baumwipfelpfad mit den Augen des Künstlers Caspar David Friedrich zu entdecken.

Weitere Informationen, Veranstaltungen und Ferienangebote rund um das Thema „Romantik“ sind unter www.natuerlich-romantisch.de zusammengefasst.

785 touristische Infrastrukturvorhaben und 1.724 neue Investitionsvorhaben im gewerblichen Tourismus seit 1990 im Reisegebiet Vorpommern unterstützt

„Um weiter im Tourismus erfolgreich zu sein, unterstützen wir die touristische Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Ziel muss es sein, das touristische Angebot insbesondere bei schlechtem Wetter und außerhalb der Saison noch zu erweitern“, betonte Glawe. Das Wirtschaftsministerium hat in der Region Vorpommern seit 1990 aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) in der Region Vorpommern 785 touristische Infrastrukturvorhaben bei einem Gesamtvolumen in Höhe von 776,2 Millionen Euro mit rund 516,5 Millionen Euro unterstützt. Im gewerblichen Tourismus sind in Vorpommern seit 1990 insgesamt 1.724 neue Investitionsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro in Höhe von 743 Millionen Euro gefördert worden. Durch die Projekte sind 7.531 neue Arbeitsplätze entstanden und 7.785 Jobs wurden gesichert. Insgesamt ist in Mecklenburg-Vorpommern die touristische Infrastruktur seit 1990 für 1.623 Fördervorhaben mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,49 Milliarden Euro in Höhe von einer Milliarde Euro unterstützt worden. Im gewerblichen Tourismus wurden seit 1990 3.309 Vorhaben bei Gesamtinvestitionen von 5,34 Milliarden Euro in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro gefördert. Damit entstanden mehr als 15.400 Arbeitsplätze.

 

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