Archiv für 16. März 2017

F. C. Hansa Rostock – Fortuna Köln 1:1

Die gesamte Bildergalerie mit 72 Fotos hier https://mvzeitnah.wordpress.com/hansestadt-rostock/sport/

FCH – Marcel Schuhen – Fabian Holthaus, Marcus Hoffmann, Matthias Henn, Maximilian Ahlschwede  – Christopher Quiring (79. Timo Martin Gebhart), Amaury Bischoff, Tommy Grupe (46. Soufian Benyamina), Dennis Erdmann – Stephan Andrist,  Tim Väyrynen.

Fortuna Köln – André Poggenborg – Daniel Flottmann, Markus Pazurek, Michael Kessel (64. Cauly Oliveira Souza), Johannes Rahn – Christopher Theisen, Kusi Kwame, Jannik Schneider (70. Cimo Röcker), Ebewa-Yam Mimbala – Lars Bender, Hamdi Dahmani

Tore – 1:0 Soufian Benyamina (56.), 1:1 Cimo Röcker (77.)

Schiedsrichter – Tobias Fritsch/Tobias Endriß, Manuel Bergmann

Zuschauer – 9.300

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Veröffentlicht 16. März 2017 von Martina Wichor in Auf dieser Seite

Feature: Im Himmelslicht zum Schöpfungstag

In diesem Jahr begeht Ahrenshoop den 125. Jahrestag seiner berühmten Künstlerkolonie. Und das wird angemessen gefeiert.

Kunstkaten,  Foto: TMV/Böttcher

Kunstkaten, Foto: TMV/Böttcher

Spätsommer 1889. Der Oldenburger Maler Paul Müller-Kaempff und sein Kollege Oskar Frenzel weilen auf dem Fischland. Bei einer Wanderung entlang der Steilküste des Hohen Ufers erblicken sie von der letzten Anhöhe plötzlich ein winziges Dorf. Im Grunde nicht mehr als ein paar reetgedeckte Fischer- und Bauernhäuser, doch der Anblick haut die Männer schlichtweg um. „Wir hatten von dessen Existenz keine Ahnung und blickten überrascht und entzückt auf dieses Bild des Friedens und der Einsamkeit. Kein Mensch war zu sehen, die altersgrauen Rohrdächer, die grauen Weiden und grauen Dünen gaben dem ganzen Bilde einen Zug tiefsten Ernstes und willkommener Unberührtheit. Es war Liebe auf den ersten Blick.“ Müller-Kaempffs tiefer Eindruck vom verträumten „Powerdörp“, von der Schönheit des Fischlandes und vom einzigartigen Licht spricht sich schnell herum. Bald beginnen Seelenverwandte die Gegend zum Thema ihres Schaffens zu machen und so zunächst gewissermaßen visuell zu „kolonisieren“. Sie lieben die Weite der Landschaft, die zum Symbol wird für mentale und künstlerische Freiräume. Sie verewigen das mal blaue, mal graue, mal sanfte, mal wütende Meer. Sie malen die Dünen und die Steilküste. Die mit Schilf gedeckten alten Fischerkaten und Scheunen. Die Fischer in ihren Segelbooten. Die Wiesen am Bodden und die Wälder am Darß. All das und vieles mehr ist fortan Sujet, über alle Jahreszeiten hinweg. Von der bildlichen Aneignung bis zur tatsächlichen Ansiedlung ist es dann nur noch ein kleiner Schritt. 1892 baut Müller-Kaempff in der Dorfstraße ein Atelier- und Wohnhaus und begründet mit neun Kollegen die Künstlerkolonie Ahrenshoop. Bald schließen sich weitere Mitstreiter an – zur Schar der tatendurstigen Talente gehören Oskar Frenzel, Carl Malchin, Hugo Müller-Lefensdorf, Louis Douzette, Anna Gerresheim, Doris am Ende und Elisabeth von Eicken.

Und es geht weiter, Schlag auf Schlag. 1894 eröffnet Müller-Kaempff das heutige Künstlerhaus Lukas als Pension und Malschule speziell für Frauen. Mehr als eine Alternative zum teuren Privatunterricht, denn Frauen – mögen sie noch so begabt sein – bleibt im wilhelminischen Deutschland der Zugang zu staatlichen Kunstakademien verwehrt. Und so pilgern die „Malweiber“ – wie man sie damals nennt – um die Jahrhundertwende in Scharen nach Ahrenshoop und genießen hier ungeahnte individuelle und künstlerische Freiheit. Um 1900 arbeiten und unterrichten 16 Maler in und um Ahrenshoop. 1909 entsteht der Kunstkaten als erste Galerie für die dem Ort verbundenen Künstler – ein Ausstellungsort, der bald schon überregionale Strahlkraft erlangt. Mit dem ersten Weltkrieg dann zerbricht die Künstlerkolonie. Viele Maler müssen kriegsbedingt ihre Häuser aufgeben, aber auch ohne den Kolonie-Status besitzt das inzwischen beliebte Seebad große Anziehungskraft. Die nächste Avantgardisten-Generation lässt nicht lange auf sich warten: der Zeichner Fritz Koch-Gotha etwa und seine Frau Dora Koch-Stetter, die den Expressionismus nach Ahrenshoop bringt. Oder der frühere Bauhaus-Meister Gerhard Marcks und sein Freund Alfred Partikel, der im Oktober 1945 im Ahrenshooper Holz spurlos verschwindet. An der Faszination für Land und Landschaft ändert sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nichts: 1949 schwärmt die Heimatschriftstellerin Käthe Miethe: „Blau liegt an einem Frühsommertag der Bodden mit seinen Buchten. Blau breitet sich der unendliche Himmel aus und blau schaut die See zu uns herüber. Das Land ist umwoben von einem hauchfeinen Schleier; so haben die Farben keine Härte, keine Sättigung. Sie sind durchscheinend wie die ferne, stille Welt. Um uns ist ein Schöpfungstag.“

Ihnen allen setzt Ahrenshoop in diesem Jahr ein Extra-Denkmal. Den „Pionieren“ Paul Müller-Kaempff und Elisabeth von Eicken ebenso wie den Heerscharen kreativer Geister, die fast alle Strömungen moderner deutscher Kunst repräsentierten. Die während Weimarer Republik, Nazi-Diktatur und zu DDR-Zeiten in Ahrenshoop einen Sehnsuchts-, Wallfahrts- und Zufluchtsort fanden und in der Idylle von Dorf und Landschaft Inspiration und künstlerische Erfüllung. Mit einer Festwoche beginnen die Feierlichkeiten: Vom 25. März bis zum 2. April laden Kunsthäuser und Galerien zu Ausstellungseröffnungen, Führungen, Konzerten und Lesungen ein. Auf Bakel- und Schifferberg weisen dann überlebensgroße Skulpturen den Weg zur Künstlerkolonie, und ein Kunstpfad führt zu den beliebtesten Motiven der Maler. Herzstück des Festjahres ist die Ausstellung „Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“ im Kunstmuseum; aber auch alle jährlich wiederkehrenden Höhepunkte stehen im Zeichen des Jubiläums – wie die 18. Lange Nacht der Kunst im August und die Filmnächte im September. Das letzte Wort schließlich haben die Fachleute, die im Oktober auf einem Symposium aktuelle Erkenntnisse zum Thema vorstellen. Auch das wieder im Kunstmuseum, das als architektonisches Ensemble übrigens selbst ganz und gar dem Erbe der Künstlerkolonie verhaftet ist. Weitere Informationen: www.ostseebad-ahrenshoop.de

Rubenow-Medaille für Dagmar und Norbert Braun

Dagmar und Norbert Braun, Archiv-Nr.: 2159 Chepla Pharm

Dagmar und Norbert Braun, Archivbild

15.3.2017 – Dagmar und Norbert Braun werden in diesem Jahr mit der höchsten Auszeichnung der Stadt, der Rubenow-Medaille, geehrt. Die Universitäts- und Hansestadt würdigt damit das jahrzehntelange Engagement der Familie in Greifswald. „Seit Dagmar und Norbert Braun Anfang der 90-er Jahre ihr Herz für Vorpommern entdeckten, haben sie die Region maßgeblich mitgestaltet und mitgeprägt“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder zur Begründung. „Unter ihrer gemeinsamen Leitung entwickelte sich die Riemser Arzneimittel AG zu einem international tätigen und weltweit agierenden Pharmaunternehmen. Mit ihren Investitionen in der Pharma-Branche trugen sie wesentlich dazu bei, dass sich Greifswald zu einem führenden Standort der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern etablierte.“ „Darüber hinaus erwarben sie sich große Verdienste bei der Entwicklung der regionalen Wirtschaft“, so der Oberbürgermeister weiter: „Im Familienverbund investierten sie mehrere hundert Millionen Euro und  schufen über 1.000 Arbeitsplätze. Die mit ihren Kindern gegründete Braun-Gruppe ist mittlerweile in den Bereichen Pharma, Handel, Finanzbeteiligungen, Maschinenbau und in der Lebensmittelindustrie aktiv und gehört inzwischen zu den großen mittelständischen Unternehmen in Vorpommern. Dabei ist es der Familie wichtig, vor allem regionale Lebensmittel zu stärken. Für ihre Verdienste beim Aufbau Ost wurden Dagmar und Norbert Braun bereits 2010 durch den Bundespräsidenten mit dem  Bundesverdienstkreuz geehrt. Beide Persönlichkeiten zeichnet ein großes zivilgesellschaftliches Engagement aus. Sowohl Dagmar als auch Norbert Braun waren und sind in vielen Verbänden, Aufsichtsräten und Ehrenämtern auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene aktiv. Beide gehörten zur Task Force Pharma beim Bundesgesundheitsministerium. Dagmar Braun engagiert sich beispielsweise im Bundesverband der Deutschen Industrie, bei BioCon Valley Mecklenburg-Vorpommern oder im Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie Greifswald. Ihr Mann arbeitete ebenfalls bei BioCon Valley, im Kuratorium Gesundheitswirtschaft MV sowie im Verwaltungsrat der Sparkasse Vorpommern und im Aufsichtsrat der Stadtwerke Greifswald mit. Als Mitglied der Greifswalder Bürgerschaft übernahm Norbert Braun von 2009 bis  2014 auch politische Verantwortung in Greifswald. Beide engagieren sich nicht nur in der Region, sondern auch in der 3. Welt. Gemeinsam mit dem Verein Deutsch-Afrikanische Zusammenarbeit helfen sie mit, im westafrikanischen Togo ein Krankenhaus zu bauen.“ Dagmar und Norbert Braun erklärten, sie nähmen die Auszeichnung sehr gern entgegen. Es sei eine große Ehre für sie. Die Familie erhält die Auszeichnung während des Stadtempfanges am 14. Mai 2017 in der Greifswalder Stadthalle. Laudator ist Dr. Wolfgang Blank, Geschäftsführer der WITENO GmbH und Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern. Alljährlich würdigt Greifswald an diesem Tag, dem Datum der Verleihung des Stadtrechtes im Jahre 1250, außergewöhnliche Leistungen und hervorragendes ehrenamtliches Engagement für die Stadt. Neben der Rubenow-Medaille werden verdienstvolle Greifswalder Bürgerinnen und Bürger mit dem „Silbernen Greifen“ oder einem Eintrag ins Ehrenbuch der Stadt geehrt.

Erstmals Ländervergleich: Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitswirtschaft belegt Spitzenplätze im Bundesländervergleich

Branche ist wirtschaftlicher Taktgeber, Jobmotor und Bereich mit hoher Wertschöpfung – ein Erfolg unserer Unternehmen, Einrichtungen und Menschen

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

In Berlin ist die aktuelle gesundheitswirtschaftliche Gesamtrechnung (GGR) vorgestellt worden. Darin erfasst das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jährlich alle Güter und Leistungen mit Gesundheitsbezug, die in Deutschland erbracht werden. Die diesjährige Ausgabe stellt auf Basis des Jahres 2015 erstmals Vergleiche zwischen den Bundesländern her. „Die Ergebnisse zeigen: Mecklenburg-Vorpommern spielt bundesweit ganz vorne mit. Wir haben frühzeitig auf die Gesundheitswirtschaft als Zukunftsbranche gesetzt. Die Branche ist bereits heute ein wichtiger wirtschaftlicher Taktgeber. Entscheidend ist es, diesen wirtschaftlich noch jungen Bereich weiterzuentwickeln. Genau das haben wir vor“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag. So kommt das Bundesland in zwei von vier wesentlichen Kennziffern auf die vordersten Plätze.

Spitzenplätze für Mecklenburg-Vorpommern in der Gesundheitswirtschaft

Den bundesweiten Spitzenplatz nimmt Mecklenburg-Vorpommern beim Anteil der Gesundheitswirtschaft am Arbeitsmarkt ein. Fast 148.000 Erwerbstätige arbeiten in der Branche. Dies entspricht jedem fünften Arbeitsplatz, so viele Beschäftigte wie nirgendwo sonst. Seit 2014 kamen 11.400 neue Stellen hinzu. „Damit ist die Gesundheitswirtschaft ein starker Impulsgeber für den Arbeitsmarkt und zugleich Jobmotor im Land“, so Glawe. Platz 2 aller Bundesländer erreicht Mecklenburg-Vorpommern beim Anteil der Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft an der Gesamtwirtschaft. „Der Anteil von über 15,3 Prozent ist ein hervorragendes Ergebnis. Die Arbeit unserer Menschen, die Tätigkeit unserer Unternehmen und die Unterstützung durch konsequente Fördermittelpolitik machen sich heute bemerkbar. Gleichzeitig ist die positive Entwicklung Ansporn, die Gesundheitswirtschaft strategisch weiter auszubauen“, erläuterte Minister Glawe. Mehr noch: Innerhalb von zwei Jahren wuchs der Anteil um 0,7 Prozentpunkte. „Das alles zeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern zurecht damit wirbt, auf dem Weg zum Gesundheitsland Nr. 1 zu sein“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter. Nachholbedarf zeigt die GGR für Mecklenburg-Vorpommern in den Bereichen Außenhandel und dem Anteil des industriellen Sektors an der Gesundheitswirtschaft auf. „Hier müssen wir weiter unsere Hausaufgaben machen. Wir setzen bereits mit gezielten Maßnahmen an. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung von Projekten im Bereich der Zusammenarbeit von Forschung und Unternehmen. Wir brauchen am Ende mehr innovative und marktfähige Produkte, die international wettbewerbsfähig sind. Die Produkte müssen wir auch noch bekannter machen. Auch deshalb stärken wir die Branche beispielsweise durch die Unterstützung von einheimischen Unternehmen auf internationalen Messen, etwa der Arab Health in Dubai oder der Medica in Düsseldorf. Messeauftritte sind in dieser Hinsicht ein wichtiger Baustein für die Internationalisierung der Gesundheitswirtschaft.“

Eine der größten Branchen der deutschen Wirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft gehört zu den größten Branchen der deutschen Wirtschaft. Sie ist durch ihre Innovationskraft und ihre Beschäftigungsintensität ein Wachstums- und Beschäftigungstreiber. Die GGR hat zudem ergeben, dass ihre Entwicklung stetiger verläuft als die der Gesamtwirtschaft. Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten werden dadurch verringert.

Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Schon frühzeitig hat das Land Mecklenburg-Vorpommern die Branche als strategisch wichtigen Zukunftsmarkt identifiziert und mit dem „Masterplan Gesundheitswirtschaft“ einen Handlungsrahmen bis zum Jahr 2020 festgelegt. Im Laufe der Jahre hat sich Mecklenburg-Vorpommern so zu einem der wichtigsten Standorte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland entwickelt. Koordiniert werden die Maßnahmen im Auftrag der Landesregierung durch die BioCon Valley® GmbH, dem Partner für Life Science und Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Als zentraler Ansprechpartner und Dienstleister unterstützt das Unternehmen die Akteure in der Branche und leistet einen Beitrag zur wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Profilierung des Standortes. Die aktuelle Ausgabe der gesundheitswirtschaftlichen Gesamt­rech­nung finden Sie auf den Seiten des Bundes­wirtschafts­ministe­riums:

http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/gesundheitswirtschaft-fakten-zahlen-2016.html;jsessionid=B56875D1EFC708109AAC638DC0E433C3