Archiv für 14. März 2017

Projektstart in Wismar: E-Learning an beruflichen Schulen

Ministerin Hesse: Unterricht nicht revolutionieren, aber sinnvolle Zusatzangebote schaffen

Itschool13.3.2017 – Digitale Bildung in MV: Das Land hat gemeinsam mit Schulträgern, der zuständigen Stelle für Berufsbildung, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Pilotprojekt zum E-Learning an beruflichen Schulen gestartet. Die Hochschule Wismar hat heute den Projektpartnern die entsprechende E-Learning-Plattform vorgestellt. Ende des vergangenen Jahres hatten das Bildungsministerium, die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Hochschule Wismar eine Zusammenarbeit beim E-Learning vereinbart. „Unser Ziel ist es, den Einsatz von E-Learning zu erproben und herauszufinden, unter welchen Voraussetzungen es an beruflichen Schulen eingesetzt werden kann“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Wir wollen den Unterricht nicht revolutionieren, aber sinnvolle Zusatzangebote schaffen. Durch E-Learning kann Unterrichtsausfall vermieden werden, weil die Schülerinnen und Schüler auch zu Hause lernen können. Im Unterricht kann E-Learning eine gute Ergänzung sein. Für die Erprobung eignen sich die beruflichen Schulen besonders gut, weil dort ältere Schülerinnen und Schüler lernen. Ich freue mich darüber, dass die Landkreise, die IHK Neubrandenburg und die Hochschule Wismar gemeinsam mit dem Land neue Wege bei der Unterrichtsentwicklung gehen wollen“, betonte Hesse. Das E-Learning soll exemplarisch in den beiden Bildungsbereichen „Wirtschaft, Verwaltung und Handel“ sowie „Elektrotechnik“ erprobt werden. Die Erkenntnisse und Erfahrungen sollen helfen, E-Learning an den beruflichen Schulen im Land mittel- und langfristig zu etablieren.

Beteiligt sind das Regionale Berufliche Bildungszentrum Müritz in Waren mit der Zweigstelle in Malchin (z. B. Berufe im Handel, berufsbezogenes Englisch), die Berufliche Schule des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg (z. B. Elektroniker für Betriebstechnik) und die Berufliche Schule des Landkreises Vorpommern-Greifswald in Greifswald (z. B. Systemelektroniker). Eine Beteiligung weiterer Schulen ist möglich. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Umgesetzt werden soll das E-Learning unter Leitung des Kompetenzzentrums für berufliche Schulen im Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) des Bildungsministeriums. „Die Hochschule Wismar hat bereits langjährige Erfahrungen mit dem E‑Learning – sowohl im Präsenz- als auch im Fernstudium – gesammelt und stellt die digitale Lernplattform bereit“, so der Leiter des E-Learning-Zentrums, Professor Dr. rer. nat. Jürgen Cleve. Außerdem übernimmt das E-Learning-Zentrum der Hochschule Wismar den technischen Support und führt eine externe Evaluation durch. Entwickelt werden sollen E-Learning-Module mit Zugriffsrechten für bis zu 300 Schülerinnen und Schüler und für bis zu 15 Lehrkräfte. Die zusätzlichen Lernangebote sollen die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern. E-Learning soll außerdem einen Beitrag zur Inklusion leisten, weil Krankheit und Beeinträchtigungen von Schülerinnen und Schülern besser berücksichtigt werden können. Die Lehrerinnen und Lehrer erhalten entsprechende Fortbildungen.

Mehr als 600 Schülerinnen und Schüler aus M-V machen beim Bibelwettbewerb mit

Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) begrüßt beim Besuch des Bibelzentrums Barth die rege Beteiligung am Wettbewerb: „Luther ist modern geworden“

download„Zum Bibelwettbewerb 2017 haben sich rund 620 junge Menschen aus den Schulen und kirchlichen Gemeinden von Lubmin bis Bad Kleinen angemeldet. Insgesamt wird es gut 60 Gruppen geben, die ihre Beiträge einreichen wollen. Thematisch widmet sich der Wettbewerb den Menschen-Bildern, die durch den Reformator Martin Luther geformt wurden. Ich freue mich schon auf die Arbeiten. Die Ankündigungen klingen vielversprechend. Zum Beispiel möchte eine Schülergruppe aus Waren einen Fotocomic entwickeln. Aus einem Rostocker Gymnasium wurde ein Schauspiel angemeldet. Neubrandenburger Schüler wollen ein Hörspiel abliefern. Jeder fünfte Beitrag soll filmisch umgesetzt werden. Das zeigt, Luther ist modern geworden“, sagt Justizministerin Hoffmeister bei einem Besuch des Bibelzentrums in Barth, sie ist auch zuständig für Kirchenangelegenheiten. Bis zum 28. April sollen die Beiträge abgegeben werden. Der Arbeitskreis „Bibel heute“ wertet sie dann aus. Im Sommer ist die Abschlussveranstaltung geplant. Alle Informationen zum Bibelwettbewerb 2017 sind auf der Internetseite des Justizministeriums zu finden. Im Bibelzentrum St. Jürgen in Barth besucht die Ministerin am Sonnabend eine Probe des Reformationsmusicals „Bugenhagen“ über Luthers Reformationsmitstreiter aus Pommern. Justizministerin Hoffmeister: „Das Jubiläum 500 Jahre Reformation kommt in Deutschland zur richtigen Zeit. Es zeigt, dass christliche Werte noch immer in die Zeit passen und wichtiger denn je werden.“

ITB 2017: Rückblick auf erste große Wegmarke in dieser Saison

Weltweit größte Fachmesse brachte sehr gute Ergebnisse und zeigte Handlungsfelder auf

Usedom warb auf der ITB für das neue Veranstaltungsformat Xtreme Coast Race, Foto: UTGBestärkt durch viele gute Ergebnisse und ein sehr hohes Interesse am Urlaub im Nordosten haben die 21 Aussteller aus dem Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern am letzten Tag der 51. Internationalen Tourismusbörse in Berlin eine positive Bilanz gezogen. Auf mehr als 400 Quadratmetern, einer Ausstellungsfläche so groß wie ein Basketballfeld, begrüßte der Nordosten zwischen dem 8. und 12. März mehrere Tausend Fachbesucher, darunter Reiseveranstalter, Tourismusorganisationen, Verkehrsträger, Anbieter digitaler Lösungen sowie Politiker und Medienvertreter. An den anschließenden zwei Publikumstagen ließen sich zudem viele potenzielle Urlaubsgäste vor allem aus Berlin und Brandenburg von den Stärken des Urlaubslandes überzeugen. Schwerpunkt dabei war die auf der ITB gestartete Jahreskampagne zum Thema „Tradition und Brauchtum“ des Landes.  „Die ITB ist der erste große Prüfstein für 2017. Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusbranche hat sich gemeinschaftlich und gut vorbereitet präsentiert und so noch einmal kräftig Schwung für die Saison geholt. Das Interesse von Veranstaltern, Medienvertretern, Geschäftskunden und potenziellen Urlaubern war hoch, sodass wir auf ein erfolgreiches Jahr mit guten Geschäften und glücklichen Gästen hoffen dürfen“, sagte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig verwies sie auf Herausforderungen, die bei der Messe neuerlich deutlich wurden, etwa bei der Verkehrsanbindung oder beim Ausbau touristischer Wege vor allem im Radtourismus. Hinzu komme die Verunsicherung in Teilen der Reisewelt mit schwer ausrechenbaren Folgen. „Reisende haben mehrere Optionen und verändern je nach Sicherheitsgefühl flexibel ihre Ziele. Was auch am alternativen Urlaubsort bleibt, ist der Anspruch der Gäste an das Service-Level und die Infrastruktur. Die Menschen wollen nicht weniger als das, was sie aus ihren bisherigen Urlaubsregionen gewohnt sind“, so Bretschneider weiter. In einem internationalen Umfeld von Konkurrenz sei dies der Maßstab auch für Mecklenburg-Vorpommern.

Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe fügte hinzu: „Die Messe hat gezeigt: Unser Land ist auf die bevorstehende Saison sehr gut eingestellt. Wir konnten auf das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ordentlich aufmerksam machen. Ein Ergebnis der Messe ist, dass Urlaub in Deutschland auch in diesem Jahr stark nach gefragt wird. Entscheidend ist, dass aus der Nachfrage der Gäste auch ein Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern wird. Viele Gäste entscheiden sich oft kurzfristig für einen Urlaub. Hier haben wir gute Argumente zu überzeugen. Wir müssen für unsere Gäste alles ermöglichen, damit sie viele Nächte bleiben und auch gern wiederkommen. Wir punkten mit attraktiven und abwechselnden Angeboten. Urlaub mit der Familie, Barrierefreiheit und auch der Ausbau von gesundheitstouristischen Angeboten sind wichtige Schwerpunktthemen, um Gäste für unser Land zu gewinnen. Die Branche muss weiter investieren. Und auch wir werden touristische Maßnahmen, vor allem die, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, weiter unterstützen. Die Fachkräftegewinnung und auch -sicherung ist eine wesentliche Herausforderung für Unternehmen. Wir brauchen mehr ganzjährige Beschäftigungsverhältnisse.“

Gute Gespräche zu zukünftigen Aufgaben

Gespräche zum Ausbau der nationalen und internationalen Beziehungen und Angebote standen auf der ITB an den drei Fachbesuchertagen auf dem Programm: So wurde unter anderem die erste Beiratssitzung zum Bundesprogramm „Blaues Band“ vorbereitet, bei der es vornehmlich darum gehen soll, die durchgängige Befahrung von Nebenwasserstraßen durch Motorboote abzusichern. Daneben hat es vielversprechende Verhandlungen über eine Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns als Partnerland des 50. Suisse Caravan Salons im Oktober im schweizerischen Bern gegeben. Auch eine Vereinbarung mit Tourismusvertretern aus Dänemark und Niederösterreich wurde vorbereitet, die im Juni mit dem Ziel des Aufbaus eines Fernradweges Wien-Prag-Berlin-Kopenhagen unterzeichnet werden soll. Schon jetzt zählt ein Teilstück, der Radfernweg Berlin-Kopenhagen, zu den beliebtesten Fernradwegen der Deutschen. In der Gunst der deutschen Gäste ist dieser laut aktueller Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) um drei Plätze auf Platz sieben gestiegen. Breite Unterstützung gab es auf der ITB für die verstärkten Bemühungen des Landestourismusverbandes und seiner Partner, barrierefreies Reisen, Gesundheitstourismus sowie den Urlaub im ländlichen Raum als Themen stärker auszubauen und mit Produkten zu untersetzen. Auch in Sachen Digitalisierung und den damit einhergehenden Veränderungen hat die ITB mit einer Reihe von Foren und Seminaren für einen weiteren Erkenntnisgewinn bei vielen Messeteilnehmern gesorgt. Unter anderem wurden in diesem Zusammenhang erste Gespräche zu einer Beteiligung Mecklenburg-Vorpommerns an dem im nächsten Jahr erstmals zeitgleich mit der ITB ausgerichteten „Berlin Travel Festival“ für jüngere Reisezielgruppen geführt.

Weiterhin wurde auf der Messe mit Reiseveranstaltern im Zusammenhang mit Flugreisen über die Anbindung von Reiseregionen mittels Shuttle-Verkehren diskutiert. Nach Angaben des größten deutschen Reiseveranstalters TUI sei dies eine wichtige Voraussetzung, um weiter in den Markt Mecklenburg-Vorpommern investieren zu können. Für den Flughafen Heringsdorf auf Usedom existieren entsprechende Lösungen, für Rostock-Laage seien diese ausbaufähig. Beachtlich: Bei der TUI Deutschland liegt die deutsche Ostseeküste weiterhin auf Platz eins im Ranking der beliebtesten Reiseziele; die Mecklenburgische Seenplatte ist auf Rang sechs ebenfalls gut positioniert. Nicht zuletzt wurden im Rahmen der ITB zwei touristische Workshops noch für März geplant: Einer davon betrifft die touristische Kooperation mit der zweiten großen deutschen Tourismusregion, Bayern. Der zweite Workshop für die touristischen Regional- und Fachverbände sowie die Städte in MV betrifft einen in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband erstellten Leitfaden für die touristische Kommunikation im Krisenfall.

Filmaufführung: Mein Leben – Die Fotografin Sibylle Bergemann – am 14. 3. 2017

Newsletter-13.03.2017