Archiv für 9. März 2017

Neue Sonderausstellung im Kulturhistorischen Museum „Vorstadt der Bürger. Zwischen Steintor und Bahnhof in Rostock“

9.3.2017 – Den Auftakt des Ausstellungsjahres 2017 im Kulturhistorischen Museum Rostock gab es am 9. März 2017 mit der Ausstellung Vorstadt der Bürger „Zwischen Steintor und Bahnhof in Rostock“. Im Mittelpunkt steht ein historisches Rostocker Stadtviertel, ehemals und heute wieder ein begehrtes Quartier. Das Museum präsentiert Einblicke in die reiche und lebendige Geschichte der Straßen und Plätze zwischen Steintor und Bahnhof in Rostock. Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen die Städte über ihre Mauern hinaus. Mit dem Entstehen des Friedrich-Franz-Bahnhofs verloren auch in Rostock die Wälle ihre Funktion und verschwanden allmählich. Rostock dehnte sich ab 1850 im Süden aus. Vor dem Steintor wuchsen anstelle von Gärten und Ackerbürgerhäusern Häuser zum Wohnen. Aus Feldwegen wurden Straßen. Schon bald zierten erste prächtige Villen die neuen Straßen. Die Vorstadt zwischen Wallpromenade und St.-Georg-Straße entstand. Mit der Eröffnung des Lloyd-Bahnhofs 1886 begann dann die Entwicklung einer geplanten Vorstadt aus bürgerlichen Villen und Wohnungen zwischen St.-Georg-Straße und Centralbahnhof an breiten, großzügigen von Bäumen gesäumten Straßen und Plätzen. Um 1900 lebten in der neuen Steintor-Vorstadt bereits 6.970 Menschen in 784 Häusern. Aus dem Raum vor dem Steintor wurde das beste Viertel Rostocks. Die Ausstellung widmet sich erstmals Rostocks Vorstadt im Süden zwischen Steintor und Hauptbahnhof. Sie lädt ein zu einem Spaziergang durch die im Wachsen begriffenen Straßen und die bürgerliche Geschichte Rostocks zu bekannten und vergessenen Plätzen der Geschichte. Bekanntere und unbekannte historische Fotografien, in der Ausstellung in großen Bildpanoramen inszeniert, bilden den Hintergrund für eine Reise durch das Stadtviertel und in die Gründerzeit um 1900. Geschichten und Erinnerungen von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Besucherinnen und Besuchern ergänzen den Blick auf das Leben in den Villen und Wohnungen Rostocker Bürger und lassen die Vorstadt lebendig werden. Die Ausstellung ist bis zum 11. Juni zu sehen.

Thema im Landtag – Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfe (KISS)

Selbsthilfe hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft – Unterstützung der Kontakt- und Informationsstellen

csm_Reha5_aa23a4cbf28.3.2017 – Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern ist am Donnerstag über die Finanzierung der Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfe (KISS) diskutiert worden. „Die gesundheitsbezogene Selbsthilfe hat in unserem Gesundheitssystem einen festen Platz gefunden und ergänzt in vielfältiger Weise die professionellen Angebote der Gesundheitsversorgung. Die Hilfe zur Selbsthilfe wird auch in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle bei der Alltagsbewältigung spielen. Selbsthilfe hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Sie kann in vielen Fällen praktische Lebenshilfe leisten und neuen Lebensmut spenden. Daher verdient Selbsthilfe unsere hohe Achtung und Wertschätzung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag in Schwerin im Landtag.

Netzwerke sind verlässliche Partner in der Gesellschaft

Die Netzwerke der Selbsthilfe haben sich als verlässliche Partner in der Gesellschaft erwiesen, um sozialer Isolation und Ausgrenzung zu begegnen und um Menschen zu mobilisieren, sich aus der Selbstbetroffenheit heraus mitverantwortlich zu engagieren. „Dass hier Außerordentliches geleistet wird, beweisen die mit Hilfe der Selbsthilfekontaktstellen und Selbsthilfeorganisationen entstandenen Selbsthilfegruppen in Mecklenburg-Vorpommern“, so Glawe weiter. Nach der Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Institutes gibt es in Deutschland zwischen 70.000 und 100.000 Selbsthilfegruppen zu fast jedem gesundheitlichen und sozialen Themenbereich. Das wären rechnerisch etwa 1.400 bis 2.000 Gruppen in Mecklenburg-Vorpommern. Es besteht keine Meldepflicht für die Zahl der Selbsthilfegruppen. Deutschland nimmt angesichts der hohen Zahl von Selbsthilfegruppen eine Spitzenposition innerhalb Europas ein. „Das beruht nicht zuletzt auf der Förderung der Selbsthilfe durch die Sozialversicherung, die Kommunen und das Land Mecklenburg-Vorpommern als Gesundheitsland“, betonte Glawe. Die wachsende gesellschaftliche Anerkennung der Selbsthilfe hat der Bundesgesetzgeber zuletzt 2015 durch das Präventionsgesetz unterstrichen. Durch den neuen Paragraphen 20h wurde im Fünften Buch Sozialgesetzbuch und damit im Krankenversicherungsrecht vorgesehen, dass im Jahre 2016 für jeden Versicherten 1,05 Euro allein aus den Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung für die Selbsthilfe zur Verfügung stehen. Dieser Betrag, mit dem die davor zur Verfügung stehenden Mittel um etwa 65 Prozent erhöht wurden, ist gesetzlich dynamisiert und steigt jährlich entsprechend der Entwicklung der Grundlohnsumme.

Kontaktstellen als Beratung für Selbsthilfeinteressierte

Die Kontaktstellen beraten Selbsthilfeinteressierte und stellen Kontakte zu bestehenden Gruppen her. Sie unterstützen Neugründungen bzw. verweisen an weitere regionale Unterstützungseinrichtungen. Den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgend wurden auch in Mecklenburg-Vorpommern in den 90er Jahren modellhaft örtliche Selbsthilfekontaktstellen aufgebaut und evaluiert. Aktuell stehen allein in Mecklenburg-Vorpommern bei den gesetzlichen Krankenkassen etwa 1,5 Millionen Euro für die Selbsthilfeförderung bereit. Die Förderung des Landes ist eine ergänzende Förderung. Die die Fördermittel kassenübergreifend in diesem Jahr verwaltende Landesvertretung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) hat auf Anfrage mitgeteilt, dass gegenwärtig etwa 15 Prozent der Fördermittel für das Land Mecklenburg-Vorpommern ungebunden sind und damit noch verfügbar wären. Zudem stehen weitere Mittel etwa aus dem Bereich der Pflegeversicherung in Höhe von etwa 150.000 Euro sowie dem Bereich Reha und Teilhabe zur Verfügung.

Unterstützung der Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen

Aus dem Landeshaushalt werden neben dem Verein Selbsthilfe Mecklenburg-Vorpommern und der Förderung nach der Landesverordnung über niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote insbesondere die Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen unterstützt. „Ziel der Förderung ist es, den Selbsthilfekontaktstellen zu ermöglichen, eigenständig und unabhängig flexible Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Sie soll dazu dienen, die fachlichen, personellen und sächlichen Voraussetzungen bei den Selbsthilfekontaktstellen zu schaffen beziehungsweise zu erhalten, um die Bereitschaft zur Selbsthilfe zu unterstützen, den Zugang zur Selbsthilfe zu erleichtern sowie die Qualität, Stabilität und Kontinuität der Arbeit der Selbsthilfegruppen zu fördern“, erläuterte Gesundheitsminister Glawe. Für diese Förderung stehen Landesmittel von insgesamt 112.500 Euro jährlich zur Verfügung. Grundlage für die Förderung ist die Richtlinie für die Gewährung von Zuwendungen an die Träger von Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfe, die seit 1997 existiert. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit acht Selbsthilfekontaktstellen, nämlich in: Schwerin, Rostock,Neubrandenburg, Stralsund, Güstrow (mit Außenstellen in Bützow und Teterow), Neustrelitz, Ludwigslust (mit Außenstelle in Hagenow) sowie Wismar. Fünf Selbsthilfekontaktstellen, Schwerin, Rostock, Neubrandenburg, Stralsund und Güstrow werden vom Land gefördert. Diese grundsätzliche Förderentscheidung wurde 1996 im Konsens der Beteiligten getroffen. Von den jährlichen Haushaltsmitteln in Höhe von 112.500 Euro erhielten die fünf geförderten Selbsthilfekontaktstellen aus dem Titel „Förderung der Kontakt- und Informationsstellen“ zuletzt jeweils 22.500 Euro pro Jahr. „Auch in diesem Jahr wurden von den Kontakt- und Informationsstellen wieder Anträge zur Förderung gestellt. Die Gespräche mit den Antragstellern sind noch nicht abgeschlossen“, so Glawe weiter.

Projekt „Selbsthilfe im ländlichen Raum“

Vor dem regionalen Hintergrund hat das Land bereits in den Jahren 2014 bis 2016 ein Projekt „Selbsthilfe im ländlichen Raum – Modellregion Landkreis Vorpommern-Greifswald“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Selbsthilfekontaktstellen M-V in Höhe von insgesamt 20.000 Euro gefördert. Hier sollten Selbsthilfeinteressierte Kenntnisse von Selbsthilfe erlangen, bestehende Gruppen gefunden und neu zu gründende Selbsthilfegruppen von Strukturen vor Ort unterstützt werden.

„Musik am Nachmittag“ in der St.-Nikolai-Kirche zu Rostock

8.3.2017 – Alexander Bersutsky (Violine), Philipp Hagemann (Violoncello) und Uwe Knaust (Klarinette) haben am Mittwoch in der Nikolaikirche vor rund 350 Zuschauern die 39. Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Musik am Nachmittag“ mit einem Stück aus Verdis „La Traviata“ eröffnet. In den Jahren 1996 bis heute haben bereits 1.780 Musiknachmittage für rund 450.000 Senioren in ganz Deutschland stattgefunden. Finanziert werden die Konzerte zum größten Teil aus den Erträgen des Stiftungsvermögens. Die Konzerte mit klassischer Musik auf hohem Niveau finden bei Kaffee und Kuchen in festlichen Räumen statt und sind ein spezielles Dankeschön des Stifters an die Generation, die unverschuldet die Hauptlast des 2. Weltkrieges und die Entbehrungen der Nachkriegszeit zu tragen hatte.

Natur und Kultur erleben 2017

Veranstaltungsprogramm in den UNESCO-Biosphärenreservaten an Elbe und Schaalsee ist druckfrisch erschienen

Titel_VA-Kalender_Schaalsee_20178.3.2017 – Pünktlich zum Saisonbeginn bringen die beiden UNESCO-Biosphärenreservate Flusslandschaft Elbe M-V und Schaalsee ihre Veranstaltungskalender heraus. Mit den Kalendern bewirbt das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe nicht nur seine eigenen, sondern auch die Veranstaltungen seiner Partner, der Partnerstädte und der beiden Fördervereine der Schutzgebiete. Schon im Titel der Kalender „Natur und Kultur erleben 2017“ wird deutlich, dass es sich bei den Angeboten nicht nur um naturkundliche Veranstaltungen handelt. Bewohner und Besucher der Region können in einem vielseitigen Angebot von mehr als 300 Veranstaltungen wählen, die in den beiden UNESCOBiosphärenreservaten im Laufe des Jahres stattfinden. Da gibt es regionale Märkte, Hoffeste, Eseltouren, Elfenwochenenden, Puppentheater, Meditationsangebote, Schiffs- und Paddeltouren und vieles mehr. Die bunte Vielfalt entsteht durch die zahlreichen Angebote der Biosphärenreservatspartner, die sowohl am Schaalsee als auch an der Elbe touristisch sehr aktiv sind. Natürlich fehlen auch die Exkursionen und Radtouren mit den Rangern nicht. Auch in diesem Jahr bieten sie am Schaalsee und im Elbetal wieder mehr als 50 öffentliche Veranstaltungen an. Dazu kommen viele Gruppenexkursionen und Wanderungen mit Schulklassen auf Anfrage. Insgesamt nahmen in den beiden Biosphärenreservaten im vergangenen Jahr 8.580 Teilnehmer an Exkursionen mit den Rangern teil. Ein Highlight im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe sind die begleiteten Kanutouren auf der Sude, eine gemeinsame Veranstaltung von BiberJesseTours und den Rangern des Biosphärenreservates. Im Biosphärenreservat Schaalsee sind besonders die Vogelstimmenexkursionen beliebt, die sowohl am Schaalsee als auch am Mechower und am Röggeliner See angeboten werden. Auch „Fahrradtour Biosphäre“ des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V., die in diesem Jahr am 11. Juni bereits zum 19. Mal durch das UNESCO- Biosphärenreservat Schaalsee führt , erfreut sich ständig wachsender Teilnehmerzahlen. In einer Auflage von 12.000 Stück je Schutzgebiet gedruckt, werden die Kalender kostenlos in den Infozentren der beiden Biosphärenreservate im PAHLHUUS und auf der Festung Dömitz sowie den Touristinformationen der umliegenden Städte angeboten. Aber auch die Biosphärenreservatspartner legen für ihre Gäste die Kalender in ihren Ferienwohnungen, Gaststätten, Hofläden oder Ateliers aus. Gegen einen frankierten Rückumschlag können die Kalender im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe angefordert werden. Außerdem gibt es sie zum Download unter http://www.schaalsee.de und unter http://www.elbetal-mv.de.

Reiseanalyse 2017: Mecklenburg-Vorpommern ist das beliebteste Urlaubsziel in Deutschland

Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bayern / im internationalen Vergleich hinter Spanien und Italien erstmals unter Top 3

Top-10-Urlaubsreiseziele_2016_RA20178.3.2017 – Ostsee grüßt Alpen: Mecklenburg-Vorpommern hat sich in seinem bislang erfolgreichsten touristischen Jahr zurück an die Spitze der beliebtesten Urlaubsreiseziele in Deutschland gekämpft. Nirgendwo anders verbrachten im Jahr 2016 mehr Deutsche ihren Urlaub als zwischen Ostsee und Seenplatte. Zugleich hat der Nordosten es auch im internationalen Maßstab erstmals auf das Treppchen geschafft. Das geht aus der Reiseanalyse 2017 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) hervor, die am ersten Tag der 51. Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Diese wird seit 47 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten und renommiertesten Untersuchungen des deutschen Urlaubsreisemarktes. Demnach verzeichnet das norddeutsche Bundesland einen Marktanteil von 5,6 Prozent an allen 2016 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,1 Prozentpunkte vor Bayern. Zudem hält Mecklenburg-Vorpommern den deutlichen Abstand zu den Küstenländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die mit jeweils 4,2 Prozent folgen. Auch im Vergleich mit den internationalen Reisezielen der Deutschen behauptet sich Mecklenburg-Vorpommern gut: Hinter dem unangefochtenen Spitzenreiter Spanien (14,8 Prozent) und Italien (8,2 Prozent) erreicht das Urlaubsland gleichauf mit der Türkei erstmals einen Podestplatz. Dazu Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe: „Die Ergebnisse der Reiseanalyse markieren einen erfolgreichen Etappensieg für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Aber: Es geht immer noch besser. Deshalb bleibt für uns die Entwicklung und Etablierung saisonverlängernder Angebote ein entscheidender Schwerpunkt. Mehr ausländische Gäste für unser Land zu begeistern, die Mobilität weiter zu verbessern und die touristische Vielfalt des Vor-Ort-Angebotes auszubauen, sind wichtige Aufgaben der Branche insgesamt. All dies trägt auch dazu bei, mehr ganzjährige Beschäftigung im Tourismus zu erreichen. Darüber hinaus ist es wichtig, noch stärker die Möglichkeiten, die das Binnenland bietet, zu nutzen. Im ländlichen Raum steht vor allem die Stärkung der Region und die Identifikation mit ihr im Vordergrund.

Das Ergebnis der Reiseanalyse 2017 folgt auf die statistische Meldung der bisher höchsten Übernachtungszahlen der Tourismusbranche des Landes. Mit einem Ergebnis von 30,3 Millionen Übernachtungen hatte diese das vergangene Jahr abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs von 2,8 Prozent und damit das beste Ergebnis seit 1990. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,6 Millionen um 2,3 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Landestourismusverbandes, sagte: „Wie kein anderes Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern ein gesamtdeutsches Urlaubsziel und bei Menschen aus allen Teilen des Landes beliebt. Die Reiseanalyse zeigt, wie wettbewerbsfähig unser norddeutsches Bundesland auch in Zeiten wachsender Konkurrenz ist. Die Ergebnisse sind jedoch nur eine Momentaufnahme. Die gute Ausgangsposition muss immerzu behauptet und verteidigt werden. Die Branche wird weiter hart arbeiten und sich auf gute Rahmenbedingungen stützen müssen. Wir legen unser Augenmerk klar auf die Qualität und die Ehrlichkeit der Angebote. Nur so können wir die Gäste von morgen begeistern.“ Der FUR zufolge lag die Urlaubsreiseintensität der Deutschen im vergangenen Jahr bei nach wie vor hohen 77 Prozent. Insgesamt unternahmen den Angaben zufolge damit 53,4 Millionen Urlaubsreisende etwa 69 Millionen Urlaubsreisen mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen.

Auch Stiftung für Zukunftsfragen sieht Mecklenburg-Vorpommern und Bayern vorn

Die 33. Deutsche Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen als zweite, langjährig profilierte Studie zum Urlaubsverhalten kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie die Reisanalyse der FUR: Danach bleibt Deutschland das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Jeder dritte Reisende hat 2016 seinen Urlaub im eigenen Land verbracht. Mit jeweils 6,9 Prozent der Inlandsreisen bleiben Mecklenburg-Vorpommern und Bayern dabei die beliebtesten Ferienregionen. Mit etwas Abstand folgen Schleswig-Holstein mit 6,1 Prozent und Niedersachsen mit 3,8 Prozent. Zudem liegt Mecklenburg-Vorpommern der Analyse zufolge im Zehnjahresvergleich ebenfalls zusammen mit Bayern an der Spitze. „Bayern und Mecklenburg-Vorpommern haben sich eine starke Position im touristischen Wettbewerb erarbeitet. Stetig an der Spitze zu sein, verlangt danach, dass touristische Niveau stetig weiter zu verbessern. Unsere Aufgabe ist es, die touristische Infrastruktur an die Veränderungen, die sich aus dem demografischen Wandel und neuen Urlaubsformen ergeben, anzupassen. Der Ausbau von Service und Qualität und barrierefreie Angebote schaffen sind wichtige Herausforderungen hierbei“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Beide Urlaubsländer haben zwischen 2006 und 2016 einen Anteil an Urlaubsreisen von 6,9 Prozent erreicht, wobei Mecklenburg-Vorpommern die höchsten Zuwachsraten verzeichnen und seinen Anteil innerhalb von zehn Jahren um 2,7 Prozentpunkte steigern konnte. Die Gründe für die Beliebtheit des Nordostens liegen laut Studie an der touristischen Infrastruktur, den natürlichen Gegebenheiten, am guten Preis-Leistungs-Verhältnis sowie am hohen Stammkundenanteil. Sylvia Bretschneider erklärte: „Die Mischung aus Natur und Infrastruktur stimmt. Auch 2017 locken wir unsere Gäste mit unseren geschützten Naturlandschaften einerseits und mit neuen Hotels, Freizeiteinrichtungen, Sportformaten und hochkarätigen Kulturveranstaltungen andererseits.“

ADAC-Reisemonitor sieht Deutschland in der Reisegunst vor Spanien und Italien

Zudem wurde am ersten Tag der weltgrößten Reisemesse der ADAC-Reisemonitor vorgestellt, der einmal im Jahr erhoben wird und über Trends zum geplanten Reiseverhalten der ADAC-Mitglieder informiert. Demnach bleibt Deutschland weiterhin unangefochten vorn in der Gunst der Befragten. Mit 31 Prozent liegt es bei den geplanten Haupturlaubsreisen 2017 weit vor Spanien (12,4 Prozent) und Italien (10,4 Prozent). Zudem halte die Reiselust der Deutschen trotz der unsicheren Lage in einigen Urlaubsregionen weiter an.

Mecklenburg-Vorpommern punktet auf der ITB mit Traditionen und Bräuchen

Am Nachmittag des ersten Messetages lud Mecklenburg-Vorpommern überdies zu einem Empfang am Messestand unter dem Motto „In Tradition verbunden“ ein. „Bei uns im Land kann man traditionelle Feste feiern, landestypische Spezialitäten genießen, historische Bausubstanz bewundern und traditionelle Handwerkstechniken erleben. Tradition und Brauchtum sind in Mecklenburg-Vorpommern touristische Standortfaktoren, um auf regionale Höhepunkte und Besonderheiten aufmerksam zu machen. Hier haben wir viel Potenzial, um neue Impulse für den Tourismus zu setzen, unseren Städten und Gemeinden besondere Ausstrahlung zu geben und damit auch die regionale Identität zu stärken. So können wir neue Zielgruppen durch attraktive Angebote für einen Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern begeistern“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe abschließend. Die Veranstaltung nahm rund 200 Gäste mit auf eine Reise zu gelebten Traditionen und alten Bräuchen in Mecklenburg-Vorpommern. Regionale Fisch- und Brauspezialitäten rundeten den Empfang kulinarisch ab.

Erstmals Delegation aus der Republik Botswana zu Gast in Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftliche und touristische Zusammenarbeit

Bürogebäude in Gaborone, Foto: Eddie Chuan-Shun Ho

Bürogebäude in Gaborone, Foto: Eddie Chuan-Shun Ho

8.3.2017 – Staatsbesuch in Mecklenburg-Vorpommern: Der botswanische Präsident Dr. Seretse Khama Ian Khama war am Mittwoch mit einer Delegation im Land zu Gast. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe haben die Gäste das Unternehmen FWW Fahrzeugtechnik GmbH in Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) besichtigt. „Erstmals ist eine hochrangige Delegation der Republik Botswana in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Wir wollen ausloten, ob und in welchen Bereichen eine wirtschaftliche oder auch touristische Zusammenarbeit möglich ist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hat den Termin auf Bitte des Protokolls der Staatskanzlei übernommen. Die FWW Fahrzeugtechnik GmbH ist nach eigenen Angaben spezialisiert auf die Wartung, Instandsetzung, Umrüstung und Fertigung von Fahrzeugen und Spezialgeräten. Die Delegation aus Botswana informierte sich über eine mögliche Ausstattung ihrer Naturschutzranger mit geeigneten Fahrzeugen.

Werben für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern

Wirtschaftsminister Glawe warb während des Treffens für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. „Insbesondere im Bereich des verarbeitenden Gewerbes, des Tourismus und in der Gesundheitswirtschaft können wir mit unseren Standortvorteilen punkten“, betonte Glawe weiter. Die Republik Botswana ist aktuell auch Partnerland der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB), die am Mittwoch gestartet ist.

Informationen zur Republik Botswana

Die Republik Botswana liegt in Afrika und grenzt im Süden und Südosten an Südafrika, im Nordosten an Simbabwe, im Norden an Sambia und im Westen an Namibia. Das 582.000 Quadratmeter große Land hat etwa 2,26 Millionen Einwohner. Nach Angaben der Germany Trade & Invest (Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland) lag das Bruttoinlandsprodukt in Botswana 2016 bei rund 10,9 Milliarden US-Dollar. Die Republik hat im Jahr 2015 vorrangig nichtmetallische Mineralien, Petrochemie, Nahrungsmittel, Maschinen sowie Autos und Kfz-Teile eingeführt.

Matthias Schweighöfer: Lachen Weinen Tanzen Tour 2017 – Live am 12.12.17 in der Stadthalle Rostock

Text: Jan Wehn

Matthias Schweighöfer

Matthias Schweighöfer

Matthias Schweighöfer hat ein Album gemacht, weil Musik und Matthias Schweighöfer einfach zusammengehören. Er sucht seit jeher die Musik für seine Filme selbst aus oder bringt sich bei der Komposition der Scores mit ein. Er sang mit Philipp Poisel das Duett »Eiserner Steg« und im letzten Jahr steuerte er mit »Fliegen« einen eigenen Song zum Soundtrack für seinen Film »Der Nanny« bei. Jetzt veröffentlicht er mit »Lachen Weinen Tanzen« sein erstes eigenes Album. »Ich habe in meinem Leben viele Konzerte gesehen. Meist bin ich nach einer guten Stunde gegangen, weil mich die Auftritte nicht wirklich umgehauen haben«, erinnert sich Matthias. »Das Coldplay-Konzert in 2006 in der Berliner Waldbühne war anders. Die Band war toll, aber vor allem waren sie berührend. Das ist für mich das Wichtigste.« Nach und nach reift in Matthias die Idee heran, Musik zu erschaffen, die etwas im Hörer auslöst. »Es sollten Songs sein, die dich – egal ob sie mit kleinem oder mit großem Besteck aufgenommen wurden – etwas fühlen lassen, die etwas mit Dir machen.« Um das zu erreichen, hätte Matthias Schweighöfer mit allen arbeiten können: Die größten Produzenten der Pop-Mainstream, die für ihn die Arbeit übernehmen. Aber stattdessen hat Matthias eine Vision und macht sich dafür mit seinenJungs an die Arbeit. Seine Jungs, das sind Arne Schumann und Josef Bach, die schon den Score zu Matthias’ letztem Film »Der Nanny« beisteuerten. Zwei genial-findige Komponisten, die in Sachen Klang überall zuhause sind und von erhabener Filmmusik über frickelige Electronica bis hin zu Werbung und den ganz großen Pop-Würfen alles beherrschen. »Meine größte Angst war, dass die beiden sagen: ›Jetzt dreht er völlig durch«, erinnert sich Matthias Schweighöfer. Aber stattdessen nehmen die beiden seine Idee ernst. Ganz bescheiden produzieren und komponieren die drei vor sich hin. Es entstehen die ersten gemeinsamen Songs – und aus Nichts wird schon bald etwas ganz Großes.

Dass Matthias Schweighöfer nur, wie er selbst sagt, »ganz okay Klavier und sehr schlecht Gitarre« spielen kann, ist dabei kein Problem. Wenn er den beiden ein paar Akkorde oder eine Melodie gibt, dann bauen die zwei das Ganze einfach weiter. »Ein guter Autor bringt genau das zu Papier, was du dir ausgedacht hast«, sagt Matthias. »Aber er denkt es auch weiter und verbessert es. Arne und Ioos machen genau das mit meinen musikalischen Ideen. Wir empfinden Musik ganz gleich. Das hilft im Studio ungemein.« Aus musikalischen Ideen werden erste Skizzen und schließlich instrumentale Songs, die wiederum Inspiration für die Texte werden, die Matthias Schweighöfer während intensiven Sessions gemeinsam mit Nisse und Jasmin Shakeri geschrieben hat. Anschließend ging es an die Aufnahmen im Funkhaus Berlin und in den Hansa Studios. Dort standen aber nicht nur Matthias und seine Band vor dem Mikrofon, sondern auch Musiker aus dem Orchester des legendären Filmmusikkomponisten Danny Elfmann. »Als die losgelegt haben, hat es uns alle einmal komplett umgenietet«, erinnert sich Matthias. »Wie unsere ganz simple und ehrliche Musik mit Orchester-Sound verbunden wurde, hat sich angefühlt wie im Film. Als ob ein Schauspieler sich durch 10.000 Menschen auf dem Times Square zu dieser ganz bestimmten Person kämpft, einem dabei die Streicher um die Ohren fliegen und man die Leinwand anbrüllen will: ›Du musst das schaffen! Lauf!‹«, sagt Matthias und grinst. »Genau das war das Ziel.« In der Tat gelingt es »Lachen Weinen Tanzen« auf eine bis dahin ungekannte Weise, klassische Popmusik mit einem filmästhetischen Anspruch zu verbinden. Ganz so, als ob Coldplay mit Hans Zimmer Musik machen und deutsche Texten singen würde. In der Tat kann man sich jedes der Stücke in einem Film vorstellen. Die Songs sind mal laut, dann wieder leise. Mal fröhlich und gut gelaunt, mal in sich gekehrt und nachdenklich. Mal sind sie nur Szenen, dann wieder ganze Filme, aber jeder für sich erzählt von kleinen und ehrlichen Gefühlen oder großen Träumen. Sie machen Mut und geben Kraft, lassen einen träumen, erinnern und vergessen, lassen einen lachen, weinen und tanzen. Letztlich hat ihm seine Unsicherheit, sein Laiendasein als Musiker die Tür geöffnet mit Selbstbewusstsein und gewachsener Vertrauensstruktur ein Album zu machen, das am Ende der Ärad der neuen Deutschpoeten beeindruckender nicht hätte sein können. Was diese Ära geschaffen hat, wird von Matthias Schweighöfer noch einmal im Namen Aller unterschrieben. Wer danach kommt, darf ein neues Kapitel an Emotionen aufschlagen – aber das Gleiche nur besser? Wird nicht gehen.

CTS Pre-Sale: 10.03. um 11.00 Uhr www.eventim.deAllgemeiner VVK-Start: 13.03. um 09.00 Uhr