Projektstart in Wismar: E-Learning an beruflichen Schulen

Ministerin Hesse: Unterricht nicht revolutionieren, aber sinnvolle Zusatzangebote schaffen

Itschool13.3.2017 – Digitale Bildung in MV: Das Land hat gemeinsam mit Schulträgern, der zuständigen Stelle für Berufsbildung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Pilotprojekt zum E-Learning an beruflichen Schulen gestartet. Die Hochschule Wismar hat heute den Projektpartnern die entsprechende E-Learning-Plattform vorgestellt. Ende des vergangenen Jahres hatten das Bildungsministerium, die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Hochschule Wismar eine Zusammenarbeit beim E-Learning vereinbart. „Unser Ziel ist es, den Einsatz von E-Learning zu erproben und herauszufinden, unter welchen Voraussetzungen es an beruflichen Schulen eingesetzt werden kann“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir wollen den Unterricht nicht revolutionieren, aber sinnvolle Zusatzangebote schaffen. Durch E-Learning kann Unterrichtsausfall vermieden werden, weil die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause lernen können. Im Unterricht kann E-Learning eine gute Ergänzung sein. Für die Erprobung eignen sich die beruflichen Schulen besonders gut, weil dort ältere Schülerinnen und Schüler lernen. Ich freue mich darüber, dass die Landkreise, die IHK Neubrandenburg und die Hochschule Wismar gemeinsam mit dem Land neue Wege bei der Unterrichtsentwicklung gehen wollen“, betonte Hesse. Das E-Learning soll exemplarisch in den beiden Bildungsbereichen „Wirtschaft, Verwaltung und Handel“ sowie „Elektrotechnik“ erprobt werden. Die Erkenntnisse und Erfahrungen sollen helfen, E-Learning an den beruflichen Schulen im Land mittel- und langfristig zu etablieren.

Beteiligt sind das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz in Waren mit der Zweigstelle in Malchin (z. B. Berufe im Handel, berufsbezogenes Englisch), die Berufliche Schule des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg (z. B. Elektroniker für Betriebstechnik) und die Berufliche Schule des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Greifswald (z. B. Systemelektroniker). Eine Beteiligung weiterer Schulen ist möglich. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Umgesetzt werden soll das E-Learning unter Leitung des Kompetenzzentrums für berufliche Schulen im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums. „Die Hochschule Wismar hat bereits langjährige Erfahrungen mit dem E‑Learning – sowohl im Präsenz- als auch im Fernstudium – gesammelt und stellt die digitale Lernplattform bereit“, so der Leiter des E-Learning-Zentrums, Professor Dr. rer. nat. Jürgen Cleve. Außerdem übernimmt das E-Learning-Zentrum der Hochschule Wismar den technischen Support und führt eine externe Evaluation durch. Entwickelt werden sollen E-Learning-Module mit Zugriffsrechten für bis zu 300 Schülerinnen und Schüler und für bis zu 15 Lehrkräfte. Die zusätzlichen Lernangebote sollen die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern. E-Learning soll außerdem einen Beitrag zur Inklusion leisten, weil Krankheit und Beeinträchtigungen von Schülerinnen und Schülern besser berücksichtigt werden können. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten entsprechende Fortbildungen.

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